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Logistik- und Transportbranche: Bosch startet mit Service-Plattform in Europa, I ...

06.12.2023

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Logistik- und Transportbranche: Bosch startet mit Service-Plattform in Europa, I ...

Stuttgart – Die digitale Logistik-Plattform L.OS von Bosch zur Vereinfachung von IT-Prozessen in der Transport- und Logistikbranche feiert einen erfolgreichen Marktstart. In Europa, Indien und den USA hat das Bosch-Angebot bereits 50 Kunden gewonnen. 20 Logistikunternehmen jeweils aus Deutschland und Indien und zehn aus den USA gehören zu den ersten L.OS-Kunden. Darüber hinaus läuft bereits die Integration von mehr als 50 Service-Providern in den digitalen Marktplatz. Im vergangenen Jahr hatte Bosch die strategische Zusammenarbeit mit dem US-Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) zur Digitalisierung der Logistik bekanntgegeben . Die Transport- und Logistikbranche gilt als Rückgrat der Weltwirtschaft. Bosch sieht für seine Logistik-Services zur Effizienzsteigerung große Marktchancen. Bis 2030 peilt das Technologieunternehmen damit einen weltweiten Umsatz von rund 500 Millionen Euro an und hat für das Geschäft mit digitalen Plattformen eine eigene Einheit mit mehr als 400 Mitarbeitenden gegründet. Bosch hat mit L.OS das digitale Zeitalter für Frachtführer und Spediteure eingeläutet. Unsere Logistikplattform bietet ein komplettes Ökosystem und eine Software-Umgebung, in der Services verschiedener Anbieter nutzbar und kombinierbar sind. Für Bosch ist die Transport- und Logistikbranche ein strategisch wichtiges Feld...sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility. Offene Plattform für Anbieter von Logistik-Lösungen Über die digitale L.OS-Plattform von Bosch erhalten Logistik- und Transportunternehmen auf der ganzen Welt schnell und unkompliziert Zugang zu IT-Services und können so effizienter und nachhaltiger agieren. Der Clou: L.OS steht allen Anbietern von Logistik-Lösungen offen und ermöglicht ein reibungsloses Zusammenspiel aus unterschiedlichen Services und Daten. Ohne eigene, ressourcen- und kostenintensive IT-Projekte können Spediteure und Frachtunternehmen damit die Möglichkeiten der Digitalisierung gemäß ihrer individuellen Bedürfnisse oder Anforderungen im jeweiligen Land deutlich stärker für sich nutzen. In Indien etwa ist vom Start weg auf L.OS die Bosch-eigene Ortungslösung „TrakZeus“ für effizientes Flotten- und Transportmanagement sowie Routen- und Parkplanung verfügbar. Mit „Digital CN“ lassen sich Transportdokumente wie beispielsweise Frachtbriefe schnell und einfach digitalisieren und somit sicher auch über das Mobiltelefon übermitteln. In Europa geht L.OS mit einer ersten Service-Integration in Betrieb, die die Buchung sicherer Lkw-Parkplätze als zusätzliches Feature für bestehende Transport-Management-Systeme ermöglicht, während in den USA ein spezielles Transportmanagementsystem die Abläufe für Flotten vereinfacht und verwaltet. Neue Bosch-Geschäftseinheit unterstützt digitale Plattformen Im Juli hat Bosch seine neue, länderübergreifende Geschäftseinheit „Mobility Plattform and Services“ gegründet, die sich auf die Entwicklung digitaler Plattformen fokussiert. Mehr als 400 Mitarbeitende zeichnen in Europa, Indien und den USA für die Weiterentwicklung und Betreuung digitaler Plattformen von Bosch verantwortlich. Dazu gehört aktuell etwa der „Mobility Marketplace“, ein neutraler, digitaler eCommerce-Marktplatz sowie „ParkZeus“, eine integrierte Parkmanagementplattform und das „Logistics Operating System“ L.OS. „Die Gründung einer eigenen Geschäftseinheit unterstreicht, wie wichtig die Digitalisierung der Mobilität mithilfe cloud-basierter Plattformen für Bosch ist. Wir wollen Unternehmen mit unseren Plattformen helfen, zusammen an Innovationen und Lösungen für komplexe Herausforderungen zu arbeiten. Gemeinsam treiben wir die Vision einer nachhaltigen und sicheren Mobilität über digitale Plattformen voran“, sagt Sandeep Nelamangala, Executive Director bei Bosch verantwortlich für das Geschäft mit digitalen Plattformen.

TSMC, Bosch, Infineon und NXP planen Joint Venture und bringen moderne Halbleite ...

08.08.2023

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

TSMC, Bosch, Infineon und NXP planen Joint Venture und bringen moderne Halbleite ...

Hsinchu, Stuttgart, München, Eindhoven – 8. August 2023 – TSMC (TWSE: 2330, NYSE: TSM), Robert Bosch GmbH, Infineon Technologies AG (FSE: IFX / OTCQX: IFNNY) und NXP Semiconductors N.V. (NASDAQ: NXPI) haben heute angekündigt, gemeinsam in das Joint Venture „European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) GmbH“ in Dresden zu investieren. Ziel ist es, eine moderne 300-Millimeter-Fabrik zur Halbleiterfertigung aufzubauen, um den zukünftigen Kapazitätsbedarf der schnell wachsenden Automobil- und Industriesektoren decken zu können. Die finale Investitionsentscheidung wird mit der Bestätigung des Umfangs der öffentlichen Förderung für das Projekt fallen. Das Projekt ist im Rahmen des europäischen Chip-Gesetzes „European Chips Act“ geplant. Die geplante Fabrik soll eine monatliche Fertigungskapazität von 40 000 300-Millimeter-Wafern (12 Zoll) auf der 28/22-Nanometer-Planar-CMOS und 16/12-Nanometer-FinFET-Prozesstechnologie von TSMC haben. Das Joint Venture wird das europäische Halbleiter-Ökosystem mit der modernen FinFET-Transistortechnologie weiter stärken und etwa 2 000 neue und hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. ESMC strebt an, in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 mit dem Bau der Fabrik zu beginnen und die Fertigung bis Ende 2027 aufzunehmen. TSMC wird 70 Prozent am geplanten Joint Venture halten; Bosch, Infineon und NXP werden mit jeweils zehn Prozent beteiligt sein, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und anderer Bedingungen. Die Gesamtinvestitionen werden voraussichtlich zehn Milliarden Euro übersteigen und bestehen aus Eigenkapitalzufuhr, Kreditaufnahme sowie signifikanter Unterstützung der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung. TSMC wird die neue Fabrik operativ betreiben. „Diese Investition in Dresden unterstreicht das Engagement von TSMC, den strategischen Kapazitäts- und Technologiebedarf unserer Kunden zu decken und wir freuen uns über die Gelegenheit, unsere langjährige Partnerschaft mit Bosch, Infineon und NXP zu vertiefen“, sagt Dr. CC Wei, Chief Executive Officer von TSMC. „Europa ist ein überaus vielversprechender Standort für Halbleiterinnovationen, insbesondere im Automobil- und Industriebereich, und wir freuen uns darauf, diese Innovationen auf Basis unserer fortschrittlichen Siliziumtechnologie und den Talenten in Europa zum Leben zu erwecken.“ Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: „Halbleiter sind nicht nur ein entscheidender Erfolgsfaktor für Bosch. Ihre zuverlässige Verfügbarkeit ist auch für den Erfolg der weltweiten Automobilindustrie von großer Bedeutung. Neben dem ständigen Ausbau unserer eigenen Fertigungen, sichern wir über die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern unsere Lieferketten als Automobilzulieferer weiter ab. Wir freuen uns, mit TSMC einen globalen Innovationsführer zur Stärkung des Halbleiter-Ökosystems in direkter Nachbarschaft zu unserem Halbleiterwerk in Dresden gewinnen zu können.“ Halbleiter sind nicht nur ein entscheidender Erfolgsfaktor für Bosch. Ihre zuverlässige Verfügbarkeit ist auch für den Erfolg der weltweiten Automobilindustrie von großer Bedeutung. Neben dem ständigen Ausbau unserer eigenen Fertigungen, sichern wir über die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern unsere Lieferketten als Automobilzulieferer weiter ab. Wir freuen uns, mit TSMC einen globalen Innovationsführer zur Stärkung des Halbleiter-Ökosystems in direkter Nachbarschaft zu unserem Halbleiterwerk in Dresden gewinnen zu können....sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH „Unsere gemeinsame Investition ist ein wichtiger Meilenstein, um das europäische Halbleiter-Ökosystem zu stärken. Damit baut Dresden, wo sich bereits der größte Frontend-Standort von Infineon befindet, die Position als eines der wichtigsten Halbleiterzentren der Welt weiter aus“, sagt Jochen Hanebeck, CEO der Infineon Technologies AG. „Infineon wird die neuen Kapazitäten nutzen, um die wachsende Nachfrage vor allem seiner europäischen Kunden zu bedienen – insbesondere in den Bereichen Automotive und IoT. Auf diesen modernen Fähigkeiten basiert die Entwicklung innovativer Technologien, Produkte und Lösungen zur Bewältigung der globalen Herausforderungen der Dekarbonisierung und Digitalisierung.“ „NXP ist entschlossen, sich maßgeblich für die Stärkung der Innovationskraft und Verbesserung der Lieferkettenresilienz in Europa zu engagieren“, sagt Kurt Sievers, Präsident und CEO von NXP Semiconductors. „Wir danken der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Sachsen für die Anerkennung der Halbleiterindustrie als strategisch wichtigen Industriesektor und für ihren großen Einsatz zur Stärkung des europäischen Halbleiter-Ökosystems. Der Bau dieser neuen, hochrelevanten Halbleiter-Foundry wird die dringend benötigte Produktionskapazität für den stark wachsenden Bedarf des Automobil- und Industriesektors für Digitalisierung und Elektrifizierung bereitstellen und neues Innovationspotenzial freisetzen.“Über Infineon Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen für Power-Systems und das Internet der Dinge (IoT). Mit seinen Produkten und Lösungen treibt Infineon die Dekarbonisierung und Digitalisierung voran. Das Unternehmen hat weltweit rund 56 200 Beschäftigten und erzielte im Geschäftsjahr 2022 (Ende September) einen Umsatz von rund 14,2 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International unter dem Symbol „IFNNY“ notiert. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.infineon.com . Follow us: Twitter – Facebook – LinkedIn Über NXP Semiconductors NXP Semiconductors N.V. (NASDAQ: NXPI) bringt kluge Köpfe zusammen, um wegweisende Technologien zu entwickeln, die die vernetzte Welt besser, zuverlässiger und sicherer machen. Als ein weltweit marktführendes Unternehmen bei Lösungen für sichere Kommunikation in Embedded Applikationen treibt NXP Innovationen in den Anwendungsfeldern Automobiltechnik, Industrie & IoT, bei Mobilgeräten und Kommunikationsinfrastruktur voran und fördert mit seinen Lösungen eine nachhaltigere Zukunft. Das Unternehmen, das auf die Erfahrung und Expertise von mehr als 60 Jahren bauen kann, beschäftigt ca. 34 500 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern und erzielte 2022 einen Umsatz von 13,21 Milliarden US-Dollar. Weitere Details unter www.nxp.com . Über TSMC TSMC ist ein Pionier des Pure-Play-Foundry-Geschäftsmodells, das 1987 mit TSMCs Gründung ins Leben gerufen wurde, und ist seither die weltweit führende dezidierte Halbleiter-Foundry. Mit branchenführenden Prozesstechnologien und einem Portfolio an Design-Enablement-Lösungen unterstützt das Unternehmen ein florierendes Ökosystem von globalen Kunden und Partnern, um das Innovationspotenzial in der globalen Halbleiterindustrie freizusetzen. TSMC ist ein auf der ganzen Welt engagiertes Unternehmen mit Niederlassungen in Asien, Europa und Nordamerika. Im Jahr 2022 setzte TSMC 288 verschiedene Prozesstechnologien ein und fertigte 12 698 Produkte für 532 Kunden, indem es eine breite Palette an modernen Prozesstechnologien sowie fortschrittlichen Spezial- und Packaging-Technologien anbot. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hsinchu, Taiwan. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tsmc.com .

Bosch treibt Entwicklung von 6G voran

27.02.2023

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch treibt Entwicklung von 6G voran

Stuttgart – Weltweit nehmen Forschung und Entwicklung für den zukünftigen Mobilfunkstandard 6G Fahrt auf. Unternehmen und Staaten investieren massiv in diese Technologie. Bosch geht voran und engagiert sich umfassend auf nationaler wie internationaler Ebene in Projekten, Kooperationen und Initiativen, um wichtige Grundlagen für die 6G-Technologie zu erarbeiten. „6G wird weit mehr sein als eine reine Infrastruktur für Vernetzung, es wird autonom fahrenden Autos, intelligenten Städten und vernetzten Industrien einen enormen Effizienzschub geben. Deswegen ist 6G für Bosch ein strategisch wichtiges Technologiefeld“, sagt Dr. Andreas Müller, der bei Bosch 6G-Aktivitäten bündelt und leitet. Im Unternehmen befassen sich derzeit rund 40 Mitarbeitende mit der 6G-Technologie. „In den kommenden zwei Jahren werden es voraussichtlich doppelt so viele sein“, so Müller. Gegenwärtig investiert Bosch einen mittleren siebenstelligen Betrag in die Forschung und Entwicklung von 6G. 6G wird weit mehr sein als eine reine Infrastruktur für Vernetzung, es wird autonom fahrenden Autos, intelligenten Städten und vernetzten Industrien einen enormen Effizienzschub geben. Deswegen ist 6G für Bosch ein strategisch wichtiges Technologiefeld...sagt Dr. Andreas Müller, der bei Bosch 6G-Aktivitäten bündelt und leitet. Bosch und Nokia weiten ihre Forschungskooperation auf 6G aus Im Rahmen des Mobile World Congress 2023 in Barcelona haben Bosch und Nokia nun bekannt gegeben, ihre 2017 geschlossene Kooperation zur Entwicklung von industriellen IoT-Lösungen im Bereich 5G jetzt auch auf die neue 6G-Technologie auszuweiten. Die beiden Unternehmen forschen gemeinsam an der nächsten Netzgeneration und untersuchen, wie sich die künftigen 6G-Netze sowohl für die Kommunikation als auch für die Sensorik nutzen lassen. Umfassendes Bosch-Engagement auf nationaler und internationaler Ebene Bosch bringt seine Expertise und Erfahrung in derzeit fünf öffentlich geförderte Projekte ein. Hierbei zielen die Projekte „ 6G-ICAS4Mobility “, „ KOMSENS-6G “ und „ 6G-BRAINS “ primär auf die Integration von Kommunikation und sensorbasierter Umfeld-Erkennung. Bei erstgenanntem Projekt hat Bosch die Konsortialführerschaft übernommen . Neben der Betrachtung von relevanten Szenarien für den Straßenverkehr sollen Erkenntnisse aus der Projektarbeit insbesondere auch als technische Grundlage für Anwendungen im Bereich vernetzter Drohnen sowie im Bereich Industrie 4.0 (zum Beispiel für fahrerlose Transportsysteme) dienen. Bei den Projekten „ 6G-ANNA “ und „6G-SHINE“ stehen neue Vernetzungsstrukturen im Fokus. Diese sollen zukünftige E/E-Architekturen in Fahrzeugen oder Roboterzellen in der Industrie effizienter gestalten. Zudem beteiligt sich Bosch aktiv und in leitender Funktion auch an frühen Diskussionen und Aktivitäten zu künftigen Mobilfunkstandards innerhalb verschiedener Industrieallianzen. Bei der „ 5G Automotive Association (5GAA) “ etwa arbeiten führende Unternehmen aus der Automobil- und Telekommunikationsbranche zusammen, um Lösungen für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Bei der „ 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5GACIA) “ legen Industrieunternehmen ihren Fokus auf die Vernetzung von Maschinen und Anlagen. Netze mit sechstem Sinn durch Integration von Sensorik Die nächste Mobilfunkgeneration wird unter anderem neue Funktionalitäten ähnlich zu Radar-Sensoren integrieren. Mit 6G wird es möglich sein, die Position von Objekten im Abdeckungsbereich des Netzes zu erfassen – und zwar ohne, dass diese Objekte mit einem Funkmodul ausgestattet sein müssen. 6G wird extrem hohe Datenraten von bis zu einem Terabit pro Sekunde ermöglichen, bei gleichzeitig sehr geringen Latenzzeiten in der Größenordnung von rund 100 Mikrosekunden – das ist vier Mal schneller als ein Blitzeinschlag. Dadurch wird es beispielsweise mithilfe digitaler Zwillinge möglich sein, Fertigungsabläufe aus der Realität in einer virtuellen Welt ohne zeitliche und räumliche Einschränkung zu überwachen und zu simulieren. Experten gehen davon aus, dass der erste 6G-Standard voraussichtlich im Jahr 2028 fertiggestellt sein wird. In den vergangenen Monaten haben Deutschland und Europa zahlreiche 6G-Projekte ins Leben gerufen. Ziel hierbei: ihre technologische Souveränität zu stärken. Die deutsche Bundesregierung fördert über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 6G-Aktivitäten in den nächsten drei Jahren mit rund 700 Millionen Euro. Zudem sind im EU-Haushalt bis 2027 weitere knapp 900 Millionen Euro eingeplant. Auch Japan und die USA haben entsprechende Investitionsprogramme in Höhe von insgesamt rund 4,5 Milliarden US-Dollar aufgelegt.

Projekt „GAIA-X 4 moveID“ entwickelt Grundlage für sicheren mobilen Datenaustausch

08.09.2022

Pressemeldung

Wirtschaft

Projekt „GAIA-X 4 moveID“ entwickelt Grundlage für sicheren mobilen Datenaustausch

Stuttgart – In welchen Parkhäusern gibt es gerade freie Ladesäulen? Wo sind in der Innenstadt noch Parkplätze verfügbar? Und wie lassen sich diese Informationen digital übermitteln und die Services anbieterübergreifend abrechnen? Die Antwort auf diese und ähnliche Fragen setzt einen sicheren Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen und ihrer Umgebung voraus. Genau diese Grundlage erarbeitet jetzt ein Forschungsprojekt, bestehend aus Hochschulen, Autozulieferern und Systemprovidern unter Leitung des Konsortialführers Bosch. Das Projekt „GAIA-X 4 moveID“ soll in den kommenden drei Jahren die nötigen Standards und technologische Konzepte entwickeln, die den sicheren Informationsaustausch zwischen Anbietern und Kunden von Mobilitätsanwendungen ermöglichen. Das Ziel: dezentrale digitale Fahrzeugidentitäten. Für den Massenbetrieb von Elektromobilen, das automatisierte Fahren sowie den Aufbau vernetzter Städte wird dies zu einer wichtigen Voraussetzung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert „GAIA-X 4 moveID“ mit 14 Millionen Euro, trägt so die Hälfte der Projektkosten.Mit Vernetzung digitale Services flächendeckend anbieten „Eine ganzheitliche, angebotsübergreifende, transparente Systemarchitektur für den Austausch von Daten im Straßenverkehr ist heute nicht verfügbar. Zwar gibt es einzelne Unternehmen, die aktuell schon Dienste anbieten. Aber diese Services sind auf spezielle Anwendungen, Fahrzeuge oder Kundengruppen zugeschnitten“, erklärt Peter Busch, Projektleiter von Konsortialführer Bosch. Die Infrastruktur beispielsweise ist oftmals kartografiert, allerdings liegen Informationen zur Verfügbarkeit der Services aufgrund fehlender Vernetzung der vielen, unabhängig agierenden Anbieter selten vor. „Damit Nutzer beispielsweise alle verfügbaren Ladesäulen finden oder Ladevorgänge bezahlen können, bedarf es offener Standards“, erklärt Busch. Dabei müsse stets gewährleistet sein, dass die Daten sicher verarbeitet und nicht von einzelnen Anbietern ausschließlich zu eigenen Zwecken verwendet werden. Nur so könne das notwendige Vertrauen der Nutzer wachsen und ein breites Angebot aller verfügbaren Dienstleistungen wie etwa das sogenannte Deep-Parking (Nutzen von sonst nicht verfügbaren Parkplätzen) entstehen. Das Konsortium baut deshalb auf dem europäischen GAIA-X-System auf, das technische, ökonomische und rechtliche Grundlagen für eine vertrauenswürdige und sichere Dateninfrastruktur definiert. GAIA-X setzt dazu auf Dezentralisierung und das Zusammenspiel verschiedener Cloud-Anbieter mit gemeinsamen Richtlinien. In diesem Sinne handelt auch das Projekt „GAIA-X 4 moveID“, nutzt Open Source für seine Entwicklungen, und stellt diese allen Anbietern für unterschiedliche Geschäftsmodelle zur Verfügung. Fahrzeuge werden zu Marktplätzen Mit den von „GAIA-X 4 moveID“ anvisierten Standards können Fahrzeuge Informationen mit anderen Fahrzeugen und ihrer Umgebung sicher und souverän ohne „Vermittler“ austauschen. Zu den „Infrastrukturpartnern“ der Fahrzeuge zählen beispielsweise Ladesäulen, Schranken, Lichtsignalanlagen oder Parkplätze. Das Forschungsprojekt will für Interaktion und Handel der Akteure untereinander Management- und Verwaltungsservices entwickeln mit Hilfe international anerkannter Hard- und Software. Vor allem im autonomen Fahrbetrieb können die Anbieter so Angebote wie Nachrichten, Unterhaltung, Navigation und vieles mehr mit dem System des Autos verknüpfen. Allein der Markt für Dienstleistungen rund um das vernetzte Parken wird weltweit auf zehn Milliarden Euro jährlich geschätzt. Zudem ist das gezielte Ansteuern von Parkmöglichkeiten ein wichtiger Beitrag zum Abbau von Verkehr und Emissionen – die Suche nach einem Stellplatz macht heute rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs aus. Auch für den Erfolg der Elektromobilität ist die Verfügbarkeit von Informationen ein wesentlicher Faktor. In Europa werden Schätzungen zufolge bis 2030 gut die Hälfte der neu zugelassenen Automobile elektrisch angetrieben. „Ihre Nutzer müssen sich darauf verlassen können, möglichst rasch und rechtzeitig Lademöglichkeiten zu finden. Die Vernetzung der Systeme ist dafür grundlegend“, sagt Busch. Intensiver Datenaustausch als Basis für automatisiertes Fahren Automatisiertes Fahren im Massenbetrieb ist nur denkbar, wenn Automobile schnell und zuverlässig mit ihrer Umgebung kommunizieren. Der hierzu notwendige Datenaustausch ermöglicht eine klimafreundliche Steuerung der Verkehrsströme, die sich nach dem aktuellen Aufkommen richtet. So können Städte den Zugang zu bestimmten Bereichen in Echtzeit regulieren und Staus vermeiden. Dieses so genannte Zoning setzt allerdings voraus, dass Fahrzeuge veränderte Bedingungen sofort erkennen und entsprechend neue Routen wählen. Im Rahmen von „GAIA-X 4 moveID“ wird Zoning mit Testfahrzeugen erstmalig grenzübergreifend im Testfeld Deutschland-Frankreich-Luxemburg (Merzig/Saarbrücken) demonstriert. Autos erhalten dynamisch Informationen zur Einfahrt in definierte Bereiche.Die Projektteilnehmer im Überblick: Robert Bosch GmbH Materna Information & Communications SE Denso Automotive Deutschland GmbH Continental Automotive Technlogies GmbH WOBCOM GmbH ecsec GmbH Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes Atos Information Technology GmbH Chainstep GmbH Peaq Technology GmbH Zeppelin Universität gGmbH Datarella GmbH 51nodes GmbH Bigchain DB GmbH Fetch.ai Research & Development GmbH ITK Engineering GmbH Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Airbus Defence and Space GmbH Delta Dao AG

Bosch investiert 2022 mehr als 400 Millionen in seine Halbleiterstandorte

29.10.2021

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch investiert 2022 mehr als 400 Millionen in seine Halbleiterstandorte

Stuttgart – Bosch investiert weiter gegen die weltweite Halbleiter-Krise. Nur wenige Wochen nach der Eröffnung seiner neuen Waferfab in Dresden kündigt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen jetzt eine zusätzliche Investition im dreistelligen Millionenumfang in seine Chipfertigungen an. Allein im Jahr 2022 plant Bosch, mehr als 400 Millionen Euro in den Ausbau seiner Halbleiterstandorte in Dresden, Reutlingen und im malaysischen Penang zu investieren. „Der Bedarf an Halbleitern wächst weiter rasant. Gerade in der aktuellen Lage bauen wir deshalb die Fertigung von Halbleitern konsequent aus, um unsere Kunden bestmöglich zu unterstützen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Mit einem Großteil der Investitionen sollen im Jahr 2022 Fertigungsflächen im neuen 300-Millimeter-Halbleiterwerk von Bosch in Dresden noch schneller ausgebaut werden. Rund 50 Millionen Euro der geplanten Summe fließen im kommenden Jahr zudem in das Halbleiterwerk in Reutlingen bei Stuttgart. Dort investiert Bosch von 2021 bis 2023 insgesamt 150 Millionen Euro für zusätzliche Reinraumflächen. Von Grund auf neu baut Bosch ein Testzentrum für Halbleiter in Penang, Malaysia. Ab 2023 sollen dort fertige Halbleiter-Chips und Sensoren getestet werden. „Die geplanten Investitionen belegen einmal mehr die strategische Bedeutung unserer eigenen Fertigungskapazitäten in der Schlüsseltechnologie der Halbleiter“, sagt Denner. Der Bedarf an Halbleitern wächst weiter rasant. Gerade in der aktuellen Lage bauen wir deshalb die Fertigung von Halbleitern konsequent aus, um unsere Kunden bestmöglich zu unterstützen,...sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Schnellerer Hochlauf in Dresden, neue Reinräume in Reutlingen „Unser Ziel ist es, die Produktion von Halbleitern in Dresden früher als geplant hochzufahren und gleichzeitig die Reinraumkapazität in Reutlingen zu erweitern. Jeder zusätzliche Chip aus unserer Produktion hilft in der aktuellen Situation“, sagt Harald Kröger, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Insgesamt wird in Reutlingen die Reinraumfläche von aktuell 35 000 Quadratmetern in zwei Schritten um mehr als 4 000 Quadratmeter vergrößert. Der erste Schritt – die Erweiterung der Fertigungsfläche für 200-Millimeter-Wafer um 1 000 Quadratmeter auf insgesamt 11 500 Quadratmeter – ist bereits abgeschlossen. In den vergangenen Monaten wurden dafür Büroflächen in einen Reinraum umgewandelt und über eine Brücke mit der bestehenden Waferfab verbunden. Die Produktion von Halbleitern auf der neuen Fläche läuft seit September. „Bereits jetzt haben wir die Fertigungskapazität für 200-Millimeter-Wafer um rund zehn Prozent erhöht“, sagt Kröger. Die Investition hierfür betrug 50 Millionen Euro (in 2021). Damit reagiert das Unternehmen insbesondere auf die gestiegene Nachfrage nach MEMS-Sensoren und Siliziumkarbid-Leistungshalbleitern. In einem zweiten Schritt werden bis Ende 2023 weitere 3 000 Quadratmeter Reinraumfläche geschaffen. Dafür investiert Bosch weitere je rund 50 Millionen Euro in den Jahren 2022 und 2023. Am Standort Reutlingen schafft Bosch zudem 150 neue Stellen in der Halbleiterentwicklung. Neues Testzentrum in Penang, Malaysia Ein weiterer Teil der für 2022 geplanten Investitionen fließt in ein neues Halbleiter-Testzentrum in Penang, Malaysia. In der hochautomatisierten und vernetzten Fabrik soll ab 2023 das Testen von Halbleiterchips und Sensoren stattfinden. Insgesamt stehen Bosch auf dem Festlandstreifen Penangs über 100 000 Quadratmeter Grundstücksfläche zur Verfügung, die schrittweise ausgebaut werden sollen. Zunächst entsteht das Testzentrum mit einer Fläche von rund 14 000 Quadratmetern – darin Reinräume, Bereiche für Büros, Forschung und Entwicklung sowie Schulungsmaßnahmen für die bis zu 400 Mitarbeiter. Die Erdarbeiten für den neuen Standort wurden bereits Ende 2020 begonnen. Die Gebäude entstehen seit Mai 2021. Das Testzentrum soll im Jahr 2023 seinen Betrieb aufnehmen. Die zusätzlichen Testkapazitäten in Penang sollen künftig Freiräume schaffen, um in den Halbleiterfabriken von Bosch neue Technologien ansiedeln zu können, wie Siliziumkarbid-Halbleiter in Reutlingen. Zudem können durch den neuen Standort in Asien Lieferzeiten und -wege für Chips deutlich verkürzt werden. Bosch verbindet seine spezifische Halbleiter- und Automobilkompetenz, um überlegene elektronische Systeme zu entwickeln. Davon profitieren unsere Kunden und unzählige Menschen, die auch künftig sicher und effizient mobil sein wollen,...sagt Harald Kröger, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Alleinstellungsmerkmal Halbleiter Mikroelektronik ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für alle Geschäftsfelder von Bosch. Das Unternehmen hat das Potenzial der Technik bereits früh erkannt und produziert Halbleiter seit mehr als 60 Jahren. Bosch ist damit eines der wenigen Unternehmen, das neben Know-how in den Bereichen Elektronik und Software auch über ein tiefes Verständnis der Mikroelektronik verfügt. Diesen entscheidenden Wettbewerbsvorteil kombiniert Bosch mit seiner Stärke in der Fertigung von Halbleitern. In Reutlingen produziert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits seit 1970. Sie kommen sowohl im Automobilbereich als auch in der Konsumentenelektronik zum Einsatz. Moderne Elektronik im Auto ist Basis für Klima- und Unfallschutz im Straßenverkehr sowie Effizienz im Antrieb. „Bosch verbindet seine spezifische Halbleiter- und Automobilkompetenz, um überlegene elektronische Systeme zu entwickeln. Davon profitieren unsere Kunden und unzählige Menschen, die auch künftig sicher und effizient mobil sein wollen“, sagt Kröger. Die Produktion in Boschs 300-Millimeter-Fabrik in Dresden startete im Juli dieses Jahres – ein halbes Jahr früher als geplant. Die im neuen Werk hergestellten Halbleiter kommen zunächst in Elektrowerkzeugen von Bosch zum Einsatz. Für den Bedarf der Automobilindustrie begann die Chip-Produktion im September und damit ein Vierteljahr früher als geplant. Für seine Halbleiterfertigungen in Reutlingen und Dresden hat Bosch seit der Einführung der 200-Millimeter-Technologie im Jahr 2010 mehr als 2,5 Milliarden Euro investiert. Hinzu kommen weitere Investitionen in Milliardenhöhe für die Entwicklung der Mikroelektronik.

Bosch auf der IAA Mobility: Sichere, emissionsfreie und begeisternde Mobilität v ...

10.08.2021

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch auf der IAA Mobility: Sichere, emissionsfreie und begeisternde Mobilität v ...

München – Autos, eBikes, Motorräder, Roller, Elektro-Rennwagen: Bosch macht auf allen Verkehrsmitteln mobil – und sogar Smartphone sowie die eigenen vier Wände zum Bestandteil der Mobilität. Auf der IAA Mobility 2021 in München präsentiert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine Lösungen für eine personalisierte, automatisierte, vernetzte und elektrifizierte Mobilität. Sie finden Bosch in der Messehalle B3, Stand C30 sowie in der Bikehalle, im Messeparkhaus West, in der Innenstadt auf dem Königs- und Odeonsplatz.Messe und Innenstadt – einsteigen, aufsteigen, ausprobieren Bosch Showcar: Fahrzeuge bewegen sich künftig verstärkt elektrisch fort, sind mit anderen Verkehrsteilnehmern und ihrer Umgebung vernetzt, übernehmen die Fahraufgabe zunehmend selbst und bieten ihren Insassen individuell auf sie zugeschnittene Services. Bosch-Technologien für Automatisierung, Elektrifizierung, Personalisierung und Vernetzung ermöglichen diese Zukunft der Mobilität. Das Unternehmen verfügt dafür über das benötigte Systemverständnis sowie die umfassende Kompetenz in Soft- und Hardware. Bosch entwickelt zum Beispiel Zentralrechner für die zukünftige Elektronikarchitektur. Die sogenannten Vehicle Computer setzt das Unternehmen sowohl für das assistierte und automatisierte Fahren, die Fahrzeugbewegung als auch für Cockpit-Funktionen und Karosserieelektronik ein. (Messe: Halle B3, Stand C30) Fahrerloses Parken: In einer Live-Demonstration präsentiert Bosch zusammen mit neun Projektpartnern die Zukunft des Parkens. Beim Automated Valet Parking, das von Bosch und Mercedes-Benz gemeinsam entwickelt wurde, fahren Autos auf Smartphone-Befehl fahrerlos in den zugewiesenen Stellplatz, ohne dass der Fahrer das Manöver überwachen muss. Eine intelligente Parkhaus-Infrastruktur und die Fahrzeugtechnik spielen dafür zusammen. Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und steuern das Fahrzeug. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur sicher in Fahrmanöver um. Das VDA-Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie künftig Fahrzeuge verschiedener Hersteller mit der Infrastrukturtechnik unterschiedlicher Anbieter kommunizieren können. Dafür arbeiten die Projektpartner zudem an einem internationalen Standard (ISO 23374). (Live-Demonstrationen mehrmals täglich im Parkhaus Messe West) Mit Unterstützung in die Pedale treten: In Europa ist das eBike das meistverkaufte Elektrofahrzeug. Wer mit dem elektrisch unterstützten Zweirad fährt, tut etwas für Gesundheit, Umwelt und hat auch noch Spaß dabei. Vernetzte Produkte und Services erweitern das Fahrerlebnis und verbinden eBiker mit der digitalen Welt. Bosch zeigt neue Connected-Biking-Lösungen und ermöglicht Besuchern, sich bei einer Testfahrt vom Fahrspaß mit den Antriebssystemen zu überzeugen. (Messe: Halle B3, Stand C30; Bikehalle B5, Blue Lane Micro: Brienner Straße; Open Space: Königsplatz und Odeonsplatz) Bosch elektrifiziert die Mobilität und treibt den Klimaschutz voran Bosch will einen entscheidenden Beitrag für eine klimaneutrale Mobilität leisten. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, alle Fahrzeugklassen für kommende Emissionsanforderungen fit zu machen. Als Innovationsführer ist Bosch beim elektrischen Fahren so breit aufgestellt wie kein zweites Unternehmen – vom eBike über Pkw bis zum schweren Nutzfahrzeug. Batterieelektrische Zwei- und Vierräder: Das Portfolio von Bosch umfasst sämtliche Bausteine für die Elektrifizierung von Pkw. Vom Antriebsstrang über die Lenkung bis zur Bremse. Die eAchse kombiniert zum Beispiel Leistungselektronik, Elektromotor und Getriebe zu einer Einheit. Darüber hinaus unterstützt Bosch Automobilhersteller mit vorintegrierten Systemlösungen für Fahrzeugplattformen dabei, Elektrofahrzeuge schneller als bislang auf den Markt zu bringen. Kern ist das optimierte Zusammenspiel von Antrieb, Lenkung, Bremse und Fahrzeugsteuerung im so genannten Advanced Driving Module , das gemeinsam mit Partnern zu einem kompletten Achsmodul für Vorder- und Hinterachse verbaut wird. Nicht nur mit effizienten Antrieben, sondern auch mit Thermomanagement steigert Bosch die Reichweite von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Die gezielte Steuerung von Wärme- und Kälteströmen verbessert den Wirkungsgrad der Batterie und betreibt alle Komponenten im optimalen Temperaturbereich. Auch für elektrische Zweiräder bietet Bosch Antriebe und Steuergeräte. Gebündelt in einem kompakten System sorgen beide Komponenten für eine exakte Motorsteuerung, zuverlässiges Fahrverhalten und ein optimale Drehmomententfaltung. Brennstoffzellen-System: Die mobile Brennstoffzelle ermöglicht hohe Reichweiten bei kurzen Tankzeiten. Sie spielt insbesondere im Langstrecken-verkehr und bei Nutzfahrzeugen ihre Stärken aus. Mit grünem Wasserstoff ermöglicht die Brennstoffzelle einen CO 2 -freien Betrieb der Fahrzeuge. Bosch entwickelt alle wichtigen Systemkomponenten zur Serienreife – bis hin zum Gesamtsystem. Am Stack, der Wasserstoff und Luftsauerstoff in elektrische Energie wandelt, arbeitet das Unternehmen zusammen mit dem schwedischen Spezialisten Powercell. Er soll ab 2022 in Serie gefertigt werden. Geplanter Marktstart für das komplette Brennstoffzellensystem – das Fuel Cell Power Module von Bosch – ist im Jahr 2023. Services für die Elektromobilität: Mit Battery in the Cloud ermöglicht Bosch den Akkus von Elektroautos ein längeres Leben. Smarte Softwarefunktionen in der Cloud analysieren kontinuierlich den Zustand der Batterie und ergreifen Maßnahmen gegen die Zellalterung. Mit dem „Usage Certificate“ wird der aktuelle Zustand der Batterie zudem während der gesamten Lebensdauer manipulationssicher dokumentiert. Das erhöht die Transparenz des Restwertes der Batterie beim Wiederverkauf. Mit Ladediensten wie Convenience Charging sorgt Bosch dafür, dass Fahrer von Elektroautos einfach und unkompliziert öffentlich zugängliche Ladestationen finden und an ihnen bezahlen können. Zudem ermöglicht die integrierte Lade- und Navigationslösung eine präzise Reichweitenprognose und Routenplanung entlang von Ladestopps – persönliche Vorlieben wie etwa nach Ladestationen an Restaurants inklusive. Neues Ladekabel: Bosch zeigt auf der IAA Mobility erstmals ein flexibles Ladekabel mit integrierter Steuerungs- und Sicherheitstechnik. Dieses kommt auch beim Laden an der 230-Volt-Steckdose ohne die sonst übliche In-Kabel-Kontrollbox aus. Dadurch wiegt das Flexible Smart Charging Cable unter drei Kilogramm und damit im Schnitt gut 40 Prozent weniger als herkömmliche Ladekabel mit Kontrollbox. Zudem braucht es dank Adapter für Typ-2- und Haushaltsstecker kein zweites Kabel mehr, um flexibel zu Hause oder unterwegs an einer Ladestation Strom zapfen zu können. Elektromobilität in Höchstgeschwindigkeit: Im Alltag und auf der Rennstrecke – Bosch hat den Anspruch, führender Anbieter für Antriebslösungen sowohl in der Elektromobilität für Serienfahrzeuge als auch im elektrifizierten Motorsport zu sein. Mit dem DRAGON / PENSKE AUTOSPORT Formula E Team hat das Unternehmen eine langfristige Technologie- und Entwicklungspartnerschaft abgeschlossen. Wer die Kurse der Rennserie virtuell abfahren und sich mit anderen um die Bestzeit messen möchte, kann das in zwei Simulatoren tun. (Open Space: Königsplatz) Strom intelligent nutzen: Im Eigenheim den CO 2 -Ausstoß reduzieren und Energiekosten sparen – das ermöglicht der intelligente Energiemanager von Bosch. Als Schnittstelle zwischen einer Bosch-Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage optimiert er die Nutzung der selbst erzeugten Solarenergie und verteilt diese intelligent im gesamten Haus. Außer Heizung und Warmwasser können künftig auch Elektro-Autos in das Energiemanagementsystem von Bosch integriert werden. Diese lassen sich dann mithilfe von kompatiblen Wallboxen so laden, dass möglichst viel eigenerzeugter Strom verwendet wird. Bosch macht das Auto zum Fahrer und den Verkehr sicherer Weniger Stress, besserer Verkehrsfluss, mehr Sicherheit – Fahrzeuge, die zunehmend Fahraufgaben selbst übernehmen, sind ein entscheidender Baustein für die Mobilität von morgen. Ein automatisiertes Fahrzeug muss alle Fähigkeiten mitbringen, die auch ein Mensch zum Autofahren braucht: Umfeld wahrnehmen, Entscheidungen treffen sowie Gas geben, bremsen und lenken. Bosch ebnet Schritt für Schritt den technischen Weg zum automatisierten Fahren und hat mit Fahrerassistenzsystemen früh den Grundstein für alle Stufen der Automatisierung gelegt. Umfeldwahrnehmung für alle Verkehrssituationen: Die Sensorik bildet die Basis für das assistierte und zunehmend automatisierte Fahren. Das Fahrzeug muss Objekte, Personen und andere Verkehrsmittel zuverlässig erkennen, um sicher unterwegs sein zu können. Die Multifunktionskamera von Bosch verbindet dafür klassische Bildverarbeitungsalgorithmen mit Methoden der künstlichen Intelligenz (KI). Die Kamera versteht und interpretiert dank KI, was sie sieht. Das ermöglicht eine zuverlässige Objekterkennung und ein gutes Szenenverständnis. Neben Kamera, Radar und Ultraschall entwickelt Bosch auch einen Fernbereichs-Lidar und setzt damit auf verschiedene Sensorprinzipien. Je komplexer die Fahraufgabe, desto wichtiger ist ihr Zusammenspiel. Lokalisierung für exakte Positionsbestimmung: Automatisierte Fahrzeuge müssen jederzeit wissen, wo genau sie sich befinden. Für die hochgenaue Eigenlokalisierung bietet Bosch ein umfassendes Paket aus Hardware, Software und Services. Der Bewegungs- und Positionssensor VMPS (Vehicle Motion and Position Sensor) nutzt zur exakten Positionsbestimmung Signale der Satellitennavigation. Er ergänzt sie um Daten eines Korrekturservices sowie um Informationen der Lenkwinkel- und Raddrehzahlsensoren. Der cloud-basierte Kartenservice Bosch Straßensignatur nutzt Daten der Radar- und Videosensoren sowie Fahrzeugbewegungsdaten, um zusätzliche Schichten für hochauflösende Karten zu erstellen. Derzeit fahren in Europa Golf 8 von Volkswagen dafür Informationen ein. Redundante Brems- und Lenksysteme für sichere und energiesparende Fahrmanöver: Doppelt hält besser – das gilt besonders für sicherheitsrelevante Funktionen beim automatisierten Fahren. So bietet das elektrische Lenksystem von Bosch zusätzliche Sicherheit dank eines mehrfach redundanten Systems. Dieses stellt im seltenen Fall eines Fehlers noch immer mindestens 50 Prozent der elektrischen Lenkkraftunterstützung zur Verfügung. Auch seine Bremssysteme legt Bosch redundant aus: Sollte der elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster oder das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP ausfallen, kann die jeweils andere Komponente das Fahrzeug abbremsen. Das integrierte Bremssystem Integrated Power Brake, das Bremskraftverstärkung und ESP-Funktionalität vereint, wird mit einer zweiten Bremseinheit abgesichert. Das ist insbesondere beim automatisierten Fahren notwendig. Darüber hinaus helfen die regenerativen Bremssysteme von Bosch, CO 2 zu sparen: Sie ermöglichen einen vom Fahrer unbemerkten und damit sehr komfortablen Wechsel zwischen Generator- und Reibbremse, so dass bei jedem Bremsvorgang Bremsenergie in elektrische Energie zurückgewandelt und wieder in die Batterie gespeist werden kann. Services für das automatisierte Fahren: Die vorausschauenden Straßenzustands-Services von Bosch melden mögliche Gefahren, lange bevor es zu einer kritischen Situation kommt. Sie liefern in Echtzeit Informationen über die Umfeldbedingungen und Risiken wie Aquaplaning, Eis oder Schnee. Automatisierte Fahrzeuge können so die Straßenbeschaffenheit korrekt antizipieren, ihr Fahrverhalten den Bedingungen anpassen, eine andere Route wählen oder auch den Fahrer bitten, die Kontrolle zu übernehmen. Bosch vernetzt Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umgebung: Fahrzeuge, die einander vor Gefahren warnen, einen schützenden Blick auf ihre Insassen werfen oder mit dem smarten Zuhause kommunizieren – Bosch vernetzt Systeme, Komponenten und Services innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs und macht so Mobilität effizienter, sicherer und komfortabler. Die nahtlose Verbindung von Nutzern, Verkehrsmitteln und Umgebung sorgt zudem für mehr Fahrspaß und ermöglicht eine Mobilität nach individuellen Bedürfnissen. Smart Car trifft Smart Home: Mit Bosch wird das Auto zur Steuerzentrale des intelligenten Zuhauses: Bosch Smart Home Anwendungen können über das MBUX Infotainment System von Mercedes-Benz via Sprachbefehl aus dem Fahrzeug heraus gesteuert werden. Steuerbar sind neben Rollläden und Heizungsthermostaten auch Lichtschalter und Zwischenstecker. Zudem lässt sich der Status von Bewegungsmeldern sowie Tür- und Fensterkontakten prüfen. Die Sprachsteuerung verhindert eine Ablenkung vom Verkehr. Schutzengel für alle Lebensbereiche: Mit Help Connect hat Bosch unter anderem für Motorräder ein vernetztes Notrufsystem entwickelt. Dafür werden die Beschleunigungssensoren der Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC um einen intelligenten Crash-Algorithmus erweitert, um einen Unfall zu erkennen. Per Smartphone-App werden beispielsweise Informationen zu Unfallort und Fahrer über das Service Center an die Rettungskräfte übermittelt. Ist keine Unfallerkennung fest im Motorrad verbaut, können die Sensordaten des Smartphones genutzt werden, um die Rettungskette auszulösen. Help Connect von Bosch kann auch zu Hause, beim Sport oder auf dem Fahrrad helfen. Innenraumbeobachtung für mehr Insassenschutz: Bosch hat ein System mit Kameras und KI entwickelt, das die Sicherheit von Fahrzeuginsassen erhöhen kann. Das System erkennt, wenn der Fahrer müde oder abgelenkt ist oder aber Insassen sich in einer unsicheren Sitzposition befinden. Es warnt den Fahrer bei Unachtsamkeit, empfiehlt Pausen, wenn er müde wird, oder reduziert die Geschwindigkeit des Fahrzeugs – je nach Wunsch des Fahrzeugherstellers oder gesetzlicher Vorgaben. Zudem erhöht das System den Komfort, zum Beispiel über eine automatische individuelle Einstellung von Sitz, Spiegel und Lenkradhöhe sowie Gestensteuerung des Infotainment-Systems. Warnung vor Falschfahrern: Die cloudbasierte Falschfahrerwarnung von Bosch warnt sowohl den Falschfahrer als auch alle gefährdeten Verkehrsteilnehmer in Sekundenschnelle vor der drohenden Gefahr – und das deutlich schneller als der Verkehrsfunk. Seit Frühjahr 2021 setzt ŠKODA als weltweit erster Automobilhersteller auf den digitalen Schutzengel von Bosch. Autofahrer erhalten hier die lebensrettende Warnung direkt über das Display im Fahrzeug-Cockpit. Auch als App-Lösung für das Smartphone ist der Service verfügbar und bereits bei 2,5 Millionen aktiven Nutzern in 20 Ländern in Europa im Einsatz. Smartphone als Autoschlüssel: Mit Perfectly Keyless erkennen die Sensoren im Auto das Smartphone des Besitzers so sicher wie einen Fingerabdruck und öffnen das Fahrzeug nur auf seinen Wunsch. Damit ersetzt das Mobiltelefon den herkömmlichen Autoschlüssel. Dank Ultra-Breitband-Technologie bietet das System zudem weitere praktische Vorteile im Alltag: So lässt sich das Auto noch einfacher ferngesteuert in enge Parklücken manövrieren oder aus der Ferne der Kofferraum öffnen, damit Paketdienste ihre Lieferungen direkt dorthin zustellen. Steht das Fahrzeug auf einem großen und unübersichtlichen Parkplatz, hilft Perfectly Keyless, den Weg zum Auto zu finden und ihn mit den Scheinwerfern zu beleuchten. Das erhöht im Dunkeln die Sicherheit.

Stationäre Brennstoffzelle: Bosch will 2024 mit Serienfertigung starten

06.12.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Stationäre Brennstoffzelle: Bosch will 2024 mit Serienfertigung starten

Stuttgart, Deutschland / Horsham, Großbritannien – Bosch macht Ernst bei der stationären Brennstoffzelle. 2024 will das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit der Serienfertigung dezentraler Kraftwerke auf Basis der Festoxidbrennstoffzellen-Technologie beginnen und hat dazu eine vertiefende Zusammenarbeit mit Ceres Power vereinbart. Beide Unternehmen wollen nach erfolgreicher Musterbauphase nun zunächst die Vorindustrialisierung der stationären Brennstoffzelle vorantreiben. Bosch strebt dabei eine Fertigungskapazität von SOFC-Anlagen von rund 200 Megawatt Leistung pro Jahr an. Damit kann der Stromverbrauch von rund 400 000 Vier-Personen-Haushalten in Stadtquartieren gedeckt werden. Das Unternehmen wird in die geplante Serienfertigung einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Die Produktion soll an den Standorten Bamberg, Wernau und Homburg angesiedelt werden, die Entwicklung in Stuttgart-Feuerbach und Renningen. Bosch positioniert sich damit als System-Anbieter für stationäre Brennstoffzellen mit eigener Wertschöpfung im Bereich Zelle und Stack. Die SOFC-Technologie soll unter anderem in Form kleiner dezentraler, vernetzbarer Kraftwerke in Städten, Fabriken, Gewerbe und Handel, Rechenzentren und im Bereich Elektroladeinfrastruktur zum Einsatz kommen. Der Markt für die dezentrale Energieproduktion wird nach Schätzungen von Bosch bis 2030 ein Volumen von 20 Milliarden Euro erreichen. Insgesamt arbeiten heute über 250 Bosch-Mitarbeiter an diesem Zukunftsthema – 150 mehr als vor einem Jahr. „Wir sehen die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle als einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Dafür bündeln wir die Kompetenzen von Bosch über mehrere Geschäftsbereiche hinweg“, sagt Dr. Christian Fischer, der für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology verantwortliche Geschäftsführer. „Mit stationären Brennstoffzellensystemen baut Bosch ein neues Geschäftsfeld auf, in dem Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Service aus einer Hand kommen“, so Fischer weiter. „Gemeinsam mit unserem Partner Ceres Power gehen wir nun den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einer Serienfertigung.“ Wir sehen die hocheffiziente Festoxid-Brennstoffzelle als einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Dafür bündeln wir die Kompetenzen von Bosch über mehrere Geschäftsbereiche hinweg...Dr. Christian Fischer, Geschäftsführer Energy and Building Technology Bosch vertieft Partnerschaft mit Ceres Power Seit August 2018 kooperiert Bosch erfolgreich mit Ceres Power bei der Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellen-Stacks. Bereits im Herbst 2019 startete Bosch eine Musterbaufertigung in Deutschland und beteiligte sich im Januar 2020 mit rund 18 Prozent an dem britischen Unternehmen. Nun wurde die Zusammenarbeit auf die Phasen bis zur Serienfertigung 2024 ausgebaut. Die Verträge legen die weitere Technologienutzung durch Bosch vom Kooperationspartner Ceres Power fest. „Wir sind stolz darauf, diesen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit unserem wichtigen Partner Bosch erreicht zu haben. Die Kombination aus innovativer Ceres-Technologie und dem Fertigungs-Know-how von Bosch hat zukunftsweisende stationäre Brennstoffzellensysteme möglich gemacht. Diese werden zur Lösung der globalen Herausforderungen bei der Energiewende beitragen“, sagt Phil Caldwell, CEO von Ceres Power. „Wir freuen uns darauf, unsere enge Zusammenarbeit mit Bosch fortzusetzen.“ SOFC-Anlagen sind bereits jetzt wasserstofffähig Ceres Power ist führend in der Entwicklung von innovativen Festoxid-Brennstoffzellen und Zellstapeln (Stacks). Bosch besitzt eine umfassende Technologielizenz von Ceres Power und stellt Brennstoffzellen sowie Stacks in Eigenfertigung seit 2019 her. Pilotanlagen auf Basis der Festoxid-Brennstoffzelle werden bereits an verschiedenen Bosch-Standorten erfolgreich erprobt. Die SOFC-Anlagen können heute mit umweltfreundlichem Biogas oder Erdgas betrieben werden – und sind bereits jetzt wasserstofffähig für das Energiesystem von morgen. Für Städte und Ballungszentren mit hohem Energiebedarf können SOFC-Anlagen die Energieversorgung nachhaltig sicherstellen – und das ohne Stickoxid-, Partikel- oder CO2-Emissionen. Dabei ist die Festoxid-Brennstoffzelle mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 85 Prozent jedem anderen Energiewandler deutlich überlegen. Dr. Wilfried Kölscheid, verantwortlich für stationäre Brennstoffzellen bei Bosch, erläutert: „Je nach Energiebedarf lassen sich zukünftig beliebig viele Anlagen mit gleicher Leistung zusammenschalten. Über diese Vernetzung der Geräte lassen sich virtuelle Kraftwerke darstellen, die gemeinsam eine bedarfsgerechte Energieversorgung am Ort des Verbrauchs ermöglichen.“

NEVONEX verdoppelt die Anzahl seiner Partner

17.07.2020

Pressemeldung

Internet of Things

NEVONEX verdoppelt die Anzahl seiner Partner

Stuttgart – NEVONEX powered by Bosch ermöglicht gemeinsam mit namhaften Partnern der Agrarbranche automatisierte und effizientere Arbeitsprozesse. „Wir haben NEVONEX von Anfang an als offene Lösung konzipiert, die für alle landwirtschaftlichen Player offensteht. Der Neuzugang von Corteva Agriscience, DHI, geo-konzept, MyEasyFarm und Yara bestätigt das überzeugende Konzept für die smarte und digitale Landwirtschaft. Die Diversität der neuen Partner zeigt auch die vielschichtigen Möglichkeiten von NEVONEX.“, so Andrew Allen, verantwortlich für den Bereich Commercial Vehicles and Off-Road bei Bosch. Aktuell sind bereits acht Partner an Bord, die hochwertige FEATURES, Schnittstellen zu ihren Landmaschinen und Sensoren, das NEVONEX-fähige Steuergerät und Installationsservices anbieten.Wachsende Vielfalt an FEATURES und Angeboten Der gemeinsame Ökosystem-Ansatz macht neue und bereits vorhandene Landmaschinen mit Hilfe des NEVONEX-fähigen Steuergeräts intelligenter und optimiert Arbeitsprozesse des Landwirts. Mit den fünf neuen Partnern wird das Angebot an neuen Maschinenfunktionalitäten, sogenannten FEATURES, erweitert. Corteva Agriscience, bedeutender globaler Anbieter von Saatgut, Pflanzenschutz und digitalen Landwirtschaftslösungen schließt sich als Content-Partner NEVONEX an und entwickelt neue FEATURES. So wird das Expertenwissen von Corteva direkt auf Landmaschinen nutzbar gemacht. DHI, die Experten für Digitalisierung, Modellierung und Visualisierung von Wassersystemen sowie der Anbieter von Düngemittel und Umweltlösungen Yara sind ebenfalls in der Vorbereitung von FEATURES. Das innovative Ag-Tech Startup MyEasyFarm ist als erster Partner aus Frankreich ein wichtiger Partner für den Markteintritt in Frankreich. Der Anbieter von Precision Farming Lösungen bringt sein Knowhow in das NEVONEX System ein. Jeder Ökosystem-Partner kann auf die technische Infrastruktur und Werkzeuge von NEVONEX zugreifen und FEATURES entwickeln. So wird das Expertenwissen von FEATURE Anbietern direkt und nahtlos auf Landmaschinen gebracht. Weiterer wichtiger Installations- und Servicepartner Zusätzlich übernimmt geo-konzept die Rolle eines Installations- und Servicepartners vor Ort. Unter anderem wird er die Nachrüstung von Landmaschinen mit NEVONEX-fähigen Steuergeräten und kompatiblen Sensoren durchführen. Starke Kooperationen für die Weiterentwicklung des Systems Der Bundesverband DEULA steht mit zwölf rechtlich selbständigen Bildungszentren NEVONEX mit landwirtschaftlichem Knowhow und Netzwerk zur Seite. Neben der Begleitung von Feldtests wird die DEULA bei der Konzeptionierung von Partner- und Nutzertrainings für NEVONEX mitwirken. Die Kooperation mit dem LandBauTechnik Bundesverband ermöglicht NEVONEX im engen Austausch mit den LBT-Mitgliedern direkt Feedback und Wünsche aus der Praxis der Landmaschinen-Händler und -Handwerker zu erhalten. Die Technische Universität München schaut in die Zukunft der Landwirtschaft mit NEVONEX. Im Rahmen eines Promotionsprojekts wird eine Folgenabschätzung der NEVONEX-Technologie für die Landwirtschaft beleuchtet. Neben den acht Neuzugängen sind bereits acht Partner Teil von NEVONEX. Diese sind: AMAZONE, LEMKEN, Pessl Instruments, RAUCH, Syngenta, Topcon, Xarvio und ZG Raiffeisen. NEVONEX wird seit Frühjahr 2020 mit einzelnen Partnern und Regionen in Europa über ein Early Adopter Program angeboten, gefolgt von Nord- und Lateinamerika. Der allgemeine Marktstart in auswählten Regionen in Europa, Nord- und Lateinamerika ist für 2021 vorgesehen.

CES 2020: Bosch setzt Maßstäbe bei künstlicher Intelligenz

06.01.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

CES 2020: Bosch setzt Maßstäbe bei künstlicher Intelligenz

Las Vegas – Egal ob beim automatisierten Fahren, im Smart Home oder in der Produktion: Künstliche Intelligenz (KI) ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bosch setzt KI und das Internet der Dinge (IoT) ein, um das Leben für den Menschen zu erleichtern und so sicher wie möglich zu gestalten. Das Motto des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens lautet hier: „Beneficial AI. Building trust together“. Der Fokus liegt auf robuster und sicherer KI zur Herstellung von smarten Produkten. Wie diese aussehen, zeigt Bosch auf der diesjährigen CES. So feiert auf der weltgrößten Messe für Konsumelektronik der Virtual Visor, eine KI-basierte, digitale Fahrzeugsonnenblende von Bosch Weltpremiere. Das Produkt hat ebenso einen CES® Innovation Award gewonnen wie Boschs 3D-Display fürs Auto.Zu den weiteren KI-Highlights des Unternehmens auf der Messe zählen eine Anwendung für die vorausschauende Wartung der Raumstation ISS, ein System zum Beobachten des Fahrzeuginnenraums sowie eine smarte Plattform für die medizinische Diagnose. „Die Lösungen, die wir auf der CES zeigen, verdeutlichen: Bosch will auch im Bereich der KI zum Innovationsführer werden“, sagt Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle. „Ab 2025 enthält jedes Bosch-Produkt künstliche Intelligenz oder wurde mit ihrer Hilfe entwickelt beziehungsweise produziert.“ Das weltweite Marktvolumen für KI-Anwendungen soll in diesem Zeitraum bei rund 120 Milliarden US-Dollar liegen. Das ist zwölf Mal so viel wie 2018 (Quelle: Tractica ). Ein Potenzial, das Bosch nutzen will: Schon heute investiert das Unternehmen jedes Jahr 3,7 Milliarden Euro in die Software-Entwicklung und beschäftigt derzeit bereits mehr als 30 000 Software-Entwickler. 1 000 Mitarbeiter beschäftigen sich bei Bosch mit KI. Darüber hinaus hat Bosch ein umfangreiches Schulungsprogramm ins Leben gerufen: „Innerhalb der kommenden zwei Jahre werden wir annähernd 20 000 Mitarbeiter fit für KI machen“, erklärt Bolle. „Wir müssen nicht nur in die künstliche, sondern auch in menschliche Intelligenz investieren.“ Das Programm beinhaltet Trainingsformate für Führungskräfte, Entwicklungsingenieure und KI-Entwickler auf drei unterschiedlichen Niveaus und schließt Leitlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit KI ein. Hierfür hat Bosch einen eigenen KI-Kodex erarbeitet, der die Fragen nach KI-Sicherheit und -Ethik aufgreift. Das Unternehmen will damit und mit seinem Know-how Vertrauen schaffen, bei Kunden wie bei Partnern: „Wer sowohl technische als auch ethische Prinzipien verinnerlicht hat, weiß, welchen Stellenwert Datensicherheit und -hoheit haben“, ist Bolle überzeugt. „Vertrauen ist sozusagen die Produktqualität der digitalen Welt.“Kompetenz rettet Leben Eine zentrale Kernkompetenz der Zukunft sieht Bosch in der industriellen Anwendung künstlicher Intelligenz. „Uns geht es mit künstlicher Intelligenz nicht darum, den Menschen zu modellieren, sondern die Technik zum Nutzen des Menschen zu optimieren“, betont Bolle. „Industrielle KI muss daher sicher, robust und erklärbar sein.“ Dabei soll laut Bosch der Mensch stets die Kontrolle behalten, egal ob auf der Straße, zu Hause oder in der Industrie. Dass der Mensch von zuverlässigen Maschinen profitiert, hat das Unternehmen bereits in der Vergangenheit als Pionier in der Entwicklung von lebensrettenden Fahrsicherheitssystemen wie ABS, ESP oder dem Airbag-Steuergerät bewiesen. Mit KI lassen sich auch Fahrerassistenzsysteme noch effizienter und intelligenter machen: Wenn etwa die KI-Kamera von Bosch fürs automatisierte Fahren auch teilweise verdeckte Fußgänger erkennt, kann der automatische Notbremsassistent noch zuverlässiger reagieren. Aus „Technik fürs Leben“ wird bei Bosch lernende Technik fürs Leben.Bosch investiert 100 Millionen Euro in KI-Campus Innovationen bedürfen Investitionen. Neben Aufwendungen für die Software-Entwicklung investiert Bosch weltweit in Köpfe und Kompetenzzentren. So stellt das Unternehmen 100 Millionen Euro für den Bau eines neuen KI-Campus in Tübingen, Deutschland, bereit. Der Bezug des neuen Forschungskomplexes ist für Ende 2022 angedacht. Dieser wird dann rund 700 KI-Experten Raum für den kreativen und produktiven Austausch bieten. Die Experten stammen dabei von Bosch, von externen Start-ups sowie von öffentlichen Forschungseinrichtungen. Der neue Campus soll den Experten-Austausch im Cyber Valley stärken. „Gemeinsam Vertrauen schaffen“ wird hier gelebt werden. Bosch ist Gründungsmitglied des 2016 ins Leben gerufenen Cyber Valley . In dieser Forschungskooperation bündeln Partner aus Industrie, Wissenschaft und Politik die Kräfte, um die KI-Forschung voranzutreiben und Erkenntnisse der Grundlagenforschung rasch in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen. Zudem unterhält Bosch im Rahmen seines Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) weltweit sieben Standorte – unter anderem in den USA in Sunnyvale, Kalifornien, und in Pittsburgh, Pennsylvania. Im BCAI arbeiten derzeit insgesamt rund 250 KI-Spezialisten an mehr als 150 Projekten aus den Bereichen Mobilität, Produktion, Smart Home und Landwirtschaft.Weltneuheit Virtual Visor stammt aus den USA Die kreativen KI-Köpfe bei Bosch entwickeln Produktinnovationen für die Bereiche Mobility, Smart Home oder Industrie 4.0. Die KI-Weltneuheit aus dem Fahrzeugbereich, mit der das Unternehmen in Las Vegas Weltpremiere feiert, stammt aus den USA: Der Virtual Visor ist eine transparente digitale Sonnenblende. Ein durchsichtiges LCD-Display wird mit der Insassenbeobachtungskamera verbunden, die die Position der Augen des Fahrers erkennt. Anhand intelligenter Algorithmen wertet die virtuelle Sonnenblende diese Informationen aus und verdunkelt auf dem Display ausschließlich den Teilbereich, in dem die Sonne den Fahrer blenden würden. Der Virtual Visor hat beim CES® Best of Innovation Award die höchste Punktzahl in seiner Kategorie gewonnen. Gleiches gilt für das neue 3D-Display von Bosch. Es erzeugt mithilfe einer passiven 3D-Technik einen real empfundenen dreidimensionalen Effekt von Bildern und Warnsignalen. Dadurch lassen sich Informationen schneller erfassen als auf herkömmlichen Bildschirmen. Die Verkehrssicherheit steigt. Zusätzliche Sicherheit bietet auch das neue System zur Innenraumbeobachtung von Fahrzeugen. Wenn der Fahrer müde ist oder seinen Blick aufs Smartphone abwendet, erkennt dies das System anhand der Bewegung der Augenlider, der Blickrichtung und der Kopfhaltung – und warnt ihn vor kritischen Situationen. Darüber hinaus erfasst es den Fahrzeuginnenraum und stellt fest, wie viele Fahrgäste sich an Bord befinden, wo und in welcher Position sie sitzen. So können Sicherheitssysteme wie Airbags im Notfall optimal ausgelöst werden. Mit Fahrerassistenzsystemen hat Bosch seinen Umsatz 2019 um zwölf Prozent auf rund zwei Milliarden Euro gesteigert. Sie ebnen den Weg zum automatisierten Fahren. Sind Fahrzeuge in Zukunft auf Teilstrecken wie der Autobahn teilautomatisiert unterwegs, wird die Fahrerbeobachtung zum unverzichtbaren Begleiter: Die Kamera achtet darauf, dass der Fahrer das Steuer jederzeit wieder sicher übernehmen kann. Bis 2022 wird das Unternehmen für das automatisierte Fahren rund vier Milliarden Euro aufwenden und mehr als 5 000 Ingenieure beschäftigen. Um das Portfolio in diesem Bereich sensortechnisch zu vervollständigen, steigt Bosch in die Serienentwicklung von Lidarsensoren ein. Neben Radar und Kamera bilden sie die unabdingbare dritte Sensortechnik. Als Fernbereichslidar erkennt der Bosch-Sensor auch nichtmetallische Objekte in großer Entfernung wie beispielsweise Steine auf der Straße.Bosch-KI kommt im Weltall und in der Medizin zum Einsatz Hoch hinaus will das Unternehmen mit seinem Sensorsystem SoundSee, das bereits Ende 2019 ins All geschickt wurde. Dieses wird vom autonom fliegenden NASA-Roboter Astrobee aus in der Raumstation ISS ungewöhnliche Geräusche herausfiltern, mithilfe von KI-Algorithmen analysieren und signalisieren, wann eine Wartung erforderlich ist. Die Audio-Dateien werden ab Frühjahr 2020 an eine von der NASA spezifizierte Bodenkontrollstation im Bosch-Forschungszentrum Pittsburgh gesendet. SoundSee, das kaum größer als eine Brotdose ist, wurde in den USA zusammen mit Astrobotic im Rahmen einer NASA-Forschungskooperation entwickelt.Ganz erdverbunden aber nicht weniger innovativ zeigt sich Vivalution – eine smarte Plattform, die bei der medizinischen Diagnose unterstützt. Vivalution kann die Proben von Blut und anderen Körperflüssigkeiten mikroskopisch vergrößern und digital abbilden sowie mithilfe von künstlicher Intelligenz analysieren. Es ist in der Lage, Unregelmäßigkeiten in Zellen schnell und präzise zu erkennen und Ärzte bei Auswertung und Diagnose zu unterstützen.Smartglasses Light Drive macht alltägliche Brillen smart Auch jenseits von KI-Anwendungen zeigt Bosch auf der CES zahlreiche Neuheiten. Beispielsweise mit dem Smartglasses Light Drive System , der weltweit ersten sensorbasierten Lösung, die es ermöglicht, eine alltägliche Brille smart zu machen. Sie ist gut ein Drittel schmaler als auf dem Markt befindliche Lösungen und wiegt weniger als zehn Gramm. Die gestochen scharfen Bilder, die selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut erkennbar ins Sichtfeld projiziert werden, reichen von Navigationsinformationen und Textnachrichten über Kalendereinträge bis zu Betriebsanleitungen – je nachdem welche Informationen vom Smartphone oder der Smartwatch empfangen werden. Mit dem Technologieträger IoT Shuttle zeigt Bosch auf der CES, welche Lösungen das Unternehmen Automobilherstellern und Mobility Service Providern für die Elektrifizierung, Automatisierung, Vernetzung und Personalisierung von Shuttlefahrzeugen anbietet. Das Angebot umfasst neben Komponenten nahtlos vernetzte Mobilitätsdienste. Mit diesen können Betreiber ihre Flottenfahrzeuge flexibel einsetzen, verwalten, laden und warten sowie jede Fahrt sicher machen. Auf dem Bosch-Stand zu sehen sind außerdem verbesserte Antriebs- und Sensortechniken für die vernetzte und emissionsfreie Mobilität der Zukunft.Aus der Küche ins ganze Haus: Erweitertes Angebot für das Residential IoT Bosch vergrößert sein Service-Angebot für das Residential IoT, also das Internet der Dinge für den gesamten privaten Wohnbereich. Highlight ist hier die offene Plattform Home Connect, die auf der CES präsentiert wird. Von Mitte 2020 an lassen sich auch Beleuchtung und Beschattung, Entertainment oder Smart Gardening herstellerübergreifend über eine App steuern. Die Zahl der Partnerunternehmen liegt derzeit bei 40 und soll sich mehr als verdoppeln. Damit will Bosch das Leben zu Hause noch komfortabler und effizienter machen.Intelligente Technik schützt das Klima Die Klammer um innovative Produkte bildet das unternehmerische Handeln von Bosch. „Wir wollen ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung in Einklang bringen.“ Ein großes Anliegen ist dabei auch der Klimaschutz. „Bosch entwickelt nicht nur umweltfreundliche Lösungen, sondern geht selbst mit gutem Beispiel voran“, erklärt Bolle. „Bis Ende 2020 werden alle unsere 400 Standorte weltweit klimaneutral gestellt sein und von der Entwicklung über die Produktion bis zur Verwaltung keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen. Für die deutschen Standorte haben wir das bereits realisiert.“ Auch hierfür kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz: An einzelnen Standorten nutzt beispielsweise eine unternehmenseigene Energieplattform intelligente Algorithmen, um Abweichungen im Energieverbrauch zu identifizieren. Allein dadurch konnte in einigen Produktionswerken der CO2-Ausstoß innerhalb der vergangen zwei Jahre um mehr als zehn Prozent gesenkt werden. Hält man sich vor Augen, dass Bosch insgesamt 270 solcher Werke betreibt, lässt sich das enorme Einsparpotenzial erahnen. Bolle: „Und so zeigt der Auftritt auf der CES: Bosch hat mit KI in vielfacher Hinsicht Großes vor.“

CES 2020: Bosch zeigt intelligente Technik fürs Leben

06.01.2020

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Smart Home

CES 2020: Bosch zeigt intelligente Technik fürs Leben

Stuttgart/Las Vegas – Bosch präsentiert sich vom 7. bis 10. Januar 2020 auf der CES® 2020 in Las Vegas, Central Hall, Stand-Nr. #12401 mit vernetzten Produkten für die Mobilität und das Zuhause. Zu den Highlights auf der Messe gehören Lösungen, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen oder mit ihrer Hilfe entwickelt beziehungsweise produziert werden. Das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen will KI für Menschen sicher, robust und nachvollziehbar machen, egal ob in der Produktion, im Smart Home oder beim automatisierten Fahren.CES 2020 Innovation Awards: Ausgezeichnete Lösungen von Bosch Bosch hat zur CES 2020 gleich zweimal die höchste Punktzahl bei den Innovation Awards erzielt und drei weitere Auszeichnungen als „Honoree“ geholt. Die CES Innovation Awards werden von der Consumer Technology Association (CTA) gefördert und jährlich in 28 Kategorien vergeben. Sie sind ein Indikator für die Trends der Zukunft. Neben dem 3D-Display fürs Auto erhielt eine Weltneuheit aus dem Bereich Car Multimedia den begehrten Best of Innnovation Award – die digitale Auto-Sonnenblende Virtual Visor. Beide Innovationen wurden zusätzlich mit einem Honoree in einer weiteren Kategorie geehrt. Der dritte Honoree geht an das Bosch Vivalution (Markenname wurde geändert) – eine smarte Plattform für die medizinische Diagnose.Weltneuheit: Virtual Visor – die transparente digitale Sonnenblende (AI inside): Herkömmliche Sonnenblenden schützen Autofahrer vor störendem Gegenlicht. Einmal heruntergeklappt, versperren sie allerdings oft auch große Teile des Sichtfeldes. Dieses Problem löst Bosch mit einem neuen transparenten LCD-Display, das die lichtundurchlässige Blende im Auto ersetzt. Der Virtual Visor wird mit der Insassenbeobachtungskamera verbunden, die die Position der Augen des Fahrers erkennt. Anhand intelligenter Algorithmen wertet die virtuelle Sonnenblende diese Informationen aus und verdunkelt auf dem Display ausschließlich den Teilbereich, in dem die Sonne oder andere Lichtquellen den Fahrer blenden würden. Der Rest bleibt durchsichtig und verdeckt nicht mehr die Sicht auf das Verkehrsgeschehen.3D-Display – die dritte Dimension im Cockpit: Das neue 3D-Display von Bosch erzeugt mithilfe einer passiven 3D-Technik einen real empfundenen dreidimensionalen Effekt von Bildern und Warnsignalen. Dadurch lassen sich Informationen schneller erfassen als auf herkömmlichen Bildschirmen. Der Fahrer ist dadurch weniger abgelenkt. Das System für die räumliche Darstellung kommt ganz ohne Zusatztechniken wie Eyetracking oder 3D-Brille aus.Vivalution (Markenname wurde geändert) – smarte Plattform für die medizinische Diagnose (AI inside): Vivalution von Bosch kann Proben von Blut und anderen Körperflüssigkeiten mikroskopisch vergrößern und digital abbilden sowie mithilfe von KI-Algorithmen analysieren. Mittels maschinellem Lernen wurde das Gerät bereits mit mehr als 30 000 Bildern und rund 9 Millionen Datenpunkten von Zellen trainiert – und es lernt weiter. So ist es in der Lage, Unregelmäßigkeiten in Zellen schnell und präzise zu erkennen und Ärzte bei Auswertung und Diagnose zu unterstützen.Das muss man von Bosch gesehen haben Soundsee – intelligentes Gehör für die ISS (AI inside): Kaum größer als eine Vesperbox steckt Soundsee von Bosch voller neuester künstlicher Intelligenz (KI). Diese kommt nun erstmals im Weltall zum Einsatz: Vom autonom fliegenden NASA-Roboter Astrobee aus wird das Sensorsystem in der Raumstation ISS anhand integrierter Mikrofone Umgebungsgeräusch einfangen und diese mithilfe von KI-Algorithmen analysieren. So kann Soundsee ungewöhnliche Geräusche herausfiltern und signalisieren, wann eine Wartung erforderlich ist. Die Audio-Dateien werden ab Frühjahr 2020 an eine von der NASA spezifizierte Bodenkontrollstation im Bosch-Forschungszentrum Pittsburgh gesendet. Soundsee wurde zusammen mit Astrobotic im Rahmen einer NASA-Forschungskooperation entwickelt.Smartglasses Light Drive – Informationen immer im Blick: Mit Smartglasses Light Drive präsentiert Bosch Sensortec die weltweit erste Lösung, die es ermöglicht, eine alltägliche Brille smart zu machen. Das integrierte Projektionssystem besteht aus MEMS-Spiegeln, optischen Elementen, Sensoren und intelligenter Software-Anbindung. Das Smartglasses Light Drive ist gut ein Drittel schmaler als bisherige Lösungen auf dem Markt und wiegt weniger als zehn Gramm. Die gestochen scharfen Bilder, die es selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut erkennbar ins Sichtfeld projiziert, reichen von Navigationsinformationen und Textnachrichten über Kalendereinträge bis zu Betriebsanleitungen – je nachdem welche Informationen von Smartphone oder Smartwatch empfangen werden.Innenraumbeobachtung – Sicherheit und Komfort für alle Insassen (AI inside): Wenn der Fahrer müde ist oder seinen Blick aufs Smartphone abwendet, erkennt dies das System zur Beobachtung des Fahrzeuginnenraums von Bosch anhand der Bewegung der Augenlider, der Blickrichtung und der Sitzposition – und warnt ihn vor kritischen Situationen. Darüber hinaus erfasst es den Fahrzeuginnenraum und stellt fest, wie viele Fahrgäste sich an Bord befinden und wo sie sitzen. So können Sicherheitssysteme wie Airbags im Notfall optimal ausgelöst werden. Zudem erhöht das System den Komfort für die Insassen. Beispielsweise stellen sich gespeicherte individuelle Einstellungen für die Sitzposition automatisch ein. Sind Fahrzeuge in Zukunft auf Teilstrecken wie der Autobahn teilautomatisiert unterwegs, wird die Fahrerbeobachtung zum unverzichtbaren Begleiter: Die Kamera achtet darauf, dass der Fahrer das Steuer jederzeit wieder sicher übernehmen kann.Bosch IoT Shuttle – die Zukunft der Mobilität: Sogenannte Mobility Service Provider (MSP) bieten in Zukunft maßgeschneiderte On-Demand-Mobilität vermehrt über Shuttles an – sei es für den Güter- als auch den Personentransport. Mit dem Technologieträger IoT Shuttle zeigt Bosch auf der CES, welche Lösungen das Unternehmen Automobilherstellern und MSPs für die Elektrifizierung, Automatisierung, Vernetzung und Personalisierung von Shuttlefahrzeugen anbietet. Das Angebot umfasst neben Komponenten nahtlos vernetzte Mobilitätsdienste, mit denen Betreiber ihre Flottenfahrzeuge flexibel einsetzen, verwalten, laden und warten sowie jede Fahrt sicher machen.Mobilität der Zukunft: Auswahl an Lösungen und Services Intelligente Frontkamera : Bildverständnis mit Computervision und KI (AI inside): Sie erkennt Objekte und teilt sie in Klassen wie Fahrzeuge, Fußgänger oder Fahrräder ein und vermisst ihre Bewegung. Darüber hinaus interpretiert die Kamera, was sie sieht und ist in der Lage, unter anderem zwischen Fahrbahn und Grasstreifen oder Randbebauung zu unterscheiden – auch dann, wenn Fahrbahnmarkierungen fehlen. Die Kamera kann im unübersichtlichen Stadtverkehr auch teilweise verdeckte oder querende Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer schneller und zuverlässiger erkennen und klassifizieren. So kann das Fahrzeug beispielsweise eine Warnung oder Notbremsung auslösen. Die Kamera-Intelligenz basiert auf Bosch-Know-how und ist in einem Chip des japanischen Unternehmens Renesas – dem V3H – integriert. Sie verbessert auch bereits verfügbare Fahrerassistenzsysteme und erweitert ihr Einsatzspektrum. Um Kollisionen zu verhindern, ist es zum Beispiel denkbar, eine automatische Notbremsung auch auf verschiedene Tierarten zu realisieren.Lidarsensoren – neben Radar und Kamera die dritte Sensortechnologie des automatisierten Fahrens: Bosch ergänzt sein Sensorportfolio für das hochautomatisierte Fahren und steigt in die Serienentwicklung eines Fernbereichs-Lidars ein. Der Bosch Fernbereichs-Lidar wird die erste im Markt verfügbare automotive-taugliche Lösung sein. Das heißt: Er lässt sich in großen Stückzahlen fertigen und arbeitet zuverlässig über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs. Der Lidar trägt entscheidend dazu bei, dass hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge Objekte auch in anspruchsvollen Fahrsituationen sicher detektieren können. Situationen, bei denen Radar und Kamera an ihre Grenzen kommen können. Der Fernbereichs-Lidar erkennt beispielsweise nichtmetallische Objekte in großer Entfernung – wie Steine auf der Straße.Radarsensoren – Umfeldsensorik für komplexe Verkehrssituationen: Die neue Generation der Bosch-Radarsensoren kann das Fahrzeugumfeld noch besser erfassen – auch bei schlechten Wetter- oder Lichtverhältnissen. Grundlage dafür sind eine hohe Erfassungsreichweite, ein breiter Öffnungswinkel und eine hohe Winkeltrennfähigkeit. So können beispielsweise automatische Notbremssysteme noch zuverlässiger reagieren.Automated Valet Parking – vollautomatisierter Vorfahr-und Einparkservice: Die Gemeinschaftsentwicklung von Bosch und Daimler hat als erstes SAE-Level-4-System die Freigabe der zuständigen Behörden in Deutschland erhalten. Die Sensoren für die Parkhausinfrastruktur sowie die Kommunikationstechnik kommen von Bosch. Bis Ende 2021 soll ein Dutzend weiterer Parkhäuser mit dem Automated Valet Parking ausgestattet sein. Dafür arbeitet Bosch mit Parkhausbetreibern und Bauträgern großer Immobilienprojekte zusammen.Vehicle Computer – Elektronikarchitektur der nächsten Generation: Ein Schlüssel für die Zukunft vernetzter, automatisierter und elektrifizierter Mobilität liegt in der Elektronikarchitektur von Fahrzeugen. Mit neuen leistungsstarken Leitrechnern werden Fahrzeuge künftig nicht nur deutlich leistungsfähiger. Weniger Steuergeräte bedeuten darüber hinaus auch weniger Gewicht im Fahrzeug und weniger Komplexität im Zusammenspiel der Komponenten und Systeme. Mit den Vehicle Computern vergrößert Bosch die Rechenleistung bis Anfang der nächsten Dekade um den Faktor 1 000. Rechner dieser Art realisiert Bosch bereits für das automatisierte Fahren, den Antriebsstrang und die Integration von Infotainment-Systemen und Fahrerassistenz-Funktionen.Perfectly keyless – das Smartphone wird zum Autoschlüssel: Für die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Smartphone nutzt Perfectly keyless in Zukunft neben Bluetooth auch Ultra-Wideband (UWB), eine neue Kommunikationstechnologie, die bereits in ersten Smartphones verfügbar ist. Mit UWB kann das Smartphone zentimetergenau lokalisiert werden. Zudem ist die Kommunikation mit dem Fahrzeug besonders sicher. Bosch arbeitet aktuell mit Partnern daran, die Datenübertragung zwischen Smartphone und Fahrzeug zu standardisieren. Auf der CES zeigt Bosch ein Demonstrationsfahrzeug, in dem Perfectly keyless erstmals auf Basis von UWB zum Einsatz kommt.Brennstoffzellen-System – Elektromobilität für die Langstrecke: Die mobile Brennstoffzelle ermöglicht hohe Reichweiten bei kurzen Tankzeiten und – bei Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff – einen emissionsfreien Betrieb von Elektrofahrzeugen. Gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Powercell industrialisiert Bosch derzeit einen Brennstoffzellen-Stack. Neben dem Stack, der Wasserstoff in elektrische Energie wandelt, entwickelt Bosch alle wichtigen Systemkomponenten zur Serienreife.Rolling Chassis – Plattform für die Elektromobilität: Elektrischer Antrieb, Lenkung oder Bremse – Bosch hat alle Bausteine für die Elektromobilität im Portfolio. Im Rahmen einer Entwicklungskooperation mit dem Chassis- und Automobiltechnik-Experten Benteler zeigt das Unternehmen, wie die Integration aller Bosch-Erzeugnisse für Elektrofahrzeuge aussehen kann. Mit dem Rolling Chassis als Technologieträger verfolgt Bosch unter anderem das Ziel, Produkte gezielt für solche Anforderungen weiterzuentwickeln.eAchse – SiC-Technologie für leistungsstarke Elektrofahrzeuge: Mit der eAchse Performance präsentiert Bosch neue technische Lösungen, die Wirkungsgrad und Leistungsdichte im elektrischen Antrieb weiter steigern. Die neue Antriebs-einheit hat eine verbesserte Systemeffizienz von bis zu 96 Prozent, was die Reichweite im WLTP um bis zu sechs Prozent erhöht. Mit drei Kilowatt Leistung pro Kilogramm ist die Leistungsdichte zudem 50 Prozent höher als bei der bisherigen eAchse. Möglich wurde das durch den erstmaligen Einsatz von Siliziumkarbid-Halbleitern (SiC) in der Leistungselektronik sowie durch eine platzsparendere Anordnung von Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe.Connected Biking – Lösungen für das Radfahrerlebnis 2.0: Mit dem Bordcomputer Kiox bleiben Trainingsdaten wie Geschwindigkeit, Herzfrequenz oder die eigene Leistung während der Fahrt stets im Blick. Nach der Tour lassen sich die Daten in der Smartphone-App eBike Connect oder im Online-Portal auswerten. Die neue Premium-Funktion Lock ergänzt Kiox um einen digitalen Diebstahlschutz. Rundum vernetzt unterwegs sind eBiker auch mit dem neuen SmartphoneHub, der dank COBI.Bike App eine Vielzahl an Funktionen bietet – von Navigation und Fitnesstracking bis zur Verknüpfung mit Diensten und Apps von Drittanbietern wie Apple Health, Google Fit oder komoot.Intelligente Helfer: Sicherheit und Komfort für unterwegs und zu Hause Home Connect – erweiterte Plattform für alle : Bosch vergrößert sein Service-Angebot für das Residential IoT, also das Internet der Dinge für den gesamten privaten Wohnbereich. Home Connect, die offene IoT-Plattform rund um die Bosch-Hausgeräte und andere Hersteller, an der sich bereits rund 40 Partner beteiligen, wächst aus der Küche heraus ins ganze Haus. Von Mitte 2020 an lassen sich auch Beleuchtung und Beschattung, Entertainment oder Smart Gardening herstellerübergreifend über die App steuern. Die Zahl der Partnerunternehmen soll sich mehr als verdoppeln. Somit wird das Leben zu Hause noch komfortabler und effizienter.Bosch Smart Home – die neue Offenheit: Bosch Smart Home wird mit Apple HomeKit kompatibel. In Zukunft lässt sich das Bosch Smart Home System über die Apple Home App und den Sprachassistenten Siri steuern. Um den Kundennutzen weiter zu steigern, bietet Bosch Partnern künftig die Möglichkeit, Bosch Smart Home-Geräte und Dienste über eine Programmierschnittstelle (API) in ihre Angebote einzubinden.Application Store – alles unter einem Dach: Gerade im Bereich der Sicherheitstechnik spielt die IoT-Vernetzung eine entscheidende Rolle. Um für Video- und Sicherheitsanwendungen in gewerblichen Gebäuden Geräte, Software und Daten optimal aufeinander abzustimmen zu können, hat die Bosch-Tochtergesellschaft Security and Safety Things eigens eine offene IT-Plattform entwickelt. Dank der Plattform lassen sich beispielsweise die Kompatibilität von App und Anwendung im Handumdrehen testen und die Systeme schnell implementieren. Auf der CES sind beispielhafte Anwendungen im Bereich Connected Living und Mobility zu sehen.Immer und überall ein sicheres Gefühl: Das kompakte mobile Alarmgerät kann überall platziert werden, wo Sicherheit wichtig ist. Ob zu Hause, im Auto, im Wohnmobil oder im Gartenhaus – der neue Sensor wird in den intelligenten Rauchwarnmelder Twinguard integriert. Das Gerät ist sowohl mit Geräusch-, Bewegungs- und Luftdrucksensoren als auch mit GPS ausgestattet. Ermittelt das Gerät einen Eindringling, sendet es über Wifi oder den Internet-der-Dinge-Funktechnologiestandard LPWA (Low Power Wide Area) eine Warnmeldung aufs Smartphone des Benutzers.Bosch auf der CES 2020: PRESSEKONFERENZ: Montag, 6. Januar 2020 von 9:00 bis 10:30 Uhr (Lokalzeit), Ballrooms B, C und D im Mandalay Bay Hotel, Las Vegas, South Convention Center, Level 2 MESSESTAND: Dienstag bis Freitag, 7.-10. Januar 2020 in der Central Hall, Stand #12401 FOLGEN SIE den Bosch CES 2020 Highlights auch auf Twitter: #BoschCES PANELS MIT BOSCH-EXPERTEN: Mittwoch, 8. Januar 2020, von 10:15 –11:15Uhr (Lokalzeit) Veranstaltung zum Thema „Growth of Apprenticeships for ‘New Collar’ Jobs“ mit Charlie Ackerman, Senior Vice President of Human Resources, Las Vegas, South Convention Center

05.06.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch zeigt die Geschichte des Autoschlüssels

Erste Drehschalter um 1900 Autoschlüssel einstecken und losfahren? Nicht im Jahr 1900. Damals war das Anlassen eines Fahrzeugs ein komplexer Ablauf von etwa zehn Schritten, den nur gut geschulte Chauffeure beherrschten. Die Aktivierung der Zündung per Drehschalter war nur einer davon. Diebstahl war deshalb für den Autoschlüssel noch kein Thema.Geburtsstunde des Autoschlüssels Das Jahr 1910 gilt als Geburtsstunde des ersten Autoschlüssels im weitesten Sinne und Anfang des Diebstahlschutzes. Der Stromkreis für die Zündung wurde mit einem Schlüssel geschlossen, Ankurbeln musste man das Auto jedoch auch weiterhin. (Pressebild: #1844204)High-Tech im Jahr 1920 Seit den 1920er Jahren werden Autos auch abgeschlossen – allerdings mit einem separaten Schlüssel. Zudem setzte sich der sogenannte Zünd-Anlass-Schalter durch. Er schloss nicht nur den Stromkreis, sondern startete auch den Anlasser und nach Abziehen konnte man das Lenkrad einrasten lassen. Was heute selbstverständlich ist, war damals High-Tech.Königlicher Fahrzeugschlüssel Für den Mercedes-Benz 300 SL der Königin Soraya von Persien wurde eigens ein Zündschlüssel aus Gold angefertigt.Aus zwei wird eins Bis in die 1960er Jahre hatten Autos teilweise noch unterschiedliche Schlüssel zum Abschließen und für die Zündung. Danach setzte sich der Kombinationsschlüssel durch, mit dem beides möglich ist.Fahrzeugschlüssel nimmt Form an In den 1960er Jahren nahmen die Schlüssel langsam bekannte Formen an – und behielten sie bis in die 1980er Jahre und darüber hinaus bei.Geburtsstunde der Zentralverriegelung Bewährtes Design und neue Funktionen: Mitte der 1990er Jahre feierte die Zentralverriegelung ihren Siegeszug. Schließrunden ums Auto sind seitdem passé.Teures Kunstwerk Zu einem schicken Wagen gehört ein edler Autoschlüssel. Unter anderem die Berliner Manufaktur Noblekey hat sich auf Luxusschlüssel spezialisiert. Die Mitarbeiter fertigen beispielsweise einen goldenen Schlüssel mit Edelsteinen und Halbedelsteinen wie aus Tausend und einer Nacht.Komfortevolution des Fahrzeugschlüssels Mit den ersten Funkfernbedienungen steigt der Schließkomfort weiter. Ein Klick auf den Schlüssel und das Auto öffnet sich. Zudem bietet die Fernbedienung eine wertvolle Orientierungshilfe für alle diejenigen, die ihr Auto auf großen Parkplätzen nicht wiederfinden. Ein Klick auf den Schlüssel genügt und ein Blinken zeigt dem Fahrer eindeutig an, wo der fahrbare Untersatz steht.Schlüssellose Zugangssysteme Keyless-Schließsysteme, das erste ging übrigens 1999 in Serie, ermöglichen nicht nur schlüsselloses Öffnen und Schließen des Fahrzeugs, sondern auch den Start per Knopfdruck. Zündschlüssel und Zündschloss sind damit überflüssig.Vorsicht vor Diebstahl Bei klassischen Keyless-Entry-Systemen steckt der Komfortschlüssel weiterhin in der Hosen-, Anzug- oder Jackentasche. Zum Öffnen der Tür und Starten des Motors kommuniziert er mittels Funk im LF- oder UHF-Frequenzbereich (Low Frequency, Ultra High Frequency) mit dem Auto. Im Wettlauf mit den Dieben entwickelt die Automobilbranche diese Systeme permanent weiter. Das kommt einem Marathon gleich.Smartphone wird Autoschlüssel Das schlüssellose Zugangssystem von Bosch funktioniert mit einem virtuellen Schlüssel, der im Smartphone gespeichert ist. Im Auto fest verbaute Sensoren erkennen das Smartphone des Besitzers so sicher wie einen Fingerabdruck und öffnen das Fahrzeug nur für ihn. Ein digitales Schlüsselmanagement verbindet die App und das Fahrzeug über eine Cloud.

Mit Bosch-Technik lernt das Auto fliegen

21.05.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Mit Bosch-Technik lernt das Auto fliegen

Stuttgart – Stau in den Metropolen weltweit: Da möchte so mancher Autofahrer in die Luft gehen. Das könnte in wenigen Jahren sogar eine echte Lösung sein. Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group prognostiziert für 2030 weltweit eine Milliarde Flüge mit den meist unbemannt fliegenden Lufttaxis, wenn sich Sharing-Dienste auf festen Routen auch über den Straßen etablieren. Bosch arbeitet an moderner Sensortechnik, um diese Flüge besonders sicher und komfortabel zu machen. „Ab spätestens 2023 werden die ersten Flugtaxis in Großstädten abheben. Bosch möchte diesen Zukunftsmarkt als Zulieferer mitgestalten“, sagt Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics. Bosch hat dafür eine Marktlücke entdeckt: Herkömmliche Luftfahrttechnik ist zu teuer, zu groß und zu schwer um in autonomen Flugtaxis eingesetzt zu werden. Moderne Sensoren, die auch fürs automatisierte Fahren oder im Schleuderschutzsystem ESP eingesetzt werden, können die Lücke aber schließen. Das Entwickler-Team hat daher dutzende Sensoren in einem Universalsteuergerät für Flugtaxis zusammengeführt. Ab spätestens 2023 werden die ersten Flugtaxis in Großstädten abheben. Bosch möchte diesen Zukunftsmarkt als Zulieferer mitgestalten....Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Bosch-Technik für Flugtaxis Das Universalsteuergerät mit serienerprobten Bosch-Sensoren soll dafür sorgen, dass Position und Flugzeuglage der fliegenden Taxis jederzeit ermittelt werden können und sie sich präzise und sicher steuern lassen. Dafür sorgen beispielsweise Beschleunigungs- und Drehratensensoren, die die Bewegungen und den Neigungswinkel der Fluggeräte exakt messen. Im Gegensatz zu aktuellen Sensorlösungen in der Luftfahrt, die teilweise mehrere zehn- bis hunderttausend Euro kosten, kann Bosch diese Lösung für einen Bruchteil der Kosten realisieren. Der Grund: Das Unternehmen setzt serienerprobte Sensoren ein, die Bosch bereits seit Jahren für die Automobilindustrie entwickelt und herstellt. „Wir wollen mit unserer Bosch-Lösung die zivile Luftfahrt mit Flugtaxis für viele Anbieter erschwinglich machen“, sagt Marcus Parentis, Leiter des Technik-Teams bei Bosch, das sich um Steuergeräte der elektrisch betriebenen Kleinflugzeuge kümmert. Zudem sind die Bosch-Sensoren besonders klein und leicht. Hersteller von Flugtaxis können die Sensorbox von Bosch nach dem Plug&Play-Prinzip einfach in ihre Fluggeräte einbauen. Wir wollen mit unserer Bosch-Lösung die zivile Luftfahrt mit Flugtaxis für viele Anbieter erschwinglich machen....Marcus Parentis, Leiter des Technik-Teams bei Bosch, das sich um Steuergeräte der elektrisch betriebenen Kleinflugzeuge kümmert Shared Mobility in der Luft: Eine Milliarde Flüge mit Flugtaxis in 2030 Der Mark für Flüge mit Elektro-Lufttaxis in Städten soll in den kommenden Jahren stark wachsen. Bereits für 2020 ist der Probebetrieb in Städten wie Dubai, Los Angeles, Dallas und Singapur geplant. Ab 2023, so schätzen Experten, startet der kommerzielle Betrieb. Während dann wohl zunächst noch Piloten mit an Bord sind, könnten die Kleinflugzeuge ab 2025 schon autonom über den Dächern der Metropolen schweben, gesteuert durch Personal am Boden. Rund 3 000 Flugtaxis werden zu diesem Zeitpunkt weltweit im Einsatz sein (Quelle: Roland Berger). 2030 steigt ihre Zahl auf 12 000, spätestens 2050 sind knapp 100 000 der fliegenden Taxis unterwegs. Die Unternehmensberatung Morgan Stanley schätzt, dass der Markt für Flugtaxis im Jahr 2040 sogar 1,35 Billionen Euro (1,5 Billionen US-Dollar) groß sein könnte. Das gilt nicht nur in den USA und Südostasien, sondern auch in deutschen Groß- und Mittelstädten. In Regionen wie dem Ruhrgebiet, im Rhein-Main-Gebiet oder im Dreieck München, Augsburg und Ingolstadt könnten sie die Reisen auf Kurz- und Mittelstrecken deutlich beschleunigen. Von den wachsenden Marktchancen ist auch Marcus Parentis von Bosch überzeugt: „Wir sind im Austausch mit Herstellern von Lufttaxis aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie, aber auch mit Start-ups, die die Fluggeräte bauen und Sharing-Dienste anbieten wollen“, sagt Parentis. „Die Frage ist nicht, ob Flugtaxis kommen, sondern wann.“ Weitere Fragen und Antworten Welche Technik liefert Bosch? In der Sensorbox stecken MEMS-Sensoren. Die Abkürzung steht für Mikroelektromechanische Systeme. Die ersten MEMS-Sensoren für Fahrzeuge hat Bosch bereits vor über 25 Jahren entwickelt. Dort versorgen sie die Steuergeräte mit Daten, ob das Fahrzeug gerade bremst oder beschleunigt, und wohin es fährt. Die Sensorbox für Flugtaxis von Bosch hat Beschleunigungssensoren an Bord, die die Bewegungen des Fluggerätes messen. Eingebaute Drehratensensoren messen den Neigungswinkel des Fluggeräts und Magnetfeldsensoren die Ausrichtung der Himmelsrichtung. Zudem gehören Drucksensoren zum Paket, die über den barometrischen Druck die Höhe des Fluges messen und über den Staudruck die aktuelle Geschwindigkeit ermitteln. Wem liefert Bosch die Sensorbox? Bosch ist im Austausch mit vielen Playern in diesem Bereich – von Lufttaxi-Herstellern bis zu Start-ups, die Fluggeräte bauen und Sharing-Dienste anbieten wollen. Aktuell gibt es – wie bei jeder neuen Technik – eine Vielzahl an Varianten von Flugkonzepten. Welches Konzept das Rennen macht, ist derzeit schwer abzuschätzen. Das Plug&Play-Steuergerät von Bosch passt in jedes Fluggerät. Warum sollten Flugtaxis eine Alternative sein? Flugtaxis umgehen den Stau in Metropolen auf eine ganz neue Art und Weise: in der Luft. Damit sind sie in den Metropolen der Zukunft eine zusätzliche Alternative, um schnell von A nach B zu kommen. „Einen zeitlichen Vorteil können Flugtaxis gegenüber heutigen Verkehrsmitteln schon ab zehn Kilometern Reisedistanz bringen, die maximalen Reichweiten liegen bis zu 300 Kilometern“, sagt Parentis. Wie viel sollen Flugtaxis kosten? Je nach Konzept und Anzahl an Passagierplätzen wird der Preis eines Flugtaxis bei etwa 500 000 Euro liegen. Deshalb spielen automatisierte und elektrisch betriebene Fluggeräte gerade bei Sharing-Lösungen einen Vorteil aus. Dennoch ist der Preis für ein Fluggerät deutlich niedriger als für einen vergleichbaren Helikopter mit heutiger Technik. Für Zulieferer ist es daher wichtig, zuverlässige Technik anzubieten, die nicht nur wenig wiegt und sich einfach einbauen lässt, sondern die auch einen Kostenvorteil gegenüber traditioneller Luftfahrttechnik hat. „Genau da kommen wir mit der MEMS-Sensorbox ins Spiel. Wir wollen mit unserer Bosch-Lösung die zivile Luftfahrt mit Flugtaxis für viele Anbieter erschwinglich machen“, sagt Parentis.