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Bosch kombiniert Industrie 4.0 mit KI

03.03.2021

Factsheet

Industrie 4.0

Bosch kombiniert Industrie 4.0 mit KI

Stuttgart – Bosch entwickelt die Fabrik der Zukunft. Dafür setzt das Unternehmen auf Industrie 4.0 . Produkte werden zunächst in eigenen Werken getestet und validiert, ehe Bosch diese auf dem externen Markt anbietet. Das Portfolio reicht von Softwarepaketen für Produktion und Logistik über Robotik für Fertigung und Transport bis hin zu Assistenzsystemen für Mitarbeiter. Einen zusätzlichen Schub verspricht sich das Unternehmen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. So hilft KI etwa, den Ausschuss in Fabriken zu reduzieren oder die Auslastung von Maschinen und Anlagen zu erhöhen.KI-Einsatz: Bosch-Beispiele aus der Produktion Industrie 4.0 kombiniert mit Künstlicher Intelligenz unterstützt dabei, komplexe Aufgaben zu lösen. Die vernetzte Produktion liefert Daten, die KI wertet sie aus. So kommt Künstliche Intelligenz beispielsweise bei der Planung von Produktionsprozessen in hochautomatisierten Chipfabriken wie dem Bosch-Halbleiterwerk in Reutlingen zum Einsatz, um die Wafer zeit- und kostensparend durch bis zu 1000 Bearbeitungsschritte zu steuern. Das steigert den Wafer-Durchsatz um fünf Prozent, und die Investition rechnet sich schon nach drei Monaten. Auch in der Qualitätskontrolle nutzt Bosch Künstliche Intelligenz. Am Standort Immenstadt wissen die Montage-Mitarbeiter, dass das getestete Bauteil fehlerhaft ist, wenn im Prüfstand für ABS-Systeme der Bildschirm rot aufleuchtet. Das Ergebnis liefert ein selbstlernendes System, welches auf Basis gesammelter Daten Fehler-Muster erkennt und so relevante von nicht-relevanten Fehlermeldungen unterscheidet. Die hohe Erfolgsquote wird durch wöchentliches Re-Training der Algorithmen ständig verbessert. Um Qualitätsverbesserung geht es auch im Bosch-Rexroth-Werk in Homburg. Werkzeugmaschinen bearbeiten dort Hydraulik-Ventilgehäuse für mobile Anwendungen wie Traktoren. Auf Basis der von Werkzeugmaschinen erfassten Daten lassen sich mit Machine-Learning-Methoden echtzeitnahe Aussagen zur Qualität der Werkstücke treffen. Bei Bedarf werden Fertigungsprozesse umgehend angepasst und so Ausschuss reduziert. Zudem entfallen mit der serienreif entwickelten KI-Anwendung aufwändige nachgelagerte Labormessungen. KI-Lösungen: Bosch-Entwicklungen für eigene Werke und für Kunden Der Bosch-Sondermaschinenbau hat mit „Machine Vision AI“ eine Applikationsplattform für die maschinelle optische Inspektion von Werkstücken konzipiert, die dabei hilft, schwer zu identifizierende Merkmale wie Kratzer und Ausbrüche in Oberflächen oder Defekte in Schweißnähten nachzuweisen. Dabei besticht die Lösung durch eine einfache Handhabung und hohe Reproduzierbarkeit. Derzeit wird die Technologie sukzessive in Bosch-Werken ausgerollt. Bereits in Fabriken etabliert und am Markt verfügbar, ist der APAS inspector von Bosch Rexroth, ein Produktionsassistent zur automatischen optischen Inspektion. Dank lernender Bildverarbeitungssoftware lässt sich das System jederzeit „nachtrainieren“, ohne dass umfangreiche Programmierkenntnisse der Mitarbeiter erforderlich sind. Auch zu einer ressourcenschonenden Produktion kann KI einen Beitrag leisten. Über 100 Bosch-Werke und -Standorte setzen auf die Energy Platform aus dem Industrie-4.0-Portfolio, die auch extern angeboten wird. Die Plattform verwendet intelligente Algorithmen, um kurzfristig Abweichungen im Energieverbrauch von Maschinen zu erkennen und Lastspitzen aufzufangen. So lässt sich der Kohlendioxidausstoß in Fabriken weiter reduzieren; im Industrie-4.0-Leitwerk von Bosch in Homburg beispielsweise binnen zwei Jahren um gut zehn Prozent. Bosch erweitert die Energy Platform jetzt um ein sogenanntes Balancing Energy Network . Diese Softwarelösung nutzt KI, um die Energieflüsse in einem Produktionsbetrieb zu steuern und zu optimieren. Das hilft nicht nur, die Energieeffizienz zu verbessern, sondern ermöglicht auch die optimale Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen. So entstehen „Fahrpläne“ für einen flexiblen Verbrauch. Ursprünglich für Produktionsanlagen entwickelt, hat die Software das Potenzial, allen Arten von größeren Gebäudekomplexen wie Krankenhäusern, Einkaufszentren oder Sportarenen zu helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Industrie 4.0: Bosch ist Pionier und Taktgeber Seit 2012 arbeitet Bosch daran, Produktion und Logistik zu vernetzen. In nahezu allen Bosch-Werken sind Industrie 4.0-Lösungen im Einsatz. Die Projekte liefern messbaren Mehrwert: Mit Hilfe von Industrie 4.0 ist es möglich, die Produktivität an einzelnen Standorten um bis zu 25 Prozent zu steigern. Zu den Industrie 4.0-Lösungen zählt die von Bosch Connected Industry entwickelte Software Nexeed, mit der sich die Produktion in Echtzeit steuern, überwachen und kontrollieren lässt. Validiert und eingesetzt in Bosch-Fabriken, überzeugt Nexeed bereits über 100 Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen, darunter BMW und der Sensorhersteller Sick. Während sich Bosch Connected Industry auf Industrie-4.0-Software für die Produktion konzentriert, bietet die Einheit Bosch.IO cloudbasierte IoT-Lösungen mit Schwerpunkt Logistik sowie KI-basiertes Energiemanagement. Bosch Rexroth entwickelt smarte Hardware, intelligente Robotik wie APAS oder ActiveShuttle und wegweisende Automatisierungstechnik für die Fabrik der Zukunft. Mit ctrlX Automation hat das Unternehmen jetzt eine offene, 5G-fähige Steuerung auf den Markt gebracht. Komplettiert wird das Industrie 4.0-Portfolio durch Leistungen von Bosch Manufacturing Solutions: Der Sondermaschinenbau bietet maßgeschneiderte Produktionssysteme von der Montage bis hin zur Prozess- und Prüftechnik.

Bosch-Werk in Feuerbach: Tradition trifft Moderne

05.10.2020

Factsheet

Wirtschaft

Bosch-Werk in Feuerbach: Tradition trifft Moderne

In Feuerbach befindet sich der älteste und größte Bosch-Standort weltweit. Robert Bosch hat ihn 1909 selbst gegründet. Das darin eingebettete Bosch-Werk in Feuerbach blickt auf mehr als 100 Jahre zurück. Es hat Geschichte – und es hat Zukunft. Das Werk geht mit der Zeit und setzt auf Fortschritt durch Industrie 4.0. Produktion, Wartung, Transport und Überwachung: Die aktuell mehr als 550 vernetzten Maschinen im Werk machen dies auf moderne Weise möglich. So erlaubt beispielsweise Condition Monitoring eine grafische Darstellung des Maschinenzustands – ähnlich eines Gesundheitschecks beim Menschen. Dadurch bewahren Mitarbeiter stets den Durchblick, um im richtigen Moment das Richtige zu tun. Das Ergebnis: Maschinenstillstände werden reduziert, die Produktionsleistung erhöht. Auch in der Logistik sorgt die durchgängige Vernetzung für erhebliche Prozessverbesserungen und mehr Transparenz. Mit dem intelligenten Supermarkt und seinem Put-to-Light-System ist beispielsweise das Ein- und Ausbuchen von Material im fertigungsnahen Materiallager automatisiert und die Befüllung vereinfacht. Teileentnahmen werden im Bestandssystem gebucht und Wiederbeschaffungsbestellungen automatisch ausgelöst. Die Transportaufträge übernehmen digitalisierte Milkruns und autonome ActiveShuttles. Neben dem umfassenden Einsatz von Softwarelösungen treibt das Werk in Feuerbach auch die Mensch-Maschine-Kollaboration voran. APAS, der automatische Produktionsassistent, arbeitet Hand in Hand mit Menschen – und das ohne Schutzzaun. Industrie 4.0 verändert die Produktion und damit auch Jobprofile. Dieser Tatsache trägt das Werk in Feuerbach Rechnung. So starteten im Frühjahr 2018 Facharbeiter aus Feuerbach die neue, bundesweite Qualifizierung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zur Fachkraft für Industrie 4.0. Darüber hinaus leistet die Fabrik Pionierarbeit bei 5G-Mobilfunknetzen für den gesamten Bosch-Fertigungsverbund mit seinen rund 250 Werken: Bosch hat für das Werk in Stuttgart-Feuerbach eine Lizenz zur Frequenznutzung für ein privates 5G-Netz beantragt und erhalten. Geplant ist, den Netzaufbau im Jahr 2020 zu realisieren. Allgemeines zum Werk Werksname Bosch-Werk Feuerbach Gründung 1909 Fläche rund 109 100 m² Mitarbeiter rund 3 000 Produkte Hochdruckpumpen und Komponenten für die Abgasnachbehandlung Kernkompetenzen Leitwerksfunktion, Digitalisierung/Industrie 4.0, C-Beschichtung, Taktile Messtechnik, Bainitisches Härten Geschäftsbereich Powertrain Solutions Zahlen, Daten, Fakten zu Industrie 4.0 in Feuerbach Mehr als 550 vernetzte Maschinen. Verkürzung der Zykluszeit in der Produktion um 10 Prozent. Reduzierung des administrativen Aufwands für das Shopfloor Management um über 50 Prozent mit Hilfe der interaktiven Kommunikationsplattform Active Cockpit. Senkung des Energiebedarfs um über 50 Prozent (Stand Januar 2019 im Vergleich zu 2007) unter anderem durch intelligente Vernetzung verschiedener Datenquellen.

Wie Bosch-Fabriken den Klimaschutz vorantreiben

09.07.2020

Factsheet

Wirtschaft

Wie Bosch-Fabriken den Klimaschutz vorantreiben

Stuttgart – Grün, smart, erfolgreich. Die Zukunft der Industrie liegt in der Kombination, sie führt zusammen, was zusammengehört und bringt Ökologie und Ökonomie in Einklang. Unternehmen stellt dies vor große Herausforderungen. So entfallen beispielsweise in Deutschland etwa ein Fünftel der CO 2 -Emissionen auf die Industrie. Vor allem Produktionsprozesse sowie indirekte Emissionen aus Fremdstrom- und Wärmebezug rücken in den Fokus. Bosch hat 2019 weltweit rund 1,94 Millionen Tonnen CO 2 ausgestoßen (Scope 1+2) – etwa 90 Prozent entstammen der Produktion. Welche Maßnahmen das Unternehmen auf dem Weg zur klimaneutralen Fertigung ergreift, zeigen Beispiele aus Bosch-Werken in Deutschland, Frankreich, Indien, Mexiko und Schweden.Salzgitter und Wernau – Wasserstoff als wichtiger Baustein für die Energiewende In Salzgitter arbeitet Bosch gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und weiteren ansässigen Unternehmen daran, ein von der Stadt und dem Land Niedersachsen gefördertes Zentrum für Wasserstoff zu errichten, den sogenannten Wasserstoff-Campus. In einem Pilotprojekt werden die Potentiale von Wasserstoff zur Reduktion der CO 2 -Footprints von Fabriken erforscht. Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für die Energiewende. Mit Hilfe von grünem Strom werden in einem Elektrolyseur aus Wasser der Energieträger Wasserstoff sowie Sauerstoff erzeugt. Der Wasserstoff kann Brennstoffe wie Öl oder Erdgas in der Stahl- und Chemieindustrie ersetzen. Eingesetzt in Brennstoffzellen treibt er Züge oder Autos an. Im Bosch-Werk in Salzgitter soll Wasserstoff speziell zur Erprobung der Energieversorgung einer Fabrik verwendet werden. Die Projektpartner beginnen noch in diesem Jahr mit dem Aufbau des Wasserstoff-Campus. Ab 2021 startet die Hochlaufphase mit dem Ziel, eine 50-MW-Elektrolyseanlage aufzubauen. Pro Jahr lassen sich so rund 7 500 Tonnen Wasserstoff erzeugen und bis zu 41 000 Tonnen CO 2 einsparen. Am Bosch-Trainingszentrum in Wernau wird eine Brennstoffzellen-Pilotanlage auf SOFC-Basis in Betrieb genommen. SOFC steht für Solid Oxide Fuel Cell oder Festoxid-Brennstoffzelle. Die Anlage besteht aus drei Brennstoffzellen-Geräten für stationäre Anwendungen, die die bestehende Stromversorgung des Werks in Wernau CO 2 -sparend ergänzen und die weitere Entwicklung dieser dezentralen Energiesysteme vorantreiben. Im Vergleich zum Strom-Mix in Deutschland spart ein SOFC-Brennstoffzellensystem selbst beim Betrieb mit Erdgas bis zu 40 Prozent an CO 2 -Emissionen. Wird die Brennstoffzelle mit Wasserstoff oder Ökogas betrieben, fallen gar keine direkten CO 2 -Emissionen mehr an. Eine SOFC-Einheit mit einer Leistung von 10 kW kann den Jahresstrombedarf von mehr als 20 Vier-Personen-Haushalten decken. Im Werk Wernau bedeutet dies, dass der Energiebedarf eines Gebäudes innerhalb des Werkes fast komplett durch die drei Brennstoffzellengeräte abgedeckt werden kann.Homburg – Daten nutzen, Energie sparen, Effizienz steigern Das energieeffiziente, selbstlernende Werk – dieser Vision kommt das Bosch-Werk in Homburg immer näher. Der Standort hat durch den Einsatz vernetzter Sensoren, selbstprogrammierter Algorithmen und Effizienzumbauten an Maschinen in den vergangenen beiden Jahren rund 4 500 Tonnen Kohlendioxid eingespart, seit 2007 sind es sogar mehr als 25 000 Tonnen CO 2 . Der Ansatz: Maximale Transparenz trifft technische Innovation. Mithilfe von rund 12 000 Messpunkten werden Daten der Anlagen in der Bosch-eigenen Energiemanagement-Plattform zusammengeführt. Die Mitarbeiter können so den Verbrauch jeder einzelnen Maschine verfolgen und verbrauchsoptimiert steuern. Zu den technischen Lösungen zählen bedarfsorientierte Regulierung der Hallenlüftung, Wärmerückgewinnung aus diversen Bearbeitungsprozessen und nicht zuletzt das Abschaltmanagement der Anlagen. Darüber hinaus setzt der Standort auf eine Effizienz-Technologie der Zukunft: In Homburg wurde im vergangenen Jahr der Prototyp einer von Bosch entwickelten stationären Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle ist in die Energieversorgung des Standorts eingebunden und deckt Bedarfsspitzen an elektrischer Energie ab.Reutlingen – Abwärme intelligent genutzt Das Werk in Reutlingen fertigt in vollklimatisierten Reinräumen und hat ganzjährig Wärmebedarf. Bislang wurde dies über Heizkessel abgedeckt. Die Wärme in den Sommermonaten blieb weitestgehend ungenutzt. Die Lösung: Durch den gezielten Einsatz von Wärmetauschern im Heizungsnetz ließ sich die Temperaturkurve des Heizkreises systematisch senken und so die zur Verfügung stehende Abwärme flächendeckend am gesamten Standort zum Heizen nutzen. Zudem wird Energie gespart, die bisher aufgewendet werden musste, um überschüssige Wärme abzuführen. Die Heizkessel werden nun bedarfsgesteuert genutzt und praktisch in den gesamten Sommermonaten abgeschaltet. Dadurch reduziert sich die Betriebszeit der Wärmeerzeugung von 7 500 Stunden auf 4 000 Stunden pro Jahr. Hinzu kommt eine jährliche Reduzierung des Energieverbrauchs um 3 000 Megawattstunden und einer Reduzierung der Emissionen von 700 Tonnen CO 2 .Feuerbach – energieeffizient dank Mensch und Maschine Das Werk in Feuerbach blickt auf mehr als 100 Jahre zurück und ist in den ältesten und größten Standort der Robert Bosch GmbH eingebettet. Gegründet 1909, hat sich das Feuerbacher Werk kontinuierlich und konsequent modernisiert und die Energieeffizienz kontinuierlich gesteigert. Das Team vor Ort setzt dabei auf Energiemonitoring und die Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Schulungen in der so genannten Energieerlebniswelt. Mittels erfolgreicher Projekte, wie zum Beispiel Wärmerückgewinnung, Raumautomation, Abschaltmanagement und Hallensanierungen, konnte das Werk den Energiebedarf im Vergleich zum Jahr 2007 um mehr als 50 Prozent reduzieren und seinen CO 2 -Ausstoß um 47 Prozent senken.Nashik, Indien – CO 2 -Einsparung aus eigener Kraft Bosch Indien verfolgt die CO 2 -Neutralität mithilfe natürlicher Energiequellen. Angespornt von der Idee, den Standort tagsüber komplett regenerativ zu versorgen, begann das Team am Standort Nashik 2015 mit der Installation erster Photovoltaikanlagen. Mittlerweile erzeugen 50 000 Solarpanels auf Dächern, Parkplätzen und freistehenden Flächen rund 20 Prozent des vom Werk jährlich benötigten Energiebedarfs. Der Standort verringerte seinen CO 2 -Ausstoß seit 2015 um rund 25 000 Tonnen und sparte über 33 000 Megawattstunden ein. Das entspricht einem Energiebedarf von rund 24 500 indischen Haushalten. Auch für die Reinigung der Module haben die Bosch-Experten eine umweltschonende Lösung entwickelt: Das Wasser wird mehrfach recycelt.Rodez, Frankreich – nachhaltiges Heizsystem Den CO 2 -Fußabdruck verkleinern – mit diesem Ziel hat das Team am Standort Rodez in Frankreich 2009 seine Planungen begonnen. Seit 2013 versorgt ein eigenes Biomasseheizwerk den Standort. In der Anlage werden Holzschnitzel verbrannt, die das Werk aus der lokalen Forstwirtschaft bezieht. Die dabei entstehende Energie nutzt Rodez für die Erzeugung von Warmwasser und Prozesswärme. Durch den Einsatz der Holzschnitzelanlage deckt der Standort durchschnittlich 90 Prozent seines Heizbedarfs. Jährlich werden rund 6 600 Tonnen Holzschnitzel benötigt. Bei der Verbrennung dieser Biomasse wird lediglich die Menge an CO 2 frei, die die Bäume zuvor der Atmosphäre entzogen haben. Pro Jahr reduziert das Werk seine Emissionen um rund 600 Tonnen.Bosch in Mexiko – regenerative Energien decken vier Fünftel des Bedarfs Mexiko ordnet seine Energieversorgung neu. Die mexikanische Energiereform sieht vor, 35 Prozent des Strombedarfs bis 2024 aus nicht fossilen Energiequellen zu erzeugen. Die geografische Lage und die klimatischen Bedingungen, mit vielen Sonnenstunden und windertragreichen Gegenden sowie eine engagierte Förderung durch Politik und Unternehmen, bieten eine gute Basis. Bosch ist Teil dieser Bewegung und setzt hohe Maßstäbe: Bis zu 80 Prozent des Strombedarfs vieler Bosch-Standorte in Mexiko wird über Exklusiv-Bezug aus einem Windpark, „Dominica“ im Bundesstaat San Luis Potosí, abgedeckt. Von 2015 bis 2019 hat Bosch Mexiko seine CO 2 Emissionen bereits um 250 000 Tonnen reduziert.Mellansel, Schweden – energieeffiziente Lackiertechnik Eine der flexibelsten und umweltschonendsten Lackierereien im europäischen Maschinenbau befindet sich in Mellansel in Schweden: Das Bosch Rexroth-Werk lackiert unter anderem Schwerlast-Hydraulikmotoren für Recyclinganlagen und Anlagen zur Rohstoffförderung. Motoren, die später mit Salzwasser in Kontakt kommen, erhalten dort mehrere Schichten Korrosionsschutz. Die Temperatur und das Mischungsverhältnis von Wasser und Farbpigmenten werden dabei genau überwacht, so dass die überschüssige Wärme zurückgewonnen werden kann. Der Energieverbrauch liegt dadurch um 75 Prozent niedriger als vorher.

300-Millimeter-Halbleiterwerk Dresden

30.09.2019

Factsheet

Vernetzte Mobilität

300-Millimeter-Halbleiterwerk Dresden

Allgemeine Informationen Investitionssumme rund eine Milliarde Euro Grundstück ca. 100 000 m² (ca. 14 Fußballfelder) Gesamtnutzfläche ca. 72 000 m² Fertigungs- und Büroflächen Bauverlauf Spatenstich Frühjahr 2018 Maschineninstallation Mitte/Ende 2019 Pilotproduktion ab Ende 2021 Mitarbeiter im Endausbau bis zu 700 Gesuchte Berufsqualifikationen Experten aus der Halbleiterindustrie, wie Prozess-, Produktions- oder Instandhaltungsingenieure, Mathematiker, Softwareentwickler sowie Berufserfahrene aus Studienrichtungen wie Physik, Chemie und Mikrosystemtechnik Fertigungstechnologie Hochautomatisierte Halbleiterproduktion (300-mm-Siliziumsubstrate (Wafer) mit Strukturbreiten bis 65 nm; 1 nm ist ein Millionstel Millimeter) Vernetzte Produktion Pro Sekunde übertragen die Maschinen ein Gigabit Produktionsdaten. Täglich entstehen Datenmengen, die umgerechnet mehr als 42 Millionen beschriebene Blatt Papier mit einem Gewicht von 22 Tonnen ergäben.Informationen zum Bauwerk Gesamtbaumasse 600 000 m³ Betonbedarf ca. 66 500 m³ (etwa 8 300 LKW-Betonmischer) Stahlbedarf ca. 16 400 Tonnen (etwa 30 A380-Passagierflugzeuge) Erdbewegungen/-aushub ca. 90 000 m³ (etwa 7 500 Lkw-Ladungen) Bohrpfähle für das Fundament ca. 860 Stück Bodenplatte 100 cm Dicke Länge der Rohrleitungen ca. 80 km Länge der Elektroleitungen ca. 380 km (2 x Strecke Berlin-Dresden)Internetquellen Stellenbörse für Bewerber www.bosch-career.de/jobs Standortseite Dresden www.bosch.de/unser-unternehmen/bosch-in-deutschland/dresden Halbleiter von Bosch www.bosch-semiconductors.com

07.12.2018

Factsheet

Internet of Things

AVIOTEC von Bosch erhält die weltweit erste VdS-Anerkennung zur visuellen Brandü ...

Die videobasierte Branderkennung AVIOTEC von Bosch hat am 16.11.2017 die weltweit erste Anerkennung der VdS Schadenverhütung GmbH (kurz VdS) als automatische Videokamera zur visuellen Brandüberwachung mit der Nummer G217090 erhalten. Der VdS ist ein akkreditiertes und zertifiziertes Prüfinstitut für Unternehmenssicherheit, das durch sein abgestimmtes Regelwerk internationale Sicherheitsstandards setzt. Das VdS-Qualitätssiegel gilt als wichtiges Investitionskriterium und dient oft als Basis späterer EN-Normierungen.VdS hat für die videobasierte Branderkennung ein anspruchsvolles Prüfverfahren unter Einbeziehung der bewährten VdS-Richtlinien 2203, „Anforderungen an Brandschutz-Software“, sowie der „Vorgaben zur Prüfung von Flammenmeldern“ entwickelt. Diese Prüfungen hat AVIOTEC IP starlight 8000 als weltweit erstes Produkt bestanden. Geprüft wurde die Immunität gegen Fehlalarme, aber auch die langfristige Funktionssicherheit und die Zuverlässigkeit unter erschwerten Umweltbedingungen sowie betriebsbedingt auftretenden mechanischen Einflüssen. Licht ist schneller als Rauch Der entscheidende Vorteil der videobasierten Branderkennung ist ihre Schnelligkeit. Sie erkennt Brände visuell direkt an der Quelle, ganz unabhängig von der Migration des Rauchs zum Melder. Diese Schnelligkeit der Detektion betont auch Philipp Mondrik, Projektverantwortlicher des VdS: "Generell zeigten unsere Prüfungen auch, dass man bei dieser videobasierten Branderkennung unter idealen Bedingungen sogar von einer „Brandfrühesterkennung“ sprechen kann". Das wichtige Prüfungskriterium Immunität gegen Fehlalarme erfüllt Bosch in besonderem Maße, da die auf Basis eines physikalischen Rauch- und Flammenmodells entwickelten Algorithmen zur Branderkennung brandspezifische Eigenschaften präzise definieren und klar von möglichen Störgrößen abgrenzen. Somit bietet AVIOTEC nicht nur eine sehr schnelle, sondern auch eine zuverlässige und robuste Lösung für die videobasierte Branderkennung, jetzt auch mit VdS-Anerkennung.

Bosch in Nürnberg: Neue Ideen für Industrie 4.0

30.11.2018

Factsheet

Internet of Things

Bosch in Nürnberg: Neue Ideen für Industrie 4.0

Moderne Produktionsverfahren, Künstliche Intelligenz, Mensch-Maschine-Interaktion – das Bosch-Werk in Nürnberg setzt auf zukunftsweisende Ideen und Technologien. In Nürnberg fertigen rund 2 000 Mitarbeiter Produkte im Bereich Antriebstechnik. Auf dem Gebiet des 3D-Drucks ist das Werk Know-how-Träger und dient als Kompetenzzentrum für Bosch. Mit Hilfe des 3D-Drucks sind hochkomplexe Teile, die mit konventioneller Technik nicht herstellbar sind, innerhalb von 24 Stunden verfügbar. Prototypen und Kleinstserien lassen sich so kostengünstig und schnell realisieren. Darüber hinaus nutzt das Werk in Fertigung und Logistik autonome Transportsysteme wie Active Shuttle, die Materialien aus dem Lager direkt und bedarfsgesteuert in die Produktion bringen. Das reduziert Bestände und spart Ressourcen. Auch kollaborative Roboter wie APAS und YUMI sind in Nürnberg im Einsatz und entlasten Mitarbeiter. Bei der Qualitätskontrolle setzt das Werk künftig auf Künstliche Intelligenz: Fehler werden so deutlich häufiger und exakter erkannt, als es das menschliche Auge zu leisten vermag. Allgemeines zum Werk Standort Nürnberg Gründung 1957 Fläche 126 991 m2 Mitarbeiter Rund 2 000 Produkte Hochdruckpumpen, Druckventilregler, Aktuatoren, Hubmagneten und Rücksaugpumpen Geschäftsbereich Powertrain Solutions Zahlen, Daten, Fakten zu Industrie 4.0 in Nürnberg 16 Fertigungslinien sind im Werk voll vernetzt. Leitwerk im Bereich Antriebstechnik für zwölf Bosch-Standorte weltweit. Bosch-Kompetenzzentrum für 3D-Druck. Pilotprojekt 2018 im Bereich Qualitätskontrolle: mit Hilfe Künstlicher Intelligenz 7 000 Produkte erfolgreich getestet.

28.06.2018

Factsheet

Wirtschaft

Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC)

Hauptsitz Robert-Bosch-Platz 1 70839 Gerlingen Mitarbeiter Rund 30 weltweit Leitung Dr. Ingo Ramesohl, Geschäftsführer Philipp Rose, Geschäftsführer Unternehmen RBVC ist der Venture-Capital (VC)-Arm der Bosch-Gruppe. Als Tech-Investor sucht RBVC weltweit nach innovativen Start-ups aller Entwicklungsphasen, die das Potenzial haben, die Spielregeln ganzer Branchen zu verändern. Im Fokus der Investitionstätigkeit sind Technologieunternehmen, die an Themen arbeiten, die für Bosch aktuell und künftig von Bedeutung sind. Darüber hinaus investiert RBVC in ausgewählte regionale oder branchenspezifische unabhängige VC-Fonds. Fondsvolumen Derzeit dritter Fonds: 150 Mio. Euro; vorherige Fonds: 120 beziehungsweise 150 Mio. Euro (Gesamtinvestition pro Portfoliounternehmen liegt in der Regel zwischen 5 und 15 Mio. Euro bei einer Unternehmensbeteiligung von 10 bis 25 Prozent des Eigenkapitals). Beteiligungen Aktuell ist RBVC weltweit an mehr als 35 Unternehmen beteiligt. Netzwerk Bei der Suche nach neuen Investments arbeitet RBVC mit anderen VCs, Start-ups und Unternehmen sowie einem Netzwerk aus Universitäten und Start-up-Acceleratoren zusammen.Investmentstrategie Investmentfokus Automatisierung und Elektrifizierung Mobilitätslösungen Healthcare Energieeffizienz Künstliche Intelligenz (KI) / Deep Learning Internet der Dinge (IoT) Analytics Disruptive Computerarchitekturen (Hardware/Software) Augmented und Virtual Reality (AR/VR) Blockchain, Distributed Ledger Aktiver Investor RBVC agiert wie ein institutioneller VC auf dem internationalen Wagniskapital- und Beteiligungsmarkt. Zudem öffnet RBVC sein Netzwerk in- und außerhalb von Bosch, dabei unterstützt der VC-Arm bei Aufbau und Skalierung von Geschäftsmodellen sowie bei der Industrialisierung von Produkten.Vorgehensweise Investitionen Erstfinanzierungen (Series A/B): Drei bis fünf Mio. Euro Weitere Finanzierungsrunden: bis zu einer Gesamtinvestition von 15 Mio. Euro Selektive Seed-Finanzierungen: bis zu 0,5 Mio. Euro Gezielte Investitionen in andere Venture-Capital-Fonds,um internationale und industrielle Netzwerke auszubauen Investitionsarten Währungsunabhängige Eigenkapital-Beteiligungen Investitionen in China in lokaler Währung Renminbi Brückenfinanzierungen und SAFE-Notes Token-/Krypto-InvestitionenAuszug aus Portfolio -Unternehmen AImotive (HU) entwickelt ein neuartiges Computer-Vision-System für automatisch oder teilautomatisch fahrende Fahrzeuge. Es basiert überwiegend auf der Auswertung von Kamerabildern, aber auch Radar- und Lidarsignalen mit KIVerfahren. Zudem bietet es neben der Software auch Embedded-Hardwarelösungen sowie ein Simulations- und Verifikationspaket an. Graphcore (UK) entwickelt neuartige Prozessoren (Intelligent Processing Units, IPUs). Die vollständig neue Prozessorarchitektur ist speziell auf die Anforderungen von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz ausgerichtet. Die IPUs können KI-Anwendungen in der Cloud oder im Rechenzentrum deutlich beschleunigen. IOTA (DE) hat die Kryptowährung IOTA auf Basis der Tangle- Technologie entwickelt, die mit Blockchain verwandt ist. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Abrechnung von kleinen Beträgen in der M2M-Kommunikation (Machine-to- Machine), etwa die automatische Bezahlung an Ladestationen für Elektroautos. Poka (CAN) entwickelt eine Cloud-Lösung für Wissensmanagement und Mitarbeiterschulungen in der Industrieproduktion, vergleichbar mit einem „Youtube-System“ für die Fertigung. Damit können Unternehmen auf den Bedarf an flexiblen, hochqualifizierten Mitarbeitern durch immer komplexere und stark automatisierte Fertigungslinien reagieren. Prophesee (FR) hat eines der am weitesten fortgeschrittenen neuromorphen Sehsysteme für Maschinen, Roboter und fahrerlose Autos entwickelt. Es basiert auf Neuronetzen und nutzt sehr schnell arbeitende Bildsensoren. Sensoro (CN) produziert Beacons und kabellose Sensoren für den industriellen Einsatz. Das funkbasierte Sensornetzwerk macht Umgebungsdaten für IoT-Applikationen verfügbar. Es ist dabei intuitiv zu bedienen und leicht zu überwachen. Sensoro hat bereits große Städte und Regionen in China vernetzt.

25.06.2018

Factsheet

Wirtschaft

Grundsteinlegung 300-Millimeter-Halbleiterwerk Dresden

Allgemeine Informationen Investitionssumme rund eine Milliarde Euro Grundstück ca. 100 000 m2 (ca. 14 Fußballfelder) Gesamtnutzfläche ca. 72 000 m² Fertigungs- und Büroflächen Bauverlauf Spatenstich Frühjahr 2018 Maschineninstallation Mitte/Ende 2019 Pilotproduktion ab Ende 2021 Mitarbeiter im Endausbau bis zu 700 Gesuchte Berufsqualifikationen Experten aus der Halbleiterindustrie, wie Prozess-, Produktions- oder Instandhaltungsingenieure, Mathematiker, Softwareentwickler sowie Berufserfahrene aus Studienrichtungen wie Physik, Chemie und Mikrosystemtechnik Fertigungstechnologie Hochautomatisierte Halbleiterproduktion (300-mm-Siliziumsubstrate (Wafer) mit Strukturbreiten bis 65 nm; 1 nm ist ein Millionstel Millimeter) Vernetzte Produktion Pro Sekunde übertragen die Maschinen ein Gigabit Produktionsdaten. Täglich entstehen Datenmengen, die umgerechnet mehr als 42 Millionen beschriebene Blatt Papier mit einem Gewicht von 22 Tonnen ergäben.Informationen zum Bauwerk Gesamtbaumasse 600 000 m³ Betonbedarf ca. 66 500 m³ (etwa 8 300 LKW-Betonmischer) Stahlbedarf ca. 16 400 Tonnen (etwa 30 A380-Passagierflugzeuge) Erdbewegungen/-aushub ca. 90 000 m³ (etwa 7 500 Lkw-Ladungen) Bohrpfähle für das Fundament ca. 860 Stück Bodenplatte 100 cm Dicke Länge der Rohrleitungen ca. 80 km Länge der Elektroleitungen ca. 380 km (2 x Strecke Berlin-Dresden)Internetquellen Stellenbörse für Bewerber www.bosch-career.de/jobs Standortseite Dresden www.bosch.de/unser-unternehmen/bosch-in-deutschland/dresden Halbleiter von Bosch www.bosch-semiconductors.com

24.04.2018

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Vernetzte Mobilität

Neue Halbleiter-Fertigung von Bosch in Dresden

Allgemeine Informationen Investitionssumme rund 1 Milliarde Euro Bauablauf Stützmauer November 2017 Gründungsarbeiten März 2018 Spatenstich April 2018 Fertigstellung Maschineninstallation Ende 2019 Produktionsstart Ende 2021 Grundstück(e) Hauptflurstück rund 67 000 m² Gesamtfläche rund 95 000 m² Gebäude Fertigungs-, Versorgungs- und Bürogebäude mit insgesamt rund 72 000 m² davon rund 10 000 m² Fertigungsfläche Mitarbeiter am Standort bis zu 700 (geplant) Fertigungsprozess Vollautomatisiert auf Basis 300mm Siliziumsubstrate (Wafer) mit kleinsten Strukturbreiten perspektivisch bis 65 nmInformationen zur Halbleiter-Fertigung bei Bosch Aktuelles Portfolio Beschleunigungs-, Drehraten-, Massenfluss-, Druck- und Umweltsensoren sowie Mikrofone, Leistungshalbleiter und anwendungsspezifische Schaltungen (ASICs) für Fahrzeugsteuergeräte Fertigungsstandorte Reutlingen, Baden-Württemberg (150mm- und 200mm-Technologie) Produktion Aus Reutlingen fertigt Bosch täglich rund 4,5 Millionen MEMS-Komponenten und rund 1,5 Millionen ASICs Vertrieb Bosch Sensoren im Gegensatz zu den Halbleitern werden nicht nur für den Eigenbedarf gefertigt, sondern zum größten Teil vermarket Patente Bosch hält mehr als 1 000 Patente und Patentanmeldungen im Bereich der MEMS-Technologie Auszeichnung Deutscher Zukunftspreis 2008 für den Durchbruch in der „Oberflächen-Mikromechanik“ Historie Seit mehr als 45 Jahren entwickelt mikroelektronische Bauteile und Systeme; vor 20 Jahren hat Bosch den Halbleiter-Fertigungsprozess für mikroelektromechanische Systeme (MEMS) entwickelt und ist heute einer der führenden Hersteller