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Pressemeldung #Bosch Gruppe
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Nutzfahrzeuge: Bosch, Brakes India Private Limited und Wheels India Limited kündigen Joint Venture an

Commercial Vehicle

Gemeinschaftsunternehmen soll Ende 2026 starten

  • Bosch-Geschäftsführer Markus Heyn: „Software macht Nutzfahrzeuge in Zukunft noch intelligenter, modularer und kosteneffizienter.“
  • Joint Venture soll Stärken der Unternehmen vereinen, um Wachstumschancen im Bereich digitalisierter Luftsysteme zu erschließen.
  • Fokus auf Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von elektronisch gesteuerten und softwaregetrieben Modulen für Nutzfahrzeuge.
Athanassios Kaliudis

Athanassios Kaliudis

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Stuttgart / Bengaluru – Das Technologieunternehmen Bosch und die beiden Tochtergesellschaften Brakes India Private Limited (BIPL) und Wheels India Limited (WIL) der TSF Group in Chennai, Indien, haben heute Pläne für die Gründung eines Joint Venture bekanntgegeben. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll die Stärken der Konzerne vereinen, um Wachstumschancen im Bereich digitalisierter Druckluftsysteme für Nutzfahrzeuge zu erschließen. Bosch und die TSF Group sollen zu gleichen Teilen am Joint Venture beteiligt sein. Die Unternehmensgründung steht noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen; nach Zustimmung der Kartellbehörden soll es bis Ende 2026 seinen Betrieb aufnehmen.

Software macht Nutzfahrzeuge in Zukunft noch intelligenter, modularer und kosteneffizienter. Mit unserem breiten Elektronik- und System-Know-how schaffen wir künftig gemeinsam ein attraktives Angebot an leistungsfähigen Druckluftsystemen. Bosch erweitert damit sein umfangreiches Portfolio für Trucks und stärkt seine führende Rolle in der Nutzfahrzeugindustrie ,

sagt Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility.

Entscheidender Schritt zur Gestaltung fortschrittlicher Druckluftsysteme

„Bei Bosch bauen wir unsere Kompetenzen kontinuierlich aus, um unsere globale Führungsposition im Nutzfahrzeugsektor zu festigen. Dieses Gemeinschaftsunternehmen ist ein entscheidender Schritt zur Gestaltung der Zukunft fortschrittlicher Druckluftsysteme. Durch die Integration erstklassiger Entwicklungs- und Fertigungskompetenz entwickeln wir gemeinsam kosteneffiziente, intelligente Module, die es unseren Kunden weltweit ermöglichen, fortschrittlichere Nutzfahrzeuge zu bauen“, sagt Guruprasad Mudlapur, Präsident von Bosch Limited in Indien.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von elektronisch gesteuerten und softwaregetrieben Modulen für Luftkompression, Luftaufbereitung, Luftfederung und pneumatische Parkbremsen konzentrieren. Mit Sitz in Chennai soll das Joint Venture den Vertrieb in Indien übernehmen, während die globale Lieferkette – mit Ausnahme Chinas – weiterhin von Bosch, Brakes India Private Limited und Wheels India Limited betreut werden soll.

Bedarf nach mehr Effizienz, Sicherheit und Automatisierung

„Dieser Meilenstein markiert einen Schritt hin zu einem stärker integrierten Systemansatz für OEMs im Nutzfahrzeugbereich. Als einer der führenden Anbieter von pneumatischen Bremssystemen bringen wir unsere Stärken ein. Durch dieses Joint Venture können wir unseren Kunden Komponenten für Bremssysteme der zukünftigen, elektrisch betriebenen Mobilität anbieten. Wir freuen uns darauf, den Wandel der Branche hin zu fortschrittlicheren, elektronisch gesteuerten und softwaregetrieben Systemen zu unterstützen“, so Sriram Viji, Geschäftsführer von Brakes India Private Limited.

„Wheels India ist seit über drei Jahrzehnten ein Pionier im Bereich Luftfederungssysteme für Busse in Indien. In dieser Zeit haben wir durch beständige Produktqualität und exzellenten Service starke Beziehungen zu OEMs und Endkunden aufgebaut. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Bosch bei dieser Entwicklungsinitiative zur Weiterentwicklung elektronischer Luftfederungssysteme für Kunden weltweit“, so Srivats Ram, Vorsitzender und Geschäftsführer von Wheels India Limited.

Die Geschäftsführung der Bosch-Gruppe sowie die Vorstände von Bosch Limited, Brakes India Private Limited und Wheels India Limited haben der Transaktion bereits zugestimmt. Die Unternehmen sind überzeugt, mit dem geplanten Joint Venture den steigenden Kundenanforderungen nach mehr Effizienz, Sicherheit und Automatisierung gerecht werden zu können.


Journalistenkontakt:

Athanassios Kaliudis

Telefon: +49 711 811-7497

E-Mail: Athanassios.Kaliudis@de.bosch.com

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Diese hat die durch den Firmengründer Robert Bosch testamentarisch verfügte Aufgabe, für den langfristigen Bestand des Unternehmens und speziell für dessen finanzielle Unabhängigkeit zu sorgen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de.