Gesucht? Gefunden:
Medien, Meldungen, Events

Bosch prämiert Nachhaltigkeit seiner Lieferanten

19.07.2021

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch prämiert Nachhaltigkeit seiner Lieferanten

Stuttgart – Bosch setzt seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter um und prämiert künftig unter seinen weltweit rund 23 000 Lieferanten auch deren Engagement für Nachhaltigkeit. Beim diesjährigen internationalen Bosch-Lieferantenpreis zeichnet das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erstmals Zulieferer in der entsprechenden Kategorie aus. „Mit einem Einkaufsvolumen von zuletzt 35 Milliarden Euro reicht die Verantwortung von Bosch in der globalen Lieferkette weit über das Werkstor hinaus“, erklärt Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger. „Gemeinsam mit unseren Lieferanten übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung und streben dazu nach einem hohen Maß an Nachhaltigkeit.“ Die Auszeichnung ist für Bosch auch Ausdruck einer partnerschaftlichen und langfristig orientierten Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern und Dienstleistern. 46 Unternehmen aus 16 Ländern erhielten einen der begehrten Bosch Global Supplier Awards für ihre außerordentlichen Leistungen in verschiedenen Kategorien. Für ihre Klimaschutzaktivitäten würdigte die Jury die Unternehmen Infineon, Salesforce und Steelcase.Nachhaltige Lieferketten: Klimaschutz im Fokus Bosch ist als Unternehmen bereits seit Frühjahr 2020 mit seinen weltweit 400 Standorten klimaneutral . In enger Zusammenarbeit mit seinem globalen Lieferantennetzwerk will Bosch einen weiteren Beitrag leisten, um entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette bis 2030 die vor- und nachgelagerten CO 2 -Emissionen um 15 Prozent zu reduzieren. „Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft“, erläutert Asenkerschbaumer. „Klimaverantwortliches Handeln verbindet unsere Lieferanten und uns gleichermaßen.“ Künftig sollen Aspekte wie etwa CO 2 -Emissionen oder -Ratings bei Neuvergaben berücksichtigt werden. „Erste Ansätze planen wir ab 2022 breiter anzuwenden“, so der Finanzchef weiter. Elektrifizierung und grüner Wasserstoff: Chancen für Lieferanten Bosch setzt vor allem auf Elektrifizierung und Wasserstofftechnologie, etwa in der Mobilität und Thermotechnik, um aus technologischen und ökologischen Umbrüchen neue Geschäftschancen zu erschließen. „Die weltweiten Anstrengungen gegen den Klimawandel führen zu einem Schub für Elektrifizierung und grünen Wasserstoff“, ist Finanzchef Asenkerschbaumer überzeugt. Für die damit verbundenen Geschäftschancen sieht er in den Lieferanten wichtige Partner für Bosch: „Unsere Zulieferer und Dienstleister tragen entscheidend zu vielen technischen Neuentwicklungen bei, die helfen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern oder natürliche Ressourcen zu schonen.“ Resilienz: Disruptionen verändern Lieferketten Bei Bosch sorgt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten für eine hohe Robustheit sowie Verfügbarkeit in den Lieferketten. Diese Strategie bewähre sich laut Asenkerschbaumer bei Krisen wie der Corona-Pandemie und aktuellen Marktengpässen erneut. Weltweit müssten sich allerdings Unternehmen und ihre Lieferanten frühzeitig auf Veränderungen im Falle andauernder Disruptionen von Lieferketten einstellen. „Bei Bosch sind wir darauf gut vorbereitet – wir verfolgen grundsätzlich einen dezentralen Ansatz, indem wir vor Ort in den Ländern unserer Kunden produzieren und auf ein standardisiertes weltweites Fertigungsnetzwerk setzen.“ Hinsichtlich des anspruchsvollen Geschäftsjahres geht der Finanzchef für 2021 von einem Einkaufsvolumen leicht über Vorjahresniveau aus. Nachhaltig: Preisträger der neuen Kategorie In der neuen Kategorie „Nachhaltigkeit“ zeichnet Bosch die Nachhaltigkeitsleistung seiner Lieferanten aus und legt dabei strenge Regeln an. „Zum Auftakt haben wir den Schwerpunkt auf die Aktivitäten im Klimaschutz gelegt“, sagte Dr. Arne Flemming, Leiter Supply Chain Management bei Bosch. „Um in die Vorauswahl zu kommen, mussten unsere Lieferanten neben einer exzellenten Gesamtleistung auch im renommierten Carbon Disclosure Project ein A- oder B-Rating vorweisen können.“ Eine Jury aus Einkaufs- und Nachhaltigkeitsexperten bewertete im nächsten Schritt Kriterien wie die Transparenz der CO 2 -Emissionen im Unternehmen, deren Reduktionsziele bis 2030 oder den Beitrag zu den CO 2 -Zielen von Bosch. Dieses Jahr erhalten der Halbleiterhersteller Infineon , das Softwareunternehmen Salesforce und der Büromöbelhersteller Steelcase die erstmals von Bosch für Nachhaltigkeit vergebene Auszeichnung. Infineon qualifizierte sich durch seine bereits langjährigen freiwilligen Aktivitäten zur CO 2 -Reduzierung in der Produktion sowie seiner umfassenden Unternehmensstrategie mit ehrgeizigen Nachhaltigkeitszielen. Salesforce überzeugte mit dem vollständigen Einsatz regenerativer Energien ab 2022 sowie den eigenen CO 2 -Einsparzielen gegenüber seiner Lieferantenbasis. Steelcase beeindruckte die Jury unter anderem durch seinen ganzheitlichen Ansatz zur CO 2 -Reduzierung – von der Auswahl nachhaltiger Materialien bis hin zu deren Wiederverwendung. 17. Bosch Global Supplier Award: Prämierung der besten Lieferanten Weltweit arbeiten bei Bosch rund 37 000 Mitarbeiter in Einkauf und Logistik daran, täglich etwa 240 Fertigungswerke mit Teilen oder Rohstoffen zu versorgen. Die besten seiner weltweiten Zulieferunternehmen zeichnet das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen regelmäßig mit einem „Bosch Global Supplier Award“ aus. Die Preisträger erhalten die Auszeichnung für ihre überdurchschnittliche Leistung bei der Herstellung und Lieferung von Rohstoffen, Produkten oder Dienstleistungen. Für die Prämierung bewertete eine Jury die Finalisten in den Kategorien „Indirekter Einkauf und Dienstleistungen“, „Rohmaterial und Komponenten“, „Komponenten pro Unternehmensbereich“ sowie in der Sonderkategorie „Nachhaltigkeit“. Seit 1987 vergibt Bosch alle zwei Jahre für die Spitzenleistung seiner Zulieferunternehmen die in Branchenkreisen anerkannten Auszeichnung. Die Überreichung der Preise erfolgt dieses Jahr pandemiebedingt in individueller Form. Eine Übersicht aller Preisträger findet sich hier .

Bosch und MAN mit VDA Logistik Award 2018 ausgezeichnet

01.02.2018

Pressemeldung

Einkauf und Logistik

Bosch und MAN mit VDA Logistik Award 2018 ausgezeichnet

Frankfurt am Main/Berlin - Zum ersten Mal geht in diesem Jahr der VDA Logistik Award an zwei Unternehmen: Die Robert Bosch GmbH wird für eine vernetzte Intralogistiklösung für Fertigungswerke prämiert. Die MAN Truck & Bus AG erhält den Preis für die innovative und transportkostenoptimierende Software „ConMa“ zur Leergutdisposition. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betonte bei der Preisverleihung im Rahmen des Forums Automobillogistik in Frankfurt: „Die heute ausgezeichneten Konzepte zeigen die enorme Innovationskraft unserer Industrie. Vernetzung und Digitalisierung werden nicht nur den Verkehr von morgen flüssiger und sicherer machen, sie ermöglichen zudem intelligente Logistiklösungen und neue Fabrikkonzepte. Die deutschen Unternehmen sind auch auf diesem Zukunftsfeld Schrittmacher.“ Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch verknüpft erfolgreich selbstentwickelte Lösungen wie „ProCon“ für die Produktionssteuerung und den innerbetrieblichen Transport. Dies umfasst Logistik-Abläufe vom Kundenbedarf über die Einplanung auf Maschinen und Anlagen bis hin zur Steuerung von klassischen und autonomen Transportmitteln. In über 50 Werken können durch den synchronen Datenaustausch und die Vernetzung digitaler Prozessschritte Buchungen, Nachbestellungen und beispielsweise Anpassungen von Kanbankreisläufen in Echtzeit automatisiert erfolgen. Lagerbestände und manuelle Tätigkeiten werden reduziert. So haben Mitarbeiter mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten, insgesamt steigt dadurch die Produktivität. „Bosch erwartet von der digitalen Vernetzung große Potenziale. Logistikketten werden dadurch effizienter, sicherer und flexibler – sowohl in der Intralogistik als auch in unseren weltweiten Wertschöpfungsnetzwerken“, sagt Andreas Reutter, Mitglied der Geschäftsleitung des Zentralbereichs Einkauf und Logistik der Robert Bosch GmbH. Die innerhalb von nur 8 Monaten eigenentwickelte Software „ConMa“ zur Optimierung der Leergutdisposition ist seit Oktober 2016 im Werksverbund der MAN Truck & Bus AG im Einsatz. Insgesamt wurden über die Software bereits über 6 Mio. Behälter verplant und verschickt. „ConMa“ wirkt sich auf alle Supply Chain Partner sehr positiv aus. Die Software bildet den kompletten Dispositionsprozess in einer Anwendung ab und stellt somit eine werksübergreifende Standardisierung der Prozesse sicher. Dabei sorgen intelligente Algorithmen für eine bessere Transportauslastung und einen hohen Automatisierungsgrad. So konnten Liefertreue und Produktivität gesteigert, Transportkosten reduziert und CO₂-Emissionen minimiert werden. „Mit ,ConMa‘ wurde das Container Management bei MAN neu gedacht“, so die beiden Projektleiter Dr. Matthias Conze und Fabian Maier. „Wir sind stolz, die Software in so kurzer Zeit an all unseren Standorten eingeführt und dabei so große Akzeptanz erfahren zu haben. Dies war nur möglich, indem wir von Anfang an die Anwender eng in einen agilen Entwicklungsprozess eingebunden haben.“