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IAA Mobility 2025: Bosch prägt neue Fahrzeugwelt mit intelligenten Hard- und Sof ...

08.09.2025

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

IAA Mobility 2025: Bosch prägt neue Fahrzeugwelt mit intelligenten Hard- und Sof ...

München – Der Name Bosch steht in der Autoindustrie auch für Software. Das zeigt das Technologieunternehmen eindrucksvoll bei der diesjährigen IAA Mobility in München. Mehr noch: Bosch liefert aus einer Hand auch die Hardware, die auf die Möglichkeiten der Software zugeschnitten ist – und hat damit weltweit ein starkes Alleinstellungsmerkmal. „Bosch kann beides: Software und Hardware. Ohne anspruchsvolle Hardware bewegt sich selbst das klügste Auto keinen einzigen Millimeter“, sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich der Messe. „Unser Anspruch ist es, auch im Zeitalter der Software Driven Mobility mit maßgeschneiderten und intelligenten Lösungen die Branche maßgeblich mitzuprägen.“ Bosch kann beides: Software und Hardware. Ohne anspruchsvolle Hardware bewegt sich selbst das klügste Auto keinen einzigen Millimeter. Unser Anspruch ist es, auch im Zeitalter der Software Driven Mobility mit maßgeschneiderten und intelligenten Lösungen die Branche maßgeblich mitzuprägen....Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung Erste Erfolge zeichnen sich ab: Bosch fasst in der softwaregetriebenen Welt Fuß. Ein Beispiel sind By-Wire-Systeme von Bosch für Bremse und Lenkung, die als Schlüsseltechnologie für softwaredefinierte Fahrzeuge und das automatisierte Fahren gelten. Eine Software übernimmt hierbei die Kontrolle, eine mechanische Verbindung ist nicht mehr nötig. Für Bosch ist das ein wichtiges Geschäftsfeld. Mit Brake-by-Wire und Steer-by-Wire erwartet das Unternehmen bis 2032 ein kumuliertes Umsatzvolumen von mehr als sieben Milliarden Euro. Die Marktdynamik dieser Schlüsseltechnologie wird sich in den 2030er Jahren immer weiter beschleunigen. Die By-Wire-Technologie zeigt insgesamt, wo die Reise im Fahrzeugbau hingeht: „Das Design der Hardware richtet sich in Zukunft nach den Anforderungen der Software“, erklärte Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Geschäftssektors Mobility. Das Design der Hardware richtet sich in Zukunft nach den Anforderungen der Software....Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Geschäftssektors Mobility Mit Bosch wird das Auto zum persönlichen Assistenten In der softwaregetriebenen Mobilität entwickelt sich das Geschäft von Bosch Mobility weiter – von Hardware mit eingebetteter Software über Services bis hin zu komplett unabhängiger Software, die Hersteller und Partner dann in ihre Ökosysteme integrieren. „Ob getrennt oder miteinander verbunden, standardisiert, integriert oder entkoppelt – wir können alles genau so anbieten, wie der Kunde es sich wünscht“, ergänzte Hartung. Das macht sich bemerkbar: Trotz einer global stagnierenden Fahrzeugproduktion, schwacher Nachfrage und Verzögerungen bei der Elektromobilität und dem automatisierten Fahren, wird Bosch Mobility im laufenden Jahr leicht wachsen. Das Umsatz-Plus beläuft sich voraussichtlich auf etwas weniger als zwei Prozent. Bislang war ein Fahrzeug nie so neu wie im Moment seiner Auslieferung. „In Zukunft aber wird es per Software-Update fortlaufend aktualisiert und mittels künstlicher Intelligenz ständig hinzulernen“, erläuterte Heyn. „Die neue Mobilität ist vor allem eine nutzerzentrierte Mobilität“, so Heyn weiter. Und die sieht etwa so aus: Die Bosch-Software Vehicle Motion Management koordiniert alle Fahrzeugbewegungen, indem sie Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk zentral ansteuert. Die einzelnen Systeme lassen sich dadurch besser aufeinander abstimmen – und somit auch auf die Wünsche des Fahrers einstellen. Heute ein besonders sanftes Fahrgefühl? Morgen etwas agiler? Und übermorgen bitte immer ruckfrei anhalten? Alles kein Problem – auf Knopfdruck fühlt sich das Auto an wie ein anderes. Übrigens: Das Vehicle Motion Management von Bosch ist von der Hardware entkoppelt, weshalb es sich problemlos in verschiedenen Fahrzeug-Architekturen einsetzen lässt. Und das passiert auch schon. Die Bosch-Software ist bereits breit im Einsatz: Mehr als zwei Dutzend Hersteller in Europa, China und Japan setzen auf die Lösung. In den kommenden drei Jahren investiert Bosch einen dreistelligen Millionenbetrag in Vehicle Motion Management und baut somit quer über alle Domänen hinweg sein modulares Software- und Funktionsportfolio weiter aus. In Kombination mit By-Wire-Lösungen funktioniert Vehicle Motion Management von Bosch noch besser, weil die Software die jeweiligen Brems- und Lenkungs-Aktuatoren losgelöst von den Aktionen des Fahrers steuern kann – für mehr Sicherheit, besseren Komfort oder höhere Fahrdynamik. Smarte Software von Bosch macht den Unterschied Softwaregetrieben ist auch die ADAS-Produktfamilie von Bosch. Bei den intelligenten Fahrerassistenzsystemen haben Fahrzeughersteller die Wahl zwischen drei vorkonfigurierten Varianten, die sich schnell und markenspezifisch in Serie bringen lassen. Auch hier gilt: Hard- und Software gibt es integriert oder getrennt voneinander – je nach Kundenwunsch. Der ganzheitliche Ansatz zahlt sich bei beiden Varianten aus: Bosch versteht das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software und kann daher individuell optimierte Lösungen anbieten, die sich nahtlos in bestehende Umgebungen einfügen lassen. Moderne Fahrzeuge, die von der Software aus gedacht und entwickelt sind, haben immer weniger, dafür leistungsstärkere Fahrzeugrechner. Für Bosch sind sie ein Wachstumstreiber: Das Geschäft mit Hochleistungscomputern wächst aktuell jedes Jahr um mehr als fünf Prozent. Zu den Bosch-Kunden zählen Autohersteller wie beispielsweise die BMW Group. Bosch bietet auch zentrale Fahrzeugrechner, die verschiedene Funktionen etwa aus Fahrerassistenz und Infotainment, auf nur einem Steuergerät und einem sogenannten System-on-Chip (SoC) vereinen. Das spart Platz, Kosten und Energie. Diese Systeme sind modular aufgebaut und können Software unterschiedlicher Hersteller flexibel integrieren. In China liefert Bosch einen Hochleistungscomputer an SAIC-GM, um damit ein Cockpit mit künstlicher Intelligenz zu realisieren. Dank dieses KI-Cockpits kann der Fahrer auf ganz natürliche Weise mit seinem Auto sprechen und interagieren. Bosch ist mit seinem Wissen und Knowhow ein gefragter Partner Die softwaregetriebene Zukunft verändert die Autobranche fundamental. Bosch will die Chancen dieser neuen Welt nutzen – und ist hierfür gut aufgestellt. Bei kaum einem anderen Unternehmen laufen das Wissen um Hard- und Software sowie die weltweite Präsenz so nahtlos zusammen wie bei Bosch. Somit ist das Unternehmen ein flexibler und verlässlicher Partner für die Entwicklung intelligenter und vernetzter Fahrzeuge. Denn vor allem dort, wo es um neue Geschäftsmodelle und skalierbare Softwaresysteme geht, sind strategische Partnerschaften entscheidend. Bosch arbeitet in China bereits heute mit WeRide und Horizon Robotics an der Entwicklung von Systemen für das assistierte und automatisierte Fahren. In Europa sind Bosch und die VW-Tochter Cariad strategische Partner in diesem Bereich. Bosch geht davon aus, dass in Zukunft solche Allianzen immer wichtiger werden und der Software-Anteil im Fahrzeug weiter steigt – und damit auch der Nutzen für die Autofahrer in Form einer noch sichereren und komfortableren Mobilität.

Bosch und CARIAD machen das Automatisierte Fahren mit KI noch sicherer und komfo ...

11.08.2025

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

Bosch und CARIAD machen das Automatisierte Fahren mit KI noch sicherer und komfo ...

Bosch und CARIAD vertiefen ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Automated Driving Alliance. Die Partner entwickeln dazu ihren Software-Stack für das assistierte und automatisierte Fahren der Level 2 und 3 durch vollumfänglichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz gezielt weiter. Dafür bauen Bosch und CARIAD ihre bisherigen Ansätze um modernste KI-Methoden aus. Das soll zu leistungsstärkeren und intelligenteren Fahrerassistenzsystemen führen, die so natürlich wie ein Autofahrer agieren – und damit das Fahrerlebnis auf ein neues Niveau heben und noch sicherer machen. Der Software-Stack deckt alle wesentlichen kognitiven Aufgaben des Wahrnehmens, Interpretierens, Entscheidens und Handelns ab. Daten und KI sind der Schlüssel, wenn es darum geht, automatisierte Fahrsysteme in großem Maßstab und zuverlässig auf die Straße zu bringen....Mathias Pillin, CTO bei Bosch Mobility Durch den umfassenderen Einsatz von moderner KI kommt die Automated Driving Alliance ihrem großen Ziel einen weiteren Schritt näher: Bosch und CARIAD wollen das automatisierte Fahren für Millionen privater Autofahrer verfügbar machen – vom Volumen- bis ins Premiumsegment. Dem Fahrer werden die neuen Fahrfunktionen zukünftig erlauben, in verschiedenen Fahrsituationen die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Die ersten Implementierungen in Erprobungsflotten liegen vor, die nun täglich mit großen Datenmengen systematisch trainiert und weiterentwickelt werden. Ab Mitte 2026 steht dann ein Software-Stack für die Applikation in Serienprojekte zur Verfügung. Die automatisierten Fahrfunktionen von Bosch und CARIAD sind für die neue „Software-defined Vehicle“-Architektur im Volkswagen Konzern vorgesehen. Von einzelnen Fahrfunktionen bis hin zur vollständigen Software-Umgebung: Bosch wird diese skalierbare Lösung auch anderen Herstellern weltweit zur Verfügung stellen, um damit das automatisierte Fahren aktiv in die Breite zu tragen. Damit beweist das Projektteam der beiden Unternehmen eindrucksvoll, dass konsequente Partnerschaft, technologische Exzellenz und klare Zielorientierung zu innovativen europäischen Lösungen führen. Peter Bosch, CEO von CARIAD, erklärt: „Wir zeigen, dass die deutsche Automobilindustrie die Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz und Automatisiertes Fahren selbst beherrscht. Mit der Expertise unserer Entwickler und Ingenieure sichern wir einen integralen Bestandteil der digitalen Souveränität Europas. Unser Ziel in der Alliance ist, den Komfort und die Sicherheit automatisierter Fahrsysteme möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, damit sie wertvolle Zeit in ihrem Auto neu gewinnen.“ Mathias Pillin, CTO bei Bosch Mobility, ergänzt: „Daten und KI sind der Schlüssel, wenn es darum geht, automatisierte Fahrsysteme in großem Maßstab und zuverlässig auf die Straße zu bringen. Wir können diese Herausforderung nur gemeinsam meistern, indem wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten und alte Denkmuster aufbrechen. In der Automated Driving Alliance zeigen wir mit CARIAD, wie das erfolgreich funktioniert.“ KI-Einsatz in allen Technikbausteinen Bereits seit Beginn der Partnerschaft setzt die Automated Driving Alliance KI ein – etwa im Bereich „Perception“, zum Beispiel zur Objekterkennung. Mittlerweile kommt KI entlang der gesamten Software-Technikkette zum Einsatz: von der Objekterkennung, der Fusion verschiedener Sensoren wie Kameras und Radare, über die Entscheidungsfindung bis hin zur Umsetzung in die sichere automatisierte Steuerung von Antrieb, Lenkung und Bremse. Die automatisierten Fahrfunktionen basieren zukünftig auf einer durchgängigen, sogenannten End-to-End-KI-Architektur, in der alle Module durch den Einsatz von KI nochmals leistungsfähiger und intelligenter werden. Im Zentrum der Entwicklungen steht der Einsatz modernster Technologie, wie sie aus generativen KI-Anwendungen bekannt ist. So wie Sprachmodelle komplexe semantische Zusammenhänge verstehen, kann der neue KI-Stack der Automated Driving Alliance urbane Verkehrsszenarien analysieren und sowohl aktuelles als auch potenzielles Verhalten von Verkehrsteilnehmern aus unterschiedlichen Sensormodalitäten antizipieren. Bosch und CARIAD flankieren diese technologischen Fortschritte durch eine moderne Entwicklungsumgebung und umfassende Hardwarestrategie, die eine skalierbare und zukunftssichere Umsetzung in allen Fahrzeugklassen erlaubt. Die End-to-End-Entwicklung aller Technologieelemente mit eigenem Quellcode und geistigem Eigentum bildet die Basis der Entwicklungspartnerschaft. Dies ermöglicht vollständige technische Kontrolle des Quellcodes mit klaren Standards zu Datenschutz, Security, Fahrsicherheit und Transparenz sowie die Möglichkeit, durch Quellcode-Optimierung Innovationen agil und schnell zu erzeugen und an die Kunden auszuliefern. Die Entwickler gestalten die Architektur so, dass Entscheidungen und Handlungen der Künstlichen Intelligenz sicher, nachvollziehbar und erklärbar bleiben. Der Software-Stack schafft zudem eine Basis für die mögliche Integration multimodaler KI-Ansätze, die visuelle und sprachliche Informationen miteinander verknüpfen. Sogenannte Vision Language Action (VLA) Ansätze können logisches Denken und Handeln von Menschen imitieren. Ein solcher Einsatz ermöglicht ein noch effizienteres Training und noch tieferes Verständnis komplexer Verkehrssituationen. VLAs können etwa dabei helfen, versteckte Risiken während der Fahrt zu entdecken und darauf entsprechend zu reagieren. Große Testflotte für tägliches Training der Fahrsysteme Der KI-Stack wird das automatisierte Fahren im Bereich von Level 2 und Level 3 noch robuster machen. Bis zur Serieneinführung wird die Performance durch kontinuierliches Sammeln enormer Datenmengen beständig verbessert, um höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems zu realisieren. Eine umfassende Test- und Validierungsflotte im öffentlichen Straßenverkehr ist dafür unabdingbar. Die Teams von CARIAD und Bosch arbeiten weltweit zusammen und testen die Fahrfunktionen im öffentlichen Straßenverkehr in Europa, Japan und den USA – was das ambitionierte Vorhaben eines in vielen globalen Märkten einsetzbaren Software-Stacks für das automatisierte Fahren unterstreicht. Die Entwicklung erfolgt datengetrieben, wodurch die Software mehrfach täglich mit neuen Updates und Optimierungen am Quellcode in die Testfahrzeuge eingespielt werden kann. Die Technologie ist bereits in Testfahrzeugen wie dem ID.Buzz und dem Audi Q8 im Einsatz. Allein in diesem Jahr werden zusätzliche Testfahrzeuge im dreistelligen Bereich mit einem umfassenden Sensorset ausgestattet, um qualitativ hochwertige Daten zu sammeln. Diese Daten dienen der weiteren Optimierung des KI-Stacks und der Analyse komplexer und seltener Fahrsituationen, sogenannte Corner Cases. Dank der Entwicklung einer durchgängigen, KI-gestützten Softwarelösung wird das assistierte und automatisierte Fahren damit noch sicherer und komfortabler für den Endkunden.

 Radartechnologie: Bosch treibt mit neuen SoCs ADAS-Anwendungen voran

29.07.2025

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Automatisierte Mobilität

Radartechnologie: Bosch treibt mit neuen SoCs ADAS-Anwendungen voran

Stuttgart – Mehr Sicherheit, mehr Komfort: Fahrassistenzsysteme, sogenannte Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), stehen im Zentrum des derzeit stattfindenden technologischen Wandels in der Automobilindustrie, hin zu immer mehr automatisierter und autonomer Mobilität. Wichtiger Bestandteil dieses Wandels sind leistungsstarke Radarsensoren, die Fahrzeuge mit innovativen Funktionen ausstatten. Sie erkennen beispielsweise Objekte oder andere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr zuverlässig und spielen damit eine wesentliche Rolle für die Sicherheit in der Mobilität der Zukunft. Herzstück moderner Radarsensoren sind leistungsstarke System-on-Chips (SoC), also integrierte Schaltkreise, die eine Vielzahl von Funktionen elektronischer Systeme in einem Bauteil vereinen. Entscheidender Vorteil hierbei: Mithilfe des SoC-Ansatzes lassen sich leistungsstarke Radarsensoren kostengünstig herstellen. Bosch blickt bereits auf 25 Jahre Erfahrung im Bereich Radarsensoren zurück. Mit unseren fortschrittlichen SoCs leisten wir einen Beitrag für ein komfortables und vor allem auch sicheres Fahren....Peter Wolfangel, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Mobility Electronics bei Bosch. Bosch hat jetzt zwei neue System-on-Chips vorgestellt: SX600 und SX601 von Bosch unterstützen eine Vielzahl von fortschrittlichen Fahrassistenzfunktionen, die unter das SAE-Level 2+ für Fahrzeugautonomie fallen. So verringert beispielsweise die automatische Notbremsfunktion das Risiko für Auffahrunfälle. Weitere Anwendungen umfassen die adaptive Geschwindigkeitsregelung, die Erkennung von Objekten im toten Winkel sowie den Spurwechselassistenten. Halbleiter und Sensoren direkt von Bosch „Bosch blickt bereits auf 25 Jahre Erfahrung im Bereich Radarsensoren zurück. Mit unseren fortschrittlichen SoCs leisten wir einen Beitrag für ein komfortables und vor allem auch sicheres Fahren“, erklärt Peter Wolfangel, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Mobility Electronics bei Bosch. Automotive-Kunden und Distributoren können diese SoCs direkt von Bosch beziehen. Laut dem Prognosebericht „Automotive Semiconductor Market Tracker“ von S&P Global Mobility vom März 2025 soll der Markt für Radarhalbleiter um zwölf Prozent jährlich wachsen. Damit legt er im Vergleich zum gesamten Automotive-Halbleitermarkt überproportional stark zu. Hohe Auflösung und Reichweite selbst bei kleinen Objekten Die beiden neuen Chips verfügen über eine schnell reagierende, vollständig digitale PLL (Phase-locked Loop). Hierbei handelt es sich um einen Regelkreis, der mittels digitaler Komponenten Frequenz und Phase eines Ausgangssignals an die Frequenz und Phase eines Eingangssignals anpasst. Die digitale PLL ist dadurch präziser, flexibler und besser integrierbar als eine analoge PLL. Diese PLL generiert ein hochflexibles Output-Signal und ermöglicht dabei eine hohe Reichweite sowie Auflösung. Der integrierte Radarempfänger bietet einen hohen Dynamikbereich für eine optimierte Objekterkennung. Damit sind sie selbst gegenüber kleinen und weit entfernten Zielen hochempfindlich. Auch die Fehlerrate ist deutlich geringer als bei anderen Radarsensoren. Diese fortschrittliche Radarerkennung erfordert zwangsläufig eine höhere Rechenleistung. Die zwei neuen Radar-SoCs fertigt Bosch mit 22 nm RF-CMOS-Technologie. Diese hochmoderne Halbleitertechnologie erlaubt die vollständige Integration der SoCs bei niedrigen Kosten sowie eine um rund 30 Prozent höhere Reichweite im Vergleich zu marktüblichen Sensoren. Das Multicore-Subsystem bietet genügend Speicherplatz und Rechenleistung, um Kundenfunktionen direkt auf dem Chip zu integrieren. Ausreichend Spielraum für zukünftige Erweiterungen ist ebenfalls vorhanden. KI-Fähigkeit auf Basis neuronaler Netze Die Chips sind mit einem Millimeterwellen-Sensor-Frontend (mmWave) sowie einem leistungsstarken digitalen Signalprozessor für konventionelle oder KI-basierte Datenverarbeitung ausgestattet. Das Millimeterwellen-Sensor-Frontend ist die Schnittstelle zwischen der realen Welt und der digitalen Verarbeitung – und somit entscheidend für die Funktionalität und Genauigkeit des gesamten mmWave-Sensorsystems. Die hohe Rechenleistung unterstützt dabei komplexe Erkennungsalgorithmen und künstliche Intelligenz auf Basis neuronaler Netze. Diese fortschrittlichen Funktionen erlauben es dem ADAS-System unter anderem, zuverlässig zwischen Fußgängern und anderen Objekten zu unterscheiden. Um die Umsetzung von Anwendungen mit maschinellem Lernen zu vereinfachen, hat Bosch eine passende Entwicklungsumgebung im Angebot. Bereit für künftige Innovationen dank „drop in“-kompatibler Technologie Der SX600 und der SX601 arbeiten im 77-GHz-Frequenzband. Beide SoCs verfügen über CAN XL- und Ethernet-Schnittstellen für eine flexible Anbindung an das Fahrzeugsystem. Hardwarebasierte Sicherheitsbeschleuniger und Datenverschlüsselung verhindern, dass Unbefugte sich Zugriff verschaffen können. Während der SX600 auf Kosteneffizienz ausgelegt ist, bietet der SX601 mehr Speicherplatz und die aktuell höchste Rechenleistung auf dem Markt. Die beiden Modelle sind problemlos untereinander austauschbar, was ein einfaches Upgrade des Systems ermöglicht. Beide Sensoren sind mit jeweils vier Sende- und vier Empfangskanälen ausgestattet. Für Anwendungen mit noch höheren Anforderungen bietet Bosch eine kaskadierbare Lösung aus zwei miteinander verbundenen Chips an. Muster des SX601 für Entwicklungs- und Testzwecke stehen Kunden bereits weltweit zur Verfügung.

Auto Shanghai: Bosch präsentiert neue Soft- und Hardware für assistiertes und au ...

23.04.2025

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

Auto Shanghai: Bosch präsentiert neue Soft- und Hardware für assistiertes und au ...

Stuttgart/Shanghai – Auf der diesjährigen Auto Shanghai stellt Bosch sein umfangreiches Lösungsportfolio für das assistierte und automatisierte Fahren und Parken vor. Es umfasst Software-Features und Hardware-Komponenten, die der Technologiekonzern auf die Erwartungen lokaler Fahrer ausrichtet und für die unterschiedlichen Kundenbelange leicht anzupassen sind. Dabei geht Bosch mit seinem Radarsensor als erster Tier-1-Zulieferer weltweit neue Wege und entwickelt sowie fertigt das gesamte Produkt im eigenen Haus. Die Besonderheit: Der Sensor verfügt über einen eigens von Bosch entwickelten Rechenchip – im englischen Sprachgebrauch als SoC bezeichnet –, der hohe Rechenleistung mit kleinstmöglichem Platzbedarf vereint. Der Radarsensor fügt sich in das neu gestaltete Baukastensystem von Bosch für das assistierte und automatisierte Fahren ein: Die Bosch ADAS-Produkt-Familie (Advanced Driver Assistance Systems) bietet eine Art Ökosystem aus Software, Sensoren und Services sowie den passenden Hochleistungsrechnern an. Kunden bedienen sich daraus, und können die umfangreichen Lösungen flexibel für verschiedene Märkte und Fahrzeugsegmente nutzen – vom kostengünstigen Kleinwagen bis zum leistungsfähigen Premiummodell. Das Ziel: Bosch will Hersteller weltweit befähigen, einfacher, schneller und kosteneffizienter Fahrerassistenzfunktionen in den Massenmarkt zu bringen. Eine neue Generation der Multifunktionskamera sowie der Inertialsensoreinheit für die exakte Lokalisierung von assistierten und automatisierten Fahrzeugen ergänzen das Sensorportfolio. Mit unserer neuen Bosch ADAS Produkt-Familie bieten wir kosteneffiziente Lösungen für das assistierte und automatisierte Fahren nach gewohnt höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards an. Vom Kleinwagen über die Mittelklasse bis hin zum Premiumfahrzeug haben wir die passende Software und Hardware für Fahrerassistenzfunktionen. So können Automobilhersteller Funktionen schnell und einfach in ihre Fahrzeuge integrieren und schnell auf den Markt bringen....Christoph Hartung, Präsident der Geschäftseinheit Cross-Domain Computing Solutions der Robert Bosch GmbH „Mit unserer neuen Bosch ADAS Produkt-Familie bieten wir kosteneffiziente Lösungen für das assistierte und automatisierte Fahren nach gewohnt höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards an. Vom Kleinwagen über die Mittelklasse bis hin zum Premiumfahrzeug haben wir die passende Software und Hardware für Fahrerassistenzfunktionen. So können Automobilhersteller Funktionen schnell und einfach in ihre Fahrzeuge integrieren und schnell auf den Markt bringen“, sagt Christoph Hartung, Präsident der Geschäftseinheit Cross-Domain Computing Solutions der Robert Bosch GmbH. Neue Bosch ADAS Produkt-Familie in drei Ausstattungsvarianten Fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme tragen dazu bei, die Sicherheit und den Komfort im Straßenverkehr zu erhöhen. Zum Beispiel, indem das Fahrzeug den Fahrer bei monotonen und ermüdenden Fahraufgaben gezielt unterstützt. Bosch hat jahrelange Erfahrung mit Fahrassistenzsystemen, deren Entwicklung und Integration ins Fahrzeug. Für die optimale Umsetzung ist tiefes Verständnis für jeden Fahrzeugbereich erforderlich. Mit dieser Expertise stellt Bosch die ADAS Produkt-Familie neu auf. Sie ermöglicht assistiertes Fahren und Parken bis SAE-Level 2 und bedient damit die vorherrschende Nachfrage im Markt. Bosch bietet die ADAS Produkt-Familie in drei Varianten an: für das Einstiegssegment, die Mittelklasse und die Oberklasse. Die Varianten unterscheiden sich je nach Umfang der Software, der Anzahl und Kombination an Sensoren sowie der benötigten Rechenleistung. Die nahtlose Abstimmung dieser einzelnen Komponenten aufeinander erleichtert die Systemintegration. Durch Bosch bekommen Automobilhersteller schnell und unkompliziert Zugang zu Fahrassistenzsystemen, und können so die Entwicklungszeit ihrer Fahrzeuge deutlich beschleunigen. Bosch bringt seine Hardware- und Software-Komponenten sowohl als systemische Komplettlösung als auch losgelöst voneinander auf den Markt, wie es bei der modernen Fahrzeugentwicklung der Fall ist – dadurch besteht weiter Spielraum: Einzelne Bausteine der drei Varianten lassen sich je nach Bedarf austauschen und flexibel zusammenstellen. Das lässt Herstellern weiterhin Gestaltungsfreiheit, um die Fahrassistenzsysteme markenspezifisch in ihren Autos einzubinden. Künstliche Intelligenz steckt in der gesamten Bosch ADAS Produkt-Familie. Bosch setzt sie zum Beispiel bei der Umfeldwahrnehmung und bei der Fahrplanung ein. Das Fahrzeug denkt dank KI voraus, achtet darauf, was andere Verkehrsteilnehmer machen könnten, und berechnet die nächsten Schritte, um sicher ans Ziel zu gelangen. Mit der Variante für das Einstiegssegment ziehen bereits wesentliche Sicherheits- und Komfortfunktionen ins Fahrzeug ein. Der eigene Wagen regelt damit situationsbedingt die Geschwindigkeit und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, und hält bei deutlich sichtbaren Fahrbahnmarkierungen die Spur. Diese Variante ist als reine Kameralösung mit der neuen Multifunktionskamera von Bosch umsetzbar, kann aber je nach Sicherheitsanforderungen (eines Landes) um bis zu fünf Radarsensoren ergänzt werden. Die Variante für das Mittelklassesegment schaltet noch umfangreichere Funktionen frei. Zum Beispiel einen erweiterten Spurhalteassistenten, der auch mit stellenweise nicht erkennbaren Fahrbahnmarkierungen zurechtkommt. In dieser Variante kombiniert Bosch seine Kameraköpfe zur Umfeldwahrnehmung mit zusätzlichen Sensoren. Die Rechenleistung findet nicht mehr in der Kamera selbst statt, sondern in einem leistungsstärkeren zentralen Fahrzeugcomputer, wie es beim Softwareauto zum Standard wird. Dank Bosch meistert das Fahrzeug komplexere Verkehrsszenarien, was den Fahrkomfort und die Sicherheit auf Autobahnen und bei dichtem Verkehr weiter erhöht. Das System passt mit auf und unterstützt den Fahrer. Bosch führt in dieser Variante bereits das "handsfree"-Fahren auf der Autobahn ein, sofern es der gesetzliche Rahmen im jeweiligen Land zulässt. Der Fahrer kann also phasenweise die Hände vom Lenkrad nehmen, bleibt aber in der Verantwortung. Die Variante für die Oberklasse bildet die Spitze der Fahrassistenz von Bosch. Diese nutzt einen 360-Grad-Videogürtel und besticht durch noch höhere Rechenleistung, damit das Fahrzeug unter anderem auch souverän mit städtischen Kreuzungen umgeht sowie sicher in Kreisverkehre einfädelt und wieder herausfährt. Das "handsfree" Fahren wird in dieser Variante auf den Stadtverkehr ausgedehnt, sofern es die gesetzlichen Vorgaben in den Märkten erlauben. Bosch berücksichtigt die unterschiedlichen Anforderungen an regulatorische Vorgaben und Sicherheitsbewertungen. Bosch ADAS Produkt-Familie für Mittel- und Oberklasse geht Mitte 2025 in Serie Die Ausstattungsvariante für das Mittelklassesegment wird bereits Mitte dieses Jahres in Serie gehen. Nutzer dieses Systems kommen in den Genuss eines mit der Navigation verknüpften Assistenzsystems, das gerade bei chinesischen Kunden sehr beliebt ist. Das Fahrzeug führt dann entlang der eingegebenen Route selbstständig Fahrmanöver wie beispielsweise einen Spurwechsel auf Autobahnen durch. Der Fahrer bleibt in der Verantwortung und muss jederzeit bereit sein, einzugreifen. Die Funktion macht das Fahren auch im dichten Verkehr chinesischer Großstädte komfortabler und sicherer. Die Serienproduktion für die Oberklasse-Variante startet ebenfalls im Sommer. Für beide Varianten hat Bosch in China bereits ein halbes Dutzend neuer Kunden gewonnen – darunter BAIC, Dongfeng und Jetour. Bosch stärkt damit kontinuierlich seine Führungsposition im weltweiten ADAS-Markt. Neuer Radarsensor mit Bosch SoC Radarsensoren sind Schlüsselkomponenten der Fahrerassistenz und aus modernen Fahrzeugen nicht mehr wegzudenken. Bei der neuen Generation seines Radarsensors hat Bosch alle Kernelemente selbst entwickelt und hergestellt, einschließlich des Rechenchips (SoC). Der neue Bosch-Radarsensor nutzt die „RF CMOS-Technologie“, die eine effiziente Integration von Hochfrequenz- und digitalen Schaltungen auf einem einzigen Chip ermöglicht. Die Strukturgröße der Transistoren von nur 22 Nanometern macht den Chip besonders leistungsfähig und effizient bei geringem Platzbedarf. Bosch ist der erste Tier-1-Anbieter auf dem Markt, der diese Technologie in Serienreife vorstellt. Neue Generation der Multifunktionskamera Mit der zunehmenden Durchdringung von umfangreicheren Fahrerassistenzfunktionen in niedrigen Preissegmenten gewinnen leistungsstarke und gleichzeitig günstige Kameralösungen an Bedeutung. Die neue Multifunktionskamera von Bosch ermöglicht unterstützende Fahr- und Parkfunktionen (bis SAE-Level 2) bereits ab dem Einstiegssegment. Der Start der Serienproduktion ist für 2026 zunächst im chinesischen Markt geplant. Das Bosch-eigene optische Bildverarbeitungsmodul in der neuen Kamerageneration gewährleistet eine optimale Schärfe und Präzision auch bei stark schwankenden Temperaturen über die gesamte Produktlebensdauer hinweg. Die Kamera ist besonders langlebig, bei gleichbleibend stabiler Funktionsleistung. Mit ihrem 8-Megapixel-Bildsensor, einem horizontalen Sichtfeld von 120 Grad und einer Erkennungsreichweite von bis zu 300 Metern ermöglicht die Kamera Sicherheits- und Komfortfunktionen für assistiertes Fahren. Dazu gehören: die adaptive Geschwindigkeits- und Abstandsregelung; Notbremsungen innerhalb der eigenen Spur; das Halten der Spur in städtischen Gebieten; die Erkennung und das Anhalten an roten Ampeln. Die neue Multifunktionskamera ist die zentrale Schnittstelle für die Fusion verschiedener Sensordaten. Das heißt: Die Kamera führt die Daten von ihrem eigenen Bildsensor, und zusätzlich von bis zu fünf Radaren und anderen Sensoren wie Driver Monitoring Cameras oder Innenraumsensoren zusammen. Dieser integrierte Ansatz ermöglicht es OEMs, die verbindlichen ADAS-Vorschriften (z. B. General Safety Regulation) zuverlässig zu erfüllen, die Fahrsicherheit zu verbessern und den Fahrer auf der Autobahn zu unterstützen (z. B. mit assistierten Fahrspurwechseln). Sichere Lokalisierung in allen Fahrsituationen Für das assistierte und automatisierte Fahren ist es von essenzieller Bedeutung, dass sich Fahrzeuge selbst jederzeit präzise und sicher lokalisieren können. Auch bei schwierigen Sichtverhältnissen und fehlenden Fahrbahnmarkierungen oder bei Ausfall des Signals des globalen Navigations-Satellitensystems (GNSS) – etwa bei einer Tunnelfahrt –, ist eine zuverlässige Standortbestimmung unabdingbar. Nur so kann eine hohe Funktionsverfügbarkeit gewährleistet werden. Auf der größten Automobilmesse in China präsentiert Bosch dazu erstmals die neue Generation seiner hochleistungsfähigen Inertialsensoreinheit (IMU), die speziell für ADAS- und Fahrdynamik-Anwendungen konzipiert wurde. Fahrzeuge nicken beim Bremsen, neigen sich in Kurven zur Seite (wanken) oder schlingern (gieren). Die Inertialsensoreinheit misst neben diesen Bewegungen die Vertikal-, Längs- und Querbeschleunigung des Fahrzeugs. Daraus kann sie die relative Positionsveränderung des Fahrzeugs präzise berechnen, sodass das Fahrzeug den ursprünglich geplanten Fahrweg mit nur minimaler Abweichung beibehalten kann. Mit verschiedenen Produktvarianten bietet Bosch eine hohe Skalierbarkeit, von der kostengünstigen Einstiegsvariante für das assistierte Fahren bis hin zum hochleistungsfähigen Sensor für das automatisierte Fahren bis SAE-Level 4. Bosch nutzt Sensormodule, die in firmeneigener Produktion gefertigt werden und kann neben einem tiefgreifenden Systemverständnis auf ein umfassendes Erfahrungsspektrum aus über drei Jahrzehnten Entwicklung solcher Inertialsensoren zurückgreifen. Wachsende Bedeutung von China für die globale Entwicklung Der chinesische Markt spielt für Bosch eine wichtige Rolle. Hier werden innovative Lösungen besonders schnell entwickelt und zur Marktreife gebracht. Bosch versteht durch seine jahrzehntelange lokale Präsenz die Bedürfnisse der chinesischen Verbraucher. Der Technologiekonzern hat bereits Ende 2023 gemeinsam mit dem Entwicklungspartner WeRide die Bosch Advanced Driving Solution, ein System auf Level 2++, beim chinesischen Hersteller Chery erfolgreich in Serie gebracht. Die Nachfrage nach fortgeschrittenen Fahrassistenzsystemen, bei denen der Fahrer aber in der Verantwortung bleibt, ist gerade bei chinesischen Herstellern hoch. Mehr als die Hälfte der neu verkauften Pkw in China verfügten im Jahr 2024 über Level-2-Lösungen oder höher. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird ein rasches Wachstum erwartet.

Auto Shanghai: Bosch Mobility wächst in China mit Lösungen für Software-Autos

23.04.2025

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

Auto Shanghai: Bosch Mobility wächst in China mit Lösungen für Software-Autos

Shanghai/Stuttgart – China tickt als Fahrzeug-Leitmarkt anders und denkt das Auto bereits heute stärker von der Software her – genau wie Bosch. Das Unternehmen ist bei der softwaredefinierten Mobilität – in China auch bekannt als Intelligent Mobility – Vorreiter, Technologieführer und geschäftlich erfolgreich. Bosch Mobility ist in China im vergangenen Jahr um 4,0 Prozent auf 116,6 Milliarden CNY (rund 15 Milliarden Euro) gewachsen und macht damit mehr als 80 Prozent des Umsatzes von Bosch in dem Land aus. Die Mobilitätssparte wuchs damit sogar stärker als der Markt. Im abgelaufenen Jahr legte die Fahrzeugproduktion in China gemäß Bosch-Zahlen um 3,7 Prozent zu. 2024 wurden dort 31,3 Millionen Fahrzeuge hergestellt. Davon waren rund 27,5 Millionen Pkw und etwa vier Millionen Nutzfahrzeuge. Die Aussichten für Bosch sind gut: Über 65 Prozent der im vergangenen Jahr neu gewonnen Aufträge von Bosch Mobility liegen in den Zukunftsfeldern elektrifizierte Antriebe und Software-Autos. Bosch treibt in China mit hoher Geschwindigkeit Entwicklungen voran und bringt sie erfolgreich in den Markt. Das betrifft insbesondere die Bereiche Infotainment, Fahrerassistenz und Elektromobilität. Bosch gehört auch im umkämpften chinesischen Markt zu den Innovationsführern. Unsere Produkte kommen gut an. Dies unterstreichen unser Wachstum in China sowie unsere neu gewonnenen Aufträge....Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH „Bosch treibt in China mit hoher Geschwindigkeit Entwicklungen voran und bringt sie erfolgreich in den Markt. Das betrifft insbesondere die Bereiche Infotainment, Fahrerassistenz und Elektromobilität“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, bei der diesjährigen Auto Shanghai. „Bosch gehört auch im umkämpften chinesischen Markt zu den Innovationsführern. Unsere Produkte kommen gut an. Dies unterstreichen unser Wachstum in China sowie unsere neu gewonnenen Aufträge“, ergänzt Hartung. Erster Kunde in China setzt für AI Cockpit auf Bosch Der Trend hin zu modernen Software-Autos geht einher mit immer weniger, aber dafür leistungsstärkeren Fahrzeugrechnern. Für einen solchen Hochleistungscomputer hat Bosch jetzt in China einen ersten Kundenauftrag erhalten, um damit ein Cockpit mit Künstlicher Intelligenz („AI Cockpit“) zu realisieren. Dabei verarbeitet ein Prozessor – ein sogenannter System-on-Chip (SoC) – enorm hohe Datensätze eines großen Sprachmodels (Large Language Model). Das Besondere: Dank des AI Cockpits kann der Fahrer auf ganz natürliche Weise mit dem Fahrzeug sprechen und wie mit einem Menschen interagieren. Ein weiterer Vorteil: Neue Funktionen und Anwendungen lassen sich „over the air“ per Software-Update einspielen. Noch in diesem Jahr startet die Produktion im sechsstelligen Stückzahlbereich für diesen Cockpit-Fahrzeugcomputer, den ein Autohersteller in China erstmals in verschiedenen Modellen verbauen wird. Der Hochleistungscomputer von Bosch ist auch fusionsfähig, und kann beispielsweise verschiedene Domänen wie Infotainment und Fahrassistenz auf einem SoC zusammenführen. Der Clou für Autohersteller: weniger Bauraum und Verkabelungsaufwand und somit auch weniger Kosten. China ist ein extrem wettbewerbsintensiver Markt mit anspruchsvollen, technologieaffinen Autofahrern. Bosch arbeitet mit fast allen chinesischen Herstellern zusammen, aber auch mit zahlreichen in China tätigen, internationalen Automobilherstellern....Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility. Bosch erfüllt Wunsch nach fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen Teil des Bosch-Portfolios für die neuen Software-Autos ist zudem ein flexibles Baukastensystem für Fahrerassistenzfunktionen. Mit der Bosch ADAS Produkt-Familie (Advanced Driver Assistance Systems) ermöglicht das Unternehmen den Herstellern weltweit, solche Funktionen schneller und günstiger in den Massenmarkt zu bringen. Für die ADAS Produkt-Familie im Mittel- und Oberklasse-Segment hat Bosch in China bereits ein halbes Dutzend neuer Kunden gewonnen, darunter BAIC, Dongfeng oder Jetour. „China ist ein extrem wettbewerbsintensiver Markt mit anspruchsvollen, technologieaffinen Autofahrern. Bosch arbeitet mit fast allen chinesischen Herstellern zusammen, aber auch mit zahlreichen in China tätigen, internationalen Automobilherstellern“, sagt Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility. Bei der Bosch ADAS Produkt-Familie können Autohersteller zwischen drei vorkonfigurierten Varianten wählen und diese dann schnell in ihre Serienfahrzeuge integrieren. Die vorkonfigurierten Varianten decken alle Fahrzeugsegmente von der Einstiegs- über die Mittel- bis hin zur Oberklasse ab. Alternativ lassen sich einzelne Bausteine je nach Bedarf flexibel zusammenstellen. Das lässt Herstellern weiterhin Gestaltungsfreiheit, um die Fahrassistenzsysteme markenspezifisch in ihre Autos einzubinden. Die Nachfrage nach fortgeschrittenen Fahrassistenzsystemen, bei denen der Fahrer aber in der Verantwortung bleibt, ist gerade bei chinesischen Herstellern hoch. Mehr als die Hälfte der neu verkauften Pkw in China verfügten im Jahr 2024 über Level-2-Lösungen oder höher. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird ein rasches Wachstum erwartet. Chinesischer Autohersteller nutzt innovatives Brake-by-Wire von Bosch Für die softwaredefinierte Mobilität der Zukunft muss auch die Hardware neu gedacht werden. Bosch ist Vorreiter und hat den Vorteil, in Hard- und Software gleichermaßen zu Hause zu sein. Das Technologieunternehmen verbucht nicht nur rund um das neue AI-Cockpit einen ersten Kundenauftrag in China, sondern auch für sein innovatives neues „Brake-by-Wire“-Bremssystem. Ein führender chinesischer Automobilhersteller wird es in gewissen Modellen einsetzen. Bei Brake-by-Wire übertragen redundante Signalleitungen elektrisch den Bremswunsch des Fahrers – die mechanische Verbindung vom Pedal zum restlichen Bremssystem entfällt beim Bosch-System komplett. Basis für diesen grundlegend neuen Ansatz ist eine robuste und effiziente Lösung mit zwei unabhängigen hydraulischen Bremsaktuatoren – einem By-Wire-Bremsaktuator und einem ESP. Für diese Lösung hat Bosch auch bereits einen europäischen Automobilhersteller gewinnen können. Neben der hydraulischen Lösung entwickelt Bosch auch ein rein elektromechanisches Bremssystem. Die Entwicklung hin zur softwaredefinierten Mobilität erfordert auch neue Ansätze bei der Lenkung. Bei „Steer-by-Wire“ (Lenken per Kabel) ersetzen elektrische Leitungen die mechanische Verbindung zwischen Lenksäule und Lenkgetriebe. Das Joint Venture Bosch Huayu Steering Systems hat für sein neues Steer-By-Wire-Lenksystem bereits drei lokale Hersteller gewinnen können. Der Produktionsstart ist für das vierte Quartal 2025 anvisiert. Weitere Technologie-Highlights von Bosch auf der Auto Shanghai umfassen beispielsweise ein 48-Volt-Bordnetz für zukünftige Software-Autos, eine neue Radar-Generation mit Bosch-eigenem System-on-Chip (SoC) sowie eine neue Multifunktionskamera. Der SoC vereint hohe Rechenleistung mit geringem Platzbedarf, während die Multifunktionskamera ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis bietet und unterstützende Fahr- und Parkfunktionen bereits ab dem preissensiblen Kleinwagen-Segment ermöglicht. Start der Serienproduktion für den chinesischen Markt ist für 2026 geplant. Die Bosch-Kamera ist die zentrale Schnittstelle für die Fusion verschiedener Sensordaten. Sie führt Daten von ihrem eigenen Bildsensor sowie zusätzlich von bis zu fünf Radaren und beispielsweise Innenraumkameras zusammen. China ist weltweit Leitmarkt für Elektromobilität China ist aber nicht nur Innovationstreiber für Software-Autos und fortschrittliche Assistenzsysteme. Auch die Nachfrage nach E-Autos und Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten ist groß. 2024 betrug der Anteil an sogenannten New Energy Vehicles (NEV) 40 Prozent, was knapp 13 Millionen Fahrzeugen entspricht. Darunter fallen batterie-elektrische Pkw sowie Plug-in-Hybride, sogenannte Range-Extended Electric Vehicle und auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge. In China ist besonders der elektrische Achsantrieb, die Bosch-E-Achse, gefragt. Hierbei handelt es sich um eine Komplettlösung aus Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe. Für höhere Reichweiten und effizientere Ladevorgänge sorgen Bosch-eigene Siliziumkarbid-Chips. Diese erhöhen die Reichweite um bis zu sechs Prozent, verglichen mit ausschließlich auf Silizium basierenden Chips. Im Nutzfahrzeugsegment bedient Bosch mit seinem mobilen Brennstoffzellen-Antriebssystem die steigenden Kundenanfragen und hat bereits mehrere tausend Brennstoffzellen-Antriebssysteme in China ausgeliefert.

Vehicle Motion Management: Neue Software-Lösung warnt frühzeitig bei drohendem R ...

10.12.2024

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Automatisierte Mobilität

Vehicle Motion Management: Neue Software-Lösung warnt frühzeitig bei drohendem R ...

Stuttgart – Kaum jemand denkt an ihn, er ist aber wesentlich für die Fahrsicherheit: der Reifen. Druckverluste im Reifen oder gelockerte Räder können zu Fahrausfällen und gefährlichen Verkehrssituationen führen. Systeme, die den Reifenzustand erkennen und den Fahrer entsprechend warnen, können solche Situationen rechtzeitig verhindern. Aktuell sind am Markt verschiedene Technologien verfügbar, die den Reifenzustand überwachen können. Entweder direkt durch zusätzlich im Reifen verbaute Sensoren oder softwarebasiert, sprich: indirekt und ohne zusätzliche Sensoren im Reifen, durch Auswertung des Fahrzeugverhaltens. Bosch erweitert nun passend zu diesen Technologien sein Angebot an Software-Lösungen für die datenbasierte Reifenzustandserkennung. Die neue Lösung wird im Rahmen des „Bosch Vehicle Motion Management“ – einer Software-Systemlösung für den gesamten Bereich der Fahrzeugbewegung – als datenbasierter Service angeboten. Hierfür arbeitet das Unternehmen auch mit Partnern zusammen. So baut Bosch beispielsweise im Bereich der indirekt arbeitenden Systeme seine langjährig bestehende Geschäftsbeziehung mit dem Automobilzulieferer NIRA Dynamics mit Fokus auf graduellen Reifendruckverlust und Radlöseerkennung aus und nutzt die Expertise beider Unternehmen für präzise und kosteneffiziente Lösungen.Der innovative, datenbasierte Service „Data-based Tire Solutions“ besteht aus verschiedenen Algorithmen. Diese überwachen kontinuierlich den Zustand der Reifen und warnen den Fahrer frühzeitig vor schleichendem Reifendruckverlust oder lockeren Rädern. „Wir bieten unseren Kunden mit ‚Data-based Tire Solutions‘ eine Vehicle Motion Management Software-Lösung an, die alle wesentlichen Faktoren der Reifengesundheit umfasst, um vor möglichen Fahrausfällen warnen zu können,“ so Stephan Staß, Mitglied Bereichsvorstand des Bosch-Geschäftsbereichs Vehicle Motion. Software warnt frühzeitig bei Reifendruckverlust und gelockerten Rädern Das System überwacht jeden Reifen kontinuierlich und individuell, und zeigt dem Fahrer die Warnungen zu Reifendruckverlust und gelockerten Rädern über eine anwenderfreundliche Benutzeroberfläche an. Einer der Algorithmen der neuen Software-Lösung „Data-based Tire Solutions“ ermöglicht es, bereits kleine, schleichende Druckverluste in den Reifen zu detektieren. Weicht der Reifendruckwert circa fünf Prozent vom nominalen Wert ab, wird der Fahrer informiert und – wenn nötig – gewarnt. Nach erfolgreichem Ausgleich des fehlenden Luftdrucks lässt sich das System durch die Funktion des „Easy Reset“ einfach und benutzerfreundlich neu einstellen. Ein sich lockerndes Rad wird durch einen weiteren Algorithmus bereits bei einer Lockerung der Radschrauben um einen halben Millimeter frühzeitig erfasst. Eine Lockerung dieser Größenordnung ist durch nicht geschulte Fahrer nicht oder nur schwer wahrnehmbar. Neben der somit frühzeitigen Warnung des Fahrers erfolgen ebenfalls konkrete Handlungsempfehlungen. Die frühzeitigen Warnungen helfen auf diese Weise, Fahrausfälle zu vermeiden, und erhöhen die Sicherheit bei jeder Fahrt.

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Bosch rollt innovativen Echtzeit-Service mill ...

10.09.2024

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Mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Bosch rollt innovativen Echtzeit-Service mill ...

Stuttgart – Dichter Nebel, Starkregen oder ein liegengebliebenes Fahrzeug hinter einer Kurve: Solche plötzlich auftretenden Ereignisse können im Straßenverkehr weitreichende Folgen haben. Mit dem „Road Hazard Service“ liefert Bosch Fahrern in Echtzeit Informationen über mögliche Gefahren auf der Route und reduziert dadurch das Risiko für Unfälle erheblich. Seit Juni 2024 ist der „Road Hazard Service“ von Bosch millionenfach in der Pkw-Flotte eines führenden deutschen Automobilherstellers in Europa im Einsatz. Nun bringt Bosch den Service auch ins Nutzfahrzeugsegment. Ab Dezember 2024 wird der Service in ersten Lkw von Mercedes-Benz Trucks verfügbar sein. Nächstes Ziel: den Service weltweit für Pkw und Lkw weiter ausrollen und so die Sicherheit im Straßenverkehr für möglichst viele Menschen erhöhen. Mit unserem vorausschauenden ‚Road Hazard Service‘ melden wir Auto- und Lkw-Fahrern rechtzeitig Gefahren, bevor es zu einer kritischen Situation kommen kann....Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility „Mit unserem vorausschauenden ‚Road Hazard Service‘ melden wir Auto- und Lkw-Fahrern rechtzeitig Gefahren, bevor es zu einer kritischen Situation kommen kann“, sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility. „Im Nutzfahrzeugbereich ermöglicht der Service zudem, Routen aufgrund kurzfristig auftretender Gefahren frühzeitig und effizient umzuplanen.“ Mit dem „Road Hazard Service“ von Bosch erhalten Fahrerinnen und Fahrer in Echtzeit Warnungen zum aktuellen Geschehen auf der Route. Dazu gehören etwa Hinweise zu Unfällen, Falschfahrern, Starkregen oder Wind, liegengebliebenen Fahrzeugen oder eingeschränkter Sicht, etwa durch dichten Nebel.So funktioniert der Bosch Service Kritische Straßenbedingungen lassen sich auf Basis anonymisierter Daten aus einer weltweiten Kundenfahrzeugflotte von mehreren Millionen Fahrzeugen sowie von Drittanbietern wie Wetterdiensten oder Straßenbetreibern präzise vorhersagen. Die Fahrzeuge in der mit dem Service ausgestatteten Flotte liefern verschiedene Informationen, darunter etwa lokale Außentemperatur, Aktivität der Scheibenwischer und Nebelschlussleuchten sowie Regeleingriffe des ESP-Schleuderschutzes oder Unfallmeldungen. Sind in der Flotte beispielsweise Fahrzeuge unterwegs, die den Scheibenwischer auf höchster Stufe eingestellt haben, gleicht der Service die Informationen zusätzlich mit denen ausgewählter Wetterdienste ab – zum Beispiel ob es regnet oder wie viele Millimeter Wasser auf der Fahrbahn verzeichnet werden. Ein Fusionsalgorithmus ermittelt dann, ob beispielsweise Gefahr für Aquaplaning besteht. Anschließend warnt der Service den Fahrer, sodass dieser seine Fahrgeschwindigkeit bei Bedarf reduzieren kann. Weiteres Beispiel: Droht die Sichtweite für den Fahrer unter einen kritischen Wert zu sinken, gleicht der Service dies mit der Aktivität der Nebelschlussleuchten der Fahrzeuge in der betroffenen Region ab und entscheidet mittels Algorithmus, ob eine Warnung notwendig ist. Durch eine Referenzflotte wird kontinuierlich sichergestellt, dass die Services ein hohes Maß an Qualität aufweisen. Die Falschfahrerwarnung von Bosch ergänzt den Service. Befindet sich in der Nähe ein Falschfahrer oder fährt der Fahrer selbst in die falsche Richtung, erhält er eine Warnung direkt ins Navigationsdisplay. Teil der „Connected Map Services“ von Bosch Der Road Hazard Service ist Bestandteil der „Connected Map Services“, also der vernetzten Kartenservices von Bosch. Diese Services bringen mehr Sicherheit und Komfort ins Fahrzeug. Mithilfe der Schwarmdaten und Wetterinformationen lassen sich beispielsweise auch Fahrerassistenzsysteme wie die adaptive Abstandsregelung oder die automatische Notbremsung optimieren. Denn, wenn die Fahrbahn nass oder glatt ist, ist der Reibwert der Straße niedriger als bei trockener Fahrbahn. Daher muss das Fahrzeug früher die Notbremsung veranlassen, um einen möglichen Unfall zu vermeiden. Der Fahrer kann also künftig noch früher gewarnt werden, wenn die Fahrbahn nass oder glatt ist. Für das zunehmend assistierte und automatisierte Fahren spielen die „Connected Map Services“ eine wichtige Rolle. Sie agieren als zusätzlicher Sensor, der weit über das Sichtfeld und die Reichweite von Radar- und Videosensoren hinausblickt und das automatisierte Fahrzeug auch bei schlechten Sichtverhältnissen zuverlässig mit allen relevanten Daten für eine sichere Fahrweise versorgt. Im Gegensatz zu nicht vernetzten Fahrzeugen profitieren solche mit vernetzten Kartenservices aus der Summe der Erfahrungen aller angebundenen Fahrzeuge. Daraus lassen sich Attribute ableiten, wie zum Beispiel die optimale Fahrgeschwindigkeit in einem Kreisverkehr, die exakte Spurgeometrie und Fahrtrajektorie an unübersichtlichen Straßenkreuzungen oder Lokalisierungslandmarken, anhand derer sich das Fahrzeug zentimetergenau verorten kann. Dies ermöglicht automatisierten Fahrzeugen ein natürlicheres und vorausschauendes Fahrverhalten.

CES-Weltpremiere: Bosch vereint Infotainment- und Fahrerassistenzfunktionen auf  ...

05.12.2023

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Vernetzte Mobilität

CES-Weltpremiere: Bosch vereint Infotainment- und Fahrerassistenzfunktionen auf ...

Stuttgart – Der Trend hin zur software-definierten Mobilität geht Hand in Hand mit einer zentralisierten Fahrzeug- und elektrischen/elektronischen (E/E-) Architektur. Während heute meist zahlreiche Steuergeräte im Auto unterschiedliche Funktionen steuern, werden morgen wenige zentrale Fahrzeugcomputer mehrere Systemfunktionen aus bisher getrennten Domänen vereinen. Hierfür sind neue Computer notwendig, die mit einem leistungsfähigen Prozessor, einem sogenannten System-on-Chip (SoC), arbeiten. Bosch geht als Innovations- und Technologieführer voran und wird im Rahmen der CES® 2024 in Las Vegas, USA, im Januar 2024 als weltweit erster Automobilzulieferer die Fusion von Infotainment- und Fahrerassistenzfunktionen in einem Software-intensiven Zentralrechner und einem SoC demonstrieren. „Wir möchten die Komplexität der Elektroniksysteme im Auto verringern und diese gleichzeitig so sicher wie möglich machen. Mit der Demonstration unserer neuen Fahrzeugcomputer-Plattform auf der CES machen wir einen großen Schritt in genau diese Richtung. Unser mittelfristiges Ziel ist es, noch mehr automatisierte Fahrfunktionen auch ins Kleinwagen- und Mittelklassesegment zu bringen“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility.Taktgeber im Inneren des neuen Fahrzeugcomputers von Bosch – genannt „Cockpit & ADAS Integration Platform“ – ist ein SoC, der diverse Funktionen aus den beiden Domänen Infotainment und Fahrerassistenz zeitgleich verarbeitet. Dazu gehören beispielsweise das automatisierte Parken oder die Fahrspurerkennung, gepaart mit intelligenter und personalisierter Navigation und Sprachassistenz. Vorteile für Automobilhersteller: weniger Bauraum und Verkabelungsaufwand und somit auch weniger Kosten. Zentrale Fahrzeugcomputer sind das Herzstück software-definierter Autos. Sie werden künftig sämtliche Domänen in modernen Fahrzeugen steuern und die derzeit hohe Anzahl einzelner Steuergeräte reduzieren...sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility. Insgesamt ist Bosch mit Fahrzeugcomputern bereits heute gut im Geschäft: Allein mit Rechnern für Infotainment und Fahrerassistenz erwartet das Unternehmen 2026 einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Modulares Baukastenprinzip für maximale Skalierbarkeit Bei seinen zentralen Fahrzeugrechnern setzt Bosch auf ein modulares Baukastenprinzip. Zusammen mit alleinstehenden Softwarelösungen beispielsweise für die Umfeldwahrnehmung wie der Video Perception können sich Kunden in Kombination mit Hardwarekomponenten ihre individuellen Lösungen modular und skalierbar zusammenstellen. Software-intensive Zentralrechner spielen hier eine entscheidende Rolle, denn sie ermöglichen es beispielsweise Herstellern, Fahr- und Assistenzfunktionen zu implementieren. Stark nachgefragt ist hierbei Software-Integration. Bosch bringt integratives Knowhow mit und ermöglicht es, Software-Bausteine aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Tiefes Bosch-Knowhow in allen Fahrzeugdomänen als Wettbewerbsvorteil Nahezu alle Autobauer weltweit investieren derzeit massiv in Software-definierte Fahrzeuge. Bosch geht davon aus, dass der Markt für Automobilsoftware bis 2030 ein Volumen von rund 200 Milliarden Euro erreichen wird. Im Bereich der Fahrzeugcomputer für Infotainment- und Fahrerassistenzsysteme erwartet das Unternehmen ein Marktvolumen von 32 Milliarden Euro im Jahr 2030. Der Vorteil von Bosch ist sein tiefes Knowhow in allen Fahrzeugdomänen. So ist das Unternehmen nicht nur in der Software, sondern auch in der Hardware gleichermaßen zu Hause, entwickelt und fertigt Schlüsselkomponenten moderner Fahrzeuge etwa für Antrieb, Bremse, Lenkung, Infotainment und automatisiertes Fahren unter einem Dach. Bosch-Ansatz erlaubt maximale Flexibilität Bosch verfolgt einen sogenannten Multi-SoC-Ansatz. Die neuen Fahrzeugrechner des Unternehmens sind so ausgelegt, dass die benötigten SoC von unterschiedlichen Herstellern kommen können. Ergo: Je nach Kundenwunsch kann Bosch genau die SoC einsetzen, die angefragt werden. „Unsere Software läuft auf Chips verschiedener Hersteller. Somit lassen sich Soft- und Hardware voneinander entkoppeln“, sagt Heyn. Bosch gehört zu den wenigen Unternehmen, die eine zentralisierte Elektronikarchitektur durchgängig entwickeln können und das Zusammenspiel von Automobilelektronik, Software und Cloud beherrschen. Neue Funktionen, etwa für die Fahrerassistenz, kommen schnell und unkompliziert über Software-Updates „over the air“ ins Auto. Dies ermöglicht Autofahrern ein individuelles, digitales Fahrerlebnis – auch noch lange nach dem Fahrzeugkauf. Pressemappe #BoschCES 2024 Event #BoschCES 2024

Deutsche Industrie schlägt neuen Entwicklungs- Standard für sicheres automatisie ...

21.11.2023

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Automatisierte Mobilität

Deutsche Industrie schlägt neuen Entwicklungs- Standard für sicheres automatisie ...

Stuttgart – Die deutsche Automobilindustrie hat sich in einem Verbundprojekt mit 21 Partnern zusammengeschlossen und die weltweit ersten Strukturen entwickelt, um Sicherheitsstandards bei automatisierten Fahrzeugen im urbanen Umfeld nachweisbar zu machen. Vier Jahre nach Beginn des Verbundprojektes Verifikations- und Validierungsmethoden (VVM) liegen die Ergebnisse vor. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte und von der VDA Leitinitiative autonomes und vernetztes Fahren initiierte vorwettbewerbliche Forschungsprojekt geht bei der Abschlusspräsentation heute detailliert auf die Erkenntnisse ein und trifft sich zum Dialog in der Carl-Benz-Arena in Stuttgart.Je höher der Grad beim automatisierten Fahren und je komplexer das Einsatzgebiet eines Systems, desto mehr Faktoren müssen bei der Entwicklung berücksichtigt werden. Bereits heute sind erste SAE Level 3-Systeme für das Autobahnfahren und ein SAE Level 4-System für das fahrerlose Parken zugelassen. Für eine Ausweitung auf weitere Einsatzgebiete – wie dem Stadtverkehr – steigen die Komplexität und die Anforderungen an Fahrzeug und System deutlich an. Aus diesem Grund sind entsprechend geeignete Verifikations- und Validierungsmethoden notwendig, was im Fokus der Arbeitsgemeinschaft des VVM-Projekts stand. Herausforderung Stadtverkehr „Fußgänger, Radfahrer, motorisierte Zweiräder, schwer einsehbare Straßenkreuzungen: Eine der größten Herausforderung beim automatisierten Fahren stellt das Beherrschen des Verkehrs im urbanen Umfeld dar. Dieser ist geprägt durch viele Verkehrsteilnehmer, Ampelsysteme, Verkehrszeichen und Fahrzeuge“, sagt Roland Galbas von Bosch, Leiter des Konsortialprojektes VVM. „Damit das Fahrzeug in Zukunft auch höchst seltene Szenarien beherrscht, braucht es nachvollziehbare Strukturen und Prozesse, die den sicheren Betrieb eines Systems in Ausnahmesituationen nicht nur ermöglichen, sondern das sichere Manövrieren auch nachweisen können.“ „Das Forschungsprojekt VVM widmet sich genau diesem Nachweis, dass die automatisierten Fahrfunktionen sicher und zuverlässig reagieren und darüber hinaus bzgl. Präzision und Qualität einen Nutzen für den Kunden darstellen”, sagt Dr. Mark Schiementz von BMW, ebenfalls Leiter des Projektes. „Flankiert durch Regularien gilt für die deutsche Automobilindustrie der Grundsatz, eben nicht nur den schnellsten technologischen Fortschritt auf die Straße zu bringen, sondern jederzeit sichere Fahrzeuge und Systeme bereitzustellen, auf die man sich verlassen kann. Und diese Zuverlässigkeit beginnt bereits in der Entwicklung dieser Systeme.” Voraussetzung für Verkehrszulassung: Nachweisbare Sicherheit Bereits bei der Auslegung und Entwicklung von automatisierten Fahrfunktionen steht der Sicherheitsgrundsatz an erster Stelle. Entsprechend müssen diese Sicherheitsfunktionen für die Verkehrszulassung eines Fahrzeuges und einer zertifizierten Freigabe für den Straßenverkehr nachgewiesen werden. Um diesen Nachweis erbringen zu können, haben die 21 Projektpartner gemeinsam ein Modell erarbeitet, das aus verschiedenen Verfahren, Methoden und Werkzeugen besteht. So kann mittels einer sogenannten Sicherheitsargumentation, der Nachweis erbracht werden, dass das System sicher nutzbar ist. Für die methodische Ausgestaltung dieses Modells haben die Partner in mehreren Teilprojekten zusammengearbeitet. Branchenweit angewendet, würde das definierte Modell die Grundlage schaffen, die Sicherheit in automatisierten Fahrzeugen nachzuweisen. „Die hier erarbeiteten Modelle ermöglichen es erstmals, dass allen Automobilherstellern dieselben Strukturen bei der Verifikation und Validierung automatisierter Fahrsysteme im städtischen Umfeld zur Verfügung stehen. Diese Vereinheitlichung könnte dann auch in industrieweite Standards münden, die den Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer noch sicherer machen können”, erklärt Dr. Helmut Schittenhelm, Projektkoordinator von Mercedes-Benz. Technologie-Vorreiter aus Deutschland Der methodische Ansatz aus dem VVM-Projekt ist weltweit der erste Standard, der auch industrielle Prozesse berücksichtigt. Damit macht sich die deutsche Automobilindustrie erneut zum technologischen Vorreiter beim automatisierten Fahren. Bereits im Jahr 2021 trat mit einem entsprechenden Gesetz in Deutschland die weltweit erste Regulierung für vollautomatisiertes Fahren (SAE Level 4) in Kraft. In 2022 wurde eine entsprechende Verordnung mit den technischen Details beschlossen, um entsprechende Fahrzeuge auf deutschen Straßen zulassen und betreiben zu können. Somit setzt die deutsche Autoindustrie einmal mehr an der Komplexität des automatisierten Fahrens an und macht sie beherrschbarer. Am Ende seiner Projektlaufzeit und aufbauend auf den Ergebnissen der Vorgängerprojekte Pegasus und SetLevel liefert VVM erstmals einen durchgängigen methodischen Sicherheitsansatz für automatisiertes Fahren im urbanen Umfeld, mit dem eine branchenweite Zusammenarbeit und Wertschöpfung möglich wird. Der im Projekt verfolgte Ansatz des szenarien-basierten Sicherheitsnachweises könnte nach behördlicher Zustimmung helfen, weltweite Standards zu setzen. VVM hat ein für die Branche zukunftsrelevantes Referenzsystem geschaffen, das eine methodische Lücke für die praktische Absicherung schließt und die Vorreiterrolle der deutschen Industrie im internationalen Wettbewerb beim automatisierten Fahren festigt.

TSMC, Bosch, Infineon und NXP planen Joint Venture und bringen moderne Halbleite ...

08.08.2023

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Vernetzte Mobilität

TSMC, Bosch, Infineon und NXP planen Joint Venture und bringen moderne Halbleite ...

Hsinchu, Stuttgart, München, Eindhoven – 8. August 2023 – TSMC (TWSE: 2330, NYSE: TSM), Robert Bosch GmbH, Infineon Technologies AG (FSE: IFX / OTCQX: IFNNY) und NXP Semiconductors N.V. (NASDAQ: NXPI) haben heute angekündigt, gemeinsam in das Joint Venture „European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) GmbH“ in Dresden zu investieren. Ziel ist es, eine moderne 300-Millimeter-Fabrik zur Halbleiterfertigung aufzubauen, um den zukünftigen Kapazitätsbedarf der schnell wachsenden Automobil- und Industriesektoren decken zu können. Die finale Investitionsentscheidung wird mit der Bestätigung des Umfangs der öffentlichen Förderung für das Projekt fallen. Das Projekt ist im Rahmen des europäischen Chip-Gesetzes „European Chips Act“ geplant. Die geplante Fabrik soll eine monatliche Fertigungskapazität von 40 000 300-Millimeter-Wafern (12 Zoll) auf der 28/22-Nanometer-Planar-CMOS und 16/12-Nanometer-FinFET-Prozesstechnologie von TSMC haben. Das Joint Venture wird das europäische Halbleiter-Ökosystem mit der modernen FinFET-Transistortechnologie weiter stärken und etwa 2 000 neue und hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. ESMC strebt an, in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 mit dem Bau der Fabrik zu beginnen und die Fertigung bis Ende 2027 aufzunehmen. TSMC wird 70 Prozent am geplanten Joint Venture halten; Bosch, Infineon und NXP werden mit jeweils zehn Prozent beteiligt sein, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und anderer Bedingungen. Die Gesamtinvestitionen werden voraussichtlich zehn Milliarden Euro übersteigen und bestehen aus Eigenkapitalzufuhr, Kreditaufnahme sowie signifikanter Unterstützung der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung. TSMC wird die neue Fabrik operativ betreiben. „Diese Investition in Dresden unterstreicht das Engagement von TSMC, den strategischen Kapazitäts- und Technologiebedarf unserer Kunden zu decken und wir freuen uns über die Gelegenheit, unsere langjährige Partnerschaft mit Bosch, Infineon und NXP zu vertiefen“, sagt Dr. CC Wei, Chief Executive Officer von TSMC. „Europa ist ein überaus vielversprechender Standort für Halbleiterinnovationen, insbesondere im Automobil- und Industriebereich, und wir freuen uns darauf, diese Innovationen auf Basis unserer fortschrittlichen Siliziumtechnologie und den Talenten in Europa zum Leben zu erwecken.“ Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: „Halbleiter sind nicht nur ein entscheidender Erfolgsfaktor für Bosch. Ihre zuverlässige Verfügbarkeit ist auch für den Erfolg der weltweiten Automobilindustrie von großer Bedeutung. Neben dem ständigen Ausbau unserer eigenen Fertigungen, sichern wir über die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern unsere Lieferketten als Automobilzulieferer weiter ab. Wir freuen uns, mit TSMC einen globalen Innovationsführer zur Stärkung des Halbleiter-Ökosystems in direkter Nachbarschaft zu unserem Halbleiterwerk in Dresden gewinnen zu können.“ Halbleiter sind nicht nur ein entscheidender Erfolgsfaktor für Bosch. Ihre zuverlässige Verfügbarkeit ist auch für den Erfolg der weltweiten Automobilindustrie von großer Bedeutung. Neben dem ständigen Ausbau unserer eigenen Fertigungen, sichern wir über die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern unsere Lieferketten als Automobilzulieferer weiter ab. Wir freuen uns, mit TSMC einen globalen Innovationsführer zur Stärkung des Halbleiter-Ökosystems in direkter Nachbarschaft zu unserem Halbleiterwerk in Dresden gewinnen zu können....sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH „Unsere gemeinsame Investition ist ein wichtiger Meilenstein, um das europäische Halbleiter-Ökosystem zu stärken. Damit baut Dresden, wo sich bereits der größte Frontend-Standort von Infineon befindet, die Position als eines der wichtigsten Halbleiterzentren der Welt weiter aus“, sagt Jochen Hanebeck, CEO der Infineon Technologies AG. „Infineon wird die neuen Kapazitäten nutzen, um die wachsende Nachfrage vor allem seiner europäischen Kunden zu bedienen – insbesondere in den Bereichen Automotive und IoT. Auf diesen modernen Fähigkeiten basiert die Entwicklung innovativer Technologien, Produkte und Lösungen zur Bewältigung der globalen Herausforderungen der Dekarbonisierung und Digitalisierung.“ „NXP ist entschlossen, sich maßgeblich für die Stärkung der Innovationskraft und Verbesserung der Lieferkettenresilienz in Europa zu engagieren“, sagt Kurt Sievers, Präsident und CEO von NXP Semiconductors. „Wir danken der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Sachsen für die Anerkennung der Halbleiterindustrie als strategisch wichtigen Industriesektor und für ihren großen Einsatz zur Stärkung des europäischen Halbleiter-Ökosystems. Der Bau dieser neuen, hochrelevanten Halbleiter-Foundry wird die dringend benötigte Produktionskapazität für den stark wachsenden Bedarf des Automobil- und Industriesektors für Digitalisierung und Elektrifizierung bereitstellen und neues Innovationspotenzial freisetzen.“Über Infineon Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen für Power-Systems und das Internet der Dinge (IoT). Mit seinen Produkten und Lösungen treibt Infineon die Dekarbonisierung und Digitalisierung voran. Das Unternehmen hat weltweit rund 56 200 Beschäftigten und erzielte im Geschäftsjahr 2022 (Ende September) einen Umsatz von rund 14,2 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International unter dem Symbol „IFNNY“ notiert. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.infineon.com . Follow us: Twitter – Facebook – LinkedIn Über NXP Semiconductors NXP Semiconductors N.V. (NASDAQ: NXPI) bringt kluge Köpfe zusammen, um wegweisende Technologien zu entwickeln, die die vernetzte Welt besser, zuverlässiger und sicherer machen. Als ein weltweit marktführendes Unternehmen bei Lösungen für sichere Kommunikation in Embedded Applikationen treibt NXP Innovationen in den Anwendungsfeldern Automobiltechnik, Industrie & IoT, bei Mobilgeräten und Kommunikationsinfrastruktur voran und fördert mit seinen Lösungen eine nachhaltigere Zukunft. Das Unternehmen, das auf die Erfahrung und Expertise von mehr als 60 Jahren bauen kann, beschäftigt ca. 34 500 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern und erzielte 2022 einen Umsatz von 13,21 Milliarden US-Dollar. Weitere Details unter www.nxp.com . Über TSMC TSMC ist ein Pionier des Pure-Play-Foundry-Geschäftsmodells, das 1987 mit TSMCs Gründung ins Leben gerufen wurde, und ist seither die weltweit führende dezidierte Halbleiter-Foundry. Mit branchenführenden Prozesstechnologien und einem Portfolio an Design-Enablement-Lösungen unterstützt das Unternehmen ein florierendes Ökosystem von globalen Kunden und Partnern, um das Innovationspotenzial in der globalen Halbleiterindustrie freizusetzen. TSMC ist ein auf der ganzen Welt engagiertes Unternehmen mit Niederlassungen in Asien, Europa und Nordamerika. Im Jahr 2022 setzte TSMC 288 verschiedene Prozesstechnologien ein und fertigte 12 698 Produkte für 532 Kunden, indem es eine breite Palette an modernen Prozesstechnologien sowie fortschrittlichen Spezial- und Packaging-Technologien anbot. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hsinchu, Taiwan. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tsmc.com .

Steer-by-Wire in Serienreife: Bosch und Arnold NextG gehen Kooperation ein

12.06.2023

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Automatisierte Mobilität

Steer-by-Wire in Serienreife: Bosch und Arnold NextG gehen Kooperation ein

Schwäbisch Gmünd – Bosch will bis Mitte des Jahrzehnts Steer-by-Wire-Lenksysteme in Großserie auf den Markt bringen. Gemeinsam mit dem Startup Arnold NextG geht das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen den nächsten Schritt. In einer jetzt vereinbarten Kooperation wollen beide Partner ihre Entwicklungskompetenz bündeln und die Marktreife der Systeme beschleunigen. Wir registrieren eine schnell steigende Nachfrage nach Steer-by-Wire-Systemen. Langfristig sehen wir einen sehr großen Markt in diesem Bereich – längst nicht nur, aber auch für das Zeitalter des automatisierten Fahrens. Wir freuen uns, dass wir dank der Kooperation bei der Optimierung der Systeme weiter Fahrt aufnehmen...sagt Dr. Gerta Marliani, Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Automotive Steering GmbH. Steer-by-Wire-Systeme gelten als die Lenkungen der Zukunft. Als einer der weltweit führenden Anbieter elektrischer Lenksysteme hat Bosch früh das Potenzial dieser Systeme erkannt und treibt konsequent ihre Entwicklung voran. „Wir registrieren eine schnell steigende Nachfrage nach Steer-by-Wire-Systemen. Langfristig sehen wir einen sehr großen Markt in diesem Bereich – längst nicht nur, aber auch für das Zeitalter des automatisierten Fahrens. Wir freuen uns, dass wir dank der Kooperation bei der Optimierung der Systeme weiter Fahrt aufnehmen“, sagt Dr. Gerta Marliani, Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert Bosch Automotive Steering GmbH. Ziel der Partnerschaft ist die beschleunigte Realisierung großserienfähiger Steer-by-Wire-Lösungen. Arnold NextG hat sich auf die Entwicklung von mehrfach redundanten Drive-by-Wire Systemen mit allen Schnittstellen für das autonome Fahren im Klein- und Kleinstserienformat spezialisiert. Das 2021 gegründete Startup verfügt durch seine Mitarbeiter über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der straßenzugelassenen Drive-by-Wire-Technologie und damit über eine einzigartige Kompetenz zur Entwicklung von Nachrüstlösungen für sämtliche By-Wire-Anwendungen. Dank der Redundanz der Arnold-NextG-Technologie können von den Behörden erfahrungsgemäß schneller und effizienter Systemfreigaben erteilt werden, die das Fahren auf öffentlichen Straßen ermöglichen. Gemeinsam wollen Bosch und Arnold NextG so die Entwicklung von Großseriensystemen beschleunigen. Bei Steer-by-Wire-Anwendungen entfällt die physische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern. Dadurch ergeben sich beispielsweise neue Freiheiten in der Gestaltung des Fahrzeuginnenraums: Das Lenkrad kann versenkt oder verstaut werden – das ermöglicht vor allem für das Zeitalter des automatisierten Fahrens ganz neue Cockpit-Konzepte. Darüber hinaus bringt die Technologie neue Sicherheitsfeatures im Bereich der Fahrdynamikregelung mit sich. So kann das Fahrzeug schon durch kleine automatisierte Lenkeingriffe stabilisiert werden, ohne dass der Fahrer oder die Fahrerin am Lenkrad davon überhaupt Notiz nimmt. Zudem lässt sich das Fahrgefühl eines Fahrzeugs individuell an die Anforderungen einzelner Fahrzeughersteller anpassen. Der Einsatz einer fahrzeugunabhängigen und add-on-fähigen Drive-by-Wire-Technologie in den sich radikal verändernden Serien-Fahrzeugplattformen der Zukunft ist vor allem für Menschen mit schwersten körperlichen Bewegungseinschränkungen von entscheidender Bedeutung. Nur so ist es möglich, dass diese Zielgruppe auch künftig direkt von allen Entwicklungen im Bereich der autonomen und automatisierten Fahr-, Assistenz- und Sicherheitssysteme profitieren kann.Gebündeltes By-Wire-Know-how „Die Zusammenarbeit mit Arnold NextG unterstützt und beschleunigt unsere Produktentwicklung in idealer Weise. Wir bringen das Know-how für den Einsatz in Großserien mit und können mit der zusätzlich eingebauten Arnold-NextG-Technologie nun schneller auf öffentlichen Straßen Erprobungen durchführen“, sagt Dr. Stefan Waschul, für den Entwicklungsbereich zuständiger Geschäftsführer der Robert Bosch Automotive Steering GmbH. „Wir haben gesehen, dass das Steer-by-Wire-System von Bosch das beste und natürlichste Lenkgefühl im Markt aufweist. Bosch ist einer der weltweit führenden Anbieter elektrischer Lenksysteme und verfügt bereits über ein starkes Paket aus Regelungstechnik und Performance für spätere Großserien-Einsätze. Daher macht es mich nicht nur stolz, auf einem der besten Systeme aufsetzen zu können, sondern auch, dass wir mit Bosch einen der größten Automobilzulieferer der Welt an unserer Seite haben. Mit der Arnold NextG-Technologie verfügt Bosch über eine fahrzeugunabhängige Entwicklungsplattform für Nachrüstlösungen im Bereich Drive-by-Wire, die es ermöglicht, Daten und Anforderungen für Großserienprojekte bereits zu einem frühen Entwicklungszeitpunkt zu validieren. Gemeinsam können wir diese Technologie für den Serieneinsatz weiterentwickeln“, sagt Kevin Arnold, Gründer und CEO von Arnold NextG, zur Kooperation. „Der Zugang zur Bosch-Technologie und die Erfahrung eines Weltkonzerns in der Umsetzung von Großserien-Projekten ist für die weitere Entwicklung unserer Systeme von entscheidender Bedeutung.“ Innovative Mobilitätslösungen dank By-Wire-Technologie By-Wire-Systeme stehen für die elektronische Übermittlung von mechanischen Signalen und Impulsen. Sie werden auch beim assistierten und automatisierten Fahren eine Grundvoraussetzung sein, um die vollen Stärken einzelner Funktionen ausspielen zu können. Der Spurhalteassistent kann dann beispielsweise die Fahrtrichtung korrigieren, ohne dass der Fahrer oder die Fahrerin das am Lenkrad spürt. Auch kann die Hinderniserkennung einen plötzlich auftauchenden Gegenstand umfahren, ohne das Steuer ruckartig herumzureißen und den Fahrer oder die Fahrerin zu verletzen. Auf Basis der Technologie könnten sich künftig sogar Räder einzeln lenken lassen. Das sorgt für kleinere Wendekreise und macht neue Fahrzeugkonzepte für den Nahverkehr und Warentransport in Städten denkbar.

Fahrerlose Fahrzeuge: Bosch bringt mit Automated Vehicle Maneuvering mehr Effizi ...

25.04.2023

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Automatisierte Mobilität

Fahrerlose Fahrzeuge: Bosch bringt mit Automated Vehicle Maneuvering mehr Effizi ...

Stuttgart – Ohne Fahrer vom Band zum Teststand fahren – das ist ab sofort kein Zukunftsszenario mehr. Mit Automated Vehicle Maneuvering hat Bosch eine Lösung entwickelt, die Prozesse in der Automobilproduktion deutlich optimiert und zugleich die Sicherheit erhöht: Enges Manövrieren im Produktionsbereich, Produktionsstopps durch Ausfall von Fahrern, Unfälle oder Schäden durch Kollisionen und fehlende Informationen über den Fahrzeugstandort in der Werkshalle gehören somit der Vergangenheit an. Aufbauend auf dem System von Automated Valet Parking stattet Bosch das Werk der Automobilhersteller mit einer Infrastruktur bestehend aus Lidar-Sensoren aus und ergänzt diese je nach Anforderung zusätzlich mit Bosch Stereokameras. Die durch die Sensorik generierten Informationen laufen auf Edge-Computern zusammen und smarte Algorithmen übermitteln die auszuführende Route. So macht Bosch das fahrerlose Manövrieren der Autos möglich – auch in engen Bereichen. Durch die smarte Technik im Werk sind die technischen Voraussetzungen im Fahrzeug minimal.„Automated Vehicle Maneuvering ist ein Ergebnis unserer konsequenten Weiterentwicklung von Automated Valet Parking. Der fahrerlose Manövrier-Service ist ein weiterer wichtiger Baustein automatisierter Mobilität. Mit unserer Lösung können wir Automobilherstellern ein neues Level an Effizienz bieten und begegnen Herausforderungen, wie Fachkräftemangel in der Produktion“, sagt Claudia Barthle, Vertriebsleiterin für Software und Services im Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions bei Bosch. „Unsere Kunden haben uns zurückgemeldet, dass der Bedarf an einer Lösung, die Fahrzeuge automatisiert sowohl innerhalb als auch außerhalb der Werkshalle manövrieren lässt, enorm hoch ist. Jetzt haben wir ein solches System im Portfolio.“ Bosch führt Gespräche mit verschiedenen Automobilherstellern, um deren Werke mit Automated Vehicle Maneuvering auszustatten. Der fahrerlose Manövrier-Service ist ein weiterer wichtiger Baustein automatisierter Mobilität. Mit unserer Lösung können wir Automobilherstellern ein neues Level an Effizienz bieten und begegnen Herausforderungen, wie Fachkräftemangel in der Produktion,...sagt Claudia Barthle, Vertriebsleiterin für Software und Services im Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions bei Bosch. Eine Lösung, viele Vorteile Der fahrerlose Manövrier-Service bietet verschiedene Einsatzmöglichkeiten – inner- und außerhalb der Werkshalle. Zum Beispiel manövriert das System Neufahrzeuge nach dem erfolgreichen Motor-Erststart fahrerlos vom Förderband zur nächsten Station. So können Fahrzeuge dann beispielsweise von Teststand zu Teststand ganz ohne Fahrer oder menschliche Interaktion fahren. Auch das Manövrieren durch Kalibrierungslinien in gleichbleibender Geschwindigkeit meistert Automated Vehicle Maneuvering ohne Schwierigkeiten. Falls Fertigungsfehler festgestellt werden, sorgt die smarte Lösung dafür, dass das Fahrzeug automatisiert in den Reparaturbereich fährt. Hat das Auto das Ende der Montagelinie erreicht, fährt es für den weiteren Transport aus der Werkshalle auf das Logistikgelände. Damit nicht genug: Künftig wird die neue Lösung von Bosch das Rangieren der Fahrzeuge zwischen freien Parkplätzen und Ladestationen, und somit zum Beispiel das automatisierte Laden über Nacht ermöglichen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Automobilhersteller sparen durch den fahrerlosen Manövrier-Service nicht nur Zeit, sondern auch Geld – die Technologie nimmt Mitarbeitern das Fahren der Autos von Station zu Station ab. So steigt die Effizienz, während Ausfallzeiten und Kosten sinken. Damit lassen sich Abläufe und Prozesse im Werk deutlich optimieren und effizienter gestalten. Ein weiterer Vorteil: Automated Vehicle Maneuvering sorgt für eine hohe Sicherheit im Werk. Lidar-Sensoren erkennen das Umfeld sowie den Fahrkorridor und erfassen damit zuverlässig Hindernisse oder Personen in der Fahrspur. Wird ein plötzlich auftauchendes Hindernis detektiert, bremst das Fahrzeug in den sicheren Stillstand und nimmt die Fahrt erst dann wieder auf, wenn die Strecke frei ist. Automated Valet Parking: Erfolgsgeschichte geht weiter Mit Automated Vehicle Maneuvering schreibt Bosch die Geschichte des Automated Valet Parking weiter. Bereits im vergangenen Jahr hat die weltweit erste vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion (SAE Level 4) die Freigabe der Behörden für den Serienbetrieb in Deutschland erhalten. Das Auto wird einfach an einer Drop-Off-Area abgestellt und die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch übernimmt im Zusammenspiel mit der Fahrzeugtechnik die Fahrt zum freien Parkplatz und das Einparken. Dieses Prinzip nutzt auch Automated Vehicle Maneuvering.