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Neues radarbasiertes Assistenzsystem von Bosch kommt erstmals bei KTM zum Einsatz

24.09.2024

Pressemeldung

Zweirad

Neues radarbasiertes Assistenzsystem von Bosch kommt erstmals bei KTM zum Einsatz

Stuttgart/Yokohama – Mit Bosch sitzen Motorradfahrer jetzt noch sicherer im Sattel: Das Technologieunternehmen stellt sechs neue radarbasierte Assistenzsysteme vor, darunter fünf Weltpremieren. Statt wie bislang jeder siebte, soll damit laut Bosch-Unfallforschung sogar jeder sechste Unfall allein auf deutschen Straßen verhindert werden können. Schon 2020 hatte Bosch mit seinen Unterstützungsfunktionen für Motorradfahrer für eine Revolution auf dem Motorradmarkt gesorgt. Vier der sechs neuen Funktionen werden im neuen Modell von KTM, einem führenden europäischen Motorradhersteller, im November 2024 vorgestellt und sollen ab 2025 in Serie gehen. „Das erklärte Ziel von Bosch ist es, Motorradfahren mit neuen und zukunftsfähigen Technologien noch sicherer zu machen, ohne den Fahrspaß zu beeinträchtigen“, sagt Geoff Liersch, Leiter Two-Wheeler & Powersports bei Bosch. „Mit den neuen Funktionen machen wir einen weiteren Schritt in diese Richtung. Wir freuen uns, KTM als Kunden gewonnen zu haben.“ Der Hersteller wird die vier Fahrassistenzfunktionen mit Front-Radar von Bosch übernehmen. Für Bosch und KTM ist es nicht die erste erfolgreiche Kooperation. So haben die beiden Unternehmen bereits 2013 gemeinsam die Motorradstabilitätskontrolle (MSC) auf den Markt gebracht. „Wir sind sehr zufrieden mit der langjährigen Beziehung und Zusammenarbeit zwischen unseren Entwicklungsteams und freuen uns, dass die neuen Funktionen als Erstes bei KTM zum Einsatz kommen“, sagt Stefan Haist, Leiter des Bereichs KTM Chassis Control System – Street Development.Mehr Unterstützung auf zwei Rädern mit Assistenzsystemen von Bosch Adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung – Stop and Go (ACC S&G) Auf dem Zweirad kann Stau nicht nur gefährlich, sondern auch anstrengend sein. Ständig muss die Kupplung betätigt, gebremst und wieder angefahren werden. Bosch hat bereits 2020 die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC) auf den Markt gebracht, die nach Festsetzung einer Zielgeschwindigkeit das Tempo des Fahrzeugs kontinuierlich an den Verkehrsfluss anpasst und dabei den nötigen Sicherheitsabstand zum Vordermann einhält. Mit dem neuen ACC S&G hebt Bosch die Technologie auf ein neues Level: Die Funktion kann das Motorrad bis zum Stillstand kontrollierbar stoppen und so den Motorradfahrer in kritischen Situationen schützen. Den besten Effekt erzielt hier ein automatisches Getriebe wie etwa im neuen Bike von KTM, mit dem die Funktion erstmals auf den Markt gebracht werden soll. Kommt das Motorrad zum Stillstand, muss der Fahrer nicht kuppeln und kann sein Fahrzeug mit nur einem Knopfdruck oder einer kurzen Betätigung des Gashebels in Gang setzen, sobald der Vordermann anfährt. Group Ride Assist (GRA) Das versetzte Fahren in der Gruppe ist bei Motorradfahrern beliebt, gestaltet sich oftmals mit ACC aber als herausfordernd, wenn die Funktion zwischen vorausfahrenden Motorrädern wechselt. Der GRA als praktische Erweiterung des ACC erkennt über einen Algorithmus versetztes Fahren in der Gruppe und regelt die Geschwindigkeit so, dass der Abstand zu den vorausfahrenden Motorrädern automatisch eingehalten werden kann. Damit ermöglicht die Funktion ein natürliches Fahren in der Gruppenformation. Außerhalb einer Gruppe funktioniert der GRA wie das ACC. Riding Distance Assist (RDA) Im fließenden Verkehr unterstützt der aktivierte RDA dabei, einen angemessenen Abstand einzuhalten und beugt so Auffahrunfällen vor. Während beim ACC eine Zielgeschwindigkeit eingegeben werden muss, wird das Motorrad bei Nutzung mit aktiviertem RDA ganz normal über den Gasgriff gesteuert. Im Fahrbetrieb reduziert das System automatisch die Beschleunigung des Fahrzeuges oder bremst, falls erforderlich. Den gewünschten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug kann der Fahrer selbst voreinstellen. Auf Wunsch kann er die Funktion per Schalter außer Kraft setzen oder sie durch Betätigung des Gasgriffs entgegen der von der Funktion erzeugten Verzögerung überschreiben. Die Funktion fügt sich so ganz natürlich in den dynamischen Fahrfluss ein. Emergency Brake Assist (EBA) Eine Gefahrensituation im Straßenverkehr erfordert nicht nur rasches Handeln, sondern in vielen Fällen auch eine Notbremsung. Dann zählt jede Sekunde, um Kollisionen zu verhindern und möglicherweise schwerwiegende Folgen zu vermeiden. EBA wird bei Erkennen einer Kollisionsgefahr und zu geringem Bremseingriff des Fahrers ausgelöst. In diesem Fall erhöht die Funktion den Radbremsdruck aktiv weiter, um die Geschwindigkeit des Zweirads schnellstmöglich zu verringern. Rear Distance Warning (RDW) Schon im Auto ist es oft nicht leicht, den rückwärtigen Verkehr stetig im Blick zu behalten, auf dem Motorrad aber erfordert es besondere Konzentration. RDW überwacht die Situation hinter dem Fahrer und informiert ihn über das Display, wenn ein anderes Fahrzeug zu nah auffährt. Auf Basis dieses Hinweises kann der Fahrer die Situation entschärfen und so einem Auffahrunfall vorbeugen. Rear Collision Warning (RCW) RCW warnt Fahrzeuge hinter dem Motorrad, beispielsweise über das Aktivieren der Warnblinkanlage, wenn eine Auffahrkollision droht. So kann die Funktion den Motorradfahrer vor einem Unfall schützen, falls er übersehen wird oder unerwartet bremsen muss – sei es beim Warten an der Ampel, im Stau oder im fließenden Verkehr. Mit den neuen Funktionen erweitert Bosch sein weltweites Portfolio an radarbasierten Assistenzsystemen und damit die „Sinneswelt“ des Motorrads. Neben grundlegenden Sicherheitsfunktionen gewinnen auch mehr auf das Motorrad fokussierte Komfort- und Erlebnisfunktionen an Relevanz. Sie berücksichtigen reale Fahrsituationen und sorgen nicht nur für Sicherheit und Komfort, sondern auch für unverminderten Fahrspaß.

Innovative Bosch-Technologie für die Rennstrecke in der neuen Ducati Panigale V4

26.07.2024

Pressemeldung

Zweirad

Innovative Bosch-Technologie für die Rennstrecke in der neuen Ducati Panigale V4

Stuttgart/Misano – Noch ein paar Sekunden mehr in der Kurve gewinnen, die letzte Rundenzeit unterbieten und eine herausragende Leistung abliefern – das ist es, wonach die meisten Fahrer auf der Rennstrecke streben. Doch die Her¬ausforderungen sind zahlreich, besonders in Kurven, in denen das Bremsen maßgeblich zum Erfolg für die Rundenzeit beitragen kann. Mit dem neuen Race eCBS hat Bosch eine spezielle Lösung für die Rennstrecke entwickelt, die auf dem bekannten eCBS basiert und mit der neuen Ducati Panigale V4 auf der World Ducati Week 2024 in Misano Premiere feiern wird. „Die Teams von Bosch und Ducati haben sehr intensiv und in zahlreichen Tests an einer Funktion gearbeitet, die gezielt das Brems- und Kurvenfahrverhalten auf der Rennstrecke verbessert”, erklärt Fevzi Yildirim, Europa-Chef von Bosch Two-Wheeler & Powersports. „Das Bosch Race eCBS ist ein großer Schritt in Richtung Sicherheit und Performance bei Supersportlern und unterstreicht die anhaltend gute Zusammenarbeit zwischen Bosch und Ducati.” Das Bosch Race eCBS ist ein großer Schritt in Richtung Sicherheit und Performance bei Supersportlern und unterstreicht die anhaltend gute Zusammenarbeit zwischen Bosch und Ducati....Fevzi Yildirim, Europa-Chef von Bosch Two-Wheeler & Powersports Im Entwicklungsprozess setzten die Ingenieure bei der eCBS-Funktion an, die Teil des Bosch-ABS für Premium-Motorräder ist. Diese Technologie ermöglicht eine Kombination von Vorder- und Hinterradbremse, sobald der Fahrer nur eine der beiden Bremsen betätigt. Das bedeutet in der Praxis, dass die ABS-Einheit beim Ziehen der Vorderradbremse automatisch auch den Druck der Hinterradbremse erhöht. Während das eCBS bisher für die alltägliche Nutzung vorgesehen war, legten die Teams von Bosch und Ducati den Fokus beim Race eCBS auf die Rennstrecke. Kontinuierliche Datenkontrolle für den perfekten Bremsdruck Um den perfekten Bremsdruck am Hinterrad zu erzeugen, prüft das System 100-mal pro Sekunde den vorderen Bremsdruck, den Schräglagenwinkel, den Seitenschlupfwinkel und den Schlupf des Hinterrads und lässt diese Daten in die Berechnung einfließen. Die Funktion versucht stets, die optimale Bremsleistung am Hinterrad zu erzeugen, hält das Fahrzeug dabei aber immer stabil. Da die Funktion nur in den Rennstrecken-ABS-Modi verfügbar ist, gibt es kein Hinterrad-ABS. Damit hat der Fahrer die volle Kontrolle über die Hinterradbremse, wenn er sie manuell betätigen möchte. Das Race eCBS kann die Hinterradbremse am Scheitelpunkt einer Kurve außerdem für weniger als eine Sekunde betätigt halten, auch wenn der Fahrer die Vorderradbremse bereits gelöst hat, um den Fahrer dabei zu unterstützen die Ideallinie zu halten. Die Funktion von Bosch verbessert die Bremsstabilität, die Verzögerung und das Lenkverhalten beim Bremsen auf der Rennstrecke – ohne zusätzliche Anstrengung für den Fahrer durch die manuelle Betätigung der Hinterradbremse. Damit erreicht diese Technologie die nächste Stufe. „Diese Funktion ist für jeden Fahrer auf der Rennstrecke geeignet. Dass die Hinterradbremse automatisch auf die effektivste Art und Weise genutzt wird, hilft selbst professionellen Fahrern, eine bessere Rundenzeit zu erreichen. Statt die Hinterradbremse zu kontrollieren, können sie sich ganz auf das Fahren konzentrieren“, sagt Fevzi Yildirim. "Ducati hat schon immer nach innovativen Lösungen gesucht und strebt stets nach der bestmöglichen Performance seiner Produkte. Das neue Race-eCBS-System hat einen doppelten Vorteil: Es verbessert die Bremsleistung des Motorrads und ermöglicht jedem Nutzer Zugang zu Fahrniveaus, die zuvor außerhalb seiner Reichweite lagen", erklärt Alessandro Valia, offizieller Ducati-Cheftester, der an der Entwicklung des Systems mitgearbeitet hat. "Grundlage der Funktion ist, dass die Bremstechnik eines Profifahrers nachgeahmt wird. Das System kann auch dann noch den Druck an der Hinterradbremse halten, wenn die Vorderradbremse schon vollständig gelöst wurde – ein Manöver, das normalerweise vom Fahrer ausgeführt wird, um die Linie am Kurveneingang zu schließen. Auch professionelle Fahrer profitieren von dieser Funktion. Sie können die Aufmerksamkeit, die sie normalerweise auf die Hinterradbremse richten müssen, anderen Aspekten des Fahrens widmen", sagt Valia. Mit dieser Partnerschaft bekräftigen Bosch und Ducati ihre mittlerweile mehr als 15 Jahre andauernde Zusammenarbeit und zeigen, dass sie innovative Lösungen für mehr Sicherheit und Komfort auf dem Motorrad entwickeln können, ohne dabei Fahrspaß oder Leistung zu vermindern. „Zusammen setzen wir neue Standards für die Mobilität auf zwei Rädern von heute und morgen“, betont Yildirim. Auch auf der World Ducati Week vom 26. bis 28. Juli auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli wird Bosch vertreten sein. In Zusammenarbeit mit der Ducati Riding Academy und Ducati Riding Experiences werden Bosch-Experten in Vorträgen und Roundtables Einblicke gewähren und über die Sicherheit von Motorrädern informieren. Auch Testfahrten werden angeboten. Der Schwerpunkt wird dabei auf eigenen Technologien in den neusten Ducati-Modellen liegen, wie etwa dem Bosch Race eCBS. Klicken Sie hier , um zum Programm der World Ducati Week 2024 zu gelangen.