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Bosch auf der bauma 2025

07.04.2025

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch auf der bauma 2025

Stuttgart/München – Über eine Million Baumaschinen sollen allein im Jahr 2025 weltweit neu produziert werden. So unterschiedlich ihre Leistungsklassen und Aufgaben sind, eines haben sie fast alle bislang gemeinsam: den Dieselmotor. Seine Robustheit und Stärke machen ihn zum idealen Antrieb für eine Vielzahl an Einsatzgebieten. Bosch zeigt auf der Fachmesse „bauma 2025“, wie sich auch in diesem Fahrzeugsegment die CO 2 -Emissionen weiter reduzieren lassen. „Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge ab sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs“, sagt Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch. „Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung Baumaschinen wesentlich nachhaltiger machen.“ Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge ab sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs. Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung Baumaschinen wesentlich nachhaltiger machen....Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch Regenerative Kraftstoffe machen Verbrennungsmotoren klimafreundlicher Für Baufahrzeuge gibt es bereits umfassende Abgas-Emissionsvorschriften wie die europäische Stage V, die US-amerikanische TIER 4 oder die chinesische Phase IV. Klimarelevante Emissionen werden aber zumindest durch gesetzliche Vorgaben bislang nur wenig reglementiert. Eine einfache und bereits verfügbare Möglichkeit, den CO 2 -Ausstoß wesentlich zu reduzieren, ist die Nutzung regenerativer Kraftstoffe wie HVO100. Diese basieren auf Rest- und Abfallstoffen und sind in einer CO 2 -Gesamtbetrachtung daher deutlich klimafreundlicher als fossile Kraftstoffe. Sie sind zudem drop-in-fähig, das heißt beliebig mit normalem Dieselkraftstoff mischbar. Bosch berücksichtigt bereits bei der Entwicklung seiner Einspritztechnik die Verträglichkeit mit diesen Kraftstoffen und ermöglicht so die Nutzung in seinen Produkten. Erwartungen von Bosch zufolge werden weltweit noch 2035 vier von fünf neuen Baumaschinen über 56 Kilowatt einen Dieselmotor haben. Auch in Zukunft wird Bosch daher für die vielfältigen Segmente im Markt der Baumaschinen die jeweils passende Einspritztechnik und Harnstoff-Dosierungstechnik für die Abgasnachbehandlung weiterentwickeln. Der Digital Fuel Twin dokumentiert die Nutzung regenerativer Kraftstoffe Regenerative Kraftstoffe können Baumaschinen klimafreundlicher machen: Je mehr davon getankt wird, desto geringer fällt der CO 2 -Fußabdruck jedes einzelnen Fahrzeugs aus. Den Effekt macht Bosch mit einer rein digitalen Softwarelösung sichtbar – dem Digital Fuel Twin. Dieser dokumentiert die getankten Mengen und zugleich die Nachhaltigkeit von Kraftstoffen, von der Produktion über den Transport bis zur Tankstelle. Die Betreiber der Baumaschinen erhalten abhängig davon, wie sie ihre Fahrzeuge betanken, entsprechende Zertifikate über die insgesamt genutzten Kraftstoffmengen oder sogar über den anteiligen CO 2 -Fußabdruck bei der Nutzung des Fahrzeuges. Der Wasserstoffmotor nutzt eine vielfach bewährte Basis Für den Wasserstoffmotor können deutsche Hersteller und Zulieferer gerade im Bereich Motorentechnologie auf jahrzehntelange Expertise zurückgreifen: Etwa 80 bis 90 Prozent der Technologie kann von klassischen Verbrennern übernommen werden. Wird der Energieträger Wasserstoff regenerativ erzeugt, kann mit Wasserstoffmotoren ein großer Schritt für das Klima gemacht werden. Baumaschinen werden häufig stationär unter hoher Last betrieben. „Genau hier glänzt der Wasserstoffmotor mit hohem Wirkungsgrad und seiner Robustheit“, sagt Roehrl. „Noch in diesem Jahr kommen erste Anwendungen von Wasserstoffmotoren mit Bosch-Einspritztechnik auf den Markt.“ Bosch arbeitet an Systemen mit Saugrohr- als auch Direkteinspritzung und ist bereits an mehr als 100 Entwicklungsprojekten mit Kunden weltweit beteiligt. Darüber hinaus ist der Wasserstoffmotor auch im Großmotorenbereich, beispielsweise als Antrieb bei Muldenkippern im Bergbau, eine vielversprechende Option. Auch hier sind Robustheit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig kompakter Bauweise wesentlich für einen wirtschaftlichen Betrieb. Elektrifizierungslösungen für Baumaschinen Für bestimmte Anwendungsfälle ist bei Baumaschinen auch die Elektrifizierung der Fahr- und Arbeitsfunktionen eine effiziente und klimafreundliche Option. Hier bietet die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth mit ihrem Elektrifizierungsportfolio eLION bereits ein breites Angebot an Motoren, Wechselrichtern, Getrieben, Software und Zubehör bis hin zur passenden Hydraulik. Aktuell wird es um Komponenten für 96-Volt-Bordnetze erweitert sowie Ende 2025 um eine einheitliche Softwareplattform für alle Spannungsklassen. Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering wiederum präsentiert eine neuentwickelte Hochleistungslösung für Batteriespannungen bis 800 Volt. Dieses neue elektrische Antriebssystem ist kompakt und bietet hohe Leistungsdichte und hohen Wirkungsgrad. Auch Baumaschinen mit großem Leistungsbedarf und beschränktem Bauraum, beispielsweise Radlader, lassen sich damit ausrüsten. Die Lösungen von Bosch, Bosch Rexroth und Bosch Engineering sind auf der bauma zu finden auf den Ständen A3/327 und A4/526.

Bosch-Umfrage in Europa zur Zukunft des Antriebs: Befragte bevorzugen Vielfalt b ...

20.10.2020

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch-Umfrage in Europa zur Zukunft des Antriebs: Befragte bevorzugen Vielfalt b ...

Stuttgart – Elektroautos mit Batterie oder Brennstoffzelle, aber auch Benziner und Diesel – nach einer repräsentativen Bosch-Umfrage in vier europäischen Ländern, durchgeführt im Juni 2020 vom Marktforschungsinstitut Innofact, bleiben alle Antriebsarten relevant. Wenn sie sich morgen für ein neues Auto entscheiden müssten, fällt die Wahl bei der Hälfte der mehr als 2 500 Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien beim Erstwagen und von rund einem Drittel beim Zweitwagen zwar noch auf einen reinen Verbrenner. Doch auf die Frage nach dem meistgenutzten Antrieb im Jahr 2030 sehen rund 68 Prozent der Befragten in Europa den Elektroantrieb vorne, vor Hybriden und Verbrennern. Potenzial wird dem elektrischen Fahren mit der Brennstoffzelle beigemessen. Etwa jeder Dritte sieht darin die Technik für die Mobilität der Zukunft. „Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich. Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird“, sagt Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich. Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird....Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions Kaufprämien für alle Antriebsarten gewünscht Die Offenheit der Befragten für verschiedene Antriebsarten zeigt sich auch bei einem anderen Thema: Die Frage, ob sie neben den vielfach gewährten staatlichen Zuschüssen für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auch Kaufprämien für Fahrzeuge befürworten, die ausschließlich mit Verbrennungsmotor fahren, bejahen 70 Prozent der befragten Europäer. Die Zustimmung zu einem staatlichen Finanzzuschuss beim Kauf eines Autos mit konventionellem Antrieb ist mit 83 Prozent in Italien am höchsten und mit 60 Prozent in Großbritannien am niedrigsten. In Frankreich sind 77 Prozent dafür, in Deutschland 62 Prozent. „Eine Förderung moderner Verbrenner kann die Erneuerung des Fahrzeugbestands beschleunigen und hilft damit auch der Umwelt und dem Klima“, sagt Hartung. Knapp ein Drittel der Europäer sähe am liebsten sogar einen Zuschuss von wenigstens 9 000 Euro. Das entspricht der aktuellen maximalen Förderung von Elektroautos in Deutschland. Interessant ist zweierlei: Erstens halten immerhin 72 Prozent der befragten Stadtbewohner in den vier europäischen Ländern den Verbrennungsmotor für förderungswürdig. Zweitens spricht sich auch die Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen mehrheitlich (80 Prozent) für einen Verbrennerbonus aus. Auch Autos mit konventionellem Motor können klimaneutral gefahren werden. Der Schlüssel dazu ist synthetischer Sprit, die sogenannten eFuels – diese werden aus erneuerbarem Wasserstoff und mit CO₂ aus der Umgebungsluft hergestellt. Im Schnitt stimmen 57 Prozent der Teilnehmer an der Bosch-Umfrage der Aussage zu, dass die Politik eFuels steuerlich fördern sollte. „Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, kommen wir um eFuels nicht herum“, sagt Hartung. „Nur mit synthetischen Kraftstoffen können die weltweit mehr als eine Milliarde Fahrzeuge, die bereits auf den Straßen sind, zum Klimaschutz beitragen.“Nicht ohne ein Auto: Unter den Befragten in Europa herrscht Einigkeit Am Stellenwert des Autos und seiner Bedeutung für die Mobilität wird sich in Europa so schnell nichts ändern. Rund 60 Prozent der Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien können sich nicht vorstellen, auf ein Auto zu verzichten. Und auch von den restlichen etwa 40 Prozent ist die deutliche Mehrheit allenfalls zu einem teilweisen Verzicht bereit. Im ländlichen Raum Europas liegt die Zustimmungsquote für ein Auto bei 77 Prozent. Ähnliches gilt übrigens auch für die Generation der 18- bis 29-Jährigen, die ebenfalls zu rund der Hälfte ein klares Votum pro Auto abgeben. Während von allen Befragten in Deutschland (61 Prozent) und Großbritannien (47 Prozent) als wichtigster Grund für ein Auto die hohe Flexibilität angegeben wird, brauchen es Franzosen (41 Prozent) vor allem für die Arbeit. Dagegen ziehen die befragten Italiener (55 Prozent) das Auto anderen, für sie umständlicheren Mobilitätsformen vor. „Das Auto bleibt auf absehbare Zeit das Verkehrsmittel Nummer eins – mit den besten Voraussetzungen, noch klimafreundlicher zu werden“, sagt Hartung. Das Ziel von Bosch: Menschen sollen sich Mobilität leisten und im Einklang mit der Umwelt mobil bleiben können.Zukunft des Antriebs: Bosch setzt auf E-Mobilität und Verbrennertechnik Bosch will Mobilität so ressourcenschonend wie möglich gestalten und verfolgt die Vision eines CO₂-neutralen und nahezu emissionsfreien Verkehrs auf mehreren Wegen. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen geht die Zukunft des Antriebs technologieoffen an. Bosch will auf der einen Seite Marktführer in der Elektromobilität mit Batterie- und Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen werden. Sofern Ladestrom und Wasserstoff aus regenerativen Quellen stammen, sind E-Fahrzeuge klimaneutral unterwegs. Auf der anderen Seite entwickelt Bosch gezielt Verbrennungsmotoren weiter, um Klima und Umwelt bestmöglich zu schützen. Auch Benziner und Diesel können mit erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen klimaneutral gefahren werden. Weltweit erwartet Bosch für 2030, dass bereits rund ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch fahren werden. Zwei Drittel aller Neufahrzeuge werden noch von einem Verbrenner angetrieben, davon viele als Hybrid.

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

05.09.2019

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Wirtschaft

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

Stuttgart – Bosch und Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) haben eine langfristige strategische Kooperation vereinbart. Die Partner werden gemeinsam leistungsstarke Batteriezellen spezifizieren. CATL wird diese dann gemäß Bosch-Anforderungen konzipieren, entwickeln und produzieren. Zum Einsatz kommen die Zellen in der von Bosch entwickelten 48-Volt-Batterie. Sie ist das Kernelement für die 48-Volt-Hybridantriebssysteme, die aus Effizienzgründen weltweit immer wichtiger werden. Mit der Vereinbarung sichert sich das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen zugleich die langfristige Versorgung mit Batteriezellen. „Wir müssen Batteriezellen verstehen, sie aber nicht selber fertigen“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. „Mit CATL haben wir dafür einen etablierten Zellspezialisten für Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Partner gewonnen. Zusammen mit unserem System-Know-how und der Kompetenz im Batteriemanagement werden wir unsere starke Position im Markt für 48-Volt-Batterien ausbauen.“ CATL ist einer der größten Produzenten von Batterien weltweit und errichtet aktuell eine Batteriefabrik am Standort Erfurt in Deutschland. Für Bosch ist die Kooperation ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Marktführerschaft in der Elektromobilität. Bereits jetzt setzen zahlreiche globale Autohersteller auf die 48-Volt-Batterie von Bosch. Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt....Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions 48-Volt-System wird künftig zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt Die 48-Volt-Batterie gehört neben weiteren Systemkomponenten wie Gleichspannungswandler (DC/DC-Wandler) und elektrischen Maschinen zum Bosch-Portfolio für 48-Volt-Systeme. Mit dieser Technik will Bosch Fahrzeuge aller Klassen für zukünftige Emissionsanforderungen fit machen und eine erschwingliche Hybridisierung anbieten. Die 48-Volt-Elektrifizierung unterstützt den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor. Die Energie dafür kommt aus der 48-Volt-Batterie und wird beim Bremsen zurückgewonnen. Auf diese Weise sind Verbrauchseinsparungen von bis zu 15 Prozent erreichbar. „Aus Effizienzgründen werden wir es uns nicht mehr erlauben können, Bremsenergie ungenutzt verpuffen zu lassen“, sagt Hartung. „Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt.“ Weltweit wächst der Markt für 48-Volt-Lösungen. 2025 werden nach Einschätzung von Bosch rund um den Globus bereits fast 20 Prozent der jährlich verkauften Neuwagen ein 48-Volt-System mit der entsprechenden Batterie an Bord haben. Besonders in Europa und China steigt der Bedarf an 48-Volt-Systemen. 48-Volt-Batterie von Bosch ist kostengünstig und einfach zu integrieren Die Fertigung der ersten Generation der 48-Volt-Batterie ist bei Bosch bereits Ende des vergangenen Jahres im chinesischen Wuxi angelaufen. Das Besondere des aktuellen Produkts: Die Batterie ist kompakt und passiv gekühlt. Automobilhersteller können sie deshalb einfach in Fahrzeugmodelle integrieren und benötigen keine aufwändigen Kühlaggregate. Damit können sie auf lange und teure eigene Entwicklungen verzichten. „Wir sind zuversichtlich, mit unserer 48-Volt-Batterie eine führende Stellung im Markt zu erreichen und den 48-Volt-Hybrid für den Massenmarkt erschwinglich zu machen“, sagt Hartung. Bosch besitzt Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität Bosch ist in der Elektromobilität so breit aufgestellt wie kein zweites Unternehmen und will Marktführer im ab 2020 entstehenden Massenmarkt für Elektromobilität werden. Bis 2025 will Bosch seinen Umsatz in diesem Bereich auf fünf Milliarden Euro mehr als verzehnfachen. Weltweit sind schon mehr als eine Million Elektroautos mit elektrischen Antriebskomponenten von Bosch unterwegs. Powertrain-Projekte hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits für 50 Elektrofahrzeug-Plattformen realisiert. Im größten und am schnellsten wachsenden Elektroautomarkt China ist Bosch Marktführer. Bosch-Technik lässt sich in so gut wie jeder Fahrzeugklasse finden – vom elektrifizierten Kinderwagen über Fahrräder, Roller bis zu Pkw und Nutzfahrzeugen. Bosch besitzt damit die Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoherstellern verschafft Bosch Fahrern von E-Fahrzeugen zum Beispiel mittels Charging-Apps Zugang zu aktuell rund 40 000 Ladestationen in acht europäischen Ländern.

Bosch-Geschäftsführer fahren mit 100 Prozent regenerativem Diesel

10.12.2018

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch-Geschäftsführer fahren mit 100 Prozent regenerativem Diesel

Stuttgart – In Fahrzeugen der Geschäftsführung nutzt die Robert Bosch GmbH seit Anfang November einen zu 100 Prozent regenerativen Diesel. Bei dem Kraftstoff handelt es sich um den sogenannten C.A.R.E.-Diesel, vertrieben durch das Handelsunternehmens Toolfuel. Dieser wird überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt. Von der Quelle bis zum Rad reduziert sich mit dem Einsatz des C.A.R.E.-Diesels der CO₂-Ausstoß der Fahrzeuge der Bosch-Geschäftsführung laut Toolfuel um rund zwei Drittel (65 Prozent). „Der Einsatz von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen kann einen großen Beitrag leisten, die Erderwärmung zu begrenzen. Ihre Verwendung wirkt ökologisch wesentlich schneller als die komplette Erneuerung von Fahrzeugen und Infrastruktur – denn bestehende Tankstellen lassen sich weiter nutzen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, und fordert: „Synthetische und regenerative Kraftstoffe sollten in der CO₂-Flottenregulierung für Pkw und Lkw angerechnet werden.“ Noch ist der C.A.R.E.-Diesel nicht in die Bundesimmissionsschutz-Verordnung aufgenommen und deshalb aktuell nicht an normalen Tankstellen verfügbar. Der Einsatz des 100 Prozent regenerativen Diesels bei Bosch soll zeigen, ob und wie eine breite Anwendung möglich wäre. Regenerative und synthetische Kraftstoffe können einen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung leisten....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Bosch setzt teilweise regenerativen Diesel an Werk-Tankstellen ein Bosch treibt den Einsatz von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen konsequent voran. An den Werk-Tankstellen der Standorte in Feuerbach, Schwieberdingen und Hildesheim können Entwicklungsfahrzeuge sowie alle Bosch-Firmenautos, die Mitarbeitern zum Beispiel für Fahrten zu geschäftlichen Terminen zur Verfügung stehen, seit wenigen Wochen mit dem bereits zugelassenen Diesel-Kraftstoff namens R33 Blue Diesel des Energieunternehmens Shell betankt werden. Dieser enthält bis zu 33 Prozent erneuerbare Anteile. Von der Quelle bis zum Rad ist damit bei mehr als 1 000 Fahrzeugen von Bosch, die regelmäßig an den drei Werk-Tankstellen in Feuerbach, Schwieberdingen und Hildesheim auftanken, eine jeweils 20-prozentige CO 2 -Reduzierung möglich. Damit nicht genug: Bosch will synthetische und regenerative Kraftstoffe für Firmenautos und Fahrzeuge des internen Lieferverkehrs an alle Werk-Tankstellen in Deutschland bringen. Parallel führt das Technologie und Dienstleistungsunternehmen in seiner Fahrzeugflotte sukzessive batterieelektrische Fahrzeuge ein. Weniger Diesel: CO 2 -Emissionen des Straßenverkehrs in Europa steigen Zu den weltweiten CO₂-Emissionen und damit auch zum Treibhauseffekt trägt der Straßenverkehr mit 18 Prozent bei. Immerhin hat sich hier schon viel getan: So ist der CO₂-Ausstoß deutscher Neuwagen seit 2007 um ein Viertel gesunken. Aktuell steigt der Anteil des Straßenverkehrs an den CO₂-Emissionen in Europa jedoch wieder an. Das hat unter anderem mit der sinkenden Anzahl von Diesel-Fahrzeugen bei den Neuzulassungen zu tun. Im Vergleich zu Benzinern haben Diesel einen großen Vorteil beim CO₂-Ausstoß. Dieser beläuft sich bei etwa gleichschweren und vergleichbar motorisierten Modellen derselben Klasse im Schnitt auf rund 15 Prozent. „Um die weitere Senkung der Treibhausgas-Emissionen zu erreichen, braucht es den Diesel und weitere Lösungen wie regenerative und synthetische Kraftstoffe zusätzlich zur Elektromobilität“, sagt Bosch-Chef Denner. Bis 2050 könnte der konsequente Einsatz von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen alleine im europäischen Pkw-Bestand ergänzend zur Elektrifizierung bis zu 2,8 Gigatonnen CO₂ einsparen. Das ist dreimal so viel Kohlendioxid wie Deutschland 2016 ausgestoßen hat. Bosch beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit regenerativen und synthetischen Kraftstoffen. Die kraftstoffführenden Komponenten von Bosch für Dieselmotoren – wie beispielsweise die Kraftstoff-Pumpe und Einspritzdüsen – sind intensiven Tests unterzogen und können vom Fahrzeughersteller für den Einsatz mit regenerativen und synthetischen Kraftstoffen freigegeben werden. Bosch will Mobilität so ressourcenschonend wie möglich machen Bosch geht die Zukunft des Antriebs technologieoffen an. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen verfolgt die Vision eines nahezu emissionsfreien Verkehrs, entwickelt gezielt den Verbrenner weiter und will Marktführer bei der Elektromobilität werden. Im April 2018 hat Bosch nach jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine neue Diesel-Technik vorgestellt. Damit lassen sich die Stickoxid-Emissionen von Diesel-Fahrzeugen auch im Straßenverkehr unter allen Fahrbedingungen deutlich unter die ab dem Jahr 2020 gültigen Grenzwerte von 120 Milligramm pro Kilometer senken. Dieses Resultat bei Testfahrzeugen beruht auf erheblich modifizierten Motor- und Emissionseinstellungen und der Anwendung von Technik und Komponenten, die erst kürzlich auf den Markt gekommen sind. Eine Kombination aus ausgeklügelter Einspritztechnik, neu entwickeltem Luftsystem und intelligentem Temperaturmanagement macht die niedrigen Werte möglich. Die Kunden von Bosch können das System-Know-how nun nutzen und in die Entwicklung künftiger Serienprojekte einfließen lassen. Fragen und Antworten zum regenerativen C.A.R.E-Diesel Was ist C.A.R.E.-Diesel? C.A.R.E.-Diesel ist ein überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen sowie Altspeiseölen und Fettresten hergestellter 100 Prozent regenerativer Kraftstoff. C.A.R.E.-Diesel enthält keinen herkömmlichen (fossilen) Dieselkraftstoff. Hergestellt wird der regenerative Diesel von dem finnischen Mineralölunternehmen und Biokraftstoffhersteller Neste. In Partnerschaft mit Neste wird C.A.R.E.-Diesel in Deutschland von der Firma Toolfuel vertrieben. C.A.R.E. ist ein Markenzeichen der Firma Toolfuel und steht für CO₂-Reduction (CO₂-Reduzierung), Arctic Grade (Kältebeständigkeit), Renewable (Erneuerbarkeit), Emission Reduction (Emissionsreduzierung). Was verspricht sich Bosch vom Einsatz des C.A.R.E.-Diesel? Bosch arbeitet mit Nachdruck an der Optimierung des Verbrenners und sieht im Dieselantrieb einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Straßenverkehr. Diese Reduzierung der CO₂-Emissionen ist beim Einsatz von regenerativen, paraffinischen Kraftstoffen wie dem C.A.R.E.-Diesel noch größer und damit ein wichtiger Schritt hin zu Umwelt- und Ressourcenschonung. Warum reduziert sich der CO₂-Ausstoß nur um rund 65 Prozent? Der CO₂-Vorteil besteht darin, dass bei der Verwendung von Abfallstoffen nur die CO₂-Emissionen berücksichtigt werden, die bei der Umwandlung der Abfallstoffe in Kraftstoff entstehen. Die Abfallstoffe selbst werden, da bereits vorhanden, als CO₂-neutral angesehen. Welche technischen Voraussetzungen benötigen Fahrzeuge, um mit C.A.R.E.-Diesel fahren zu können? C.A.R.E.-Diesel ist ein paraffinischer Kraftstoff und weist im Vergleich zu herkömmlichem Dieselkraftstoff eine etwas niedrigere Dichte und höhere Zündwilligkeit auf. Für paraffinische Dieselkraftstoffe wurde daher die zusätzliche Norm EN 15490 herausgegeben. Herkömmlicher Dieselkraftstoff dagegen ist nach der Norm EN 590 spezifiziert. Daher müssen Fahrzeughersteller ihre Fahrzeuge für Kraftstoffe, deren Eigenschaften der EN 15940 entsprechen, gesondert freigeben. Dies ist wichtig, da neben der Komponentenverträglichkeit zum Beispiel auch eine möglicherweise bei der Verbrennung auftretende Erhöhung des Spitzendrucks überprüft werden muss. Wann wird der C.A.R.E.-Diesel an normalen Tankstellen verfügbar sein? Verschiedene Testflotten fahren bereits mit C.A.R.E.-Diesel. Eine breitflächige Ausgabe von C.A.R.E.-Diesel an Tankstellen in Europa ist derzeit nicht möglich, da die erforderlichen Mengen nicht zu Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass viele Staaten die Abgabe von Kraftstoff an öffentlichen Tankstellen in ihrer nationalen Gesetzgebung regeln. Vielfach ist die Norm EN 15940 noch nicht in die entsprechenden Regelwerke aufgenommen worden, so auch in Deutschland. Über eine Aufnahme der EN 15940 in die in Deutschland geltende 10. Bundesimmissionsschutzverordnung ist noch nicht entschieden. Was kostet der C.A.R.E.-Diesel pro Liter an der Zapfsäule? C.A.R.E.-Diesel ist aufgrund der noch fehlenden Zulassung aktuell nicht an Tankstellen verfügbar. Herstellungsbedingt kostet ein Liter C.A.R.E.-Diesel etwas mehr als herkömmlicher Dieselkraftstoff.

Diese Innovationen präsentiert Bosch auf der EICMA 2018

06.11.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Diese Innovationen präsentiert Bosch auf der EICMA 2018

Mailand, Italien – Ob intelligente Assistenzsysteme, Vernetzungslösungen oder neue Energie für den Antrieb: Bosch hat für die Motorräder und Powersports-Fahrzeuge der Zukunft die richtigen Lösungen parat. Mit innovativen Lösungen und Technologien vollzieht Bosch den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer stressfreien, unfallfreien und nahezu emissionsfreien Mobilität.Die Highlights am Bosch-Messestand (G55, Halle 13): Radar-basierte Assistenzssysteme: Nach Abschätzungen der Bosch Unfallforschung könnten radar-basierte Assistenzsysteme jeden siebten Motorradunfall verhindern. Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Die technische Basis, die dahintersteckt: eine Kombination von Radarsensor, Bremssystem, Motormanagement und Human Machine Interface. Der Radar als „Sinnesorgan“ des Motorrads ermöglicht die neuen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen für Bikes und liefert ein genaues Bild des Fahrzeugumfelds. Die Assistenzfunktionen sorgen damit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Fahrspaß und Komfort, da sie den Fahrer entlasten. Die Funktionen im Überblick: Die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC): Das Fahren bei dichtem Straßenverkehr und das Halten des richtigen Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug erfordert hohe Konzentration und ist auf Dauer anstrengend. ACC passt die Geschwindigkeit des Fahrzeugs dem Verkehrsfluss an und hält den nötigen Sicherheitsabstand zum Vordermann ein. Die Vorteile: ACC kann Auffahrunfälle vermeiden, die aufgrund zu geringen Abstands entstehen. ACC bietet dem Fahrer nicht nur mehr Komfort, gerade beim Fahren in der Kolonne, er kann sich auch besser auf das aktuelle Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die Kollisionswarnung: Einmal kurz nicht aufgepasst – im Straßenverkehr kann das schwerwiegende Folgen haben. Um das Risiko eines Auffahrunfalls zu reduzieren oder dessen Auswirkungen abzuschwächen, hat Bosch die Kollisionswarnung für Motorräder entwickelt. Sie ist aktiv, sobald das Fahrzeug gestartet wird und unterstützt den Fahrer in allen relevanten Geschwindigkeitsbereichen. Erkennt das System eine kritische Annäherung an ein vorausfahrendes Fahrzeug und bleibt eine Reaktion des Fahrers auf die Gefahrensituation aus, warnt es den Fahrer über ein akustisches oder optisches Signal. Der Totwinkelwarner: Er hat seine Augen überall und hilft Motorradfahrern beim sicheren Wechseln der Spur. Ein Radarsensor dient dem Totwinkelwarner als elektronisches Auge. Er erfasst Objekte im nur schlecht einsehbaren Raum. Die Technik warnt den Fahrer mit einem optischen Signal, zum Beispiel im Rückspiegel, wenn sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel befindet. ABS: mehr Sicherheit vom eBike bis zum Powersports-Fahrzeug: Seit 1984 hat Bosch das Motorrad-ABS kontinuierlich weiterentwickelt, um diese wichtige Sicherheitstechnik für alle Fahrzeugklassen und in allen Märkten einzuführen. Laut Bosch-Unfallforschung könnte ungefähr jeder vierte Motorradunfall mit Toten und Verletzten verhindert werden, wenn alle Zweiräder mit ABS ausgestattet wären. Weltweit schreiben immer mehr Länder und Regionen, darunter die EU, Japan, Taiwan und Brasilien, den Einsatz von Motorrad-ABS vor. ABS wird auch in anderen Fahrzeugklassen wie Powersports-Fahrzeugen oder Pedelecs eingesetzt. Als erster Anbieter überhaupt hat Bosch ein Antiblockiersystem für eBikes im Portfolio. Mit der Entwicklung ist es möglich, das Blockieren des Vorderrades zu verhindern, sowie das Abheben des Hinterrads durch ein intelligentes System zu begrenzen. So lässt sich der Bremsweg reduzieren und das Risiko von Überschlägen und Stürzen verringern. Einen flächendeckenden Einsatz des ABS vorausgesetzt, ließen sich einer Studie der Bosch Unfallforschung zufolge Pedelec-Unfälle somit um bis zu 25 Prozent reduzieren. Auch die Anzahl der Unfälle mit schweren Verletzungen könnte weiter reduziert werden. Das ABS für Pedelecs wird Ende 2018 für ausgewählte Modelle zur Verfügung stehen. Im Powersports-Segment entwickelte Bosch gemeinsam mit BRP das weltweit erste Antiblockiersystem für All Terrain Vehicles (ATVs). Die BRP-Modelle Outlander und Renegade 2018 und 2019 sind mit ABS-Technologie von Bosch ausgestattet. Lösungen für die Elektromobilität: Mobilitätsangebote für die Stadt müssen nicht nur flexibel und erschwinglich, sondern auch – und das ist besonders wichtig – hocheffizient sein. Speziell für die urbane Mobilität hat Bosch deshalb ein aufeinander abgestimmtes 48-Volt-System mit Motor, Steuergerät, Batterie, Ladegerät, Display entwickelt und bringt damit effiziente Mobilität in die Stadt. Das System für zwei, drei oder vier Räder ist für alle Fahrzeugklassen zwischen 0,25 und 20 Kilowatt einsetzbar. Darüber hinaus zeigt eine dazugehörige App Fahrzeugdaten wie beispielsweise den Ladestand an, ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer sowie den Zugang zu sozialen Netzwerken. Leichte Elektrofahrzeuge spielen auch im Lieferverkehr eine zunehmend wichtige Rolle, um Waren im Stadtgebiet schnell und flexibel auszuliefern. Bosch treibt mit seinem 48-Volt-Antriebssystem das Cargo-Dreirad von Ligier an. Damit bringen Lieferdienste Briefe und Päckchen im urbanen Umfeld auf der „letzten Meile“ bis zum Ziel. Weitere Innovationen am Bosch-Messestand: Verbesserte Motorrad-Stabilitätskontrolle: Die neue Generation der Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC enhanced steht als semi- oder vollintegriertes System zur Verfügung. Im Vergleich zur Generation 9 konnten die Baugröße um 35 Prozent und das Gewicht um 20 Prozent verringert werden. Durch den geringeren Einbauaufwand kann das System nun auch in kleineren Motorrädern verbaut werden. Die neue MSC-Generation nutzt neuste Technologien aus dem Pkw-Bereich und unterstützt künftige Funktionen wie moderne Fahrerassistenzsysteme. Elektronische Motorsteuerung: Elektronische Motorsteuerungssysteme sind das Herzstück einer effizienten und kostensparenden Technologie, mit der Zweiräder künftige Emissionsvorschriften wie Euro 5 und BS 6 (Bharat Stage) einschließlich On Board Diagnose l/ll erfüllen können. Kombiniert mit hoch entwickelter Sensortechnik können Motorsteuerungen erhebliche Effizienzsteigerungen gegenüber konventionellen Vergasersystemen erzielen und CO₂-Emissionen je nach Anwendungsfall um bis zu 16 Prozent senken. Zentrale Komponente des neuen Motor-Management-Systems ist das Steuergerät. In diesem kleinen Computer werden alle Antriebsdaten ausgewertet und unter anderem der Zündzeitpunkt und Kraftstoffmenge flexibel angepasst. Um künftige Emissionsvorschriften wie BS 6 in Indien zu erfüllen, hat Bosch speziell für Zweiradanwendungen eine neue und besonders kleine, beheizte Lambda-Sonde entwickelt. Sie misst den Sauerstoffgehalt im Abgas und trägt zur Optimierung des Kraftstoff-Luft-Gemischs bei. Das M12-Gewinde und das überarbeitete Design des Schutzrohrs gestatten den Einbau auch in beengten Platzverhältnissen und gewährleisten eine optimierte Heizperformance. Die erwartete Laufleistung liegt bei rund 100 000 km. Die neue Mini-Lambda-Sonde wird 2019 in die Serienproduktion gehen. Integrated Connectivity Cluster mit mySPIN: Moderne Fahrerassistenzsysteme benötigen ein nutzerfreundliches Human Machine Interface, um dem Motorradfahrer alle Informationen übersichtlich anzuzeigen. Das Integrated Connectivity Cluster (ICC) ist ein speziell für motorisierte Zweiräder und Powersports-Fahrzeuge entwickeltes Fahrerinformationssystem. Es vereint alle Instrumente im Motorradcockpit zu einem Display und ermöglicht dem Fahrer, sein Smartphone via Bluetooth mit dem Motorrad zu verbinden. Über eine intuitive Lenkerfernbedienung kann der Fahrer Anrufe entgegennehmen oder tätigen, auf seine Kontaktlisten zugreifen oder auch Musik hören. Die Smartphone-Integrationslösung mySPIN erhöht den Komfort noch weiter. So ermöglicht sie dem Fahrer, den Inhalt seines Smartphones an das Motorrad, den Scooter oder das Powersports-Fahrzeug zu übertragen. Damit steht allen Fahrzeugherstellern eine offene Plattform mit zahlreichen Möglichkeiten zur Verfügung. Auch Apps von Drittanbietern lassen sich mit mySPIN problemlos integrieren.

EICMA 2018: Boschs Geschäft mit Motorradtechnik nimmt weiter Fahrt auf

06.11.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

EICMA 2018: Boschs Geschäft mit Motorradtechnik nimmt weiter Fahrt auf

Mailand, Italien – Boschs Produktbereich Two-Wheeler and Powersports nimmt weiter Fahrt auf. Das zeigt das Umsatzplus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Bosch für 2018 erwartet. Damit rückt das Unternehmen seinem Ziel näher, bis 2020 mit Fahrerassistenz- und Antriebssystemen, Elektromobilität und Vernetzungslösungen einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erzielen. „Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Wichtigster Absatzmarkt für Bosch ist Indien, wo das Unternehmen Antriebslösungen und Sicherheitssysteme für motorisierte Zweiräder anbietet. Bosch agiert in einem Wachstumsfeld, denn die Nachfrage nach motorisierten Zweirädern steigt. Studien zufolge soll der Markt bis 2022 jährlich um über 4 Prozent zulegen (Quelle: Freedonia). Prognostiziert wird, dass bis 2022 circa 122 Millionen Fahrzeuge produziert werden. Neben Indien und China zählt Südostasien zu den relevantesten Märkten weltweit. Aus diesem Grund hat Bosch dort nun ein eigenes Team gegründet, um die lokalen Anforderungen des Marktes noch besser bedienen zu können. Um Marktführer zu werden, treibt Bosch die Entwicklung von Motorrad-Technologien konsequent voran....Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Unfallfrei, stressfrei und emissionsfrei: Das ist Boschs Vision der Mobilität der Zukunft. Und darin spielt auch das Motorrad eine wichtige Rolle. Besondere Bedeutung hat für Bosch das Thema Sicherheit. Denn: Motorradfahrer zählen immer noch zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für sie bis zu 20-mal höher als für Pkw-Fahrer. Deshalb setzt Bosch auf ein dreistufiges Sicherheitskonzept: Stufe 1: Das Motorrads wird beim Bremsen und Beschleunigen stabilisiert. Stufe 2: Innovative Sensorik ermöglicht eine Erfassung des Fahrzeugumfelds und damit wichtige Assistenz- und Sicherheitsfunktionen. Stufe 3: Das Motorrad wird mit seiner Umgebung nahtlos vernetzt. Bosch bringt dem Motorrad das Sehen und Fühlen bei Bosch hat mit Assistenzsystemen wie ABS und der Stabilitätskontrolle MSC das Fahren auf zwei Rädern deutlich sicherer gemacht. Nach Erkenntnissen der Bosch-Unfallforschung ließe sich allein mit MSC rund ein Drittel der Motorradunfälle vermeiden. Nun geht Bosch noch einen Schritt weiter: mit einem neuen Sicherheitspaket für motorisierte Zweiräder, das aus adaptiver Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Kollisionswarnung und Totwinkelassistent besteht. Nach Abschätzungen der Bosch Unfallforschung könnten diese radar-basierte Assistenzsysteme jeden siebten Motorradunfall verhindern. Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Die technische Basis, die dahintersteckt: eine Kombination von Radarsensor, Bremssystem, Motormanagement und Human Machine Interface. Der Radar als „Sinnesorgan“ des Motorrads ermöglicht die neuen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen für Bikes und liefert ein genaues Bild des Fahrzeugumfelds. Die Assistenzfunktionen sorgen damit nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Fahrspaß und Komfort, da sie den Fahrer entlasten. „Das Motorrad der Zukunft muss sehen und fühlen können“, sagt Geoff Liersch, Leiter des Produktbereichs Two-Wheeler and Powersports von Bosch. Mehr Sicherheit, mehr Fahrspaß Assistenzsysteme alleine reichen jedoch nicht aus, um das Motorradfahren sicherer zu machen. Boschs Vision: Unfälle gar nicht erst entstehen lassen. Nach Schätzungen der Bosch-Unfallforschung könnte mit der Motorrad-zu-Auto-Kommunikation fast jeder dritte Motorradunfall vermieden werden. Dabei tauschen Fahrzeuge im Umkreis von mehreren hundert Metern bis zu zehn Mal pro Sekunde Informationen zu Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung aus. Das heißt: Lange bevor ein Motorrad für Autofahrer und fahrzeugeigene Sensoren in Sicht kommt, wissen sie dank der Technologie: Achtung, ein Motorrad nähert sich. Das ermöglicht ein verbessertes, vorausschauendes Fahren. „Wir wollen das Motorradfahren sicherer machen, ohne den Fahrspaß zu beeinträchtigen“, so Geoff Liersch weiter. Wenn sich ein Unfall doch nicht mehr vermeiden lässt, setzt das eCall-System von Bosch einen Notruf ab, damit Verletzte möglichst schnell versorgt werden können. Elektromobilität für die Stadt der Zukunft Neben Sicherheit ist Urbanisierung eine weitere große Herausforderung für den Motorradmarkt. Bereits heute leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Laut UN-Prognosen sollen es 2050 schon 70 Prozent sein. Das bedeutet: Mit zunehmender Bevölkerung verdichtet sich der Verkehr und damit gehen auch Probleme wie Staus, Lärmbelastung und Emissionen einher. Speziell für die urbane Mobilität hat Bosch deshalb ein aufeinander abgestimmtes 48-Volt-System mit Motor, Steuergerät, Batterie, Ladegerät, Display entwickelt und bringt damit effiziente Mobilität in die Stadt. Das System für zwei, drei oder vier Räder ist für alle Fahrzeugklassen zwischen 0,25 und 20 Kilowatt einsetzbar. Darüber hinaus zeigt eine dazugehörige App Fahrzeugdaten wie beispielsweise den Ladestand an, ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer sowie den Zugang zu sozialen Netzwerken. Leichte Elektrofahrzeuge spielen auch im Lieferverkehr eine zunehmend wichtige Rolle, um Waren im Stadtgebiet schnell und flexibel auszuliefern. Bosch treibt mit seinem 48-Volt-Antriebssystem das Cargo-Dreirad von Ligier an. Damit bringen Lieferdienste Briefe und Päckchen auf der „letzten Meile“ bis zum Ziel.

Neue Dieseltechnik von Bosch: Ihre Fragen beantwortet

30.07.2018

Pressemeldung

Antriebssysteme

Neue Dieseltechnik von Bosch: Ihre Fragen beantwortet

Welche Vorteile hat die neue Dieseltechnik von Bosch? Dank kontinuierlicher Forschung und steten Verbesserungen im Bereich Dieseltechnik und -anwendungen konnten die Entwickler von Bosch unter verschiedensten Umwelt- und Fahrbedingungen einen noch geringeren Stickoxid-Emissionswert (NOx) erreichen. Bei europäischen EU6-RDE-Praxistests kamen mit der neuen Dieseltechnik von Bosch ausgestattete Fahrzeuge auf einen Durchschnittswert von nur 13 Milligramm NOx pro Kilometer. Für dieses Resultat waren erhebliche Änderungen an der bestehenden Technik erforderlich, doch nun kann die Technik ohne hohe Zusatzkosten bei Neuwagen appliziert werden. Gibt es Vergleichswerte für diese 13 Milligramm pro Kilometer? Seit 2017 verlangt der europäische EU6-RDE-Standard, dass neue Pkw-Modelle bei einem Mix aus Stadt-, Überland- und Autobahnfahrten höchstens 168 Milligramm Stickoxid pro Kilometer emittieren, ab 2020 maximal 120 Milligramm. Die mit der neuen Dieseltechnik von Bosch ausgestatteten Testfahrzeuge haben gezeigt, dass bei Fahrten, die den europäischen EU6-RDE-Prüfkriterien entsprechen, eine durchschnittliche Emission von nur 13 Milligramm pro Kilometer möglich ist. Was ist unter "verschiedenste Umweltbedingungen" zu verstehen? Dazu gehören extreme Fahrstile (sehr dynamisch bzw. sehr langsam), hohe und niedrige Außentemperaturen, Autobahnfahrten und Fahrten auf verkehrsreichen innerstädtischen Straßen. Was zeichnet die neue Dieseltechnik im Detail aus? Bosch hat ein reaktionsschnelles Luftsystem des Motors entwickelt, das einen optimierten Turbolader und eine Kombination aus Hoch- und Niederdruckabgasrückführung sowie einen aktiven SCR- auf DPF-Katalysator und einen passiven nachgelagerten SCR-Katalysator beinhaltet. Außerdem sorgt ein komplexes neues Thermomanagementsystem für den Dieselmotor dafür, dass die Temperatur der Abgase in einem Bereich liegt, der zur Optimierung der Emissionsreduzierung unter verschiedensten Umwelt- und Fahrbedingungen beiträgt. Wann ist die Technik serienreif? Dieses Resultat bei Testfahrzeugen beruht auf erheblich modifizierten Motor- und Emissionseinstellungen und der Anwendung von Technik und Komponenten, die erst kürzlich auf den Markt gekommen sind. Die Kunden von Bosch können jetzt anfangen, mit diesem neuen System-Know-how zu arbeiten und es in die Produktionsprojekte für zukünftige Modelle in den nächsten Jahren zu integrieren. Warum sind Stadtfahrten anspruchsvoller als Autobahn- oder Überlandfahrten? Für eine optimale Stickoxid-Konvertierung müssen die Abgase mehr als 200 Grad heiß sein – eine Temperatur, die gerade bei Stadtfahrten oft nicht erreicht wird, da die Abgase aufgrund von Staus oder stockendem Verkehr abkühlen können. Das neue Thermomanagement von Bosch gleicht diesen Nachteil aus, indem es die Abgastemperatur unter den verschiedensten Betriebsbedingungen aktiv steuert. Braucht es für die Temperatursteuerung im Abgasstrang einen Zusatzheizer auf 48-Volt-Basis oder vergleichbare zusätzliche Bauteile? Der neue Bosch Diesel-Antrieb basiert auf mittlerweile am Markt verfügbaren Komponenten und ist nicht auf ein zusätzliches 48-Volt-Bordnetz angewiesen. Wird der Diesel durch die neue Bosch-Technik deutlich teurer? Bosch rechnet nicht damit, dass sich die Produktionskosten für Dieselfahrzeuge dadurch wesentlich erhöhen. Verliert der Diesel durch die neue Technik seinen Spritspar- und Klimavorteil? Nein, unsere Entwickler konnten die Stickoxid-Emissionen weiter reduzieren und gleichzeitig den CO₂-Vorteil des Diesels erhalten. Wann ist die Dieseltechnik verfügbar und für Kunden zu kaufen? Bosch kann leider keine Angaben dazu machen, wann Fahrzeuge erhältlich sein werden. Das wird von den Herstellern abhängen. Sie sprechen von einem Durchbruch, aber sagen gleichzeitig, es sind nur seriennahe Teile verbaut. Ist das nicht ein Widerspruch? Bosch profitiert von kontinuierlicher Forschung und Entwicklung sowie neuen Komponenten, die gerade auf den Markt kommen. Dadurch können die Kunden jetzt anfangen, bei der Produktion künftiger Modelle auf die Projekterfahrung von Bosch aufzubauen. Die erzielten Fortschritte beruhen wesentlich auf komplexen Optimierungen des Gesamtsystems. Wenn Bosch hier größtenteils bestehende Hardware verbaut, wieso kommt die Technik dann erst jetzt und nicht schon vor ein paar Jahren? Zum Teil war die Hardware vor ein paar Jahren noch nicht verfügbar, und das neue Motor- und Temperaturmanagement von Bosch beruht auf jahrelanger Weiterentwicklung des Systems und dem entsprechenden Know-how. Die heutige Entwicklung war vor ein paar Jahren noch nicht möglich. Zudem wurden Test- und Messstrategien verbessert, sodass eine präzisere Messung der Fahrzeugemissionen unter dynamischeren Bedingungen möglich ist. Mit Hilfe dieser konnten die Entwickler von Bosch gezielt an Verbesserungen arbeiten und die technische Entwicklung letztlich beschleunigen. Was bedeutet diese Technik für die Luftqualität in Städten? Hierzu hat Bosch bei einem unabhängigen Ingenieurbüro eine Analyse beauftragt. Geprüft wurde die Luftqualität in der Nähe der Messstation Neckartor in Stuttgart, die für hohe Stickoxidwerte bekannt ist. Das Ergebnis der Datenanalyse ist eindeutig: Hätten alle Dieselfahrzeuge den neuesten Stand der Bosch Abgastechnik an Bord, wäre ihr Anteil an den Emissionen vor Ort vernachlässigbar und die von der EU geforderten Emissionsgrenzwerte könnten auch am Neckartor unterboten werden. Ist die neue Bosch-Dieseltechnik auch nachrüstbar? Angesichts der Art der Systemänderungen, die Bosch an den Testfahrzeugen vorgenommen hat, wäre eine Nachrüstung weder sinnvoll noch praktikabel. Kommt die Technik nicht zu spät, um Fahrverbote zu verhindern? Die Politik kann viele andere Maßnahmen außer Fahrverboten ergreifen, um für Luftqualität zu sorgen, die den EU-Normen entspricht. Allein die normale Flottenerneuerung wird dazu beitragen, dass Diesel-PKWs weniger Stickoxide abgeben, und wenn in Zukunft alle Diesel-Fahrzeuge die von Bosch entwickelte Technologie an Bord haben, werden Diesel-PKWs nur noch in vernachlässigbarem Umfang Stickoxide emittieren. Damit werden Diesel-Fahrverbote zur Einhaltung von Umweltvorgaben überflüssig. Ist diese komplexe Technik auch noch in der Kompaktklasse bezahlbar? Grundsätzlich hält Bosch es für technisch möglich, die Technik bei verschiedenen Motorentypen anzuwenden. Wie verändert sich der AdBlue-Verbrauch? Der AdBlue-Verbrauch des Versuchsfahrzeugs liegt bei etwa einem bis 1,5 Litern pro 1 000 Kilometern – auch bei dynamischer Fahrweise. Wie hoch war der Entwicklungsaufwand für die neue Dieseltechnik? Der Aufwand für die Entwicklung der neuen Dieseltechnik über mehrere Jahre war enorm.