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Mit Brake-by-Wire von Bosch bis zum Polarkreis

28.01.2025

Pressemeldung

Elektrifizierte Mobilität

Mit Brake-by-Wire von Bosch bis zum Polarkreis

Stuttgart – Sechs Tage lang, über 3 300 Kilometer und durch unterschiedliche Klimazonen bis zum Polarkreis: Ein Entwicklungsteam von Bosch hat auf einer nicht alltäglichen Erprobungsfahrt erstmals und erfolgreich das neue hydraulische Brake-by-Wire-System von Bosch auf öffentlichen Straßen getestet. Das Besondere an Brake-by-Wire: Bei dieser Lösung entfällt komplett die mechanische Verbindung zwischen Bremspedal und Bremssystem. Der Bremswunsch des Fahrers wird rein als elektrisches Signal über redundante Signalleitungen an das Brake-by-Wire-System übertragen. Für diesen grundlegend neuen Ansatz bietet Bosch eine robuste und effiziente Lösung mit zwei unabhängigen hydraulischen Bremsaktuatoren – einem By-Wire-Bremsaktuator und einem ESP ® . Heutige Bremssysteme, wie zum Beispiel die Integrated Power Brake von Bosch, stellen die erforderliche Redundanz im Fehlerfall noch über eine mechanische Verbindung zum Bremspedal sicher. Diese Kopplung über eine Eingangsstange zum Bremspedal entfällt bei der neuen Brake-by-Wire-Lösung von Bosch.Bosch ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der Brems- und Lenksysteme und arbeitet an innovativen By-Wire-Lösungen für beide Fahrzeugdomänen. Hierzu gehört auch dieses hydraulische Brake-by-Wire-System, dessen Markteinführung ab Herbst 2025 geplant ist. Neben der hydraulischen Lösung entwickelt Bosch auch ein rein elektromechanisches System. Das Unternehmen hat bereits Aufträge von verschiedenen Fahrzeugherstellern erhalten und rechnet damit, dass schon im Jahr 2030 mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge weltweit mit Brake-by-Wire ausgestattet sein werden. Vorteile des Brake-by-Wire-Systems von Bosch Neugewonnene Freiheit beim Einbau: Durch den Entfall der mechanischen Verbindung besteht keine Notwendigkeit mehr, die Bremssystem-Komponenten an der Spritzwand des Fahrzeuges zu montieren. Stattdessen können die Komponenten nun dort eingebaut werden, wo es im Hinblick auf Crash-Sicherheit, Geräuschentwicklung und Montage am sinnvollsten ist. Die Flexibilität in der Wahl des Einbauraums für die Bremsaktuatorik hilft, Varianten für Rechts- und Linkslenkerfahrzeuge zu vermeiden. Die By-Wire-Technologie ermöglicht neue Pedalkonzepte mit deutlich verkürztem Bremspedalweg, um Platz für neue Innenraumkonzepte zu schaffen. Die hydraulische Brake-by-Wire Lösung von Bosch beruht auf bewährter Bremssystem-Technologie und ist eine Kombination aus By-Wire-Bremsaktuator und ESP ® . Durch ihr schlankes Design lässt sich sowohl Bauraum einsparen als auch das Gewicht des Bremssystems reduzieren. Da sowohl der By-Wire-Bremsaktuator als auch das ESP ® jeweils unterschiedlichen Kanälen des redundanten Bordnetzes zugeordnet sind, können sie im Fehlerfall jeweils unabhängig voneinander den erforderlichen Bremsdruck an allen vier Radbremsen aufbauen. Diese Bosch-Lösung ist somit auch für hochautomatisierte Fahrzeuge geeignet, da sie die aus Sicherheitsgründen erforderliche Absicherung des Bremssystems erfüllt. Erfolgreicher Langstreckentest liefert wertvolle Daten für die Weiterentwicklung Das Brake-by-Wire-System wird maßgeblich im Bosch-Entwicklungszentrum in Abstatt bei Heilbronn entwickelt. Die Langstreckenfahrt führte das Entwicklungsteam vom Südwesten Deutschlands über Hamburg, Kopenhagen und Stockholm und über einen kurzen Umweg zum Polarkreis bis zum Ziel im Bosch-Wintertestzentrum Vaitoudden im nordschwedischen Arjeplog. Bosch hat für das Versuchsfahrzeug eigens eine Straßenzulassung in mehreren Ländern beantragt und erhalten, basierend auf einem umfangreichen Sicherheitskonzept. „Das ganze Team hat mit unglaublicher Motivation auf dieses Ereignis hingearbeitet und ist sehr stolz auf diese Leistung. Unser hydraulisches Brake-by-Wire-System hat auf der Fahrt tadellos funktioniert. Mit unserem ersten Langstreckentest haben wir eindrucksvoll demonstriert, dass wir ein echtes Brake-by-Wire-System sicher und erfolgreich von der Teststrecke auf die Straße bringen können“, erläutert Hagen Kuckert, Projektleiter für den By-Wire-Bremsaktuator bei Bosch in Abstatt. „Wir haben während der Fahrt tausende Bremsungen durchgeführt, konnten wichtige Erkenntnisse und Daten über das Verhalten des Bremssystems in den unterschiedlichsten Verkehrssituationen ermitteln und gleichen diese mit unseren vorherigen Simulationen ab. All dies fließt in die weitere Entwicklungsarbeit ein, um unser hydraulisches Brake-by-Wire-System weiter zu optimieren.“

Für bessere Luft: Bosch und Karlsruher Messtechnikspezialist Palas kooperieren

21.09.2023

Pressemeldung

Elektrifizierte Mobilität

Für bessere Luft: Bosch und Karlsruher Messtechnikspezialist Palas kooperieren

Stuttgart – Bosch und der Karlsruher Messtechnikspezialist Palas GmbH arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der Luftqualität. Dazu haben beide Unternehmen jetzt eine Kooperation vereinbart und bringen ihre langjährigen Kompetenzen zusammen. Die Palas GmbH bietet umfassendes Wissen und Messtechnik, um verschiedenste Gase und Partikel in der Luft zu messen. Im Zuge der Kooperation wird Palas zudem das von Bosch entwickelte Messgerät ECoB (Environmental Connected Box) in das eigene Portfolio übernehmen und ihr Angebot erweitern. Bosch steuert cloudbasierte Services bei, zum Beispiel das Gerätemanagement und ein Software-Modell, welches Verkehrsemissionsdaten in Echtzeit generiert. Mithilfe von Ausbreitungsmodellen lassen sich zudem lokale Schwerpunkte mit erhöhter Schadstoffbelastung ableiten. Gegenmaßnahmen können so gezielt festgelegt werden. Durch die Zusammenarbeit entsteht ein umfassendes Angebot für ein umweltsensitives Verkehrsmanagement für Städte, aber auch für das so genannte „fenceline monitoring“, bei dem Unternehmen die Konzentration von Stoffen an ihrer Grundstücksgrenze messen können. Gemeinsam mit spezialisierten Integratoren, die alle Partner in einem Projekt koordinieren, begleiten Bosch und Palas Städte und Betreiber großer Industrieareale und schaffen mit aufeinander abgestimmten Produkten und Services die Basis für eine verlässliche und nachhaltige Verbesserung der Luftqualität. „Bosch-Technologie ergänzt die Messtechnik von Palas mit Analysen und Simulationen“, sagt Christoph Kern, Leiter des Produktbereichs vernetzte Antriebslösungen bei Bosch. So kann in Städten oder Industriearealen die langfristig tatsächlich erforderliche Zahl und Platzierung von Messgeräten festgelegt und in einen kosteneffizienten Betrieb überführt werden. „Die Kombination von Palas-Messgeräten und Bosch Cloud Services kann helfen, auch künftige Luftqualitätsgrenzwerte einzuhalten“, sagt Dr.-Ing. Maximilian Weiß, Geschäftsführer der Palas GmbH. Erste Projekte mit Integratoren sowohl in Deutschland als auch international sind bereits in Vorbereitung und sollen in Kürze starten. Bosch-Technologie ergänzt die Messtechnik von Palas mit Analysen und Simulationen...sagt Christoph Kern, Leiter des Produktbereichs vernetzte Antriebslösungen bei Bosch. Die Kombination von Palas-Messgeräten und Bosch Cloud Services kann helfen, auch künftige Luftqualitätsgrenzwerte einzuhalten...sagt Dr.-Ing. Maximilian Weiß, Geschäftsführer der Palas GmbH Kombination zweier leistungsstarker Unternehmen Luftqualitätsmessgeräte von Palas werden unter anderem bereits in offiziellen Luftqualitätsmessnetzen weltweit eingesetzt. Je nach Anforderung stehen Messgeräte mit diversen Zertifizierungen, bis hin zu EN-Feinstaubmessungen, zur Verfügung. Das um das Bosch-Messgerät erweiterte Angebot macht Kunden in vielen Fällen unabhängig von etwaigen offiziellen Messstationen. Verlässliche Messungen können die Betreiber damit genau dort durchführen, wo sie tatsächlich erforderlich und zweckmäßig sind. Bosch fokussiert sich in der Kooperation auf die Anbindung zur Cloud und das Gerätemanagement. Dies umfasst etwa Firmware-Updates über Funk (FOTA), Ferndiagnosen oder bedarfsorientierte Software-Rekalibrierungen. Diese Services sollen sukzessive auf die bestehende Palas-Hardware ausgerollt werden. Weitere Bosch Services verarbeiten die Messdaten, um die Luftqualität einschließlich der sie beeinflussenden Emissionsquellen beurteilen zu können. Dazu gehört die feinteilige Bestimmung der Verkehrsemissionen und deren erwartete Ausbreitung in die Umgebung in Echtzeit. Auf Basis realer Verkehrsemissionsdaten kann die hoch auflösende 3D-Ausbreitungssimulation von Bosch die Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen der Verkehrssteuerung simulieren und so Immissionen bestmöglich reduzieren. Starkes Marktwachstum erwartet Das Europäische Parlament fordert entsprechend der Abstimmung am 13. September 2023 eine signifikante Verschärfung der Immissionsgrenzwerte, unter anderem für Feinstaub. Zur Einhaltung der entsprechenden Tagesmittel- und Jahresgrenzwerte sind zusätzliche Anstrengungen erforderlich. Genau hier unterstützen die Kooperationspartner Bosch und Palas mit ihren Lösungen Städte, Regionen und Unternehmen in Europa und darüber hinaus.

Bosch-Umfrage in Europa zur Zukunft des Antriebs: Befragte bevorzugen Vielfalt b ...

20.10.2020

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch-Umfrage in Europa zur Zukunft des Antriebs: Befragte bevorzugen Vielfalt b ...

Stuttgart – Elektroautos mit Batterie oder Brennstoffzelle, aber auch Benziner und Diesel – nach einer repräsentativen Bosch-Umfrage in vier europäischen Ländern, durchgeführt im Juni 2020 vom Marktforschungsinstitut Innofact, bleiben alle Antriebsarten relevant. Wenn sie sich morgen für ein neues Auto entscheiden müssten, fällt die Wahl bei der Hälfte der mehr als 2 500 Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien beim Erstwagen und von rund einem Drittel beim Zweitwagen zwar noch auf einen reinen Verbrenner. Doch auf die Frage nach dem meistgenutzten Antrieb im Jahr 2030 sehen rund 68 Prozent der Befragten in Europa den Elektroantrieb vorne, vor Hybriden und Verbrennern. Potenzial wird dem elektrischen Fahren mit der Brennstoffzelle beigemessen. Etwa jeder Dritte sieht darin die Technik für die Mobilität der Zukunft. „Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich. Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird“, sagt Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich. Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird....Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions Kaufprämien für alle Antriebsarten gewünscht Die Offenheit der Befragten für verschiedene Antriebsarten zeigt sich auch bei einem anderen Thema: Die Frage, ob sie neben den vielfach gewährten staatlichen Zuschüssen für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auch Kaufprämien für Fahrzeuge befürworten, die ausschließlich mit Verbrennungsmotor fahren, bejahen 70 Prozent der befragten Europäer. Die Zustimmung zu einem staatlichen Finanzzuschuss beim Kauf eines Autos mit konventionellem Antrieb ist mit 83 Prozent in Italien am höchsten und mit 60 Prozent in Großbritannien am niedrigsten. In Frankreich sind 77 Prozent dafür, in Deutschland 62 Prozent. „Eine Förderung moderner Verbrenner kann die Erneuerung des Fahrzeugbestands beschleunigen und hilft damit auch der Umwelt und dem Klima“, sagt Hartung. Knapp ein Drittel der Europäer sähe am liebsten sogar einen Zuschuss von wenigstens 9 000 Euro. Das entspricht der aktuellen maximalen Förderung von Elektroautos in Deutschland. Interessant ist zweierlei: Erstens halten immerhin 72 Prozent der befragten Stadtbewohner in den vier europäischen Ländern den Verbrennungsmotor für förderungswürdig. Zweitens spricht sich auch die Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen mehrheitlich (80 Prozent) für einen Verbrennerbonus aus. Auch Autos mit konventionellem Motor können klimaneutral gefahren werden. Der Schlüssel dazu ist synthetischer Sprit, die sogenannten eFuels – diese werden aus erneuerbarem Wasserstoff und mit CO₂ aus der Umgebungsluft hergestellt. Im Schnitt stimmen 57 Prozent der Teilnehmer an der Bosch-Umfrage der Aussage zu, dass die Politik eFuels steuerlich fördern sollte. „Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, kommen wir um eFuels nicht herum“, sagt Hartung. „Nur mit synthetischen Kraftstoffen können die weltweit mehr als eine Milliarde Fahrzeuge, die bereits auf den Straßen sind, zum Klimaschutz beitragen.“Nicht ohne ein Auto: Unter den Befragten in Europa herrscht Einigkeit Am Stellenwert des Autos und seiner Bedeutung für die Mobilität wird sich in Europa so schnell nichts ändern. Rund 60 Prozent der Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien können sich nicht vorstellen, auf ein Auto zu verzichten. Und auch von den restlichen etwa 40 Prozent ist die deutliche Mehrheit allenfalls zu einem teilweisen Verzicht bereit. Im ländlichen Raum Europas liegt die Zustimmungsquote für ein Auto bei 77 Prozent. Ähnliches gilt übrigens auch für die Generation der 18- bis 29-Jährigen, die ebenfalls zu rund der Hälfte ein klares Votum pro Auto abgeben. Während von allen Befragten in Deutschland (61 Prozent) und Großbritannien (47 Prozent) als wichtigster Grund für ein Auto die hohe Flexibilität angegeben wird, brauchen es Franzosen (41 Prozent) vor allem für die Arbeit. Dagegen ziehen die befragten Italiener (55 Prozent) das Auto anderen, für sie umständlicheren Mobilitätsformen vor. „Das Auto bleibt auf absehbare Zeit das Verkehrsmittel Nummer eins – mit den besten Voraussetzungen, noch klimafreundlicher zu werden“, sagt Hartung. Das Ziel von Bosch: Menschen sollen sich Mobilität leisten und im Einklang mit der Umwelt mobil bleiben können.Zukunft des Antriebs: Bosch setzt auf E-Mobilität und Verbrennertechnik Bosch will Mobilität so ressourcenschonend wie möglich gestalten und verfolgt die Vision eines CO₂-neutralen und nahezu emissionsfreien Verkehrs auf mehreren Wegen. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen geht die Zukunft des Antriebs technologieoffen an. Bosch will auf der einen Seite Marktführer in der Elektromobilität mit Batterie- und Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen werden. Sofern Ladestrom und Wasserstoff aus regenerativen Quellen stammen, sind E-Fahrzeuge klimaneutral unterwegs. Auf der anderen Seite entwickelt Bosch gezielt Verbrennungsmotoren weiter, um Klima und Umwelt bestmöglich zu schützen. Auch Benziner und Diesel können mit erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen klimaneutral gefahren werden. Weltweit erwartet Bosch für 2030, dass bereits rund ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch fahren werden. Zwei Drittel aller Neufahrzeuge werden noch von einem Verbrenner angetrieben, davon viele als Hybrid.

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

05.09.2019

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

Stuttgart – Bosch und Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) haben eine langfristige strategische Kooperation vereinbart. Die Partner werden gemeinsam leistungsstarke Batteriezellen spezifizieren. CATL wird diese dann gemäß Bosch-Anforderungen konzipieren, entwickeln und produzieren. Zum Einsatz kommen die Zellen in der von Bosch entwickelten 48-Volt-Batterie. Sie ist das Kernelement für die 48-Volt-Hybridantriebssysteme, die aus Effizienzgründen weltweit immer wichtiger werden. Mit der Vereinbarung sichert sich das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen zugleich die langfristige Versorgung mit Batteriezellen. „Wir müssen Batteriezellen verstehen, sie aber nicht selber fertigen“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. „Mit CATL haben wir dafür einen etablierten Zellspezialisten für Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Partner gewonnen. Zusammen mit unserem System-Know-how und der Kompetenz im Batteriemanagement werden wir unsere starke Position im Markt für 48-Volt-Batterien ausbauen.“ CATL ist einer der größten Produzenten von Batterien weltweit und errichtet aktuell eine Batteriefabrik am Standort Erfurt in Deutschland. Für Bosch ist die Kooperation ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Marktführerschaft in der Elektromobilität. Bereits jetzt setzen zahlreiche globale Autohersteller auf die 48-Volt-Batterie von Bosch. Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt....Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions 48-Volt-System wird künftig zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt Die 48-Volt-Batterie gehört neben weiteren Systemkomponenten wie Gleichspannungswandler (DC/DC-Wandler) und elektrischen Maschinen zum Bosch-Portfolio für 48-Volt-Systeme. Mit dieser Technik will Bosch Fahrzeuge aller Klassen für zukünftige Emissionsanforderungen fit machen und eine erschwingliche Hybridisierung anbieten. Die 48-Volt-Elektrifizierung unterstützt den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor. Die Energie dafür kommt aus der 48-Volt-Batterie und wird beim Bremsen zurückgewonnen. Auf diese Weise sind Verbrauchseinsparungen von bis zu 15 Prozent erreichbar. „Aus Effizienzgründen werden wir es uns nicht mehr erlauben können, Bremsenergie ungenutzt verpuffen zu lassen“, sagt Hartung. „Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt.“ Weltweit wächst der Markt für 48-Volt-Lösungen. 2025 werden nach Einschätzung von Bosch rund um den Globus bereits fast 20 Prozent der jährlich verkauften Neuwagen ein 48-Volt-System mit der entsprechenden Batterie an Bord haben. Besonders in Europa und China steigt der Bedarf an 48-Volt-Systemen. 48-Volt-Batterie von Bosch ist kostengünstig und einfach zu integrieren Die Fertigung der ersten Generation der 48-Volt-Batterie ist bei Bosch bereits Ende des vergangenen Jahres im chinesischen Wuxi angelaufen. Das Besondere des aktuellen Produkts: Die Batterie ist kompakt und passiv gekühlt. Automobilhersteller können sie deshalb einfach in Fahrzeugmodelle integrieren und benötigen keine aufwändigen Kühlaggregate. Damit können sie auf lange und teure eigene Entwicklungen verzichten. „Wir sind zuversichtlich, mit unserer 48-Volt-Batterie eine führende Stellung im Markt zu erreichen und den 48-Volt-Hybrid für den Massenmarkt erschwinglich zu machen“, sagt Hartung. Bosch besitzt Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität Bosch ist in der Elektromobilität so breit aufgestellt wie kein zweites Unternehmen und will Marktführer im ab 2020 entstehenden Massenmarkt für Elektromobilität werden. Bis 2025 will Bosch seinen Umsatz in diesem Bereich auf fünf Milliarden Euro mehr als verzehnfachen. Weltweit sind schon mehr als eine Million Elektroautos mit elektrischen Antriebskomponenten von Bosch unterwegs. Powertrain-Projekte hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits für 50 Elektrofahrzeug-Plattformen realisiert. Im größten und am schnellsten wachsenden Elektroautomarkt China ist Bosch Marktführer. Bosch-Technik lässt sich in so gut wie jeder Fahrzeugklasse finden – vom elektrifizierten Kinderwagen über Fahrräder, Roller bis zu Pkw und Nutzfahrzeugen. Bosch besitzt damit die Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoherstellern verschafft Bosch Fahrern von E-Fahrzeugen zum Beispiel mittels Charging-Apps Zugang zu aktuell rund 40 000 Ladestationen in acht europäischen Ländern.

Aus dem Windkanal auf den Gehweg: Bosch bringt intelligenten E-Antrieb in den Ki ...

02.09.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Aus dem Windkanal auf den Gehweg: Bosch bringt intelligenten E-Antrieb in den Ki ...

Bühl – Es herrscht Windstärke sieben. Mit 60 km/h zerrt die Luft im Windkanal am Kinderwagen. Das Verdeck flattert heftig. Doch der Wagen rührt sich nicht von der Stelle. Dabei halten ihn weder die Feststellbremse noch eine menschliche Hand. Das übernimmt das neue Bosch eStroller-System. Dabei handelt es sich um weit mehr als einen Elektroantrieb. Es ist ein Assistenzsystem für Kinderwagen mit einer umfangreichen Komfort- und Sicherheitsausstattung: Neben Schiebeunterstützung und automatischer Bremsfunktion gehören beispielsweise die Vernetzung per Smartphone-App, eine Alarmfunktion sowie verschiedenste Hightech-Sensoren dazu. Bosch erschließt sich damit einen neuen Markt. „Im eStroller-System steckt Know-how aus der ganzen Breite des Unternehmens. Dabei gelten für uns bei Technik und Qualität dieselben Maßstäbe wie in der Autoindustrie – inklusive Tests im Windkanal“, sagt Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer bei Bosch und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Das variable Bosch-System eignet sich gleichermaßen für Einzel-, Geschwister- und Zwillingskinderwagen. Erstmals zum Einsatz kommen wird es Anfang 2020 beim schwedischen Kinderwagenhersteller Emmaljunga. Die Zusammenarbeit mit weiteren Herstellern ist geplant. Im eStroller-System steckt Know-how aus der ganzen Breite des Unternehmens....Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer bei Bosch und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions Zwei Elektromotoren helfen beim Beschleunigen und Bremsen Die Nachfrage nach elektrischer Unterstützung für Kinderwagen wächst. Komfort und Sicherheit sind für neun von zehn Eltern die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Kinderwagens. Das hat eine repräsentative Bosch-Umfrage unter Frauen und Männern mit einem Kind von null bis vier Jahren sowie werdenden Eltern ergeben. „Bosch setzt mit seinen Mobilitätslösungen bereits vor dem Laufen an und bringt intelligente Mobilität in alle Bereiche des Lebens“, sagt Hartung. Die Antriebseinheit des Systems besteht aus zwei geräuscharmen Elektromotoren an der Hinterachse – inklusive Bluetooth-Modul und intelligentem Sensorsystem. Die Sensoren, die beispielsweise auch in Smartphones zum Einsatz kommen, messen unter anderem Geschwindigkeit sowie Beschleunigung des Kinderwagens und beurteilen zugleich den Untergrund, auf dem er bewegt wird. Anhand von Algorithmen können sie in Bruchteilen von Sekunden ermitteln, was Mama oder Papa gerade vorhat. Geht es bergauf, schieben die Motoren ähnlich wie beim eBike von selbst mit. Bergab bremsen sie automatisch mit. Sollten die Eltern den Kinderwagen loslassen, verhindert die Motorbremse, dass er ungebremst davonrollt, und die elektromechanische Arretierung (EMA) schließt die Feststellbremse. Das eStroller-System kommt ohne zusätzliche Schalter oder Knöpfe am Griff aus – der typische Bosch-Ansatz: höchste technische Ansprüche, kombiniert mit einer nutzerfreundlichen Bedienung. Die elektrische Unterstützung steigert aber nicht nur Komfort und Sicherheit, sondern verbessert auch die Ergonomie. Bosch hat in Nutzertests ermittelt, dass sich durch das eStroller-System die Körperhaltung von Eltern entscheidend verbessern lässt: Bergauf, in unwegsamem Gelände oder bei Gegenwind muss deutlich weniger Kraft aufgewendet werden. Bergab entlastet der selbstbremsende E-Antrieb den Rücken spürbar. Auch beim Schieben mit einer Hand bringt er durch seine Lenkunterstützung klare Vorteile. Beispielsweise lassen sich Kurven leichter bewältigen. Außerdem hilft das Antriebssystem beim Überqueren von Schrägen die Spur zu halten. Schließlich bewegen Eltern Kinderwagen recht oft mit einer Hand, etwa wenn das ältere Geschwisterkind parallel an der Hand gehalten wird. Über Bluetooth mit dem Smartphone vernetzt Wie stark die elektrische Unterstützung ausfallen soll, lässt sich in drei Stufen über die zugehörige Smartphone-App (erhältlich für Android und iOS) regeln. Sie kommuniziert via Bluetooth mit dem eStroller-System. Die App zeigt darüber hinaus den Füllstand der herausnehmbaren Batterie an und signalisiert rechtzeitig per Warnmeldung, wenn die Energie zur Neige geht. Der handliche und leichte 18-Volt-Lithium-Ionen-Akku steckt in einem abschließbaren Fach. Dieser kommt auch in handelsüblichen Bosch-Werkzeugen wie Akkuschraubern zum Einsatz, lässt sich also mehrfach verwenden. Oder es ist bei Bedarf schnell eine Ersatzbatterie zur Hand. Voll geladen – die Ladezeit beträgt rund zweieinhalb Stunden – sorgt der Akku je nach Grad der Inanspruchnahme und Gewicht des Kinderwagens für eine Reichweite von bis zu 15 Kilometern. Über eine USB-Schnittstelle können Eltern außerdem ihr Smartphone mit Strom versorgen. Ebenfalls über die App lässt sich die Alarmfunktion aktivieren. Zum Beispiel, wenn Eltern den Kinderwagen vor einem Café stehen lassen. Versucht ein Unbefugter den Wagen wegzuschieben, erscheint am Smartphone bei bestehender Bluetooth-Verbindung eine Warnmeldung. Zudem ertönt am Wagen über einen integrierten Lautsprecher ein Alarmton und die Feststellbremse rastet automatisch wieder ein. Sollte die Batterie unterwegs doch einmal leer gehen, kann der Wagen wie ein normaler Kinderwagen weiter genutzt werden – ohne dass ein Motorwiderstand zu spüren ist.

Bosch macht Nikola Trucks zu rollenden Supercomputern

17.04.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch macht Nikola Trucks zu rollenden Supercomputern

Scottsdale, Arizona, USA – Das Unternehmen Nikola Motor Company stellt erstmals den wasserstoffbetriebenen Truck Nikola Two der Öffentlichkeit vor. Bosch hat für diese Entwicklungszusammenarbeit zahlreiche Innovationen geliefert, um den Brennstoffzellen-Lkw unter Strom zu setzen und mit modernsten Features auszustatten. Der Technologie- und Systemansatz des vorgestellten Trucks ist übertragbar auf alle Lkws der Nikola Motor Company. Dazu zählen der Nikola One mit Schlafkabine und der Nikola Tre, ein wasserstoffbetriebener Lkw für den europäischen Markt. Mit Bosch als Innovationspartner konnten wir unsere Vision Wirklichkeit werden lassen....Trevor Milton, Gründer und CEO der Nikola Motor Company Bosch bringt innovative Hard- und Software in Nikola Trucks Ob für die Automatisierung, Vernetzung oder Elektrifizierung: Die Nikola Trucks haben zahlreiche Bosch-Innovationen für mehr Sicherheit und Effizienz an Bord. Ingenieurteams von Bosch-Standorten in den USA und Deutschland haben mehr als 220 000 Stunden in die Entwicklung gesteckt, um die Idee der Nikola Motor Company umzusetzen. „Wir haben modernste Bosch-Technik und unser Know-how einfließen lassen, um diesen Truck fit für die Zukunft zu machen“, sagt Jason Roycht, Vice President und Regional Business Unit Leader der Bosch-Einheit Commercial Vehicles & Off-Road in Nordamerika. „Durch die enge Zusammenarbeit haben Bosch und Nikola voneinander gelernt und sich gegenseitig angespornt. Der Nikola Two ist nicht nur eine einfache Weiterentwicklung des Schwerlasters von heute. Er ist revolutionär.“ „Mit Bosch als Innovationspartner konnten wir unsere Vision Wirklichkeit werden lassen“, sagt Trevor Milton, Gründer und CEO der Nikola Motor Company. „Wir halten Ausschau nach Partnern, die uns Kompetenz und ein erstklassiges Produkt bieten, die aber auch bereit sind, unsere Träume zu teilen.“ Wir haben modernste Bosch-Technik und unser Know-how einfließen lassen, um diesen Truck fit für die Zukunft zu machen....Jason Roycht, Vice President und Regional Business Unit Leader der Bosch-Einheit Commercial Vehicles & Off-Road in Nordamerika Bosch und Nikola haben das Herz des Trucks entwickelt Das Herz des Trucks ist der Brennstoffzellenantrieb, der neue Maßstäbe bei der Fahrzeugreichweite setzt. Bosch und Nikola haben den Antrieb ebenso wie das Fahrzeug-Chassis, in das er integriert ist, gemeinsam entwickelt. Dazu gehört auch die weltweit erste elektrifizierte Achse für schwere Nutzfahrzeuge mit Doppelantrieb, die Motor, Antriebselektronik und Getriebe in einem Gehäuse vereint. Der Nikola Truck ist aber mehr als ein Brennstoffzellen-Fahrzeug. Er ist ein rollender Supercomputer. Dessen Gehirn konstruiert Nikola – Systeme, Software und Ingenieurwissen kommen von Bosch. Das Fahrzeug ist mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die eine enorme Rechenpower erfordern. Diese liefert das zentrale Steuergerät, die Vehicle Control Unit (VCU) von Bosch. Sie ermöglicht beispielsweise Over-the-Air-Updates oder Echtzeit-Monitoring. Mithilfe der VCU können Fahrzeuge ohne Ausfallzeiten betrieben werden. Nikola-Trucks werden mit Bosch-Technik spiegellos und schlüssellos Bosch-Technik findet sich nicht nur im Gehirn des Fahrzeugs und im Antrieb. Das von Bosch und Mekra Lang entwickelte Mirror Cam System ersetzt die beiden großen Außenspiegel durch Videosensoren außen an der Fahrzeugkabine. Dem Fahrer wird das Bild der Kameras in Echtzeit auf hochauflösenden Monitoren in der Fahrerkabine angezeigt. Je nach Situation passt das System die Darstellung auf den Bildschirmen an – weiter Blick auf der Autobahn, großer Bildwinkel im Stadtverkehr, hohe Kontraste bei Nachtfahrten. Das Mirror Cam System erhöht nicht nur die Sicherheit. Der Verzicht auf konventionelle Außenspiegel bietet auch aerodynamische Vorteile, da es den Luftwiderstand reduziert. Mit dem System Perfectly keyless von Bosch lassen sich die Fahrzeugschlüssel der Nikola Trucks digital verwalten. Per Smartphone-App können Speditionen und Nutzfahrzeugvermietungen ihre Fahrer für bestimmte Fahrzeuge der Flotte freischalten und flexibel managen, wer Zugang hat und wann. Der Lkw ist mit Sensoren ausgestattet, die ein Smartphone mit installierter Perfectly keyless App erkennen. Ist die App einmal auf dem Mobiltelefon installiert, kann dort ein einmaliger Sicherheitsschlüssel erstellt werden, der in das digitale Schloss des Fahrzeugs passt. Nähert sich der Fahrer dem Fahrzeug, erkennt Perfectly keyless das Smartphone, identifiziert den Sicherheitsschlüssel und entriegelt bei passendem digitalen Schlüssel die Tür. Sobald sich der Fahrer wieder vom Truck entfernt, wird das Fahrzeug automatisch sicher verschlossen. Das elektro-hydraulische Lenksystem Servotwin von Bosch ermöglicht die Einbindung der Lenkung in Fahrerassistenzsysteme. In den Nikola-Fahrzeugen wird Servotwin Funktionen wie Spurhalteassistent, Seitenwind¬kompensation und Stauassistent ermöglichen, die den Fahrer aktiv unterstützen und für mehr Fahrkomfort und Sicherheit sorgen. Das Lenksystem ist außerdem ein wichtiger Baustein für die Einführung weiterer automatisierter Funktionen in der Zukunft.

Diese Innovationen präsentiert Bosch auf der EICMA 2018

06.11.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Diese Innovationen präsentiert Bosch auf der EICMA 2018

Mailand, Italien – Ob intelligente Assistenzsysteme, Vernetzungslösungen oder neue Energie für den Antrieb: Bosch hat für die Motorräder und Powersports-Fahrzeuge der Zukunft die richtigen Lösungen parat. Mit innovativen Lösungen und Technologien vollzieht Bosch den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer stressfreien, unfallfreien und nahezu emissionsfreien Mobilität.Die Highlights am Bosch-Messestand (G55, Halle 13): Radar-basierte Assistenzssysteme: Nach Abschätzungen der Bosch Unfallforschung könnten radar-basierte Assistenzsysteme jeden siebten Motorradunfall verhindern. Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Die technische Basis, die dahintersteckt: eine Kombination von Radarsensor, Bremssystem, Motormanagement und Human Machine Interface. Der Radar als „Sinnesorgan“ des Motorrads ermöglicht die neuen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen für Bikes und liefert ein genaues Bild des Fahrzeugumfelds. Die Assistenzfunktionen sorgen damit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Fahrspaß und Komfort, da sie den Fahrer entlasten. Die Funktionen im Überblick: Die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC): Das Fahren bei dichtem Straßenverkehr und das Halten des richtigen Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug erfordert hohe Konzentration und ist auf Dauer anstrengend. ACC passt die Geschwindigkeit des Fahrzeugs dem Verkehrsfluss an und hält den nötigen Sicherheitsabstand zum Vordermann ein. Die Vorteile: ACC kann Auffahrunfälle vermeiden, die aufgrund zu geringen Abstands entstehen. ACC bietet dem Fahrer nicht nur mehr Komfort, gerade beim Fahren in der Kolonne, er kann sich auch besser auf das aktuelle Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die Kollisionswarnung: Einmal kurz nicht aufgepasst – im Straßenverkehr kann das schwerwiegende Folgen haben. Um das Risiko eines Auffahrunfalls zu reduzieren oder dessen Auswirkungen abzuschwächen, hat Bosch die Kollisionswarnung für Motorräder entwickelt. Sie ist aktiv, sobald das Fahrzeug gestartet wird und unterstützt den Fahrer in allen relevanten Geschwindigkeitsbereichen. Erkennt das System eine kritische Annäherung an ein vorausfahrendes Fahrzeug und bleibt eine Reaktion des Fahrers auf die Gefahrensituation aus, warnt es den Fahrer über ein akustisches oder optisches Signal. Der Totwinkelwarner: Er hat seine Augen überall und hilft Motorradfahrern beim sicheren Wechseln der Spur. Ein Radarsensor dient dem Totwinkelwarner als elektronisches Auge. Er erfasst Objekte im nur schlecht einsehbaren Raum. Die Technik warnt den Fahrer mit einem optischen Signal, zum Beispiel im Rückspiegel, wenn sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel befindet. ABS: mehr Sicherheit vom eBike bis zum Powersports-Fahrzeug: Seit 1984 hat Bosch das Motorrad-ABS kontinuierlich weiterentwickelt, um diese wichtige Sicherheitstechnik für alle Fahrzeugklassen und in allen Märkten einzuführen. Laut Bosch-Unfallforschung könnte ungefähr jeder vierte Motorradunfall mit Toten und Verletzten verhindert werden, wenn alle Zweiräder mit ABS ausgestattet wären. Weltweit schreiben immer mehr Länder und Regionen, darunter die EU, Japan, Taiwan und Brasilien, den Einsatz von Motorrad-ABS vor. ABS wird auch in anderen Fahrzeugklassen wie Powersports-Fahrzeugen oder Pedelecs eingesetzt. Als erster Anbieter überhaupt hat Bosch ein Antiblockiersystem für eBikes im Portfolio. Mit der Entwicklung ist es möglich, das Blockieren des Vorderrades zu verhindern, sowie das Abheben des Hinterrads durch ein intelligentes System zu begrenzen. So lässt sich der Bremsweg reduzieren und das Risiko von Überschlägen und Stürzen verringern. Einen flächendeckenden Einsatz des ABS vorausgesetzt, ließen sich einer Studie der Bosch Unfallforschung zufolge Pedelec-Unfälle somit um bis zu 25 Prozent reduzieren. Auch die Anzahl der Unfälle mit schweren Verletzungen könnte weiter reduziert werden. Das ABS für Pedelecs wird Ende 2018 für ausgewählte Modelle zur Verfügung stehen. Im Powersports-Segment entwickelte Bosch gemeinsam mit BRP das weltweit erste Antiblockiersystem für All Terrain Vehicles (ATVs). Die BRP-Modelle Outlander und Renegade 2018 und 2019 sind mit ABS-Technologie von Bosch ausgestattet. Lösungen für die Elektromobilität: Mobilitätsangebote für die Stadt müssen nicht nur flexibel und erschwinglich, sondern auch – und das ist besonders wichtig – hocheffizient sein. Speziell für die urbane Mobilität hat Bosch deshalb ein aufeinander abgestimmtes 48-Volt-System mit Motor, Steuergerät, Batterie, Ladegerät, Display entwickelt und bringt damit effiziente Mobilität in die Stadt. Das System für zwei, drei oder vier Räder ist für alle Fahrzeugklassen zwischen 0,25 und 20 Kilowatt einsetzbar. Darüber hinaus zeigt eine dazugehörige App Fahrzeugdaten wie beispielsweise den Ladestand an, ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer sowie den Zugang zu sozialen Netzwerken. Leichte Elektrofahrzeuge spielen auch im Lieferverkehr eine zunehmend wichtige Rolle, um Waren im Stadtgebiet schnell und flexibel auszuliefern. Bosch treibt mit seinem 48-Volt-Antriebssystem das Cargo-Dreirad von Ligier an. Damit bringen Lieferdienste Briefe und Päckchen im urbanen Umfeld auf der „letzten Meile“ bis zum Ziel. Weitere Innovationen am Bosch-Messestand: Verbesserte Motorrad-Stabilitätskontrolle: Die neue Generation der Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC enhanced steht als semi- oder vollintegriertes System zur Verfügung. Im Vergleich zur Generation 9 konnten die Baugröße um 35 Prozent und das Gewicht um 20 Prozent verringert werden. Durch den geringeren Einbauaufwand kann das System nun auch in kleineren Motorrädern verbaut werden. Die neue MSC-Generation nutzt neuste Technologien aus dem Pkw-Bereich und unterstützt künftige Funktionen wie moderne Fahrerassistenzsysteme. Elektronische Motorsteuerung: Elektronische Motorsteuerungssysteme sind das Herzstück einer effizienten und kostensparenden Technologie, mit der Zweiräder künftige Emissionsvorschriften wie Euro 5 und BS 6 (Bharat Stage) einschließlich On Board Diagnose l/ll erfüllen können. Kombiniert mit hoch entwickelter Sensortechnik können Motorsteuerungen erhebliche Effizienzsteigerungen gegenüber konventionellen Vergasersystemen erzielen und CO₂-Emissionen je nach Anwendungsfall um bis zu 16 Prozent senken. Zentrale Komponente des neuen Motor-Management-Systems ist das Steuergerät. In diesem kleinen Computer werden alle Antriebsdaten ausgewertet und unter anderem der Zündzeitpunkt und Kraftstoffmenge flexibel angepasst. Um künftige Emissionsvorschriften wie BS 6 in Indien zu erfüllen, hat Bosch speziell für Zweiradanwendungen eine neue und besonders kleine, beheizte Lambda-Sonde entwickelt. Sie misst den Sauerstoffgehalt im Abgas und trägt zur Optimierung des Kraftstoff-Luft-Gemischs bei. Das M12-Gewinde und das überarbeitete Design des Schutzrohrs gestatten den Einbau auch in beengten Platzverhältnissen und gewährleisten eine optimierte Heizperformance. Die erwartete Laufleistung liegt bei rund 100 000 km. Die neue Mini-Lambda-Sonde wird 2019 in die Serienproduktion gehen. Integrated Connectivity Cluster mit mySPIN: Moderne Fahrerassistenzsysteme benötigen ein nutzerfreundliches Human Machine Interface, um dem Motorradfahrer alle Informationen übersichtlich anzuzeigen. Das Integrated Connectivity Cluster (ICC) ist ein speziell für motorisierte Zweiräder und Powersports-Fahrzeuge entwickeltes Fahrerinformationssystem. Es vereint alle Instrumente im Motorradcockpit zu einem Display und ermöglicht dem Fahrer, sein Smartphone via Bluetooth mit dem Motorrad zu verbinden. Über eine intuitive Lenkerfernbedienung kann der Fahrer Anrufe entgegennehmen oder tätigen, auf seine Kontaktlisten zugreifen oder auch Musik hören. Die Smartphone-Integrationslösung mySPIN erhöht den Komfort noch weiter. So ermöglicht sie dem Fahrer, den Inhalt seines Smartphones an das Motorrad, den Scooter oder das Powersports-Fahrzeug zu übertragen. Damit steht allen Fahrzeugherstellern eine offene Plattform mit zahlreichen Möglichkeiten zur Verfügung. Auch Apps von Drittanbietern lassen sich mit mySPIN problemlos integrieren.

EICMA 2018: Boschs Geschäft mit Motorradtechnik nimmt weiter Fahrt auf

06.11.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

EICMA 2018: Boschs Geschäft mit Motorradtechnik nimmt weiter Fahrt auf

Mailand, Italien – Boschs Produktbereich Two-Wheeler and Powersports nimmt weiter Fahrt auf. Das zeigt das Umsatzplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Bosch für 2018 erwartet. Damit rückt das Unternehmen seinem Ziel näher, bis 2020 mit Fahrerassistenz- und Antriebssystemen, Elektromobilität und Vernetzungslösungen einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erzielen. „Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Wichtigster Absatzmarkt für Bosch ist Indien, wo das Unternehmen Antriebslösungen und Sicherheitssysteme für motorisierte Zweiräder anbietet. Bosch agiert in einem Wachstumsfeld, denn die Nachfrage nach motorisierten Zweirädern steigt. Studien zufolge soll der Markt bis 2022 jährlich um über 4 Prozent zulegen (Quelle: Freedonia). Prognostiziert wird, dass bis 2022 circa 122 Millionen Fahrzeuge produziert werden. Neben Indien und China zählt Südostasien zu den relevantesten Märkten weltweit. Aus diesem Grund hat Bosch dort nun ein eigenes Team gegründet, um die lokalen Anforderungen des Marktes noch besser bedienen zu können. Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran....Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Unfallfrei, stressfrei und emissionsfrei: Das ist Boschs Vision der Mobilität der Zukunft. Und darin spielt auch das Motorrad eine wichtige Rolle. Besondere Bedeutung hat für Bosch das Thema Sicherheit. Denn: Motorradfahrer zählen immer noch zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für sie bis zu 20-mal höher als für Pkw-Fahrer. Deshalb setzt Bosch auf ein dreistufiges Sicherheitskonzept: Stufe 1: Das Motorrads wird beim Bremsen und Beschleunigen stabilisiert. Stufe 2: Innovative Sensorik ermöglicht eine Erfassung des Fahrzeugumfelds und damit wichtige Assistenz- und Sicherheitsfunktionen. Stufe 3: Das Motorrad wird mit seiner Umgebung nahtlos vernetzt. Bosch bringt dem Motorrad das Sehen und Fühlen bei Bosch hat mit Assistenzsystemen wie ABS und der Stabilitätskontrolle MSC das Fahren auf zwei Rädern deutlich sicherer gemacht. Nach Erkenntnissen der Bosch-Unfallforschung ließe sich allein mit MSC rund ein Drittel der Motorradunfälle vermeiden. Nun geht Bosch noch einen Schritt weiter: mit einem neuen Sicherheitspaket für motorisierte Zweiräder, das aus adaptiver Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Kollisionswarnung und Totwinkelassistent besteht. Nach Abschätzungen der Bosch Unfallforschung könnten diese radar-basierte Assistenzsysteme jeden siebten Motorradunfall verhindern. Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Die technische Basis, die dahintersteckt: eine Kombination von Radarsensor, Bremssystem, Motormanagement und Human Machine Interface. Der Radar als „Sinnesorgan“ des Motorrads ermöglicht die neuen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen für Bikes und liefert ein genaues Bild des Fahrzeugumfelds. Die Assistenzfunktionen sorgen damit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Fahrspaß und Komfort, da sie den Fahrer entlasten. „Das Motorrad der Zukunft muss sehen und fühlen können“, sagt Geoff Liersch, Leiter des Produktbereichs Two-Wheeler and Powersports von Bosch. Mehr Sicherheit, mehr Fahrspaß Assistenzsysteme alleine reichen jedoch nicht aus, um das Motorradfahren sicherer zu machen. Boschs Vision: Unfälle gar nicht erst entstehen lassen. Nach Schätzungen der Bosch-Unfallforschung könnte mit der Motorrad-zu-Auto-Kommunikation fast jeder dritte Motorradunfall vermieden werden. Dabei tauschen Fahrzeuge im Umkreis von mehreren hundert Metern bis zu zehn Mal pro Sekunde Informationen zu Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung aus. Das heißt: Lange bevor ein Motorrad für Autofahrer und fahrzeugeigene Sensoren in Sicht kommt, wissen sie dank der Technologie: Achtung, ein Motorrad nähert sich. Das ermöglicht ein verbessertes, vorausschauendes Fahren. „Wir wollen das Motorradfahren sicherer machen, ohne den Fahrspaß zu beeinträchtigen“, so Geoff Liersch weiter. Wenn sich ein Unfall doch nicht mehr vermeiden lässt, setzt das eCall-System von Bosch einen Notruf ab, damit Verletzte möglichst schnell versorgt werden können. Elektromobilität für die Stadt der Zukunft Neben Sicherheit ist Urbanisierung eine weitere große Herausforderung für den Motorradmarkt. Bereits heute leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Laut UN-Prognosen sollen es 2050 schon 70 Prozent sein. Das bedeutet: Mit zunehmender Bevölkerung verdichtet sich der Verkehr und damit gehen auch Probleme wie Staus, Lärmbelastung und Emissionen einher. Speziell für die urbane Mobilität hat Bosch deshalb ein aufeinander abgestimmtes 48-Volt-System mit Motor, Steuergerät, Batterie, Ladegerät, Display entwickelt und bringt damit effiziente Mobilität in die Stadt. Das System für zwei, drei oder vier Räder ist für alle Fahrzeugklassen zwischen 0,25 und 20 Kilowatt einsetzbar. Darüber hinaus zeigt eine dazugehörige App Fahrzeugdaten wie beispielsweise den Ladestand an, ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer sowie den Zugang zu sozialen Netzwerken. Leichte Elektrofahrzeuge spielen auch im Lieferverkehr eine zunehmend wichtige Rolle, um Waren im Stadtgebiet schnell und flexibel auszuliefern. Bosch treibt mit seinem 48-Volt-Antriebssystem das Cargo-Dreirad von Ligier an. Damit bringen Lieferdienste Briefe und Päckchen auf der „letzten Meile“ bis zum Ziel.

Bosch steigt ins Carsharing mit Elektro-Transportern ein

09.10.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch steigt ins Carsharing mit Elektro-Transportern ein

Stuttgart – Mal eben schnell per App ein Auto mieten: Das machen alleine in Deutschland fast zwei Millionen Carsharing-Nutzer, Tendenz steigend. In diesem Wachstumsmarkt startet Bosch einen neuen Sharing-Dienst für Elektro-Transporter. Gemeinsam mit der REWE Group-Tochter toom wird das Unternehmen den Service genau dort testen, wo Transporter mit ausreichend Platz für schwere und unhandliche Einkäufe gefragt sind: im Baumarkt. „Bosch wächst mit digitalen Diensten für die urbane Mobilität. Das Teilen von elektrischen Transportern hat großes Wachstumspotenzial“, sagt Dr. Rainer Kallenbach, Vorsitzender des Bereichsvorstands für den Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions von Bosch. Mit mehr als 330 Märkten zählt toom zu den führenden Anbietern der deutschen Baumarktbranche. In fünf ausgewählten Märkten können Kunden ab Dezember 2018 Elektro-Transporter direkt beim Einkauf mit nur wenigen Klicks auf dem Smartphone buchen und Terrassenplatten, Balkonpflanzen und Wandfarbe schnell und einfach nach Hause bringen. „Als nachhaltig handelndes Unternehmen ist es uns besonders wichtig, unseren Beitrag zum Umweltschutz stetig zu erweitern. Daher freuen wir uns sehr, dass wir unseren Kunden nun auch auf dem Weg nach Hause eine umweltfreundliche Transportmöglichkeit ihres Einkaufs anbieten können“, sagt Wolfgang Vogt, Geschäftsführer Finanzen und Personal bei toom. Dass Bosch sich mit Sharing-Diensten auskennt, zeigt das Unternehmen mit COUP, einem Leihservice für Elektroroller. Seit dem Start von COUP im Jahr 2016 fahren heute 3 500 Roller durch Berlin, Paris und Madrid. Bosch wächst mit digitalen Diensten für die urbane Mobilität. Das Teilen von elektrischen Transportern hat großes Wachstumspotenzial....Dr. Rainer Kallenbach, Vorsitzender des Bereichsvorstands für den Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions von Bosch Elektro-Flotte zum Mieten In Deutschland hat jedes zehnte Carsharing-Auto einen Elektroantrieb. Sowohl mit COUP als auch dem neuen Transporter-Sharing setzt Bosch zu 100 Prozent auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge. „Rein elektrisches Fahren ist ideal für die urbane Mobilität – sei es beim städtischen Lieferverkehr oder der individuellen Mobilität in Metropolen“, sagt Kallenbach. Zunächst werden Baumärkte in Berlin, Frankfurt, Leipzig, Troisdorf und Freiburg den Dienst anbieten. An diesen Märkten stehen bereits Ladesäulen für die kleinen elektrischen Nutzfahrzeuge, die beim neuen Leihservice von StreetScooter kommen. Für diese Fahrzeuge liefert Bosch die Antriebskomponenten. Die gemeinschaftliche Nutzung von Elektro-Transportern kann für Bosch nicht nur im Baumarkt funktionieren: Kommt der neue Service bei den Nutzern an, plant Bosch eine Expansion des Sharing-Dienstes gemeinsam mit weiteren Partnern – seien es zusätzliche Märkte von toom, Möbelhäuser, Super- oder Elektromärkte. Tschüss Einkaufsstress Carsharing ist längst kein Nischenthema mehr. Das zeigt das rasante Wachstum der Branche: Bis 2025 soll der weltweite Markt auf 36 Millionen Nutzer anwachsen (Quelle: Frost & Sullivan). Besonders in Großstädten nutzen Bewohner immer häufiger das Angebot, Fahrzeuge 24/7 per App zu buchen und direkt loszufahren. Große und sperrige Einkäufe passen jedoch meist nicht in den Rucksack, wenn man mit einem geliehenen Roller oder dem Miet-Fahrrad durch die Stadt fährt. Wer kurzfristig eine Transportlösung für seine Baumarkteinkäufe sucht, der bucht sich mit dem neuen Service entweder einige Stunden vorab oder spontan beim Einkauf einen geräumigen Elektro-Transporter. Die Rückgabe erfolgt an derselben Station, an der die Baumarkt-Kunden das Fahrzeug abholen. Der Vorteil: Nutzer zahlen eine Stundenpauschale, in der Kilometer und das Stromtanken inkludiert sind. Das ist häufig günstiger als die Anmietung eines klassischen Mietwagens. Zudem ist der gesamte Prozess der Anmietung und Rückgabe komplett digital und funktioniert ohne lästigen Papierkram.

Neue Dieseltechnik von Bosch: Ihre Fragen beantwortet

30.07.2018

Pressemeldung

Antriebssysteme

Neue Dieseltechnik von Bosch: Ihre Fragen beantwortet

Welche Vorteile hat die neue Dieseltechnik von Bosch? Dank kontinuierlicher Forschung und steten Verbesserungen im Bereich Dieseltechnik und -anwendungen konnten die Entwickler von Bosch unter verschiedensten Umwelt- und Fahrbedingungen einen noch geringeren Stickoxid-Emissionswert (NOx) erreichen. Bei europäischen EU6-RDE-Praxistests kamen mit der neuen Dieseltechnik von Bosch ausgestattete Fahrzeuge auf einen Durchschnittswert von nur 13 Milligramm NOx pro Kilometer. Für dieses Resultat waren erhebliche Änderungen an der bestehenden Technik erforderlich, doch nun kann die Technik ohne hohe Zusatzkosten bei Neuwagen appliziert werden. Gibt es Vergleichswerte für diese 13 Milligramm pro Kilometer? Seit 2017 verlangt der europäische EU6-RDE-Standard, dass neue Pkw-Modelle bei einem Mix aus Stadt-, Überland- und Autobahnfahrten höchstens 168 Milligramm Stickoxid pro Kilometer emittieren, ab 2020 maximal 120 Milligramm. Die mit der neuen Dieseltechnik von Bosch ausgestatteten Testfahrzeuge haben gezeigt, dass bei Fahrten, die den europäischen EU6-RDE-Prüfkriterien entsprechen, eine durchschnittliche Emission von nur 13 Milligramm pro Kilometer möglich ist. Was ist unter "verschiedenste Umweltbedingungen" zu verstehen? Dazu gehören extreme Fahrstile (sehr dynamisch bzw. sehr langsam), hohe und niedrige Außentemperaturen, Autobahnfahrten und Fahrten auf verkehrsreichen innerstädtischen Straßen. Was zeichnet die neue Dieseltechnik im Detail aus? Bosch hat ein reaktionsschnelles Luftsystem des Motors entwickelt, das einen optimierten Turbolader und eine Kombination aus Hoch- und Niederdruckabgasrückführung sowie einen aktiven SCR- auf DPF-Katalysator und einen passiven nachgelagerten SCR-Katalysator beinhaltet. Außerdem sorgt ein komplexes neues Thermomanagementsystem für den Dieselmotor dafür, dass die Temperatur der Abgase in einem Bereich liegt, der zur Optimierung der Emissionsreduzierung unter verschiedensten Umwelt- und Fahrbedingungen beiträgt. Wann ist die Technik serienreif? Dieses Resultat bei Testfahrzeugen beruht auf erheblich modifizierten Motor- und Emissionseinstellungen und der Anwendung von Technik und Komponenten, die erst kürzlich auf den Markt gekommen sind. Die Kunden von Bosch können jetzt anfangen, mit diesem neuen System-Know-how zu arbeiten und es in die Produktionsprojekte für zukünftige Modelle in den nächsten Jahren zu integrieren. Warum sind Stadtfahrten anspruchsvoller als Autobahn- oder Überlandfahrten? Für eine optimale Stickoxid-Konvertierung müssen die Abgase mehr als 200 Grad heiß sein – eine Temperatur, die gerade bei Stadtfahrten oft nicht erreicht wird, da die Abgase aufgrund von Staus oder stockendem Verkehr abkühlen können. Das neue Thermomanagement von Bosch gleicht diesen Nachteil aus, indem es die Abgastemperatur unter den verschiedensten Betriebsbedingungen aktiv steuert. Braucht es für die Temperatursteuerung im Abgasstrang einen Zusatzheizer auf 48-Volt-Basis oder vergleichbare zusätzliche Bauteile? Der neue Bosch Diesel-Antrieb basiert auf mittlerweile am Markt verfügbaren Komponenten und ist nicht auf ein zusätzliches 48-Volt-Bordnetz angewiesen. Wird der Diesel durch die neue Bosch-Technik deutlich teurer? Bosch rechnet nicht damit, dass sich die Produktionskosten für Dieselfahrzeuge dadurch wesentlich erhöhen. Verliert der Diesel durch die neue Technik seinen Spritspar- und Klimavorteil? Nein, unsere Entwickler konnten die Stickoxid-Emissionen weiter reduzieren und gleichzeitig den CO₂-Vorteil des Diesels erhalten. Wann ist die Dieseltechnik verfügbar und für Kunden zu kaufen? Bosch kann leider keine Angaben dazu machen, wann Fahrzeuge erhältlich sein werden. Das wird von den Herstellern abhängen. Sie sprechen von einem Durchbruch, aber sagen gleichzeitig, es sind nur seriennahe Teile verbaut. Ist das nicht ein Widerspruch? Bosch profitiert von kontinuierlicher Forschung und Entwicklung sowie neuen Komponenten, die gerade auf den Markt kommen. Dadurch können die Kunden jetzt anfangen, bei der Produktion künftiger Modelle auf die Projekterfahrung von Bosch aufzubauen. Die erzielten Fortschritte beruhen wesentlich auf komplexen Optimierungen des Gesamtsystems. Wenn Bosch hier größtenteils bestehende Hardware verbaut, wieso kommt die Technik dann erst jetzt und nicht schon vor ein paar Jahren? Zum Teil war die Hardware vor ein paar Jahren noch nicht verfügbar, und das neue Motor- und Temperaturmanagement von Bosch beruht auf jahrelanger Weiterentwicklung des Systems und dem entsprechenden Know-how. Die heutige Entwicklung war vor ein paar Jahren noch nicht möglich. Zudem wurden Test- und Messstrategien verbessert, sodass eine präzisere Messung der Fahrzeugemissionen unter dynamischeren Bedingungen möglich ist. Mit Hilfe dieser konnten die Entwickler von Bosch gezielt an Verbesserungen arbeiten und die technische Entwicklung letztlich beschleunigen. Was bedeutet diese Technik für die Luftqualität in Städten? Hierzu hat Bosch bei einem unabhängigen Ingenieurbüro eine Analyse beauftragt. Geprüft wurde die Luftqualität in der Nähe der Messstation Neckartor in Stuttgart, die für hohe Stickoxidwerte bekannt ist. Das Ergebnis der Datenanalyse ist eindeutig: Hätten alle Dieselfahrzeuge den neuesten Stand der Bosch Abgastechnik an Bord, wäre ihr Anteil an den Emissionen vor Ort vernachlässigbar und die von der EU geforderten Emissionsgrenzwerte könnten auch am Neckartor unterboten werden. Ist die neue Bosch-Dieseltechnik auch nachrüstbar? Angesichts der Art der Systemänderungen, die Bosch an den Testfahrzeugen vorgenommen hat, wäre eine Nachrüstung weder sinnvoll noch praktikabel. Kommt die Technik nicht zu spät, um Fahrverbote zu verhindern? Die Politik kann viele andere Maßnahmen außer Fahrverboten ergreifen, um für Luftqualität zu sorgen, die den EU-Normen entspricht. Allein die normale Flottenerneuerung wird dazu beitragen, dass Diesel-PKWs weniger Stickoxide abgeben, und wenn in Zukunft alle Diesel-Fahrzeuge die von Bosch entwickelte Technologie an Bord haben, werden Diesel-PKWs nur noch in vernachlässigbarem Umfang Stickoxide emittieren. Damit werden Diesel-Fahrverbote zur Einhaltung von Umweltvorgaben überflüssig. Ist diese komplexe Technik auch noch in der Kompaktklasse bezahlbar? Grundsätzlich hält Bosch es für technisch möglich, die Technik bei verschiedenen Motorentypen anzuwenden. Wie verändert sich der AdBlue-Verbrauch? Der AdBlue-Verbrauch des Versuchsfahrzeugs liegt bei etwa einem bis 1,5 Litern pro 1 000 Kilometern – auch bei dynamischer Fahrweise. Wie hoch war der Entwicklungsaufwand für die neue Dieseltechnik? Der Aufwand für die Entwicklung der neuen Dieseltechnik über mehrere Jahre war enorm.