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Übernahme von Paladin Technologies: Bosch plant Ausbau seines Geschäfts mit Gebä ...

05.07.2023

Pressemeldung

Wirtschaft

Übernahme von Paladin Technologies: Bosch plant Ausbau seines Geschäfts mit Gebä ...

Stuttgart / Vancouver (Kanada) / Phoenix (USA) – Bosch plant die Übernahme von Paladin Technologies, Inc., eines führenden Anbieters von Sicherheitslösungen sowie Dienstleistungen im Bereich Systemintegration in Nordamerika mit Sitz in Vancouver, Kanada. Mit dem Zukauf ergänzt Bosch die 2015 erfolgte Übernahme von Climatec, LLC mit mehr als 1 000 Mitarbeitenden in den USA. Climatec ist Teil von Bosch Building Technologies und bietet Lösungen in den Bereichen Energieeffizienz, Gebäudeautomation sowie Sicherheit für den US-amerikanischen Markt an – einem der größten und am schnellsten wachsenden Märkte für den Bosch Geschäftsbereich Building Technologies. Paladin Technologies beschäftigt rund 1 500 Mitarbeitende an 35 Standorten in Kanada und den USA und rechnet für 2023 mit einem Umsatz von nahezu 400 Millionen US-Dollar.Am 4. Juli 2023 unterzeichneten Bosch und Paladin Technologies die entsprechenden Vereinbarungen zu der geplanten Übernahme. Zur Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. „Energieeffizienz und Sicherheitsanforderungen sind Wachstumstreiber für die Modernisierung von kommerziellen Gebäuden und haben entscheidend zum Wachstum unserer Tochtergesellschaft Climatec beigetragen, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt. Seit der Übernahme im Jahr 2015 konnte Climatec seinen Umsatz und die Anzahl seiner Mitarbeitenden deutlich steigern. Bosch möchte seinen Erfolg in der Region fortsetzen und einen Beitrag leisten, dass Gebäude umweltfreundlicher, intelligenter und sicherer werden“, sagt Christian Fischer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch und verantwortlich für die Unternehmensbereiche Energy and Building Technology und Consumer Goods. Bosch Building Technologies verzeichnet mit seinem Lösungs- und Serviceportfolio für energie- und kosteneffiziente gewerbliche Gebäude ein dynamisches Wachstum und gehört zum Bosch Unternehmensbereich Energy and Building Technology, der seinen Umsatz im Jahr 2022 um 17,4 Prozent steigerte. Energieeffizienz und Sicherheitsanforderungen sind Wachstumstreiber für die Modernisierung von kommerziellen Gebäuden und haben entscheidend zum Wachstum unserer Tochtergesellschaft Climatec beigetragen, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt. Seit der Übernahme im Jahr 2015 konnte Climatec seinen Umsatz und die Anzahl seiner Mitarbeitenden deutlich steigern. Bosch möchte seinen Erfolg in der Region fortsetzen und einen Beitrag leisten, dass Gebäude umweltfreundlicher, intelligenter und sicherer werden ...sagt Christian Fischer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch und verantwortlich für die Unternehmensbereiche Energy and Building Technology und Consumer Goods. Bosch Building Technologies baut sein Geschäft in Nordamerika aus „Die Übernahme von Paladin Technologies ermöglicht uns, unser Systemintegrationsgeschäft in Nordamerika durch den Eintritt in den kanadischen Markt und die Ausweitung der US-Aktivitäten deutlich auszubauen. Paladin Technologies und unser nordamerikanischer Systemintegrator Climatec haben spannende Möglichkeiten der Zusammenarbeit, um unseren Kunden umfassende Lösungen anzubieten – unterstützt durch unsere jeweiligen Marktpositionen, unsere starken Marken, die sehr erfahrenen Leadership Teams sowie das tiefe Branchenwissen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagt Thomas Quante, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Building Technologies. Mit Niederlassungen in Arizona, Texas, Nevada, Kalifornien, New York und New Jersey bietet Bosch Building Technologies in den USA Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudeautomation, Sicherheit sowie Energieeffizienz an. „Die langfristige Geschäftsausrichtung von Bosch mit einer mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte, bahnbrechenden Innovationen und seiner gesellschaftsrechtlichen Struktur als Stiftungsunternehmen habe ich schon immer bewundert. Auch das starke Wachstum von Bosch im Bereich Gebäudeservices in den USA ist beeindruckend. Wir freuen uns darauf, diese Erfolgsgeschichte im Zeichen von Innovation, Teamwork und Mitarbeiterentwicklung – Werte, die unsere beiden Unternehmen teilen – gemeinsam fortzuschreiben“, sagt Ted Reid, CEO von Paladin Technologies. Paladin Technologies gehört zur 1976 in Vancouver gegründeten Paladin Unternehmensgruppe und ist ein führender Anbieter von Sicherheitslösungen und Dienstleistungen im Bereich Systemintegration. Das Unternehmen bedient den kanadischen Markt mit über 18 Niederlassungen und ist in den USA mit 17 Niederlassungen in New York, Texas, Kalifornien, dem Südwesten, dem Pazifischen Nordwesten und dem Mittleren Westen vertreten. Zu seinem Portfolio gehören neben Videosicherheit, Zutrittskontrolle und Einbruchmeldung auch Netzwerkinfrastruktur-, Überwachungs- und modernste audiovisuelle Lösungen. Paladin Technologies wird auch weiterhin maßgeschneiderte Gebäudelösungen anbieten, die auf den besten verfügbaren Technologien ihrer Produktpartner basieren. „Ich freue mich, mit Ted und dem Team von Paladin Technologies zusammenzuarbeiten und unsere Dienstleistungen auf ganz Nordamerika auszuweiten. Schon bei unserem ersten Treffen war klar, dass unsere Unternehmen eine gemeinsame Kultur verbindet, die Kunden und Mitarbeitende in den Mittelpunkt stellt und die sich der Bereitstellung sicherer und effizienter Gebäudelösungen verschrieben hat“, erklärt Mauro Lima Vaz, Senior Vice President des Bosch Integrationsgeschäfts in Nordamerika und CEO von Climatec. Die Portfolios der beiden Unternehmen ergänzen sich perfekt Mit seiner Marktpräsenz in Kanada und in wichtigen Ballungsgebieten der USA ist Paladin Technologies eine ideale Ergänzung für das Systemintegrationsgeschäft von Bosch. So ist Paladin Technologies beispielsweise für den Entwurf und die Installation von Sicherheitssystemen für das Royal Columbian Hospital verantwortlich, eines von nur zwei Traumazentren in der Provinz, die den Aufenthalt der Patienten und die Abläufe des Krankenhausbetriebs verbessern. Darüber hinaus schützt Paladin Technologies die Anlagen von Cargill, einem internationalen Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Lebensmittel, Landwirtschaft, Finanzen und Industrie. Paladin Technologies betreut Cargill in mehreren Provinzen und Bundesstaaten. Mit Climatec realisiert Bosch hoch innovative Projekte für den nordamerikanischen Markt. Ein Beispiel hierfür ist The Spiral, ein Bürohochhaus-Wolkenkratzer der Luxusklasse in New York City, welchen Climatec mit einem fortschrittlichen Gebäudeautomationssystem ausgestattet hat – ein intelligentes, umweltfreundliches Gebäude, das seinen Nutzern ein Höchstmaß an Lebensqualität bietet. Ein weiteres Beispiel ist die Stadt Ontario in Kalifornien, in der Climatec umfangreiche Gebäudemodernisierungen vorgenommen und Systeme für erneuerbare Energien implementiert hat. Die Stadtverwaltung erzielt dadurch Einsparungen in Millionenhöhe bei den Versorgungs- und Betriebskosten.

Stationäre Brennstoffzelle: Bosch will 2024 mit Serienfertigung starten

06.12.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Stationäre Brennstoffzelle: Bosch will 2024 mit Serienfertigung starten

Stuttgart, Deutschland / Horsham, Großbritannien – Bosch macht Ernst bei der stationären Brennstoffzelle. 2024 will das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit der Serienfertigung dezentraler Kraftwerke auf Basis der Festoxidbrennstoffzellen-Technologie beginnen und hat dazu eine vertiefende Zusammenarbeit mit Ceres Power vereinbart. Beide Unternehmen wollen nach erfolgreicher Musterbauphase nun zunächst die Vorindustrialisierung der stationären Brennstoffzelle vorantreiben. Bosch strebt dabei eine Fertigungskapazität von SOFC-Anlagen von rund 200 Megawatt Leistung pro Jahr an. Damit kann der Stromverbrauch von rund 400 000 Vier-Personen-Haushalten in Stadtquartieren gedeckt werden. Das Unternehmen wird in die geplante Serienfertigung einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Die Produktion soll an den Standorten Bamberg, Wernau und Homburg angesiedelt werden, die Entwicklung in Stuttgart-Feuerbach und Renningen. Bosch positioniert sich damit als System-Anbieter für stationäre Brennstoffzellen mit eigener Wertschöpfung im Bereich Zelle und Stack. Die SOFC-Technologie soll unter anderem in Form kleiner dezentraler, vernetzbarer Kraftwerke in Städten, Fabriken, Gewerbe und Handel, Rechenzentren und im Bereich Elektroladeinfrastruktur zum Einsatz kommen. Der Markt für die dezentrale Energieproduktion wird nach Schätzungen von Bosch bis 2030 ein Volumen von 20 Milliarden Euro erreichen. Insgesamt arbeiten heute über 250 Bosch-Mitarbeiter an diesem Zukunftsthema – 150 mehr als vor einem Jahr. „Wir sehen die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle als einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Dafür bündeln wir die Kompetenzen von Bosch über mehrere Geschäftsbereiche hinweg“, sagt Dr. Christian Fischer, der für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology verantwortliche Geschäftsführer. „Mit stationären Brennstoffzellensystemen baut Bosch ein neues Geschäftsfeld auf, in dem Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Service aus einer Hand kommen“, so Fischer weiter. „Gemeinsam mit unserem Partner Ceres Power gehen wir nun den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einer Serienfertigung.“ Wir sehen die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle als einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Dafür bündeln wir die Kompetenzen von Bosch über mehrere Geschäftsbereiche hinweg...Dr. Christian Fischer, Geschäftsführer Energy and Building Technology Bosch vertieft Partnerschaft mit Ceres Power Seit August 2018 kooperiert Bosch erfolgreich mit Ceres Power bei der Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellen-Stacks. Bereits im Herbst 2019 startete Bosch eine Musterbaufertigung in Deutschland und beteiligte sich im Januar 2020 mit rund 18 Prozent an dem britischen Unternehmen. Nun wurde die Zusammenarbeit auf die Phasen bis zur Serienfertigung 2024 ausgebaut. Die Verträge legen die weitere Technologienutzung durch Bosch vom Kooperationspartner Ceres Power fest. „Wir sind stolz darauf, diesen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit unserem wichtigen Partner Bosch erreicht zu haben. Die Kombination aus innovativer Ceres-Technologie und dem Fertigungs-Know-how von Bosch hat zukunftsweisende stationäre Brennstoffzellensysteme möglich gemacht. Diese werden zur Lösung der globalen Herausforderungen bei der Energiewende beitragen“, sagt Phil Caldwell, CEO von Ceres Power. „Wir freuen uns darauf, unsere enge Zusammenarbeit mit Bosch fortzusetzen.“ SOFC-Anlagen sind bereits jetzt wasserstofffähig Ceres Power ist führend in der Entwicklung von innovativen Festoxid-Brennstoffzellen und Zellstapeln (Stacks). Bosch besitzt eine umfassende Technologielizenz von Ceres Power und stellt Brennstoffzellen sowie Stacks in Eigenfertigung seit 2019 her. Pilotanlagen auf Basis der Festoxid-Brennstoffzelle werden bereits an verschiedenen Bosch-Standorten erfolgreich erprobt. Die SOFC-Anlagen können heute mit umweltfreundlichem Biogas oder Erdgas betrieben werden – und sind bereits jetzt wasserstofffähig für das Energiesystem von morgen. Für Städte und Ballungszentren mit hohem Energiebedarf können SOFC-Anlagen die Energieversorgung nachhaltig sicherstellen – und das ohne Stickoxid-, Partikel- oder CO2-Emissionen. Dabei ist die Festoxid-Brennstoffzelle mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 85 Prozent jedem anderen Energiewandler deutlich überlegen. Dr. Wilfried Kölscheid, verantwortlich für stationäre Brennstoffzellen bei Bosch, erläutert: „Je nach Energiebedarf lassen sich zukünftig beliebig viele Anlagen mit gleicher Leistung zusammenschalten. Über diese Vernetzung der Geräte lassen sich virtuelle Kraftwerke darstellen, die gemeinsam eine bedarfsgerechte Energieversorgung am Ort des Verbrauchs ermöglichen.“

Klimaneutralität: Bosch baut Versorgung mit regenerativen Energien aus

05.08.2020

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Wirtschaft

Klimaneutralität: Bosch baut Versorgung mit regenerativen Energien aus

Stuttgart – Erneuerbare Energien sind eine der zentralen Stellschrauben auf dem Weg zur Klimaneutralität. Bosch baut deshalb die Eigenstromerzeugung an seinen Standorten aus und wird langfristiger Abnehmer von regenerativem Strom aus neu errichteten Wind-und Solarparks. Dazu schließt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen drei exklusive Langzeitverträge für Photovoltaikstrom mit den Anbietern RWE, Statkraft und Vattenfall ab. Trotz der aktuell herausfordernden Situation aufgrund der Corona-Pandemie verfolgt Bosch damit weiterhin konsequent seine ehrgeizigen Klimaschutzpläne: „Der Klimawandel macht keine Pause – und wir auch nicht. Wir werden unser anspruchsvolles Ziel realisieren, bis Ende des Jahres keinen CO₂-Fußabdruck mehr zu hinterlassen“, sagte Volkmar Denner, CEO der Bosch-Gruppe. Alle 400 Bosch-Standorte weltweit werden dann klimaneutral sein – die deutschen Standorte sind es bereits seit Ende 2019. „Unsere Anstrengungen für die Energiewende werden auch nach 2020 fortgesetzt. Die Investition in regenerative Energien ist ein wichtiger Beleg dafür“, fügte Denner hinzu und erklärte, dass Klimaschutz zwar koste, Nichtstun jedoch teurer wäre – zumal die Investitionen in Energieeffizienz auch zu Kosteneinsparungen führen. Der Klimawandel macht keine Pause – und wir auch nicht. Wir werden unser anspruchsvolles Ziel realisieren, bis Ende des Jahres keinen CO₂-Fußabdruck mehr zu hinterlassen....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Bosch verbessert ökologische Qualität der CO₂-Neutralstellung weiter Um die CO₂-Neutralität zu ermöglichen, investiert Bosch neben der regenerativen Energieversorgung vor allem in die Energieeffizienz der eigenen Standorte . Das Unternehmen will bis 2030 die ökologische Qualität der CO₂-Neutralstellung durch die Steigerung dieser beiden Maßnahmen weiter sukzessive verbessern. Als kurzfristige wirksame Hebel kauft Bosch zudem Ökostrom aus bestehenden Anlagen zu und kompensiert unvermeidbaren CO₂-Ausstoß durch ausgewählte Klimaschutzmaßnahmen in vollem Umfang. „Der Anteil der CO₂-Kompensationen wird 2020 deutlich niedriger sein als geplant. Wir kommen damit bei der weiteren Verbesserung der Qualität unserer Maßnahmen schneller voran als erwartet“, sagte Denner. Den Anteil an regenerativen Energien am Verbrauch will Bosch noch deutlich steigern. Die drei neuen Langzeitverträge für Photovoltaikstrom zahlen auf die Erreichung dieses Vorhabens ein und treiben die Energiewende voran. Insgesamt hat Bosch 2019 weltweit rund 1,94 Millionen Tonnen CO₂ ausgestoßen (Scope 1+2) – bereits rund ein Drittel weniger als im Jahr zuvor. 100 000 Megawattstunden aus neuen Photovoltaik-Parks Aus neu errichteten Anlagen beliefern die Vertragspartner RWE, Statkraft und Vattenfall Bosch jeweils exklusiv. Der Strom aus den subventionsfreien Photovoltaik-Parks der drei Anbieter wird durch das öffentliche Stromnetz zu Bosch-Standorten in Deutschland transportiert und dort verbraucht. Insgesamt wird dies ab 2021 einen jährlichen Umfang von mehr als 100 000 Megawattstunden umfassen – das entspricht dem Jahresstromverbrauch von bis zu 30 000 privaten Haushalten oder 70 Prozent des Stromverbrauchs des Bosch-Standortes Feuerbach. Bei optimalen Photovoltaik-Bedingungen reicht die maximale Erzeugungsleistung aus, um zumindest stundenweise den gesamten Strombedarf der Werke Feuerbach, Homburg und Bamberg gleichzeitig zu decken. Die Langzeitverträge lösen einen Teil des Ökostrombezugs von Bosch aus bestehenden regenerativen Anlagen ab und haben eine Dauer zwischen zwölf und 16 Jahren. Mit der Belieferung durch Statkraft wurde bereits im Mai begonnen. Die Bosch-Gruppe strebt solche Langzeitverträge auch über Deutschland hinaus an. In Mexiko deckt das Unternehmen beispielsweise mit „New Clean Power“ schon jetzt bis zu 80 Prozent seines Strombedarfs. Viele der dortigen Bosch Standorte erhalten Strom aus einem neu errichteten Windpark des Energiekonzerns Enel, der rund 105 000 Megawattstunden pro Jahr produziert. Die Kooperation mit Enel wurde für 15 Jahre abgeschlossen. Unsere Anstrengungen für die Energiewende werden auch nach 2020 fortgesetzt. Die Investition in regenerative Energien ist ein wichtiger Beleg dafür....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Solar bis Wasserstoff: Energiebedarf mit Eigenstromerzeugung decken Neben der exklusiven Abnahme von erneuerbaren Energiequellen erhöht Bosch auch die Eigenstromversorgung: Aus knapp 50 Photovoltaikanlagen an den eigenen Standorten gewinnt das Unternehmen derzeit rund 60 000 Megawattstunden pro Jahr. Am Bosch-Standort Nashik in Indien ist die größte Anlage dieser Art in der indischen Automobilindustrie entstanden. Insgesamt soll das Erzeugungsvolumen der regenerativen Eigenversorgung bis 2030 auf 400 000 Megawattstunden wachsen. Eine Photovoltaik-Anlage im thailändischen Bosch-Werk Hemaraj mit einer jährlichen Stromerzeugung von 1 300 Megawattstunden soll 2020 fertiggestellt werden. Bosch betreibt außerdem Projekte zur Energieerzeugung im Bereich Wasserkraft und Biomasse. Auch neue Ansätze wie Wärme und Strom aus Wasserstoff sind Teil der Energieversorgung. So wurde im vergangenen Jahr an den Standorten Homburg und Bamberg der Prototyp einer von Bosch entwickelten stationären Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle deckt nun Bedarfsspitzen an elektrischer Energie ab. In Salzgitter arbeitet Bosch gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und weiteren ansässigen Unternehmen daran, ein von der Stadt und dem Land Niedersachsen gefördertes Zentrum für Wasserstoff zu errichten, den sogenannten Wasserstoff-Campus. Am Bosch-Trainingszentrum in Wernau wurde Ende Juni eine Brennstoffzellen-Pilotanlage auf SOFC-Basis (Solid Oxide Fuel Cell oder Festoxid-Brennstoffzelle) in Betrieb genommen. Ein Leuchtturmprojekt entsteht in Thüringen: Das Bosch-Werk in Eisenach will bis 2022 den Strombedarf über Eigenstromversorgung durch Photovoltaikanlagen und den Exklusivbezug von Strom aus Windkraft decken sowie durch ein ausgeklügeltes Energiemanagement basierend auf künstlicher Intelligenz minimieren.

Bosch stärkt strategische Kooperation und erhöht seinen Anteil am Brennstoffzell ...

22.01.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch stärkt strategische Kooperation und erhöht seinen Anteil am Brennstoffzell ...

Stuttgart, Deutschland / Horsham, Großbritannien – Bosch hat heute, am 22. Januar 2020, seinen Anteil an Ceres Power von 3,9 Prozent auf rund 18 Prozent erhöht. Zur Erhöhung des Anteils zeichnet Bosch neue Aktien von Ceres Power und erwirbt weitere Anteile bestehender Aktionäre. Insgesamt investiert Bosch rund 90 Millionen Euro. Um die strategische Investition zu untermauern und die Partnerschaft zu stärken, erhält Bosch im Rahmen der Transaktion das Recht zur Berufung eines Mitglieds in den Aufsichtsrat von Ceres Power.Seit der Unterzeichnung einer strategischen Vereinbarung im August 2018 kooperiert Bosch erfolgreich mit Ceres Power bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Stacks für stationäre Anwendungen. Dadurch konnte Bosch im Herbst 2019 in Deutschland mit einer Kleinserienfertigung erster Brennstoffzellensysteme beginnen. Die Anteilserhöhung soll die Kooperation im Hinblick auf eine mögliche industrielle Großserienfertigung der Ceres SteelCell® für vielfältige Anwendungen stärken. So soll die Technologie unter anderem in Form kleiner dezentraler Kraftwerke in Städten, Fabriken, Rechenzentren und beim Betreiben von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC) ist für Bosch ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit und Flexibilität von Energiesystemen....Dr. Christian Fischer, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung „Die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC) ist für Bosch ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit und Flexibilität von Energiesystemen“, sagt Dr. Christian Fischer, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung mit Verantwortung für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology. „Gemeinsam mit unserem Entwicklungspartner Ceres Power hat Bosch in der Entwicklung von Brennstoffzellen-Stacks für stationäre Anwendungen große Fortschritte gemacht. Mit dieser weiteren Investition in Ceres Power wollen wir unsere erfolgreiche Kooperation ausbauen.“ „Wir begrüßen die erneute Investition von Bosch in die Weiterentwicklung unserer Technologie, zumal wir bei der Eindämmung des Klimawandels und dem Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems für die Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wollen. Durch die Verbindung der einzigartigen SteelCell®-Technologie von Ceres Power mit den Bosch-Kompetenzen in Technologie, Fertigung und Lieferketten-Management haben wir eine erfolgreiche Partnerschaft geschaffen. Die erneute Investition ermöglicht uns, die Dynamik der vergangenen Jahre fortzusetzen, um das Geschäft weiter zu industrialisieren und auf neue Anwendungen auszuweiten“, sagt Phil Caldwell, CEO von Ceres Power. Ceres Power ist einer der führenden Akteure in der Entwicklung der Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) der nächsten Generation. Strategisch will das Unternehmen die Technologie durch lizenzierte Volumenfertigung mit Partnern industrialisieren und sie für die vernetzte und dezentrale Energieerzeugung einsetzen. Der Vorstand von Ceres Power ist überzeugt, dass die Ausweitung des Anwendungsgebiets der Technologie von Ceres Power durch die gestärkte Zusammenarbeit mit Bosch in Zukunft einen erheblichen Wertzuwachs für Aktionäre bedeutet. Beide Seiten verstehen die Transaktion als deutliches Bekenntnis zu ihrer Partnerschaft.

CES 2019: Bosch baut Position als führendes IoT-Unternehmen aus

07.01.2019

Pressemeldung

Smart Home

CES 2019: Bosch baut Position als führendes IoT-Unternehmen aus

Las Vegas – Das Internet der Dinge (IoT) verändert zunehmend die Welt. Welche Möglichkeiten es bereits heute bietet, zeigt Bosch auf der CES 2019 in Las Vegas. Vom Shuttle-Konzeptfahrzeug, das eine neue Art der Mobilität erlebbar macht, über vernetzte Kühlschränke, die Tipps zur Aufbewahrung von Lebensmitteln geben, bis hin zu intelligenten Rasenmähern, die individuell lernen – so vielfältig sind die Lösungen, die das Unternehmen auf der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik präsentiert. „Bosch hat frühzeitig die enormen Chancen des IoT erkannt. Seit mehr als zehn Jahren gestalten wir die vernetzte Welt aktiv mit“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung. „Heute sind wir ein führendes IoT-Unternehmen. Sukzessive haben wir unsere Software- und IT-Kompetenz weiter ausgebaut.“ Bereits mehr als 270 IoT-Projekte aus Bereichen wie Mobilität, Smart Home, Smart Cities oder Landwirtschaft hat das Unternehmen über die eigene IoT Cloud realisiert. Die Zahl der Sensoren und Geräte, die über die Bosch IoT Suite vernetzt sind, ist gegenüber dem Vorjahr um nahezu 40 Prozent auf 8,5 Millionen gestiegen.Ein Schlüssel für weiteres Wachstum und neue Geschäftsmöglichkeiten im Internet der Dinge ist die künstliche Intelligenz (KI). Bosch treibt die Entwicklung auch in diesem Bereich entscheidend voran. „Wir können das Potenzial des IoT am besten entfalten, wenn wir beides – IoT und KI – miteinander kombinieren und gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Heyn. Es bestehe eine gegenseitige Wechselwirkung: „Das IoT braucht Intelligenz. Die Erhebung von Daten mithilfe von vernetzten Dingen kann die Entwicklung von KI entscheidend vorantreiben“, so Heyn. „Erst durch KI werden vernetzte Dinge intelligent und lernen, Schlüsse zu ziehen. Unser Ansatz dient vor allem konkreten Verbesserungen im realen Alltag – etwa mehr Zeit, Sicherheit, Effizienz oder Komfort.“ Als ein Beispiel nennt Heyn die videobasierte Branderkennung: Sicherheitskameras nutzen hier die intelligente Bildanalyse und können so Brände innerhalb weniger Sekunden erkennen – noch bevor Hitze oder Rauch den Sensor des Systems erreichen. Der Brand wird wesentlich früher erkannt als bei herkömmlichen Feuer- oder Rauchmeldesystemen – das spart wertvolle Minuten, die Leben retten können.Ein weiterer Schlüssel auf dem Weg zum Erfolg im IoT-Zeitalter sind Partnerschaften. Hier setzt Bosch auf traditionelle aber auch auf neue Player. Aus der kürzlich vereinbarten Kooperation mit dem kanadischen Plattformanbieter Mojio ist bereits das erste integrierte IoT-Angebot für vernetzte Fahrzeuge entstanden: Ein spezieller Bosch-Algorithmus erkennt bei einem Unfall präzise Zeit, Ort und Schwere des Unfalls. Über die Cloud von Mojio gelangen die Daten direkt ohne Zeitverzug zum Bosch-Notrufservice. Dieser fordert automatisch die entsprechenden lokalen Einsatzkräfte an. Über die Mojio-App oder per SMS geht zeitgleich eine Nachricht an einen zuvor definierten SOS-Verteiler. „Gemeinsam mit Mojio vernetzen wir Fahrzeuge direkt mit der Cloud. Einsatzkräfte sind so bei einem Unfall noch schneller vor Ort als bisher“, sagt Mike Mansuetti, Präsident von Bosch Nordamerika. Die IoT-Notfalllösung wird ab Mitte des Jahres in Nordamerika und Europa für nahezu eine Million Autofahrer verfügbar sein. IoT unterwegs: Bosch präsentiert vernetzte Mobilität der Zukunft Mit einem eigenen Shuttle-Konzeptfahrzeug feiert Bosch auf der CES Weltpremiere. Das Unternehmen demonstriert so seine Lösungen zur Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung von Fahrzeugen und macht eine neue Art der Mobilität erlebbar: Fahrerlose Shuttles, die bald das Straßenbild in den Metropolen der Welt prägen werden. „Dies zahlt auf unsere Vision einer möglichst emissionsfreien, unfallfreien und stressfreien Mobilität ein“, so Heyn. Bosch liefert für die Shuttle-Mobilität neben Komponenten und Systemen auch ein Komplettangebot an Mobilitätsdiensten wie etwa Buchungs-, Sharing- und Vernetzungsplattformen oder Parkplatz- und Ladeservices. Denn vernetzte Dienstleistungen wie diese sind nach Einschätzung von Bosch wesentliche Voraussetzung für die Shuttle-Mobilität der Zukunft. Auch das prognostizierte Marktvolumen ist hoch: Im Jahr 2017 lag es bei 47 Milliarden Euro, im Jahr 2022 soll es bereits 140 Milliarden Euro betragen (Quelle: PwC). Von diesem Potenzial will auch Bosch profitieren und strebt mit seinen Lösungen ein deutlich zweistelliges Wachstum an. Heyn ist überzeugt: „Ohne digitale Services von Bosch wird in Zukunft kein Fahrzeug mehr unterwegs sein. Wir bündeln sie in einem intelligenten und nahtlos vernetzten Ecosystem.“Eine der letzten Hürden für die Umsetzung der Shuttle-Mobilität ist die Automatisierung von Fahrzeugen im komplexen urbanen Umfeld. Hier setzt Bosch auf einen partnerschaftlichen Ansatz: Die US-Stadt San José im Silicon Valley soll im Laufe der zweiten Jahreshälfte Pilotstadt für die Erprobung des vollautomatisierten und fahrerlosen Mitfahrservices von Bosch und Daimler werden. Dazu haben die drei Partner eine Absichtserklärung unterzeichnet. Mit ihrer Entwicklungskooperation wollen Bosch und Daimler den Verkehrsfluss in Städten verbessern, die Sicherheit auf der Straße erhöhen und einen wichtigen Baustein für den Verkehr der Zukunft liefern. Ziel ist die Entwicklung eines Fahrsystems für vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren (SAE Level 4/5), das bis Anfang der kommenden Dekade serienreif sein soll. IoT zu Hause: Vernetzte Geräte unterstützen Besitzer spürbar Nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause sind vernetzte Produkte und Lösungen gefragt, die ihren Nutzer entlasten. „Wir arbeiten am vernetzten Zuhause – an Geräten, die selbständig mitdenken und verstehen, was Nutzer wollen“, so Heyn. Das Unternehmen präsentiert auf der CES beispielsweise eine neue Funktion für vernetzte Kühlschränke: die Lebensmittelerkennung mit Aufbewahrungsempfehlung. Dabei erkennt die Innenraumkamera automatisch rund 60 verschiedene Obst- und Gemüsesorten und gibt per App Hinweise zum idealen Lagerort. Das Resultat: Lebensmittel werden optimal aufbewahrt, bleiben länger frisch und müssen seltener entsorgt werden. Ebenfalls neu ist der Projektor PAI: Er kann eine virtuelle Bedienschnittstelle auf die Küchenarbeitsplatte projizieren. Ein integrierter 3D-Sensor erfasst die Berührungen und ermöglicht damit die Taststeuerung der Bedienfläche. Nutzer können so während des Kochens oder Backens komfortabel online Rezepte heraussuchen oder übers Internet telefonieren. PAI ist dabei deutlich robuster als ein Smartphone oder Tablet und speziell für die Küchenumgebung ausgelegt. So lässt sich die Projektion auch mit verunreinigten Fingern einwandfrei bedienen. PAI soll im Februar 2019 erstmals in China und später auch in den USA auf den Markt kommen. Bosch stellt auf der CES zudem seinen neuen vernetzten Roboter-Mäher Indego S+ vor. Als einer der ersten Roboter-Mäher im Markt kann er per Amazon Alexa sprachgesteuert werden. Als einziger Roboter-Mäher kann er zudem anhand einer Wettervorhersage aus dem Internet automatisch den besten Zeitpunkt für den nächsten Rasenschnitt ermitteln. Bosch verbessert mithilfe von KI beim Roboter-Mäher auch die Erkennung von Hindernissen auf dem Rasen. Dabei werden sensorbasierte Daten wie Motorströme, Beschleunigung, Drehzahl und Ausrichtung ausgewertet. „Wir nutzen KI, um das Rasenmähen noch einfacher und komfortabler zu machen. Unsere Vision ist es, dass künftig jeder Indego individuell lernt und sich so optimal dem Garten anpasst“, sagt Heyn. IoT #LikeABosch: Bosch startet digitale IoT-Imagekampagne Auf der CES 2019 feiert auch die neue IoT-Imagekampagne von Bosch Weltpremiere. Kern der Maßnahmen ist ein Hip-Hop-Musikvideo, in dem der Alltagsheld genau weiß, wo es im Internet der Dinge langgeht. „Like A Bosch“ ist eine Kampagne mit bisher ungewohnter Herangehensweise und Tonalität für das 1886 gegründete Unternehmen.Die Werbemaßnahme nutzt eine bestehende Online-Bewegung – das Internetphänomen „Like A Boss“. Im Netz finden sich unzählige „Like A Boss“-Kurzfilme mit Klickzahlen im zweistelligen Millionenbereich. Jedes Video zeigt Sequenzen von und mit Alltagshelden, die kuriose Stunts fabrizieren oder heikle Situationen mit technischem Geschick lösen. In der IoT-Imagekampagne wird dieses Internetphänomen kurzerhand zu „Like a Bosch“. Held im Werbevideo ist ein junger Mann, der im Alltag jederzeit Herr der Lage bleibt – dank vernetzter Lösungen von Bosch. Mit dem Smartphone steuert er cool, smart und souverän sein Auto, seinen Rasenmäher oder seine Kaffeemaschine – „wie ein Bosch“ eben.