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IAA Transportation 2026: Wie Bosch den Güterverkehr von heute und morgen bewegt

02.09.2026

Pressemeldung

Mobility

IAA Transportation 2026: Wie Bosch den Güterverkehr von heute und morgen bewegt

Stuttgart – Bosch gestaltet den Wandel zum softwaredefinierten Nutzfahrzeug mit einem breiten Technologieportfolio für Antriebe, Thermomanagement, Fahrwerk, Automatisierung, Vernetzung und digitale Services. Die Neuentwicklungen von Bosch unterstützen Fahrzeughersteller und Flottenbetreiber bei der Bewältigung der drängendsten Herausforderungen der Branche, von der Defossilisierung über die Verkehrssicherheit bis hin zur steigenden Software- und Systemkomplexität moderner Nutzfahrzeuge.Als Systempartner liefert das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen, die sowohl die Hardware im Fahrzeug als auch die digitale Steuerung mittels Software und künstlicher Intelligenz umfassen. Im Mai 2026 hat Bosch bekannt gegeben, gemeinsam mit den beiden Tochtergesellschaften Brakes India Private Limited (BIPL) und Wheels India Limited (WIL) der TSF Group bis Ende 2026 ein neues Joint Venture gründen zu wollen. Die Unternehmensgründung steht noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen plant Bosch, sein Portfolio um smarte Aktuatoren für Drucklufterzeugung, Druckluftaufbereitung, Luftfederung und Parkbremsen zu erweitern. Ziel ist es, die Position des Unternehmens im Nutzfahrzeugsegment zu stärken und die Entwicklung softwaredefinierter Nutzfahrzeuge und vernetzter Transportlösungen weiter voranzutreiben. Bosch-Antriebstechnologien für weltweite Märkte Elektrischer Antrieb: Leichte als auch schwere Nutzfahrzeuge elektrifiziert Bosch von einzelnen Komponenten bis hin zu Systemlösungen. Die neue Rigid eAxle integriert Kernkomponenten des elektrischen Antriebsstrangs wie E-Motor und Getriebe in einer Starrachse für Nutzfahrzeuge von 18 bis 49 Tonnen. Sie senkt das Gewicht und arbeitet zudem effizienter als ein herkömmlicher elektrischer Zentralantrieb. Zusammen mit Siliziumkarbid-Invertern, die einen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent aufweisen, reduziert die Rigid eAxle die Betriebskosten im Güterverkehr spürbar. Ein globales Produktions- und Liefernetzwerk stellt zudem die zuverlässige Belieferung aller relevanten Märkte direkt vor Ort sicher. Hochvolt-Motorgebläse: Ein effizientes Thermomanagement ist entscheidend für Reichweite und Leistungsfähigkeit elektrischer Nutzfahrzeuge. Bosch präsentiert hierfür ein neues Hochvolt-Gebläsemodul für 800-Volt-Architekturen , welches das Unternehmen speziell für elektrische Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen entwickelt hat. Die Lösung unterstützt eine bedarfsgerechte Kühlung wichtiger Fahrzeugkomponenten, reduziert den Energieverbrauch und trägt damit zur Steigerung von Reichweite und Effizienz bei. Brennstoffzellen-Systeme für Busse und Lkw: Als lokal emissionsfreier Antrieb für Nutzfahrzeuge erzeugt die Brennstoffzelle aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasser und Strom. Im Vergleich zum rein batterieelektrischen Antrieb punktet diese Technologie mit einem geringeren Systemgewicht, höheren Reichweiten und kurzen Betankungszeiten. Das Bosch-Portfolio kompakter, hochintegrierter Brennstoffzellen-Systeme deckt ein Leistungsspektrum von 100 bis 300 Kilowatt ab. Damit lassen sich Stadtbusse, Fernverkehrs-Lkw sowie stationäre Anwendungen betreiben. Wasserstoffmotor als Antriebsalternative: Bosch liefert seit 2025 für diverse Testfahrzeuge und -flotten weltweit unter anderem Injektoren, Steuergeräte und Sensoren für die Direkt- und Saugrohreinspritzung sowie Komponenten für H 2 -Tanksysteme. Weil diese Antriebslösung auf etablierten Architekturen aufbaut, können Fahrzeughersteller auf bestehende Entwicklungs- und Fertigungslinien zurückgreifen. Zudem schont der Wasserstoffmotor Ressourcen, da er kaum beschaffungskritische Rohstoffe wie seltene Erden oder Edelmetalle benötigt. Darüber hinaus bietet Bosch Lösungen für weitere alternative Kraftstoffe wie Natural Gas/Methan, Ethanol und Methanol an, die oftmals für einzelne Regionen oder Anwendungen entwickelt wurden. Der digitale CO 2 -Nachweis von Bosch: Bio- und strombasierte synthetische Kraftstoffe reduzieren den CO 2 -Ausstoß von Bestandsflotten und schwer elektrifizierbaren Nutzfahrzeugen. Flottenbetreibern, die regenerative Kraftstoffe wie hydriertes Pflanzenöl (HVO) einsetzen, stellt Bosch die cloudbasierte Software-Funktion Digital Fuel Twin bereit. Die Anwendung dokumentiert die Nutzung der alternativen Kraftstoffe und belegt die CO 2 -Einsparungen vollautomatisch. Sensorik und Connectivity für mehr Sicherheit im Lkw-Verkehr Integrierte Müdigkeitserkennung im Seitenspiegel: Um Unfälle durch Unaufmerksamkeit oder Ermüdung zu vermeiden, sind sensorbasierte Fahrerwarnsysteme seit Mitte 2026 für neu zugelassene Lkw gesetzlich vorgeschrieben. Bosch setzt die EU-Verordnung besonders effizient um: Eine Kamera, die im linken Bildschirm des digitalen Seitenspiegels von Bosch integriert ist, überwacht die Konzentration des Fahrers und erspart Herstellern den Einbau einer separaten Einheit. Zwei europäische Truck-Hersteller rüsten ihre Fahrzeuge bereits serienmäßig mit dieser Lösung aus, bei der aktuell noch ein separates Steuergerät die Bilddaten auswertet. Künftig übernimmt ein zentraler Domänenrechner diese Aufgabe. Sensordatenfusion direkt in der Kamera: Moderne Lkw nutzen bereits mehrere Video- und Radarsensoren zur Umfelderkennung. Die Multifunktionskamera MPC4 von Bosch ermöglicht erstmals die Datenfusion der vielen Umfeldsensoren in der Kamera. Im Vergleich zum Vorgängermodell verzwanzigfacht Bosch die Rechenleistung und verbessert mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) Assistenzsysteme wie die Fahrspurverlassenswarnung und den Notbremsassistenten. Das speziell auf Nutzfahrzeugbedingungen ausgelegte System startet 2027 in Serie. Radartechnologie mit eigener Chip-Architektur: Parallel zur Kamera führt Bosch 2027 den neuen Radarsensor der Generation 7 ein. Der Sensor nutzt Wave-Guide-Antennentechnologie und einen vom Unternehmen selbst gefertigten Rechenchip (System-on-Chip, SoC), während KI-Algorithmen die Signalqualität optimieren. Die Technik passt sich flexibel an verschiedene E/E-Architekturen an – von klassischen Domänensteuergeräten bis hin zu Hochleistungsrechnern, die den softwaredefinierten Truck der Zukunft ausmachen werden. Vorausschauendes Fahren und vereinfachter Zugang: Die Vernetzung der Nutzfahrzeuge mit der Cloud schafft neue Sicherheits- und Komfortfunktionen. So werten die Connected Map Services von Bosch Echtzeitdaten zu Unfällen, Geisterfahrern oder Aquaplaning aus, um Assistenzsysteme vorausschauend zu steuern. Das System Fleet Management Xtended Access wiederum regelt den Fahrzeugzugang per physischem Schlüssel sowie Smartphone-App. Der digitale Schlüssel vereinfacht die Fuhrpark-Disposition für Flottenmanager. Leistungsstarke Fahrzeugcomputer und Softwarelösungen Fahrzeugcomputer für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge: Um die steigende Komplexität moderner Lkw zu beherrschen, entwickelt Bosch zentrale E/E-Architekturen mit leistungsstarken und skalierbaren Fahrzeugrechnern. Die Cockpit Integration Platform als Beispiel dafür bündelt sämtliche Funktionen für die Interaktion mit dem Fahrer – von der Bedienung des Infotainment-Systems bis hin zu weiteren Cockpit-Anwendungen. Für domänenübergreifende Funktionen bietet Bosch weitere Lösungen wie zum Beispiel die Vehicle Integration Platform , die Funktionen aus den Bereichen Motion, Energy und Body auf einer zentralen Rechnerplattform vereint. Diese Hochleistungsrechner ermöglichen den Übergang zum softwaredefinierten Nutzfahrzeug, indem sie schnelle Over-the-Air-Software-Updates und moderne Funktionen wie Secure Gateway und weitere Features on Demand unterstützen. Softwareplattform von ETAS für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge: Die Vehicle Software Platform Suite der Bosch-Tochter ETAS bildet eine stabile und sichere Grundlage für die effiziente Entwicklung und das Management skalierbarer Fahrzeugsoftware. Sie basiert auf der Open-Source-Initiative Eclipse S-CORE und unterstützt sämtliche moderne Fahrzeugarchitekturen – von klassischen Steuergeräten bis hin zu Hochleistungsrechnern und Plattformen für assistiertes und automatisiertes Fahren. Sie versetzt Kunden in die Lage, effizient modernste Fahrzeugplattformen aufzubauen und innovative Funktionen schneller auf den Markt zu bringen. Diagnoselösung von ETAS: Die Bosch-Tochter ETAS präsentiert mit Next Generation Vehicle Health and Repair einen serviceorientierten Diagnoseansatz auf Basis des Standards ASAM SOVD. Das System führt Fahrzeugdaten, Diagnosefunktionen und Serviceinformationen zusammen, um komplexe Fehler in softwaredefinierten Nutzfahrzeugen schnell zu identifizieren. Werkstätten können Reparaturen dadurch gezielter planen und vorbereiten, Standzeiten reduzieren und die First-Time-Fix-Rate erhöhen – also Reparaturen bereits beim ersten Werkstattbesuch erfolgreich abschließen. Gleichzeitig fließen die gewonnenen Diagnosedaten direkt in Entwicklung und Qualitätssicherung zurück und tragen so zur kontinuierlichen Verbesserung der Fahrzeuge bei. Präzise Lenksysteme und Insassenschutz für Nutzfahrzeuge ServoE – vollelektrische Lenkung: Das elektromechanische Lenksystem ServoE von Bosch lenkt schwere Nutzfahrzeuge rein elektrisch und benötigt kein Öl, was die Montage im Werk erleichtert. Die bedarfsgerechte Leistungssteuerung Power-on-Demand senkt den Energieverbrauch des Fahrzeugs im Betrieb. Dank der redundanten Auslegung und einer cyber-sicheren Softwarearchitektur ermöglicht das System assistierte Lenkfunktionen bis hin zum automatisierten Fahren. Zudem ebnet die ServoE den Weg für zukünftige Steer-by-Wire-Lenktechnologien ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern. Servotwin – elektrohydraulisches Lenksystem: Das elektrohydraulische Lenksystem Servotwin für schwere Nutzfahrzeuge verbindet eine hydraulische Servocom-Lenkung mit skalierbaren elektrischen Servo-Einheiten. Seine cyber-sichere Softwarearchitektur steuert Lenkunterstützungs- und Fahrerassistenzfunktionen auf SAE-Level 2 zuverlässig aus. Auf diese Weise erhöht Bosch den Fahrkomfort und die Sicherheit auf Langstrecken spürbar. Hinterachslenkung für geringeren Wendekreis: Das elektrohydraulische Hinterachslenksystem von Bosch lenkt als eigenständiges Power-on-Demand-System bis zu drei oder mehr Vor- und Nachlaufachsen von schweren Nutzfahrzeugen. Die zusätzliche Achslenkung verringert den Wendekreis und schont die Reifen vor vorzeitigem Verschleiß. Aufgrund der kompakten Bauweise passt das System in alle gängigen Antriebskonzepte und Trailer-Anwendungen. Kompakte und reibungsarme Lenkwelle: Die modulare Lenkwelle verbindet das Lenkgetriebe mit der Lenksäule in Bussen sowie mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen. Die mechanische Komponente gleicht Relativbewegungen zwischen Fahrerkabine und Fahrgestell während der Fahrt vollständig aus, ohne das Lenkverhalten zu beeinflussen. Zudem punktet das gewichtsoptimierte Bauteil mit einer sehr kompakten Bauweise und minimaler innerer Reibung. Airbag-Steuergeräte für erhöhte Insassensicherheit: Bosch schützt die Insassen schwerer Nutzfahrzeuge bei Kollisionen mit einem speziell auf dieses Marktsegment zugeschnittenen Airbag-System. In elektrifizierten Nutzfahrzeugen sorgt das 24-Volt-System dafür, dass bei einem Unfall die Hochvoltbatterie automatisch vom Bordnetz getrennt wird. Dadurch werden Insassen wie auch Rettungskräfte vor Gefahren wie Stromschlägen oder Bränden geschützt. Das Steuergerät erfasst zudem Unfalldaten im integrierten Ereignisspeicher (Event Data Recorder) und leitet Crash-Informationen in Echtzeit über das Protokoll J1939 an das fahrzeuginterne Netzwerk weiter.

SMM 2026: Bosch präsentiert Einspritztechnik für zukunftsfähige Großmotoren

01.09.2026

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SMM 2026: Bosch präsentiert Einspritztechnik für zukunftsfähige Großmotoren

Stuttgart / Hamburg – Schiffe sichern rund 80 Prozent des internationalen Warenverkehrs. Doch sie verursachen auch zwei bis drei Prozent aller menschengemachten CO 2 -Emissionen weltweit. Bosch als ein führender Zulieferer für Einspritzsysteme von Schiffsmotoren entwickelt zusammen mit Partnern Lösungen, um regenerative Kraftstoffe künftig effizient und zuverlässig in Schiffen nutzbar zu machen. Damit leistet Bosch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) auf dem Weg zu Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2050. Das Technologieunternehmen zeigt auf der internationalen Messe SMM in Hamburg einen neuen Injektor für alternative Kraftstoffe, der sich sowohl für flüssige als auch für gasförmige Kraftstoffe nutzen lässt. „Der Schiffsmarkt wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, gleichzeitig soll die Umweltbelastung drastisch sinken“, sagt Dr. Stefan Schenk, im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions verantwortlich für den Produktbereich Large Engines. „Um nachhaltige Kraftstoffe wirklich in der Schifffahrt zu etablieren, müssen Politik, Kraftstoffindustrie, Schiffsbauer und Reeder weltweit an einem Strang ziehen.“Den Prognosen der UN-Handels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD zufolge wird der weltweite Seeverkehr bis 2030 um durchschnittlich rund zwei Prozent pro Jahr wachsen. Weitere langfristige Szenarien des International Transport Forum gehen parallel davon aus, dass sich die globale Güterverkehrsleistung von 2019 bis 2050 annähernd verdoppeln könnte. Die Schifffahrt bleibt dabei der mit Abstand wichtigste Verkehrsträger des globalen Handels. „Der Markt für klimafreundliche Schiffsantriebe wird in den kommenden Jahren dynamisch wachsen“, so Schenk. Mehr Nachhaltigkeit in maritimen Anwendungen – und darüber hinaus Aktuelle Einspritzsysteme von Bosch arbeiten bislang meist mit Diesel oder dieselbasierten Kraftstoffen und werden überwiegend in mittelschnell- und schnelllaufenden Großmotoren eingesetzt. Diese sind beispielsweise in Fähren, Schleppern, Yachten oder in Generatoren für die Onboard-Stromversorgung bei großen Containerschiffen und Frachtern zu finden. Bereits heute sind die Bosch-Komponenten für die Nutzung von Drop-in-Kraftstoffen wie Biodiesel und paraffinischem Diesel geeignet. So können sie schon jetzt bei entsprechender Betankung zur CO 2 -Einsparung beitragen. „Der Schwerpunkt unserer Entwicklung liegt mittlerweile auf Einspritz- und Einblaskomponenten für flüssige und gasförmige alternative Kraftstoffe“, sagt Schenk. Der neue Injektor von Bosch kann unter anderem mit Wasserstoff, Methanol, Ethanol und Ammoniak betrieben werden. Sein Design lässt sich je nach Applikation entsprechend anpassen. Er ist sowohl für die Saugrohreinspritzung als auch für Niederdruck-Direkteinspritzung nutzbar. Derzeit ist er bei asiatischen Kunden in der Erprobung. Entwicklungsthemen bei der Methanol-Nutzung sind beispielsweise angepasste Brennverfahren, eine sichere Kaltstartfähigkeit sowie Materialverträglichkeit und Verschleiß durch die veränderte Schmierfähigkeit. Denn ohne entsprechende Anpassung sind bestehende Erzeugnisse für Methanol- oder Ammoniakanwendung nicht geeignet. Zur gasförmigen Einblasung im Saugrohr von Erdgas, Wasserstoff oder Ammoniak bietet Bosch spezielle Einblasventile an. Neben maritimen Anwendungen kommt die Bosch-Technik unter anderem auch in stationären Großmotoren, Baumaschinen und Lokomotiven zum Einsatz. Millionen-Investitionen am Standort Hallein Um die Entwicklungen weiter voranzutreiben, hat Bosch kürzlich eine Methanol-Infrastruktur am Entwicklungsstandort Hallein/Österreich in Betrieb genommen und dafür einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Der Standort ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoren-Einspritzsysteme. „Für die Dekarbonisierung von Großmotoren braucht es technologische Vielfalt – insbesondere dort, wo Elektrifizierung an ihre Grenzen stößt und regenerative Kraftstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen“, sagt Schenk. „Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen.“

Wasserstoff: Neues Brennstoffzellensystem von Bosch geht in Madrid in Testbetrieb

28.07.2026

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Wasserstoff: Neues Brennstoffzellensystem von Bosch geht in Madrid in Testbetrieb

Stuttgart/Madrid – Der Druck auf den städtischen Nahverkehr in Europa wächst: Angesichts verpflichtender EU-Vorgaben, die CO 2 -Emissionen von Stadtbussen bis 2030 um 90 Prozent zu senken, suchen Verkehrsbetriebe nach zuverlässigen, emissionsfreien Lösungen. Dazu startet jetzt ein erster Testbetrieb in Madrid: Ausgerüstet mit einem Brennstoffzellen-Antriebssystem (Fuel Cell Power Module, kurz: FCPM) von Bosch befördert ein Bus von Irizar nun mehrere Wochen lang Passagiere durch die spanische Hauptstadt. Das Fahrzeug wird insbesondere auf Strecken fahren, auf denen es mit seiner hohen Reichweite seine Vorteile voll ausspielen kann. Betreiber ist die spanische Busgesellschaft Alsa. Die Brennstoffzelle ist die perfekte Ergänzung zum batterieelektrischen Antrieb – auch im Busbetrieb..., sagt Thomas Pauer, Mitglied des Sektorvorstands Bosch Mobility und Vorsitzender des Bosch-Bereichsvorstands Power Solutions. „Die Brennstoffzelle bietet sich insbesondere für Busse an, die täglich längere Strecken fahren und unterwegs kaum die Möglichkeit haben, zu laden. Mit dem Testbetrieb können wir eindrucksvoll zeigen, dass die Brennstoffzellentechnik von Bosch bereit für den anspruchsvollen Serieneinsatz im Personenverkehr ist.“ In den vergangenen Wochen hat das Testfahrzeug bereits umfassende Erprobungen sowie die nötige Homologation durchlaufen. Nun soll der alltägliche Realbetrieb die Robustheit und die Stärken des Brennstoffzellenantriebs bestätigen. Im Testbus kommt das Brennstoffzellensystem FCPM C190 von Bosch zum Einsatz. Das kompakte System basiert auf einem horizontalen Doppelstack und bietet eine Dauerleistung von 190 Kilowatt. Mit dem verfügbaren H 2 -Tankvolumen sind Reichweiten von über 1 000 Kilometern möglich, bei Tankzeiten von nur zehn bis 15 Minuten. Damit kann der Bus auch im Überlandverkehr eingesetzt werden. Neben dem FCPM C190 bietet Bosch mit dem FCPM C300 auch ein System für schwere Reisebusse und Lkw an. Ergänzt wird das Portfolio durch das FCPM C100, das mit 100 Kilowatt Dauerleistung und einer flachen Bauform die richtige Lösung für städtische Busse ist. EU-Regelungen treiben Erneuerung im Bussegment Busbetreiber und städtische Verkehrsbetriebe setzen aufgrund EU-Vorgaben zunehmend auf Alternativen zum Dieselantrieb. Neben den Regelungen zur Verbesserung der Luftqualität in Städten erfordern zusätzlich die Regelungen zum Klimaschutz umweltfreundlichere Antriebskonzepte. So müssen die CO 2 -Emissionen neu zugelassener Stadtbusse bis 2030 um 90 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 sinken, für alle anderen Bustypen gilt dies von 2040 an. Hier können Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antriebssystem, welche die EU als „Zero-Emission“-Fahrzeuge anerkennt, einen wichtigen Beitrag leisten. 2025 wurden laut dem europäischen Fahrzeugherstellerverband ACEA in der EU gut 38 000 Busse neu zugelassen. Bosch-Technik entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette Bosch engagiert sich stark für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und entwickelt technische Lösungen für die Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. So verkündete das Unternehmen 2025 den Markteintritt seines Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks zur Produktion von Wasserstoff. Darüber hinaus arbeitet Bosch an der Technik für Wasserstoffmotoren und bietet entsprechende Komponenten für die Saugrohr- und Direkteinblasung an. Für die Entwicklung der mobilen Brennstoffzelle wurde ein Entwicklerteam von Bosch Ende 2025 mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet.

Pilotprojekt: Bosch, Toyota, BMW und Repsol testen vollständig regeneratives Ben ...

15.07.2026

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Pilotprojekt: Bosch, Toyota, BMW und Repsol testen vollständig regeneratives Ben ...

Stuttgart/Brüssel – Bosch gibt heute den Start eines im Juli in Spanien angelaufenen Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit Toyota Motor Europe, der BMW Group und Repsol bekannt. Über eine Laufzeit von sechs Monaten soll es das Potenzial von Fahrzeugen, die ausschließlich mit förderungswürdigen Kraftstoffen betrieben werden (VEEF)*, unter realen Bedingungen aufzeigen. Im Rahmen der Initiative wird eine Flotte von rund 20 Fahrzeugen der Marken Toyota und BMW eingesetzt, die mit dem zu 100 Prozent regenerativen Benzin von Repsol (Nexa 95) betrieben und durch Boschs hochentwickelte digitale Technologie zur Nachverfolgung der Kraftstoffeigenschaften unterstützt werden. Das Pilotprojekt soll mit konkreten Praxisdaten zeigen, dass sich erneuerbare Kraftstoffe bereits effektiv in großem Maßstab im Verkehr einsetzen lassen. So könnten sie mit einem komplementären, technologieoffenen und sozialverträglichen Ansatz zur Defossilisierung des Mobilitätssektors in Europa beitragen.Der Digital Fuel Twin von Bosch erfasst und validiert Tankdaten aus verschiedenen Quellen – darunter Fahrzeugdaten, Tankstellen und Tankkartentransaktionen – und gewährleistet damit eine zuverlässige und transparente Nachverfolgung des Verbrauchs erneuerbarer Kraftstoffe. Der Digital Fuel Twin von Bosch sorgt für vollständige digitale Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sodass sich erneuerbare Kraftstoffe vom Markteintritt bis hin zum Endverbraucher zuverlässig nachverfolgen und verifizieren lassen. Durch die präzise Überwachung des Kraftstoffverbrauchs einzelner Fahrzeuge in Echtzeit schaffen wir die Grundlage für Vertrauen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Dies wiederum fördert die Akzeptanz erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehrssektor,...sagt Dr. Marko Babic, Produktbereichsleiter bei Bosch und verantwortlich für den Digital Fuel Twin. „Technologieoffenheit ist eine der strategischen Säulen der BMW Group – gleichzeitig wollen wir den Anteil umweltfreundlicher und effizienter Fahrzeuge im Straßenverkehr erhöhen. BMW und MINI stellen Fahrzeuge in diesem zukunftsweisenden Pilotprojekt und helfen, wertvolle Daten zu sammeln, damit wir unseren Kunden weltweit auch in Zukunft die besten und effizientesten Antriebe bieten können“, sagt Stefan Heller, Entwicklungsleiter des VEEF-Programms der BMW Group. Das Pilotprojekt verfolgt drei Kernziele: Verfügbarkeit von regenerativem Benzin auf dem Markt – unter Nutzung der Infrastruktur von Repsol als bislang einzigem Anbieter von 100 Prozent erneuerbarem Benzin an öffentlichen Tankstellen in Spanien. Verfügbarkeit digitaler Nachverfolgungs- und Zertifizierungstechnologien – zur Zertifizierung der getankten erneuerbaren Kraftstoffe über den gesamten Lebenszyklus mithilfe des Digital Fuel Twin von Bosch. Einsatz von VEEF-Flotten in der Praxis – für den Nachweis, dass bestehende Fahrzeuge mit der vorhandenen Infrastruktur mit zu 100 Prozent erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden können. Im Gegensatz zu Lösungen, die neue Fahrzeugtechnologien oder Investitionen in die Infrastruktur erfordern, kommen bei dem Pilotprojekt Pkw der Marken Toyota und Lexus aus dem Bestand von Toyota España sowie Fahrzeuge aus der BMW-Flotte zum Einsatz. Dies unterstreicht die unmittelbare Skalierbarkeit der erneuerbaren Kraftstoffe als Sofortlösung für die Defossilisierung des Straßenverkehrs. Das aus RED-konformen Rohstoffen gewonnene Benzin Nexa 95 von Repsol verursacht im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen deutlich weniger Treibhausgasemissionen und ist mit heutigen Benzinmotoren und der bestehenden Infrastruktur vollständig kompatibel. Spanien bot für die Durchführung des Projekts aufgrund der Verfügbarkeit von regenerativem Benzin, der engen Zusammenarbeit der Partner und der operativen Unterstützung seitens Toyota España die optimale Umgebung. „Bei Repsol sind wir davon überzeugt, dass jedes Gramm weniger Emissionen für die Defossilisierung des Straßenverkehrs zählt. Dieses Projekt bekräftigt die Bedeutung erneuerbarer Kraftstoffe als Alternative für Verbraucher, mit ihren jetzigen Fahrzeugen und der bestehenden Infrastruktur ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Als einziges Unternehmen, das in Spanien derzeit 100 Prozent regeneratives Benzin an öffentlichen Tankstellen anbietet, bringen wir mit Stolz an der Seite von Toyota, BMW und Bosch unsere Kompetenz und Infrastruktur ein. Die Daten aus der Praxis werden einmal mehr zeigen, wie wichtig ein technologieoffener Ansatz für die Mobilitätswende in Europa ist“, betont Estíbaliz Pombo, Leiterin des Bereichs Energieprodukte für die Mobilität bei Repsol. Für mehr Technologieoffenheit in Europa Das Pilotprojekt soll belastbare Daten und Erkenntnisse liefern, die in die politischen Diskussionen in Europa zur Defossilisierung der Automobilbranche einfließen sollen. Angesichts eines starken Fokus der EU-Politik auf die Elektrifizierung will das Vorhaben beweisen, dass erneuerbare Kraftstoffe ergänzend und skalierbar zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beitragen können. EU-Politiker, Entscheidungsträger aus der Branche und Medien werden über Daten und Zwischenergebnisse aus der Testphase informiert. So soll ein Beitrag zu den Debatten rund um Technologieoffenheit und die mögliche Aufnahme von VEEF in künftige Gesetzesrahmen geleistet werden. „Wir sind davon überzeugt, dass erneuerbare Kraftstoffe den CO₂-Ausstoß neben der Elektrifizierung deutlich senken können. Im Zuge der Energiewende wird langsam deutlich, dass wir das Null-Emissionsziel bei Fahrzeugen bis 2035 womöglich nicht ganz erreichen könnten. Hier könnten erneuerbare Kraftstoffe – insbesondere in Kombination mit Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Technologien die Lücke hin zur CO₂-Neutralität überbrücken. Das Pilotprojekt zeigt, dass erneuerbare Kraftstoffe bereits heute in Neu- und Bestandsfahrzeugen erheblich und nachhaltig zur Dekarbonisierung beitragen können“, sagt Pascal Ruch, Vice President Corporate & Governmental Affairs von Toyota Motor Europe. Mit Vollgas zu messbaren Ergebnissen Ein wichtiger Erfolgsfaktor besteht darin, erneuerbare Kraftstoffe in der Bestandsflotte effektiv einzusetzen, um Treibhausgasemissionen zu senken und der Technologie Nachdruck zu verleihen. Das Projekt soll zudem wertvolle Erkenntnisse für Validierungs- und Überwachungsverfahren in Forschung und Entwicklung, die Skalierbarkeit bestehender Konzepte zur Nachverfolgung von Tankvorgängen sowie die mögliche Verknüpfung von Kraftstoffverbrauch und Einzelfahrzeugen liefern. * Förderungswürdige Kraftstoffe: Bezieht sich auf erneuerbare, kohlenstoffarme Kraftstoffe, die die Nachhaltigkeitskriterien gemäß der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien (RED) erfüllen und im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen auf „Well-to-Wheel“-Basis zu einer erheblichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen führen. Dazu gehören nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe und erneuerbare, aus Abfällen, Reststoffen oder erneuerbaren Energiequellen gewonnene Kraftstoffe, wie ACEA und FuelsEurope sie in ihren befürwortenden Stellungnahmen zum Einsatz von Fahrzeugen, die ausschließlich mit förderungswürdigen Kraftstoffen betrieben werden (VEEF), definieren. Pressebilder und Infografiken im Bosch Media Service unter www.bosch-presse.de .

Le Mans: Bosch und Maserati definieren die wasserstoffbetriebene Zukunft des Ren ...

28.05.2026

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Le Mans: Bosch und Maserati definieren die wasserstoffbetriebene Zukunft des Ren ...

Abstatt – Das Engagement von Bosch Motorsport bei den 24 Stunden von Le Mans steht auch in diesem Jahr wieder im Zeichen der Nachhaltigkeit. Die Demonstration von langstreckentauglichen alternativen Motorsportantrieben von Bosch Motorsport geht mit dem optimierten Wasserstoffmotor auf Basis des Nettuno-Benzinmotors von Maserati in die nächste Phase. „Um eine Vision wie den Wasserstoff-Rennwagen Realität werden zu lassen, braucht man ein starkes Team. Unsere strategische Partnerschaft mit Ligier Automotive ist das Fundament, auf dem wir das Fahrzeug entwickeln und testen. Gleichzeitig bot unsere Zusammenarbeit mit Maserati eine erstklassige Basis für den Motor. Diese Bündelung von Know-how ist unser Schlüssel, um nachhaltige Leistung schneller auf die Straße zu bringen“, sagt Ingo Mauel, Leiter Bosch Motorsport.Innovative Ingenieurskunst für Hypercar-Leistung Das von Bosch Engineering entwickelte Wasserstoffaggregat basiert grundlegend auf dem Maserati Nettuno, einem 3,0-Liter-Sechszylinder-Benzinmotor mit Biturbo-Aufladung und Trockensumpfschmierung. Für die Umrüstung auf Wasserstoffbetrieb wurden Kernkomponenten wie Zylinderkopf und Turbolader aus der ursprünglichen Konstruktion beibehalten. Innerhalb des Basismotors wurde lediglich eine wesentliche Änderung an den Kolben vorgenommen, die in ihrer Form optimiert und zur Senkung des Verdichtungsverhältnisses angepasst wurden, um bei hohen Drehzahlen noch mehr Leistung und Performance zu erzielen. Die Modifikationen umfassen unter anderem das Einspritzsystem, das Zündsystem und das Motorsteuergerät. Anstelle der kombinierten Direkt- und Saugrohreinspritzung kommt in der aktuellen Version eine moderne Wasserstoff-Direkteinspritzung mit HIDI-LCV-Injektoren von Bosch zum Einsatz. Dadurch kann der 3,0-Liter-Wasserstoffmotor in dieser Motorsportanwendung rund 480 Kilowatt leisten und ein Drehmoment von 880 Newtonmetern liefern. Davide Danesin, Leiter der Maserati-Entwicklung, sagt: „Nettuno ist ein hochmoderner Motor, der weiterhin Robustheit, Effizienz und Vielseitigkeit beweist. Aus diesem Grund hat er sich dank seiner inhärenten Festigkeit, die es ihm ermöglicht, sehr hohen Zylinderdrücken standzuhalten, als besonders gut für die Umrüstung auf Wasserstoff erwiesen.“ Starke Partnerschaft bringt Innovation auf die Rennstrecke Um das Potenzial eines Rennwagens mit Wasserstoffmotor greifbar zu machen, ist Bosch Engineering 2021 eine strategische Partnerschaft mit Ligier Automotive eingegangen. Das Ergebnis ist die Entwicklung des wasserstoffbetriebenen Rennwagen-Prototyps Ligier JS2 RH2. Das Fahrzeug wurde erstmals im Juni 2023 bei den 24 Stunden von Le Mans vorgestellt. In den seitdem durchgeführten Tests haben Fahrzeug und Motor ihre Robustheit über fast 8.000 Testkilometer auf der Rennstrecke unter verschiedenen Wetterbedingungen ohne technische Probleme bewiesen. Kontinuierliche Optimierungen haben zur Weiterentwicklung des Wasserstoffkonzepts geführt; so wurden beispielsweise Drehmoment und Leistung des Antriebs gesteigert und gleichzeitig die Emissionen weiter reduziert. „Das Projekt Ligier JS2 RH2 veranschaulicht perfekt, was erreicht werden kann, wenn drei komplementäre Fachgebiete zusammenkommen. Unsere Zusammenarbeit mit Bosch Engineering und Maserati ermöglicht es uns, das volle Potenzial von Wasserstoff im Motorsport zu erforschen und dabei Leistung mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Es spiegelt auch ein bedeutungsvolles Kapitel unserer Geschichte wider – der ursprüngliche Ligier JS2, angetrieben von einem V6 3,0l Maserati-Motor, siegte 1974 bei der Tour Auto. Heute inspiriert uns dieses Erbe, nach vorne zu blicken. Gemeinsam entwickeln wir nicht nur einen Rennwagen-Demonstrator, sondern öffnen auch die Tür für zukünftige Anwendungen, wie zum Beispiel ein dekarbonisiertes Track-Day-Auto, das Maserati-Motorentechnologie und Bosch-Wasserstoffsysteme integriert“, sagt Jacques Nicolet, Präsident von Ligier Automotive. Wie in den Vorjahren wird der Ligier JS2 RH2 mit seinem Wasserstoffmotor am Samstag, den 13. Juni 2026, eine Demorunde auf der Rennstrecke von Le Mans absolvieren und während der gesamten Rennwoche im H2 Village ausgestellt sein. Weitere Informationen: https://www.bosch-engineering.com/de/stories/ligier/ https://www.youtube.com/watch?v=UbLfgPRiG9M

Bosch und Mitsubishi Corporation: Joint Venture startet erstes Kundenprojekt in China

26.05.2026

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Bosch und Mitsubishi Corporation: Joint Venture startet erstes Kundenprojekt in China

Stuttgart/Tokio/Chizhou – Das von Bosch und Mitsubishi Corporation gegründete Gemeinschaftsunternehmen „Bosch MC Battery Service Innovations GmbH“ hat den ersten Kunden für seine innovative „Battery-as-a-Service“-Lösung (BaaS) gewonnen. Dieser Meilenstein wurde jetzt mit der Eröffnung eines Energy Service Hub im chinesischen Chizhou gefeiert. Die von Shanghai Lingzhou Technology Co. Ltd. betriebene Anlage ist die erste, in der die Technologie des Joint Ventures zum Einsatz kommt.An dieser Station können Batterien von Elektro-Lkw in wenigen Minuten gewechselt oder geladen werden. Der Ladeprozess wird mithilfe künstlicher Intelligenz optimiert und mit einem zusätzlichen Serviceangebot ergänzt. Mit der maßgeschneiderten Ladelösung lassen sich die Fahrzeuge und ihre Batterien besser überwachen und ihr Wert erhalten. Aktuell nutzen bereits mehr als 100 Lkw täglich die Anlage. Elektro-Lkw sind in China im Kommen: Fast 30 Prozent aller im Jahr 2025 verkauften Lastkraftwagen waren bereits sogenannte New Energy Vehicle (NEV). Bosch erwartet sogar, dass 2030 über die Hälfte aller neu zugelassenen Lkw rein elektrisch fahren werden. China gilt als Vorreiter im Wandel des Schwerlastverkehrs. Bosch MC Battery Service Innovations erleichtert Flottenelektrifizierung Das Angebot des Gemeinschaftsunternehmens greift eine zentrale Herausforderung für Betreiber von Elektrofahrzeugflotten auf: Die im Laufe der Zeit je nach Nutzung und Ladeverhalten nachlassende Batteriekapazität erschwert eine genaue Planung der Wertentwicklung sowohl des Fahrzeugs als auch seiner Energiequelle. Mit seiner „Battery in the Cloud“-Lösung bietet Bosch die technische Grundlage für entsprechende Dienste. Die Software berechnet den genauen Gesundheitszustand (State of Health) der Antriebsbatterie, prognostiziert dessen Verlauf und hilft bei der Optimierung des Ladevorgangs. „Mit diesem Service schaffen Bosch und Mitsubishi Corporation einen echten Mehrwert für Flotten“, sagt Thomas Pauer, Bereichsvorstand von Bosch Power Solutions. „Auch wenn der Gesundheitszustand durch Alterung und viele Ladezyklen nachlässt, behalten Flottenbetreiber mit unserer Lösung den Batteriezustand ihrer Fahrzeuge immer im Blick – ein entscheidendes Kriterium für die Alltagstauglichkeit und die Gesamtbetriebskosten einer Flotte.“ „Unser Service trifft den Nerv der Zeit: Wir unterstützen batterieelektrische Fahrzeuge im Flottengeschäft“, sagt Qian Yang, Geschäftsführer der lokalen Tochtergesellschaft in China. „Der ganzheitliche Ansatz beschleunigt die Elektrifizierung von Flotten und optimiert den gesamten Batterielebenszyklus – für unsere Kunden ist das gebündelte Know-how von Mitsubishi und Bosch die perfekte Kombination.“ Mit den gesammelten Ladedaten können darüber hinaus Aftermarket-Dienstleistungen wie vernetzte Versicherungen, Fahrzeug- und Batteriewartung sowie Service verbessert werden. Bosch und Mitsubishi arbeiten seit 2019 gemeinsam an diesem Thema. Ein erster Testlauf der Dienstleistungen verlief bereits erfolgreich.

Wachstumsmarkt Elektromobilität: Bosch gewinnt Großauftrag von Mercedes-Benz

19.05.2026

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Elektrifizierte Mobilität

Wachstumsmarkt Elektromobilität: Bosch gewinnt Großauftrag von Mercedes-Benz

Stuttgart – Die Elektrifizierung der Mobilität gewinnt weiter an Dynamik – gemeinsam mit seinen Kunden gestaltet Bosch diesen Wandel aktiv mit. Das Unternehmen hat kürzlich einen neuen Großauftrag von Mercedes-Benz erhalten und soll bis in die 2030er Jahre ein großes Volumen an E-Motoren für die nächste Generation elektrischer Antriebe des Premiumherstellers liefern. „Der neue Auftrag bekräftigt unsere langjährige Partnerschaft mit Mercedes-Benz und zeigt, dass wir unsere Kompetenzen auch in technologisch anspruchsvollen Projekten erfolgreich einbringen“, sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Der Auftrag knüpft an ein erfolgreiches Jahr 2025 an, in dem Bosch global mehr als 70 Kundenprojekte akquirieren konnte. Aktuell beliefert das Unternehmen mehr als 50 Automobilhersteller aus aller Welt mit Technik und Lösungen für die Elektromobilität. Auch wenn sich die Märkte je nach Weltregion unterschiedlich schnell entwickeln und der Preis- und Wettbewerbsdruck hoch bleibt, machen die Aufträge deutlich: Bosch ist auch in der Elektromobilität auf Kurs. Wir überzeugen Kunden mit unserer Kernkompetenz, komplexe Technik in hohen Stückzahlen mit signifikanten Skaleneffekten weltweit entwickeln und fertigen zu können. Wir liefern Lösungen für das elektrische Fahren in alle Märkte der Welt...sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Bosch erreicht mit seinen E-Motoren einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistungsdichte. Ein Schlüsselfaktor dafür ist die neue Wicklungstechnologie. Zusätzlich sind die E-Motoren von Bosch mit der innovativen Rotor-Ölkühlung ausgestattet, welche die Wärme optimal abführt. Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt in der skalierbaren Plattformarchitektur: Der Elektromotor kann je nach geforderter Leistung in seiner Länge variiert werden und lässt sich ohne großen Aufwand in unterschiedliche Achsvarianten einsetzen. So können Kunden den Antrieb flexibel und kosteneffizient in verschiedene Fahrzeugmodelle integrieren. Die Kombination aus hoher Effizienz, innovativer Kühlung, optimierter Wickeltechnologie und skalierbarer Plattformarchitektur führt zu einer besonders kompakten Bauweise, die Gewicht, Bauraum und letztlich die Systemkosten reduziert. Bosch ist wichtiger Technologiepartner für zahlreiche Hersteller weltweit Für 2026 plant das Unternehmen, mehr als sieben Millionen Komponenten für das elektrische Fahren zu produzieren. Weltweit laufen derzeit rund sieben Elektromotoren von Bosch pro Minute vom Band. Neben Premiumherstellern wie Mercedes-Benz arbeitet Bosch im Bereich der Elektromobilität auch mit einer Vielzahl weiterer international tätiger Automobilhersteller zusammen. In Indien etwa sollen im Rahmen eines Joint Ventures mit TataAutocomp Systems eAchsen für den indischen Markt entwickelt, industrialisiert und gefertigt werden. Auch auf dem derzeit weltweit größten Fahrzeugmarkt China nimmt Bosch als Technologiepartner eine führende Rolle ein. „Wir arbeiten mit fast allen chinesischen, aber auch mit zahlreichen in China tätigen, internationalen Automobilherstellern zusammen“, sagt Marco Zehe, Vorsitzender des Bosch Geschäftsbereichs Electrified Motion. Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt produziert Bosch für eine Vielzahl der dort ansässigen Autobauer und liefert an mehr als 30 Kunden Lösungen für das elektrische Fahren. Von Siliziumkarbid-Chips bis hin zu kompletten Antriebslösungen – Bosch deckt weltweit das gesamte Spektrum der Elektromobilität ab. Über die eAchse hinaus bietet das Unternehmen mittlerweile auch sogenannte X-in-1-Lösungen an, in denen mehrere Komponenten wie E-Motor, Leistungselektronik, Getriebe und Energiemanagement zu hochintegrierten Systemen gebündelt werden. Diese sind kompakter, leichter, weniger komplex und bieten klare Kostenvorteile für Kunden.

„Road Hazard Service“: Gefahrenmeldung von Bosch in Fahrzeugen der BMW Group

07.05.2026

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„Road Hazard Service“: Gefahrenmeldung von Bosch in Fahrzeugen der BMW Group

Stuttgart/München – Der Weg ist das Ziel. Damit Autofahrer diesen noch unbeschwerter genießen können, hebt Bosch mit dem „Road Hazard Service“ die Sicherheit auf ein neues Niveau. Der cloudbasierte Dienst warnt durch kontinuierlich aktualisierte Daten aus verschiedenen Quellen schnell vor potenziellen Gefahren auf der Fahrtstrecke, wie etwa plötzlich auftretendem Nebel oder Glatteis, und ist bereits millionenfach in verschiedenen Autos und Nutzfahrzeugen weltweit im Einsatz. Auch Fahrzeuge der BMW Group nutzen den Bosch-Service. Bosch plant, den Dienst in den kommenden Jahren schrittweise in weiteren Fahrzeugen des Premiumherstellers auszurollen. Der ‚Road Hazard Service‘ von Bosch erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr und steigert gleichzeitig den Fahrkomfort. Unser cloudbasierter Dienst ist ein spürbarer Zugewinn für unsere Kunden, weil er Fahrer und Fahrerinnen, sei es in Pkw oder Lkw, vorausschauend vor Gefahren auf der Strecke informiert und so kritische Situationen abwenden kann..., sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility. Bosch-Service bereits millionenfach bewährt Der „Road Hazard Service“ von Bosch feierte im Juni 2024 Premiere und ging bei einem europäischen Fahrzeughersteller live. Ein halbes Jahr später integrierte erstmals auch ein großer Nutzfahrzeughersteller den Dienst, den Bosch seither sukzessive weiter ausrollt. Die Software-Lösung auf Cloud-Basis ist mittlerweile in Millionen von Fahrzeugen in Europa und in den USA verfügbar. Seit März 2026 ist der Dienst auch in der Fahrzeugflotte der BMW Group vorhanden. Zu den Fahrzeugmodellen, die den „Road Hazard Service“ einsetzen, zählen beispielsweise BMW iX1 und iX2, BMW iX3 und BMW X3 sowie verschiedene Mini-Modelle. Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal der Bosch-Technologie: Fahrzeughersteller können die Empfindlichkeit, ab wann das System eine Warnung auslöst, exakt nach ihren Wünschen und der eigenen Markenphilosophie einrichten. Dazu gehören Hinweise zu Unfällen oder zu liegen gebliebenen Fahrzeugen wie etwa in Baustellenbereichen. Der Dienst warnt darüber hinaus beispielsweise auch vor starkem Regen, der Aquaplaning hervorrufen kann, vor heftigem Schneefall und starkem Wind. Zusätzlich bietet Bosch als einziger Anbieter eine cloudbasierte Geisterfahrerwarnung, die beispielsweise ein europäischer Volumenhersteller verwendet. Fahrzeughersteller haben die Wahl: Sie können die Falschfahrerwarnung entweder im Paket des „Road Hazard Service“ oder als einzelne Funktion buchen. Diese Technologie warnt den Fahrer entscheidende Sekunden früher, oft lange bevor der Falschfahrer überhaupt in Sichtweite ist. Die Warnung vor Falschfahrern erfolgt entweder direkt über das Display im Cockpit oder über das Smartphone, sollte der Fahrer noch kein Fahrzeug mit integrierter Falschfahrerwarnung besitzen. Die Funktion kann in zahlreichen Smartphone-Applikationen der Bosch-Partner genutzt werden. Einfach eine der Partner-Apps herunterladen, die Funktion aktivieren und den Bosch-Service nutzen. Insgesamt wurden bereits mehr als 100 Millionen App-Downloads erzielt. Hohe Zuverlässigkeit dank intelligentem Daten-Mix Die hohe Zuverlässigkeit des „Road Hazard Service“ basiert auf einem intelligenten Fusionskonzept. Bosch kombiniert dafür anonymisierte Echtzeit-Daten aus einer weltweiten Flotte von Millionen vernetzter Fahrzeuge mit Informationen von Drittanbietern wie Wetterdiensten oder Straßenbetreibern. Aus dieser Vielfalt an Quellen entsteht ein hochpräzises und aktuelles Lagebild der Straßenverhältnisse, das die Grundlage für verlässliche Warnungen bildet. Zudem können auch Fahrerassistenzsysteme wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) und der Notbremsassistent die vorausschauenden Gefahrenmeldungen einbeziehen, um noch präziser und sicherer zu agieren. In der Praxis analysiert und kombiniert ein Algorithmus permanent die eingehenden Fahrzeugdaten, wie etwa Regeleingriffe des ESP (DSC) oder die Aktivität der Scheibenwischer. Stellt das System beispielsweise fest, dass in einer Region viele Fahrzeuge den Scheibenwischer auf höchster Stufe nutzen und Wetterdaten starken Regen melden, ermittelt es die Gefahr von Aquaplaning. Betroffene Fahrer erhalten daraufhin eine frühzeitige Warnung und können ihre Geschwindigkeit rechtzeitig anpassen. Die Qualität der Vorhersagen wird kontinuierlich durch eine eigene, mit Spezialsensorik ausgestattete Testflotte validiert. Zusätzlich dienen externe Quellen wie Webcams entlang der Straßen zur Verifizierung der ausgegebenen Warnmeldungen. Neu im Bosch-Angebot für noch mehr Sicherheit und Komfort auf jeder Fahrt: Die „Connected Speed-Limits“ kennen immer das aktuell gültige Tempolimit und zeigen es dem Fahrer direkt im Fahrzeug an. Dank intelligenter Vernetzung erkennt der Dienst sogar dynamische Begrenzungen, wie sie bei Baustellen, Nässe oder je nach Tageszeit gelten.

Effizienzsprung bei Halbleitern: Bosch führt dritte SiC-Chip-Generation ein

22.04.2026

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Effizienzsprung bei Halbleitern: Bosch führt dritte SiC-Chip-Generation ein

Stuttgart – Halbleiter aus Siliziumkarbid (SiC) sind der Schlüssel, um Elektroautos effizienter zu machen und ihre Reichweite zu erhöhen. Bosch treibt die Entwicklung nun entscheidend voran: Das Unternehmen hat mit der Einführung von Siliziumkarbid-Chips der dritten Generation begonnen und beliefert weltweit agierende Automobilhersteller mit Mustern. Heißt: Immer mehr E-Fahrzeuge werden künftig mit modernsten SiC-Chips der dritten Generation von Bosch ausgestattet sein. „Siliziumkarbid-Halbleiter sind die zentralen Taktgeber der Elektromobilität. Sie steuern den Energiefluss und machen ihn so effizient wie möglich. Mit unserer neuen SiC-Chip-Generation bauen wir unsere Technologieführerschaft in diesem Feld konsequent aus und helfen unseren Kunden, noch leistungsfähigere und effizientere Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen“, sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Bosch Mobility. Unsere Ambition ist klar: Wir wollen eine weltweit führende Position unter den Herstellern von SiC-Chips einnehmen,...sagt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Bosch Mobility Damit positioniert sich Bosch in einem stark wachsenden Zukunftsmarkt. Analysen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Yole Intelligence* prognostizieren, dass der globale Markt für SiC-Leistungshalbleiter von 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf rund 9,2 Milliarden US-Dollar bis 2029 ansteigen wird, angetrieben vor allem durch die Elektromobilität. Milliarden-Investitionen in globales Fertigungsnetzwerk Siliziumkarbid-Halbleiter schalten deutlich schneller und effizienter als herkömmliche Silizium-Chips. Sie reduzieren Energieverluste und ermöglichen eine höhere Leistungsdichte in der Elektronik. Die neue Halbleiter-Generation von Bosch bringt dabei nicht nur einen technologischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Vorteil. „Unsere neue Chip-Generation liefert eine um 20 Prozent höhere Performance und ist dabei gleichzeitig deutlich kleiner als die Vorgängergeneration“, führt Heyn aus. „Diese Miniaturisierung ist der Schlüssel zu mehr Kosteneffizienz, da wir deutlich mehr Chips pro Wafer produzieren können. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag, Hochleistungselektronik breiter verfügbar zu machen.“ Seit dem Start der ersten Generation im Jahr 2021 hat Bosch weltweit bereits mehr als 60 Millionen SiC-Chips ausgeliefert. Bosch hat in den vergangenen Jahren seine Entwicklungsarbeit für SiC-Chips vorangetrieben und gleichzeitig seine Fertigungs- und Reinraumkapazitäten erhöht. Das Unternehmen hat im Rahmen der europäischen IPCEI-Förderprogramme (Important Projects of Common European Interest) für Mikroelektronik und Kommunikationstechnologie rund drei Milliarden Euro in Halbleiter investiert. Entwicklung und Produktion der dritten Generation SiC-Chips finden im Halbleiter-Werk in Reutlingen auf modernen 200-Millimeter-Wafern statt. Im September 2023 hat Bosch ein zweites Werk für die SiC-Chip-Fertigung in Roseville, Kalifornien (USA), übernommen und rüstet es derzeit mit modernsten, hochkomplexen Produktionsanlagen aus. In das US-Werk investiert das Unternehmen zusätzlich rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Erste SiC-Chips sollen hier noch im laufenden Jahr gefertigt und ausgeliefert werden – zunächst als Muster für Erprobungen bei Kunden. „Künftig werden die innovativen SiC-Halbleiter aus zwei Bosch-Werken in Deutschland und den USA geliefert“, sagt Markus Heyn. Dies sorge insbesondere für robustere und resilientere Lieferketten in der stark wachsenden Elektrifizierung der Automobilindustrie. Mittelfristig will Bosch die Fertigungskapazität von SiC-Leistungshalbleitern auf eine Stückzahl im mittleren dreistelligen Millionenbereich erhöhen. Einzigartiger „Bosch-Prozess“ als Schlüssel zum Erfolg Um die Chips kleiner und gleichzeitig leistungsfähiger zu machen, nutzt Bosch ein einzigartiges Fertigungs-Know-how. Das Unternehmen adaptierte seinen seit 1994 bekannten und branchenweit als „Bosch-Prozess“ etablierten Ätzprozess. Ursprünglich für Sensoren entwickelt, ermöglicht dieses Verfahren die Herstellung hochpräziser vertikaler Strukturen im Siliziumkarbid. Diese Bauweise steigert die Leistungsdichte der Chips erheblich – ein entscheidender Faktor für die überlegene Performance der dritten Generation. *Power SiC 2024 report, Yole Intelligence, 2024

Elektromobilität: Bosch und Tata AutoComp Systems Limited kündigen Joint Venture an

23.03.2026

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Elektromobilität: Bosch und Tata AutoComp Systems Limited kündigen Joint Venture an

Stuttgart / Bengaluru – Das Technologieunternehmen Bosch und Indiens führender Automobilkomponentenhersteller Tata AutoComp Systems Limited haben heute Pläne für die Gründung eines Joint Venture bekanntgegeben. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll die Stärken beider Konzerne vereinen, um Wachstumschancen im indischen Markt für Elektromobilität zu erschließen. Bosch und Tata AutoComp Systems Limited sollen zu gleichen Teilen am Joint Venture beteiligt sein. Die Unternehmensgründung steht noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen; nach Zustimmung der Kartellbehörden soll es bis Mitte 2026 seinen Betrieb aufnehmen. Indiens dynamische Entwicklung hin zur Elektromobilität ist beeindruckend und passt sehr gut zur strategischen Ausrichtung von Bosch Mobility. Denn für uns ist die Elektromobilität ein zentrales Zukunftsfeld, wir investieren konsequent in die gesamte Wertschöpfungskette – von Halbleitern bis hin zu kompletten Achsantrieben,...sagt Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility. „Die geplante Partnerschaft mit Tata AutoComp Systems Limited ist ein entscheidender Schritt, bei dem wir unsere globale Technologieführerschaft mit starker lokaler Expertise bündeln wollen. Unser Ziel ist es, die Transformation zur Elektromobilität für unsere Kunden in Indien gemeinsam zu beschleunigen.“ Elektromobilität mit rasantem Wachstum in Indien „Wir bei Bosch sind fest davon überzeugt, dass batterieelektrische Technologien der entscheidende Weg sind, um niedrige Emissionen bei Pkw und ausgewählten Nutzfahrzeugsegmenten zu erreichen. Unser Joint Venture mit Tata AutoComp Systems Limited hat zum Ziel, die Einführung dieser Technologien zu beschleunigen, indem wir unseren Kunden effiziente und hochmoderne E-Mobilitätslösungen anbieten“, sagt Guruprasad Mudlapur, Präsident von Bosch Limited in Indien. „Die Automobilbranche befindet sich weltweit im Wandel, und Indien bildet da keine Ausnahme. Elektromobilität ist für uns ein strategisches Feld und entwickelt sich in Indien rasant. Unsere Kunden fordern innovative globale Lösungen, die lokal in Indien gefertigt werden. Genau das will das Joint Venture erreichen“, so Sandeep Nelamangala, Joint Managing Director von Bosch Limited und Präsident von Bosch Mobility Indien. Das geplante Joint Venture soll sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von E-Achsen und E-Motoren in Indien konzentrieren. Mit Sitz in Pune, Indien, soll das Joint Venture die Einführung nachhaltiger und zukunftsweisender Technologien beschleunigen und so die regionale Präsenz beider Unternehmen im Bereich der Elektromobilität ausbauen. Bosch investiert Milliarden in Elektromobilität „Indiens Mobilitätsökosystem befindet sich in einem rasanten Wandel, angetrieben durch Elektrifizierung, Lokalisierung und den Bedarf an skalierbaren Technologielösungen. Dieses Joint Venture zwischen Tata AutoComp Systems und Bosch Limited vereint komplementäre Stärken in den Bereichen Ingenieurwesen, Technologie und Fertigung, um die Entwicklung fortschrittlicher Elektromobilitätslösungen für den indischen Markt zu beschleunigen“, sagt Arvind Goel, Vice Chairman, Tata AutoComp Systems Limited. Bosch hat weltweit mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität investiert. Diese geplante Partnerschaft ermöglicht es dem Unternehmen, die fortschrittlichen E-Achsen-Systeme und E-Motor-Lösungen auf dem wachsenden indischen Markt für Elektromobilität einzuführen und damit sein kontinuierliches Engagement in der Region zu bekräftigen. Die Vorstände der Bosch-Gruppe, der Bosch Limited in Indien und von Tata AutoComp Systems Limited haben der Transaktion bereits zugestimmt. Beide Unternehmen sind überzeugt, dass ihre Zusammenarbeit dem Markt für Elektromobilität in Indien bedeutende Impulse verleihen und innovative Lösungen für ihre Kunden hervorbringen wird. Pressebilder und Infografiken im Bosch Media Service unter www.bosch-presse.de . Journalistenkontakt: Athanassios Kaliudis, Telefon: +49 711 811-7497 E-Mail: Athanassios.Kaliudis@de.bosch.com

LogiMAT 2026: 800-Volt-Elektroantrieb von Bosch für Intralogistik mit großem Lei ...

19.03.2026

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LogiMAT 2026: 800-Volt-Elektroantrieb von Bosch für Intralogistik mit großem Lei ...

Abstatt – Hoher Wirkungsgrad und emissionsfreies Arbeiten in Logistikzentren, Häfen und Hallen – gerade für die lokale Intralogistik bietet eine Elektrifizierung des Antriebs erhebliche Vorteile. Intralogistikfahrzeuge werden ständig leistungsstärker und stoßen mit immer größeren Tragkräften in Einsatzgebiete vor, die bislang Geräten mit Verbrennungsmotoren vorbehalten waren. Auf der LogiMAT präsentiert Bosch Engineering einen Hochleistungs-Elektroantrieb für Batteriespannungen bis 800 Volt, der auf die spezifischen Anforderungen von schweren Intralogistikmaschinen abgestimmt ist. So können auch Schwerlaststapler, LKW-Zugmaschinen oder Hafentransporter in Terminals und Distributionszentren mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet werden. Die kompakten Maße ermöglichen eine einfache Integration in enge Bauräume, sodass sich auch bestehende Geräteplattformen mit einem Elektroantrieb ausrüsten lassen. „Unsere neue leistungsstarke Elektrifizierungslösung bietet eine hohe Leistungsdichte, kompakte Abmessungen und einen hohen Wirkungsgrad. Sie lässt sich flexibel einsetzen und ist damit erste Wahl bei der Elektrifizierung intralogistischer Geräte im Schwerlastbetrieb“, erklärt Philipp Kurek, verantwortlich für den Bereich Off-Highway und Marine bei Bosch Engineering.Das 800-Volt-Antriebssystem besteht aus dem Bosch Elektromotor SMG230 und einem besonders effizienten Inverter mit Siliziumkarbid-Powermodulen. Der Motor ist auf Systemspannungen von 400 bis 850 Volt ausgelegt. Im idealen Spannungs- und Temperaturbereich bietet er eine Dauerleistung von 188 Kilowatt und ein Drehmoment von rund 250 Newtonmetern. Kurzfristig können bis zu 550 Newtonmeter Drehmoment bereitgestellt werden. Auch die Leistungsdichte konnte durch die 800-Volt-Technik signifikant erhöht werden. Gegenüber einer vergleichbaren 400-Volt-Maschine liefert der neue Motor bei identischem Gewicht bis zu 80 Kilowatt mehr Leistung oder hat bei gleicher Leistung kompaktere Maße und wesentlich weniger Gewicht. Der speziell auf die Anforderungen des 800-Volt-Systems hin entwickelten Siliziumkarbid-Halbleiter in den Leistungsmodulen ermöglichen schnellere Schaltvorgänge und steilere Schaltflanken, infolgedessen geht erheblich weniger Energie in Form von Wärme verloren. Die Wechselrichter des Antriebssystems mit Siliziumkarbid-Halbleitern bieten damit einen hohen Wirkungsgrad von mehr als 99 Prozent. Das Sicherheits- und Diagnosekonzept basiert auf bewährten Standards aus dem Automobilbereich und wurde auf die Anforderungen der Intralogistik adaptiert. Bosch Engineering unterstützt ihre Kunden bei der Integration des Antriebs in die Logistikmaschine sowie bei der Applikation des Systems. Die Elektrifizierungslösung von Bosch Engineering bietet große Flexibilität durch die Kombination mit maßgeschneiderten Getriebelösungen von Bosch Rexroth, wie das neue Koaxialgetriebe eGFV9120. Zudem kann das Collision avoidance system CAS auf Basis des offenen Ecosystems BODAS von Bosch Rexroth direkt in das 800-Volt-Antriebssystem oder auch bei anderen Antriebsarten eingreifen. Mit einer Kombination aus Radar-, Ultraschallsensoren und Smart Cameras von Bosch Engineering ermöglicht das System einen effektiven Kollisionsschutz durch präzise Objekterfassung und Personenerkennung. Bosch Engineering unterstützt in Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth ihre Kunden auch bei der Anwendungsentwicklung in die Maschine. Der SMG230 mit dem montierten Bosch Rexroth Koaxialgetriebe eGFV9120 wird erstmals für Einsatz in der Intralogistik auf der LogiMAT 2026 in Halle 8 Stand B41 präsentiert.

Bosch erweitert Portfolio: Neue Brennstoffzellenlösungen für Busse

10.03.2026

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Bosch erweitert Portfolio: Neue Brennstoffzellenlösungen für Busse

Stuttgart/Berlin – Europäische Städte setzen für ihren öffentlichen Personennahverkehr zunehmend auf klimafreundliche Lösungen. Auf der Fachmesse Mobility Move in Berlin präsentiert Bosch mit dem Fuel Cell Power Module (FCPM) C100 eine neue Variante seines Brennstoffzellen-Antriebssystems, die für alle Bustypen, insbesondere aber für städtische Busse geeignet ist. Mit dieser klimaneutralen Lösung können die Fahrzeuge elektrisch und bei Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff komplett CO₂-frei angetrieben werden. Zur Bekämpfung des Klimawandels können neben batterieelektrischen Bussen auch brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge eingesetzt werden....sagt Jan-Oliver Röhrl, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Chairman der weltweiten Nutzfahrzeugaktivitäten von Bosch. „Die Brennstoffzelle bietet sich insbesondere für Busse an, die täglich längere Strecken fahren und unterwegs kaum die Möglichkeit zum Laden haben.“ Entsprechend einer EU-Regulierung müssen die CO₂-Emissionen von neu zugelassenen Stadtbussen aber bis 2030 um 90 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 sinken. Für alle anderen Bustypen gilt dies von 2040 an. Hier können Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antriebssystem, welche die EU als Zero-Emission-Fahrzeuge anerkennt, einen wichtigen Beitrag leisten. Mit der in Berlin ausgestellten kompakten Variante C100 ergänzt Bosch sein FCPM-Portfolio, dessen Leistungsspektrum von 100 bis 300 Kilowatt reicht. Die flache Bauweise mit einer Höhe von nur 40 Zentimetern ermöglicht die für den europäischen Markt typische Dachmontage. Das System ist konzipiert für Stadtbusse mit 12 bis 18 Metern Länge, bietet die typischen CAN- und Diagnoseschnittstellen und lässt sich einfach integrieren. Das FCPM C100 basiert auf der Variante FCPM C190 für Überland- und Reisebusse. Letztere geht noch in der ersten Jahreshälfte 2026 in Demofahrzeugen in den Testbetrieb und wird dieseltypisch im Heck verbaut. Das FCPM C300 ist mit ihren 300 Kilowatt Systemleistung schließlich die passende Energiequelle für schwere Lkw und Reisebusse. Bosch bietet ausgezeichnete Technik entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette Bosch engagiert sich seit vielen Jahren stark für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und entwickelt technische Lösungen für die Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. So verkündete das Unternehmen 2025 den Markteintritt seines Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks zur Produktion von Wasserstoff. Darüber hinaus arbeitet Bosch an der Technik für Wasserstoffmotoren und bietet entsprechende Komponenten für die Saugrohr- und Direkteinblasung an. Für die Entwicklung der mobilen Brennstoffzelle wurde ein Entwicklerteam von Bosch Ende 2025 mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet.