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Bosch gründet Start-up für Quantensensorik

17.02.2022

Pressemeldung

Forschung

Bosch gründet Start-up für Quantensensorik

Ludwigsburg – Die Robert Bosch GmbH gründet einen neuen Produktbereich zur Kommerzialisierung von Quantensensoren. Dazu werden in einem internen Start-up Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre gebündelt und in Produkte überführt, um an dem erwarteten starken Marktwachstum zu partizipieren. Jens Fabrowsky, als Bereichsvorstand bei Bosch Automotive Electronics zuständig für das Halbleitergeschäft: „Die Quantentechnologie verschiebt die Grenzen des Machbaren – sowohl im Bereich der Datenverarbeitung als auch der Sensoren. Vor allem geht es darum, den breiten praktischen Nutzen von Quanteneffekten zu erhöhen – von der Entwicklung CO2-neutraler Antriebe bis zur neurologischen Diagnostik. Bosch forscht seit Jahren intensiv im Bereich der Quantensensorik und wir sehen uns hier weltweit in einer führenden Position. Künftig möchten wir daraus auch Geschäftsmodelle entwickeln." Die Quantentechnologie verschiebt die Grenzen des Machbaren – sowohl im Bereich der Datenverarbeitung als auch der Sensoren....Jens Fabrowsky, Bereichsvorstand bei Bosch Automotive Electronics Dr. Katrin Kobe führt neue Einheit CEO des neu gegründeten Start-ups ist Dr. Katrin Kobe. Die promovierte Physikerin bringt mehr als 25 Jahre Managementerfahrung aus Tätigkeiten in unterschiedlichen Technologieunternehmen mit zu Bosch und hat dabei mehrfach neue Geschäftsfelder erschlossen. Dr. Katrin Kobe: „Bei Bosch hat die Forschung einen großen Stellenwert. Als weltweit aufgestelltes Unternehmen mit Kooperationen und Expertise im Bereich der Quantentechnologie nutzt Bosch die Chance, dieses Zukunftsthema im agilen Umfeld eines Start-ups voranzutreiben.“ Derzeit sind bereits 15 Mitarbeitende im neuen Start-up tätig. Das Team soll in den kommenden Monaten auf mehr als 20 Mitarbeitende wachsen, gesucht werden insbesondere Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Geschäftsfeldentwicklerinnen und -entwickler. Bei Bosch hat die Forschung einen großen Stellenwert. Als weltweit aufgestelltes Unternehmen mit Kooperationen und Expertise im Bereich der Quantentechnologie nutzt Bosch die Chance, dieses Zukunftsthema im agilen Umfeld eines Start-ups voranzutreiben....Dr. Katrin Kobe, CEO des neuen Start-ups Medizinische Anwendungen in absehbarer Zeit möglich Quantensensoren nutzen die einzelnen Atome eines Gases oder Defekte in Festkörpern als atomare Messinstrumente. Durch deren gezielte Initialisierung vor der Messung und dem Auslesen individueller Quantenzustände nach der Messung erreichen Quantensensoren eine noch nie dagewesene Präzision. Dank der Quantentechnologie wird es in absehbarer Zeit möglich sein, in Größenordnungen um den Faktor 1 000 genauer zu messen als mit heutigen MEMS-Sensoren (MEMS; mikro-elektro-mechanisches System). Quantensensoren können beispielsweise helfen, neurologische Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson genauer und einfacher zu diagnostizieren. Außerdem können mit ihnen Nervenimpulse erfasst werden, um künftig zum Beispiel medizinische Prothesen anzusteuern. Auch die Detektion feinster Lageänderungen von Gegenständen wird mit solchen Sensoren möglich. Bosch forscht bereits seit sieben Jahren im Bereich Quantensensorik – voll funktionsfähige und leistungsstarke Demonstratoren eines Quanten-Magnetometers und eines Quanten-Gyrometers liegen vor. Mit Quanten-Magnetometern lassen sich beispielsweise winzige Magnetfelder physiologischer Prozesse detektieren, Quanten-Gyrometer erlauben die hochpräzise Erfassung von Rotationen für die Navigation autonomer Systeme. Langfristiges Ziel ist die weitere Miniaturisierung bis hin zur Integration auf einem Chip. Darüber hinaus arbeitet Bosch seit 2018 an acht öffentlich geförderten, teils internationalen Quantensensorik-Projekten aktiv mit. Mit dem neuen Produktbereich will Bosch dieses Feld nun auch strategisch für sich erschließen. Stark wachsender Markt erwartet Marktexperten erwarten für Quantensensorik-Anwendungen in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum. Im Jahr 2021 wurden weltweit 22 Milliarden US-Dollar in Quantentechnologie investiert. Laut McKinsey & Co. soll das Marktvolumen für Quantensensoren auf bis zu sieben Milliarden US-Dollar anwachsen. Der neue Produktbereich wird ab Frühjahr 2022 in den Gebäuden der Grow Platform GmbH in Ludwigsburg angesiedelt. Organisatorisch gehört das Start-up zum Bosch-Geschäftsbereich Automotive Electronics mit Sitz in Reutlingen.

Politikprominenz bei Bosch: Bundeskanzlerin Merkel und Premier Costa eröffnen Te ...

30.05.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

Politikprominenz bei Bosch: Bundeskanzlerin Merkel und Premier Costa eröffnen Te ...

Braga, Portugal – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der portugiesische Premierminister António Costa haben heute gemeinsam mit Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel ein neues Technologiezentrum in Braga eröffnet. An dem Standort, rund 50 Kilometer nordöstlich der Küstenstadt Porto, sollen bis Ende 2018 gut 200 Ingenieure an der Entwicklung von Sensoren und Softwarefunktionen für das automatisierte Fahren arbeiten. Dadurch entstehen 100 neue Arbeitsplätze. Rund 100 weitere Beschäftigte sind bereits aus dem vier Kilometer entfernten Hauptstandort des Unternehmens in das neue Technologiezentrum gezogen, das eine Fläche von 4 500 Quadratmetern umfasst. Die deutsche Bundeskanzlerin war für einen Austausch und die Weiterentwicklung der deutsch-portugiesischen Beziehungen angereist. Portugals Premierminister begrüßte in seiner Ansprache die Eröffnung des neuen Bosch-Technologiezentrums in dem südeuropäischen Land: „Portugal steht für Innovationskraft. Das unterstreicht auch das Engagement von Firmen wie Bosch”, erklärte António Costa. Unsere Mitarbeiter hier werden nun noch stärker zu einem der bedeutendsten Zukunftsprojekte beitragen – der Entwicklung des automatisierten Fahrens....Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH „Unser neues Technologiezentrum in Braga ist ein weiterer Beleg für das große Potenzial, das wir dem Standort Portugal beimessen. Zudem ist es ein Vertrauensbeweis in die hohe Kompetenz der portugiesischen Ingenieure“, sagte Hoheisel. „Ich freue mich ganz besonders, dass unsere Mitarbeiter hier nun noch stärker zu einem der bedeutendsten Zukunftsprojekte beitragen werden – der Entwicklung des automatisierten Fahrens“, betonte der Bosch-Manager. Das Unternehmen hat seine Präsenz in Portugal in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut: Zwischen 2015 und 2017 flossen mehr als 200 Millionen Euro insbesondere in die Stärkung von Aktivitäten im Bereich der vernetzten und automatisierten Mobilität. Auch in diesem Jahr sind Investitionen auf dem Niveau der Vorjahre geplant. Bosch in Braga: Lösungen für die Mobilität der Zukunft Das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen beschäftigt am Standort Braga heute mehr als 3 000 Mitarbeiter – das sind rund 1 000 mehr als noch vor fünf Jahren. Ein Großteil davon fertigt und entwickelt Komponenten für die vernetzte Mobilität – Technik für bedienerfreundliche Anzeigesysteme und Infotainment. Unter anderem entsteht in Braga das automatische Notrufsystem eCall für Zweiräder . Die Technik ruft bei einem Unfall automatisch Hilfe. Gerade für Motorradfahrer wird das System zum Lebensretter: Das Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden, ist für sie nämlich deutlich höher als für Pkw-Fahrer. Ungefähr ein Zehntel der Beschäftigten am Standort arbeitet an der Entwicklung von Komponenten für automatisierte Mobilität. Neben der Produktion und Entwicklung von Sensoren für Fahrzeug-Sicherheitssysteme wie das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP entstehen dort beispielsweise auch Sensoren zur genauen Positionsbestimmung selbstfahrender Autos. Bosch in Braga verbindet außerdem eine langjährige Forschungskooperation mit der lokalen Universität Minho. Die Hochschule gehört zu den Top-Universitäten Portugals. Das neue Technologiezentrum soll in einem gemeinsamen Projekt mit der Universität ebenfalls an Sensoren für automatisiertes Fahren forschen. Das Team soll noch in diesem Jahr seine Arbeit an diesem neuen Projekt aufnehmen, das auf drei Jahre angelegt ist. Bosch Portugal: Wachsende Bedeutung im globalen Entwicklungs- und Fertigungsverbund Portugal ist für Bosch ein wichtiger Standort im globalen Entwicklungs- und Fertigungsverbund. Das Unternehmen ist bereits seit 1911 in dem Land vertreten und beschäftigt dort heute an vier Standorten mehr als 4 500 Mitarbeiter, davon 500 in der Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2017 hat Bosch auf dem lokalen Markt einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro erzielt. Einschließlich Lieferungen an andere Bosch-Gesellschaften belief sich der Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro. Das 1990 eröffnete Werk Braga ist der größte Standort von Bosch in Portugal. In Aveiro entwickelt und fertigt der Geschäftsbereich Bosch Thermotechnology Warmwasserbereiter, Wärmepumpen und Heizgeräte für Privathaushalte. Am dritten portugiesischen Standort in Ovar befinden sich eine Produktion sowie Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Bosch Building Technologies. Fokus sind hier unter anderem Video- und Brandmeldesysteme. Verwaltung sowie Vertriebs- und Marketingaktivitäten des Unternehmens sind in der lokalen Zentrale von Bosch in Lissabon untergebracht.