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Bosch-Werk in Feuerbach: Tradition trifft Moderne

05.10.2020

Factsheet

Wirtschaft

Bosch-Werk in Feuerbach: Tradition trifft Moderne

In Feuerbach befindet sich der älteste und größte Bosch-Standort weltweit. Robert Bosch hat ihn 1909 selbst gegründet. Das darin eingebettete Bosch-Werk in Feuerbach blickt auf mehr als 100 Jahre zurück. Es hat Geschichte – und es hat Zukunft. Das Werk geht mit der Zeit und setzt auf Fortschritt durch Industrie 4.0. Produktion, Wartung, Transport und Überwachung: Die aktuell mehr als 550 vernetzten Maschinen im Werk machen dies auf moderne Weise möglich. So erlaubt beispielsweise Condition Monitoring eine grafische Darstellung des Maschinenzustands – ähnlich eines Gesundheitschecks beim Menschen. Dadurch bewahren Mitarbeiter stets den Durchblick, um im richtigen Moment das Richtige zu tun. Das Ergebnis: Maschinenstillstände werden reduziert, die Produktionsleistung erhöht. Auch in der Logistik sorgt die durchgängige Vernetzung für erhebliche Prozessverbesserungen und mehr Transparenz. Mit dem intelligenten Supermarkt und seinem Put-to-Light-System ist beispielsweise das Ein- und Ausbuchen von Material im fertigungsnahen Materiallager automatisiert und die Befüllung vereinfacht. Teileentnahmen werden im Bestandssystem gebucht und Wiederbeschaffungsbestellungen automatisch ausgelöst. Die Transportaufträge übernehmen digitalisierte Milkruns und autonome ActiveShuttles. Neben dem umfassenden Einsatz von Softwarelösungen treibt das Werk in Feuerbach auch die Mensch-Maschine-Kollaboration voran. APAS, der automatische Produktionsassistent, arbeitet Hand in Hand mit Menschen – und das ohne Schutzzaun. Industrie 4.0 verändert die Produktion und damit auch Jobprofile. Dieser Tatsache trägt das Werk in Feuerbach Rechnung. So starteten im Frühjahr 2018 Facharbeiter aus Feuerbach die neue, bundesweite Qualifizierung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zur Fachkraft für Industrie 4.0. Darüber hinaus leistet die Fabrik Pionierarbeit bei 5G-Mobilfunknetzen für den gesamten Bosch-Fertigungsverbund mit seinen rund 250 Werken: Bosch hat für das Werk in Stuttgart-Feuerbach eine Lizenz zur Frequenznutzung für ein privates 5G-Netz beantragt und erhalten. Geplant ist, den Netzaufbau im Jahr 2020 zu realisieren. Allgemeines zum Werk Werksname Bosch-Werk Feuerbach Gründung 1909 Fläche rund 109 100 m² Mitarbeiter rund 3 000 Produkte Hochdruckpumpen und Komponenten für die Abgasnachbehandlung Kernkompetenzen Leitwerksfunktion, Digitalisierung/Industrie 4.0, C-Beschichtung, Taktile Messtechnik, Bainitisches Härten Geschäftsbereich Powertrain Solutions Zahlen, Daten, Fakten zu Industrie 4.0 in Feuerbach Mehr als 550 vernetzte Maschinen. Verkürzung der Zykluszeit in der Produktion um 10 Prozent. Reduzierung des administrativen Aufwands für das Shopfloor Management um über 50 Prozent mit Hilfe der interaktiven Kommunikationsplattform Active Cockpit. Senkung des Energiebedarfs um über 50 Prozent (Stand Januar 2019 im Vergleich zu 2007) unter anderem durch intelligente Vernetzung verschiedener Datenquellen.

Wie Bosch-Fabriken den Klimaschutz vorantreiben

09.07.2020

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Wirtschaft

Wie Bosch-Fabriken den Klimaschutz vorantreiben

Stuttgart – Grün, smart, erfolgreich. Die Zukunft der Industrie liegt in der Kombination, sie führt zusammen, was zusammengehört und bringt Ökologie und Ökonomie in Einklang. Unternehmen stellt dies vor große Herausforderungen. So entfallen beispielsweise in Deutschland etwa ein Fünftel der CO 2 -Emissionen auf die Industrie. Vor allem Produktionsprozesse sowie indirekte Emissionen aus Fremdstrom- und Wärmebezug rücken in den Fokus. Bosch hat 2019 weltweit rund 1,94 Millionen Tonnen CO 2 ausgestoßen (Scope 1+2) – etwa 90 Prozent entstammen der Produktion. Welche Maßnahmen das Unternehmen auf dem Weg zur klimaneutralen Fertigung ergreift, zeigen Beispiele aus Bosch-Werken in Deutschland, Frankreich, Indien, Mexiko und Schweden.Salzgitter und Wernau – Wasserstoff als wichtiger Baustein für die Energiewende In Salzgitter arbeitet Bosch gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und weiteren ansässigen Unternehmen daran, ein von der Stadt und dem Land Niedersachsen gefördertes Zentrum für Wasserstoff zu errichten, den sogenannten Wasserstoff-Campus. In einem Pilotprojekt werden die Potentiale von Wasserstoff zur Reduktion der CO 2 -Footprints von Fabriken erforscht. Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für die Energiewende. Mit Hilfe von grünem Strom werden in einem Elektrolyseur aus Wasser der Energieträger Wasserstoff sowie Sauerstoff erzeugt. Der Wasserstoff kann Brennstoffe wie Öl oder Erdgas in der Stahl- und Chemieindustrie ersetzen. Eingesetzt in Brennstoffzellen treibt er Züge oder Autos an. Im Bosch-Werk in Salzgitter soll Wasserstoff speziell zur Erprobung der Energieversorgung einer Fabrik verwendet werden. Die Projektpartner beginnen noch in diesem Jahr mit dem Aufbau des Wasserstoff-Campus. Ab 2021 startet die Hochlaufphase mit dem Ziel, eine 50-MW-Elektrolyseanlage aufzubauen. Pro Jahr lassen sich so rund 7 500 Tonnen Wasserstoff erzeugen und bis zu 41 000 Tonnen CO 2 einsparen. Am Bosch-Trainingszentrum in Wernau wird eine Brennstoffzellen-Pilotanlage auf SOFC-Basis in Betrieb genommen. SOFC steht für Solid Oxide Fuel Cell oder Festoxid-Brennstoffzelle. Die Anlage besteht aus drei Brennstoffzellen-Geräten für stationäre Anwendungen, die die bestehende Stromversorgung des Werks in Wernau CO 2 -sparend ergänzen und die weitere Entwicklung dieser dezentralen Energiesysteme vorantreiben. Im Vergleich zum Strom-Mix in Deutschland spart ein SOFC-Brennstoffzellensystem selbst beim Betrieb mit Erdgas bis zu 40 Prozent an CO 2 -Emissionen. Wird die Brennstoffzelle mit Wasserstoff oder Ökogas betrieben, fallen gar keine direkten CO 2 -Emissionen mehr an. Eine SOFC-Einheit mit einer Leistung von 10 kW kann den Jahresstrombedarf von mehr als 20 Vier-Personen-Haushalten decken. Im Werk Wernau bedeutet dies, dass der Energiebedarf eines Gebäudes innerhalb des Werkes fast komplett durch die drei Brennstoffzellengeräte abgedeckt werden kann.Homburg – Daten nutzen, Energie sparen, Effizienz steigern Das energieeffiziente, selbstlernende Werk – dieser Vision kommt das Bosch-Werk in Homburg immer näher. Der Standort hat durch den Einsatz vernetzter Sensoren, selbstprogrammierter Algorithmen und Effizienzumbauten an Maschinen in den vergangenen beiden Jahren rund 4 500 Tonnen Kohlendioxid eingespart, seit 2007 sind es sogar mehr als 25 000 Tonnen CO 2 . Der Ansatz: Maximale Transparenz trifft technische Innovation. Mithilfe von rund 12 000 Messpunkten werden Daten der Anlagen in der Bosch-eigenen Energiemanagement-Plattform zusammengeführt. Die Mitarbeiter können so den Verbrauch jeder einzelnen Maschine verfolgen und verbrauchsoptimiert steuern. Zu den technischen Lösungen zählen bedarfsorientierte Regulierung der Hallenlüftung, Wärmerückgewinnung aus diversen Bearbeitungsprozessen und nicht zuletzt das Abschaltmanagement der Anlagen. Darüber hinaus setzt der Standort auf eine Effizienz-Technologie der Zukunft: In Homburg wurde im vergangenen Jahr der Prototyp einer von Bosch entwickelten stationären Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Brennstoffzelle ist in die Energieversorgung des Standorts eingebunden und deckt Bedarfsspitzen an elektrischer Energie ab.Reutlingen – Abwärme intelligent genutzt Das Werk in Reutlingen fertigt in vollklimatisierten Reinräumen und hat ganzjährig Wärmebedarf. Bislang wurde dies über Heizkessel abgedeckt. Die Wärme in den Sommermonaten blieb weitestgehend ungenutzt. Die Lösung: Durch den gezielten Einsatz von Wärmetauschern im Heizungsnetz ließ sich die Temperaturkurve des Heizkreises systematisch senken und so die zur Verfügung stehende Abwärme flächendeckend am gesamten Standort zum Heizen nutzen. Zudem wird Energie gespart, die bisher aufgewendet werden musste, um überschüssige Wärme abzuführen. Die Heizkessel werden nun bedarfsgesteuert genutzt und praktisch in den gesamten Sommermonaten abgeschaltet. Dadurch reduziert sich die Betriebszeit der Wärmeerzeugung von 7 500 Stunden auf 4 000 Stunden pro Jahr. Hinzu kommt eine jährliche Reduzierung des Energieverbrauchs um 3 000 Megawattstunden und einer Reduzierung der Emissionen von 700 Tonnen CO 2 .Feuerbach – energieeffizient dank Mensch und Maschine Das Werk in Feuerbach blickt auf mehr als 100 Jahre zurück und ist in den ältesten und größten Standort der Robert Bosch GmbH eingebettet. Gegründet 1909, hat sich das Feuerbacher Werk kontinuierlich und konsequent modernisiert und die Energieeffizienz kontinuierlich gesteigert. Das Team vor Ort setzt dabei auf Energiemonitoring und die Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Schulungen in der so genannten Energieerlebniswelt. Mittels erfolgreicher Projekte, wie zum Beispiel Wärmerückgewinnung, Raumautomation, Abschaltmanagement und Hallensanierungen, konnte das Werk den Energiebedarf im Vergleich zum Jahr 2007 um mehr als 50 Prozent reduzieren und seinen CO 2 -Ausstoß um 47 Prozent senken.Nashik, Indien – CO 2 -Einsparung aus eigener Kraft Bosch Indien verfolgt die CO 2 -Neutralität mithilfe natürlicher Energiequellen. Angespornt von der Idee, den Standort tagsüber komplett regenerativ zu versorgen, begann das Team am Standort Nashik 2015 mit der Installation erster Photovoltaikanlagen. Mittlerweile erzeugen 50 000 Solarpanels auf Dächern, Parkplätzen und freistehenden Flächen rund 20 Prozent des vom Werk jährlich benötigten Energiebedarfs. Der Standort verringerte seinen CO 2 -Ausstoß seit 2015 um rund 25 000 Tonnen und sparte über 33 000 Megawattstunden ein. Das entspricht einem Energiebedarf von rund 24 500 indischen Haushalten. Auch für die Reinigung der Module haben die Bosch-Experten eine umweltschonende Lösung entwickelt: Das Wasser wird mehrfach recycelt.Rodez, Frankreich – nachhaltiges Heizsystem Den CO 2 -Fußabdruck verkleinern – mit diesem Ziel hat das Team am Standort Rodez in Frankreich 2009 seine Planungen begonnen. Seit 2013 versorgt ein eigenes Biomasseheizwerk den Standort. In der Anlage werden Holzschnitzel verbrannt, die das Werk aus der lokalen Forstwirtschaft bezieht. Die dabei entstehende Energie nutzt Rodez für die Erzeugung von Warmwasser und Prozesswärme. Durch den Einsatz der Holzschnitzelanlage deckt der Standort durchschnittlich 90 Prozent seines Heizbedarfs. Jährlich werden rund 6 600 Tonnen Holzschnitzel benötigt. Bei der Verbrennung dieser Biomasse wird lediglich die Menge an CO 2 frei, die die Bäume zuvor der Atmosphäre entzogen haben. Pro Jahr reduziert das Werk seine Emissionen um rund 600 Tonnen.Bosch in Mexiko – regenerative Energien decken vier Fünftel des Bedarfs Mexiko ordnet seine Energieversorgung neu. Die mexikanische Energiereform sieht vor, 35 Prozent des Strombedarfs bis 2024 aus nicht fossilen Energiequellen zu erzeugen. Die geografische Lage und die klimatischen Bedingungen, mit vielen Sonnenstunden und windertragreichen Gegenden sowie eine engagierte Förderung durch Politik und Unternehmen, bieten eine gute Basis. Bosch ist Teil dieser Bewegung und setzt hohe Maßstäbe: Bis zu 80 Prozent des Strombedarfs vieler Bosch-Standorte in Mexiko wird über Exklusiv-Bezug aus einem Windpark, „Dominica“ im Bundesstaat San Luis Potosí, abgedeckt. Von 2015 bis 2019 hat Bosch Mexiko seine CO 2 Emissionen bereits um 250 000 Tonnen reduziert.Mellansel, Schweden – energieeffiziente Lackiertechnik Eine der flexibelsten und umweltschonendsten Lackierereien im europäischen Maschinenbau befindet sich in Mellansel in Schweden: Das Bosch Rexroth-Werk lackiert unter anderem Schwerlast-Hydraulikmotoren für Recyclinganlagen und Anlagen zur Rohstoffförderung. Motoren, die später mit Salzwasser in Kontakt kommen, erhalten dort mehrere Schichten Korrosionsschutz. Die Temperatur und das Mischungsverhältnis von Wasser und Farbpigmenten werden dabei genau überwacht, so dass die überschüssige Wärme zurückgewonnen werden kann. Der Energieverbrauch liegt dadurch um 75 Prozent niedriger als vorher.

16.04.2019

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Wirtschaft

Bosch Mobility Solutions im Automobilmarkt China

Die Mobility Solutions von Bosch haben sich 2018 in einem schwierigen Marktumfeld in China gut geschlagen. Der Umsatz stieg auf 10,5 Milliarden Euro. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr1 und rund 22 Prozent des weltweiten Umsatzes von Bosch Mobility Solutions. China ist für die Automobilzulieferer-Sparte von Bosch der wichtigste Auslandsmarkt. Bosch unterhält in China 38 Fertigungsstandorte, davon produzieren 23 Werke Produkte für die Mobility Solutions. Der größte Fertigungsstandort der Zulieferersparte ist in Suzhou. 9 800 Mitarbeiter fertigen dort zum Beispiel ABS- und ESP-Systeme sowie Anzeigeinstrumente. Von den insgesamt 27 Bosch-Forschungszentren in China arbeiten 18 an neuen Mobilitätslösungen. Bosch beschäftigt in China insgesamt rund 60 000 Mitarbeiter. Das ist die größte Belegschaft außerhalb Deutschlands. Für die Mobility Solutions von Bosch sind in China rund 34 500 Mitarbeiter tätig. Das sind 15 Prozent aller Mitarbeiter der Bosch-Zulieferersparte weltweit. Zudem arbeiten mehr als 5 600 Forscher und Entwickler in China an neuen Mobilitätslösungen. Ende März 2019 hat Bosch in Nanjing auf einer Fläche von rund 20 000 Quadratmetern ein neues Werk für den elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster eröffnet. Die Investition in das Werk beläuft sich auf 100 Millionen Euro. In Wuxi ist 2018 die Großserienproduktion der 48-Volt-Batterie angelaufen. Zudem startet in diesem Jahr die Serienfertigung der eAchse in Taicang. Bosch sieht mittel- und langfristig weiterhin gute Chancen und viel Potenzial für seine Mobility Solutions in China. Der chinesische Automarkt ist weit davon entfernt, gesättigt zu sein. Auf 1 000 Einwohner kommen rund 170 Fahrzeuge. In Deutschland sind es rund 690 Kfz je 1 000 Einwohner. 2019 feiert Bosch in China sein 110-jähriges Bestehen. Vor 25 Jahren hat Bosch zudem erste Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Partnern gegründet und so den Schritt zum produzierenden Unternehmen in China vollzogen. Fakten zum Automarkt China Seit 2009 ist der chinesische Fahrzeugmarkt der größte der Welt – inzwischen mit einigem Abstand auf Europa und die USA. 2018 sind in China 23,7 Millionen Pkw verkauft worden. Hinzu kommen 4,4 Millionen leichte und schwere Nutzfahrzeuge (Quelle: CAAM). 2018 sind in China 1,26 Millionen sogenannte New Energy Vehicle (NEV) – batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellen-Autos – verkauft worden. Das ist ein Plus von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 5,3 Prozent des Gesamtmarkts (Quelle: CAAM). Unter den 20 relevantesten Marken in China machten 2018 die heimischen Hersteller 39 Prozent aller verkauften Pkw aus. Europäische Hersteller kommen auf 31 Prozent, japanische Marken auf 14 Prozent, US-Marken auf elf Prozent und koreanische Hersteller auf fünf Prozent. Das meistverkaufte Auto in China war 2018 der Familien-Van Wuling Hongguang mit 477 000 Einheiten, der aus dem Joint Venture von SAIC Motor, General Motors, and Liuzhou Wuling Motors – kurz SGMW – stammt. Die meisten Chinesen geben zwischen 50 000 und 150 000 CNY (6 500 bis 20 000 Euro) für ein neues Auto aus. In Deutschland investieren Autokäufer im Schnitt mehr als 30 000 Euro in einen Neuwagen. Mit einem Anteil von rund 50 Prozent am Gesamtmarkt sind SUV und Vans 2018 das beliebteste Fahrzeugsegment in China. Auf Platz zwei folgen Mittelklassefahrzeuge mit einem Anteil von rund 29 Prozent (Quelle: CAAM). Zitate von Bosch-Geschäftsführer Dr. Stefan Hartung „Das Reich der Mitte ist inzwischen auch die Mitte der weltweiten Autoindustrie. Der chinesische Automarkt wird sich zu einem Leitmarkt für moderne Mobilität entwickeln, in dem Bosch eine wichtige Rolle spielen will.” „Die Bremsspuren im chinesischen Automarkt werden auch in diesem Jahr noch zu sehen sein. 2019 legt der Markt nach zwei Jahrzehnten stetigen Wachstums eine Verschnaufpause ein. Das Potenzial und die Chancen für Bosch in China bleiben mittel- und langfristig dennoch enorm.” „Die Zukunft der Mobilität braucht Erfinder, keine Verhinderer. Davon bringt China immer mehr hervor, und Bosch ist als starker Partner sehr gefragt.” „Chinas Autohersteller haben die Kinderschuhe relativ schnell gegen Siebenmeilenstiefel getauscht. Schon bald werden sie nicht mehr nur Zaungast auf dem Weltmarkt sein.“ „Bosch ist in Deutschland daheim, aber auch in China zu Hause – und das nun schon seit 110 Jahren.“

28.06.2018

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Wirtschaft

Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC)

Hauptsitz Robert-Bosch-Platz 1 70839 Gerlingen Mitarbeiter Rund 30 weltweit Leitung Dr. Ingo Ramesohl, Geschäftsführer Philipp Rose, Geschäftsführer Unternehmen RBVC ist der Venture-Capital (VC)-Arm der Bosch-Gruppe. Als Tech-Investor sucht RBVC weltweit nach innovativen Start-ups aller Entwicklungsphasen, die das Potenzial haben, die Spielregeln ganzer Branchen zu verändern. Im Fokus der Investitionstätigkeit sind Technologieunternehmen, die an Themen arbeiten, die für Bosch aktuell und künftig von Bedeutung sind. Darüber hinaus investiert RBVC in ausgewählte regionale oder branchenspezifische unabhängige VC-Fonds. Fondsvolumen Derzeit dritter Fonds: 150 Mio. Euro; vorherige Fonds: 120 beziehungsweise 150 Mio. Euro (Gesamtinvestition pro Portfoliounternehmen liegt in der Regel zwischen 5 und 15 Mio. Euro bei einer Unternehmensbeteiligung von 10 bis 25 Prozent des Eigenkapitals). Beteiligungen Aktuell ist RBVC weltweit an mehr als 35 Unternehmen beteiligt. Netzwerk Bei der Suche nach neuen Investments arbeitet RBVC mit anderen VCs, Start-ups und Unternehmen sowie einem Netzwerk aus Universitäten und Start-up-Acceleratoren zusammen.Investmentstrategie Investmentfokus Automatisierung und Elektrifizierung Mobilitätslösungen Healthcare Energieeffizienz Künstliche Intelligenz (KI) / Deep Learning Internet der Dinge (IoT) Analytics Disruptive Computerarchitekturen (Hardware/Software) Augmented und Virtual Reality (AR/VR) Blockchain, Distributed Ledger Aktiver Investor RBVC agiert wie ein institutioneller VC auf dem internationalen Wagniskapital- und Beteiligungsmarkt. Zudem öffnet RBVC sein Netzwerk in- und außerhalb von Bosch, dabei unterstützt der VC-Arm bei Aufbau und Skalierung von Geschäftsmodellen sowie bei der Industrialisierung von Produkten.Vorgehensweise Investitionen Erstfinanzierungen (Series A/B): Drei bis fünf Mio. Euro Weitere Finanzierungsrunden: bis zu einer Gesamtinvestition von 15 Mio. Euro Selektive Seed-Finanzierungen: bis zu 0,5 Mio. Euro Gezielte Investitionen in andere Venture-Capital-Fonds,um internationale und industrielle Netzwerke auszubauen Investitionsarten Währungsunabhängige Eigenkapital-Beteiligungen Investitionen in China in lokaler Währung Renminbi Brückenfinanzierungen und SAFE-Notes Token-/Krypto-InvestitionenAuszug aus Portfolio -Unternehmen AImotive (HU) entwickelt ein neuartiges Computer-Vision-System für automatisch oder teilautomatisch fahrende Fahrzeuge. Es basiert überwiegend auf der Auswertung von Kamerabildern, aber auch Radar- und Lidarsignalen mit KIVerfahren. Zudem bietet es neben der Software auch Embedded-Hardwarelösungen sowie ein Simulations- und Verifikationspaket an. Graphcore (UK) entwickelt neuartige Prozessoren (Intelligent Processing Units, IPUs). Die vollständig neue Prozessorarchitektur ist speziell auf die Anforderungen von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz ausgerichtet. Die IPUs können KI-Anwendungen in der Cloud oder im Rechenzentrum deutlich beschleunigen. IOTA (DE) hat die Kryptowährung IOTA auf Basis der Tangle- Technologie entwickelt, die mit Blockchain verwandt ist. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Abrechnung von kleinen Beträgen in der M2M-Kommunikation (Machine-to- Machine), etwa die automatische Bezahlung an Ladestationen für Elektroautos. Poka (CAN) entwickelt eine Cloud-Lösung für Wissensmanagement und Mitarbeiterschulungen in der Industrieproduktion, vergleichbar mit einem „Youtube-System“ für die Fertigung. Damit können Unternehmen auf den Bedarf an flexiblen, hochqualifizierten Mitarbeitern durch immer komplexere und stark automatisierte Fertigungslinien reagieren. Prophesee (FR) hat eines der am weitesten fortgeschrittenen neuromorphen Sehsysteme für Maschinen, Roboter und fahrerlose Autos entwickelt. Es basiert auf Neuronetzen und nutzt sehr schnell arbeitende Bildsensoren. Sensoro (CN) produziert Beacons und kabellose Sensoren für den industriellen Einsatz. Das funkbasierte Sensornetzwerk macht Umgebungsdaten für IoT-Applikationen verfügbar. Es ist dabei intuitiv zu bedienen und leicht zu überwachen. Sensoro hat bereits große Städte und Regionen in China vernetzt.

25.06.2018

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Wirtschaft

Bosch in Brasilien

Zur Person: Hermann Scholl ist seit 1. Juli 2012 Ehrenvorsitzender der Bosch- Gruppe. Zuvor war er bis 2003 Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und bis 2012 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH sowie geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG (seit Mitte 1995). Weitere InformationenZitate: „Die Zeit, in der ich mehrere Jahre als Bosch-Geschäftsführer sehr eng mit Bosch Brasilien zusammengearbeitet habe, liegt rund 25 Jahre zurück. Ich freue mich sehr, dass man dies in der Brasilianisch-Deutschen Handelskammer auch heute so positiv sieht. Die Auszeichnung ist eine Ehrung für mich.“ „Bosch kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte in Brasilien zurückblicken.“ „Brasilien ist ein tolles Land mit vielen eindrucksvollen Highlights. Die Menschen sind mir als sehr liebenswert, offen und pragmatisch in Erinnerung.“ Bosch blickt lange und erfolgreiche Geschichte in Brasilien Tradition: Bereits 1910 eröffnete Bosch seine erste Niederlassung in Brasilien, 1954 erfolgte die Gründung der lokalen Tochterfirma Robert Bosch Ltda. Nur wenige Jahre später wurde in Campinas bei São Paolo der Hauptsitz für Bosch Brasilien erbaut, der bis heute die Verantwortung für die gesamte Region Lateinamerika trägt. Bosch ist damit seit mehr als 100 Jahren in Brasilien präsent und heute mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten. Lokale Präsenz: Das Unternehmen setzt in Brasilien auf Lokalisierung: In Campinas fertigt Bosch Mobilitätslösungen wie Fahrzeug-Nachrüstkomponenten, Antriebs- und Fahrerassistenzsysteme sowie Elektrowerkzeuge. Das Werk in Curitiba produziert Dieseleinspritzsysteme. In Aratu entstehen Zündkerzen und in Pomerode steht ein Werk für Hydrauliksysteme. Seit 2010 bietet das Bosch Service Center in Joinville Service-Lösungen für Südamerika an. Umsatz: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017: Umsatz steigt auf 4,9 Milliarden Real (1,4 Milliarden Euro), die Exportquote liegt insgesamt bei 28 Prozent. Das Geschäft von Bosch in Brasilien trugen 80 Prozent des Gesamtumsatzes in Lateinamerika bei. Vor allem der Unternehmensbereich Mobility Solutions entwickelte sich in 2017 positiv infolge des Wachstums der Fahrzeugproduktion in Brasilien und Argentinien. Investition : Bosch investierte 2017 rund 53 Millionen Euro in Brasilien. Mitarbeiter: Bosch beschäftigt in Brasilien rund 8 300 Mitarbeiter an 14 Standorten. Duale Ausbildung bei Bosch in Brasilien: 1960 baute Bosch als eines der ersten Unternehmen das in Deutschland bewährte System der dualen Ausbildung in Campinas und Curitiba auf – beispielsweise bilden wir Mechatroniker nach dem Standard in Deutschland aus. Bis heute haben insgesamt mehr als 1 400 junge Menschen entsprechend unsere Ausbildung absolviert. Zudem hat Bosch zur effizienten Weiterbildung ein Zentrum in Campinas gegründet, das Wissen im gesamten Spektrum industrieller Tätigkeiten vermittelt und stärkt. Bosch Brasilien unterstützt außerdem die Talentförderung und Ausbildungsprogramme im Land. Lokale Innovation: Eine starke Lokalisierung ist weltweit ein wichtiger Teil der Bosch-Strategie. Die elektronische Steuerung für den Flex-Motor ist ein gutes Beispiel dafür. Mit dieser Innovation hat Bosch 2003 eine einmalige lokale Lösung für Brasilien entwickelt. An der Tankstelle kann so beliebig zwischen Benzin und Ethanol gewählt werden. Nach wie vor hat Ethanol als Kraftstoff für Fahrzeuge eine große wirtschaftliche Bedeutung für Brasilien. Der Flex-Motor wird weiterhin in einem Großteil der in Brasilien hergestellten Fahrzeuge eingesetzt. Intelligente Lösungen für Brasilien: Die Nachfrage nach vernetzten Produkten wächst auch in Lateinamerika. Bosch entwickelt in Brasilien vernetzte Lösungen für den Bergbau, Logistik und Industrie 4.0. Für den Bereich Smart Farming bietet Bosch ein Sensorsystem, das das Gewicht von Tieren an Farmer meldet und die Produktivität der Farmen in Brasilien erhöht. Corporate Social Responsibility: In Campinas hat Bosch 1973 das Krankenhaus Centro Medico gegründet, ursprünglich um Bosch-Mitarbeiter besser versorgen zu können. 2004 wurde es in eine Stiftung ausgegründet und so schließlich der Allgemeinheit zugänglich gemacht. 2004 wurde auch das Instituto Bosch gegründet, das jährlich bis zu 3,5 Millionen Real zur Verfügung stellt. Über Schul- und Ausbildungsprojekte werden rund 7 700 Kindern und Jugendlichen bessere Chancen für den Berufsstart ermöglicht. Die von Bosch-Mitarbeitern gegründete und finanzierte Hilfsorganisation Primavera ist weltweit tätig; sie erhält auch Spendengelder von den brasilianischen Mitarbeitern. Primavera unterstützt in Brasilien Projekte von NGOs und Schulen – und damit weitere 2 000 Kinder im Land.

25.06.2018

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Wirtschaft

Grundsteinlegung 300-Millimeter-Halbleiterwerk Dresden

Allgemeine Informationen Investitionssumme rund eine Milliarde Euro Grundstück ca. 100 000 m2 (ca. 14 Fußballfelder) Gesamtnutzfläche ca. 72 000 m² Fertigungs- und Büroflächen Bauverlauf Spatenstich Frühjahr 2018 Maschineninstallation Mitte/Ende 2019 Pilotproduktion ab Ende 2021 Mitarbeiter im Endausbau bis zu 700 Gesuchte Berufsqualifikationen Experten aus der Halbleiterindustrie, wie Prozess-, Produktions- oder Instandhaltungsingenieure, Mathematiker, Softwareentwickler sowie Berufserfahrene aus Studienrichtungen wie Physik, Chemie und Mikrosystemtechnik Fertigungstechnologie Hochautomatisierte Halbleiterproduktion (300-mm-Siliziumsubstrate (Wafer) mit Strukturbreiten bis 65 nm; 1 nm ist ein Millionstel Millimeter) Vernetzte Produktion Pro Sekunde übertragen die Maschinen ein Gigabit Produktionsdaten. Täglich entstehen Datenmengen, die umgerechnet mehr als 42 Millionen beschriebene Blatt Papier mit einem Gewicht von 22 Tonnen ergäben.Informationen zum Bauwerk Gesamtbaumasse 600 000 m³ Betonbedarf ca. 66 500 m³ (etwa 8 300 LKW-Betonmischer) Stahlbedarf ca. 16 400 Tonnen (etwa 30 A380-Passagierflugzeuge) Erdbewegungen/-aushub ca. 90 000 m³ (etwa 7 500 Lkw-Ladungen) Bohrpfähle für das Fundament ca. 860 Stück Bodenplatte 100 cm Dicke Länge der Rohrleitungen ca. 80 km Länge der Elektroleitungen ca. 380 km (2 x Strecke Berlin-Dresden)Internetquellen Stellenbörse für Bewerber www.bosch-career.de/jobs Standortseite Dresden www.bosch.de/unser-unternehmen/bosch-in-deutschland/dresden Halbleiter von Bosch www.bosch-semiconductors.com