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Bosch investiert Millionen in Metall-3D-Druckzentrum

18.03.2025

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch investiert Millionen in Metall-3D-Druckzentrum

Nürnberg/Stuttgart – Schnelligkeit, Präzision, Flexibilität und Energieeffizienz: Für Bosch zentrale Faktoren in der Fertigung komplexer Metallteile, die das Unternehmen an interne wie externe Abnehmer liefert. Mit einem neuen Metall-3D-Drucker im Nürnberger Werk will Bosch seine Vorreiterrolle in der Zuliefererbranche stärken – und ist in Europa der erste Tier-1-Lieferant im Automobilbereich, der über eine Anlage dieser Leistungsklasse verfügt. Knapp sechs Millionen Euro hat das Werk für das Metall-3D-Druckzentrum und den damit verbundenen Erwerb sowie die Installation des Metall-3D-Druckers NXG XII 600 der Firma Nikon SLM Solutions investiert. Bosch steht weiterhin zum Standort Deutschland und investiert hier hohe Summen. Durch die Einführung neuer Technologien in unseren Werken sichern wir uns wichtige Umsatzpotenziale“, sagt Klaus Mäder, im Sektorvorstand von Bosch Mobility für Operations und damit alle Werke weltweit verantwortlich....Klaus Mäder, Sektorvorstand von Bosch Mobility für Operations. „Bosch steht weiterhin zum Standort Deutschland und investiert hier hohe Summen. Durch die Einführung neuer Technologien in unseren Werken sichern wir uns wichtige Umsatzpotenziale“, sagt Klaus Mäder, im Sektorvorstand von Bosch Mobility für Operations und damit alle Werke weltweit verantwortlich. Mit dem neuen 3D-Drucker sollen besonders die Entwicklungszyklen für Metallteile, die mit konventionellen Herstellungsverfahren viel Zeit in Anspruch nehmen, reduziert werden. „Mit der Neuanschaffung steigern wir unsere Produktivität und Geschwindigkeit in der Herstellung von Metallteilen – und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Alexander Weichsel, kaufmännischer Werkleiter in Nürnberg, zum offiziellen Betriebsstart der Anlage. „Damit setzen wir höchste Maßstäbe im Metall-3D-Druck. Das eröffnet uns komplett neue Möglichkeiten in der Serienfertigung“, ergänzt Jörg Luntz, technischer Werkleiter. Ob Bauteile für Wasserstoff-Anwendungen, Gehäuse für Motoren von Elektroautos, E-Achsen-Komponenten oder Motorblöcke für den Rennsport: Die schiere Größe und technische Ausstattung der Anlage eröffnen zahlreiche Anwendungsfälle. Auf Basis einer zuvor entwickelten, computergestützten Konstruktionsdatei schmelzen zwölf Laser Metallpulver Schicht für Schicht auf und erstellen so hochkomplexe Formen. Dabei ist der neue Metall-3D-Drucker bis zu fünfmal schneller als die bisher eingesetzten 3D-Druck-Anlagen. Aufwändige Strukturen wie innenliegende oder geschwungene Kanäle, die mit herkömmlichen Fräsverfahren schlichtweg nicht machbar sind, lassen sich problemlos umsetzen. So kann man mit konventionellen Methoden nicht um die Ecke bohren – im 3D-Druck hingegen schon. Der Drucker deckt die Herstellung der Rohteile ab, ohne Werkzeug und nach Bedarf. Auch Ressourcen werden geschont, denn die Verschwendung von Rohmaterial wird beim 3D-Druck fast auf null reduziert. „Die Nutzung des 3D-Druckers zur Herstellung von Bauteilen steigert nicht nur die Nachhaltigkeit in der Produktion, sondern ermöglicht es Bosch, hochflexibel auf volatile Stückzahlen zu reagieren und alles aus einer Hand anzubieten“, erläutert Alexander Weichsel. Fertigung eines kompletten Motorblocks im 3D-Druckverfahren Besonders anschaulich lassen sich die neuen Möglichkeiten des 3D-Druckverfahrens am Beispiel eines Motorblocks illustrieren: Vom ersten Entwurf bis zur Serienproduktion können hier in der konventionellen Produktion bis zu drei Jahre vergehen. Allein die Fertigstellung der Gussform für den Motorblock kann bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen. Im 3D-Druck entfällt dieser Vorgang. Die Konstruktionsdaten werden direkt an den Drucker übermittelt, aufwändige Gussformen sind nicht erforderlich. Bereits nach wenigen Tagen liefert der 3D-Drucker einen fertigen Motorblock, die Entwicklungszeit des gesamten Produktes reduziert sich damit signifikant. Unter Volllast kann die Anlage innerhalb eines Jahres Metallteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 10 000 Kilogramm fertigen und erzielt dabei Geschwindigkeiten von bis zu 1 000 Kubikzentimeter pro Stunde. Insbesondere die Zeit bis zur Markteinführung soll durch die schnellere Komponentenfertigung verkürzt werden. „Wir wollen gegenüber dem klassischen Fertigungsprozess Geschwindigkeit aufnehmen und mit dieser neuen Technologie Produkte schneller auf den Markt bringen“, sagt Jörg Luntz. „Schon heute können nur wenige Unternehmen Technik großindustriell so vom Band laufen lassen wie Bosch. Wir gehen jetzt den nächsten Schritt und bringen die Serienfertigung im Metall 3D-Druck auf Automotive-Niveau.“ Dies eröffnet völlig neue Chancen und Möglichkeiten – in der Automobilbranche, aber auch in zahlreichen anderen Industrien wie dem Energie- oder Luftfahrtsektor.

Projekt „GAIA-X 4 moveID“ entwickelt Grundlage für sicheren mobilen Datenaustausch

08.09.2022

Pressemeldung

Wirtschaft

Projekt „GAIA-X 4 moveID“ entwickelt Grundlage für sicheren mobilen Datenaustausch

Stuttgart – In welchen Parkhäusern gibt es gerade freie Ladesäulen? Wo sind in der Innenstadt noch Parkplätze verfügbar? Und wie lassen sich diese Informationen digital übermitteln und die Services anbieterübergreifend abrechnen? Die Antwort auf diese und ähnliche Fragen setzt einen sicheren Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen und ihrer Umgebung voraus. Genau diese Grundlage erarbeitet jetzt ein Forschungsprojekt, bestehend aus Hochschulen, Autozulieferern und Systemprovidern unter Leitung des Konsortialführers Bosch. Das Projekt „GAIA-X 4 moveID“ soll in den kommenden drei Jahren die nötigen Standards und technologische Konzepte entwickeln, die den sicheren Informationsaustausch zwischen Anbietern und Kunden von Mobilitätsanwendungen ermöglichen. Das Ziel: dezentrale digitale Fahrzeugidentitäten. Für den Massenbetrieb von Elektromobilen, das automatisierte Fahren sowie den Aufbau vernetzter Städte wird dies zu einer wichtigen Voraussetzung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert „GAIA-X 4 moveID“ mit 14 Millionen Euro, trägt so die Hälfte der Projektkosten.Mit Vernetzung digitale Services flächendeckend anbieten „Eine ganzheitliche, angebotsübergreifende, transparente Systemarchitektur für den Austausch von Daten im Straßenverkehr ist heute nicht verfügbar. Zwar gibt es einzelne Unternehmen, die aktuell schon Dienste anbieten. Aber diese Services sind auf spezielle Anwendungen, Fahrzeuge oder Kundengruppen zugeschnitten“, erklärt Peter Busch, Projektleiter von Konsortialführer Bosch. Die Infrastruktur beispielsweise ist oftmals kartografiert, allerdings liegen Informationen zur Verfügbarkeit der Services aufgrund fehlender Vernetzung der vielen, unabhängig agierenden Anbieter selten vor. „Damit Nutzer beispielsweise alle verfügbaren Ladesäulen finden oder Ladevorgänge bezahlen können, bedarf es offener Standards“, erklärt Busch. Dabei müsse stets gewährleistet sein, dass die Daten sicher verarbeitet und nicht von einzelnen Anbietern ausschließlich zu eigenen Zwecken verwendet werden. Nur so könne das notwendige Vertrauen der Nutzer wachsen und ein breites Angebot aller verfügbaren Dienstleistungen wie etwa das sogenannte Deep-Parking (Nutzen von sonst nicht verfügbaren Parkplätzen) entstehen. Das Konsortium baut deshalb auf dem europäischen GAIA-X-System auf, das technische, ökonomische und rechtliche Grundlagen für eine vertrauenswürdige und sichere Dateninfrastruktur definiert. GAIA-X setzt dazu auf Dezentralisierung und das Zusammenspiel verschiedener Cloud-Anbieter mit gemeinsamen Richtlinien. In diesem Sinne handelt auch das Projekt „GAIA-X 4 moveID“, nutzt Open Source für seine Entwicklungen, und stellt diese allen Anbietern für unterschiedliche Geschäftsmodelle zur Verfügung. Fahrzeuge werden zu Marktplätzen Mit den von „GAIA-X 4 moveID“ anvisierten Standards können Fahrzeuge Informationen mit anderen Fahrzeugen und ihrer Umgebung sicher und souverän ohne „Vermittler“ austauschen. Zu den „Infrastrukturpartnern“ der Fahrzeuge zählen beispielsweise Ladesäulen, Schranken, Lichtsignalanlagen oder Parkplätze. Das Forschungsprojekt will für Interaktion und Handel der Akteure untereinander Management- und Verwaltungsservices entwickeln mit Hilfe international anerkannter Hard- und Software. Vor allem im autonomen Fahrbetrieb können die Anbieter so Angebote wie Nachrichten, Unterhaltung, Navigation und vieles mehr mit dem System des Autos verknüpfen. Allein der Markt für Dienstleistungen rund um das vernetzte Parken wird weltweit auf zehn Milliarden Euro jährlich geschätzt. Zudem ist das gezielte Ansteuern von Parkmöglichkeiten ein wichtiger Beitrag zum Abbau von Verkehr und Emissionen – die Suche nach einem Stellplatz macht heute rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs aus. Auch für den Erfolg der Elektromobilität ist die Verfügbarkeit von Informationen ein wesentlicher Faktor. In Europa werden Schätzungen zufolge bis 2030 gut die Hälfte der neu zugelassenen Automobile elektrisch angetrieben. „Ihre Nutzer müssen sich darauf verlassen können, möglichst rasch und rechtzeitig Lademöglichkeiten zu finden. Die Vernetzung der Systeme ist dafür grundlegend“, sagt Busch. Intensiver Datenaustausch als Basis für automatisiertes Fahren Automatisiertes Fahren im Massenbetrieb ist nur denkbar, wenn Automobile schnell und zuverlässig mit ihrer Umgebung kommunizieren. Der hierzu notwendige Datenaustausch ermöglicht eine klimafreundliche Steuerung der Verkehrsströme, die sich nach dem aktuellen Aufkommen richtet. So können Städte den Zugang zu bestimmten Bereichen in Echtzeit regulieren und Staus vermeiden. Dieses so genannte Zoning setzt allerdings voraus, dass Fahrzeuge veränderte Bedingungen sofort erkennen und entsprechend neue Routen wählen. Im Rahmen von „GAIA-X 4 moveID“ wird Zoning mit Testfahrzeugen erstmalig grenzübergreifend im Testfeld Deutschland-Frankreich-Luxemburg (Merzig/Saarbrücken) demonstriert. Autos erhalten dynamisch Informationen zur Einfahrt in definierte Bereiche.Die Projektteilnehmer im Überblick: Robert Bosch GmbH Materna Information & Communications SE Denso Automotive Deutschland GmbH Continental Automotive Technlogies GmbH WOBCOM GmbH ecsec GmbH Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes Atos Information Technology GmbH Chainstep GmbH Peaq Technology GmbH Zeppelin Universität gGmbH Datarella GmbH 51nodes GmbH Bigchain DB GmbH Fetch.ai Research & Development GmbH ITK Engineering GmbH Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Airbus Defence and Space GmbH Delta Dao AG

Lebe fantastisch #LikeABosch

31.08.2022

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Wirtschaft

Lebe fantastisch #LikeABosch

Stuttgart – Bosch setzt seine erfolgreiche Markenkampagne #LikeABosch mit den Pionieren des „Deutsch-Hip-Hops“ fort: DIE FANTASTISCHEN VIER produzieren den Kampagnensong neu, mit selbst verfassten Lyrics, und fungieren als Hauptdarsteller in den neuen Werbespots. Ins Zentrum der Neuauflage rückt Bosch Konsumgüter für ein entspanntes, komfortables und nachhaltiges Leben. Unter dem Claim „Lebe fantastisch #LikeABosch“ präsentieren dafür die Bosch-Geschäftsbereiche Hausgeräte, Power Tools, Smart Home und Thermotechnik ihre Produkte für den „täglichen Bedarf“ erstmals gemeinsam unter einem Dach. Die Kampagne „Lebe fantastisch #LikeABosch“, ausgerichtet auf die DACH-Region, läuft ab 1. September 2022 im TV, auf YouTube und Social Media. Zusätzlich strahlt Amazon Prime Video TV-Spots im Rahmen der Champions League aus. Auf der IFA in Berlin stellen Bosch und DIE FANTASTISCHEN VIER das gemeinsame Projekt vor.Lebe fantastisch #LikeABosch Die Neuauflage der erfolgreichen #LikeABosch-Kampagne tritt in große Fußstapfen: #LikeABosch zählt zu den erfolgreichsten Marketingkampagnen weltweit, wurde seit dem Start 2019 mit über 30 nationalen und internationalen Awards ausgezeichnet, darunter der Deutsche Werbefilmpreis. Mehr als 15 Millionen Menschen, also rechnerisch jeder fünfte Deutsche, haben das erste #LikeABosch-Rap-Video gesehen. Das zweite Highlight-Video „Heat smart #LikeABosch“ wurde zum meistgesehenen deutschen YouTube-Werbevideo 2019. An diesen Erfolg will Bosch mit der Neuauflage seiner Kampagne anknüpfen: Sie umfasst ein 90-sekündiges Musikvideo, 7 TV-Spots, und wird reichweitenstark online, auf Social Media und Amazon Prime Video verlängert. Im Fokus von „Lebe fantastisch #LikeABosch“: Produkte und Lösungen, die das Leben einfacher, smarter, nachhaltiger und gesünder machen. Dazu zählen Elektrowerkzeuge, Geräte für Küche, Haushalt und Garten, Smart-Home-Produkte und Wärmepumpen. „Die neue Kampagne ist in vielen Aspekten für Bosch eine Premiere. Zum ersten Mal stehen gleich vier Geschäftsbereiche im Zentrum einer so groß angelegten Kampagne. Zudem haben wir mit den FANTASTISCHEN VIER einen Partner an Bord geholt, der sowohl prominent als auch wortgewandt, witzig und authentisch ist. Das übertragen sie gekonnt in die Spots und zeigen, wie Bosch-Produkte den Alltag verbessern und erleichtern“, sagt Bosch-Markenchef Boris Dolkhani. Fantastische Besetzung Für die Neuauflage seiner Kampagne setzt Bosch auf prominenten Support und ausgewiesene Kompetenz: DIE FANTASTISCHEN VIER sind die Begründer des deutschsprachigen Hip-Hops. Sie haben Hip-Hop nach Deutschland gebracht und salonfähig gemacht. Erstmalig haben die vier Hip-Hopper jetzt für ein Unternehmen einen Kampagnensong in ihrem Stil getextet und aufgenommen. Außerdem spielen sie die Hauptrollen in den Bosch-Spots. Die Regie übernahm Lars Timmermann, mit dem DIE FANTASTISCHEN VIER bereits für das Musikvideo ihrer Hitsingle „Zusammen“ gearbeitet haben. Ausschlaggebend für die Partnerschaft waren verbindende Elemente: „Genau wie Bosch kommen DIE FANTASTISCHEN VIER aus dem Schwabenland. Beide Karrieren haben sich räumlich nie auf diese Region begrenzt und sich doch nie gänzlich davon gelöst: Erfolg braucht Wurzeln. Darüber hinaus eint Bosch und DIE FANTASTISCHEN VIER der Anspruch, das Leben besser zu gestalten – sei es mit Technik, Musik oder dem Streben nach mehr Nachhaltigkeit. Bosch und DIE FANTASTISCHEN VIER sind ein perfektes Match“, erläutert Dolkhani. Zu den weiteren Akteuren und Unterstützern von „Lebe fantastisch #LikeABosch“ zählen die Kreativagentur Jung von Matt, die Produktionsfirma CZAR sowie seitens der Band Radar Media. Beteiligt sind darüber hinaus die Agenturen MediaCom, Lemundo, segmenta communications, Lucky7even und der Verlag falkemedia.

Bosch entwickelt keramischen Mikro-Reaktor erstmals in 3D-Druck

30.06.2022

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Wirtschaft

Bosch entwickelt keramischen Mikro-Reaktor erstmals in 3D-Druck

Ludwigsburg / Immenstadt – Premiere im Bereich 3D-Druck: Bosch ist es gemeinsam mit dem Karlsruher Institute of Technology (KIT) und dem Chemieunternehmen BASF erstmals gelungen, einen Mikro-Reaktor aus technischer Keramik mittels 3D-Druck herzustellen. In einem solchen Apparat laufen chemische Reaktionen ab. Nur wenige Materialien können den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen hinsichtlich Temperatur, Stabilität und Korrosion standhalten, wenn chemische Reaktionen bei großer Hitze ablaufen. „Um eine chemische Reaktion zu steuern und zu kontrollieren sind Härte, Hitzebeständigkeit sowie komplexe Strukturen im Inneren des Reaktors nötig,“ sagt Klaus Prosiegel, Sales Manager beim Bosch-Start-up Advanced Ceramics im Allgäu. „3D gedruckte technische Keramik bringt diese hervorragenden Eigenschaften mit.“Viele Einsatzmöglichkeiten für technische Keramik Das Marktforschungsunternehmen Data Bridge prognostiziert für technische Keramik weltweit ein Marktvolumen von rund 15 Milliarden Euro bis zum Jahr 2029. Das vielseitige Material ist in den verschiedensten Branchen gefragt: In der Medizin ermöglichen es sogenannte bipolare Scheren, Gewebe zu schneiden und die Blutung gleichzeitig zu stillen. Elektrischer Strom, der durch die beiden metallischen Scherenhälften fließt, erwärmt das Gewebe und versiegelt es. Ein Isolator aus technischer Keramik sorgt dabei dafür, dass die beiden metallischen Klingen beim Schließen der Schere keinen Kurzschluss verursachen. Das macht Operationen schneller und sicherer. Im Bereich der Energietechnik kommt technische Keramik aufgrund ihrer extremen Hitzebeständigkeit und Ionen-Leitfähigkeit zum Beispiel in Brennstoffzellen-Stacks zum Einsatz. In der Mobilität bestehen Abstandssensoren, die beim Parken helfen, ebenfalls aus technischer Keramik. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Mahlwerke für Kaffeevollautomaten. Hier bewirkt das besonders langlebige und harte Material, dass die Mahlwirkung auf Dauer gleichbleibt und es keinen Materialabrieb gibt, der den Kaffeegeschmack beeinflussen könnte. „In all diesen Bereichen sind wir mit unseren Produkten am Markt vertreten“, sagt Prosiegel. Premiere: Keramik-Reaktor in 3D-Druck Dass sich technische Keramik auch für chemische Reaktionen sehr gut eignet, wussten sie im Allgäu. „Die Herausforderung bestand allerdings darin, ein Verfahren zu finden, mit dem sich die komplexen Strukturen im Inneren des Keramik-Reaktors herstellen lassen,“ sagt Prosiegel. Zur Lösung dieser Aufgabe brachte das zehnköpfige Team von Bosch Advanced Ceramics die beiden Kernkompetenzen des Start-ups zusammen: technische Keramik und 3D-Druck. „Wir haben den 3D-Druck erfolgreich eingesetzt, um jene Bauteile aus Keramik zu produzieren, die auf herkömmliche Weise nicht darstellbar sind“, sagt Prosiegel. BASF setzt den Apparat nun in der Grundlagenforschung ein, weil er Untersuchungen unter besonders gut kontrollierbaren Temperaturbedingungen ermöglicht. Außerdem müssen im Kleinen weniger Rohstoffe und Energie verwendet werden als das in einem großen Reaktor der Fall wäre. Aus den Ergebnissen im Kleinen ziehen die Experten Schlüsse für die Umsetzung im Großen. „Ein Koch probiert ein neues Rezept auch zuerst im kleinen Rahmen aus, bevor er das Menü auf die Speisekarte setzt“, sagt Prosiegel. Zehn bis 20 weitere Apparate mit diesem Aufbau sollen deshalb im nächsten Schritt für BASF gedruckt werden. Und weitere Einsatzmöglichkeiten der technischen Keramik im Bereich Chemie sind laut Prosiegel gut denkbar: „Schließlich bestehen allein schon die meisten Labortiegel aus technischer Keramik“, sagt er und freut sich. Die Arbeit wird ihm und seinen Kollegen erst einmal nicht ausgehen. Wir haben den 3D-Druck erfolgreich eingesetzt, um jene Bauteile aus Keramik zu produzieren, die auf herkömmliche Weise nicht darstellbar sind....Klaus Prosiegel, Sales Manager Bosch Advanced Ceramics Bosch-Start-up Platform grow Bosch Advanced Ceramics gehört zur Bosch-internen Start-up Plattform grow. Sie ist mit Standorten in Europa, im Nahen Osten, Afrika, Südostasien, Indien, China, Japan, Nord- und Lateinamerika die globale Heimat für Start-ups innerhalb des Technologiekonzerns. Aktuell zählt die Start-up-Plattform weltweit zehn laufende Projekte in der Inkubationsphase. Weitere Informationen zu Bosch Advanced Ceramics gibt es im Internet.

Neuer Corona-Schnelltest von Bosch liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten

25.09.2020

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Wirtschaft

Neuer Corona-Schnelltest von Bosch liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten

Stuttgart – Bosch hat einen neuen Schnelltest für sein Analysegerät Vivalytic zum Nachweis des SARS-CoV-2-Erregers entwickelt. Damit steht das Testergebnis in 39 Minuten zuverlässig fest – schneller ist weltweit aktuell kein anderer Test auf Basis der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Der neue Schnelltest von Bosch ist unter anderem prädestiniert für den dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren an Autobahn-Raststätten oder Flughäfen. Getestete Personen können unmittelbar am Ort der Probenentnahme ein zuverlässiges Ergebnis erhalten. Der CE-gekennzeichnete Test ist ab sofort in Europa erhältlich und hilft, Quarantäne-Zeiten zu vermeiden, Labore zu entlasten und das Reisen und Arbeiten wieder sicherer zu machen: „Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Damit können wir den Menschen jetzt noch schneller Sicherheit geben“, so Denner weiter. Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Der neue Bosch PCR-Singleplex-Test wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mir ist wichtig, dass Menschen so schnell wie möglich Klarheit über ihren Gesundheitszustand haben. Wir werden gerade in den nächsten Monaten vor der besonderen Herausforderung stehen, Menschen vermehrt testen zu müssen. Bei dieser komplexen Aufgabe kann das von Bosch mit Unterstützung des BMBF weiterentwickelte Testverfahren eine große Hilfe sein. Die rasante Verbesserung unserer technologischen Möglichkeiten zeigt, zu welchen innovativen Leistungen deutsche Unternehmen gerade in Krisenzeiten fähig sind.“ Der Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent. Er wurde gemeinsam von der Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions und dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen R-Biopharm entwickelt – einem führenden Anbieter hochsensitiver manueller PCR-Tests. PCR-Tests gelten als Goldstandard unter den Testverfahren.Weltneuheit: gleichzeitige Auswertung von fünf Proben Bereits Ende März hatte Bosch nach nur sechs Wochen Entwicklungszeit einen ersten Schnelltest für sein Vivalytic-Analysegerät herausgebracht. Dabei handelt es sich um einen Multiplex-Test, der Proben in zweieinhalb Stunden sowohl auf das SARS-CoV-2-Virus als auch zeitgleich auf neun weitere Atemwegserkrankungen untersucht. Der neue beschleunigte Test ist jetzt ausschließlich auf SARS-CoV-2 ausgerichtet. „Mit unseren unterschiedlichen Corona-Tests und den variablen Auswertungsstrategien ermöglichen wir mit einem Vivalytic-Gerät verschiedene Testszenarien – vom Screening bis hin zur Unterstützung der Differentialdiagnostik bei Krankheiten mit ähnlichen Symptomen“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Und die Entwicklung geht bei Bosch unter Hochdruck weiter: Ab Anfang Oktober 2020 sollen fünf Proben zeitgleich in einer Test-Kartusche und in vergleichbarer Geschwindigkeit ausgewertet werden können – eine Weltneuheit, so das Unternehmen. Damit steigert Bosch die Testkapazitäten auf mehr als 160 Proben pro Tag, die mit einem Vivalytic-Gerät vollautomatisiert verarbeitet werden können. Zudem soll die Durchlaufzeit des SARS-CoV-2 Tests bei positiven Proben mit Hilfe von optimierter Software in den nächsten Wochen weiter verkürzt werden. Vivalytic-Analysegerät: einfache Anwendung am Ort der Probenentnahme Die Vorteile der Bosch-Schnelltests liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Mittels Abstrichtupfer wird eine Probe aus Nase oder Rachen eines Patienten entnommen und in die Test-Kartusche gegeben. Anschließend wird die Test-Kartusche, die bereits sämtliche für den Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Die Bedienung des Vivalytic-Analysegeräts ist anwenderfreundlich gestaltet und erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals. Die Entwicklung des Vivalytic-Systems, bestehend aus Analysegerät und Testkartuschen, ist aus einer langjährigen Zusammenarbeit der Bosch Forschung und Vorausentwicklung mit Bosch Healthcare Solutions entstanden.  Bosch will bis Ende des Jahres die Kapazität für eine Million Tests erreichen. Da die Nachfrage nach dem Analysegerät und den Schnelltests anhaltend hoch ist, arbeitet das Unternehmen mit seinen Lieferanten intensiv daran, die Kapazität maximal auszubauen und die Lieferfähigkeit weiter zu erhöhen. 

Bosch Rexroth erzielt 2019 stabilen Umsatz auf Rekordjahrniveau

16.04.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch Rexroth erzielt 2019 stabilen Umsatz auf Rekordjahrniveau

Lohr am Main – Bosch Rexroth hat sich 2019 in einem schwierigen Umfeld und trotz stark zurückgehender Auftragseingänge gut behauptet. Mit 6,2 Milliarden Euro blieb der Umsatz stabil auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Profitiert hat das Unternehmen dabei vor allem von seinem soliden Kerngeschäft mit Hydraulik sowie dem weiteren Ausbau des Angebots im Bereich Fabrikautomation als wichtigem Türöffner für neue Märkte. „Wir ziehen eine positive Bilanz für das Jahr 2019“, erklärt Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. „Angesichts der volatilen Märkte und der spürbaren Konjunkturabkühlung war dieses sehr gute Ergebnis alles andere als ein Selbstläufer. Es zeigt, dass unsere breite Aufstellung mit verschiedenen Geschäftsfeldern ein großer Vorteil ist, und dass wir mit unseren strukturellen Anpassungen die richtigen Weichen gestellt haben.“ In allen Regionen konnte Bosch Rexroth 2019 an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen: Am umsatzstärksten blieben die Kernmärkte Deutschland und Europa. Der Umsatz in Deutschland sank um 4,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, der in den übrigen europäischen Märkten (ohne Deutschland) um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,1 Milliarden Euro. In den Wachstumsmärkten der Region Asien-Pazifik / Afrika erzielte Bosch Rexroth 1,6 Milliarden Euro Umsatz und damit ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. In der Region Nord- und Südamerika stieg der Umsatz um 5,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Am Ende des Geschäftsjahres (Stand: 31.12.2019) beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 31.000 Mitarbeitende.Wirtschaftliches Umfeld und COVID-19-Pandemie trüben Aussichten für 2020 Für das laufende Geschäftsjahr 2020 rechnet Bosch Rexroth mit einer rückläufigen Geschäftsentwicklung in allen Regionen und Branchen. Ursache sind zum einen die allgemeine Konjunkturschwäche sowie der Struktur-wandel in Kundenbranchen, die eng mit der Automobilindustrie verbunden sind. So gingen die Auftragseingänge im Laufe des Jahres 2019 um 20,3 Prozent zurück. Zum anderen trübt die weltweite COVID-19-Pandemie die Geschäftserwartungen für 2020. Die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt für Bosch Rexroth deshalb in allen Bereichen von besonderer Bedeutung. „Die Entwicklungen um COVID-19 beschäftigen uns derzeit sehr. Wir haben in den zurückliegenden Wochen umfassende Maßnahmen ergriffen, um unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner zu schützen und zugleich eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen“, so Najork. „Sicherheit hat bei uns durchweg die höchste Priorität. Wir wollen unseren Kunden auch und gerade in solchen globalen Krisen ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Partner sein.“Fokus auf Innovationen und neue Märkte Bosch Rexroth bleibt dabei einer der wichtigsten Innovationstreiber und Pionier für neue Technologien in seinen Märkten. So investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 2019 rund 348 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung – eine Steigerung von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Zentrum steht dabei weiterhin die Entwicklung vernetzter und vollautomatisierter Lösungen in den beiden großen Bereichen Hydraulik und Fabrikautomation. Alle Geschäftsbereiche haben 2019 zum Erfolg von Bosch Rexroth beigetragen. Während sich das Kerngeschäft mit Industrie- und Mobilhydraulik als solide Basis erwies, entwickelte sich der Bereich Fabrikautomation mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0 und der Vision der vollvernetzten Fabrik der Zukunft weiter zu einem wichtigen Türöffner für neue Märkte und Kunden.Anlagenbau und Engineering: Vernetzte und intelligente Hydraulik Auch im klassischen Kerngeschäft der Industriehydraulik treibt Bosch Rexroth den Wandel aktiv voran: Smarte hydraulische Komponenten und Systeme wie die kompakte Hydraulikeinheit CytroBox lassen sich schnell und einfach in die vernetzte Fertigung einbinden. Sie sind Industrie 4.0-fähig und bieten Dienste für das Internet of Things (IoT), beispielsweise zur Zustandsüber¬wachung von Maschinen oder Anlagen. Mobile Hydraulics: Smarte Lösungen für die mobile Arbeitsmaschine der Zukunft Trotz des angespannten Marktumfelds konnte Bosch Rexroth 2019 seinen Marktanteil in der Mobilhydraulik weiter ausbauen. Entscheidende Zukunftsthemen sind neue Aktivitäten in den Feldern Automatisierung und Fahrerassistenzsysteme, der Elektrifizierung sowie IoT. Mit BODAS Connect bietet Bosch Rexroth eine offene, skalierbare End-to-End-Lösung, mit der sich mobile Arbeitsmaschinen miteinander vernetzen lassen. Kunden können mit ihrer Hilfe Daten aus der mobilen Anwendung gezielt auslesen und analysieren. Auf der Branchenmesse für Baumaschinen BAUMA stellte das Unternehmen 2019 zudem die ersten Komponenten seines künftigen Elektrifizierungsangebots für Arbeitsmaschinen vor. Diese Lösungen unterstützen Kunden dabei, Emissionen zu senken und zugleich die Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Bosch Rexroth profitiert hierbei auch von der langjährigen Bosch-Expertise im Bereich der Elektromobilität.Fabrikautomation: neue Standards für die vernetzte Fertigung Im Bereich Fabrikautomation bilden die vernetzte Montage und Intralogistik einen wichtigen strategischen Schwerpunkt von Bosch Rexroth. Im Zentrum steht dabei die Vision der Fabrik der Zukunft mit softwarebasierten, automatisierten und vernetzten Lösungen. In diesem Geschäftsbereich konnte das Unternehmen 2019 unter anderem mit der offenen Automatisierungsplattform ctrlX AUTOMATION seine Position als Innovationstreiber weiter stärken.Als erste 5G-fähige Automatisierungsplattform von Bosch Rexroth verbindet ctrlX AUTOMATION eine Vielzahl an Geräten mit dem neuen Kommuni-kationsstandard und sorgt so für eine durchgängige Vernetzung in Fabriken. Bestehende Maschinen lassen sich über Retrofit-Lösungen mit der neuen Technik nachrüsten. Für mehr Flexibilität und höhere Produktivität in der automatisierten Fabrik sorgt das ebenfalls 2019 erstmals vorgestellte ActiveShuttle. Das autonome Transportsystem setzt neue Standards in der Intralogistik, befördert Lasten bis zu 260 Kilogramm und wird vollautomatisiert mithilfe einer integrierten Hubplattform be- und entladen. „GoGreen“-Projekt: Einsparziele bei Energie und CO₂ übertroffen 2019 konnte Bosch Rexroth auch auf dem Gebiet der CO₂-Neutralität wichtige Erfolge verbuchen: Als Teil der Bosch-Gruppe hat sich der Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien ehrgeizige Ziele für die Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO₂-Ausstoßes gesteckt. Im Rahmen des Bosch Rexroth-Projektes „GoGreen“ wird die Energieeffizienz bereits seit 2011 in allen eigenen Werken und auch bei Kunden systematisch verbessert – und dies mit äußerst positiver Bilanz: Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 wurden bei Bosch Rexroth dank „GoGreen“ weltweit 620 Millionen Kilowattstunden Strom und Gas und damit mehr als 265.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch einer Stadt mit rund 80.000 Einwohnern. Der Energieverbrauch an den Bosch Rexroth-Standorten wurde um 20 bis 50 Prozent reduziert. Seit Ende 2019 hat Bosch Rexroth in Deutschland zudem einen CO₂-neutralen „Footprint“ erreicht.

Bosch bringt Maschinen für 5G in Pole-Position

26.11.2019

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Wirtschaft

Bosch bringt Maschinen für 5G in Pole-Position

Stuttgart – 5G kommt. Der neue Kommunikationsstandard beschleunigt das Internet der Dinge und sorgt für einen Schub bei Industrie 4.0. Steuerungen und Sensoren, verbaut in Anlagen, Maschinen und Logistikketten, profitieren von dieser schnellen und zuverlässigen drahtlosen Datenübertragung in Echtzeit. Um Maschinen auf die moderne Kommunikation vorzubereiten, müssen sie 5G-fähig werden. Bosch liefert jetzt die Lösung: Die neue Steuerungstechnik ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth ist von Beginn an auf 5G ausgerichtet und in der Lage, eine Vielzahl von Geräten in der Industrie mit dem neuen Kommunikationsstandard zu verbinden. Vorgestellt wird ctrlX AUTOMATION auf der Fachmesse SPS in Nürnberg.Bosch öffnet Tor in neues Industriezeitalter Die Industrie schaltet mit 5G in den Turbo. Unsere neue 5G-fähige Automatisierungsplattform schafft die Voraussetzung und öffnet das Tor in ein neues Industriezeitalter,...sagt Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork, zuständig für die Industrietechnik. Mit 5G wurde erstmalig ein Kommunikationsstandard entwickelt, der nicht nur die Vernetzung von Menschen adressiert, sondern auch das Internet der Dinge. Die Merkmale von 5G überzeugen: Der neue Standard ist bis zu 20-mal schneller als 4G, überträgt Daten mit einer Latenz von einer Millisekunde nahezu verzögerungsfrei und sorgt mit einer Zuverlässigkeit von bis zu 99,9999 Prozent dafür, dass der „digitale Versand“ beim Empfänger so sicher ankommt wie über ein Kabel. „5G ist eine Revolution und ein wichtiger Baustein für die Fabrik der Zukunft," sagt Najork. Ingenieure und Konstrukteure stehen jetzt vor der Herausforderung, 5G in ihre Maschinen und Produkte zu integrieren. Bosch präsentiert die Lösung und stillt den Bedarf: Die Hardware der neuen Automatisierungsplattform lässt sich mit einem 5G-Modul ausstatten. Betriebssystem und Software von ctrlX AUTOMATION sind von Beginn an 5G-kompatibel und unterstützen eine rasche Inbetriebnahme. Auch Maschinen im Bestand sind über Retrofit-Lösungen mit der neuen Technik nachrüstbar. 2020 kommt die neue Automatisierungsplattform von Bosch Rexroth auf den Markt. 5G wird zum Wettbewerbsfaktor für die vernetzte Industrie Bis zu 70 Milliarden Geräte sollen 2025 weltweit vernetzt sein, schätzen Experten. Viele davon in der Industrie. 5G wird zum Wettbewerbsfaktor. Dank des neuen Kommunikationsstandards lassen sich Anwendungen, die eine hochleistungsfähige und äußerst zuverlässige Funkverbindung erfordern, sicher und effizient in die Produktionshallen integrieren. Dazu zählt mobile Robotik, der Einsatz autonomer Transportfahrzeuge sowie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Mit Hilfe von Augmented-Reality-Brillen bekommen Mitarbeiter beispielsweise Zusatzinformationen eingeblendet und können so Maschinen optimal überwachen und warten. Um die Aufgaben in der virtuellen mit jenen in der realen Welt zu kombinieren, bedarf es Datenfluss in Echtzeit. Das verspricht 5G. „Die neue Form der Kommunikation stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. 5G wird der erste industriefähige Funkstandard", so Najork. Bosch übernimmt Führungsrolle bei Industrie 4.0 und 5G Bosch entwickelt die Fabrik der Zukunft. Dafür setzt das Unternehmen auf Industrie 4.0 . Produkte werden zunächst in Bosch-Werken getestet und validiert, bevor sie auf dem Markt verfügbar sind. Diesen Ansatz verfolgt Bosch auch bei 5G. Auf der Hannover Messe hat das Unternehmen mit ActiveShuttle ein erstes 5G-fähiges autonomes Transportsystem vorgestellt. Für die Weiterentwicklung der Fabriken beantragte Bosch 5G-Lizenzen bei der Bundesnetzagentur, die den Aufbau von lokalen Campus-Netzen ermöglichen. Darüber hinaus hat Bosch den Vorsitz in der globalen Initiative 5G-ACIA übernommen mit dem Ziel, den neuen Kommunikationsstandard von Beginn an industriefähig zu gestalten.

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

05.09.2019

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Wirtschaft

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

Stuttgart – Bosch und Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) haben eine langfristige strategische Kooperation vereinbart. Die Partner werden gemeinsam leistungsstarke Batteriezellen spezifizieren. CATL wird diese dann gemäß Bosch-Anforderungen konzipieren, entwickeln und produzieren. Zum Einsatz kommen die Zellen in der von Bosch entwickelten 48-Volt-Batterie. Sie ist das Kernelement für die 48-Volt-Hybridantriebssysteme, die aus Effizienzgründen weltweit immer wichtiger werden. Mit der Vereinbarung sichert sich das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen zugleich die langfristige Versorgung mit Batteriezellen. „Wir müssen Batteriezellen verstehen, sie aber nicht selber fertigen“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. „Mit CATL haben wir dafür einen etablierten Zellspezialisten für Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Partner gewonnen. Zusammen mit unserem System-Know-how und der Kompetenz im Batteriemanagement werden wir unsere starke Position im Markt für 48-Volt-Batterien ausbauen.“ CATL ist einer der größten Produzenten von Batterien weltweit und errichtet aktuell eine Batteriefabrik am Standort Erfurt in Deutschland. Für Bosch ist die Kooperation ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Marktführerschaft in der Elektromobilität. Bereits jetzt setzen zahlreiche globale Autohersteller auf die 48-Volt-Batterie von Bosch. Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt....Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions 48-Volt-System wird künftig zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt Die 48-Volt-Batterie gehört neben weiteren Systemkomponenten wie Gleichspannungswandler (DC/DC-Wandler) und elektrischen Maschinen zum Bosch-Portfolio für 48-Volt-Systeme. Mit dieser Technik will Bosch Fahrzeuge aller Klassen für zukünftige Emissionsanforderungen fit machen und eine erschwingliche Hybridisierung anbieten. Die 48-Volt-Elektrifizierung unterstützt den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor. Die Energie dafür kommt aus der 48-Volt-Batterie und wird beim Bremsen zurückgewonnen. Auf diese Weise sind Verbrauchseinsparungen von bis zu 15 Prozent erreichbar. „Aus Effizienzgründen werden wir es uns nicht mehr erlauben können, Bremsenergie ungenutzt verpuffen zu lassen“, sagt Hartung. „Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt.“ Weltweit wächst der Markt für 48-Volt-Lösungen. 2025 werden nach Einschätzung von Bosch rund um den Globus bereits fast 20 Prozent der jährlich verkauften Neuwagen ein 48-Volt-System mit der entsprechenden Batterie an Bord haben. Besonders in Europa und China steigt der Bedarf an 48-Volt-Systemen. 48-Volt-Batterie von Bosch ist kostengünstig und einfach zu integrieren Die Fertigung der ersten Generation der 48-Volt-Batterie ist bei Bosch bereits Ende des vergangenen Jahres im chinesischen Wuxi angelaufen. Das Besondere des aktuellen Produkts: Die Batterie ist kompakt und passiv gekühlt. Automobilhersteller können sie deshalb einfach in Fahrzeugmodelle integrieren und benötigen keine aufwändigen Kühlaggregate. Damit können sie auf lange und teure eigene Entwicklungen verzichten. „Wir sind zuversichtlich, mit unserer 48-Volt-Batterie eine führende Stellung im Markt zu erreichen und den 48-Volt-Hybrid für den Massenmarkt erschwinglich zu machen“, sagt Hartung. Bosch besitzt Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität Bosch ist in der Elektromobilität so breit aufgestellt wie kein zweites Unternehmen und will Marktführer im ab 2020 entstehenden Massenmarkt für Elektromobilität werden. Bis 2025 will Bosch seinen Umsatz in diesem Bereich auf fünf Milliarden Euro mehr als verzehnfachen. Weltweit sind schon mehr als eine Million Elektroautos mit elektrischen Antriebskomponenten von Bosch unterwegs. Powertrain-Projekte hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits für 50 Elektrofahrzeug-Plattformen realisiert. Im größten und am schnellsten wachsenden Elektroautomarkt China ist Bosch Marktführer. Bosch-Technik lässt sich in so gut wie jeder Fahrzeugklasse finden – vom elektrifizierten Kinderwagen über Fahrräder, Roller bis zu Pkw und Nutzfahrzeugen. Bosch besitzt damit die Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoherstellern verschafft Bosch Fahrern von E-Fahrzeugen zum Beispiel mittels Charging-Apps Zugang zu aktuell rund 40 000 Ladestationen in acht europäischen Ländern.

Bosch Thermotechnik auf Wachstumskurs

10.07.2018

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Wirtschaft

Bosch Thermotechnik auf Wachstumskurs

Wetzlar – 2017 hat die Bosch Thermotechnik GmbH einen Rekordumsatz von 3,4 Milliarden Euro und ein Umsatzwachstum von nominal vier und währungsbereinigt sechs Prozent erzielt. Auch im ersten Halbjahr 2018 ist Bosch Thermotechnik deutlich gewachsen. Der Umsatz ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um nominal drei und währungsbereinigt um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. „In den vergangenen 18 Monaten hat sich Bosch Thermotechnik sehr gut entwickelt, und das trotz eines schwierigen Umfelds“, sagte Uwe Glock, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Die Kosten für Rohstoffe und Transport sind deutlich gestiegen, und wir hatten mit negativen Wechselkursentwicklungen zu kämpfen. Obwohl uns die Währungsabwertungen insbesondere von türkischer Lira und britischem Pfund einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet haben, konnten wir 2017 den bisher höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielen“, so Glock.Produktseitig sind vor allem Wärmepumpen und wandhängende Geräte Wachstumstreiber, während das Umsatzplus marktseitig besonders auf einem starken Europageschäft basiert. Kräftige Umsatzzuwächse erzielte Bosch Thermotechnik insbesondere im Hauptmarkt Deutschland und in der Türkei, außerdem in fast allen Märkten Mittel- und Osteuropas. Trotz Brexit und der damit verbundenen negativen Währungseffekte legte Bosch Thermotechnik im wichtigen britischen Markt deutlich zu und hat einen Umsatzzuwachs von acht Prozent in Landeswährung im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftet. „Es zahlt sich aus, dass wir seit Jahren kräftig und kontinuierlich in den Ausbau von innovativen Zukunftstechnologien investiert haben. Im Jahr 2017 war unser Budget für Forschung und Entwicklung mit 172 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie vor zehn Jahren“, so Glock. Mit mehr als 415 000 verkauften vernetzbaren Produkten ist Bosch Thermotechnik der führende Anbieter von Smart-Heating-Lösungen, die Komfort, Energieeffizienz, Betriebssicherheit und Servicequalität deutlich erhöhen. Auch die 2015 eingeführte völlig neuartige Gerätegeneration, die unter dem Namen DNA für Furore in der Branche gesorgt hat, kommt im Markt gut an. Die Geräte zeichnen sich durch Vernetzbarkeit, ein modulares Baukonzept, Servicefreundlichkeit und markantes Design aus. Die Geräteserie ist mittlerweile in rund 30 Ländern weltweit erhältlich. „Damit haben wir unsere Position als Weltmarktführer für Wohngebäude weiter gestärkt und neue Maßstäbe für die Heiztechnikbranche gesetzt“, betonte Glock. Gut aufgestellt für die drei Megatrends in Zeiten der Energiewende In den vergangenen zehn Jahren hat sich Bosch Thermotechnik von einem Produktanbieter zu einem internationalen Anbieter von kompletten Systemen im HVAC-Markt (Heating, Ventilation, Air-Conditioning) entwickelt. Auf dem Weg zur Thermotechnik der Zukunft setzt Bosch Thermotechnik weiter auf die drei Geschäftsfelder ‘Heizsysteme und Energiemanagement für Wohngebäude‘, ‘Warmwasserbereitung‘ sowie das ‘Anlagengeschäft für gewerbliche und industrielle Heizungs- und Klimatisierungssysteme‘. „Unser Ziel ist es, in Zeiten der Energiewende zu einem digitalen Klima- und Energie-Unternehmen inklusive Servicegeschäft zu werden, und wir streben dabei ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent pro Jahr an“, erläuterte Uwe Glock die ehrgeizigen Zukunftsziele. Dabei sind die drei großen Megatrends der Heiztechnikbranche – Dekarbonisierung, Digitalisierung und Dezentralisierung (Zunahme dezentraler Stromerzeugung) – langfristig die größten Herausforderungen, um Bosch Thermotechnik fit und sicher für die Zukunft zu machen. „Daher ist es wichtig, dass wir schon jetzt massiv den Ausbau von elektrischen Systemen, beispielsweise Wärmepumpen in Verbindung mit kontrollierter Wohnraumlüftung oder elektrische Warmwasserlösungen, vorantreiben. Auch der Ausbau des Neubaugeschäfts mit kompletten Systemlösungen für Wohngebäude, das Projektgeschäft im gewerblichen und industriellen Segment oder der Vorstoß in neue Geschäftsgebiete wie die Luftreinigung sind Schwerpunkte auf unserer Agenda für die kommenden Jahre“, sagte Glock. Bereits heute hat Bosch Thermotechnik eine Vielzahl an Produkten im Portfolio, die die drei zuvor genannten Megatrends für Installateure und Endkunden innovativ umsetzen. Stationäre Batteriespeicher von Bosch machen Stromversorgung flexibel Der Markt für stationäre Hochleistungsbatteriespeicher wächst rasant, denn effiziente Batteriesysteme verstetigen erneuerbare Energien und gleichen den zeitlichen Versatz zwischen Stromerzeugung und -bedarf aus. Bosch Thermotechnik bietet Stromspeicher in Leistungsbereichen für kleinere Industriebetriebe bis hin zu Kraftwerken an. Die Bosch-Batteriespeicher zeichnen sich durch ein ausgeklügeltes Kühlungssystem aus, das geringere Betriebskosten verursacht und eine vorzeitige Alterung der Batterien verhindert. Ein solcher Großspeicher steht beispielsweise auf dem Werksgelände von Bosch Thermotechnik in Wernau. Der zwölf Meter lange und mit 432 Batteriemodulen beladene Container kann vierzig Vier-Personen-Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von jeweils 3.500 kWh eine Woche lang versorgen. Die Anlage ist mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und lädt oder entlädt sich je nach Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt. „Wir sind davon überzeugt, dass sich unsere Batteriespeicher wirtschaftlich durchsetzen werden, da sie effizienter und schneller als andere Lösungen sind“, sagte Uwe Glock. Smarte Vernetzung mit dem dezentralen Energiemanager von Bosch Der neue, im März auf der Fachmesse SHK Essen vorgestellte Energiemanager von Bosch unterstützt Smart-Home-Bewohner auf dem Weg in die Energie-Unabhängigkeit. Hausbesitzer entscheiden sich immer häufiger für ein System aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage. Die Software des Energiemanagers bringt dabei diese beiden Lösungen als Kombination intelligent zusammen und ermöglicht Eigenstromnutzung und effiziente Wärmeerzeugung. Der Energiemanager ist in das Bosch Smart-Home-System integriert: Mithilfe der App haben Nutzer alle Daten im Blick und können Hausgeräte problemlos einbinden. Smart-Home-Bewohner können dank effizienter digitaler Steuerung und regenerativer Solarenergie in Verbindung mit einem Batteriespeicher bis zu 80 Prozent ihrer Stromkosten sparen. Digitale Servicetools unterstützen Fachhandwerker „Digitale Lösungen sind für die Gestaltung der Zukunft in der Heizungsbranche der Schlüssel zum Erfolg. In absehbarer Zeit werden wir einen Großteil unseres Umsatzes mit vernetzbaren Lösungen erzielen. Unser Ziel ist es, Fachfirmen auf dem Weg in die vernetzte Welt als starke Partner zu unterstützen, so dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und dem Endkunden bestmöglichen Service bieten können“, so Glock. Ein neuer Baustein im digitalen Lösungsangebot des Unternehmens ist seit April 2018 die App EasyContact, die Fachhandwerkern einen direkten telefonischen Kontakt zu Bosch Thermotechnik-Experten ermöglicht. Mit nur drei Klicks wird der Handwerker schnell und einfach mit dem gewünschten Fachbereich verbunden. Im Laufe dieses Jahres werden weitere Funktionen ergänzt: So kann der Fachhandwerker künftig zum Beispiel ausgelesene Störmeldungen direkt mit der App an den Kundendienst übermitteln und der technische Berater dadurch noch schneller eine Lösung anbieten. EasyContact ist in die digitale Toolbox EasyService integriert, so dass alle digitalen Werkzeuge rund um den Service und die Inbetriebnahme der Heizsysteme in einer App zusammengefasst sind. Der Nutzen: mehr Übersicht, weniger Zeitaufwand, höhere Kundenzufriedenheit.

Bosch legt Grundstein für Chipfabrik der Zukunft

25.06.2018

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Wirtschaft

Bosch legt Grundstein für Chipfabrik der Zukunft

Stuttgart/Dresden – Mit der Grundsteinlegung in Dresden erreicht der Bau der modernsten Halbleiterfabrik der Bosch-Gruppe einen wichtigen Meilenstein: Bereits Ende 2019 soll der Komplex fertig sein, um mit dem Einzug der Fertigungsmaschinen zu beginnen. „Wir legen heute den Grundstein für die Halbleiterfabrik der Zukunft und damit auch für mehr Lebensqualität der Menschen und deren Sicherheit im Straßenverkehr”, sagte Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich des Festaktes. „Halbleiter sind die Schlüsseltechnologie für das Internet der Dinge und die Mobilität der Zukunft. In Steuergeräten von Autos eingesetzt, ermöglichen sie zum Beispiel automatisiertes, ressourcenschonendes Fahren sowie bestmöglichen Insassenschutz.“ Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte in seiner Ansprache die zentrale Bedeutung der Investition von Bosch: „Die heutige Grundsteinlegung ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherung der künftigen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Wir haben in Deutschland und Europa eine sehr gute Forschungslandschaft, aber wir dürfen hier nicht stehen bleiben, sondern wir brauchen auch die Entwicklungskompetenz, das Know-how, aber vor allem auch die industrielle Herstellung und Anwendung von Mikroelektronik in Deutschland und Europa. Daher ist die heutige Grundsteinlegung ein wichtiger Schritt.“ Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen wird rund eine Milliarde Euro in seinen neuen Standort in der sächsischen Landeshauptstadt investieren. Die ersten Mitarbeiter sollen im Frühjahr 2020 ihre Arbeit im neuen Werk aufnehmen. Wir legen heute den Grundstein für die Halbleiterfabrik der Zukunft und damit auch für mehr Lebensqualität der Menschen und deren Sicherheit im Straßenverkehr....Dr. Dirk Hoheisel In Dresden errichtet die Bosch-Gruppe nach Reutlingen ihr zweites Halbleiterwerk in Deutschland. Das Unternehmen will damit seine Fertigungskapazitäten erweitern, um seine weltweite Wettbewerbsposition zu stärken. Halbleiter finden immer mehr Einsatz in den wachsenden Anwendungen im Internet der Dinge und für Mobilitätslösungen. Laut der Marktforschung Gartner ist der weltweite Halbleiterumsatz allein im Jahr 2017 um rund 22 Prozent gestiegen. „Wir liegen mit dem Bau voll im Zeitplan“, sagte der zukünftige Werkleiter Otto Graf. „In der Bauphase werden rund 7 500 Lkw-Ladungen Erde bewegt, etwa 80 Kilometer Rohrleitungen verlegt und mehr als 65 000 Kubikmeter Beton verarbeitet – das entspricht der Ladung von 8 000 Betonmischern.“ Die Pilotproduktion soll nach einer Anlaufphase voraussichtlich Ende 2021 beginnen. Dazu entsteht auf dem rund 100 000 Quadratmeter großen Grundstück – etwa so groß wie 14 Fußballfelder – ein mehrstöckiges Gebäude aus Büro- und Produktionsbereichen mit einer Gesamtnutzfläche von fast 72 000 Quadratmetern. Bis zu 700 Beschäftigte werden für die hochautomatisierte Chipfertigung tätig sein, um die Produktion zu planen, zu steuern und zu überwachen. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse sowie die Auswertung der Herstellungsdaten im weltweiten Fertigungsverbund. Wirtschaftsstandort Sachsen: Motor für die Mikroelektronik Europas „Die Entscheidung von Bosch markiert einen wichtigen Meilenstein. Der Bau der neuen Halbleiterfabrik hier bei uns schafft viele weitere attraktive Arbeitsplätze, stärkt den Technologie- und Wirtschaftsstandort Sachsen und ist auch gut für Deutschland und ganz Europa. Denn das Vorhaben trägt entscheidend mit dazu bei, dass die gesamte europäische Industrie auch künftig bei Zukunftstechnologien ganz weit vorne mitspielt“, erklärte der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen Michael Kretschmer. „Die Investition in dieses Großprojekt spricht für das Vertrauen in den Freistaat Sachsen, es spricht für die Menschen, für das aufgebaute Netzwerk von Forschung und Wirtschaft und die hier vorhandene Innovationskraft.“ Bosch hat sich nach einem weltweiten Städtevergleich für den neuen Standort entschieden. „Die Landeshauptstadt besitzt ein ausgezeichnetes Mikroelektronik-Cluster“, betonte Hoheisel. Dresden zeichne sich durch eine gute Infrastruktur mit kurzen Wegen und guten Anbindungen aus. Es umfasst Unternehmen der Zulieferer-, Dienstleister- und Anwenderindustrie sowie Universitäten mit entsprechender technologischer Expertise. Hoheisel bekräftigte: „In enger Kooperation mit Halbleiterunternehmen und Hochschulen wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Halbleitertechnologie nicht nur in Deutschland, sondern europaweit stärken.“ Die heutige Grundsteinlegung ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherung der künftigen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland....Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Halbleitertechnik: Schlüsseltechnologie für das Internet der Dinge Basis für die Fertigung von Halbleiter-Chips aller Art ist eine Siliziumscheibe, der so genannte Wafer. Je größer sein Durchmesser, desto mehr Chips können pro Fertigungsdurchgang hergestellt werden. Unter anderem deshalb steigt Bosch mit seinem neuen Werk erstmals in die 300-Millimeter-Fertigungstechnologie ein. Mit der 300-Millimeter-Technologie lassen sich im Vergleich zur etablierten Fertigung mit kleineren 150- und 200-Millimeter-Wafern höhere Skaleneffekte erzielen. Halbleiter sind kleinste integrierte Schaltkreise mit Strukturen in Bruchteilen eines Mikrometers. Ihre mehrwöchige Herstellung ist komplex und besteht aus mehreren hundert Einzelschritten. Die Fertigung findet unter Reinraumbedingungen hochautomatisiert statt, weil bereits kleinste Partikel in der Umgebungsluft die winzigen Schaltungen stören würden. Vernetzte Fertigung: Täglich 22 Tonnen Daten für mehr Qualität Die Halbleiterfertigung zählt zu den Vorreitern einer vernetzten Produktion. In der Fabrik entstehen künftig Produktionsdaten im Umfang von umgerechnet 500 Textseiten pro Sekunde – an einem Tag entsprächen das mehr als 42 Millionen beschriebene Blatt Papier mit einem Gewicht von 22 Tonnen. Deshalb spielt bei der Herstellung der Chips im künftigen Werk künstliche Intelligenz eine besondere Rolle: Die hochautomatisierten Fertigungsanlagen analysieren ihre Prozessdaten selbst, um ihre Abläufe zu optimieren. Damit erhöht sich die Qualität der Chips bei sinkenden Fertigungskosten. Ebenso können die Planungs- und Prozessingenieure jederzeit auf diese Fertigungsdaten zugreifen, um die Entwicklung neuer Halbleiterprodukte zu beschleunigen oder Toleranzen in der Herstellung frühzeitig zu minimieren. „Für diese vernetzte und automatisierte Produktion suchen wir kreative Köpfe – vor allem Experten in der Halbleitertechnik, wie Prozessingenieure, Mathematiker oder auch Softwareentwickler“, sagte Graf. Viele neue Mitarbeiter seien für Dresden bereits eingestellt und das hohe Bewerberinteresse hielte weiter an. Führender Halbleiterhersteller mit 45 Jahren Kompetenz Bosch fertigt Halbleiter-Chips seit mehr als 45 Jahren in verschiedenen Ausführungen, vor allem als anwendungsspezifische Schaltungen (ASIC). In seiner Chipfabrik in Reutlingen produziert Bosch heute ASICs, Leistungshalbleiter und mikroelektromechanische Systeme (MEMS). ASICs von Bosch sind bereits seit 1970 in Fahrzeugen im Einsatz. Sie sind auf eine jeweilige Anwendung zugeschnitten und zum Beispiel wesentlich für die Motorsteuerung oder Auslösung eines Airbags. 2016 hatte jedes weltweit neu ausgelieferte Auto im Schnitt mehr als neun Chips von Bosch an Bord.

Politikprominenz bei Bosch: Bundeskanzlerin Merkel und Premier Costa eröffnen Te ...

30.05.2018

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Wirtschaft

Politikprominenz bei Bosch: Bundeskanzlerin Merkel und Premier Costa eröffnen Te ...

Braga, Portugal – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der portugiesische Premierminister António Costa haben heute gemeinsam mit Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel ein neues Technologiezentrum in Braga eröffnet. An dem Standort, rund 50 Kilometer nordöstlich der Küstenstadt Porto, sollen bis Ende 2018 gut 200 Ingenieure an der Entwicklung von Sensoren und Softwarefunktionen für das automatisierte Fahren arbeiten. Dadurch entstehen 100 neue Arbeitsplätze. Rund 100 weitere Beschäftigte sind bereits aus dem vier Kilometer entfernten Hauptstandort des Unternehmens in das neue Technologiezentrum gezogen, das eine Fläche von 4 500 Quadratmetern umfasst. Die deutsche Bundeskanzlerin war für einen Austausch und die Weiterentwicklung der deutsch-portugiesischen Beziehungen angereist. Portugals Premierminister begrüßte in seiner Ansprache die Eröffnung des neuen Bosch-Technologiezentrums in dem südeuropäischen Land: „Portugal steht für Innovationskraft. Das unterstreicht auch das Engagement von Firmen wie Bosch”, erklärte António Costa. Unsere Mitarbeiter hier werden nun noch stärker zu einem der bedeutendsten Zukunftsprojekte beitragen – der Entwicklung des automatisierten Fahrens....Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH „Unser neues Technologiezentrum in Braga ist ein weiterer Beleg für das große Potenzial, das wir dem Standort Portugal beimessen. Zudem ist es ein Vertrauensbeweis in die hohe Kompetenz der portugiesischen Ingenieure“, sagte Hoheisel. „Ich freue mich ganz besonders, dass unsere Mitarbeiter hier nun noch stärker zu einem der bedeutendsten Zukunftsprojekte beitragen werden – der Entwicklung des automatisierten Fahrens“, betonte der Bosch-Manager. Das Unternehmen hat seine Präsenz in Portugal in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut: Zwischen 2015 und 2017 flossen mehr als 200 Millionen Euro insbesondere in die Stärkung von Aktivitäten im Bereich der vernetzten und automatisierten Mobilität. Auch in diesem Jahr sind Investitionen auf dem Niveau der Vorjahre geplant. Bosch in Braga: Lösungen für die Mobilität der Zukunft Das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen beschäftigt am Standort Braga heute mehr als 3 000 Mitarbeiter – das sind rund 1 000 mehr als noch vor fünf Jahren. Ein Großteil davon fertigt und entwickelt Komponenten für die vernetzte Mobilität – Technik für bedienerfreundliche Anzeigesysteme und Infotainment. Unter anderem entsteht in Braga das automatische Notrufsystem eCall für Zweiräder . Die Technik ruft bei einem Unfall automatisch Hilfe. Gerade für Motorradfahrer wird das System zum Lebensretter: Das Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden, ist für sie nämlich deutlich höher als für Pkw-Fahrer. Ungefähr ein Zehntel der Beschäftigten am Standort arbeitet an der Entwicklung von Komponenten für automatisierte Mobilität. Neben der Produktion und Entwicklung von Sensoren für Fahrzeug-Sicherheitssysteme wie das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP entstehen dort beispielsweise auch Sensoren zur genauen Positionsbestimmung selbstfahrender Autos. Bosch in Braga verbindet außerdem eine langjährige Forschungskooperation mit der lokalen Universität Minho. Die Hochschule gehört zu den Top-Universitäten Portugals. Das neue Technologiezentrum soll in einem gemeinsamen Projekt mit der Universität ebenfalls an Sensoren für automatisiertes Fahren forschen. Das Team soll noch in diesem Jahr seine Arbeit an diesem neuen Projekt aufnehmen, das auf drei Jahre angelegt ist. Bosch Portugal: Wachsende Bedeutung im globalen Entwicklungs- und Fertigungsverbund Portugal ist für Bosch ein wichtiger Standort im globalen Entwicklungs- und Fertigungsverbund. Das Unternehmen ist bereits seit 1911 in dem Land vertreten und beschäftigt dort heute an vier Standorten mehr als 4 500 Mitarbeiter, davon 500 in der Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2017 hat Bosch auf dem lokalen Markt einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro erzielt. Einschließlich Lieferungen an andere Bosch-Gesellschaften belief sich der Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro. Das 1990 eröffnete Werk Braga ist der größte Standort von Bosch in Portugal. In Aveiro entwickelt und fertigt der Geschäftsbereich Bosch Thermotechnology Warmwasserbereiter, Wärmepumpen und Heizgeräte für Privathaushalte. Am dritten portugiesischen Standort in Ovar befinden sich eine Produktion sowie Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Bosch Building Technologies. Fokus sind hier unter anderem Video- und Brandmeldesysteme. Verwaltung sowie Vertriebs- und Marketingaktivitäten des Unternehmens sind in der lokalen Zentrale von Bosch in Lissabon untergebracht.