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EICMA 2018: Boschs Geschäft mit Motorradtechnik nimmt weiter Fahrt auf

  • Boschs Geschäft mit Motorrad-Technik ist weiterhin auf Wachstumskurs: 2018 soll der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent steigen
  • Dr. Dirk Hoheisel: „Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran.“
  • Bosch zeigt, wie radar-basierte Assistenzsysteme vom Auto ins Motorrad kommen
  • Dreistufiges Sicherheitskonzept für unfallfreies Fahren
  • Weitere Infos zur den Bosch-Lösungen für Motorräder unter diesem Link

Mailand, Italien – Boschs Produktbereich Two-Wheeler and Powersports nimmt weiter Fahrt auf. Das zeigt das Umsatzplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Bosch für 2018 erwartet. Damit rückt das Unternehmen seinem Ziel näher, bis 2020 mit Fahrerassistenz- und Antriebssystemen, Elektromobilität und Vernetzungslösungen einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erzielen. „Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Wichtigster Absatzmarkt für Bosch ist Indien, wo das Unternehmen Antriebslösungen und Sicherheitssysteme für motorisierte Zweiräder anbietet. Bosch agiert in einem Wachstumsfeld, denn die Nachfrage nach motorisierten Zweirädern steigt. Studien zufolge soll der Markt bis 2022 jährlich um über 4 Prozent zulegen (Quelle: Freedonia). Prognostiziert wird, dass bis 2022 circa 122 Millionen Fahrzeuge produziert werden. Neben Indien und China zählt Südostasien zu den relevantesten Märkten weltweit. Aus diesem Grund hat Bosch dort nun ein eigenes Team gegründet, um die lokalen Anforderungen des Marktes noch besser bedienen zu können.

Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran.

Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH

Unfallfrei, stressfrei und emissionsfrei: Das ist Boschs Vision der Mobilität der Zukunft. Und darin spielt auch das Motorrad eine wichtige Rolle. Besondere Bedeutung hat für Bosch das Thema Sicherheit. Denn: Motorradfahrer zählen immer noch zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für sie bis zu 20-mal höher als für Pkw-Fahrer. Deshalb setzt Bosch auf ein dreistufiges Sicherheitskonzept:

  • Stufe 1: Das Motorrads wird beim Bremsen und Beschleunigen stabilisiert.
  • Stufe 2: Innovative Sensorik ermöglicht eine Erfassung des Fahrzeugumfelds und damit wichtige Assistenz- und Sicherheitsfunktionen.
  • Stufe 3: Das Motorrad wird mit seiner Umgebung nahtlos vernetzt.

Bosch bringt dem Motorrad das Sehen und Fühlen bei

Bosch hat mit Assistenzsystemen wie ABS und der Stabilitätskontrolle MSC das Fahren auf zwei Rädern deutlich sicherer gemacht. Nach Erkenntnissen der Bosch-Unfallforschung ließe sich allein mit MSC rund ein Drittel der Motorradunfälle vermeiden. Nun geht Bosch noch einen Schritt weiter: mit einem neuen Sicherheitspaket für motorisierte Zweiräder, das aus adaptiver Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Kollisionswarnung und Totwinkelassistent besteht. Nach Abschätzungen der Bosch Unfallforschung könnten diese radar-basierte Assistenzsysteme jeden siebten Motorradunfall verhindern. Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Die technische Basis, die dahintersteckt: eine Kombination von Radarsensor, Bremssystem, Motormanagement und Human Machine Interface. Der Radar als „Sinnesorgan“ des Motorrads ermöglicht die neuen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen für Bikes und liefert ein genaues Bild des Fahrzeugumfelds. Die Assistenzfunktionen sorgen damit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Fahrspaß und Komfort, da sie den Fahrer entlasten. „Das Motorrad der Zukunft muss sehen und fühlen können“, sagt Geoff Liersch, Leiter des Produktbereichs Two-Wheeler and Powersports von Bosch.

Mehr Sicherheit, mehr Fahrspaß

Assistenzsysteme alleine reichen jedoch nicht aus, um das Motorradfahren sicherer zu machen. Boschs Vision: Unfälle gar nicht erst entstehen lassen. Nach Schätzungen der Bosch-Unfallforschung könnte mit der Motorrad-zu-Auto-Kommunikation fast jeder dritte Motorradunfall vermieden werden. Dabei tauschen Fahrzeuge im Umkreis von mehreren hundert Metern bis zu zehn Mal pro Sekunde Informationen zu Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung aus. Das heißt: Lange bevor ein Motorrad für Autofahrer und fahrzeugeigene Sensoren in Sicht kommt, wissen sie dank der Technologie: Achtung, ein Motorrad nähert sich. Das ermöglicht ein verbessertes, vorausschauendes Fahren. „Wir wollen das Motorradfahren sicherer machen, ohne den Fahrspaß zu beeinträchtigen“, so Geoff Liersch weiter. Wenn sich ein Unfall doch nicht mehr vermeiden lässt, setzt das eCall-System von Bosch einen Notruf ab, damit Verletzte möglichst schnell versorgt werden können.

Elektromobilität für die Stadt der Zukunft

Neben Sicherheit ist Urbanisierung eine weitere große Herausforderung für den Motorradmarkt. Bereits heute leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Laut UN-Prognosen sollen es 2050 schon 70 Prozent sein. Das bedeutet: Mit zunehmender Bevölkerung verdichtet sich der Verkehr und damit gehen auch Probleme wie Staus, Lärmbelastung und Emissionen einher. Speziell für die urbane Mobilität hat Bosch deshalb ein aufeinander abgestimmtes 48-Volt-System mit Motor, Steuergerät, Batterie, Ladegerät, Display entwickelt und bringt damit effiziente Mobilität in die Stadt. Das System für zwei, drei oder vier Räder ist für alle Fahrzeugklassen zwischen 0,25 und 20 Kilowatt einsetzbar. Darüber hinaus zeigt eine dazugehörige App Fahrzeugdaten wie beispielsweise den Ladestand an, ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer sowie den Zugang zu sozialen Netzwerken. Leichte Elektrofahrzeuge spielen auch im Lieferverkehr eine zunehmend wichtige Rolle, um Waren im Stadtgebiet schnell und flexibel auszuliefern. Bosch treibt mit seinem 48-Volt-Antriebssystem das Cargo-Dreirad von Ligier an. Damit bringen Lieferdienste Briefe und Päckchen auf der „letzten Meile“ bis zum Ziel.

Tags: Elektrifizierte Mobilität, Automatisierte Mobilität, Vernetzung, Eicma, Assistenzsysteme, Antriebssysteme

Pressekontakt:
Inga Ehret
Tel. 0711 811-16476

ERLEBEN SIE BOSCH AUF DER EICMA 2018: Ob intelligente Assistenzsysteme, Vernetzungslösungen oder neue Antriebsarten: Bosch hat für die Motorräder und Powersports-Fahrzeuge der Zukunft die richtigen Lösungen parat. Auf der EICMA 2018 präsentiert das Unternehmen seine Innovationen an Stand G55 in Halle 13.

  • Pressekonferenz: Dienstag, 06. November 2018,
    von 9:30 Uhr bis 9:45 Uhr
    mit Geoff Liersch, Leiter des Produktbereichs Two-Wheeler and Powersports, am Bosch-Stand G55 in Halle 13.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2017 mit 47,4 Milliarden Euro 61 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions verfolgt die Vision einer unfallfreien, emissionsfreien und stressfreien Mobilität der Zukunft und bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 402 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2017).

Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 78,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 64 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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