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Nach vorne entwickeln: Bosch setzt auf Tempo und globale Innovationskraft

16.04.2026

Pressemeldung

Wirtschaft

Nach vorne entwickeln: Bosch setzt auf Tempo und globale Innovationskraft

Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, und Markus Forschner, Mitglied der Geschäftsführung und Finanzchef, anlässlich der Jahrespressekonferenz am 16. April 2026 Es gilt das gesprochene Wort.Meine Damen und Herren, „For tomorrow. Today.“ – Genau das ist unser Thema. Wir sprechen heute über die Zukunft. Wir sprechen über neue Technologien, richtungsweisende Innovationen und strategische Partnerschaften. Wir sprechen über die richtige Antwort auf geopolitische Herausforderungen und über die Mobilität von Morgen. Über KI und Kundennähe, über Software, Sensoren und über die Haushaltstechnik der nächsten Generation. Wir sprechen also über all das, was unser Unternehmen in den kommenden Jahren prägen wird und – noch wichtiger – wachsen lässt. Und damit herzlich willkommen zu unserer Jahrespressekonferenz, herzlich willkommen hier in Renningen. Dass es heute vor allem um unsere Chancen und Stärken gehen soll, bedeutet jedoch nicht, dass wir die Gegenwart ausblenden. Für eine Entwarnung ist es zu früh. Die Herausforderungen sind nach wie vor vorhanden und noch immer erheblich – auch für unser Unternehmen. Es gibt weiter zu viele bürokratische und regulatorische Fußfesseln, zu viele weltpolitische Fragezeichen und zu wenig Nachfrage auf vielen unserer Kernmärkte. Aber eines wird immer deutlicher: Unsere Antworten auf diese Herausforderungen sind die richtigen. Bosch kann Zukunft – auch unter ungünstigen Bedingungen. Diese Zuversicht haben wir uns hart erarbeitet. Gerade im vergangenen Geschäftsjahr mussten wir, wie Sie wissen, einige sehr schmerzhafte und für viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgenreiche Entscheidungen treffen. Wir können aber nur dann in einem immer schärferen Wettbewerb bestehen, wenn wir unsere Kosten und Strukturen nicht nur kurzfristig senken und verschlanken, sondern dauerhaft. Dass hier Handlungsbedarf besteht, lässt sich an den Zahlen des vergangenen Jahres ablesen. Insgesamt haben wir einen Umsatz in Höhe von 91 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit in etwa so viel wie 2024. Unser EBIT von rund zwei Prozent lag unter dem Wert des Vorjahres und auch unter unseren Erwartungen. Mein Kollege Markus Forschner wird Ihnen die Zahlen nachher noch ausführlich vorstellen. Vorwegnehmen kann ich zwei Schlussfolgerungen: Zum einen ist das Ergebnis vor dem Hintergrund der angespannten Rahmenbedingungen und der Sonderbelastungen noch im Bereich des Annehmbaren. Zum anderen zeigt es deutlich, dass wir unsere Ertragskraft und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern müssen. Allerdings, und damit wären wir wieder bei der Zuversicht, sind wir dabei 2025 und auch in den ersten Monaten dieses Jahres bereits spürbar vorangekommen. Die fünf wichtigsten Entwicklungen möchte ich Ihnen kurz vorstellen: Wir haben – erstens – gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern an allen betroffenen deutschen Mobility-Standorten Vereinbarungen über die weitere Entwicklung vor Ort erzielt. Die Verhandlungen waren naturgemäß nicht einfach, aber doch auf beiden Seiten von einem hohen Verantwortungsbewusstsein geprägt – und insgesamt zielführend. Wir haben für diese Vereinbarungen – auch aus Geboten der Fairness gegenüber den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – sehr viel Geld in die Hand genommen. Jedes weitere Zögern aber hätte langfristig deutlich mehr gekostet und die Unsicherheit für alle Beteiligten erhöht. Und auch wenn es noch etwas dauern wird, bis die Maßnahmen die volle Wirksamkeit erreichen, müssen wir sie jetzt umsetzen: so schnell und konsequent wie nötig, aber auch so sozialverträglich wie möglich. Zweitens haben wir im vergangenen Jahr in unserem Unternehmensbereich Mobility neue Aufträge in Rekordhöhe gewonnen. Vor allem mit unserer ADAS-Produktfamilie, also den intelligenten Fahrerassistenzsystemen, haben wir bei sehr vielen strategisch wichtigen Projekten den Zuschlag bekommen. Ähnliches gilt für den Bereich der Elektrifizierung: Ein Premiumhersteller hat uns einen Großauftrag für e-Achsen erteilt, und einige weitere Hersteller aus allen Teilen der Welt verlassen sich ebenfalls auf unsere Lösungen in diesem Bereich. Gerade unter den gegebenen Umständen ist das eine herausragende Leistung aller beteiligten Kolleginnen und Kollegen gewesen. Zugleich hängt dieser Erfolg eng mit meinem ersten Punkt zusammen: Diese Projekte werden sich nämlich nur dann wirklich bezahlt machen, wenn wir effizient genug wirtschaften. Denn die weltweiten Preise in der Automobilindustrie orientieren sich zunehmend an nur einem Standard, und das ist der chinesische. Ich bin aber trotz aller Herausforderungen – und das bringt mich zu meinem dritten Punkt – überzeugt davon, dass wir die neue Automobilwelt ebenso mitprägen werden wie die bisherige. Wir arbeiten seit Jahren intensiv an den drei großen Trends der Branche, also an der Automatisierung, der Elektrifizierung und der softwaredefinierten Mobilität. Die Autos der Zukunft werden technologisch anspruchsvoller – und das ist genau das Richtige für Bosch. Denn was wir besonders gut können, ist die Vernetzung von Mechanik, Elektronik und Software zu einem intelligenten System. Das Auto wird zum Gesamterlebnis. In den vergangenen Monaten haben wir genau die Stärken, die in der Mobilität von Morgen gebraucht werden, konsequent weiter ausgebaut. Dazu zählt etwa die enge Bindung an unsere Kunden durch zuverlässige Partnerschaften und gemeinsame Systementwicklungen. Oder unsere einzigartige Breite an Technologien, die über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs wirkt und durch KI revolutioniert wird. Auch Skaleneffekte bleiben enorm wichtig. Und vor allem eines zeichnet sich immer deutlicher ab: Unsere besondere Kombination aus globalem Denken und lokalem Handeln ist in einer geopolitisch fragmentierten Welt ein entscheidender Pluspunkt. Denn Handelsschranken und unterschiedliche Nutzererwartungen erfordern immer mehr regional angepasste Lösungen. Wer also in der Lage ist, sein Angebot und seine Lieferketten an regionale Gegebenheiten anzupassen, dabei aber zugleich Weltniveau liefern kann, der ist klar im Vorteil. Und das ist exakt das, was wir tun: Wir übertragen innovative, effiziente Lösungen aus unseren Leitmärkten in die ganze Welt – auf genau die Art und Weise, die unsere Kunden von uns erwarten. Auch deshalb sind wir im wettbewerbsintensiven China der Zulieferer Nummer Eins. Diese globale Präsenz prägt auch – und das ist der vierte Punkt, den ich herausheben möchte – unser Geschäft außerhalb der Autosparte. So wächst derzeit kein anderer Bereich stärker als unsere Energy and Building Technology. Besonders bei der Bosch Home Comfort Group ist alles in Bewegung: Mit der Übernahme des Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäfts von Johnson Controls und Hitachi haben wir einen Meilenstein erreicht, der uns technologisch und regional deutlich stärkt. Der Bereich hat die Zahl seiner Werke auf 33 nahezu verdoppelt, hinzu kommen aktuell 26 Entwicklungsstandorte. Die Bosch Home Comfort Group ist jetzt weltweit nah am Kunden und jederzeit in der Lage, das Angebot an lokale Bedürfnisse anzupassen. Durch die Elektrifizierung verschmelzen Heizen und Kühlen – wer dabei mitspielen will, muss global und breit aufgestellt sein. Das sind wir. Bereits im vergangenen Jahr konnte der Bereich trotz schwieriger Bedingungen seine Marktanteile durch starkes Wachstum bei Wärmepumpen in Europa deutlich steigern. Für das laufende Jahr gehen wir von einer schrittweisen Belebung des Marktes aus, und ab 2027 dann von einem nachhaltigen Wachstum, vor allem in Nordamerika. Ausgesprochen rund läuft es derzeit beispielsweise auch bei Bosch Global Service Solutions, unserem Geschäftsbereich für Connected Services in den Bereichen Mobilität und Monitoring. Auch hier sind im vergangenen Jahr so viele Aufträge hereingeholt worden wie noch nie. Dazu gehören Lösungen für digitale Mobilitätsdienste wie eCall und Pannenhilfe sowie Angebote für Flottenbetreiber, Logistikanbieter und Gebäudemanager. Wir erwarten in dem Geschäftsbereich ein durchschnittlich zweistelliges Umsatzwachstum bis 2030 – auch deshalb, weil wir sehr stark auf KI-basierte Anwendungen und -Innovationen setzen. Und für weitere neue Wachstumsgeschichten haben wir unsere Tochtergesellschaft Bosch Business Innovations neu gegründet. Ziel der Einheit ist es, systematisch neue Geschäftsbereiche für Bosch außerhalb des heutigen Kerngeschäftes zu entwickeln. Dafür werden wir rund 200 Millionen Euro investieren. Bereits bis Ende dieses Jahres sollen bis zu zehn Geschäftsideen validiert und in ersten Strukturen umgesetzt sein. Das Ziel für 2030 ist sogar noch etwas ambitionierter: Dann wollen wir – gemeinsam mit erfahrenen Venture Studios, externen Gründern und Investoren – schon mehr als 20 Start-ups erfolgreich gegründet haben. Erste thematische Schwerpunkte sind die softwaregesteuerte Fertigung, der Bereich der medizinischen Fernüberwachung sowie die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO 2 . Damit bin ich beim fünften und vielleicht wichtigsten Erfolgsfaktor angekommen: An kaum etwas anderem arbeiten wir derzeit so massiv wie an unserer Innovationskraft. Das ist die wichtigste Währung, die wir besitzen. Im internationalen Wettbewerb geht es schließlich nicht nur um Kosten, sondern vor allem um Differenzierung. Dafür müssen wir Lösungen noch schneller entwickeln und mindestens genauso zügig auch in Produkte überführen und verkaufen. Wir sind hier sehr gut vorangekommen, wie einige von Ihnen ja heute Morgen bei den Rundgängen schon gesehen haben. Nachher werde ich ein paar Beispiele noch näher erläutern, darunter eine Lösung, die potenziell viele Leben retten kann – und eine andere, die es schon tut. Zuvor aber wird Ihnen unser Finanzchef Markus Forschner nun die wesentlichen Geschäftszahlen ausführlich vorstellen –… Markus, bitte… Markus Forschner: Meine Damen und Herren, auch ich möchte Sie herzlich zur Jahrespressekonferenz von Bosch begrüßen. Stefan Hartung hat es bereits aufgezeigt: Wir sehen erhebliche Chancen für Bosch und sind fest entschlossen, diese zu ergreifen. Das Fundament für künftiges, profitables Wachstum ist unsere Wettbewerbsfähigkeit – deshalb arbeiten wir weiter mit Nachdruck daran, diese zu steigern. 2025 haben wir wichtige Weichen gestellt und weitere, umfassende Maßnahmen für verbesserte Effizienz und Profitabilität eingeleitet. Das Jahr 2026 wird ganz im Zeichen ihrer Umsetzung stehen – sie sollen zügig Wirkung entfalten. Damit stärken wir auch unsere Robustheit gegenüber künftigen Herausforderungen. Denn wir müssen uns auch weiterhin auf ein Umfeld großer Unsicherheiten einstellen. Bevor wir nach vorne schauen, lassen Sie uns zunächst auf das Geschäftsjahr 2025 zurückblicken: Die Weltwirtschaft zeigte sich 2025 trotz erheblicher Unsicherheiten bemerkenswert widerstandsfähig. Sie verharrte jedoch auf einem moderaten Wachstumsniveau. Auf unseren Fokusmärkten blieb die konjunkturelle Dynamik schwach. Wir hatten es 2025 mit einem komplexen Zusammenspiel verschiedener belastender Faktoren zu tun – eine volatile Handelspolitik, ungünstige Währungseinflüsse und verschärfter Wettbewerb. Wir haben uns in einem widrigen Umfeld gut behauptet und konnten den Umsatz der Bosch-Gruppe auf 91 Milliarden Euro steigern. Das entspricht nominal einem Wachstum von 0,7 Prozent, wechselkursbereinigt von 4,1 Prozent. Positiv ausgewirkt hat sich der Umsatzbeitrag von 1,2 Milliarden Euro aus dem Zukauf im Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsbereich. Entsprechend hat sich unser Unternehmensbereich Energy and Building Technology mit 13 Prozent Zuwachs erfreulich entwickelt – trotz der Veräußerung des Produktgeschäfts in der Gebäudetechnik Mitte 2025. Auch bereinigt um diese Portfolioveränderungen hat der Bereich ein Wachstum erzielt – trotz verhaltener Baukonjunktur und regulatorischer Unsicherheiten im Heizungsmarkt. Im Unternehmensbereich Mobility blieb der nominale Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Wechselkursbereinigt gab es ein Plus von 2,9 Prozent. Ein wesentlicher Grund war das weiterhin schwache Umfeld im Fahrzeugmarkt vor allem in Europa, wo der Bereich mit mehr als 40 Prozent einen großen Teil seines Umsatzes erwirtschaftet. Zwar entwickelte sich der Umsatz in Zukunftsfeldern wie Elektromobilität und automatisiertem Fahren im Vergleich zum Vorjahr erfreulich, blieb jedoch hinter unserer Planung. Auch Industrial Technology blieb im Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau, das ist vor allem auf die rückläufige Entwicklung im nordamerikanischen Markt zurückzuführen. Bei Consumer Goods machten sich insbesondere die fehlenden Impulse aus der Bauindustrie in China und USA bemerkbar. In diesem Unternehmensbereich verzeichneten wir nominal einen Umsatzrückgang von 1,9 Prozent, wechselkursbereinigt jedoch ein Plus. Regional betrachtet fiel der Umsatz in Europa um 0,6 Prozent, während die anderen Weltregionen leichte Zuwächse verzeichneten – in Amerika um 3,8 Prozent und in Asien-Pazifik um 0,7 Prozent. Wechselkurseffekte belasteten den weltweiten Umsatz mit insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Auch das operative EBIT entwickelte sich unter unseren Erwartungen. Es ist auf 1,8 Milliarden Euro gesunken. Die operative EBIT-Rendite lag bei 2,0 Prozent gegenüber 3,5 Prozent im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro, die maßgeblich in Form von Rückstellungen zu Buche schlagen. Außerdem wirkten Wechselkurseffekte, geringere Deckungsbeiträge und höhere beziehungsweise zusätzliche Zölle belastend. Damit ergibt sich insgesamt ein Bild, das von Sonder- und Einmaleffekten jenseits unserer eigentlichen Geschäftsentwicklung stark beeinflusst ist. Das Ergebnis vor Steuern sank auf 0,5 Milliarden Euro gegenüber 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Nach Steuern war das Ergebnis negativ mit -0,4 Milliarden Euro gegenüber 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Trotz des Rückgangs beim Ergebnis haben wir 2025 mit 0,3 Milliarden Euro erneut einen positiven Free-Cash-Flow erreicht. Die Liquidität gemäß Kapitalflussrechnung war mit 7,4 Milliarden Euro weiterhin hoch, gleiches gilt für die Eigenkapitalquote von 41,6 Prozent. Bosch steht also auch in herausfordernden Zeiten auf einem stabilen finanziellen Fundament. Erfreulich ist, dass alle Unternehmensbereiche einen positiven Ergebnisbeitrag leisteten: Mobility mit 1,8 Prozent vom Umsatz, Consumer Goods mit 3,0 Prozent und Industrial Technology mit 3,5 Prozent sowie Energy and Building Technology mit 0,5 Prozent. Neben Restrukturierungskosten – die alle Bereiche belasteten – wirkten sich bei Energy and Building Technology zudem Einmalkosten infolge unserer Zu- und Verkaufsaktivitäten negativ auf das Ergebnis aus. Die Anzahl der weltweit Beschäftigten sank 2025 um rund 5 100 auf weltweit rund 412 800. Dies entspricht einem Rückgang von 1,2 Prozent. Bereinigt um Konsolidierungs- und methodische Effekte beläuft sich der operative Personalabbau auf rund 15 000 Mitarbeitende. Am stärksten betraf dies den Unternehmensbereich Mobility und regional Deutschland. Dies zeigt, dass wir in der Umsetzung der sozialverträglichen Maßnahmen gut vorankommen. Bosch ist bereit, auch in schwierigen Zeiten hohe finanzielle Vorleistungen zu erbringen. Die Investitionen in Sachanlagen sind weiterhin auf einem hohen Niveau, wenn auch mit 4,1 Milliarden Euro geringer als im Vorjahr. 2025 haben wir erneut gezielt in zahlreiche Zukunftsprojekte investiert – mit Schwerpunkten auf Halbleiter und Sensoren, moderne Bremsregelsysteme und die Elektromobilität. 7,9 Milliarden Euro oder 8,7 Prozent vom Umsatz hat Bosch für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Meine Damen und Herren, was erwartet uns im laufenden Geschäftsjahr? Konjunktur und Geschäft bleiben auch 2026 von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Geopolitische Spannungen weiten sich aus, nationale Interessen bremsen den freien Handel immer stärker aus, dies belastet die weltweite Wirtschaft. Noch nicht abschätzbar sind die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf Energierohstofflieferungen, Inflation und globale Wirtschaftsleistung. Offen ist auch, wie sich die Entscheidung des U.S. Supreme Court auf die weitere Zoll- und Handelspolitik auswirkt und welche Ansprüche auf Erstattung von Zöllen entstehen. Wir gehen aktuell davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft auf dem moderaten Niveau der Vorjahre bleibt. Asien-Pazifik wird voraussichtlich erneut die höchsten Wachstumsraten ausweisen, wobei wir eine Verlangsamung erwarten, insbesondere aufgrund Chinas struktureller Herausforderungen zum Beispiel in der Immobilienwirtschaft und demografischen Entwicklung. In Amerika dürften Impulse aus einer hohen Dynamik bei der Künstlichen Intelligenz und aus einer expansiveren Geld- und Fiskalpolitik kommen. Auch in Europa unterstützen steigende staatliche Ausgaben in Infrastruktur und Verteidigung das Wachstum. Es dürfte jedoch verhalten bleiben, vor allem, weil notwendige Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit nur zögerlich umgesetzt werden, insbesondere in Deutschland. Die Märkte bleiben anspruchsvoll, unsere Wachstumsziele umzusetzen herausfordernd. Der Preis- und Wettbewerbsdruck ist spürbar. Dennoch konnten wir in den ersten drei Monaten dieses Jahres unseren Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau halten und wechselkursbereinigt um rund fünf Prozent wachsen. Wir sind zuversichtlich, das Potenzial in unseren Märkten auszuschöpfen – mit Innovationsstärke, hohem Technologieverständnis und unserer globalen Aufstellung nah am Kunden. Trotz des ungünstigen Umfelds, das den Wettbewerb verschärft und die Wachstumschancen beeinträchtigt, wollen wir den Umsatz der Bosch-Gruppe 2026 um zwei bis fünf Prozent erhöhen. Dabei erwarten wir in allen Unternehmensbereichen Zuwächse – am stärksten bei Energy and Building Technology mit einem zweistelligen Wachstum, besonders getrieben vom neu zugekauften Geschäft. Gut zulegen dürfte Industrial Technology mit der Nutzung von Potenzialen in der fortschreitenden Automatisierung und Elektrifizierung. Bei Mobility prognostizieren wir trotz einer voraussichtlich rückläufigen Fahrzeugproduktion ein leichtes Umsatzplus, ebenso bei Consumer Goods. Für 2026 gehen wir von einer erheblichen Ergebnisverbesserung aus mit einer operativen EBIT-Rendite zwischen vier und sechs Prozent vom Umsatz. Ein Grund ist, dass uns Sondereffekte, wie die hohen Rückstellungen des Vorjahres, nicht mehr in diesem Maße belasten. Zudem wirken sich die Restrukturierungsmaßnahmen sukzessive positiv auf das Ergebnis aus. Auch wenn wir unsere Zielrendite von sieben Prozent 2026 noch nicht erreichen – wir sind auf dem richtigen Weg und kommen ein großes Stück voran. Profitables Wachstum erfordert auch finanzielle Spielräume. Vornehmlich wollen wir uns diese aus eigener Kraft erschließen – aber auch durch Nutzung des Kapitalmarkts. Konnten wir unterjährig bisher nur zeitlich begrenzt mit Vorliegen unseres Konzernabschlusses Finanzinstrumente wie Anleihen begeben, wollen wir künftig unseren Zugang zum Kapitalmarkt deutlich flexibilisieren. Deshalb veröffentlichen wir dieses Jahr erstmals zum Halbjahr einen Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht. Das verbessert unsere Kapitalmarktfähigkeit, auch wenn wir selbst über eine hohe Eigenfinanzkraft verfügen. Meine Damen und Herren, Sie sehen: wir arbeiten mit Nachdruck daran, unsere finanzielle Robustheit und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, denn das ermöglicht Wachstum und Zukunft. Und nun gebe ich wieder zurück an Stefan Hartung. Stefan Hartung: Vielen Dank, Markus. Die Zahlen zeigen noch einmal klar auf, dass wir in absehbarer Zeit weiterhin zweispurig fahren müssen. Zum einen gilt es, das Kerngeschäft zu sichern und zu optimieren. Und zum anderen geht es darum, Wachstumsfelder gezielt und schnell zu erschließen. Das eine finanziert das andere, und beides zusammen sichert unsere Zukunft. Der Treibstoff ist dabei in beiden Bereichen derselbe: Innovation. Und deshalb bin ich wirklich sehr stolz auf all die Neuerungen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Monaten entwickelt, getestet, verbessert und auf den Markt gebracht haben. Die Bandbreite ist riesig und reicht von hochspezialisierter Quantensensorik bis hin zu Produkten wie etwa dem ersten BSH-Backofen mit KI-basierter Sprachfunktion. Das Gerät braucht weder externe Lautsprecher noch zusätzliche Apps, sondern reagiert schnell und präzise auf einfache Befehle – bis hin zum sprachgesteuerten Öffnen der Backofentür. Die kleinsten Bosch-Produkte wiederum sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen – haben sich aber schon längst als Lebensretter etabliert. Gemeint sind unsere Sensoren. Sie erkennen zum Beispiel – in der Smartwatch eingebaut –, wenn jemand stürzt, so dass rechtzeitig Alarm ausgelöst werden kann. Drucksensoren wiederum unterstützen Rettungskräfte dabei, hilfesuchende Personen auch in Hochhäusern schneller zu finden und zu versorgen, da sie Höhenunterschiede bis auf wenige Zentimeter genau angeben können. Es gibt Schätzungen, dass diese Funktion allein in den USA Tausende von Leben rettet – jedes Jahr. Immer häufiger spielen Bosch-Sensoren auch in der Unterhaltungselektronik und in der Robotik eine entscheidende Rolle: Sie lassen künstlich erzeugte Umgebungen äußerst realistisch wirken, sie stabilisieren die Bilder von Smartphones und Action-Kameras, sie helfen Robotern auch unter schwierigen Bedingungen dabei, den richtigen Weg zu finden. Grundlage für die verschiedenen Varianten ist die Sensorplattform „BMI5“: unsere bislang intelligenteste, genaueste und leistungsfähigste Sensorlösung – bestens geeignet für einen stark wachsenden Bereich, in dem Bosch der Marktführer ist. Und noch eine andere Zukunftstechnologie hängt maßgeblich von smarten Sensoren ab: das automatisierte Fahren. Ein Beispiel dafür sind unsere Inertialsensoren wie etwa der SMU300. Er funktioniert für ein automatisiertes Auto ungefähr so wie das Innenohr für uns: Alle Drehungen und Neigungen werden mit höchster Präzision erfasst und zu einer Art Gleichgewichtssinn weiterverarbeitet. Dadurch behält das Auto auch dann die volle Orientierung, wenn Kamera- oder GPS-Signale nicht verfügbar sind. Das Angebot reicht vom einzelnen Sensor bis hin zur kundenspezifischen Komplettlösung, zum Beispiel unsere IMU-integrated. Solche Lösungen tragen ganz wesentlich zum Erfolg unserer ADAS-Produktfamilie bei. Hier ist die Nachfrage, wie vorhin schon angedeutet, besonders erfreulich. Allein 2025 haben wir für intelligente Fahrerassistenzsysteme Aufträge über alle Weltregionen hinweg im Wert von zehn Milliarden Euro gewonnen. Dazu zählen Softwarelösungen ebenso wie zentrale Fahrzeugrechner oder Produkte: zum Beispiel Kamerasysteme, hochpräzise Radarsensoren oder Ultraschallsensoren, die nicht nur beim Einparken helfen, sondern auch erkennen, ob die Fahrbahn nass oder trocken ist und entsprechende Signale an die Assistenzsysteme senden. Zur Zukunft der Mobilität gehört natürlich auch die Integration von Künstlicher Intelligenz in den gesamten Lebenszyklus des Autos – von der Produktion bis hin zu regelmäßigen Updates der Software. Bosch ist auf diesem Gebiet ganz vorne mit dabei – und rückt die KI jetzt wortwörtlich ins Blickfeld des Fahrers oder der Fahrerin. Unser neues, KI-gesteuertes Cockpit ist eine Mischung aus Assistent, Beifahrer und Chauffeur – es kann beraten, warnen und sogar mitdenken. Denn hinter dem „AI powered Cockpit“ steckt ein KI-fähiger Hochleistungs-Rechner, der den Fahrer aktiv unterstützt – sei es beim Terminmanagement, der Routenplanung oder bei der vorausschauenden Parkplatzsuche. In Verbindung mit unseren Interior Sensing Solutions kann das „AI-powered Cockpit“ das Autofahren damit zu einem ganz neuen, hochpersonalisierten Erlebnis machen. Das Fahrzeug erkennt, wer am Steuer sitzt und ob noch weitere Passagiere an Bord sind – und stellt alles entsprechend ein: vom Außenspiegel über das Fahrverhalten bis hin zur optimierten Airbag-Auslösung im Unglücksfall. Knöpfe und Touchscreens werden zunehmend durch Gesten und „normale“ Sprache ergänzt: Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine verschiebt sich immer weiter in die menschliche Richtung. Zum Einparken reicht künftig ein Sprachbefehl, und das „AI powered Cockpit“ steuert alles Weitere – nur aussteigen muss man noch selbst. Die Innenraumerkennung ist zugleich eine wichtige Voraussetzung für das automatisierte Fahren – denn nur so kann das Auto erkennen, ob der Mensch auch wirklich in der Lage ist, das Steuer wieder zu übernehmen. Insofern sind all diese Funktionen keine Spielerei. Im Gegenteil: In ihrer Gesamtheit können sie das Autofahren erheblich komfortabler und vor allem sicherer machen. Das gilt besonders dann, wenn weitere Funktionen im Fahrzeug verfügbar sind – zum Beispiel unser Vehicle Motion Management, das weltweit bereits von mehr als 20 Herstellern genutzt wird. Dabei handelt es sich um eine Software zur zentralen Steuerung von Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk. Die einzelnen Systeme werden optimal aufeinander abgestimmt, und zwar genau so, wie es die Fahrerin oder der Fahrer möchte. Ein Befehl genügt, und das Fahrzeug schaltet von sanft auf sportlich oder umgekehrt. Aber nicht so, wie Sie das von den üblichen Fahrmodi-Schaltern kennen. Sondern so, dass Sie glauben, Sie sitzen in einem völlig anderen Auto. Und richtig spannend wird es, wenn man das Vehicle Motion Management nun mit intelligenten Fahrerassistenzsystemen verbindet. Ein Beispiel dafür ist eine neue automatisierte Ausweich-Lenkfunktion. Sobald ein Hindernis erkannt wird, leitet das System automatisch und präzise ein Ausweichmanö-ver ein, ohne die Fahrzeugstabilität zu beeinträchtigen – auch noch bei bis zu hundert Stundenkilometern. Bosch hat diese Funktion gemeinsam mit einem chinesischen Fahrzeughersteller innerhalb von sechs Monaten zur Serienreife gebracht. Die nächsten Sicherheitsfeatures sind bereits in der Testphase – unter anderem ein fast schon revolutionärer Spurhalteassistent. Echte „Technik fürs Leben“ also. Ergänzt wird das alles durch unsere By-Wire-Systeme für Bremse und Lenkung. So wird etwa bei Steer-by-Wire die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe durch elektrische Signalleitungen ersetzt. Wenn dann ein Spurhalteassistent die Lenkreaktion unterstützt, bleibt das Lenkrad völlig ruhig – keine ablenkenden Bewegungen, kein irritierendes Rütteln. Zugleich aber behält der Fahrer oder die Fahrerin jederzeit die volle Kontrolle und ein sicheres Lenkgefühl. Wie präzise, schnell und feinfühlig unser System funktioniert, haben unsere Kunden bei der jüngsten Wintererprobung in Nordschweden selbst erleben können. All diese Lösungen sind Schlüsseltechnologien auf unserem Weg zum automatisierten Fahren und zur softwaredefinierten Mobilität. Aber auch hier gilt: Wer schnell und tief in neue Welten vordringen will, sucht sich besser starke Partner. Fast alle der Funktionen, die ich Ihnen gerade vorgestellt habe, brauchen einen oder mehrere System-on-Chips, also Chips, auf denen alle wesentlichen Signale aus Fahrerassistenz und Infotainment zusammenlaufen. Und damit wir unsere Technologien perfekt auf die jeweiligen Chips abstimmen können, arbeiten wir eng mit Partnern wie etwa Qualcomm, Nvidia, Renesas oder Horizon Robotics zusammen. Dabei geht es um enorme Dimensionen: So haben wir etwa auf Basis einer strategischen Partnerschaft bereits mehr als zehn Millionen digitale Cockpit-Computer mit einem System-on-Chip von Qualcomm ausgeliefert. Das gilt auch für drei Großaufträge für Cockpit- und ADAS-Integrationsplattformen, die wir derzeit für Hersteller weltweit umsetzen. Aber natürlich brauchen die Autos der Zukunft nicht nur Algorithmen. Sondern auch Antriebe. Auch daran arbeiten wir intensiv – etwa in der Elektromobilität. Jüngstes Beispiel ist unser neues Joint Venture mit Tata AutoComp Systems in Indien. Zusammen wollen wir uns auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von E-Achsen und E-Motoren in Indien konzentrieren – geplant ist, dass wir bereits zur Jahresmitte den Betrieb aufnehmen. Kein anderes Unternehmen ist in der Elektromobilität so global aufgestellt wie Bosch. Wir wachsen in allen Kernmärkten. Allein in diesem Jahr werden wir mehr als sieben Millionen Lösungen und Komponenten für das elektrische Fahren ausliefern. Unsere Kunden – weltweit sind es mehr als 50 – setzen dabei zunehmend auf hochintegrierte Systeme, die über die klassische eAchse teils weit hinausgehen. Wir bündeln deshalb Motor, Leistungselektronik, Getriebe und weitere Komponenten wie etwa das gesamte Energiemanagement in einer Einheit. Das spart Platz und Kosten. Noch in diesem Jahr wird eine solche Lösung in Serie gehen. Bei den anderen Antrieben, die wir im Portfolio haben, hängt die weitere Entwicklung nicht nur von unserer Innovationskraft, sondern auch von politischen Entscheidungen ab. Das gilt zum einen für das Thema Wasserstoff. Hier haben wir gerade erst eine neue Variante unseres Brennstoffzellen-Antriebssystems vorgestellt, die vor allem für Busse im Stadtverkehr geeignet ist. Mit der Lösung können die Fahrzeuge elektrisch und bei Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff auch komplett CO₂-frei angetrieben werden. Für uns bleibt Wasserstoff nach wie vor ein wichtiges Wachstumsfeld – auch weil die EU-Klima- und Resilienzziele ohne Wasserstoff kaum zu erreichen sind. Insofern ist es bedauerlich, dass die Politik die Technik nicht stärker vorantreibt oder zumindest auf einige hemmende Vorgaben verzichtet. Einen europäischen Markt gibt es derzeit noch nicht – und insofern prüfen wir regelmäßig unsere Strategie in diesem Bereich. Dennoch gehen wir in Vorleistung und treiben Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff gleichermaßen voran. Im März wurde ein Elektrolyse-Stack am Standort Farmington Hills in den USA in Betrieb genommen – im Werk Bamberg läuft eine ähnliche Anlage bereits seit November. Und schon seit Oktober können an einer Tankstelle in Kalifornien selbst schwere Lkw innerhalb von nur zehn Minuten ihren Wasserstofftank füllen – dank einer CryoPump-Station von Bosch Rexroth. Bei den konventionellen Antrieben sehen wir ebenfalls politischen Handlungsbedarf. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Änderung der CO 2 -Vorgaben wird nicht ausreichen, um Investitionen, Wertschöpfung und insbesondere Arbeitsplätze in Europa zu sichern. Denn effiziente Verbrenner werden noch lange wichtig bleiben. Wir erwarten, dass auch 2035 noch rund 50 Prozent aller Neufahrzeuge weltweit einen Verbrennungsmotor an Bord haben werden, etwa die Hälfte davon werden leistungsfähige Hybride sein. Das heißt für Europa: Wenn wir uns ausschließlich auf batterieelektrische Antriebe beschränken, verzichten wir auf rund die Hälfte des Weltmarkts – und damit auf die entsprechenden Jobs und Kompetenzen. Eine überzogene Regulierung würde die europäische Industrie also in ihrer Substanz treffen. Das lässt sich nur vermeiden, wenn wir bei der Transformation auf alle verfügbaren Technologien setzen. Wir brauchen batterieelektrische Antriebe, Hybride, Range Extender und effiziente Verbrenner mit erneuerbaren Kraftstoffen. Wir wollen dazu mit unseren Lösungen im Verbrenner- und Hybridbereich maßgeblich beitragen – unsere Kompetenzen sind dabei seit jeher weltweit gefragt. Daher ist es auch zu begrüßen, dass die Bundesregierung gute und verlässliche Rahmenbedingungen für Plug-In-Hybride erhalten und Fahrzeuge weiter zulassen möchte, die mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden. Das gilt auch für den Bereich Mobility Aftermarket, also unser Werkstattgeschäft, das beide Technologiewelten – elektrische wie klassische Antriebe – bestens abdeckt. Weltweit kommt unsere Diagnosesoftware ESI[tronic] rund 55 Millionen Mal im Jahr zum Einsatz. Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt – denn der Zugang zum Fahrzeug nach der Auslieferung entwickelt sich gerade im Zeitalter der softwaredefinierten Mobilität immer mehr zu einem strategischen Vorteil. Der Bereich liefert auch ein schönes Beispiel für unser Streben nach Nachhaltigkeit durch die Verbindung von Ökonomie und Ökologie. Wir haben in nahezu allen Geschäftsfeldern Services für die Kreislaufwirtschaft etabliert. Und das Werkstattgeschäft ist dabei besonders erfolgreich: Mit seinem Austauschprogramm „eXchange“ hat der Bereich 2025 rund 400 Millionen Euro erwirtschaftet – bis 2030 soll der Umsatz auf eine Milliarde Euro steigen. Meine Damen und Herren, diese vielen Beispiele haben eines ganz deutlich gezeigt: Bosch liegt sehr gut im Rennen. 2026 wird ein Jahr des Aufbruchs sein. Und wir haben klare Ziele darüber hinaus: Wir wollen auf allen für uns wesentlichen Märkten zu den Top-Drei-Unternehmen gehören. Wir wollen ein durchschnittliches jährliches Umsatzplus von sechs bis acht Prozent erreichen. Und wir wollen eine Rendite von mindestens sieben Prozent erwirtschaften. Das wird in der derzeitigen Lage etwas länger dauern als gedacht. Aber wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir diese Ziele sehr bald erreichen werden. Unsere Innovationskraft zählt zu den stärksten in der Industrie: Bei den Patentanmeldungen stehen wir in Deutschland seit vielen Jahren auf Platz Eins, und in Europa zählen wir ebenfalls zu den Top-Einreichern. Ich bin mir sicher: Das wird so bleiben – zumal nun auch immer mehr Anmeldungen aus dem KI-Bereich dazukommen. In diesem November feiert Bosch einen runden Geburtstag. Dann wird es 140 Jahre her sein, dass Robert Bosch in einem Stuttgarter Hinterhof seine „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ gründete. Seither ist vieles passiert – manches aber ist nahezu gleichgeblieben: Seit 140 Jahren stehen wir vor immer neuen Herausforderungen – und oft genug wurden sie im Rückblick zu zukunftsweisenden Erfolgsgeschichten. Seit 140 Jahren sind wir ebenso widerstands- wie wandlungsfähig; so resilient wie dynamisch und so realistisch wie zuversichtlich. Seit 140 Jahren haben wir aus dieser Zuversicht heraus immer wieder die Initiative ergriffen – und damit unsere Geschichte immer weiter in die Zukunft getragen. Seit 140 Jahren gilt also „For tomorrow. Today.“ Sie können davon ausgehen, dass sich das auch beim 150. Geburtstag nicht geändert haben wird. Vielen Dank!

Strategie 2030: Bosch spielt Innovationskraft aus

16.04.2026

Pressemeldung

Wirtschaft

Strategie 2030: Bosch spielt Innovationskraft aus

Stuttgart / Renningen – Die Bosch-Gruppe will im Geschäftsjahr 2026 angesichts geopolitischer Spannungen und Handelsbarrieren mit voller Innovationskraft die Wachstumsperspektiven in seinen Weltmärkten nutzen. Die dafür notwendigen Vorleistungen für Zukunftsfelder sollen das hohe Niveau der Vorjahre erreichen. In Forschung, Entwicklung und Sachanlagen investierte Bosch allein 2025 rund zwölf Milliarden Euro. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen plant für 2026 ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent und eine operative EBIT-Rendite auf vier bis sechs Prozent. „Als globaler Technologieführer gestalten wir engagiert die Trends Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz und schaffen damit auch die Voraussetzungen für profitables Wachstum unseres Geschäfts“, sagte Stefan Hartung , Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Bilanzvorlage. „Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind auch die kostensenkenden Effekte unserer bereits eingeleiteten Strukturmaßnahmen und Innovationen in allen Geschäftsfeldern.“ Bei der Innovationskraft zählt Bosch zu den stärksten Industrieunternehmen weltweit und ist einer der größten Patentanmelder in Europa. Bosch meldete 2025 rund 6 300 Patente an und lag in Deutschland erneut auf dem Spitzenplatz. Trotz erheblicher Herausforderungen konnte Bosch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 mit 91,0 Milliarden Euro einen Umsatz leicht über Vorjahr erzielen (2024: 90,3 Milliarden Euro). Wechselkursbereinigt ergab sich ein Anstieg von 4,1 Prozent. Die operative EBIT-Rendite von zwei Prozent lag unter dem Vorjahreswert (2024: 3,5 Prozent). Notwendige Struktur- und Personalanpassungen zur Steigerung der Zukunftsfähigkeit belasteten das Ergebnis mit 2,7 Milliarden Euro in Form von Rückstellungen erheblich.Strategie 2030: Innovation und Differenzierung stärken Wachstum Eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im widrigen Umfeld der Weltwirtschaft erfordert ein wettbewerbsfähiges Kostenniveau des Unternehmens. Mit dem Abschluss der Gespräche mit den Arbeitsnehmervertretern über den erforderlichen Stellenabbau an allen betroffenen deutschen Mobility-Standorten verbessert Bosch angesichts steigenden Preisdrucks seine künftige Wettbewerbsposition. „Die Verhandlungen waren nicht einfach, aber auf beiden Seiten von hohem Verantwortungsbewusstsein geprägt“, erklärte Hartung. „Die beschlossenen Maßnahmen setzen wir jetzt so schnell und konsequent wie nötig, aber auch so sozialverträglich wie möglich um.“ In der Automobilbranche setze China derzeit die Standards beim Preisniveau. Den Ausbau der Innovationsführerschaft sieht der Bosch-Chef daher als zentralen Erfolgsfaktor, um das Geschäft insbesondere im Automobilmarkt auszubauen und die Strategie 2030 umzusetzen. Demnach will Bosch unter anderem zu den drei führenden Anbietern in seinen wesentlichen Märkten gehören. Handelsschranken und unterschiedliche Nutzererwartungen sind derzeit herausfordernd, aber zugleich eine Chance für regional angepasste Lösungen. „Im internationalen Wettbewerb geht es nicht nur um Kosten, sondern vor allem auch um Differenzierung“, verdeutlichte Hartung mit Blick auf die globale Aufstellung von Bosch, die er als Wettbewerbsvorteil sieht. „Wir können Angebote und Lieferketten an regionale Gegebenheiten anpassen und liefern zugleich Weltniveau.“ Geschäftsausblick 2026: Finanzierung der Zukunftsfelder erwirtschaften Für das laufende Geschäftsjahr setzt sich aus Sicht von Bosch die schwache konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2025 fort. Hohe Unsicherheiten vor allem durch geopolitische Entwicklungen mit den noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten dürften Inflation und globale Wirtschaftsleistung weiter beeinträchtigen. Zudem bleibt ein anhaltend hoher Preis- und Wettbewerbsdruck. Dennoch konnte Bosch im ersten Quartal des Jahres den Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau halten und wechselkursbereinigt um rund fünf Prozent steigern. Für die Weltwirtschaft erwartet Bosch nur ein moderates Wachstum auf dem Niveau der Vorjahre. „Das Fundament für profitables Wachstum ist unsere Wettbewerbsfähigkeit – deshalb wollen wir sie mit Nachdruck weiter steigern“, sagte Markus Forschner , Geschäftsführer und Finanzchef der Robert Bosch GmbH. „Das stärkt unsere Robustheit gegenüber künftigen Herausforderungen und fördert zugleich die Investitionskraft für unsere Zukunft.“ Für strategische Chancen und finanzielle Vorsorge erweitert Bosch seine Spielräume entsprechend: Um künftig unterjährig flexibler Finanzinstrumente wie Anleihen begeben zu können, veröffentlicht das Unternehmen erstmals zum Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht. Forschner dazu: „Das verbessert unsere Kapitalmarktfähigkeit, auch wenn wir selbst bereits über eine hohe Eigenfinanzkraft verfügen.“ Innovationsfeld Sensorik: Automatisierung und Robotik sichern Absatz Bosch bringt bei Mikroelektronik und Sensorik zahlreiche Innovationen voran und erwartet mit seiner konsequenten Ausrichtung auf „Technik fürs Leben“ erhebliche Wachstumsimpulse. Der globale Markt für Sensoren könnte laut Experten schon bis 2031 mehr als 440 Milliarden US-Dollar erreichen. Bosch profitiert dabei von steigenden Einsatzmöglichkeiten: Bosch-Sensoren spielen immer häufiger in der Robotik eine entscheidende Rolle. Die Sensorplattform „BMI5“ erzeugt zum Beispiel künstliche Umgebungen äußerst realistisch und hilft Robotern auch unter schwierigen Bedingungen, den richtigen Weg zu finden. Mit dieser bislang leistungsfähigsten Sensorlösung sieht sich Bosch für ein stark wachsendes Segment gut aufgestellt. Im Bereich des automatisierten Fahrens gelten Inertialsensoren als Schlüsselkomponenten der Zukunft und sorgen für zusätzliches Absatzpotenzial: Damit behalten Autos auch dann die volle Orientierung, wenn Kamera- oder GPS-Signale nicht verfügbar sind. „Diese Sensoren funktionieren für ein automatisiertes Auto etwa so wie der Gleichgewichtssinn im Innenohr des Menschen“, erläuterte Hartung. Analysten zufolge soll sich der Markt für intelligente Sensoren in automobilen Anwendungen bis Mitte der nächsten Dekade auf mehr als 80 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppeln. Innovationsfeld Mobilität: Algorithmen und Antriebe stärken Wachstum Bosch erwartet für den Markt mit Automobilsoftware bis 2030 ein Volumen von rund 200 Milliarden Euro. Bosch-Chef Hartung sieht damit in der softwaredefinierten Mobilität große Wachstumschancen. „Bosch ist auf diesem Gebiet ganz vorne mit dabei – und rückt die KI jetzt wortwörtlich ins Blickfeld des Fahrers oder der Fahrerin“, verdeutlichte Hartung. Die neue „Bosch AI Extension Platform“ ist ein KI-fähiger Hochleistungsrechner, der in Verbindung mit einer „Interior Sensing“-Lösung das Autofahren zu einem hochpersonalisierten Erlebnis macht. „Das Fahrzeug erkennt, wer am Steuer sitzt und ob noch weitere Passagiere an Bord sind – und stellt vom Außenspiegel über das Fahrverhalten bis hin zur optimierten Airbag-Auslösung im Unglücksfall alles ein.“ Auch bei intelligenten Fahrerassistenzlösungen sorgen Produktinnovationen für neues Geschäft über alle Weltregionen hinweg: Zusammen mit Sensortechnologien und zentralen Fahrzeugrechnern hat sich Bosch 2025 Aufträge im Wert von zehn Milliarden Euro gesichert. „Natürlich brauchen die Autos der Zukunft nicht nur Algorithmen, sondern auch Antriebe“, erklärte Hartung hinsichtlich des wachsenden Geschäfts mit der Elektromobilität. „Allein in diesem Jahr werden wir mehr als sieben Millionen Lösungen und Komponenten für das elektrische Fahren ausliefern.“ Erst vor wenigen Wochen hat Bosch mit Tata AutoComp Systems in Indien ein Gemeinschaftsunternehmen angekündigt. Es soll sich ab Mitte des Jahres auf die Entwicklung, Fertigung sowie den Vertrieb von E-Achsen und -Motoren im indischen Markt konzentrieren. Innovationsfeld Konsumgüter und Service: KI treibt das Geschäft voran KI sorgt auch für wesentliche Wachstumschancen im Service- und Produktgeschäft. Neues Absatzpotenzial sichert zum Beispiel dem Geschäftsbereich BSH Hausgeräte ein neues Backofenmodell mit KI-basierter Sprachfunktion. Es braucht weder externe Lautsprecher noch zusätzliche Apps. Insgesamt soll das weltweite Geschäft mit Haushaltsgeräten im Luxus- und Premiumsegment weiter zulegen, regional vor allem auch in Nordamerika. Für 2030 schätzen Marktexperten den globalen Absatz an Haushaltsgeräten auf rund fünf Milliarden Einheiten. Der Einsatz von KI sorgt auch im Geschäftsbereich Power Tools für Produktinnovationen. Seit Jahresbeginn sind die ersten 30 Geräte aus der Produktlinie Expert auf dem Markt, die neue Maßstäbe für professionelle Elektrowerkzeuge setzen. Darunter ist auch ein neuer Wandscanner, der Objekte in verschiedenen Wandtypen lokalisiert und erstmals Bosch-Radartechnologie in Kombination mit KI-Objektdetektion verwendet. Auch das Service-Geschäft von Bosch profitiert von KI: Der Geschäftsbereich Bosch Global Service Solutions erwartet auch durch KI-basierte Anwendungen ein durchschnittlich zweistelliges Umsatzwachstum bis 2030. Das Serviceportfolio umfasst Lösungen für digitale Mobilitätsdienste wie eCall oder Pannenhilfe und Angebote zum Beispiel für Flottenbetreiber und Logistikanbieter. Geschäftsjahr 2025: Stabile Finanzkraft, Liquidität und F&E-Quote Bosch erzielte 2025 einen positiven Free-Cash-Flow von rund 300 Millionen Euro (2024: rund 900 Millionen Euro). Die F&E-Quote erreichte 8,7 Prozent vom Umsatz (2024: 8,6 Prozent). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei 7,9 Milliarden Euro. „Bosch ist bereit, auch in schwierigen Zeiten hohe finanzielle Vorleistungen zu erbringen“, verdeutlichte Forschner. „Die Investitionen in Sachanlagen blieben weiterhin auf hohem Niveau.“ Erhebliche Vorleistungen habe Bosch im Schwerpunkt etwa bei Elektromobilität, Halbleitern und modernen Bremsregelanlagen aufgebracht. Mit 41,6 Prozent blieb auch die Eigenkapitalquote auf einem hohen Stand (2024: 44,3 Prozent). Die Bosch-Gruppe verfügt unverändert über eine solide Finanzkraft, auch wenn die Liquidität gemäß Kapitalflussrechnung auf 7,4 Milliarden Euro (2024: 8,2 Milliarden Euro) zurück ging. Geschäftsjahr 2025: Entwicklung nach Unternehmensbereichen Die Umsatzentwicklung in den Unternehmensbereichen bremsten sowohl die verhaltene Konjunktur in den Fokusmärkten als auch negative Währungseffekte. Der Unternehmensbereich Mobility erreichte mit 55,8 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 0,1 Prozent. Wechselkursbereinigt ist das ein Anstieg von 2,9 Prozent. Die operative EBIT-Rendite lag bei 1,8 Prozent (2024: 3,8 Prozent). Im Unternehmensbereich Industrial Technology stiegen die Erlöse um 0,1 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt betrug der Anstieg 2,4 Prozent. Wesentlich dafür war die rückläufige Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt. Die EBIT-Rendite stieg auf 3,5 Prozent (2024: 1,2 Prozent). Im Unternehmensbereich Consumer Goods lag der Umsatz mit 19,9 Milliarden Euro 1,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wechselkursbereinigt erhöhten sich die Erlöse hingegen um 4,1 Prozent. Das Konsumgütergeschäft hatte insbesondere unter fehlenden Impulsen aus der Bauindustrie in China und den USA zu leiden. Die operative EBIT-Rendite erreichte 3,0 Prozent (2024: 3,5 Prozent). Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erzielte einen Umsatz von 8,5 Milliarden Euro. Dies ist ein Plus von 13,0 Prozent und ein wechselkursbereinigter Zuwachs von 15,6 Prozent. Die operative EBIT-Rendite betrug 0,5 Prozent (2024: 4,9 Prozent). Diese war stark beeinflusst durch Einmalkosten aus Zu- und Verkaufsaktivitäten. Geschäftsjahr 2025: Entwicklung nach Regionen Während der Umsatz in Europa leicht rückläufig war, verzeichnete Bosch in den anderen Weltregionen leichte Zuwächse. In Europa lag der Umsatz mit 44,2 Milliarden Euro 0,6 Prozent unter Vorjahr – wechselkursbereinigt stieg er um 1,5 Prozent. In Amerika erhöhte sich der Umsatz um 3,8 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 9,3 Prozent. In Asien-Pazifik legten die Erlöse um 0,7 Prozent auf 28,3 Milliarden Euro zu. Die Wachstumsrate betrug wechselkursbereinigt deutliche 5,0 Prozent. Geschäftsjahr 2025: Entwicklung der Beschäftigtenzahl Die Gesamtzahl der weltweit Beschäftigten in der Bosch-Gruppe lag zum Jahresende 2025 bei 412 774 Menschen (2024: 417 859). Das entspricht einem Rückgang von rund einem Prozent (5 085 Beschäftigte). Dieser wirkte sich am stärksten auf den Unternehmensbereich Mobility und regional auf Deutschland aus.

Personelle Veränderung in der Robert Bosch Industrietreuhand KG

26.03.2026

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Wirtschaft

Personelle Veränderung in der Robert Bosch Industrietreuhand KG

Stuttgart – In der Robert Bosch Industrietreuhand KG gibt es folgende personelle Veränderung:Gerd Chrzanowski (54) tritt als Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG (RBIK) zum 31. März 2026 aus dem Gremium aus. Grund sind zunehmend überlappende Geschäftsaktivitäten von Bosch und der Schwarz Gruppe, die Chrzanowski seit 2021 als Komplementär leitet. Um potenzielle künftige Interessenkonflikte zu vermeiden, haben sich beide Seiten vorsorglich auf diesen Schritt geeinigt, Wir bedauern den Austritt und danken Gerd Chrzanowski für sein Engagement und seine wertvollen Beiträge. Seine tiefe Expertise insbesondere im Bereich der Digitalisierung und sein strategischer Weitblick waren eine Bereicherung für unser Gremium,...sagte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH. Die Nachfolge als Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG übernimmt zum 1. April 2026 Alexander Birken (61), Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Group. Birken wechselte Anfang März 2025 vom Vorstandsvorsitz in den Vorsitz des Aufsichtsrats. Der studierte Betriebswirt startete seine Karriere bei Philips Medical Systems. Er wechselte 1991 in das Controlling der Otto Group, leitete verschiedene Gesellschaften im Konzern und wurde 2017 zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Er ist seit mehr als 35 Jahren für das Unternehmen tätig und bringt umfassende Erfahrung in seine neue Rolle ein. Über die Robert Bosch Industrietreuhand KG Die RBIK übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion bei der Robert Bosch GmbH aus. Die Rolle der Industrietreuhand resultiert aus der spezifischen Unternehmensverfassung der Robert Bosch GmbH, die das Lebenswerk des Firmengründers Robert Bosch sichert. Während die Robert Bosch Industrietreuhand KG mehrheitlich die Stimmrechte hält, liegen die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH mehrheitlich bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH, die jedoch keinen Einfluss auf die strategische und geschäftliche Ausrichtung der Bosch-Gruppe hat. Diese gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe und ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren.

Personelle Änderungen im Bereichsvorstand bei Bosch Power Tools

20.03.2026

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Wirtschaft

Personelle Änderungen im Bereichsvorstand bei Bosch Power Tools

Stuttgart/Leinfelden – Bosch Power Tools stellt seinen Bereichsvorstand zum 1. April 2026 neu auf: Michael Budde (56), derzeit Präsident des Bosch Geschäftsbereichs Mobility Electronics, übernimmt den Vorsitz von Thomas Donato (54). Gleichzeitig tritt Martin Hettich (61) in die Bosch-Gruppe ein und wird Mitglied des Bereichsvorstands. Er folgt auf Lennart de Vet (49) und übernimmt von ihm die Verantwortung für die Regionen, das Marketing und den Vertrieb sowie von Thomas Donato die Verantwortung für die Business Units. Dr. Katharina Hartl (49) bleibt im Bereichsvorstand verantwortlich für kaufmännische Aufgaben.Thomas Donato, seit Juni 2023 Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Power Tools, verlässt die Bosch-Gruppe auf eigenen Wunsch zum 31. März 2026, um seine berufliche Laufbahn außerhalb des Unternehmens fortzusetzen. Lennart de Vet übernimmt innerhalb der Bosch-Gruppe eine neue Aufgabe, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird. Die Nachfolge von Michael Budde als Vorsitzender des Bereichsvorstands im Geschäftsbereich Mobility Electronics übernimmt Peter Wolfangel (54). „Michael Budde bringt langjährige Erfahrung in der Bosch-Gruppe mit und hat zuletzt den Geschäftsbereich Mobility Electronics mit strategischer Weitsicht und Umsetzungsstärke erfolgreich weiterentwickelt. Mit Martin Hettich gewinnen wir zudem einen ausgewiesenen Experten für Konsumgüter, der weitreichende internationale Erfahrung vorweisen kann. Gemeinsam mit Dr. Katharina Hartl wird der neue Bereichsvorstand maßgebliche Impulse für die Weiterentwicklung von Bosch Power Tools setzen", sagt Katja von Raven, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Robert Bosch Power Tools GmbH und Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das Marktumfeld bleibt von hoher Dynamik und intensivem Wettbewerb geprägt. Bosch Power Tools hat darauf reagiert und in den vergangenen drei Jahren wesentliche Programme zur Restrukturierung und Kostenreduktion aufgesetzt. Zugleich wurde in neue Produkte und Kompetenzen investiert. „Wir haben in den vergangenen drei Jahren mit entschlossenen Restrukturierungen und der Vorbereitung einer Vielzahl von erfolgreichen Produkteinführungen eine starke Basis für die Zukunft geschaffen und damit einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung von Power Tools gesetzt. Dafür danken wir Thomas Donato ausdrücklich“, so von Raven. „Lennart de Vet hat in rund 25 Jahren und verschiedenen Funktionen maßgeblich zum Erfolg von Power Tools beigetragen, wofür wir ihm ausdrücklich danken möchten. Wir wünschen beiden für ihren weiteren beruflichen Weg alles Gute. Mit der neuen Führungsspitze richten wir nun unseren Fokus konsequent auf globales Wachstum. Die Neuaufstellung des Bereichsvorstands ist hierfür ein klares Signal.“ Jetzt gelte es, die weltweiten Wachstumsambitionen zu verfolgen, die Kostenmaßnahmen weiter umzusetzen und somit Kunden und Nutzer in den Märkten bestmöglich zu bedienen. Zu Michael Budde Michael Budde ist seit Oktober 2022 Vorsitzender des Bereichsvorstands im Geschäftsbereich Mobility Electronics der Robert Bosch GmbH. Er trat 1998 in die Bosch-Gruppe ein. Durch seine langjährige Tätigkeit in unterschiedlichen Bereichen und Funktionen, darunter auch in den USA und Südkorea, bringt er zwei wesentliche Aspekte mit: tiefgreifende unternehmerische Expertise in der Leitung großer und komplexer Geschäfte innerhalb der Bosch Gruppe und nachweislichen Erfolg in strategischer Ausrichtung und Wachstum. Budde hat Maschinenbau studiert und seinen Abschluss an der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) gemacht. Zu Martin Hettich Martin Hettich blickt auf mehr als 30 Jahre internationale Erfahrung in der Konsumgüterindustrie zurück. Seine besondere Expertise liegt in der strategischen B2C-Markenpositionierung und -profilierung. Von 1994 bis 2024 war Hettich bei Procter & Gamble in unterschiedlichen Führungsfunktionen und Ländern tätig. In dieser Zeit verantwortete er den erfolgreichen Auf- und Ausbau diverser Konsumgütermarken und steigerte deren Profitabilität, zuletzt in seiner Verantwortung als Senior Vice President im Bereich Fabric Care. Anschließend beriet Hettich als Senior Consultant Unternehmen in der Konsumgüterindustrie zu Innovationen und Wachstum.

Bosch stellt im schwierigen Geschäftsjahr 2025 Weichen für Zukunft

30.01.2026

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Bosch stellt im schwierigen Geschäftsjahr 2025 Weichen für Zukunft

Stuttgart – Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch blickt auf ein sehr anspruchsvolles Geschäftsjahr 2025 zurück. Nach vorläufigen Zahlen 1 lag der Umsatz mit 91 Milliarden Euro leicht über Vorjahr (2024: 90,3 Milliarden Euro). Wechselkursbereinigt stieg der Umsatz um 4,2 Prozent. Die operative EBIT-Rendite lag mit rund zwei Prozent unter den Erwartungen (2024: 3,5 Prozent). „Die wirtschaftliche Realität spiegelt sich auch in unseren Ergebnissen wider – 2025 war ein schwieriges, teils auch schmerzhaftes Jahr für Bosch“, sagte Stefan Hartung , Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen. „In einem ungünstigen Umfeld arbeiten wir weiter konsequent an unserer Wachstumsstrategie, die zugleich eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit voraussetzt. Wir stellen jetzt die Weichen für die Zukunft.“ Laut Hartung will Bosch auch weiterhin von seiner globalen Präsenz, seiner starken Marke und seiner technologischen Kompetenz profitieren. Das Unternehmen rechnet allerdings mit einem immer intensiveren Wettbewerb unter widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Erst für das Jahr 2027 erwartet Bosch deutliche Verbesserungen in einzelnen Märkten.Maßgeblich für die fehlende Wachstumsdynamik im abgelaufenen Geschäftsjahr waren das schwache konjunkturelle Umfeld sowie die zunehmend anspruchsvolleren Marktbedingungen. Das Ergebnis belasteten ausbleibende Deckungsbeiträge aus fehlenden Umsätzen, gestiegene Zölle sowie erhebliche Rückstellungen für notwendige Strukturanpassungen und die damit verbundenen Personalmaßnahmen. Ziel dieser Restrukturierung ist es, das Unternehmen auch weiterhin wirtschaftlich robust, finanziell unabhängig und zukunftssicher aufzustellen. Dafür bleibt es erforderlich, ein jährliches Umsatzplus von sechs bis acht Prozent bei einer Rendite von mindestens sieben Prozent zu erwirtschaften. Vor dem Hintergrund des aktuellen Umfelds geht Bosch davon aus, anstatt 2026 frühestens von 2027 an sein Renditeziel von sieben Prozent erreichen zu können. Wettbewerbsfähigkeit: Kostenlücke reduzieren, Investitionskraft stärken Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr verfolgte Bosch weiter konsequent seine langfristige Strategie 2030. Diese sieht neben dem Erreichen der Zielrendite vor, dass das Unternehmen in seinen wesentlichen Märkten in allen Weltregionen zu den drei führenden Anbietern gehört. Das erfordert derzeit insbesondere wettbewerbsfähige Kostenniveaus und nachfrageorientierte Kapazitäten. „Wir arbeiten hart an unseren Sach- und Materialkosten, wir setzen KI noch intensiver ein, um unsere Produktivität zu erhöhen, und wir wägen jede Investition noch sorgfältiger ab als bisher“, betonte Hartung. „Und doch müssen wir, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und Investitionskraft dauerhaft zu sichern, auch unsere Personalkosten senken und die Organisation deutlich verschlanken.“ Vor allem der Strukturwandel hin zur Elektromobilität sowie ein sehr hoher Preis- und Wettbewerbsdruck in der globalen Automobilindustrie führten allein in der Unternehmenssparte Mobility weltweit zu einer jährlichen Kostenlücke von rund 2,5 Milliarden Euro – in Bezug zur Zielrendite des Bereichs. Im Zuge dessen kündigte Bosch im vergangenen Geschäftsjahr einen zusätzlichen Abbaubedarf von etwa 13 000 Stellen an. Hartung unterstrich, dass sich die Geschäftsführung der Tragweite dieser Entscheidungen bewusst sei und die Sorgen der Beschäftigten ernst nehme. „Aber auch ein Stiftungsunternehmen muss die Existenzsicherung im Blick behalten und kann betriebswirtschaftliche Realitäten nicht ignorieren.“ Die unumgänglichen Maßnahmen wolle Bosch weiter im engen Austausch mit den Arbeitnehmervertretern und so sozialverträglich wie möglich umsetzen, auch wenn das zunächst viel Geld koste. Strategie 2030: Innovationen und Zukäufe schaffen Geschäftschancen Trotz widrigem Umfeld sieht Bosch in vielen Marktsegmenten große Chancen auf eine Belebung des Geschäfts. „Wir gehen davon aus, dass sich die Marktdynamik im entscheidenden Feld der softwaregetriebenen Mobilität zunächst noch verhalten, dann aber vor allem im kommenden Jahrzehnt nachdrücklich beschleunigen wird“, erläuterte Hartung. Das Vehicle Motion Management, eine Software zur zentralen Steuerung von Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk, komme laut Hartung schon jetzt sehr gut im Markt an. Im letzten Jahr konnte Bosch mit Lösungen für das automatisierte Fahren, der dazugehörigen Sensorik und mit zentralen Fahrzeugrechnern Kundenaufträge in Höhe von zehn Milliarden Euro gewinnen und sich damit im globalen Wettbewerb behaupten. Die fortschreitende Integration der neuerworbenen Bereiche im Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäft sorgt für eine starke Wachstumsperspektive: Bosch Home Comfort will mittelfristig seinen Umsatz auf acht Milliarden Euro nahezu verdoppeln und ist bereits einer der weltweit größten Anbieter im Markt für das Heizen, Lüften und Kühlen von Wohn- und kleinen Gewerbegebäuden. Der Geschäftsbereich Power Tools beschleunigte seine Produktentwicklungsprozesse und verkürzte damit die Markteinführungszeit um durchschnittlich zwei Monate. Als Teil einer Innovationsoffensive will Power Tools bis 2027 rund 2 000 neue Produkte auf den Markt bringen. Den Einsatz von KI baut Bosch ebenfalls konsequent in allen Geschäftsbereichen aus und stellte zuletzt auf der US-Elektronikmesse CES unter anderem einen KI-fähigen Hochleistungsrechner zur Realisierung eines KI-gesteuerten Auto-Cockpits vor. Bis Ende 2027 will das Unternehmen insgesamt 2,5 Milliarden Euro in KI investiert haben, die sich bereits flächendeckend im Unternehmen findet. Wirtschaftsstandort Europa: Technologieskepsis gefährdet Wohlstand Im Wettbewerb der Weltregionen sieht Bosch großes Potenzial in Europa, falls Politik und Gesellschaft die vorhandene Skepsis gegenüber technologischem Fortschritt überwinden könnten. Bosch-Chef Hartung äußerte sich besorgt über die neuesten Ergebnisse des Bosch Tech Compass . Die Umfrage gibt die Einstellung der Bevölkerung zu neuen Technologien in wichtigen Industrieländern wieder. Demnach glauben weniger als zwei Drittel der Deutschen an die positive Wirkung des technischen Fortschritts. In Frankreich sind die Werte sogar noch niedriger. „Das ist ein höchst alarmierendes Zeichen”, erklärte Hartung. „Ein Land kann im globalen Wettbewerb nur bestehen, wenn ein mindestens ausreichender Wille zum technischen Fortschritt erkennbar ist.“ Dazu müssten Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mutiger und entschlossener neue Technologiefelder wie Wasserstoff und KI angehen. Bosch werde als eines der innovationsstärksten Unternehmen der Welt seinen Beitrag dazu leisten. Bosch gehört zu den größten Patentanmeldern in Europa und reichte allein im Bereich der KI seit 2018 mehr als 2 000 Patentanmeldungen ein. Mit Blick auf protektionistische Politik sieht Hartung in Europa Handlungsbedarf und fordert vom Gesetzgeber zielgerichtete Local-Content-Regeln. Dadurch könnte ein derzeit deutlich verzerrter Wettbewerb wieder gerechter werden. Geschäftsverlauf 2025: Weltwirtschaft bremst sektoralen Umsatz Die schwierige Lage in verschiedenen Fokusmärkten von Bosch wirkte sich auf die Umsatzentwicklung der Unternehmensbereiche aus. „Die schwache Dynamik der Weltwirtschaft bekam 2025 auch Bosch deutlich zu spüren“, sagte Markus Forschner , Geschäftsführer und Finanzchef der Robert Bosch GmbH. „Trotz erheblicher Unsicherheiten und Handelsbarrieren haben wir uns in den meisten Märkten behaupten können.“ Im Unternehmensbereich Mobility lagen die Erlöse von 56 Milliarden Euro mit 0,3 Prozent etwas über Vorjahr. Wechselkursbereinigt ist das ein Umsatzplus von 3,1 Prozent. Der Unternehmensbereich Industrial Technology erzielte Erlöse von 6,5 Milliarden Euro und konnte mit einem knappen Anstieg von 0,9 Prozent sein Umsatzniveau des Vorjahres trotz schwieriger Lage im Maschinenbau und Baugewerbe halten. Wechselkursbereinigt war das sogar ein Zuwachs von 3,2 Prozent. Im Unternehmensbereich Consumer Goods ging der Umsatz zwar um 1,9 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro zurück. Wechselkursbereinigt stieg dieser hingegen um 4 Prozent. Maßgeblich für die Entwicklung waren die anhaltende Kaufzurückhaltung bei Verbrauchern. Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erwirtschaftete einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro. Trotz verhaltener Baukonjunktur lag der Umsatz 12,3 Prozent über Vorjahr, wechselkursbedingt ein Plus von 15,3 Prozent. Der Zukauf im Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäft konnte den Verkauf des Produktgeschäfts im Geschäftsbereich Building Technologies überkompensieren. Geschäftsverlauf 2025: Deutliche Währungseffekte im regionalen Umsatz Auch die Umsatzentwicklung in den Regionen spiegelt die anspruchsvollen Rahmenbedingungen wider. „In allen unseren Weltregionen blieb die Lage angespannt“, erläuterte Forschner. „In Europa hat sich unser Geschäft erneut am schwächsten entwickelt, erfreulicher waren hingegen Amerika und Asien-Pazifik.“ In Europa verzeichnete der Umsatz mit 44,2 Milliarden Euro einen leichten Rückgang. Dieser lag nominal bei 0,6 Prozent. Wechselkursbereinigt ist das ein Zuwachs von 1,5 Prozent. In der Region Amerika stiegen die Erlöse um 3,6 Prozent und erreichten 18,5 Milliarden Euro. Das ist wechselkursbereinigt ein Zuwachs von 9,2 Prozent. In Asien-Pazifik lag der Umsatz bei 28,3 Milliarden Euro. Nominal ist das ein Plus von 1,2 Prozent, wechselkursbereinigt ein Anstieg von 5,6 Prozent. Mitarbeiterentwicklung 2025: Beschäftigtenanzahl sank um ein Prozent Zum Stichtag 31.12.2025 beschäftigte die Bosch-Gruppe mit weltweit rund 412 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa 5 400 (rund ein Prozent) weniger als im Vorjahr. Während mit dem Zukauf bei Home Comfort Beschäftigte hinzukamen, reduzierten der erforderliche Personalabbau und der Verkauf bei Building Technologies die Beschäftigtenzahl. Die Anzahl an Mitarbeitenden in Deutschland reduzierte sich am stärksten. Diese ging um circa 6 500 (knapp fünf Prozent) auf gut 123 100 Beschäftigte zurück. Ausblick 2026: Wettbewerbs- und Preisdruck steigt weiter Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Bosch keine Entspannung. Das Unternehmen geht derzeit für 2026 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,3 Prozent aus. „Vieles deutet auf eine leichte Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums hin“, erklärte Forschner. „Der Wettbewerbs- und Preisdruck dürfte nochmals zunehmen und die gestiegenen Zölle sich erstmals im vollen Umfang auswirken.“ Das Unternehmen rechnet mit deutlichen Fortschritten der eingeleiteten Maßnahmen zur Umsetzung seiner Strategie 2030. „Mit der Verbesserung unserer Kosten- und Wettbewerbssituation erwarten wir positive Auswirkungen auf die Rendite“, sagte der Finanzchef. „Bei gleichzeitig verhaltener Konjunktur und ungünstigem Umfeld werden wir unsere Zielrendite von sieben Prozent jedoch frühestens von 2027 an erreichen.“ Der Finanzchef betonte, dass die Arbeit an Ausgaben und Strukturen zwingend erforderlich sei, um Bosch im globalen Wettbewerb zu behaupten und weiter erhebliche Vorleistungen für Zukunftsfelder finanzieren zu können. Bosch lege damit eine bedeutende Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. 1 Gerundete Zahlen, ggf. Abweichungen zu späteren Kennzahlen des Konzernabschlusses.

CES 2026: Bosch gestaltet die Zukunft von Mobilität, Fertigung und Technik im Alltag

05.01.2026

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CES 2026: Bosch gestaltet die Zukunft von Mobilität, Fertigung und Technik im Alltag

Las Vegas, NV, USA – In einer Welt, die immer digitaler wird, ist Software der unsichtbare Motor des Fortschritts. Sie prägt die Art, wie wir kommunizieren, arbeiten, Geräte im Alltag nutzen oder Güter herstellen. Doch erst wenn sie nahtlos mit der physischen Welt der Hardware verschmilzt, entfaltet sie ihr volles Potenzial. Auf der diesjährigen CES® 2026 präsentiert Bosch, wie Software und Hardware im Zusammenspiel den Weg in eine intelligentere Zukunft ebnen. Mit unserer langjährigen Expertise in Hard- und Software überbrücken wir die Grenze zwischen dem Physischen und dem Digitalen. Durch die Integration von Hard- und Software schaffen wir intelligente Produkte und Lösungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen – also ‚Technik fürs Leben‘ sind,...sagt Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH, auf der Elektronikmesse in Las Vegas, USA. Bosch ist in beiden Welten gleichermaßen zu Hause – und wir haben uns die nötige Kompetenz dafür selbst aufgebaut. Das ist das Fundament unseres Erfolgs,...sagt Paul Thomas, Präsident von Bosch in Nordamerika. Bis Anfang der nächsten Dekade erwartet Bosch einen Umsatz mit Software und Services von mehr als sechs Milliarden Euro, davon vieles bereits auf Grundlage von künstlicher Intelligenz (KI). Rund zwei Drittel dieses Umsatzes sollen dabei auf den Geschäftsbereich Mobility entfallen. Der Umsatz mit Software, Sensorik, Hochleistungscomputern und Netzwerkkomponenten wird sich bis Mitte der 2030er Jahre voraussichtlich verdoppeln – auf dann deutlich mehr als zehn Milliarden Euro. Auch bei der Anwendung und Weiterentwicklung von KI macht Bosch weiter Tempo: Bis Ende 2027 will das Technologieunternehmen mehr als 2,5 Milliarden Euro in KI investieren. KI-Innovationen fürs Cockpit Wenn es um die Fahrzeuge der Zukunft geht, spielt KI eine entscheidende Rolle. Bosch nutzt KI bereits heute, um Sicherheit und Komfort hinter dem Steuer zu verbessern. Auf der CES ® 2026 in Las Vegas demonstriert Bosch beispielsweise das neue KI-basierte Cockpit. Hierbei handelt es sich um ein All-in-One-System, mit dem die Umgebung im Auto hochgradig personalisiert werden kann. Das Cockpit ist mit einem KI-Sprachmodell ausgestattet, das den Austausch wie mit einer realen Person ermöglicht. Darüber hinaus verfügt es über ein visuelles Sprachmodell, das sowohl das Geschehen innerhalb als auch außerhalb des Fahrzeugs interpretieren kann. Basierend darauf kann das System zum Beispiel bei der Ankunft am Zielort automatisch nach einem Parkplatz suchen oder etwa Besprechungsprotokolle für Online-Meetings erstellen. Gleichzeitig etabliert sich Bosch als führender Anbieter von By-Wire-Systemen, einer weiteren Schlüsseltechnologie für automatisiertes und softwaredefiniertes Fahren. Diese Systeme ersetzen mechanische Verbindungen bei Bremse und Lenkung durch elektrische Signalleitungen, was völlig neue Freiheiten bei Design, Sicherheit und Software-Steuerung ermöglicht. Mit Brake-by-Wire und Steer-by-Wire erwartet Bosch bis 2032 ein kumuliertes Umsatzvolumen von mehr als sieben Milliarden Euro. Die Marktdynamik dieser Schlüsseltechnologie wird sich in den 2030er Jahren immer weiter beschleunigen. Reiseübelkeit verringern – dank smarter Software von Bosch Die „Vehicle Motion Management“ genannte Steuerungs-Software von Bosch ermöglicht es, die Fahrzeugbewegung in allen sechs Freiheitsgraden zu regeln, indem sie Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk zentral ansteuert. Die einzelnen Aktuatoren lassen sich dadurch besser aufeinander abstimmen, effizienter nutzen und in Zukunft sogar auf die Bedürfnisse des Fahrers einstellen. Mit Vehicle Motion Management lassen sich beispielsweise Fahrzeug-Rollbewegungen in Kurven oder Nickbewegungen beim Anhalten im Stop-and-Go-Verkehr signifikant reduzieren, was etwa der Reiseübelkeit vorbeugt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren. Apropos: Mit dem neuen „Radar Gen 7 Premium“, der auf der CES in Las Vegas Weltpremiere feiert, präsentiert Bosch wegweisende Technologie in der Kombination aus Sensorik und KI. Der Radarsensor verbessert Fahrassistenzfunktionen wie etwa den Autobahnpiloten. Dank spezieller Antennenkonfiguration ermöglicht er höchste Winkelpräzision und eine sehr hohe Reichweite. So erkennt der Sensor beispielweise sehr kleine Objekte wie Paletten und Autoreifen auf über 200 Meter Entfernung. Dadurch kann er etwa verlorene Ladungen oder andere Verkehrsteilnehmer selbst in komplexen Verkehrssituationen präzise erkennen und so ein geeignetes Fahrmanöver auslösen. Auch E-Bikes werden dank Boschs Expertise in Hard- und Software sicherer denn je: Die „eBike Flow App“ erhält jetzt eine neue Funktion, die es Nutzern ermöglicht, ihr E-Bike oder die Batterie als gestohlen zu kennzeichnen. Das erschwert es Dieben, das E-Bike oder die Batterie weiterzuverkaufen, denn: Sobald Gebrauchtkäufer, Fachhändler oder Behörden versuchen, sich über die „eBike Flow App“ mit dem E-Bike zu verbinden, erhalten sie einen Warnhinweis. Unsichtbare Helden der Digitalisierung: MEMS-Sensoren Unabhängig davon, ob es sich um Hightech-Geräte im Auto, in der Industrie oder im Privatbereich handelt: Es sind superkleine Sensoren, die Innovationen ermöglichen. Bosch präsentiert auf der CES seine neueste KI-MEMS-Sensorplattform BMI5. Alle auf dieser Basis entwickelten Sensoren zeichnen sich durch hohe Präzision, Robustheit und Energieeffizienz aus. Zudem verfügen sie über integrierte KI-Funktionen, die Bewegungen, Positionen und sogar Kontexte erkennen können. Die neuen Bewegungssensoren kommen etwa bei Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen zum Einsatz. Sie verfolgen Kopfbewegungen präzise und nahezu ohne Verzögerung, sodass Benutzer in 3D-Umgebungen ganz natürlich interagieren können. Zudem helfen sie Robotern ihre Umgebung und Bewegungen mit hoher Genauigkeit zu erfassen – beispielsweise zeigen sie humanoiden Robotern, wie sie den richtigen Weg finden, selbst wenn das Kameraobjektiv durch einen Gegenstand verdeckt ist. Bosch kooperiert mit Microsoft bei „Manufacturing Co-Intelligence ® “ Auf der CES ® 2026 in Las Vegas hat Bosch nun die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Microsoft bekanntgegeben. Gemeinsam mit Microsoft wird Bosch sein „Manufacturing Co-Intelligence ® “-Angebot erweitern und dabei Potenziale prüfen, um durch den Einsatz von agentischer Künstlicher Intelligenz (KI) die Produktion zu revolutionieren. Die beiden Unternehmen werden in Las Vegas eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen. Agentische KI kann sehr große Datenmengen interpretieren, weitgehend autonom Entscheidungen treffen und Aufgaben ausführen, um Produktion, Wartung und Lieferketten zu optimieren. „Sie macht Fabrikprozesse intelligenter“, sagt Tanja Rückert. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das tiefe industrielle Wissen von Bosch im Bereich Produktion und Industriesoftware mit der führenden IT-Infrastruktur und Software-Expertise von Microsoft zu vereinen. Die beiden Unternehmen wollen es Kunden ermöglichen, bestehende Fertigungsprozesse mit KI-gestützten Lösungen skalierbar zu machen, damit Fabriken nicht nur effizienter werden, sondern Unternehmen auch ihre Mitarbeitenden entlasten können. So lassen sich beispielsweise durch die frühzeitige Erkennung von Abweichungen im Produktionsprozess Ausfallzeiten minimieren und Produktionskosten senken. Einer der ersten Kunden von Bosch für die „Manufacturing Co-Intelligence ® “ ist die Sick AG, ein weltweit führender Hersteller von Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen. Revolutionärer Schutz vor Fälschungen – aus der Hosentasche Ein weiteres CES-Highlight ist Boschs innovativer Ansatz im Kampf gegen Produktfälschungen. Mit Origify präsentiert Bosch eine smarte Lösung, die Produkte mit einer digitalen DNA versieht. Es handelt sich hierbei um ein Software-Ökosystem mit einer Kerntechnologie zur Oberflächenmuster-Erkennung, das die Echtheit physischer Güter überprüft. Anstatt auf zusätzliche Etiketten, Chips oder Codes zu setzen, analysiert Origify die einzigartigen, nicht kopierbaren physikalischen Merkmale der Oberfläche eines Produkts und weist ihm so eine fälschungssichere digitale Identität zu. Einmal im System registriert, kann die dazugehörige Detector-App eine schnelle und zuverlässige Verifizierung ermöglichen: Über einen Live-Videostream des Objekts lässt sich innerhalb von Sekunden feststellen, ob es sich um ein Original handelt – oder eine Fälschung. Bosch in den USA: Wachstum, Investitionen und starke Partnerschaften Die USA bleiben für Bosch ein wichtiger und strategischer Wachstumsmarkt. „Unsere Zusammenarbeit mit Microsoft ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir Wachstum, Investitionen und Kooperationen hier in den USA weiter vorantreiben – und das ist nur ein Beispiel von vielen“, sagt Paul Thomas. Neben der bereits erwähnten Zusammenarbeit mit Microsoft treibt Bosch zahlreiche weitere Initiativen im US-Markt voran. Dazu gehört auch eine Vereinbarung mit Kodiak AI, einem Vorreiter im Bereich des autonomen Fahrens für Lkw. Bosch und Kodiak AI arbeiten gemeinsam an fahrzeugunabhängigen, redundanten Plattformen für fahrerlose Lkw. Eine solche Plattform ist ein umfassendes System aus spezialisierter Hardware und Software, das in Standard-Lkw integriert wird, um ihnen autonome Fahrfähigkeiten zu verleihen. Bosch liefert dabei eine Vielzahl von Hardware-Komponenten – darunter Sensoren und Komponenten etwa für Lenkaktuatoren – für diese Plattformen. Zudem modernisiert Bosch derzeit seine Siliziumkarbid-Wafer-Fabrik in Roseville, Kalifornien. Das Ziel: Die Produktion dieser essenziellen Technologie für die Elektromobilität zu stärken. Bosch Tech Compass: KI als treibende Kraft der Zukunft Der Bosch Tech Compass, eine Umfrage bei insgesamt mehr als 11 000 Personen in weltweit sieben Länder, zeigt, dass die Mehrheit der Menschen KI als die einflussreichste und positivste Technologie der kommenden Jahre sieht. Eine Schlüssel-Erkenntnis ist die steigende Begeisterung für KI weltweit, wobei 70 Prozent der Befragten sie als entscheidend für die Zukunft betrachten. Begleitet wird diese positive Einstellung von einer gleichzeitig zunehmenden Fortschrittsmüdigkeit. Laut Bosch-Studie birgt KI trotz der großen Hoffnungen auch Sorgen vor negativen gesellschaftlichen Auswirkungen – keine andere Technologie wird gleichzeitig so stark als mögliche Bedrohung für die Gesellschaft gesehen. Allgemein wünschen sich 57 Prozent einen „Pause-Knopf“, um die Auswirkungen der technologischen Entwicklung besser zu verstehen.

Entscheidender Vorsprung dank Hardware und Software: Bosch überbrückt Grenzen zw ...

05.01.2026

Referat

Wirtschaft

Entscheidender Vorsprung dank Hardware und Software: Bosch überbrückt Grenzen zw ...

Dr. Tanja Rückert, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, und Paul Thomas, Präsident von Bosch in Nordamerika, auf der CES ® am 5. Januar 2026 Es gilt das gesprochene Wort.Tanja Rückert: Guten Morgen! Herzlich willkommen zur Bosch-Pressekonferenz auf der CES 2026. Paul Thomas: Auch von mir ein herzliches Willkommen. Wir freuen uns sehr, dass Sie hier sind – vielen Dank für Ihre Teilnahme, ob vor Ort oder online! Tanja Rückert: Ob Fahrzeugkomponenten, Industriemaschinen, Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte oder Mikrochips – dass Bosch ein breit aufgestelltes Unternehmen ist, ist kein Geheimnis. Doch unsere Kompetenz ist nicht nur breit, sie baut auch Brücken, wo viele andere scheitern: nämlich zwischen der physischen und der digitalen Welt. Die meisten Unternehmen fühlen sich entweder auf der einen oder auf der anderen Seite zu Hause. Nur selten bewegt sich ein Unternehmen in der Hardware-Welt ebenso sicher wie in der Welt der Software. Bosch ist eine solche Ausnahme. Wir sind in beiden Welten zuhause. Paul Thomas: Seit seinen Anfängen steht Bosch für innovative, hochwertige Hardware. Auch mit Beginn des digitalen Zeitalters haben wir getan, was wir immer tun, um bahnbrechende Lösungen mit maximalem Mehrwert auf den Markt zu bringen: Wir haben den Bedarf an künftigen Kompetenzen analysiert und diese intern aufgebaut. Tanja Rückert: Dank dieser Herangehensweise gehört Software seit Jahrzehnten zu unseren Kernkompetenzen. Sie hat es uns ermöglicht, uns in unseren vielfältigen hardwarebasierten Geschäftsfeldern früh als digitaler Vorreiter zu positionieren und die Entwicklung des sogenannten Internet der Dinge und der Industrie 4.0 maßgeblich mitzugestalten. Heute verhilft sie uns bei der Gestaltung der softwaregetriebenen Mobilität der Zukunft zu einer Schlüsselposition. Außerdem ist sie ein Wachstumstreiber über alle Bereiche hinweg: Bis zum Beginn des neuen Jahrzehnts wollen wir mit Software und Services einen Umsatz von über 6 Milliarden Euro erwirtschaften. Gleichzeitig hat sie uns an die Spitze der KI-Entwicklung geführt. Denn mit inzwischen über 2 000 angemeldeten KI-Patenten gehören wir zu den führenden Unternehmen Europas. Bis Ende 2027 werden wir insgesamt mehr als 2,5 Milliarden Euro in künstliche Intelligenz investieren. Bereits heute haben wir über 100 000 Beschäftigte im Umgang mit KI geschult – fast ein Viertel unserer gesamten Belegschaft. Vor allem aber ermöglicht uns die Kombination aus Hardware- und Softwarekompetenz, in beiden Bereichen Spitzenleistungen zu erbringen. Genau das macht am Ende den entscheidenden Unterschied. Unsere Hardware ist unserer Konkurrenz voraus, weil wir sie mit eigener Software und KI-Kompetenz gezielt weiterentwickeln können. Der Wettbewerbsvorteil unserer Software wiederum besteht darin, dass wir die Hardware, auf der sie läuft, in- und auswendig kennen. So entstehen innovative und intelligente Lösungen, die ihren Anwendern spürbaren Mehrwert bieten. Mit anderen Worten: Es handelt sich um Technologie, die den Mensch in den Mittelpunkt stellt. Aber kommen wir zu den Einzelheiten. Wie genau verschafft uns unsere Kompetenz an der Schnittstelle von Hard- und Software diesen Vorsprung? Paul Thomas: Vor allem versetzt uns diese Stärke in die Lage, unsere Lösungen mit bahnbrechenden Funktionen auszustatten und bislang einzigartige Fähigkeiten freizusetzen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist unsere smartphonebasierte Lösung Origify, die Sie an unserem Messestand live erleben können. Produktfälschungen sind ein massives und stetig zunehmendes Problem. Allein im vergangenen Jahr machten sie Schätzungen zufolge bis zu drei Prozent des weltweiten Handels aus, mit einem Marktvolumen in Billionenhöhe. Wir brauchen dringend wirksamere Mittel, um diesem Problem Einhalt zu gebieten. Mit Origify haben wir dafür einen wirklich innovativen Ansatz entwickelt. Vereinfacht gesagt, basiert er auf der Erkennung von Oberflächenmustern. Während andere Lösungen auf Add-ons wie Markierungen, Chips oder Codes setzen, nutzt Origify die einzigartigen physischen Eigenschaften eines Objekts, um eine fälschungssichere digitale Identität zu erzeugen. Sobald diese Identität in unserem System hinterlegt ist, kann unsere neue Erkennungs-App die Echtheit schnell und zuverlässig per Live-Videostream überprüfen. So wissen Sie innerhalb weniger Sekunden, ob ein Paar Sneaker, ein Autoteil oder sogar ein Gemälde echt ist. Diese revolutionäre Technologie hat das Potenzial, die Fälschungsindustrie in die Ecke zu treiben. Sie beruht auf unserem fundierten Fachwissen über die physische und digitale Welt. Tanja Rückert: Natürlich drehen sich die täglichen Herausforderungen vieler Menschen um praktischere Dinge: Wäschewaschen, Hausarbeit, Kochen. Im Haushalt setzen unsere Geräte seit Langem Maßstäbe in Sachen Qualität, Innovationskraft und Präzisionstechnik. Mithilfe von Software und künstlicher Intelligenz erschließen wir nun eine neue Dimension von Benutzerfreundlichkeit und Intelligenz. Denn wir sind fest davon überzeugt, dass Technologie dem Menschen dienen sollte – nicht umgekehrt. Sie soll den Alltag entlasten und dabei helfen, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen, unabhängig von den eigenen Vorkenntnissen. Zum Beispiel in der Küche… Und wir haben noch eine weitere Überraschung...Gastauftritt von Marcel Vigneron, Top Chef und Food Network Star Paul Thomas: Wir haben heute einen besonderen Gast bei uns. Begrüßen Sie mit uns Marcel Vigneron! Tanja Rückert: Marcel, wir freuen uns sehr, dass Sie heute hier sind. Aber ich muss gestehen: Bei all dem Reden übers Kochen bekomme ich langsam richtig Hunger. Vielleicht auch, weil ich heute nicht gefrühstückt habe… Marcel Vigneron: Tanja, keine Sorge, ich kenne mich da ein klein wenig aus. Ich kümmere mich um alles. Ich hoffe nur, ein kleines Steak zum Frühstück ist für Sie in Ordnung… Tanja Rückert: Ich habe ohnehin Jetlag, und in Deutschland ist jetzt Abendessenszeit. Klingt also wunderbar! Paul Thomas: Gegen ein Steak habe ich sowieso nie etwas einzuwenden! Marcel Vigneron: Zufälligerweise haben wir hier ein paar richtig saftige Ribeyes. Dann legen wir los. Wie mögen Sie Ihr Steak denn am liebsten? Tanja Rückert: Natürlich medium-rare! Paul Thomas: Klingt gut. Marcel Vigneron: Fantastisch. Ich werde Ihr Steak heute mithilfe einiger neuer Technologien zubereiten, die Sie eben im Video gesehen haben. Bei dieser hochmodernen Technik trifft generative KI auf außergewöhnliche Sensorik von Bosch. Paul Thomas: Das Ganze beruht auf einem Feature, das das Induktionskochfeld der Serie 800 bereits serienmäßig mitbringt: unsere AutoChef-Funktion. Marcel Vigneron: Ganz genau, Paul. AutoChef bildet hier die Grundlage. Die sensorbasierte Technologie überwacht die Temperatur der Pfanne permanent und passt sie automatisch für ein perfektes Ergebnis an. Und nun erhält AutoChef durch die neue Bosch Cook AI ein Upgrade. Die Funktion befindet sich noch in der finalen Testphase, aber ich kann Ihnen heute schon einen kleinen Vorgeschmack geben, wie sie funktioniert und wie nützlich sie für Hobbyköchinnen und -köche sein kann. Tanja Rückert: Wir freuen uns immer besonders, wenn KI den Alltag erleichtert. Können Sie uns erklären, wie das funktioniert? Marcel Vigneron: Natürlich, Tanja. Bosch Cook AI basiert auf generativer KI, kombiniert mit Technologien und Prozessen von Bosch in den Geräten selbst. Im Prinzip fotografieren Sie Ihre Zutaten und sagen dem System, welches Ergebnis Sie erzielen wollen, hier zum Beispiel den gewünschten Gargrad Ihres Steaks. Der Algorithmus berechnet dann die optimale Temperatur und Garzeit, kommuniziert direkt mit dem Kochfeld und gibt Ihnen präzise Anweisungen in Echtzeit. Glaskugel-Kochen gehört damit der Vergangenheit an. Außerdem misst dieser Bluetooth-Fleischsensor kontinuierlich die Kerntemperatur des Steaks. So führen Bosch Cook AI und AutoChef Sie gemeinsamen Schritt für Schritt zum perfekten Ergebnis. Ganz einfach. Paul Thomas: Das klingt großartig, aber mal ehrlich, ist das wirklich auch für einen Koch Ihres Kalibers sinnvoll? Marcel Vigneron: Ehrlich gesagt, Paul, bin ich ein großer Fan von Wissenschaft und Technologie. Ich beobachte begeistert, wie neue Innovationen meinen Berufsstand voranbringen können. Genau deshalb schätze ich Bosch so sehr. Ich bekomme hier einen Blick in eine Zukunft, die für uns alle in ein paar Jahren selbstverständlich sein wird. Sie machen diese Zukunft möglich, und es ist großartig, ein Teil davon zu sein. Letztendlich muss selbst ich manchmal einfach nur schnell etwas auf den Tisch bringen. Da ist ein kleines Helferlein Gold wert – vor allem, wenn mein Fünfjähriger mich im falschen Moment ablenkt… Tanja Rückert: Oh ja, das kenne ich nur zu gut. So etwas hätte ich mir gewünscht, als meine Kinder klein waren. Das hätte mir sicher einiges erspart. Marcel Vigneron: Absolut. Übrigens, wer diese Woche am Bosch-Stand vorbeischaut, kann mich und einige meiner Mitstreiter aus „Top Chef“ treffen: meinen Kollegen Bryan Voltaggio, ebenfalls Star des Food Network, und meine langjährige Freundin und Co-Moderatorin von „Next-Level Chef“ auf Fox, Nyesha Arrington. Ganz nach dem Motto „Battle in the Booth“ erwarten Sie dort unter anderem spannende Kochwettbewerbe. Wenn Sie Glück haben, bekommen Sie vielleicht sogar eine Kostprobe... Sieht so aus, als wäre es fertig. Mal sehen, wie es geworden ist. Tanja Rückert: Oh, das sieht perfekt aus. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies eine bahnbrechende Neuheit sein könnte, denn damit kann jeder ein tolles Gericht für Freunde und Familie zubereiten. Das nenne ich Technologie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Paul Thomas: Und genau das ist unser Ziel… Die nahtlose Funktionalität unserer Produkte mit ihren verbesserten digitalen Fähigkeiten soll Menschen unterstützen und ihnen neue Möglichkeiten eröffnen. Wie wir bei Bosch so schön sagen: „The more you Bosch, the more you feel like a Bosch!“ Marcel Vigneron: Oder in diesem Fall: „... cook like a Bosch!“ Tanja Rückert: > Ganz genau, vielen Dank, Marcel! Einen großen Applaus, bitte. Zunächst kombinieren wir unsere Software- und Hardwarekompetenz, um bahnbrechende Funktionen und einzigartige Fähigkeiten auf den Weg zu bringen. Außerdem nutzen wir unser Software-Know-how, um Hardware weiterzuentwickeln – was den bisherigen Ansatz völlig revolutioniert. Denn wer früher auf dem neuesten Stand sein wollte, musste sein altes Gerät gegen ein Neues austauschen. Heute hingegen kann Hardware mit den richtigen Fähigkeiten und der passenden Software auch lange nach dem Kauf weiter dazulernen und neue Funktionen hinzugewinnen. Dank umfassender Konnektivität lassen sich viele Geräte von Bosch heute per Over-the-Air-Updates mit neuen Features ausstatten. So haben wir kürzlich eine Reihe vernetzter Backöfen um Funktionen zum Frittieren und Sous-vide-Garen erweitert, die ursprünglich nicht enthalten waren. Und das ohne zusätzliche Kosten für die Käufer. Paul Thomas: Wir tragen jedoch nicht nur zur Weiterentwicklung unserer eigenen Hardware bei. Im Mobilitätssektor ermöglicht es unser Vehicle Motion Management bei vielen Fahrzeugen, auch lange nach dem Kauf beim Händler neue Features, Funktionen und Personalisierungsoptionen hinzuzufügen. Diese bahnbrechende, hardwareunabhängige Softwarelösung steuert und koordiniert unterschiedlichste Funktionen in Bremse, Lenkung, Antriebsstrang und Fahrwerk. Im Wesentlichen ermöglicht sie die Feinabstimmung all dieser Variablen per Tastendruck. Durch die Auswahl verschiedener Fahrmodi lassen sich die Fahrzeugeigenschaften intelligent an die individuellen Anforderungen oder die jeweilige Fahrsituation anpassen. Und auch das Vehicle Motion Management selbst entwickelt sich kontinuierlich weiter. So haben wir es kürzlich um Funktionen erweitert, mit denen sich die Fahrzeugbewegung in allen sechs Freiheitsgraden steuern lässt. Diese Funktion ist entweder als Bestandteil eines vorinstallierten Pakets oder per Over-the-Air-Update für entsprechend kompatible Fahrzeuge verfügbar und kann eine wesentliche Rolle bei der Reduzierung der Fahrzeugneigung in Kurven spielen. Das wiederum hilft, Reiseübelkeit spürbar zu verringern. Studien zeigen, dass davon bis zu einem Drittel der Erwachsenen betroffen ist und insbesondere Mitfahrende überdurchschnittlich darunter leiden. Da viele von uns in den selbstfahrenden Fahrzeugen der Zukunft vor allem Passagiere sein werden, hat diese Technologie das Potenzial, Hunderten Millionen Menschen weltweit mehr Fahrkomfort zu bieten und ein echtes Hindernis auf dem Weg zur autonomen Mobilität aus dem Weg zu räumen. Gar nicht schlecht für einen kleinen Algorithmus! Das zeigt ebenfalls eindrücklich, wie wir unseren Vorsprung an der Schnittstelle von Hardware und Software nutzen, um das Leben von Menschen konkret zu verbessern. Und damit komme ich zu Punkt 3. Dank unserer Kompetenz in beiden Domänen bieten wir grundsätzlich weit mehr als einzelne Komponenten oder isolierte Insellösungen. Über all unsere Geschäftsbereiche hinweg konzentrieren wir uns auf ganzheitliche Systeme, intelligente Plattformen und sogar komplette Ökosysteme. Wie Sie gleich sehen werden, bringt das unseren Kundinnen und Kunden eine Vielzahl von Vorteilen. Tanja Rückert: Besonders sichtbar und wertvoll wird unser Systemverständnis im Fahrzeugbereich. Sie haben sicher schon gehört, wie Software heute für mehr Intelligenz, Effizienz, Sicherheit und Individualisierung hinter dem Lenkrad sorgt. Das ist wirklich ein Paradigmenwechsel. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts werden weltweit voraussichtlich über 80 Prozent aller Neufahrzeuge softwaredefiniert sein. Der Marktwert liegt dabei bei über einer Billion US-Dollar. Bosch gestaltet diesen Wandel maßgeblich mit. Die Kombination aus unserer Softwarekompetenz und unserem tiefgehenden Know-how in allen Bereichen der Fahrzeugtechnik verschafft Automobilherstellern dabei einen erheblichen Vorteil. Konkret bedeutet das, dass wir ihnen individuell anpassbare, sofort einsetzbare Systeme mit minimalen Entwicklungszeiten und ohne die üblichen Kompatibilitätsprobleme bereitstellen. Die softwaregesteuerte Mobilität entwickeln wir von Grund auf federführend mit. Unser Projekt „Eclipse Safe Open Vehicle Core“, kurz S-CORE, treiben wir gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft ETAS voran. Ziel ist der Aufbau einer leistungsfähigen Middleware-Plattform auf Open-Source-Basis. Middleware ist gewissermaßen das zentrale Nervensystem softwaredefinierter Fahrzeuge. Sie vermittelt zwischen den hochkomplexen und vielfältigen Hardware- und Softwarekomponenten im Auto. In Zusammenarbeit mit internationalen Automobilherstellern wollen wir bestehende OEM-spezifische Lösungen hinter uns lassen und einen einheitlichen Standard etablieren, der allen offensteht. Das wird die Entwicklung beschleunigen, Kosten senken, die Sicherheit erhöhen und Innovationen branchenweit vorantreiben. So profitieren letztlich mehr Menschen von den Vorteilen softwaredefinierter Mobilität. Paul Thomas: Auch auf Lösungsebene zeigt sich unsere Systemkompetenz besonders deutlich. Hier zählen wir zu den Leitanbietern innovativer Hardware, etwa elektronischer By-Wire-Systeme, ebenso wie der Software, die deren Funktion und Zusammenspiel steuert. Schon bald werden wir eine echte Marktpremiere erleben: Dann bringen wir unser vollwertiges Brake-by-Wire-System in die Serienproduktion, und zwar gemeinsam mit einem der weltweit größten Automobilhersteller. By-Wire-Systeme bilden eine Schlüsseltechnologie für die selbstfahrenden und softwaredefinierten Fahrzeuge der Zukunft. Bosch etabliert sich hier rasant als bevorzugter Partner: Bis 2032 erwarten wir einen kumulierten weltweiten Umsatz von mehr als 7 Milliarden Euro mit unseren Steer-by-Wire- und Brake-by-Wire-Systemen. Beim Thema Fahrzeuge der Zukunft darf natürlich auch die KI nicht unerwähnt bleiben. Bei Bosch setzen wir KI bereits heute ein, um die Sicherheit und den Komfort im Fahrzeug zu erhöhen. Bis 2035 streben wir mit KI-basierten Lösungen für assistiertes und autonomes Fahren einen Umsatz von deutlich über 10 Milliarden Euro an. An unserem Messestand können Sie unser KI-gestütztes Cockpit live erleben. Ein echter Game Changer ist, dass es sehen und hören kann – dank zweier verschiedener Sprachmodelle. Das eine ist ein textbasiertes Large Language Model, über das Sie ganz natürlich mit Ihrem Fahrzeug sprechen können, als säße eine Person neben Ihnen. Das andere ist ein Vision Language Model, mit dem das Cockpit analysieren und verwerten kann, was es über Kameras und Sensoren inner- und außerhalb des Fahrzeugs erfasst. Die Kombination aus beiden eröffnet revolutionäre Möglichkeiten: Zum Beispiel kann das Fahrzeug bei der Ankunft automatisch nach einem Parkplatz suchen oder Protokolle für Onlinemeetings erstellen, an denen Sie während der Fahrt teilnehmen. Tanja Rückert: Sie sehen also: Unsere Fähigkeit, die physische und digitale Welt zu verbinden, bringt eine enorme Bandbreite an Funktionen, Möglichkeiten und Systemen hervor. Gleichzeitig macht sie uns zum bevorzugten Partner – etwa in der Industrie, wo wir sowohl als Nutzer als auch als Anbieter über jahrelange Erfahrung verfügen. Tatsächlich unterzeichnen wir hier auf der CES eine umfassende Absichtserklärung, um die Möglichkeiten einer Initiative auszuloten, die mithilfe agentengestützter KI den nächsten großen Sprung in der industriellen Produktivität ermöglichen könnte. Um Ihnen diese spannende Kooperation näher vorzustellen, bitte ich nun Dayan Rodriguez auf die Bühne, Corporate Vice President Manufacturing and Mobility bei Microsoft.Gastauftritt von Dayan Rodriguez, Corporate Vice President Manufacturing and Mobility bei Microsoft Dayan Rodriguez: Hallo Tanja, hallo Paul! Tanja Rückert: Hallo Dayan, schön, dass Sie bei uns sind! Erzählen Sie uns doch zum Einstieg ein wenig über das Projekt. Dayan Rodriguez: Sehr gern! Lassen Sie mich zunächst kurz den Kontext erläutern. Die Welt verändert sich, und mit ihr die Anforderungen an die Geschäftswelt im KI-Zeitalter. Unternehmen müssen immer neue Komplexitäten und rasante technologische Entwicklungen bewältigen. In unseren Fabriken ist es eine große Herausforderung, unterschiedliche Wertströme miteinander zu verbinden. Dafür brauchen wir neue Arbeitsweisen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Viele Werke arbeiten mit veralteten Systemen, weshalb hier gezielt und mit Bedacht vorgegangen werden muss. Gleichzeitig wächst das Datenvolumen an, was es zunehmend schwierig macht, daraus die richtigen Schlüsse und Entscheidungen zu ziehen. Genau hier setzen wir an. Gemeinsam wollen Bosch und Microsoft KI-Agenten nutzen, um Fabriken grundlegend zu transformieren. Diese leistungsstarke Technologie kann Daten auswerten und anschließend selbstständig Entscheidungen treffen und Aufgaben ausführen, um Produktion, Instandhaltung und Lieferketten zu optimieren. Man kann es sich wie eine zusätzliche Intelligenzebene in den Fertigungsprozessen vorstellen. Paul Thomas: Genau deshalb nennen wir diesen Ansatz „Manufacturing Co-Intelligence“. Unser tiefgreifendes Branchenwissen bildet die Basis dafür. Bosch bringt Fertigungsexpertise aus jahrzehntelanger Erfahrung sowie Lebenszyklusdaten von mehr als einer Milliarde Produkten und 700 Millionen digitalen Zwillingen aus unseren eigenen KI-gestützten Fabriken ein. Tanja Rückert: Stimmt. In Kombination mit der IT-Infrastruktur und Softwarekompetenz von Microsoft wollen wir ein offenes, skalierbares und sicheres Ökosystem mit echtem Mehrwert für unsere Kunden aufbauen. Dabei wollen wir Daten in ihrem Kontext verstehen und daraus Erkenntnisse für das „echte Leben“ ziehen. Das hilft Herstellern, sich weiterzuentwickeln und den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Wir wollen ihnen Werkzeuge an die Hand geben, um bessere Entscheidungen zu treffen und ihre Effizienz zu steigern – bei gleichzeitig höchster Qualität und Flexibilität. Ebenso möchten wir die Fertigung menschenzentrierter gestalten, nicht wahr? Dayan Rodriguez: Ja, im Mittelpunkt unserer Vision steht eine Fabrik, die Mitarbeitende unterstützt und entlastet. Das Ziel sind schlankere Lösungen. Heute ist es oft so, dass bei Störungen wie Maschinenausfällen in der Fertigungslinie alle verfügbaren Kräfte sofort ausrücken müssen. Instandhaltungsteams werden nachts, am Wochenende oder an Feiertagen gerufen, um Probleme zu beheben und die Produktion schnellstmöglich wieder zum Laufen zu bringen. Das ist stressig, und große Maschinen unter Zeitdruck zu reparieren, ist auch nicht ungefährlich. Wenn alle Prozesse durch agentengestützte KI überwacht werden, lassen sich schon kleinste Abweichungen erkennen und Lösungen implementieren, lange bevor es zu einem größeren Ausfall kommt. Das schafft ein sichereres, stressfreieres und zugleich produktiveres Arbeitsumfeld für alle. Paul Thomas: Und diese Produktivität zahlt sich natürlich auch finanziell aus. In unseren eigenen Betrieben und bei unseren Pilotkunden sind die Integrationskosten um bis zu 70 Prozent gesunken. Prädiktive Lösungen für Garantieansprüche ermöglichen zusätzlich Einsparungen von bis zu einem Drittel. Tanja Rückert: Unser agentengestützter Ansatz sorgt zudem für eine deutlich höhere Zuverlässigkeit auf semantischer Ebene. Dank integriertem Domänenwissen beantworten unsere KI-Agenten Fragen bis zu dreimal häufiger korrekt als isolierte KI-Systeme. Gleichzeitig sparen sie Zeit und reduzieren den manuellen Aufwand für Aufgaben wie Faktenrecherche, Datenkonsolidierung und Dokumentation um bis zu 50 Prozent. Dayan Rodriguez: Ja, die Wirkung ist wirklich durchgreifend. Durch unsere starke Kombination aus fundiertem Industriewissen und modernster Technologie wollen wir die Fertigungslandschaft und den Arbeitsalltag der Menschen verändern, die dort tätig sind. Gemeinsam gestalten wir eine neue Zukunft, in der Mensch und Maschine intelligent und kooperativ zusammenarbeiten. Nicht ohne Stolz sprechen wir bei dieser Vision von „Manufacturing Co-Intelligence“. Tanja Rückert: Ganz genau. Vielen Dank, Dayan. Ich bin gespannt, wohin uns unsere Zusammenarbeit führen wird! Dayan Rodriguez: Vielen Dank Ihnen beiden! Paul Thomas: Unsere Zusammenarbeit mit Microsoft ist nur eines von vielen tollen Beispielen dafür, wie wir Wachstum, Investitionen und Partnerschaften hier in den USA konsequent vorantreiben. Die USA zählen zu unseren wichtigsten Wachstumsmärkten. So hat Bosch kürzlich eine spannende Kooperationsvereinbarung mit Kodiak AI geschlossen. Kodiak AI ist ein dynamisches Unternehmen an der Spitze KI-gestützter autonomer Lkw-Technologien, das bereits Lastwagen ohne menschliche Besatzung im kommerziellen Betrieb einsetzt. Im Rahmen der Zusammenarbeit unterstützen wir die Entwicklung einer produktionsreifen redundanten Plattform, die die erforderliche Hardware, Firmware und Software bündelt, damit vollautonomes Lkw-Fahren großflächig realisiert werden kann. Zu dieser Plattform gehören Sensoren wie Kameras und Radargeräte, mit denen die Lkws ihre Umgebung erfassen, ebenso wie moderne Lenktechnologien für mehr Sicherheit in diesem wesentlichen Fahrzeugsegment. Diese Zusammenarbeit ist für uns eine Win-win-Situation: Sie bietet uns eine hervorragende Gelegenheit, unser Verständnis realer Anforderungen an selbstfahrende Fahrzeuge weiter zu vertiefen und gleichzeitig unser Portfolio für das gesamte Ökosystem der autonomen Mobilität gezielt auszubauen. Auch bei Investitionen sind wir voll auf Kurs, etwa bei unserem Siliziumkarbid-Halbleiterwerk im kalifornischen Roseville. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir bereits einen erheblichen Teil der geplanten Investitionen in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar getätigt und werden noch in diesem Jahr mit der Produktion beginnen. Die Herstellung von Siliziumkarbid-Chips in den USA ist ein zentraler Baustein unseres strategischen Plans, unser Halbleiterportfolio zu stärken und unsere Kunden vor Ort mit dieser Schlüsseltechnologie für die Zukunft von Energie und Mobilität – insbesondere Hybridfahrzeugen – zu versorgen. Und an alle Football-Fans: Ich hoffe, Sie haben unseren ersten Werbespot bei einem der größten Sportereignissen im letzten Jahr gesehen. Gemeinsam mit großartigen Partnern haben wir den USA gezeigt, wie Bosch-Produkte das Leben zum Besseren verändern können. Wenn Sie den Spot nicht kennen: kein Problem. Am 9. Februar sind wir wieder dabei mit einem weiteren Werbespot, der zeigt, was wir meinen, wenn wir sagen: „The more you Bosch, the more you feel like a Bosch.” Wir hoffen, Sie schalten ein! Tanja Rückert: Ganz toll! Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt. Innovation bei Bosch folgt seit jeher einem einfachen Ziel: das Leben mittels Technologie zu verbessern. Dabei stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns und nehmen seine sich wandelnden Bedürfnisse ernst. Doch Technologie, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, entsteht nicht im menschenleeren Raum. Daher ist der Dialog für uns so entscheidend. Genau deshalb führen wir seit fünf Jahren unsere jährliche Umfrage „Bosch Tech Compass“ in sieben Ländern weltweit durch. Hieraus wissen wir beispielsweise, dass viele Menschen des Fortschritts gewissermaßen müde sind. So würden 57 Prozent der Befragten bei der Technologieentwicklung gern einfach mal die Pausetaste drücken, bis die damit einhergehenden Folgen genauer bekannt sind. Andererseits fallen die Rückmeldungen zu KI so begeistert wie nie aus. Die Mehrheit der Befragten prognostiziert ihr einen größeren positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft als jeder anderen Technologie. Und damit nicht genug: Allgemein ist der Technologieoptimismus größer als seit Jahren. Weltweit sind heute 71 Prozent der Menschen der Meinung, dass technologischer Fortschritt die Welt zu einem besseren Ort macht. Bei Bosch teilen wir diese Einstellung natürlich aus vollster Überzeugung. Schließlich haben wir uns der Entwicklung von Technologien, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, verschrieben. Wir bauen Brücken zwischen Hard- und Software. So entsteht Technik, die Menschen hilft und neue Möglichkeiten eröffnet. Technik fürs Leben. Herzlichen Dank – und kommen Sie an unserem Stand vorbei! Paul Thomas: Vielen Dank an alle. Wir sehen uns an unserem Stand in der Haupthalle!