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Bosch Mobility Solutions im Automobilmarkt China

Starkes Wachstum seit zwei Jahrzehnten

Joern Ebberg

Joern Ebberg

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  • Die Mobility Solutions von Bosch haben sich 2018 in einem schwierigen Marktumfeld in China gut geschlagen. Der Umsatz stieg auf 10,5 Milliarden Euro. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr1 und rund 22 Prozent des weltweiten Umsatzes von Bosch Mobility Solutions. China ist für die Automobilzulieferer-Sparte von Bosch der wichtigste Auslandsmarkt.
  • Bosch unterhält in China 38 Fertigungsstandorte, davon produzieren 23 Werke Produkte für die Mobility Solutions. Der größte Fertigungsstandort der Zulieferersparte ist in Suzhou. 9 800 Mitarbeiter fertigen dort zum Beispiel ABS- und ESP-Systeme sowie Anzeigeinstrumente.
  • Von den insgesamt 27 Bosch-Forschungszentren in China arbeiten 18 an neuen Mobilitätslösungen.
  • Bosch beschäftigt in China insgesamt rund 60 000 Mitarbeiter. Das ist die größte Belegschaft außerhalb Deutschlands. Für die Mobility Solutions von Bosch sind in China rund 34 500 Mitarbeiter tätig. Das sind 15 Prozent aller Mitarbeiter der Bosch-Zulieferersparte weltweit. Zudem arbeiten mehr als 5 600 Forscher und Entwickler in China an neuen Mobilitätslösungen.
  • Ende März 2019 hat Bosch in Nanjing auf einer Fläche von rund 20 000 Quadratmetern ein neues Werk für den elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster eröffnet. Die Investition in das Werk beläuft sich auf 100 Millionen Euro.
  • In Wuxi ist 2018 die Großserienproduktion der 48-Volt-Batterie angelaufen. Zudem startet in diesem Jahr die Serienfertigung der eAchse in Taicang.
  • Bosch sieht mittel- und langfristig weiterhin gute Chancen und viel Potenzial für seine Mobility Solutions in China. Der chinesische Automarkt ist weit davon entfernt, gesättigt zu sein. Auf 1 000 Einwohner kommen rund 170 Fahrzeuge. In Deutschland sind es rund 690 Kfz je 1 000 Einwohner.
  • 2019 feiert Bosch in China sein 110-jähriges Bestehen. Vor 25 Jahren hat Bosch zudem erste Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Partnern gegründet und so den Schritt zum produzierenden Unternehmen in China vollzogen.

Fakten zum Automarkt China

  • Seit 2009 ist der chinesische Fahrzeugmarkt der größte der Welt – inzwischen mit einigem Abstand auf Europa und die USA.
  • 2018 sind in China 23,7 Millionen Pkw verkauft worden. Hinzu kommen 4,4 Millionen leichte und schwere Nutzfahrzeuge (Quelle: CAAM).
  • 2018 sind in China 1,26 Millionen sogenannte New Energy Vehicle (NEV) – batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellen-Autos – verkauft worden. Das ist ein Plus von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 5,3 Prozent des Gesamtmarkts (Quelle: CAAM).
  • Unter den 20 relevantesten Marken in China machten 2018 die heimischen Hersteller 39 Prozent aller verkauften Pkw aus. Europäische Hersteller kommen auf 31 Prozent, japanische Marken auf 14 Prozent, US-Marken auf elf Prozent und koreanische Hersteller auf fünf Prozent.
  • Das meistverkaufte Auto in China war 2018 der Familien-Van Wuling Hongguang mit 477 000 Einheiten, der aus dem Joint Venture von SAIC Motor, General Motors, and Liuzhou Wuling Motors – kurz SGMW – stammt.
  • Die meisten Chinesen geben zwischen 50 000 und 150 000 CNY (6 500 bis 20 000 Euro) für ein neues Auto aus. In Deutschland investieren Autokäufer im Schnitt mehr als 30 000 Euro in einen Neuwagen.
  • Mit einem Anteil von rund 50 Prozent am Gesamtmarkt sind SUV und Vans 2018 das beliebteste Fahrzeugsegment in China. Auf Platz zwei folgen Mittelklassefahrzeuge mit einem Anteil von rund 29 Prozent (Quelle: CAAM).

Zitate von Bosch-Geschäftsführer Dr. Stefan Hartung

„Das Reich der Mitte ist inzwischen auch die Mitte der weltweiten Autoindustrie. Der chinesische Automarkt wird sich zu einem Leitmarkt für moderne Mobilität entwickeln, in dem Bosch eine wichtige Rolle spielen will.”

„Die Bremsspuren im chinesischen Automarkt werden auch in diesem Jahr noch zu sehen sein. 2019 legt der Markt nach zwei Jahrzehnten stetigen Wachstums eine Verschnaufpause ein. Das Potenzial und die Chancen für Bosch in China bleiben mittel- und langfristig dennoch enorm.”

„Die Zukunft der Mobilität braucht Erfinder, keine Verhinderer. Davon bringt China immer mehr hervor, und Bosch ist als starker Partner sehr gefragt.”

„Chinas Autohersteller haben die Kinderschuhe relativ schnell gegen Siebenmeilenstiefel getauscht. Schon bald werden sie nicht mehr nur Zaungast auf dem Weltmarkt sein.“

„Bosch ist in Deutschland daheim, aber auch in China zu Hause – und das nun schon seit 110 Jahren.“

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2018 nach vorläufigen Zahlen mit 47 Milliarden Euro rund 60 Prozent zum operativen Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions verfolgt die Vision einer unfallfreien, emissionsfreien und stressfreien Mobilität der Zukunft und bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Seinen Kunden bietet der Bereich ganz-heitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 429.000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.