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Le Mans: Bosch und Maserati definieren die wasserstoffbetriebene Zukunft des Ren ...

28.05.2026

Pressemeldung

Mobility

Le Mans: Bosch und Maserati definieren die wasserstoffbetriebene Zukunft des Ren ...

Abstatt – Das Engagement von Bosch Motorsport bei den 24 Stunden von Le Mans steht auch in diesem Jahr wieder im Zeichen der Nachhaltigkeit. Die Demonstration von langstreckentauglichen alternativen Motorsportantrieben von Bosch Motorsport geht mit dem optimierten Wasserstoffmotor auf Basis des Nettuno-Benzinmotors von Maserati in die nächste Phase. „Um eine Vision wie den Wasserstoff-Rennwagen Realität werden zu lassen, braucht man ein starkes Team. Unsere strategische Partnerschaft mit Ligier Automotive ist das Fundament, auf dem wir das Fahrzeug entwickeln und testen. Gleichzeitig bot unsere Zusammenarbeit mit Maserati eine erstklassige Basis für den Motor. Diese Bündelung von Know-how ist unser Schlüssel, um nachhaltige Leistung schneller auf die Straße zu bringen“, sagt Ingo Mauel, Leiter Bosch Motorsport.Innovative Ingenieurskunst für Hypercar-Leistung Das von Bosch Engineering entwickelte Wasserstoffaggregat basiert grundlegend auf dem Maserati Nettuno, einem 3,0-Liter-Sechszylinder-Benzinmotor mit Biturbo-Aufladung und Trockensumpfschmierung. Für die Umrüstung auf Wasserstoffbetrieb wurden Kernkomponenten wie Zylinderkopf und Turbolader aus der ursprünglichen Konstruktion beibehalten. Innerhalb des Basismotors wurde lediglich eine wesentliche Änderung an den Kolben vorgenommen, die in ihrer Form optimiert und zur Senkung des Verdichtungsverhältnisses angepasst wurden, um bei hohen Drehzahlen noch mehr Leistung und Performance zu erzielen. Die Modifikationen umfassen unter anderem das Einspritzsystem, das Zündsystem und das Motorsteuergerät. Anstelle der kombinierten Direkt- und Saugrohreinspritzung kommt in der aktuellen Version eine moderne Wasserstoff-Direkteinspritzung mit HIDI-LCV-Injektoren von Bosch zum Einsatz. Dadurch kann der 3,0-Liter-Wasserstoffmotor in dieser Motorsportanwendung rund 480 Kilowatt leisten und ein Drehmoment von 880 Newtonmetern liefern. Davide Danesin, Leiter der Maserati-Entwicklung, sagt: „Nettuno ist ein hochmoderner Motor, der weiterhin Robustheit, Effizienz und Vielseitigkeit beweist. Aus diesem Grund hat er sich dank seiner inhärenten Festigkeit, die es ihm ermöglicht, sehr hohen Zylinderdrücken standzuhalten, als besonders gut für die Umrüstung auf Wasserstoff erwiesen.“ Starke Partnerschaft bringt Innovation auf die Rennstrecke Um das Potenzial eines Rennwagens mit Wasserstoffmotor greifbar zu machen, ist Bosch Engineering 2021 eine strategische Partnerschaft mit Ligier Automotive eingegangen. Das Ergebnis ist die Entwicklung des wasserstoffbetriebenen Rennwagen-Prototyps Ligier JS2 RH2. Das Fahrzeug wurde erstmals im Juni 2023 bei den 24 Stunden von Le Mans vorgestellt. In den seitdem durchgeführten Tests haben Fahrzeug und Motor ihre Robustheit über fast 8.000 Testkilometer auf der Rennstrecke unter verschiedenen Wetterbedingungen ohne technische Probleme bewiesen. Kontinuierliche Optimierungen haben zur Weiterentwicklung des Wasserstoffkonzepts geführt; so wurden beispielsweise Drehmoment und Leistung des Antriebs gesteigert und gleichzeitig die Emissionen weiter reduziert. „Das Projekt Ligier JS2 RH2 veranschaulicht perfekt, was erreicht werden kann, wenn drei komplementäre Fachgebiete zusammenkommen. Unsere Zusammenarbeit mit Bosch Engineering und Maserati ermöglicht es uns, das volle Potenzial von Wasserstoff im Motorsport zu erforschen und dabei Leistung mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Es spiegelt auch ein bedeutungsvolles Kapitel unserer Geschichte wider – der ursprüngliche Ligier JS2, angetrieben von einem V6 3,0l Maserati-Motor, siegte 1974 bei der Tour Auto. Heute inspiriert uns dieses Erbe, nach vorne zu blicken. Gemeinsam entwickeln wir nicht nur einen Rennwagen-Demonstrator, sondern öffnen auch die Tür für zukünftige Anwendungen, wie zum Beispiel ein dekarbonisiertes Track-Day-Auto, das Maserati-Motorentechnologie und Bosch-Wasserstoffsysteme integriert“, sagt Jacques Nicolet, Präsident von Ligier Automotive. Wie in den Vorjahren wird der Ligier JS2 RH2 mit seinem Wasserstoffmotor am Samstag, den 13. Juni 2026, eine Demorunde auf der Rennstrecke von Le Mans absolvieren und während der gesamten Rennwoche im H2 Village ausgestellt sein. Weitere Informationen: https://www.bosch-engineering.com/de/stories/ligier/ https://www.youtube.com/watch?v=UbLfgPRiG9M

Bosch und Mitsubishi Corporation: Joint Venture startet erstes Kundenprojekt in China

26.05.2026

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Bosch und Mitsubishi Corporation: Joint Venture startet erstes Kundenprojekt in China

Stuttgart/Tokio/Chizhou – Das von Bosch und Mitsubishi Corporation gegründete Gemeinschaftsunternehmen „Bosch MC Battery Service Innovations GmbH“ hat den ersten Kunden für seine innovative „Battery-as-a-Service“-Lösung (BaaS) gewonnen. Dieser Meilenstein wurde jetzt mit der Eröffnung eines Energy Service Hub im chinesischen Chizhou gefeiert. Die von Shanghai Lingzhou Technology Co. Ltd. betriebene Anlage ist die erste, in der die Technologie des Joint Ventures zum Einsatz kommt.An dieser Station können Batterien von Elektro-Lkw in wenigen Minuten gewechselt oder geladen werden. Der Ladeprozess wird mithilfe künstlicher Intelligenz optimiert und mit einem zusätzlichen Serviceangebot ergänzt. Mit der maßgeschneiderten Ladelösung lassen sich die Fahrzeuge und ihre Batterien besser überwachen und ihr Wert erhalten. Aktuell nutzen bereits mehr als 100 Lkw täglich die Anlage. Elektro-Lkw sind in China im Kommen: Fast 30 Prozent aller im Jahr 2025 verkauften Lastkraftwagen waren bereits sogenannte New Energy Vehicle (NEV). Bosch erwartet sogar, dass 2030 über die Hälfte aller neu zugelassenen Lkw rein elektrisch fahren werden. China gilt als Vorreiter im Wandel des Schwerlastverkehrs. Bosch MC Battery Service Innovations erleichtert Flottenelektrifizierung Das Angebot des Gemeinschaftsunternehmens greift eine zentrale Herausforderung für Betreiber von Elektrofahrzeugflotten auf: Die im Laufe der Zeit je nach Nutzung und Ladeverhalten nachlassende Batteriekapazität erschwert eine genaue Planung der Wertentwicklung sowohl des Fahrzeugs als auch seiner Energiequelle. Mit seiner „Battery in the Cloud“-Lösung bietet Bosch die technische Grundlage für entsprechende Dienste. Die Software berechnet den genauen Gesundheitszustand (State of Health) der Antriebsbatterie, prognostiziert dessen Verlauf und hilft bei der Optimierung des Ladevorgangs. „Mit diesem Service schaffen Bosch und Mitsubishi Corporation einen echten Mehrwert für Flotten“, sagt Thomas Pauer, Bereichsvorstand von Bosch Power Solutions. „Auch wenn der Gesundheitszustand durch Alterung und viele Ladezyklen nachlässt, behalten Flottenbetreiber mit unserer Lösung den Batteriezustand ihrer Fahrzeuge immer im Blick – ein entscheidendes Kriterium für die Alltagstauglichkeit und die Gesamtbetriebskosten einer Flotte.“ „Unser Service trifft den Nerv der Zeit: Wir unterstützen batterieelektrische Fahrzeuge im Flottengeschäft“, sagt Qian Yang, Geschäftsführer der lokalen Tochtergesellschaft in China. „Der ganzheitliche Ansatz beschleunigt die Elektrifizierung von Flotten und optimiert den gesamten Batterielebenszyklus – für unsere Kunden ist das gebündelte Know-how von Mitsubishi und Bosch die perfekte Kombination.“ Mit den gesammelten Ladedaten können darüber hinaus Aftermarket-Dienstleistungen wie vernetzte Versicherungen, Fahrzeug- und Batteriewartung sowie Service verbessert werden. Bosch und Mitsubishi arbeiten seit 2019 gemeinsam an diesem Thema. Ein erster Testlauf der Dienstleistungen verlief bereits erfolgreich.

Wachstumsmarkt Elektromobilität: Bosch gewinnt Großauftrag von Mercedes-Benz

19.05.2026

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Elektrifizierte Mobilität

Wachstumsmarkt Elektromobilität: Bosch gewinnt Großauftrag von Mercedes-Benz

Stuttgart – Die Elektrifizierung der Mobilität gewinnt weiter an Dynamik – gemeinsam mit seinen Kunden gestaltet Bosch diesen Wandel aktiv mit. Das Unternehmen hat kürzlich einen neuen Großauftrag von Mercedes-Benz erhalten und soll bis in die 2030er Jahre ein großes Volumen an E-Motoren für die nächste Generation elektrischer Antriebe des Premiumherstellers liefern. „Der neue Auftrag bekräftigt unsere langjährige Partnerschaft mit Mercedes-Benz und zeigt, dass wir unsere Kompetenzen auch in technologisch anspruchsvollen Projekten erfolgreich einbringen“, sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Der Auftrag knüpft an ein erfolgreiches Jahr 2025 an, in dem Bosch global mehr als 70 Kundenprojekte akquirieren konnte. Aktuell beliefert das Unternehmen mehr als 50 Automobilhersteller aus aller Welt mit Technik und Lösungen für die Elektromobilität. Auch wenn sich die Märkte je nach Weltregion unterschiedlich schnell entwickeln und der Preis- und Wettbewerbsdruck hoch bleibt, machen die Aufträge deutlich: Bosch ist auch in der Elektromobilität auf Kurs. Wir überzeugen Kunden mit unserer Kernkompetenz, komplexe Technik in hohen Stückzahlen mit signifikanten Skaleneffekten weltweit entwickeln und fertigen zu können. Wir liefern Lösungen für das elektrische Fahren in alle Märkte der Welt...sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Bosch erreicht mit seinen E-Motoren einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistungsdichte. Ein Schlüsselfaktor dafür ist die neue Wicklungstechnologie. Zusätzlich sind die E-Motoren von Bosch mit der innovativen Rotor-Ölkühlung ausgestattet, welche die Wärme optimal abführt. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt in der skalierbaren Plattformarchitektur: Der Elektromotor kann je nach geforderter Leistung in seiner Länge variiert werden und lässt sich ohne großen Aufwand in unterschiedliche Achsvarianten einsetzen. So können Kunden den Antrieb flexibel und kosteneffizient in verschiedene Fahrzeugmodelle integrieren. Die Kombination aus hoher Effizienz, innovativer Kühlung, optimierter Wickeltechnologie und skalierbarer Plattformarchitektur führt zu einer besonders kompakten Bauweise, die Gewicht, Bauraum und letztlich die Systemkosten reduziert. Bosch ist wichtiger Technologiepartner für zahlreiche Hersteller weltweit Für 2026 plant das Unternehmen, mehr als sieben Millionen Komponenten für das elektrische Fahren zu produzieren. Weltweit laufen derzeit rund sieben Elektromotoren von Bosch pro Minute vom Band. Neben Premiumherstellern wie Mercedes-Benz arbeitet Bosch im Bereich der Elektromobilität auch mit einer Vielzahl weiterer international tätiger Automobilhersteller zusammen. In Indien etwa sollen im Rahmen eines Joint Ventures mit TataAutocomp Systems eAchsen für den indischen Markt entwickelt, industrialisiert und gefertigt werden. Auch auf dem derzeit weltweit größten Fahrzeugmarkt China nimmt Bosch als Technologiepartner eine führende Rolle ein. „Wir arbeiten mit fast allen chinesischen, aber auch mit zahlreichen in China tätigen, internationalen Automobilherstellern zusammen“, sagt Marco Zehe, Vorsitzender des Bosch Geschäftsbereichs Electrified Motion. Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt produziert Bosch für eine Vielzahl der dort ansässigen Autobauer und liefert an mehr als 30 Kunden Lösungen für das elektrische Fahren. Von Siliziumkarbid-Chips bis hin zu kompletten Antriebslösungen – Bosch deckt weltweit das gesamte Spektrum der Elektromobilität ab. Über die eAchse hinaus bietet das Unternehmen mittlerweile auch sogenannte X-in-1-Lösungen an, in denen mehrere Komponenten wie E-Motor, Leistungselektronik, Getriebe und Energiemanagement zu hochintegrierten Systemen gebündelt werden. Diese sind kompakter, leichter, weniger komplex und bieten klare Kostenvorteile für Kunden.

„Road Hazard Service“: Gefahrenmeldung von Bosch in Fahrzeugen der BMW Group

07.05.2026

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„Road Hazard Service“: Gefahrenmeldung von Bosch in Fahrzeugen der BMW Group

Stuttgart/München – Der Weg ist das Ziel. Damit Autofahrer diesen noch unbeschwerter genießen können, hebt Bosch mit dem „Road Hazard Service“ die Sicherheit auf ein neues Niveau. Der cloudbasierte Dienst warnt durch kontinuierlich aktualisierte Daten aus verschiedenen Quellen schnell vor potenziellen Gefahren auf der Fahrtstrecke, wie etwa plötzlich auftretendem Nebel oder Glatteis, und ist bereits millionenfach in verschiedenen Autos und Nutzfahrzeugen weltweit im Einsatz. Auch Fahrzeuge der BMW Group nutzen den Bosch-Service. Bosch plant, den Dienst in den kommenden Jahren schrittweise in weiteren Fahrzeugen des Premiumherstellers auszurollen. Der ‚Road Hazard Service‘ von Bosch erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr und steigert gleichzeitig den Fahrkomfort. Unser cloudbasierter Dienst ist ein spürbarer Zugewinn für unsere Kunden, weil er Fahrer und Fahrerinnen, sei es in Pkw oder Lkw, vorausschauend vor Gefahren auf der Strecke informiert und so kritische Situationen abwenden kann..., sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility. Bosch-Service bereits millionenfach bewährt Der „Road Hazard Service“ von Bosch feierte im Juni 2024 Premiere und ging bei einem europäischen Fahrzeughersteller live. Ein halbes Jahr später integrierte erstmals auch ein großer Nutzfahrzeughersteller den Dienst, den Bosch seither sukzessive weiter ausrollt. Die Software-Lösung auf Cloud-Basis ist mittlerweile in Millionen von Fahrzeugen in Europa und in den USA verfügbar. Seit März 2026 ist der Dienst auch in der Fahrzeugflotte der BMW Group vorhanden. Zu den Fahrzeugmodellen, die den „Road Hazard Service“ einsetzen, zählen beispielsweise BMW iX1 und iX2, BMW iX3 und BMW X3 sowie verschiedene Mini-Modelle. Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal der Bosch-Technologie: Fahrzeughersteller können die Empfindlichkeit, ab wann das System eine Warnung auslöst, exakt nach ihren Wünschen und der eigenen Markenphilosophie einrichten. Dazu gehören Hinweise zu Unfällen oder zu liegen gebliebenen Fahrzeugen wie etwa in Baustellenbereichen. Der Dienst warnt darüber hinaus beispielsweise auch vor starkem Regen, der Aquaplaning hervorrufen kann, vor heftigem Schneefall und starkem Wind. Zusätzlich bietet Bosch als einziger Anbieter eine cloudbasierte Geisterfahrerwarnung, die beispielsweise ein europäischer Volumenhersteller verwendet. Fahrzeughersteller haben die Wahl: Sie können die Falschfahrerwarnung entweder im Paket des „Road Hazard Service“ oder als einzelne Funktion buchen. Diese Technologie warnt den Fahrer entscheidende Sekunden früher, oft lange bevor der Falschfahrer überhaupt in Sichtweite ist. Die Warnung vor Falschfahrern erfolgt entweder direkt über das Display im Cockpit oder über das Smartphone, sollte der Fahrer noch kein Fahrzeug mit integrierter Falschfahrerwarnung besitzen. Die Funktion kann in zahlreichen Smartphone-Applikationen der Bosch-Partner genutzt werden. Einfach eine der Partner-Apps herunterladen, die Funktion aktivieren und den Bosch-Service nutzen. Insgesamt wurden bereits mehr als 100 Millionen App-Downloads erzielt. Hohe Zuverlässigkeit dank intelligentem Daten-Mix Die hohe Zuverlässigkeit des „Road Hazard Service“ basiert auf einem intelligenten Fusionskonzept. Bosch kombiniert dafür anonymisierte Echtzeit-Daten aus einer weltweiten Flotte von Millionen vernetzter Fahrzeuge mit Informationen von Drittanbietern wie Wetterdiensten oder Straßenbetreibern. Aus dieser Vielfalt an Quellen entsteht ein hochpräzises und aktuelles Lagebild der Straßenverhältnisse, das die Grundlage für verlässliche Warnungen bildet. Zudem können auch Fahrerassistenzsysteme wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) und der Notbremsassistent die vorausschauenden Gefahrenmeldungen einbeziehen, um noch präziser und sicherer zu agieren. In der Praxis analysiert und kombiniert ein Algorithmus permanent die eingehenden Fahrzeugdaten, wie etwa Regeleingriffe des ESP (DSC) oder die Aktivität der Scheibenwischer. Stellt das System beispielsweise fest, dass in einer Region viele Fahrzeuge den Scheibenwischer auf höchster Stufe nutzen und Wetterdaten starken Regen melden, ermittelt es die Gefahr von Aquaplaning. Betroffene Fahrer erhalten daraufhin eine frühzeitige Warnung und können ihre Geschwindigkeit rechtzeitig anpassen. Die Qualität der Vorhersagen wird kontinuierlich durch eine eigene, mit Spezialsensorik ausgestattete Testflotte validiert. Zusätzlich dienen externe Quellen wie Webcams entlang der Straßen zur Verifizierung der ausgegebenen Warnmeldungen. Neu im Bosch-Angebot für noch mehr Sicherheit und Komfort auf jeder Fahrt: Die „Connected Speed-Limits“ kennen immer das aktuell gültige Tempolimit und zeigen es dem Fahrer direkt im Fahrzeug an. Dank intelligenter Vernetzung erkennt der Dienst sogar dynamische Begrenzungen, wie sie bei Baustellen, Nässe oder je nach Tageszeit gelten.

Effizienzsprung bei Halbleitern: Bosch führt dritte SiC-Chip-Generation ein

22.04.2026

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Effizienzsprung bei Halbleitern: Bosch führt dritte SiC-Chip-Generation ein

Stuttgart – Halbleiter aus Siliziumkarbid (SiC) sind der Schlüssel, um Elektroautos effizienter zu machen und ihre Reichweite zu erhöhen. Bosch treibt die Entwicklung nun entscheidend voran: Das Unternehmen hat mit der Einführung von Siliziumkarbid-Chips der dritten Generation begonnen und beliefert weltweit agierende Automobilhersteller mit Mustern. Heißt: Immer mehr E-Fahrzeuge werden künftig mit modernsten SiC-Chips der dritten Generation von Bosch ausgestattet sein. „Siliziumkarbid-Halbleiter sind die zentralen Taktgeber der Elektromobilität. Sie steuern den Energiefluss und machen ihn so effizient wie möglich. Mit unserer neuen SiC-Chip-Generation bauen wir unsere Technologieführerschaft in diesem Feld konsequent aus und helfen unseren Kunden, noch leistungsfähigere und effizientere Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen“, sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Bosch Mobility. Unsere Ambition ist klar: Wir wollen eine weltweit führende Position unter den Herstellern von SiC-Chips einnehmen,...sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Bosch Mobility Damit positioniert sich Bosch in einem stark wachsenden Zukunftsmarkt. Analysen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Yole Intelligence* prognostizieren, dass der globale Markt für SiC-Leistungshalbleiter von 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf rund 9,2 Milliarden US-Dollar bis 2029 ansteigen wird, angetrieben vor allem durch die Elektromobilität. Milliarden-Investitionen in globales Fertigungsnetzwerk Siliziumkarbid-Halbleiter schalten deutlich schneller und effizienter als herkömmliche Silizium-Chips. Sie reduzieren Energieverluste und ermöglichen eine höhere Leistungsdichte in der Elektronik. Die neue Halbleiter-Generation von Bosch bringt dabei nicht nur einen technologischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Vorteil. „Unsere neue Chip-Generation liefert eine um 20 Prozent höhere Performance und ist dabei gleichzeitig deutlich kleiner als die Vorgängergeneration“, führt Heyn aus. „Diese Miniaturisierung ist der Schlüssel zu mehr Kosteneffizienz, da wir deutlich mehr Chips pro Wafer produzieren können. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag, Hochleistungselektronik breiter verfügbar zu machen.“ Seit dem Start der ersten Generation im Jahr 2021 hat Bosch weltweit bereits mehr als 60 Millionen SiC-Chips ausgeliefert. Bosch hat in den vergangenen Jahren seine Entwicklungsarbeit für SiC-Chips vorangetrieben und gleichzeitig seine Fertigungs- und Reinraumkapazitäten erhöht. Das Unternehmen hat im Rahmen der europäischen IPCEI-Förderprogramme (Important Projects of Common European Interest) für Mikroelektronik und Kommunikationstechnologie rund drei Milliarden Euro in Halbleiter investiert. Entwicklung und Produktion der dritten Generation SiC-Chips finden im Halbleiter-Werk in Reutlingen auf modernen 200-Millimeter-Wafern statt. Im September 2023 hat Bosch ein zweites Werk für die SiC-Chip-Fertigung in Roseville, Kalifornien (USA), übernommen und rüstet es derzeit mit modernsten, hochkomplexen Produktionsanlagen aus. In das US-Werk investiert das Unternehmen zusätzlich rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Erste SiC-Chips sollen hier noch im laufenden Jahr gefertigt und ausgeliefert werden – zunächst als Muster für Erprobungen bei Kunden. „Künftig werden die innovativen SiC-Halbleiter aus zwei Bosch-Werken in Deutschland und den USA geliefert“, sagt Markus Heyn. Dies sorge insbesondere für robustere und resilientere Lieferketten in der stark wachsenden Elektrifizierung der Automobilindustrie. Mittelfristig will Bosch die Fertigungskapazität von SiC-Leistungshalbleitern auf eine Stückzahl im mittleren dreistelligen Millionenbereich erhöhen. Einzigartiger „Bosch-Prozess“ als Schlüssel zum Erfolg Um die Chips kleiner und gleichzeitig leistungsfähiger zu machen, nutzt Bosch ein einzigartiges Fertigungs-Know-how. Das Unternehmen adaptierte seinen seit 1994 bekannten und branchenweit als „Bosch-Prozess“ etablierten Ätzprozess. Ursprünglich für Sensoren entwickelt, ermöglicht dieses Verfahren die Herstellung hochpräziser vertikaler Strukturen im Siliziumkarbid. Diese Bauweise steigert die Leistungsdichte der Chips erheblich – ein entscheidender Faktor für die überlegene Performance der dritten Generation. *Power SiC 2024 report, Yole Intelligence, 2024

Elektromobilität: Bosch und Tata AutoComp Systems Limited kündigen Joint Venture an

23.03.2026

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Elektromobilität: Bosch und Tata AutoComp Systems Limited kündigen Joint Venture an

Stuttgart / Bengaluru – Das Technologieunternehmen Bosch und Indiens führender Automobilkomponentenhersteller Tata AutoComp Systems Limited haben heute Pläne für die Gründung eines Joint Venture bekanntgegeben. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll die Stärken beider Konzerne vereinen, um Wachstumschancen im indischen Markt für Elektromobilität zu erschließen. Bosch und Tata AutoComp Systems Limited sollen zu gleichen Teilen am Joint Venture beteiligt sein. Die Unternehmensgründung steht noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen; nach Zustimmung der Kartellbehörden soll es bis Mitte 2026 seinen Betrieb aufnehmen. Indiens dynamische Entwicklung hin zur Elektromobilität ist beeindruckend und passt sehr gut zur strategischen Ausrichtung von Bosch Mobility. Denn für uns ist die Elektromobilität ein zentrales Zukunftsfeld, wir investieren konsequent in die gesamte Wertschöpfungskette – von Halbleitern bis hin zu kompletten Achsantrieben,...sagt Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility. „Die geplante Partnerschaft mit Tata AutoComp Systems Limited ist ein entscheidender Schritt, bei dem wir unsere globale Technologieführerschaft mit starker lokaler Expertise bündeln wollen. Unser Ziel ist es, die Transformation zur Elektromobilität für unsere Kunden in Indien gemeinsam zu beschleunigen.“ Elektromobilität mit rasantem Wachstum in Indien „Wir bei Bosch sind fest davon überzeugt, dass batterieelektrische Technologien der entscheidende Weg sind, um niedrige Emissionen bei Pkw und ausgewählten Nutzfahrzeugsegmenten zu erreichen. Unser Joint Venture mit Tata AutoComp Systems Limited hat zum Ziel, die Einführung dieser Technologien zu beschleunigen, indem wir unseren Kunden effiziente und hochmoderne E-Mobilitätslösungen anbieten“, sagt Guruprasad Mudlapur, Präsident von Bosch Limited in Indien. „Die Automobilbranche befindet sich weltweit im Wandel, und Indien bildet da keine Ausnahme. Elektromobilität ist für uns ein strategisches Feld und entwickelt sich in Indien rasant. Unsere Kunden fordern innovative globale Lösungen, die lokal in Indien gefertigt werden. Genau das will das Joint Venture erreichen“, so Sandeep Nelamangala, Joint Managing Director von Bosch Limited und Präsident von Bosch Mobility Indien. Das geplante Joint Venture soll sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von E-Achsen und E-Motoren in Indien konzentrieren. Mit Sitz in Pune, Indien, soll das Joint Venture die Einführung nachhaltiger und zukunftsweisender Technologien beschleunigen und so die regionale Präsenz beider Unternehmen im Bereich der Elektromobilität ausbauen. Bosch investiert Milliarden in Elektromobilität „Indiens Mobilitätsökosystem befindet sich in einem rasanten Wandel, angetrieben durch Elektrifizierung, Lokalisierung und den Bedarf an skalierbaren Technologielösungen. Dieses Joint Venture zwischen Tata AutoComp Systems und Bosch Limited vereint komplementäre Stärken in den Bereichen Ingenieurwesen, Technologie und Fertigung, um die Entwicklung fortschrittlicher Elektromobilitätslösungen für den indischen Markt zu beschleunigen“, sagt Arvind Goel, Vice Chairman, Tata AutoComp Systems Limited. Bosch hat weltweit mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität investiert. Diese geplante Partnerschaft ermöglicht es dem Unternehmen, die fortschrittlichen E-Achsen-Systeme und E-Motor-Lösungen auf dem wachsenden indischen Markt für Elektromobilität einzuführen und damit sein kontinuierliches Engagement in der Region zu bekräftigen. Die Vorstände der Bosch-Gruppe, der Bosch Limited in Indien und von Tata AutoComp Systems Limited haben der Transaktion bereits zugestimmt. Beide Unternehmen sind überzeugt, dass ihre Zusammenarbeit dem Markt für Elektromobilität in Indien bedeutende Impulse verleihen und innovative Lösungen für ihre Kunden hervorbringen wird. Pressebilder und Infografiken im Bosch Media Service unter www.bosch-presse.de . Journalistenkontakt: Athanassios Kaliudis, Telefon: +49 711 811-7497 E-Mail: Athanassios.Kaliudis@de.bosch.com

LogiMAT 2026: 800-Volt-Elektroantrieb von Bosch für Intralogistik mit großem Lei ...

19.03.2026

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LogiMAT 2026: 800-Volt-Elektroantrieb von Bosch für Intralogistik mit großem Lei ...

Abstatt – Hoher Wirkungsgrad und emissionsfreies Arbeiten in Logistikzentren, Häfen und Hallen – gerade für die lokale Intralogistik bietet eine Elektrifizierung des Antriebs erhebliche Vorteile. Intralogistikfahrzeuge werden ständig leistungsstärker und stoßen mit immer größeren Tragkräften in Einsatzgebiete vor, die bislang Geräten mit Verbrennungsmotoren vorbehalten waren. Auf der LogiMAT präsentiert Bosch Engineering einen Hochleistungs-Elektroantrieb für Batteriespannungen bis 800 Volt, der auf die spezifischen Anforderungen von schweren Intralogistikmaschinen abgestimmt ist. So können auch Schwerlaststapler, LKW-Zugmaschinen oder Hafentransporter in Terminals und Distributionszentren mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet werden. Die kompakten Maße ermöglichen eine einfache Integration in enge Bauräume, sodass sich auch bestehende Geräteplattformen mit einem Elektroantrieb ausrüsten lassen. „Unsere neue leistungsstarke Elektrifizierungslösung bietet eine hohe Leistungsdichte, kompakte Abmessungen und einen hohen Wirkungsgrad. Sie lässt sich flexibel einsetzen und ist damit erste Wahl bei der Elektrifizierung intralogistischer Geräte im Schwerlastbetrieb“, erklärt Philipp Kurek, verantwortlich für den Bereich Off-Highway und Marine bei Bosch Engineering.Das 800-Volt-Antriebssystem besteht aus dem Bosch Elektromotor SMG230 und einem besonders effizienten Inverter mit Siliziumkarbid-Powermodulen. Der Motor ist auf Systemspannungen von 400 bis 850 Volt ausgelegt. Im idealen Spannungs- und Temperaturbereich bietet er eine Dauerleistung von 188 Kilowatt und ein Drehmoment von rund 250 Newtonmetern. Kurzfristig können bis zu 550 Newtonmeter Drehmoment bereitgestellt werden. Auch die Leistungsdichte konnte durch die 800-Volt-Technik signifikant erhöht werden. Gegenüber einer vergleichbaren 400-Volt-Maschine liefert der neue Motor bei identischem Gewicht bis zu 80 Kilowatt mehr Leistung oder hat bei gleicher Leistung kompaktere Maße und wesentlich weniger Gewicht. Der speziell auf die Anforderungen des 800-Volt-Systems hin entwickelten Siliziumkarbid-Halbleiter in den Leistungsmodulen ermöglichen schnellere Schaltvorgänge und steilere Schaltflanken, infolgedessen geht erheblich weniger Energie in Form von Wärme verloren. Die Wechselrichter des Antriebssystems mit Siliziumkarbid-Halbleitern bieten damit einen hohen Wirkungsgrad von mehr als 99 Prozent. Das Sicherheits- und Diagnosekonzept basiert auf bewährten Standards aus dem Automobilbereich und wurde auf die Anforderungen der Intralogistik adaptiert. Bosch Engineering unterstützt ihre Kunden bei der Integration des Antriebs in die Logistikmaschine sowie bei der Applikation des Systems. Die Elektrifizierungslösung von Bosch Engineering bietet große Flexibilität durch die Kombination mit maßgeschneiderten Getriebelösungen von Bosch Rexroth, wie das neue Koaxialgetriebe eGFV9120. Zudem kann das Collision avoidance system CAS auf Basis des offenen Ecosystems BODAS von Bosch Rexroth direkt in das 800-Volt-Antriebssystem oder auch bei anderen Antriebsarten eingreifen. Mit einer Kombination aus Radar-, Ultraschallsensoren und Smart Cameras von Bosch Engineering ermöglicht das System einen effektiven Kollisionsschutz durch präzise Objekterfassung und Personenerkennung. Bosch Engineering unterstützt in Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth ihre Kunden auch bei der Anwendungsentwicklung in die Maschine. Der SMG230 mit dem montierten Bosch Rexroth Koaxialgetriebe eGFV9120 wird erstmals für Einsatz in der Intralogistik auf der LogiMAT 2026 in Halle 8 Stand B41 präsentiert.

Bosch erweitert Portfolio: Neue Brennstoffzellenlösungen für Busse

10.03.2026

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Bosch erweitert Portfolio: Neue Brennstoffzellenlösungen für Busse

Stuttgart/Berlin – Europäische Städte setzen für ihren öffentlichen Personennahverkehr zunehmend auf klimafreundliche Lösungen. Auf der Fachmesse Mobility Move in Berlin präsentiert Bosch mit dem Fuel Cell Power Module (FCPM) C100 eine neue Variante seines Brennstoffzellen-Antriebssystems, die für alle Bustypen, insbesondere aber für städtische Busse geeignet ist. Mit dieser klimaneutralen Lösung können die Fahrzeuge elektrisch und bei Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff komplett CO₂-frei angetrieben werden. Zur Bekämpfung des Klimawandels können neben batterieelektrischen Bussen auch brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge eingesetzt werden....sagt Jan-Oliver Röhrl, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Chairman der weltweiten Nutzfahrzeugaktivitäten von Bosch. „Die Brennstoffzelle bietet sich insbesondere für Busse an, die täglich längere Strecken fahren und unterwegs kaum die Möglichkeit zum Laden haben.“ Entsprechend einer EU-Regulierung müssen die CO₂-Emissionen von neu zugelassenen Stadtbussen aber bis 2030 um 90 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 sinken. Für alle anderen Bustypen gilt dies von 2040 an. Hier können Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antriebssystem, welche die EU als Zero-Emission-Fahrzeuge anerkennt, einen wichtigen Beitrag leisten. Mit der in Berlin ausgestellten kompakten Variante C100 ergänzt Bosch sein FCPM-Portfolio, dessen Leistungsspektrum von 100 bis 300 Kilowatt reicht. Die flache Bauweise mit einer Höhe von nur 40 Zentimetern ermöglicht die für den europäischen Markt typische Dachmontage. Das System ist konzipiert für Stadtbusse mit 12 bis 18 Metern Länge, bietet die typischen CAN- und Diagnoseschnittstellen und lässt sich einfach integrieren. Das FCPM C100 basiert auf der Variante FCPM C190 für Überland- und Reisebusse. Letztere geht noch in der ersten Jahreshälfte 2026 in Demofahrzeugen in den Testbetrieb und wird dieseltypisch im Heck verbaut. Das FCPM C300 ist mit ihren 300 Kilowatt Systemleistung schließlich die passende Energiequelle für schwere Lkw und Reisebusse. Bosch bietet ausgezeichnete Technik entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette Bosch engagiert sich seit vielen Jahren stark für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und entwickelt technische Lösungen für die Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. So verkündete das Unternehmen 2025 den Markteintritt seines Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks zur Produktion von Wasserstoff. Darüber hinaus arbeitet Bosch an der Technik für Wasserstoffmotoren und bietet entsprechende Komponenten für die Saugrohr- und Direkteinblasung an. Für die Entwicklung der mobilen Brennstoffzelle wurde ein Entwicklerteam von Bosch Ende 2025 mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet.

Bosch-Team gewinnt Deutschen Zukunftspreis für Brennstoffzellen-Antriebssystem

19.11.2025

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Elektrifizierte Mobilität

Bosch-Team gewinnt Deutschen Zukunftspreis für Brennstoffzellen-Antriebssystem

Berlin – Zukunft braucht Antrieb – und Bosch liefert ihn mit seinem Brennstoffzellen-Antriebssystem. Für die Entwicklung des Fuel Cell Power Modules (FCPM) hat das Bosch-Team um Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu jetzt den Deutschen Zukunftspreis 2025 erhalten. Die Auszeichnung des Bundespräsidenten würdigt das System als Schlüsseltechnologie für eine klimaneutrale Mobilität. Der Preis ist eine herausragende Anerkennung für das gesamte Team. Er zeigt, welches Innovationspotenzial in Wasserstoff steckt – und welch entscheidende Rolle Bosch dabei spielt....sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Die Technologie steht bereit. Jetzt braucht es auch den politischen Willen, den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Wirtschaft konsequent voranzutreiben. Nur so können Brennstoffzellen-Antriebe für Nutzfahrzeuge zur Alltagstechnologie werden. Als Industrie haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Dr. Stefan Hartung. Das prämierte Fuel Cell Power Module wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. So können Nutzfahrzeuge auf langen Strecken vollständig CO₂-frei betrieben werden – sofern sie grünen Wasserstoff im Tank haben. Die einzige verbleibende Emission ist Wasserdampf. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität im Güterverkehr. Schwere Lkw verursachen in der EU mehr als ein Viertel der CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs, sind gleichzeitig aber unverzichtbar für den Waren- und Gütertransport. „Mit dem Fuel Cell Power Module zeigt Bosch, dass Wasserstofftechnologie serienreif ist und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs leisten kann“, sagt Hartung. „Die Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverständnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.“ Mehrere tausend Lkw sind mit Bosch-System weltweit auf der Straße Der Serienstart des FCPM erfolgte 2023 im Werk Stuttgart-Feuerbach, kurz darauf auch im chinesischen Chongqing. Mit mehr als tausend Einzelteilen zählt das FCPM zu den komplexesten Systemen in der fast 140-jährigen Bosch-Geschichte – und zugleich zu den zukunftsweisendsten. Vom Stack über die Rezirkulationspumpe bis hin zum Luftverdichter stammen alle Schlüsselkomponenten aus eigener Entwicklung und Fertigung. Das Antriebsmodul selbst kann dort eingebaut werden, wo bislang der Verbrennungsmotor seinen Platz hat. Statt Dieseltanks kommen Drucktanks für den Wasserstoff zum Einsatz. Die Betankungszeiten sind mit rund 15 Minuten vergleichbar. Je nach Fahrzeuglayout sind bei ökonomischer Fahrweise bis zu 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung von rund 70 Kilogramm Wasserstoff möglich. Bereits heute sind weltweit mehrere tausend Lkw mit dem FCPM von Bosch unterwegs. Die im Feld befindlichen Module generieren wertvolle Entwicklungsdaten: Viele Systeme existieren sowohl physisch im Fahrzeug als auch als Digitaler Zwilling im virtuellen Raum. Parameter wie Temperatur, Druck und Verschleiß lassen sich kontinuierlich überwachen und können direkt in die Entwicklung der nächsten Generation des Antriebssystems einfließen. Die FCPM-Technik kann dabei nicht nur in Lkw genutzt werden, auch Antriebe für Busse oder maritime Antriebe lassen sich realisieren. Zudem können Rechenzentren dezentral mit CO₂-frei erzeugtem Strom versorgt werden. In PEM-Elektrolyse-Stacks (PEM = Protonen-Austausch-Membran), die nach dem umgekehrten Prinzip funktionieren, nutzt Bosch die Technologie außerdem für die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser und Strom – einem weiteren wichtigen Baustein in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Nach dem Markteintritt seiner Elektrolyse-Stacks im April hat das Unternehmen kürzlich erstmals einen Elektrolyseur mit eigener Elektrolyse-Technik am Standort in Bamberg in Betrieb genommen. Fünfmal war Bosch zwischen 1998 und 2013 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert, dreimal wurden Teams von Bosch oder mit Bosch-Beteiligung ausgezeichnet: 2005 für Piezo-Injektoren, 2008 für smarte Sensoren sowie 2013 gemeinsam mit Trumpf und der Uni Jena für Ultrakurzpulslaser. Mit dem Deutschen Zukunftspreis 2025 für das Fuel Cell Power Module führt Bosch diese Erfolgsgeschichte fort. Das Unternehmen zeigt damit nicht nur seine technologische Stärke, sondern auch seine Vision für die Zukunft: Eine Welt, in der Wasserstoff und Brennstoffzellen entscheidend zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen.

Die Resilienz vernetzter automatisierter Mobilitätssysteme steigern

13.11.2025

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Mobility

Die Resilienz vernetzter automatisierter Mobilitätssysteme steigern

Stuttgart – Vernetzung und Digitalisierung spielen im Straßenverkehr zukünftig eine immer wichtigere Rolle. Dies verspricht Verbesserungen bei Effizienz und Sicherheit, birgt aber auch Herausforderungen für die Zuverlässigkeit beim Datenaustausch. Hier setzt das dreijährige Forschungsprojekt ConnRAD an. Es liefert wichtige Grundlagen, um vernetzte Mobilitätssysteme im Straßenverkehr zu befähigen, auch bei unvollständigen oder unsicheren Informationen, stabil zu funktionieren. Stichwort: Resilienz. Das Akronym ConnRAD steht für „Connectivity & Resilienz für automatisierte Fahrfunktionen in Deutschland“. Unter der Konsortialleitung von Bosch forschte ein Projektteam – bestehend aus Daimler Center for Automotive Information Technology Innovations (DCAITI), Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM), Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes – htw saar, Infineon Technologies AG, Technische Universität München, TÜV SÜD und der Universität Ulm – daran, wie vernetzte Verkehrssysteme zukünftig robust gestaltet, entwickelt und freigegeben werden können. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.Dank ConnRAD-Ergebnissen wird das Linksabbiegen sicherer Der Austausch mit anderen Fahrzeugen in der Umgebung und mit der Infrastruktur wie beispielsweise mit Verkehrsampeln erhöht den Wirkungsgrad automatisierter Fahrfunktionen. Im Fachjargon spricht man von V2X-Kommunikation (Vehicle to Everything). Die Zuverlässigkeit dieser Daten kann allerdings stark schwanken. Je nach Verkehrssituation, Wetterbedingungen oder der Quelle der Informationen sind diese nur eingeschränkt, von minderer Qualität oder sogar gar nicht verfügbar. Um hier einerseits resilient gegenüber Unzulänglichkeiten zu bleiben und andererseits den Nutzen verfügbarer Daten optimal auszuschöpfen, benötigen automatisierte Fahrsysteme ein quantifizierbares Maß an Verlässlichkeit der ausgetauschten Informationen und Datenkanäle. Genau hier kommt ConnRAD ins Spiel: Das Projektteam entwickelte Mechanismen, mit denen die Kommunikationspartner im Straßenverkehr untereinander ihre Verlässlichkeit und Eignung nachweisen und bewerten können. Das System des empfangenden Fahrzeugs entscheidet dann auf Basis dieser Bewertung, ob ein Kommunikationspartner und die übermittelten Informationen für sicherheitskritische Fahrfunktionen ausreichend qualifiziert und vertrauenswürdig sind. Erst dann werden die empfangenen V2X-Informationen für solche Funktionen genutzt. Dies ermöglicht eine intelligente Filterung der Daten und erhöht die Sicherheit der automatisierten Fahrfunktionen erheblich. Ein besonders anschauliches Beispiel ist das Linksabbiegen an städtischen Kreuzungen, das Bosch, FOKUS und DCAITI im Projekt sicherer machten. Dafür tauschen sich die Umfeldsensoren der Straßeninfrastruktur – wie in diesem Fall zum Beispiel Radar oder Lidar-Systeme – mit den Fahrzeugen direkt aus. Die ConnRAD-Methoden ermöglichen es dem Fahrzeug, die Zuverlässigkeit dieser Infrastrukturdaten zu bewerten, indem es deren Herkunft und Qualität berücksichtigt. Konkret zeigte sich: Erhält ein Fahrzeug lediglich eine pauschale Kreuzungsfreigabe ohne Metadaten, würde dies zu einem Unfall führen, wenn der Fahrer nicht eingreift. Werden hingegen die Metadaten der Umfeldsensoren mitgeliefert, kann das Fahrzeug die Verlässlichkeit einschätzen. Wird beispielsweise nur ein Radarsignal genannt, das bei besonders komplexen Szenarien möglicherweise nicht ausreicht, bricht das Fahrzeug den Abbiegevorgang ab. Erst bei der gemeinsamen Bestätigung durch mehrere hochwertige Umfeldsensoren wie Radar und Lidar kann es sicher abbiegen. Ein weiteres Beispiel: Die htw saar bewertet die Vertrauenswürdigkeit der V2X-Kommunikation mit Plausibilitätsüberprüfungen, um Auffahrunfälle am Stauende zu verhindern. Robustes Gesamtsystem für effiziente V2X-Kommunikation Als Basis für ein robustes und resilientes Gesamtsystem entwickelte ConnRAD eine neuartige Kommunikationsarchitektur. Diese berücksichtigt nicht nur Aspekte der Cybersecurity (zum Schutz vor Angriffen) und der funktionalen Sicherheit (für den zuverlässigen Betrieb), sondern auch relevante regulatorische und organisatorische Rahmenbedingungen. Ein Kernstück dieser Architektur sind Erweiterungen bestehender Nachrichten-Protokolle und Schnittstellen. Diese ermöglichen es im laufenden Betrieb, die Verlässlichkeit der kommunizierten Informationen kontinuierlich zu bewerten und nachzuweisen. Konkret wurden die Qualität und Verlässlichkeit von Daten messbar, bewertbar und überprüfbar gemacht. So kann das Fahrsystem bei abnehmender Qualität der Daten automatisch und sicher geeignete Gegenmaßnahmen einleiten – zum Beispiel, indem es auf alternative Informationsquellen umschaltet oder das Fahrverhalten anpasst. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistete Projektpartner Infineon Technologies AG: Das Unternehmen entwickelte Konzepte für eine hardwarebasierte Authentifizierung der Kommunikationspartner. Dabei werden inhärente Signaturen der Mobilfunk-Bauteile quasi als unveränderlicher "Fingerabdruck" genutzt, durch den die von ihnen versendeten Daten eindeutig als echt und von dieser spezifischen Hardware stammend identifiziert werden können. Dies erhöht die Sicherheit signifikant, da die Echtheit und Herkunft der Daten direkt über die Hardware der Kommunikationspartner gewährleistet und Manipulationen erheblich erschwert werden. Das teleoperierte Fahren (Steuern des Fahrzeugs aus der Ferne über eine gesicherte Verbindung) bei eingeschränkter Kommunikationsbandbreite wurde von der TU München mit neuen Ansätzen abgesichert. Dazu gehört beispielsweise das „Ability-Awareness-Protokoll“ in Zusammenspiel mit Vertrauens-Metriken. Dies hilft dem System, seine eigenen Fähigkeiten auf die Subsysteme eindeutig aufzuteilen und Grenzen dynamisch zu erkennen und darauf zu reagieren. Hinzu kommt "Network Predictive Quality of Service“. Dies ist ein Ansatz zur vorausschauenden Bewertung der Netzwerkqualität, um frühzeitig auf mögliche Kommunikationsprobleme reagieren zu können. Auch die Simulationsergebnisse der Universität Ulm für eine wahrscheinlichkeitsbasierte Vertrauensbewertung bestätigen eine signifikante Verbesserung der System-Resilienz. Das Fraunhofer IEM erweiterte den Entwicklungsprozess, um die Resilienz-Anforderungen verteilter Fahrfunktionen systematisch in die Systementwicklung einzubeziehen. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen bewertete TÜV SÜD. Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen und Simulationen konnten die ConnRAD-Partner eine Referenzarchitektur und einen umfassenden Methoden-Baukasten für die Entwicklung resilienter Fahrfunktionen in vernetzten verteilten Systemen ableiten. Mit dem ConnRAD-Ansatz ist nun eine skalierbare Zulassung von sicherheitsrelevanten Fahrfunktionen in verteilten Systemen möglich.

METSTRADE: Bosch Engineering präsentiert neue Plug-and-Play-Komplettlösung für e ...

12.11.2025

Pressemeldung

Mobility

METSTRADE: Bosch Engineering präsentiert neue Plug-and-Play-Komplettlösung für e ...

Abstatt – Die Integration eines Elektro-Innenbordmotors in Sportboote oder kommerzielle Schiffe verursacht großen Entwicklungsaufwand und erfordert ein hohes Maß an Gesamtsystemverständnis. Mit einem neuen Komplettsystem, dem Electric Drive for Marine Applications (EDM), ermöglicht Bosch Engineering Bootsbauern, Systemintegratoren und Naval Architekten nun die einfache und schnelle Hochvolt-Elektrifizierung von Booten und kleinen Schiffen. „Der EDM ist als Plug-and-Play-Lösung konzipiert, bei der wir den kompletten Elektro-Innenborder und weitere Systemkomponenten aus einer Hand liefern. Damit bieten wir einen einfachen und effizienten Weg, die Elektrifizierung mit einem sauberen, leisen und trotzdem leistungsstarken Antrieb umzusetzen“, erklärt Philipp Kurek, verantwortlich für den Bereich Off-Highway und Marine bei Bosch Engineering.Bosch Engineering liefert den EDM als einbaufertigen Innenborder, bei dem der Elektromotor gemeinsam mit Getriebe, Inverter, On-Board-Ladegerät, Wärmetauscher, E-Box mit Steuergerät und den zugehörigen Kühlpumpen als kompakte Einheit montiert sind. Ergänzt wird das System durch die Hoch- und Niedervolt-Verkabelung, einer Ladebuchse sowie ein Display und Steuerungselemente für das Cockpit des Bootes bzw. Schiffes. Der EDM leistet 160 PS (kontinuierlich) und wiegt nur rund 180 Kilogramm. Mit der resultierenden hohen Leistungsdichte von rund 0,7 Kilowatt/Kilogramm setzt er die Benchmark bei elektrischen Innenbordern dieser Leistungsklasse. Bei höherem Leistungsbedarf lassen sich auch zwei EDM zu einem Twin-Antriebssystem mit zwei Propellern koppeln. Die kompakte EDM-Einheit hat vergleichbare Einbaumaße wie ein leistungsgleicher Verbrennungsmotor-Innenborder und zeigt eine große Flexibilität im mechanischen Einbau. So ist eine einfache Integration in ein vorhandenes Rumpfdesign oder der Austausch des Antriebs als Retrofit möglich. Für Anwendungsfälle mit besonders beengten Platzverhältnissen ist darüber hinaus eine Variante erhältlich, bei der die Innenborder-Bauteile nicht montiert, sondern separat geliefert und frei im Motorraum platziert werden können. Das Thermomanagement des EDM deckt neben der Kühlung der integrierten Antriebskomponenten auch die Temperierung der Hochvoltbatterie ab. Die Hochvoltbatterie ist nicht Teil des Lieferumfangs, Bosch Engineering empfiehlt hier passende Lösungen, und der Kunde wählt je nach den individuellen Anforderungen und Bauraumverhältnissen aus. Die standardisierte Kommunikationsschnittstelle des EDM gewährleistet dabei Softwarekompatibilität mit den unterschiedlichen Hochvoltbatterien auf dem Markt. Das schafft große Flexibilität bei der optimalen Konfiguration des Gesamtsystems. Das Laden der Batterie erfolgt über das in den EDM integrierte Ladegerät. Die Einbindung der Ladefunktion in die E/E-Architektur des Schiffs wird dadurch erheblich erleichtert. Antriebsbezogene Informationen und Fahrdaten für die Darstellung auf dem mitgelieferten Display werden ebenfalls von der EDM zur Verfügung gestellt. Weitere sicherheitsrelevante und zeiteffiziente Features der EDM sind eine intelligente Reaktion des Systems bei ungeplanten Ausfällen oder Defekten sowie eine geführte Fehlersuche und -behebung mittels Diagnosegerät. Ein weiteres Feature ist die optionale Konnektivität über das Mobilfunknetz, mit der Funktionen wie Softwareupdates bzw. ein Monitoring ausgewählter Antriebsparameter „Over the Air“ (OTA) möglich sind. Bosch Engineering unterstützt den Kunden des EDM vom ersten Einbaukonzept bis zur Inbetriebnahme des Antriebs. Dabei kombiniert das Unternehmen die umfassende, seit vielen Jahren gewachsene Expertise bei der Elektrifizierung im Fahrzeugbereich und der Motorisierung von Marineanwendungen. Die eingesetzten Systemkomponenten stammen aus der Produktion von Bosch für den Automobilsektor und entsprechen den hohen Qualitätsstandards im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich. Für die Elektrifizierung maritimer Anwendungen bietet Bosch Engineering neben der EDM auch die Electric Drive System Plattform (EDSP) an. Die EDSP ist eine Baukastenlösung, bei der die unterschiedlichen Antriebskomponenten wie Elektromotor, Getriebe, Inverter und das Steuergerät modular zusammengestellt werden können. Möchten Bootsbauer die Elektrifizierung in Eigenregie umsetzen, sind alle Komponenten auch als Einzelbausteine verfügbar. Um künftig auch größere und schwerere Schiffsanwendungen mit einem Elektro-Innenborder ausrüsten zu können, plant Bosch Engineering eine Erweiterung auf weitere Leistungsklassen. Der Electric Drive for Marine Applications (EDM) wird erstmals auf der METSTRADE in der Halle 7 Stand 07.218 präsentiert.

Bosch auf der Agritechnica 2025

06.11.2025

Pressemeldung

Nutzfahrzeuge

Bosch auf der Agritechnica 2025

Stuttgart/Hannover – Allein im Jahr 2025 werden weltweit wieder über zwei Millionen Traktoren und andere Fahrzeuge für die Landwirtschaft hergestellt. Und über 90 Prozent davon werden laut Bosch wieder von einem Dieselmotor angetrieben. Durch seine Robustheit und hohe Leistung bei niedrigem Gewicht ist er ideal für nahezu alle Einsatzgebiete und Leistungsklassen geeignet. Auf der Fachmesse Agritechnica in Hannover zeigt Bosch, wie sich auch mit dieser etablierten Technik CO 2 -Emissionen weiter reduzieren lassen. „Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs“, sagt Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch. „Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung dazu beitragen, die Landwirtschaft nachhaltiger zu machen.“Selbst für 2035 erwartet Bosch, dass noch neun von zehn neuen landwirtschaftlichen Fahrzeugen einen Dieselmotor haben werden. Auch in Zukunft wird das Unternehmen daher für die vielfältigen Fahrzeugtypen in diesem Marktsegment die jeweils passende Einspritz- und Harnstoff-Dosiertechnik für die Abgasnachbehandlung anbieten und weiterentwickeln. Parallel dazu bietet Bosch mit Komponenten für den Wasserstoffmotor und verschiedenen Elektrifizierungslösungen neue Möglichkeiten für einen möglichst klimafreundlichen Antrieb. Regenerative Kraftstoffe machen Verbrennungsmotoren klimafreundlicher Für Fahrzeuge in der Landwirtschaft gibt es in allen großen Märkten weltweit bereits umfassende Emissionsvorschriften, die Höchstwerte für Partikel oder Stickoxide festlegen. Dadurch sind in den Fahrzeugklassen größer 56 Kilowatt SCR-Abgasnachbehandlungssysteme mit Harnstoff-Dosiersystem bei Dieselmotoren Standard. Klimarelevante Emissionen werden durch gesetzliche Vorgaben bislang aber nur wenig reglementiert. Eine einfache und bereits verfügbare Möglichkeit, den CO 2 -Ausstoß von Bestands- und Neufahrzeugen wesentlich zu reduzieren, ist die Nutzung regenerativer Kraftstoffe wie HVO100. Diese basieren überwiegend auf Rest- und Abfallstoffen und sind in einer CO 2 -Gesamtbetrachtung daher deutlich klimafreundlicher als fossile Kraftstoffe. Sie sind zudem drop-in-fähig, das heißt beliebig mit normalem Dieselkraftstoff mischbar, und lassen sich wie dieser unkompliziert lagern. Bosch berücksichtigt bereits bei der Entwicklung die Verträglichkeit seiner Einspritztechnik mit diesen Kraftstoffen und ermöglicht so die Nutzung in zahlreichen Produkten. Der Digital Fuel Twin dokumentiert die Nutzung regenerativer Kraftstoffe Wie umfassend regenerative Kraftstoffe den CO 2 -Fußabdruck jedes einzelnen Fahrzeugs verringern, zeigt der Digital Fuel Twin von Bosch (DFT) – eine rein digitalen Softwarelösung. Der DFT dokumentiert die getankten Mengen und zugleich die Nachhaltigkeit von Kraftstoffen – von der Produktion über den Transport bis zur Tankstelle. Die Betreiber erhalten abhängig davon, in welchem Verhältnis von fossilem zu regenerativem Kraftstoff sie ihre Fahrzeuge betanken, entsprechende Zertifikate über die insgesamt genutzten Kraftstoffmengen oder sogar über den anteiligen CO 2 -Fußabdruck bei der Nutzung des Fahrzeuges. Der Wasserstoffmotor nutzt eine vielfach bewährte Basis Eine neue Antriebsart für mehr Klimaschutz ist der Wasserstoffmotor. Wird der Energieträger Wasserstoff regenerativ erzeugt, kann damit ein großer Schritt für das Klima gemacht werden. Bosch arbeitet an Systemen mit Saugrohr- sowie Direkteinblasung und kann dafür auf eine jahrzehntelange Expertise zurückgreifen: Rund 80 Prozent der Technologie kann von klassischen Verbrennern übernommen werden. Das Technologieunternehmen ist bereits an mehr als 100 Entwicklungsprojekten mit Kunden weltweit beteiligt. „Landwirtschaftliche Fahrzeuge werden häufig bei niedrigen Geschwindigkeiten und hoher Last betrieben. Genau hier glänzt der Wasserstoffmotor mit hohem Wirkungsgrad und seiner Robustheit“, sagt Roehrl. „Noch in diesem Jahr kommen erste Anwendungen von Wasserstoffmotoren mit Bosch-Einspritztechnik auf den Markt.“ Elektrifizierungslösungen für landwirtschaftliche Maschinen Die Elektrifizierung der Fahr- und Arbeitsfunktion ist eine weitere effiziente, klimafreundliche Option für Landmaschinen. Hier bietet die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth mit ihrem Elektrifizierungsportfolio eLION bereits ein breites Angebot an Motoren, Wechselrichtern, On-board Chargern, DC/DC-Wandlern, Software und Zubehör. Das für anspruchsvolle Anwendungen ausgelegte Portfolio ist für einen Betrieb im DC-Spannungsbereich bis 850 Volt ausgelegt und ergänzt sich mit passenden Getrieben und Hydrauliklösungen. Aktuell wird es um Komponenten für 96-Volt-Bordnetze erweitert sowie Ende 2025 um das durchgängige eLION Power and Motion Control Softwarepaket. Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering wiederum präsentiert eine neuentwickelte Hochleistungslösung für Batteriespannungen bis 800 Volt. Dieses neue elektrische Antriebssystem ist kompakt und bietet hohe Leistungsdichte und hohen Wirkungsgrad, was die Elektrifizierung bestehender Geräteplattformen erleichtert. Je nach Anwendung kann das System bei kleinen bis mittleren Landmaschinen als rein batterieelektrischer Antrieb oder bei großen Landmaschinen als Hybridisierung in Verbindung mit einem Dieselmotor eingesetzt werden. Für elektrifizierte Nutz- und Offroad-Fahrzeuge bietet Bosch neben den elektrischen Antrieben für Nebenaggregate noch weitere mechatronische Subsysteme mit Hochvolt-Technik an – zum Beispiel Kühlgebläse. Auch hier wurden die speziellen Anforderungen des Nutzfahrzeugsegments, unter anderem in Bezug auf Safety und Security, berücksichtigt. Die Komponenten sind kompakt und nutzen ein gemeinsames Inverterkonzept. Dadurch lassen sich kundenspezifische Anpassungen mit geringem Aufwand umsetzen. Die Lösungen von Bosch, Bosch Rexroth und Bosch Engineering sind auf der Agritechnica zu finden in der Halle 16 auf den Ständen 16A05 und 16A12.