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Vivalytic Bacterial Meningitis von Bosch: Schneller PCR-Test für medizinische No ...

09.01.2025

Pressemeldung

Healthcare

Vivalytic Bacterial Meningitis von Bosch: Schneller PCR-Test für medizinische No ...

Waiblingen – Mit dem PCR-Test Vivalytic Bacterial Meningitis hat Bosch Healthcare Solutions (BHCS) einen weiteren Test für seine Analyseplattform Vivalytic entwickelt. Der Test weist sechs wichtige bakterielle Meningitis-Erreger in weniger als einer Stunde mittels hochempfindlicher PCR-Technologie nach. Damit erweitert BHCS sein Testportfolio um eine wichtige Indikation: „Die bakterielle Meningitis ist ein absoluter medizinischer Notfall“, sagt Dr. med. Stefan Zimmermann, Oberarzt am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg. „Um Todesfälle und bleibende Schäden nach einer Hirnhautentzündung zu vermeiden, ist eine schnelle und gezielte antibiotische Behandlung in der Klinik unerlässlich.“ Nach der aktuellen Leitlinie für Erwachsene sollte eine Antibiotikatherapie spätestens eine bis drei Stunden nach Eintreffen in der Notaufnahme begonnen werden1. Ein Liquortest mit Vivalytic Bacterial Meningitis liefert ein zuverlässiges Ergebnis innerhalb der geforderten Zeit. Die bakterielle Meningitis ist ein absoluter medizinischer Notfall. Um Todesfälle und bleibende Schäden nach einer Hirnhautentzündung zu vermeiden, ist eine schnelle und gezielte antibiotische Behandlung in der Klinik unerlässlich. ...Dr. med. Stefan Zimmermann, Oberarzt am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg Multiplex-PCR-Test für eine umfassende und schnelle DiagnostikDie aktuelle Leitlinie empfiehlt den Einsatz von Multiplex-PCR-Tests bei Verdacht auf eine bakterielle Meningitis aufgrund der kurzen Analysezeit und der hohen Sensitivität1. Beim Vivalytic Bacterial Meningitis liegt das Testergebnis in weniger als einer Stunde vor. Der Test eignet sich für alle Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine bakterielle Meningitis. Folgende Erreger werden nachgewiesen: Neisseria meningitidisStreptococcus pneumoniaeHaemophilus influenzaeStreptococcus agalactiae Escherichia coliListeria monocytogenesDamit deckt der Bosch-Test die wichtigsten bakteriellen Erreger in allen Altersgruppen auf einer Kartusche ab: Neugeborene und junge Säuglinge sind vor allem durch Streptococcus agalactiae, aber auch durch Escherichia coli und Listeria monocytogenes gefährdet. Ältere Säuglinge, Kleinkinder und junge Erwachsene infizieren sich mit Neisseria meningitidis und Streptococcus pneumoniae. Ältere Menschen sind besonders häufig von Streptococcus pneumoniae betroffen2.PCR-Tests sollten gemäß der Leitlinie zur Empfindlichkeitsprüfung von Antibiotika durch eine Liquorkultur ergänzt werden. Nach Entnahme des Liquors wird empfohlen, direkt mit einer Antibiotikatherapie – gegebenenfalls in Kombination mit Dexamethason – zu beginnen1.Unterschätzte Gefahr für Millionen von MenschenMeningitis ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute. Häufig gelangen die Erreger über die Atemwege in den Körper. Eine Ausbreitung erfolgt dann über die Blutbahn1. Die Infektion kann auch von benachbarten Strukturen übertragen werden, zum Beispiel bei einer Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung. Weltweit erkranken jährlich 2,5 Millionen Menschen, vor allem in ärmeren Regionen. Mehr als die Hälfte der Erkrankungen betrifft Kinder unter fünf Jahren3. Zu den Hauptsymptomen gehören Kopfschmerzen, Aufmerksamkeitsstörungen, Fieber und ein steifer Nacken. Als Erreger kommen Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten in Frage1. Besonders besorgniserregend ist jedoch die bakterielle Meningitis. Jeder fünfte Fall führt zu bleibenden Komplikationen wie Hörverlust, Hirnschäden und Krampfanfällen4. Ohne sofortige Behandlung stirbt etwa die Hälfte der Erkrankten5.Schnelle Diagnose und Impfung als Schlüssel der WHO-Strategie 2030Dank der Einführung von Konjugatimpfstoffen und einer verbesserten medizinischen Versorgung ist die weltweite Sterblichkeitsrate bei bakterieller Meningitis von 32 Prozent vor 1961 auf 15 Prozent nach 2010 gesunken6. So bieten Pneumokokken-Impfstoffe gegen verschiedene Serotypen einen guten Schutz vor einer Pneumokokken-Infektion7. Zudem verordnen Ärztinnen und Ärzte neben Antibiotika zunehmend entzündungshemmende Begleittherapien wie Dexamethason, die die Sterblichkeitsrate, Hörschäden und neurologische Folgeerkrankungen reduzieren8. Die WHO hat es sich zum Ziel gesetzt, die bakterielle Meningitis bis 2030 weltweit einzudämmen9, unter anderem durch die Eliminierung von Meningitisepidemien. „Die rasche Diagnose mittels Multiplex-PCR-Tests könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. Während die PCR im Labor einen Tag und der Kulturnachweis zwei Tage dauert, liefert Vivalytic Bacterial Meningitis das Ergebnis in weniger als einer Stunde. Vivalytic für einfaches und intuitives TestenDie Bedienung des Vivalytic-Systems ist intuitiv, eine kurze Einweisung des medizinischen Personals genügt: Die entnommene Probe wird in die Testkartusche gegeben. Diese enthält alle für den Test notwendigen Reagenzien. Anschließend wird die Kartusche zur automatisierten Auswertung in das Vivalytic-Analysegerät eingesetzt. Das Testergebnis erscheint in weniger als einer Stunde auf dem Display. Durch den automatisierten Workflow der „All in One“-Plattform wird das Infektionsrisiko für die anwendenden Personen minimiert. Auch in Randzeiten am Wochenende und abends ermöglicht Vivalytic Bacterial Meningitis eine zuverlässige und einfach zu etablierende Diagnostik. BHCS hat kürzlich die CE-Kennzeichnung für den Vivalytic Bacterial Meningitis-Test erhalten. Er kann ab sofort über Vertriebspartner wie Randox Laboratories und R-Biopharm bestellt werden.Quellen1) Pfister H.-W., Klein M. et al., Ambulant erworbene bakterielle Meningoenzephalitis im Erwachsenenalter, S2k-Leitlinie, 2023, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. (abgerufen am 17.12.2024)2) (abgerufen am 17.12.2024)3) GBD 2019 Meningitis Antimicrobial Resistance Collaborators. Global, regional, and national burden of meningitis and its aetiologies, 1990-2019: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019. Lancet Neurol. 2023 Aug;22(8):685-711 (abgerufen am 17.12.2024)4) GBD 2019 Diseases and Injuries Collaborators. Global burden of 369 diseases and injuries in 204 countries and territories, 1990-2019: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019. Lancet. 2020 Oct 17;396(10258):1204-1222. doi: 10.1016/S0140-6736(20)30925-9. Erratum in: Lancet. 2020 Nov 14;396(10262):1562. (abgerufen am 17.12.2024)5) (abgerufen am 17.12.2024)6) van Ettekoven CN, Liechti FD, Brouwer MC, Bijlsma MW, van de Beek D. Global Case Fatality of Bacterial Meningitis During an 80-Year Period: A Systematic Review and Meta-Analysis. JAMA Netw Open. 2024 Aug 1;78):e2424802.(abgerufen am 17.12.2024)7) (abgerufen am 17.12.2024)8) Brouwer MC, McIntyre P, Prasad K, van de Beek D. Corticosteroids for acute bacterial meningitis. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015, Issue 9. Art. No.: CD004405. (abgerufen am 17.12.2024)9) (abgerufen am 17.12.2024)Bosch Healthcare Solutions auf Social MediaYouTube: LinkedIn: Vertriebspartner für Vivalytic:

Vivalytic von Bosch: Innovative Point of Care-Diagnostik für Privatversicherte a ...

11.12.2024

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Vivalytic von Bosch: Innovative Point of Care-Diagnostik für Privatversicherte a ...

Waiblingen – Bosch Healthcare Solutions (BHCS) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben eine Innovationspartnerschaft geschlossen. Damit können niedergelassene Fachärzte erstmals verschiedene PCR-Tests, die sie mit dem Point of Care-Analysegerät Vivalytic von Bosch durchführen, bei privat versicherten Patientinnen und Patienten standardmäßig abrechnen. Die Vereinbarung mit der PKV umfasst die Erstattung von Tests auf Atemwegserkrankungen sowie auf zehn verschiedene sexuell übertragbare Infektionen (STI), wie beispielsweise Chlamydien oder Gonokokken: Vivalytic SARS-CoV-2 DTVivalytic SARS-CoV-2 DT, Flu A/B, RSVVivalytic STI Die Partnerschaft erstreckt sich auf den gesamten deutschen Markt und kommt derzeit rund 8,7 Millionen Privatversicherten zugute. Schnelle und sichere Diagnostik am Point of CareDie Ergebnisse der Vivalytic-Testverfahren liegen je nach Komplexität der Tests bereits nach 30 Minuten vor. Bei Labortests sind die Ergebnisse aufgrund des zusätzlichen Aufwands, etwa durch den Transport der Proben, frühestens am Folgetag bekannt. Zudem bieten PCR-Schnelltests, wie sie für das Vivalytic-Testverfahren verwendet werden, eine deutlich höhere Genauigkeit als herkömmliche Antigen-Schnelltests, da die Erreger auf DNA-Ebene identifiziert werden. „Das ermöglicht eine sichere und schnelle Diagnose, so dass die richtige Therapie direkt eingeleitet werden kann – ohne zusätzliche Wartezeiten“, erklärt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. Das ermöglicht eine sichere und schnelle Diagnose, so dass die richtige Therapie direkt eingeleitet werden kann – ohne zusätzliche Wartezeiten....Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions Niedrigschwellige Versorgung und Früherkennung Das Erkennen von Atemwegserkrankungen wie SARS-CoV-2, Influenza, Respiratory Syncytial Virus (RSV) und Geschlechtskrankheiten ist entscheidend für die Patientenversorgung und die öffentliche Gesundheit. Schnelle und zuverlässige PCR-Tests ermöglichen eine genaue Differenzierung und gezielte Behandlungsstrategien, zum Beispiel bei Influenza, die häufig mit anderen Atemwegserkrankungen verwechselt wird. Regelmäßige Tests auf STI sind hingegen unerlässlich, um langfristige gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden und die sexuelle Gesundheit zu schützen. „In Deutschland und Europa haben wir in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme sexuell übertragbarer Krankheiten zu verzeichnen, auch in der Gruppe der über 50-Jährigen“, sagt Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG). „Ich begrüße daher die Möglichkeit, PCR-Tests schnell, unkompliziert und ohne Wartezeiten in der ärztlichen Praxis durchführen zu können. In Deutschland und Europa haben wir in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme sexuell übertragbarer Krankheiten zu verzeichnen, auch in der Gruppe der über 50-Jährigen. Ich begrüße daher die Möglichkeit, PCR-Tests schnell, unkompliziert und ohne Wartezeiten in der ärztlichen Praxis durchführen zu können.... Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) Stärkung des Angebots für Patientinnen und Patienten Niedergelassene Fachärzte, die über ein Vivalytic-System verfügen, können die drei PCR-Schnelltests ab sofort bei entsprechender Indikation ihren privat versicherten Patientinnen und Patienten anbieten. Die Vereinbarung mit der PKV sichert den Ärzten eine klare und verlässliche Kostenerstattung für diese molekulardiagnostischen Tests. Mit dem innovativen und zuverlässigen PCR-Testverfahren Vivalytic in ihrem Leistungsangebot können sie sich zudem von anderen Praxen abheben.Patientennahe Diagnostik: Tests auf Atemwegsinfektionen und Geschlechtskrankheiten können direkt in der Arztpraxis durchgeführt werden. Zeitersparnis: Patientinnen oder Patienten erhalten in der Regel bereits beim ersten Praxisbesuch Gewissheit. Der Arzt kann sofort gezielt behandeln.Kostenerstattung: Privatversicherte profitieren von einer verlässlichen Erstattung der Testkosten.Mit der Möglichkeit, verschiedene Diagnosen direkt in der Praxis zu stellen, erhöhen Ärztinnen und Ärzte die Zufriedenheit ihrer Patientinnen und Patienten und tragen aktiv zur Effizienz und Qualität der ambulanten Versorgung bei. Dies ist eine Presseinformation für Journalisten. Sie ersetzt in keinem Fall eine Beratung oder Empfehlung durch den behandelnden Arzt.Bosch Healthcare Solutions auf Social MediaYouTube: LinkedIn: Vertriebspartner für Vivalytic:

PCR-Schnelltest vor Ort auf Keuchhusten für Vivalytic von Bosch verfügbar

03.09.2024

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PCR-Schnelltest vor Ort auf Keuchhusten für Vivalytic von Bosch verfügbar

Waiblingen – Mit dem neuen PCR-Test Vivalytic Bordetella hat Bosch Healthcare Solutions (BHCS) einen weiteren Test für seine Analyseplattform Vivalytic entwickelt. Der Test weist in weniger als einer Stunde spezifisch die drei wesentlichen Keuchhustenerreger Bordetella pertussis, B. parapertussis und B. holmesii nach. Damit erweitert BHCS rechtzeitig vor Beginn der neuen Erkältungs- und Grippesaison sein Testportfolio in der Indikation „Atemwegserkrankungen“ um die Diagnose „Pertussis“. Der Triple-Test ist einzigartig in der Zusammensetzung der getesteten Pathogene und ermöglicht eine schnelle Diagnose in den Gesundheitseinrichtungen vor Ort. Bisherige Tests weisen die Erreger oft nur in größeren Testpanels nach. „Mit Vivalytic Bordetella reagieren wir auf den aktuellen Anstieg der Pertussis-Fälle in Deutschland. Gerade für Säuglinge, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen kann Pertussis sehr gefährlich werden und muss schnell diagnostiziert werden“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. Während die PCR im Zentrallabor einen Tag und der Kulturnachweis drei bis sieben Tage dauert1, liefert Vivalytic Bordetella das Ergebnis in weniger als einer Stunde. Der neue Test kann ab sofort über Vertriebspartner wie Randox Laboratories und R-Biopharm bestellt werden. Mit Vivalytic Bordetella reagieren wir auf den aktuellen Anstieg der Pertussis-Fälle in Deutschland. Gerade für Säuglinge, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen kann Pertussis sehr gefährlich werden und muss schnell diagnostiziert werden....Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions Schnelle Diagnose entscheidend für rasche TherapiePertussis beginnt meist mit milden Erkältungssymptomen wie leichtem Husten, Niesen, laufender Nase und eventuell mäßigem Fieber.2 Danach entwickelt sich der typische staccatoartige Husten, teilweise begleitet von Atemgeräuschen, zähem Schleim und Erbrechen.2 Über 90 Prozent der Erkrankten unter drei Monaten und etwa zehn Prozent der über 65-Jährigen müssen stationär behandelt werden. Besonders gefährlich ist Pertussis für Säuglinge, bei denen die Erkrankung tödlich verlaufen kann.3 „Bei Bordetella-Infektionen ist eine rasche Behandlung besonders wichtig, da eine Antibiotikatherapie nur bei frühzeitigem Beginn den Verlauf und die Schwere des Hustens beeinflussen kann. Außerdem kann die frühzeitige, gezielte Antibiose die Ausbreitung der Krankheit verhindern, indem die Infektionskette unterbrochen wird“, sagt Dr. Stefan Zimmermann vom Universitätsklinikum Heidelberg. Hinzu kommt, dass zwei Drittel der Pertussisfälle Jugendliche und Erwachsene betreffen. Bei dieser Gruppe macht sich eine Infektion nicht unbedingt durch die typischen Hustenanfälle bemerkbar.2 All diese Gründe sprechen für einen schnelle Testung vor Ort. Vivalytic Bordetella ist dafür eine ideale Option. Bei Bordetella-Infektionen ist eine rasche Behandlung besonders wichtig, da eine Antibiotikatherapie nur bei frühzeitigem Beginn den Verlauf und die Schwere des Hustens beeinflussen kann. Außerdem kann die frühzeitige, gezielte Antibiose die Ausbreitung der Krankheit verhindern, indem die Infektionskette unterbrochen wird....Dr. Stefan Zimmermann, Universitätsklinikum Heidelberg Steigende Fallzahlen erfordern schnelle TestungIn Deutschland ist die Zahl der Pertussisfälle 2024 im zweiten Jahr in Folge gestiegen. Bis Ende Juli wurden dem RKI mehr als 11 000 Fälle gemeldet.4 Neben Polen und Österreich gehört Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Erkrankungszahlen.5 Gründe für den Anstieg sind vermutlich eine mangelnde Immunität durch die Corona-Schutzmaßnahmen und eine geringere Impfrate gegen Pertussis. Daher ist auch weiterhin mit einem Anstieg zu rechnen. Keuchhusten ist hoch ansteckend. Noch Monate nach Abklingen der Hustenanfälle können kalte Luft, körperliche Anstrengung oder Zigarettenrauch Reizhusten auslösen. Eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika kann die Krankheitsdauer verkürzen.2Umfassende Testung auf alle PertussiserregerIn den meisten Fällen ist B. pertussis der Auslöser für Pertussis. Das Bakterium produziert ein Toxin, das die Schleimhaut der Atemwege schädigt. B. parapertussis verursachte in den letzten Jahren etwa zehn Prozent aller Infektionen. Diese verlaufen milder, weil der Erreger kein Toxin produziert.2 Seit Ende 2022 verzeichnet das RKI einen Anstieg der Infektionen mit B. parapertussis auf über 50 Prozent, die auch virulenter ausfielen.6 Als mögliche Gründe diskutiert das RKI ebenfalls einen Nachholeffekt nach der COVID-19-Pandemie, vermehrte Testungen und das Fehlen eines ausreichend wirksamen Impfstoffes.7 B. holmesii als drittes Testpathogen ist weniger virulent als B. pertussis.2 Der Erreger kann pertussisähnliche Symptome hervorrufen, wobei die Krankheit meist milder und kürzer verläuft.Vivalytic-Analysegerät ermöglicht schnelle Diagnose vor OrtMit dem Vivalytic-Analyser lässt sich der Test auf B. pertussis, B. parapertussis und B. holmesii schnell, einfach und direkt vor Ort in der medizinischen Einrichtung durchführen. Die Handhabung des Vivalytic-Systems ist intuitiv, eine kurze Einweisung des medizinischen Personals genügt: Die entnommene Probe wird in die Test-Kartusche gegeben. Diese enthält alle für den Test notwendigen Reagenzien. Anschließend wird die Kartusche zur automatisierten Auswertung in den Vivalytic-Analyser eingeführt. Das Testergebnis erscheint dann auf dem Display. Durch den vollautomatisierten Ablauf und den Einsatz eines deaktivierenden Probenmediums wird das Infektionsrisiko für die Anwender minimiert. Die Diagnostik erfolgt schnell und zielgerichtet in PCR-Qualität ohne den zeitaufwändigen Umweg über ein Zentrallabor. BHCS hat kürzlich die CE-Kennzeichnung für den neuen Test Vivalytic Bordetella erhalten.Quellen1) , Abruf am 28.08.20242) , Abruf am 28.08.20243) , Abruf am 28.08.20244) , Abruf am 28.08.20245) , , Abruf am 28.08.20246) , Abruf am 28.08.20247) , Abruf am 28.08.2024Bosch Healthcare Solutions auf Social MediaYouTube: LinkedIn: Vertriebspartner für Vivalytic:

PCR-Schnelltest auf drei wichtige Gastroenteritis-Erreger für Vivalytic von Bosc ...

18.07.2024

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PCR-Schnelltest auf drei wichtige Gastroenteritis-Erreger für Vivalytic von Bosc ...

Waiblingen – Mit dem neuen PCR-Test auf C. difficile, Norovirus, Rotavirus hat Bosch Healthcare Solutions einen weiteren Test für die Analyseplattform Vivalytic entwickelt. Das Testportfolio wird damit um die wichtige Indikation „Gastroenteritis“ erweitert. Der Test bestimmt gezielt drei der wichtigsten Durchfallerreger vollautomatisiert und parallel in weniger als einer Stunde direkt vor Ort. Der Dreifach-Test ist der erste seiner Art. Bisherige Tests weisen die drei Erreger entweder in einem größeren Testpanel nach oder sie testen auf jeden Erreger einzeln. Der neue Vivalytic-Test kann ab sofort über Vertriebspartner wie Randox Laboratories und R-Biopharm bestellt werden. „Wir haben diesen Test entwickelt, damit in den Praxen und Kliniken die Ursache einer Gastroenteritis schneller erkannt und adäquat darauf reagiert werden kann: mit der richtigen Therapie und Maßnahmen, die eine weitere Ausbreitung und Ansteckung verhindern“, erklärt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. Durch den Transport und eine eingeschränkte Verfügbarkeit der Tests kann der vollständige Nachweis von C. difficile bis zu mehreren Tagen dauern. Wir haben diesen Test entwickelt, damit in den Praxen und Kliniken die Ursache einer Gastroenteritis schneller erkannt und adäquat darauf reagiert werden kann: mit der richtigen Therapie und Maßnahmen, die eine weitere Ausbreitung und Ansteckung verhindern....Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions Schnelle Diagnose entscheidend für richtige Therapie Gastroenteritis ist einer der häufigsten Gründe für einen Praxis- oder Klinikbesuch, vor allem bei Kindern und älteren Menschen. Das Bakterium Clostridioides (früher Clostridium) difficile ist der Hauptverursacher nosokomialer Durchfallerkrankungen. Die Erkrankung ist mit einer relativ hohen Mortalität verbunden. Um lebensbedrohliche Verläufe zu verhindern, müsse eine Infektion schnell diagnostiziert und effektiv behandelt werden, betont Zimmermann. Laut RKI wird C. difficile allerdings noch zu wenig getestet1. Die schnelle und genaue Diagnose des Erregers ist entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten, mögliche Komplikationen zu vermeiden und die Infektion unter Kontrolle zu bringen... sagt Dr. med. Stefan Zimmermann, Oberarzt am Zentrum für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Außerdem können auch andere Erreger Durchfall hervorrufen, so dass eine umfassendere Diagnostik sinnvoll ist, die der Vivalytic-Test Noro-, Rotavirus, C. diff. ermöglicht. Der Vivalytic-Analyser von Bosch Healthcare Solutions unterstützt die rasche Verarbeitung der Proben. Das spielt vor allem bei C. difficile eine entscheidende Rolle, da das Toxin bei Raumtemperatur innerhalb von zwei Stunden nicht mehr nachweisbar sein kann. Eine zügige Probenverarbeitung wird daher vom RKI empfohlen2.Risikofaktoren und Auswirkungen von Clostridioides difficile-Infektionen Das Bakterium C. difficile verursacht insbesondere bei älteren, multimorbiden Menschen während und nach einer Antibiotikatherapie gastrointestinale Komplikationen. Risikofaktoren wie ein hohes Alter, gastrointestinale Grunderkrankungen, lange Krankenhausaufenthalte und Immunsuppression begünstigen die Erkrankung. Infektionen mit C. difficile haben in den letzten Jahrzehnten aufgrund der demographischen Alterung mit vermehrter Komorbidität und Multimedikation zugenommen. Zudem führen virulentere C. difficile-Stämme zu schwereren Krankheitsverläufen. In jüngerer Zeit ist eine Zunahme ambulant erworbener Infektionen mit C. difficile bei jungen, gesunden Patienten ohne erkennbare Risikofaktoren zu beobachten. Die Mortalität liegt im Schnitt bei ein bis zwei Prozent. Bei älteren Patienten mit Komorbiditäten und auf Intensivstationen ist sie deutlich höher. Eine aussagekräftige, rasche Testung auf C. difficile ist umso bedeutender und mit dem neuen Test von Bosch Healthcare Solutions schnell möglich.Rota- und Norovirus vor allem bei Kindern und Älteren Um Ausbrüche in Krankenhäusern effektiv zu verhindern, müssen virale Gastroenteritiden, etwa durch das Rota- oder Norovirus, von anderen häufigen Erregern wie C. difficile abgegrenzt werden. Noroviren sind für einen Großteil der nicht bakteriell bedingten Gastroenteritiden bei Kindern (ca. 30 Prozent) und bei Erwachsenen (bis zu 50 Prozent) verantwortlich3. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen über 70 Jahren. Die Infektiosität ist sehr hoch, schon zehn bis 100 Viruspartikel können ansteckend sein. Rotaviren sind die häufigste Ursache viraler Darminfektionen bei Kindern zwischen sechs Monaten und zwei Jahren4. Bereits zehn Viruspartikel genügen, um ein Kind zu infizieren. Danach steigt die Erkrankungshäufigkeit wieder bei Menschen über 60 Jahren an. Nach den Meldedaten des RKI müssen 35 Prozent der gemeldeten Rotavirus-Infizierten in Altersgruppe über 60 Jahre im Krankenhaus behandelt werden.Vivalytic-Analysegerät ermöglicht schnelle Diagnose vor OrtMit dem Vivalytic-Analyser lässt sich der Test auf C. difficile, Norovirus und Rotavirus schnell, einfach und direkt vor Ort in der medizinischen Einrichtung durchführen. Die Handhabung des Vivalytic-Systems ist intuitiv, eine kurze Einweisung des medizinischen Personals genügt: Die entnommene Probe wird in die Test-Kartusche gegeben. Diese enthält alle für den Test notwendigen Reagenzien. Anschließend wird die Kartusche zur automatisierten Auswertung in den Vivalytic-Analyser eingeführt. Das Testergebnis erscheint dann auf dem Display. Durch den vollautomatisierten Ablauf wird das Infektionsrisiko für den Anwender minimiert. Die Diagnostik erfolgt schnell und zielgerichtet in PCR-Qualität ohne den zeitaufwändigen Umweg über ein Zentrallabor. Bosch Healthcare Solutions hat kürzlich die CE-Kennzeichnung für drei Versionen seines neuen Gastroenteritis-Tests erhalten: Vivalytic C. difficile, Vivalytic Norovirus und den Dreifach-Test Vivalytic Noro-, Rotavirus, C. diff. Dies ist eine Presseinformation für Journalisten. Sie ersetzt keinesfalls die Beratung oder Empfehlung durch den behandelnden Arzt.Quellen1) Hygienemaßnahmen bei Clostridioides difficile-Infektion (CDI), Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut Bundesgesundheitsblatt 2019, 62: 906-923.2) RKI Ratgeber C. difficile 3) RKI Ratgeber Noroviren 4) RKI Ratgeber Rotaviren Bosch Healthcare Solutions auf Social MediaYouTube: LinkedIn: Vertriebspartner für Vivalytic:

PCR-Schnelltest auf Candida auris für Vivalytic von Bosch ist verfügbar

16.05.2024

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PCR-Schnelltest auf Candida auris für Vivalytic von Bosch ist verfügbar

Waiblingen – Bosch Healthcare Solutions hat einen PCR-Test zum Nachweis von Candida auris (C. auris) für die Vivalytic-Plattform entwickelt. Der Test ist weltweit einzigartig und ab sofort über die Vertriebspartner wie beispielsweise Randox Laboratories Ltd. und R-Biopharm bestellbar. Mit diesem Test lässt sich der oft multiresistente Pilz vollautomatisiert in unter einer Stunde direkt am Point of Care nachweisen. Mit seiner kurzen Analysedauer ist der Test auch dafür geeignet, bei Bedarf Screenings durchzuführen. Übliche Kulturnachweise in Zentrallaboren hingegen dauern zwischen ein bis drei Tagen1, was die Diagnose und den zielgerichteten Beginn der Therapie verzögert. „Angesichts des Risikos eines schweren Verlaufs für vorerkrankte Menschen, entwickelten wir den neuen Test, um Kliniken die Chance zu geben, noch schneller zu reagieren“, erklärt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. Angesichts des Risikos eines schweren Verlaufs für vorerkrankte Menschen, entwickelten wir den neuen Test, um Kliniken die Chance zu geben, noch schneller zu reagieren....Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions Ein erhöhtes Risiko für eine aktive Infektion mit C. auris haben vor allem Patienten mit geschwächtem Immunsystem, also Intensivpatienten, Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, immunsupprimierte Patienten aufgrund von Krebs oder HIV sowie Patienten, denen ein invasiver Eingriff bevorsteht. Die Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit C. auris-Infektionen liegt zwischen 30 und 72 Prozent2. Candida auris kann per Schmutz- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Wenn dieser Pilz also auftritt, ist ein zügiger Nachweis wichtig, um wirksame Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen....Dr. med. Alexander Maximilian Aldejohann, stellvertretender Leiter des Würzburger Labors des Nationalen Referenzzentrums für invasive Pilzinfektionen (NRZMyk) „Candida auris kann per Schmutz- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Wenn dieser Pilz also auftritt, ist ein zügiger Nachweis wichtig, um wirksame Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen“, so Dr. med. Alexander Maximilian Aldejohann, stellvertretender Leiter des Würzburger Labors des Nationalen Referenzzentrums für invasive Pilzinfektionen (NRZMyk). Seit Juli 2023 besteht in Deutschland eine eingeschränkte gesetzliche Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz. Aldejohann spricht sich dafür aus, diese Meldepflicht auszuweiten: „Der Pilz besitzt die Fähigkeit, gegen viele der gängigen Antimykotika rasch Resistenzen zu bilden und überlebt zudem relativ lange auf Oberflächen. Durch diese hohe sogenannte Tenazität steigt auch die Gefahr von schwer einzudämmenden Ausbruchsgeschehen.“ Zunehmende Ausbreitung von Candida auris C. auris verbreitet sich weltweit. In einigen Bundesstaaten in den USA wurde etwa eine jährliche Zunahme der Inzidenz um den Faktor 2 bis 3 nachgewiesen3. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zudem Anfang Mai im Epidemiologischen Bulletin4 auf eine Zunahme der Fälle im letzten Jahr in Deutschland aufmerksam gemacht. Das RKI weist darauf hin, dass ein Screening in definierten Bereichen sinnvoll sein könnte. In den USA gehen die Fallzahlen inzwischen jährlich in die Tausende. Die dortigen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bezeichnen das Screening von Patienten, Besuchern oder Personal auf C. auris bereits als Schlüsselstrategie, um die Verbreitung in Gesundheitseinrichtungen zu verhindern5. Denn der Pilz ist zwar für gesunde Menschen ungefährlich, kann aber bei Risikopatienten schwere nosokomiale, also im Krankenhaus oder sonstigen Gesundheitseinrichtungen erworbene Infektionen verursachen und eine Blutstrominfektion (Sepsis) auslösen, wenn der Pilz in den Blutkreislauf gelangt.Einfache Handhabung, schneller NachweisMit dem Vivalytic-Analyser lässt sich der Test sehr einfach und direkt am Point of Care durchführen: Die entnommene Probe wird in die Testkartusche gegeben, die sämtliche für den jeweiligen Test erforderlichen Reagenzien enthält. Anschließend wird die Kartusche für die automatisierte Auswertung in den Vivalytic-Analyser eingeführt. Das medizinische Fachpersonal muss für die Bedienung nur eine kurze Schulung durchlaufen. Durch den vollautomatisierten Ablauf besteht ein vermindertes Infektionsrisiko. Das Vivalytic-Analysegerät ermöglicht somit eine schnelle und gezielte Diagnostik in PCR-Qualität – ohne teils zeitintensive Umwege über ein Zentrallabor. Bosch Healthcare Solutions erwartet die CE-Zertifizierung des Vivalytic C. auris-Test in Kürze. Dies ist eine Presseinformation für Journalisten. Sie ersetzt in keinem Fall eine Beratung oder Empfehlung durch den behandelnden Arzt.Quellen1) Leonhard, S. E., Chong, G. M., Foudraine, D. E., Schaftenaar, E., Klaassen, C. H. W., & Severin, J. A. (2024). Proposal for a screening protocol for Candida auris colonization. The Journal of Hospital Infection. (Abgerufen am 10.05.2024)2) Sikora A, Hashmi MF, Zahra F. Candida auris. [Updated 2023 Aug 28]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan-. Available from: (Abgerufen am 10.05.2024)3) Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Tracking Candida auris. (Abgerufen am 10.05.2024)4) Aldejohann AM, Hecht J, Martin R, Walther G, Kurzai O: Zunahme von Candida Auris in Deutschland im Jahr 2023. Epid Bull 2024;18:3-7 | DOI 10.25646/12004 (Abgerufen am 10.05.2024)5) Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Screening for Candida auris colonization in healthcare settings. (Abgerufen am 10.05.2024)Bosch Healthcare Solutions auf Social MediaYouTube: LinkedIn: Vertriebspartner für Vivalytic:Erfahren Sie mehr

Weitere Partnerschaft für Medizintechnik: Bosch und R-Biopharm stärken Analysepl ...

18.04.2024

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Weitere Partnerschaft für Medizintechnik: Bosch und R-Biopharm stärken Analysepl ...

Darmstadt / Gerlingen / Waiblingen – Innovativ, dynamisch und wachsend – so lässt sich der Medizintechnik-Markt beschreiben. Bosch sieht die Medizintechnik als strategisches Wachstumsfeld und will den Bereich Bosch Healthcare Solutions mit Sitz in Waiblingen ausbauen. Für die universelle, vollautomatisierte molekulardiagnostische Analyseplattform Vivalytic hat Bosch nun eine neue Partnerschaft mit dem deutschen Unternehmen für Diagnostiklösungen R-Biopharm geschlossen. Beide Unternehmen investieren bis zum Ende des Jahrzehnts insgesamt 150 Millionen Euro. Innerhalb der strategischen Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaft wollen die Partner neue In-vitro-Diagnostik-Tests1 für die Vivalytic-Plattform entwickeln – darunter einen PCR-Test2 für multiresistente Bakterien auf Basis der neuartigen Bosch BioMEMS-Technologie – sowie den Vertrieb stärken.„Wir bauen die Medizintechnik als strategisches Wachstumsfeld aus. Der Markt ist attraktiv für uns, denn wir können unsere langjährigen Kompetenzen und Erfahrungen aus Forschung und Entwicklung von Mikrochips, der Molekulardiagnostik und Miniaturisierung sowie unser Fertigungswissen einbringen“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch. „In der Medizintechnik sind Partnerschaftsmodelle ein attraktiver Weg, um Produktzyklen zu beschleunigen und Vertriebswege in diesem dynamischen, innovativen Markt zu erschließen“, ergänzt er. Der Markt für sogenannte Point-of-Care Molekulardiagnostik wird als zukünftiger Milliardenmarkt eingeschätzt. Bis 2030 streben Bosch Healthcare Solutions und R-Biopharm einen Umsatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich ein. Die R-Biopharm-Gruppe mit Sitz in Darmstadt hat langjährige Expertise in der Klinischen und Lebensmittel Diagnostik. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über weltweit gut etablierte Vertriebskanäle sowie Kenntnisse in den relevanten Märkten. „Unsere Partnerschaft mit Bosch Healthcare Solutions markiert einen bedeutenden Meilenstein bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie im Bereich der Klinischen Diagnostik der R-Biopharm Gruppe“, erklärt Dr. Frank Apostel, Vorstand Sales & Marketing für die Bereiche Klinische Diagnostik und Nutrition Care bei R-Biopharm. „Dank der fortschrittlichen Technologien möchten wir gemeinsam dem Ziel näherkommen, mit exzellenten Produkten und Lösungen bei der Bekämpfung von Krankheiten und Entwicklung von Medikamenten maßgeblich mitzuwirken“, ergänzt er. Partnerschaftsziele: Entwicklung neuer PCR-Tests und Stärkung VertriebEin Entwicklungsziel innerhalb der zehnjährigen Partnerschaft ist ein Test für multiresistente gramnegative Bakterien (MRGN) , der mit der innovativen und neuartigen BioMEMS-Technologie von Bosch umgesetzt werden soll. Die steigende Anzahl an Erkrankungen, die durch multiresistente Bakterien ausgelöst werden, stellt das Gesundheitswesen vor Herausforderungen: Im Jahr 2019 starben unter Beteiligung einer bakteriellen Resistenz weltweit 4,95 Millionen Menschen. In Europa treten jährlich mehr als 670 000 Infektionen durch antibiotikaresistente Bakterien auf. In den letzten Jahren sind sie ein Problem bei der Behandlung von Patienten in Krankenhäusern geworden – an Orten, wo besonders viele Antibiotika verabreicht werden. Neben den gesundheitlichen Risiken sind auch die finanziellen Belastungen für Hygiene- und Quarantänemaßnahmen im Gesundheitswesen nicht zu unterschätzen. Vivalytic: Noch schneller und effizienter mit Bosch BioMEMS-Technologie Der Vivalytic-Analyser ist eine vollautomatisierte, universelle Plattform in der Größe eines Computer-Towers, auf der verschiedene Hersteller einfach und schnell Tests anpassen und umsetzen können. Die Testkartuschen enthalten bereits alle notwendigen Reagenzien. „Wir haben sozusagen ein Labor auf die Größe eines Smartphones geschrumpft“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. „Unsere Vivalytic-Plattform wird mit der BioMEMS-Technologie noch effizienter und schneller, indem ein leistungsstarker Silizium-Chip aus Bosch-Entwicklung und -Fertigung das zeitgleiche Testen auf bis zu 250 genetischen Merkmalen (z. B. Erreger) in der Testkartusche vollautomatisiert in teils weniger als 15 Minuten ermöglicht“, ergänzt er. „Damit dringt Bosch mit seinen Partnern in die Nanofluidik vor, bei der sehr geringe Flüssigkeitsmengen im Nanoliter-Bereich verarbeitet werden.“ Diese weitere Miniaturisierung stärkt die Vorteile der Vivalytic-Plattform: Die kompakte Größe des Geräts ermöglicht eine schnelle und gezielte Diagnostik am Ort der Probenentnahme – direkt beim Arzt oder im Krankenhaus – ohne den oftmals zeitintensiven Umweg eines Zentrallabors. Die PCR-Tests lassen sich durch medizinisch geschultes Fachpersonal ohne spezielle Laborausbildung durchführen. Beide Unternehmen wollen weitere PCR-Tests zum Nachweis für Tuberkulose und deren Resistenzen entwickeln. Bosch hat bereits vor wenigen Tagen eine erste Partnerschaft mit dem nordirischen Medizintechnik-Unternehmen Randox Laboratories Ltd. verkündet. Bis zum Ende des Jahrzehnts investieren Bosch mit seinen beiden Partnern rund 300 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Analyseplattform Vivalytic.1 Bei In-vitro-Diagnostik-Tests werden Proben, wie zum Beispiel Blut oder Speichel, aus dem menschlichen Körper entnommen, die analysiert werden.2 Beim PCR-Test handelt es sich um ein Standardverfahren beispielsweise zum Nachweis von Viren. Der Test beruht auf einer biochemischen Reaktion, der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Dabei wird Erbmaterial des Virus vervielfältigt. Dadurch gelingt es, Viren nachzuweisen, auch wenn erst wenige Erreger vorhanden sind. Dadurch hat der PCR-Test eine hohe Sensitivität, das heißt, er weist das Virus mit einer hohen Treffsicherheit nach. Ein PCR-Test hat eine hohe Spezifität, weist also genau das gewünschte Virus nach.3 Multiresistente gramnegative Bakterien (MRGN-Bakterien) ist eine Sammelbezeichnung für eine große Gruppe von verschiedenen Bakterien, darunter zum Beispiel Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae. 4 .Erfahren Sie mehr

Mit Medizintechnik wachsen: Bosch und Randox investieren stark in Vivalytic-Anal ...

10.04.2024

Pressemeldung

Wirtschaft

Mit Medizintechnik wachsen: Bosch und Randox investieren stark in Vivalytic-Anal ...

Crumlin, Nordirland / Gerlingen und Waiblingen, Deutschland – Bei vielen Erkrankungen kommt es auf jede Minute an: Ob nur eine einfache Erkältung vorliegt, eine Grippe oder gar eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung, das kann zumeist nur durch eine oftmals zeitintensive und teure Labordiagnostik bestimmt werden. Mit seiner Vivalytic-Analyseplattform hat sich Bosch zum Ziel gesetzt, schnelle und hochpräzise Diagnostik am Point-of-Care zugänglich zu machen – und will bis 2030 mit Molekulardiagnostik zu einem führenden Anbieter im Markt werden. Hierfür hat Bosch jetzt eine strategische Partnerschaft mit Randox Laboratories Ltd., einem führenden Diagnostik- und Medizintechnikunternehmen, geschlossen. Beide Unternehmen investieren rund 150 Millionen Euro in gemeinsame Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten für neue Tests für die Vivalytic-Analyseplattform von Bosch Healthcare Solutions. Ein Ziel ist dabei die Entwicklung eines In-vitro-Diagnostik-Tests1 für Sepsis, der erstmals auf Basis der hochinnovativen und neuartigen BioMEMS-Technologie umgesetzt werden soll.Bosch hat die Medizintechnik als ein strategisches Wachstumsfeld definiert. Die Point-of-Care Molekulardiagnostik wird als zukünftiger Milliardenmarkt eingeschätzt. Bosch strebt hier mit seiner Vivalytic-Analyseplattform eine führende Marktposition an. „Mit Spitzentechnologie aus unseren eigenen Laboren und unserer eigenen Fertigung wollen wir langfristig gemeinsam mit Partnern im Bereich Präzisionsdiagnostik wachsen“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch. „Die Medizintechnik profitiert dabei ganz besonders von unserer diversen Aufstellung, den Kompetenzen und Vorleistungen aus Automatisierung, Miniaturisierung, Molekulardiagnostik sowie von unseren Erfahrungen der Mikrochip-Entwicklung und -Fertigung“, ergänzt Hartung. „Wir investieren langfristig in ein spannendes Hochtechnologie-Wachstumsfeld und entwickeln dieses kontinuierlich mit Partnern weiter. Mit ‚Technik fürs Leben‘ entlasten wir das medizinische Fachpersonal und helfen, Erkrankungen schneller zu diagnostizieren und zu behandeln.“ Mit Spitzentechnologie aus unseren eigenen Laboren und unserer eigenen Fertigung wollen wir langfristig gemeinsam mit Partnern im Bereich Präzisionsdiagnostik wachsen....Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Gemeinsames Wachstum: dezentrale Diagnostik am Point-of-CareBosch Healthcare Solutions und Randox bündeln jetzt ihre Kräfte und streben so eine schnellere Entwicklung und Markteinführung neuer Tests für die Vivalytic-Plattform sowie zugleich auch eine Stärkung der Vertriebswege an. Die Partnerschaft ist auf mehr als zehn Jahre ausgerichtet. Bis 2030 setzen sich beide Unternehmen Umsätze mit Vivalytic im mittleren dreistelligen Millionenbereich als Ziel. „Der globale Trend im Gesundheitswesen geht hin zu dezentraler und personalisierter Diagnostik, die schnelle Interventionen und individuelle Behandlungspläne ermöglicht“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. „Mit unserem Partner Randox wollen wir unser Test-Portfolio für unser Analysegerät Vivalytic weiter ausbauen. Unsere vollautomatisierten, molekulardiagnostischen PCR-Tests schaffen Klarheit direkt am Ort der Probenentnahme, verkürzen Wartezeiten und entlasten das Gesundheitssystem“, so Meier weiter. Der globale Trend im Gesundheitswesen geht hin zu dezentraler und personalisierter Diagnostik, die schnelle Interventionen und individuelle Behandlungspläne ermöglicht.... Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH Beide Partner ergänzen sich gut: Bosch bringt seine bereichsübergreifende Technologie- und Fertigungskompetenz in der Molekulardiagnostik, Mikrochip-Entwicklung und -Fertigung sowie Miniaturisierung ein. Die universelle Vivalytic-Plattform für Molekulardiagnostik wurde in über zehn Jahren in der Bosch Forschung entwickelt und von Bosch Healthcare Solutions zur Marktreife gebracht. Randox verfügt über 40 Jahre Erfahrung im Design und in der Entwicklung von hochsensitiven In-vitro-Tests, die auf einer Vielzahl von Technologien, einschließlich mikrofluidischer Plattformen, durchgeführt werden. In Verbindung mit der umfassenden Marktkenntnis, dem weltweiten Verkauf und dem Vertriebsnetz ergeben sich erhebliche Wachstumschancen. „Randox hat sich immer für die Verbesserung der Gesundheit weltweit eingesetzt und sieht die Notwendigkeit, in Forschungs- und Entwicklungsinitiativen zu investieren, die die klinische Entscheidungsfindung in einer Vielzahl von Krankheitsbereichen unterstützen werden. Die Diagnostik ist seit jeher ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens, und die Verbindung von Wissenschaft und Technologie passt perfekt in einen Bereich mit hohem Wirkungspotenzial, insbesondere in einem von Druck geprägten Umfeld“, sagt Dr. Peter Fitzgerald, Geschäftsführer von Randox Laboratories Ltd.Bosch Healthcare Solutions und Randox haben bereits während der Coronapandemie zusammengearbeitet. Im Frühjahr 2020 hatte Bosch einen der weltweit ersten vollautomatisierten PCR-Tests für das Coronavirus SARS-CoV-2 auf den Markt gebracht. Der Schnelltest zur Anwendung in Arztpraxen, Altersheimen, Teststationen und Krankenhäuser wurde innerhalb weniger Wochen zusammen mit Randox für das Analysegerät Vivalytic umgesetzt.Entwicklungsziel: Sepsis-Test auf Basis von BioMEMS-TechnologieEin Schwerpunkt der Entwicklungspartnerschaft mit Randox liegt auf der Umsetzung eines Hochmultiplex2-Tests für Sepsis auf der Vivalytic- Analyseplattform. Die auch als „Blutvergiftung“ bekannte und potenziell lebensbedrohliche Komplikation3 , welche bei verschiedensten Infektionskrankheiten entstehen kann, ist ein medizinischer Notfall mit Multiorganversagen, der umgehend ärztlich behandelt werden muss. Der Sepsis-Test soll dabei erstmals auf Basis der hochinnovativen und neuartigen BioMEMS-Technologie umgesetzt werden, die Entwicklerteams aus der Bosch Forschung in Renningen sowie von Bosch Healthcare Solutions in Waiblingen entwickelt haben. „Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, unsere Testkartuschen für die Vivalytic-Plattform um die Funktionen eines mikrosystemtechnischen leistungsstarken Silizium-Chips zu erweitern. Dabei kombinieren wir das einzigartige Know-how von Bosch in den Bereichen MEMS-Chips, Molekulardiagnostik und Mikrofluidik“, sagt Marc Meier.„Die klinischen Ergebnisse bei Sepsis hängen von einer rechtzeitigen Diagnose und einer angemessenen frühen therapeutischen Intervention ab. Die derzeitigen Methoden der Sepsis-Diagnose sind nicht ausreichend und zeitaufwändig. Mit über zehn Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Infektionsdiagnostik wollen wir einen hochmodernen Sepsis-Test entwickeln, der die hochmultiplexe BioMEMS-Technologie nutzt. Ein solcher Test könnte die Sepsis-Diagnose revolutionieren und letztlich zu besseren Behandlungsergebnissen und einer geringeren Sterblichkeitsrate bei dieser lebensbedrohlichen Erkrankung führen“, sagt Dr. Peter Fitzgerald.Noch kleiner und schneller: Mit BioMEMS von Mikrofluidik zur NanofluidikMit dem leistungsfähigen BioMEMS-Chip wird die Vivalytic-Testkartusche um ein weiteres innovatives Analyseverfahren ergänzt und ermöglicht das gleichzeitige und deutlich schnellere Testen auf eine große Zahl unterschiedlicher Krankheitserreger. BioMEMS bedeutet die Zusammenführung von mikroelektromechanischen Systemen (sog. MEMS) mit Mikrofluidik für Anwendungen im medizintechnischen Bereich. In der Mikrofluidik werden sehr geringe Flüssigkeitsmengen im Mikroliter-Bereich auf kleinstem Raum prozessiert. Durch Miniaturisierung können in Echtzeit parallelisiert qualitative biochemische Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) auf einem BioMEMS-Chip ablaufen. „Im Vergleich zu bisherigen PCR-Reaktionen werden die Volumina von Flüssigkeiten um den Faktor 1 000 in den Nanoliter-Bereich reduziert. Die Analyse von Flüssigkeiten wird einem kleinen Mikrochip überlassen“, erklärt Marc Meier. Mit der neuen BioMEMS-Technologie ist der Nachweis von bis zu 250 genetischen Merkmalen4 (z.B. Erreger) in einer Kartusche vollautomatisiert in teils weniger als 15 Minuten möglich. Die Testkartusche ist sozusagen ein hochkomplexes Labor in Smartphonegröße. Ein weiterer Vorteil von BioMEMS ist zukünftig die einfachere und schnellere Anpassung neuer Tests oder respektive bestehender Tests auf dem Chip. So können zum Beispiel auch bestehende Tests einfach um weitere Merkmale erweitert werden. „Die BioMEMS-Technologie ebnet uns den Weg in die Nanofluidik. Ein Erreger wird dabei in einem Reaktionsgefäß mit der Dicke eines Haares untersucht“, sagt Meier. Hierfür will Bosch auf einem MEMS-Chip noch mehr Kapazitäten schaffen und diesen um sogenannte Nanokavitäten erweitern. Nanokavitäten sind sehr kleine Hohlräume auf einem Chip, wodurch noch mehr biochemische Prozesse parallel ablaufen können. Mit zunehmender Miniaturisierung hat die Technologie langfristig das Potential, auch in der Onkologie eingesetzt zu werden. Die BioMEMS-Chips sollen im Bosch Halbleiterwerk in Reutlingen gefertigt werden, wobei die Bio-Integration und der Kartuschenaufbau in Waiblingen bei Bosch Healthcare Solutions erfolgen wird. Die BioMEMS-Technologie ebnet uns den Weg in die Nanofluidik. Ein Erreger wird dabei in einem Reaktionsgefäß mit der Dicke eines Haares untersucht. ...Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH Vivalytic-Plattform: Einfache Anwendung am Ort der ProbenentnahmeDie Vorteile von PCR-Schnelltests, die mit der Vivalytic-Plattform von Bosch durchgeführt werden, liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Ist die Probe entnommen, wird sie in die Testkartusche gegeben. Anschließend wird die Kartusche, die sämtliche für den jeweiligen Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Auswertung in den Vivalytic-Analyser eingeführt. Die Bedienung erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals. Damit ist eine schnelle und gezielte Diagnostik noch am Ort der Probenentnahme – direkt beim Arzt oder im Krankenhaus – ohne den oftmals langen und zeitintensiven Umweg eines Zentrallabors möglich. Bosch Healthcare Solutions vertreibt bereits unterschiedliche Tests für Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, wie SARS-CoV-2 – etwa als Pooling-Variante und als Lolli-Test – oder einen Test zur Unterscheidung von SARS-CoV-2, RSV-Virus und Influenza. Weiterhin gibt es Tests für Erreger sexuell übertragbarer Infektionen (STI) und MRSA / SA (sog. „Krankenhauskeim“). Voraussichtlich ab Sommer wird das Portfolio mit Tests auf Keuchhusten (Bordetella holmesii, Bordetella parapertussis und Bordetella bronchiseptica), Harnwegsinfektionen (UTI), bakterielle Hirnhautentzündung (bakterielle Meningitis), die zwei häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten (Chlamydia trachomatis; kurz: CT und Neisseria gonorrhoeae; kurz: NG), Pilzerkrankungen (Candida auris) und um drei Tests für Durchfallerkrankungen (Norovirus, Clostridioides difficile, HSP) ergänzt.1 Bei In-vitro-Diagnostik-Tests werden Proben, wie zum Beispiel Blut oder Speichel, aus dem menschlichen Körper entnommen, die analysiert werden.2 Hochmultiplex-Test bedeutet, dass ein PCR-Test gleichzeitig sehr viele Erreger testen kann. Im Vergleich dazu kann ein Multiplex-Test bis zu 50 Erreger und ein Lowplex / Single-Test bis zu 10 Erreger nachweisen. 3 Mit etwa 50 Millionen Sepsis-Fällen und 11 Millionen Toten pro Jahr ist Sepsis für etwa 20 Prozent aller Todesfälle weltweit verantwortlich. [https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31954465/].4 Mit genetischen Merkmalen können Erreger, wie Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, sowie deren Resistenzen auf Medikamente nachgewiesen oder genetische Mutationen von zum Beispiel Tumoren identifiziert werden.Erfahren Sie mehr

Quantentechnologien: Bosch will mit Sensoren zukünftig eine führende Position ei ...

05.10.2023

Pressemeldung

Elektrifizierte Mobilität

Quantentechnologien: Bosch will mit Sensoren zukünftig eine führende Position ei ...

Stuttgart – Quantentechnologien haben großes Potenzial, sind heute jedoch weitgehend noch Zukunftsmusik. Bosch forscht seit zehn Jahren in diesem Feld und will bereits in den kommenden zwei Jahren mit ersten Pilot-Kunden aus den Bereichen Medizin und Mobilität an konkreten Anwendungen arbeiten. Damit beschäftigen sich derzeit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Anfang 2022 gegründeten Start-ups Bosch Quantum Sensing. Das globale Marktpotenzial von Anwendungen für Medizin und Mobilität schätzt Bosch zur Mitte der kommenden Dekade auf einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag jährlich. Allein das Zukunftsthema Brain-Computer Interface (BCI), ein mögliches Anwendungsfeld für Quantensensoren, wird sich demnach langfristig auf jährlich über fünf Milliarden US-Dollar belaufen. Ein Beispiel hierfür sind Sensoren, die künftig Nervenimpulse erfassen, um medizinische Prothesen zu steuern und so die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen. „In der Medizin schaffen wir mit Quantensensoren Technik fürs Leben ganz im Sinne unseres Leitmotivs. Bis zum Ende der Dekade möchten wir mit unserer Technologie eine führende Position einnehmen“, sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.Kleiner kann keiner: Bosch führend bei der MiniaturisierungWenn es um die Größe geht, spielt das Technologieunternehmen heute schon ganz vorne mit: Der Bosch-Sensorprototyp ist der kleinste, den es mit dieser Messgenauigkeit derzeit gibt. Er ist in etwa so groß wie ein Handy. Der kompakte Aufbau bringt überall dort, wo beengte Platzverhältnisse herrschen, erhebliche Vorteile – etwa bei der industriellen Anwendung in Fahrzeugen, im Flugzeug oder auch in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Je kleiner der Sensor, desto größer die sich daraus ergebenden Pluspunkte: Kleinere Sensoren sind portabel, günstiger in der Produktion und daher besser skalierbar. „Unser Ziel ist es, Quantensensoren so weit zu miniaturisieren, dass sie sich auf einem Chip integrieren lassen“, sagt Dr. Katrin Kobe, die bei Bosch Quantum Sensing für die Kommerzialisierung der Sensoren zuständig ist. Dies ermöglicht perspektivisch zusätzliche Sensor-Anwendungen. Quantensensoren können künftig Leben rettenIn der Medizin könnten Quantensensoren von Bosch in Zukunft dazu beitragen, Menschenleben zu retten: Sie messen das natürliche Magnetfeld des Herzens, ermöglichen unkomplizierte Messungen über einen längeren Zeitraum und liefern dadurch weit mehr Daten als heutige Elektrokardiographen (EKGs). Ein EKG wird direkt auf der Haut angebracht. Verrutschen die Elektroden, führt das zu Messungenauigkeiten, zudem kostet das Anbringen im Notfall wertvolle Zeit. Quantensensoren dagegen lassen sich etwa in Kleidungsstücke oder Matratzen einarbeiten. Das beschleunigt die Diagnose in der Notaufnahme und ermöglicht die einfache und präzise Überwachung auch zuhause. Die kontaktlose Früherkennung von Vorhofflimmern, einer der Ursachen für lebensgefährliche Schlaganfälle, Herzversagen und Demenz rückt damit erstmals in greifbare Nähe. Eine frühzeitige Diagnose mithilfe von Quantensensoren könnte so im besten Fall dazu führen, einen tödlichen Schlaganfall zu verhindern. Hochpräzise Navigation: in der Luft, auf der Straße, zu WasserNeben der Medizintechnik könnten Quantensensoren auch in der Mobilität zum Einsatz kommen. Ein Beispiel ist die Navigation. Während ein Global Positioning System (GPS) störungsanfällig ist, messen Quantensensoren das unveränderliche Erdmagnetfeld und sind somit resistent gegenüber äußeren Einflüssen. In der Luft, auf der Straße und zu Wasser ermöglichen sie eine hochpräzise Navigation. Daneben könnten Quantensensoren auch in der Elektromobilität erheblichen Mehrwert bieten. Dort könnten sie in Zukunft eingesetzt werden, um das Magnetfeld des elektrischen Stromes exakt zu messen und so den genauen Ladestand der Batterie zu ermitteln. Dies würde die Bestimmung der restlichen Reichweite zuverlässiger machen, Fahrten ließen sich dadurch besser planen.

Entzündungsmarker FeNO bei Asthma-Betroffenen einfach und schnell messen

08.12.2022

Pressemeldung

Healthcare

Entzündungsmarker FeNO bei Asthma-Betroffenen einfach und schnell messen

Waiblingen – Die Konzentration des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO) im Atemgas gibt Aufschluss über den Entzündungsstatus bei Asthma-Betroffenen. Dank neuer Funktionen beim FeNO-Messgerät Vivatmo pro, wie signifikant kürzere Wartezeiten bei wiederholten Messungen und gesteigerte Nutzerfreundlichkeit, lässt sich die Konzentration dieses Entzündungsmarkers noch einfacher und schneller als bisher ermitteln. Vivatmo pro, das FeNO- Messgerät der Bosch Healthcare Solutions GmbH, findet in Arztpraxen und Kliniken Verwendung und ist in der neuen optimierten Generation 2.0 seit Oktober 2022 erhältlich.Verbesserter Messablauf und kinderfreundlicher 6-Sekunden-ModusIm Unterschied zu anderen FeNO-Messgeräten ist das Vivatmo pro Generation 2.0 nach wie vor wartungsfrei und muss nach Inbetriebnahme nicht kalibriert werden. Die neue Gerätegeneration ist nun, falls eine Messung wiederholt werden muss, schneller wieder einsatzbereit. Das bringt den Ärztinnen und Ärzten eine deutliche Zeitersparnis und damit Entlastung im zeitlich eng getakteten Untersuchungsalltag. Gleichzeitig entlastet das auch Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion, falls sie mehrere Versuche benötigen, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Der 6-Sekunden-Modus, ein verkürzter und eigens für Kinder zwischen sieben und elf Jahren entwickelter Messablauf, erleichtert den jungen Asthma-Patienten den Vorgang. „Ich empfinde die FeNO-Messung als einen sehr hilfreichen Baustein in der Diagnostik“, so Dr. Frieder Speidel, Facharzt für Kinderpneumologie und Allergologie. „Wir sind ständig bemüht, unsere Vivatmo-Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln und setzen nun mit der Generation 2.0 konsequent das Feedback und die Wünsche unserer Partner und Anwender um“, so Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Auch die Nachhaltigkeit berücksichtigt Bosch mit dem Produkt: Das gesamte Vivatmo-System ist durch Kompensationsmaßnahmen vollständig CO₂-neutral – von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung. Ich empfinde die FeNO-Messung als einen sehr hilfreichen Baustein in der Diagnostik...Dr. Frieder Speidel, Facharzt für Kinderpneumologie und Allergologie FeNO-Messung mit VivatmoDurch die Bestimmung der Konzentration von Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft von Asthmatikern können Rückschlüsse auf den Entzündungsgrad der unteren Atemwege gezogen werden. Vivatmo misst diesen Wert einfach, präzise und zuverlässig, indem der Patient gleichmäßig in das Handgerät mit aufgestecktem Einweg-Mundstück ausatmet. War die Messung erfolgreich, liegt das Ergebnis innerhalb weniger Sekunden vor. Vivatmo ist in zwei Ausführungen erhältlich: Vivatmo pro für Arztpraxen und Kliniken und Vivatmo me als weltweit erstes Gerät für die regelmäßige Kontrolle des FeNO-Werts zu Hause.

Neuer PCR-Schnelltest von Bosch für die Detektion sexuell übertragbarer Erreger

09.06.2022

Pressemeldung

Healthcare

Neuer PCR-Schnelltest von Bosch für die Detektion sexuell übertragbarer Erreger

Waiblingen - Der neue Vivalytic MG, MH, UP/UU, eine gemeinsame Entwicklung von Bosch Healthcare Solutions und dem Biotechnologie-Partner BioGX, einem in den USA ansässigen globalen Unternehmen für Molekulardiagnostik, hat seine CE-Markierung erhalten. Er gehört ab sofort zum Test-Portfolio des Vivalytic Analysers und lässt sich somit direkt am Point of Care einsetzen. Dieser real-time PCR-Schnelltest kann vier Erreger sexuell übertragbarer Infektionen (sexually transmitted infections, STI) nachweisen: Mycoplasma genitalium (MG) Mycoplasma hominis (MH), Ureaplasma parvum (UP) und Ureaplasma urealyticum (UU). Nach der Probenentnahme und dem Start der Analyse liegt ein positives Ergebnis bereits innerhalb einer Stunde vor. Deshalb ist der Test besonders für den patientennahen Einsatz in Arztpraxen und Kliniken geeignet. Hier kann der Test direkt am Ort der Probenentnahme, ohne jegliche Verzögerung durch Transportwege oder Logistik, eine STI-Differentialdiagnose ermöglichen. Beispielsweise kann der Test bei nichtgonorrhoischer Urethritis (NGU)1 detektieren, ob einer der vier Erreger für die Infektion verantwortlich ist. Die schnelle Diagnose hilft auch, der weiteren Verbreitung der STI-Erreger entgegenzuwirken. Der Vivalytic MG, MH, UP/UU Test spart, im Vergleich zu dem Nachweis durch Kultivierung der Keime, viel Zeit. Im Falle von MH, UP und UU kann die Kultivierung ein bis drei Tage und für MG bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen2.Eine Million Neuinfektionen pro TagÜber 30 verschiedene Erreger können STIs verursachen – weltweit infizieren sich nach Schätzungen der WHO täglich eine Million Menschen mit sexuell übertragbaren Erregern3. Selbst, wenn eine Infektion in den meisten Fällen asymptomatisch verläuft, kann diese bei Nichterkennung zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen und auch zu einer Beeinträchtigung der sexuellen Gesundheit führen. Zu den humanpathogenen STI-Erregern gehören auch die vier Keime, die der neue Test von Bosch abbildet, auch wenn insbesondere die beiden Ureaplasmen (UP, UU) häufig als Kommensale vorkommen können4.Analysegerät Vivalytic: Einfache Anwendung am Ort der ProbenentnahmeDie Vorteile von PCR-Schnelltests, die mit dem Vivalytic Analyser von Bosch durchgeführt werden, liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Ist die Probe mittels Abstrichtupfer entnommen, wird sie in die Test-Kartusche gegeben. Anschließend wird die Kartusche, die sämtliche für den jeweiligen Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Auswertung in den Vivalytic Analyser eingeführt. Die Bedienung ist einfach und erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals. Die Dauer der jeweiligen Auswertung ist abhängig von der Testkomplexität. Neben dem neuen MG, MH, UP/UU, umfasst das Vivalytic Produktportfolio Tests für virale respiratorische Infektionen (VRI), Tests für SARS-CoV-2 – auch als Pooling-Variante und als Lolli-Test durchführbar – sowie einen weiteren Multiplex-Test für sexuell übertragbare Infektionen (STI).((Strichpunkte & Fließtext: ca. 3.250 Zeichen, inklusive Leerzeichen))

Erster Lolli-PCR-Schnelltest für sichere Ergebnisse am Ort der Probeentnahme von ...

16.09.2021

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Healthcare

Erster Lolli-PCR-Schnelltest für sichere Ergebnisse am Ort der Probeentnahme von ...

Waiblingen - Der neue Vivalytic SARS-CoV-2 Pooling Test von Bosch kann den sicheren Normalbetrieb unter Pandemie-Bedingungen in Kindertagesstätten, Schulen und Unternehmen unterstützen. Er ist der derzeit einzige Lolli-PCR-Schnelltest, mit dem sich 15 Proben gleichzeitig in unter 45 Minuten am Ort der Probeentnahme analysieren lassen. Damit entfallen Transportwege zu Laboren und Wartezeiten bis zum Erhalt eines Ergebnisses. Der Test ist seit September 2021 verfügbar und basiert auf der als Goldstandard geltenden PCR-Methode: „Ob in einer Bildungseinrichtung, im Unternehmen oder Tourismus – unser Lolli-PCR-Test ist vielseitig einsetzbar. Er ist besonders anwenderfreundlich und liefert in unter 45 Minuten ein zuverlässiges Ergebnis, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt – und das am Ort der Probeentnahme. Damit erhöhen wir die Sicherheit bei Begegnungen und für das Miteinander von Menschen“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Ob in einer Bildungseinrichtung, im Unternehmen oder Tourismus – unser Lolli-PCR-Test ist vielseitig einsetzbar. Er ist besonders anwenderfreundlich und liefert in unter 45 Minuten ein zuverlässiges Ergebnis, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt – und das am Ort der Probeentnahme. Damit erhöhen wir die Sicherheit bei Begegnungen und für das Miteinander von Menschen....Marc Meier, Geschäftsführer Bosch Healthcare Solutions GmbH Schnelltests vor Ort in PCR-QualitätVerschiedene Projekte1 haben unabhängig voneinander gezeigt, dass die Lolli-Methode geeignet ist, um ein Screening effektiv und alltagstauglich durchzuführen. Auch das Robert Koch Institut empfiehlt Lolli-Tests in der breiten Anwendung.2 Der neue PCR-Schnelltest von Bosch Healthcare Solutions kann somit helfen, ein Infektionsgeschehen früh zu erkennen und Übertragungen zu verhindern. Mit dem Vivalytic Analyser von Bosch können diese PCR-Tests nun am Ort der Probeentnahme durchgeführt werden. PCR gilt als Goldstandard, da das Verfahren gegen Virus-Mutationen sehr robust ist und zudem Erreger in sehr geringer Konzentration nachweisen kann.3 Angenehme Durchführung sorgt für hohe Akzeptanz von Lolli-TestsFür einen Lolli-Test wird nur eine Speichelprobe und kein tiefer Nasen-Rachen-Abstrich benötigt. Die Probeentnahme ist wesentlich angenehmer in der Durchführung und erhöht die Akzeptanz gerade bei Kleinkindern und älteren Menschen.2 Die Probe kann von der zu testenden Person selbst genommen werden. Die Probenvorbereitung ist nutzerfreundlich und kann durch eingewiesene Personen durchgeführt werden. Jeweils fünf Lolli-Abstrichtupfer werden in einem Röhrchen zusammengeführt. Aus drei dieser Röhrchen wird Flüssigkeit in die Pooling-Kartusche eingefüllt. Anschließend wird die Kartusche, die bereits sämtliche für den Testlauf erforderlichen Reagenzien enthält, vollautomatisch im Vivalytic Analyser prozessiert. Da jede Kartusche ein für sich geschlossenes System darstellt, ist die Infektionsgefahr beim Handling minimiert. Das Ergebnis der PCR-Analyse wird eindeutig ablesbar ausgegeben. Die Aufsicht des Gesamtprozesses erfolgt durch medizinisches Fachpersonal.Dies ist eine Presseinformation für Journalisten. Sie ersetzt in keinem Fall eine Beratung oder Empfehlung durch den behandelnden Arzt.1 Projekte in Grund- und Förderschulen in NRW und in Freiburg;Quellen: (Zugriff am 14.09.2021) (Zugriff am 14.09.2021) (Zugriff am 14.09.2021)2 Quelle: Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin 26/2021: (Zugriff am 14.09.2021)3 Der Bosch Vivalytic SARS-CoV-2 Pooling-Test als Lolli-Test hat, basierend auf der Validierungsstudie innerhalb des Konformitätsbewertungsverfahrens, eine Sensitivität von 97,8 Prozent und eine Spezifität von 95,7 Prozent. (Sensitivität: 95 %-Konfidenzintervall: 88.5 % – 99.9 %; Spezifität: 95 %-Konfidenzintervall: 78,1 % – 99.9 %) Quelle: Instructions for Use Vivalytic SARS-CoV-2 Pooling.

Welt-Asthma-Tag 2021: Laut Bosch-Umfrage wünschen sich Asthma-Patienten mehr dig ...

04.05.2021

Pressemeldung

Wirtschaft

Welt-Asthma-Tag 2021: Laut Bosch-Umfrage wünschen sich Asthma-Patienten mehr dig ...

1. Volkskrankheit AsthmaMit weltweit rund 339 Millionen von Asthma betroffenen Menschen zählt die Atemwegserkrankung laut Global Asthma Network zu einer der häufigsten chronischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge werden bis 2025 weitere 100 Millionen Menschen an Asthma erkranken. In Deutschland alleine befinden sich 3,5 Millionen Menschen wegen Asthma in ärztlicher Behandlung. Das entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent der Bevölkerung. Neben den persönlichen Einschränkungen der Betroffenen ist die wirtschaftliche Belastung bei einer chronischen Erkrankung wie Asthma durch Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche und Medikamente sowie Verlust der Arbeitsproduktivität enorm. Bei den 15- bis 69-jährigen Europäern fielen in den Jahren 1999 bis 2002 Gesamtkosten von rund 19,3 Milliarden Euro an. Die Behandlung von Asthmatikern fokussiert sich laut Global Asthma Network auf die Kontrolle der Asthmasymptome und die Vermeidung von Asthmaanfällen. Die Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions unterstützt Asthmatiker mit dem Atemmessgerät Vivatmo me bei der Selbstkontrolle ihrer Erkrankung zu Hause und ermöglicht das frühzeitige Erkennen einer Verschlechterung des Asthmas. Das Heimmessgerät setzt dabei mit der sogenannten FeNO- oder NO-Messung auf eine neue Untersuchungsmethode zur sicheren Selbstbestimmung der Entzündungsaktivität. Die Messwerte können in einer App dokumentiert und mit dem Arzt geteilt werden.2. Asthmatiker wünschen sich digitale Lösungen zur SelbstkontrolleDer Einsatz von digitalen Lösungen im Medizinbereich wird von immer mehr Patienten nachgefragt. Laut einer repräsentativen Civey-Online-Umfrage mit 1 000 Teilnehmern im Auftrag von Bosch Healthcare Solutions würden mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Befragten im Falle einer Asthma-Erkrankung den Krankheitsverlauf mit modernen digitalen Mitteln wie einer App selbst verfolgen wollen. Die Bereitschaft zur Selbstkontrolle ist dabei in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 62 Prozent besonders hoch. Die gleiche Altersgruppe wünscht sich auch durchschnittlich mehr medizinische Messgeräte für zu Hause als andere Altersgruppen. 3. FeNO- oder NO-Messung als neue Methode des Therapie-MonitoringsEine neue Methode des Therapie-Monitorings bei Asthma ist die sogenannte FeNO- oder NO-Messung. Dabei misst der Patient über ein Gerät einen relevanten Entzündungsmarker der Lunge in der Atemluft. Durch die entzündlichen Prozesse bei Asthma entsteht in der Schleimhaut der Atemwege Stickstoffmonoxid (NO). Dies kann als fraktioniertes exhaliertes NO (FeNO) im Atem quantitativ bestimmt werden. Je höher der NO-Gehalt, desto stärker die Entzündung. Bei gesunden Erwachsenen liegt der FeNO-Wert üblicherweise unter 25 ppb (parts per billion). Ein FeNO-Wert über 50 ppb weist auf ein akutes allergisches Entzündungsgeschehen in der Lunge hin: „Wir messen den FeNO-Wert in der Praxis seitdem die ersten Messgeräte auf dem Markt erschienen sind und haben damit sehr gute Erfahrungen bei Patienten mit allergischem Asthma gemacht. Das eigenständige Überprüfen erhöht dabei die Therapietreue und ist auch für die Patienten-Arzt-Kommunikation förderlich“, erklärt Dr. Michael Barczok, Lungenfacharzt und Mitbegründer des Lungenzentrums Ulm. Mit Hilfe des Messgerätes Vivatmo me von Bosch Healthcare Solutions können Asthmatiker die NO-Messung jederzeit zuhause oder auch unterwegs vornehmen. Es ist das weltweit erste FeNO-Messgerät für Zuhause. 4. FeNO- oder NO-Messung als Untersuchungsmethode bei Asthmaerkrankungen relativ unbekanntDie NO-Messung ist eine für Patienten nicht belastende Atemmessung, die zudem einfach durchzuführen ist. Sie wird gesetzlich Versicherten in Deutschland als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Arztpraxen angeboten. Auch in der aktuellen Nationalen Versorgungsleitlinie wird die Bestimmung von Stickstoffmonoxid im Atemexhalat (FeNO) als Bestandteil der initialen Asthma-Diagnostik genannt und es werden wiederholte Messungen empfohlen. Dieser Asthmakontrollansatz ist vielen Patienten häufig jedoch nicht bekannt: Nur bei knapp 20 Prozent jener Menschen, die sich intensiv mit dem Thema Asthma beschäftigen, wurde die FeNO-Messung laut Bosch-Umfrage schon einmal wissentlich durchgeführt. Bei der Hälfte (49 Prozent) der Befragten kam die NO- oder FeNO-Messung beim Arzt noch nie zum Einsatz. 31 Prozent der Befragten machten keine Angabe dazu oder gaben an, sie nicht zu kennen. 5. Positiver Einfluss auf den Krankheitsverlauf durch engmaschige TherapieLaut Bosch-Umfrage fühlt sich die Hälfte aller Befragten medizinisch gut betreut und schätzt den persönlichen Kontakt mit dem Arzt. Vivatmo me unterstützt die Patienten-Arzt-Kommunikation, indem die Messwerte in der passenden Asthma-Tagebuch-App digital verwaltet und bei Bedarf mit dem Arzt geteilt werden können. Die App wurde bereits für seine Nutzerfreundlichkeit mit dem ausgezeichnet. „Über die eigenständige Kontrolle der Messwerte mit Vivatmo me können Asthmatiker selbstbestimmt Kontrolle über ihre Erkrankung zurückgewinnen und den ‚unsichtbaren Feind‘, also die Entzündung in der Lunge, besser fassbar machen. Das ist für viele Asthmatiker ein wichtiger Punkt, um mit ihrer Erkrankung besser fertig zu werden und sie in den Griff zu bekommen“, sagt Dr. Michael Barczok über seine Erfahrungen mit Vivatmo me und den digitalen Therapieansatz. Eine engmaschige Kontrolle der Entzündungswerte über eine FeNO-Messung hat auch bei Schwangeren einen positiven Einfluss auf eine potenzielle Asthma-Erkrankung bei deren Kindern. Einer australischen Studie zufolge konnte eine ärztliche Asthma-Diagnose bei diesen Kindern bis ins Vorschulalter um fast 50 Prozent reduziert werden. 6. Fast 40 Prozent der Befragten haben Vorbehalte gegenüber KortisonLaut Nationaler Asthma Versorgungsleitlinie erfolgt die Behandlung von Asthma bei Erwachsenen gemäß Stufenschema, wobei inhalative Corticosteroide (ICS) Bestandteil aller fünf Stufen sind. Fast 40 Prozent der Befragten der Umfrage im Auftrag von Bosch haben Vorbehalte gegenüber Kortison in der Asthma-Therapie geäußert. Diese Bedenken wachsen dabei mit zunehmendem Alter. Vivatmo me gibt den Patienten Transparenz über ihren Krankheitsverlauf. Verschlechterungen werden frühzeitig erkannt und können rechtzeitig behandelt werden. „Die Schlacht gegen Asthma wird nicht mit Betamimetika und Kortison-Tabletten gewonnen. Ich halte es für zielführender, früh einzugreifen und durch eine kontinuierlich und engmaschig kontrollierte Therapie überhaupt zu verhindern, dass es beim Patienten zu schlimmen Beschwerden kommt“, fasst Dr. Barczok die Vorteile einer engmaschigen Kontrolle zusammen. 7. Vivatmo me in Deutschland und Österreich erhältlichVivatmo me ist seit März 2020 in Deutschland und Österreich erhältlich. Als nächster Schritt ist die Zulassung in weiteren Märkten wie den USA geplant. Bei der Entwicklung des Vivatmo-Systems konnte auf die Erfahrungen und Kernkompetenzen der Bosch-Gruppe aus den Bereichen der Sensor- und Mikrosystemtechnologie, Miniaturisierung, Algorithmen-Entwicklung, intelligenten Vernetzung sowie der Fertigung hochpräziser, komplexer Produkte in Bosch-Qualität zurückgegriffen werden.