Gesucht? Gefunden:
Medien, Meldungen, Events

Bosch auf der Agritechnica 2025

06.11.2025

Pressemeldung

Nutzfahrzeuge

Bosch auf der Agritechnica 2025

Stuttgart/Hannover – Allein im Jahr 2025 werden weltweit wieder über zwei Millionen Traktoren und andere Fahrzeuge für die Landwirtschaft hergestellt. Und über 90 Prozent davon werden laut Bosch wieder von einem Dieselmotor angetrieben. Durch seine Robustheit und hohe Leistung bei niedrigem Gewicht ist er ideal für nahezu alle Einsatzgebiete und Leistungsklassen geeignet. Auf der Fachmesse Agritechnica in Hannover zeigt Bosch, wie sich auch mit dieser etablierten Technik CO 2 -Emissionen weiter reduzieren lassen. „Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs“, sagt Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch. „Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung dazu beitragen, die Landwirtschaft nachhaltiger zu machen.“Selbst für 2035 erwartet Bosch, dass noch neun von zehn neuen landwirtschaftlichen Fahrzeugen einen Dieselmotor haben werden. Auch in Zukunft wird das Unternehmen daher für die vielfältigen Fahrzeugtypen in diesem Marktsegment die jeweils passende Einspritz- und Harnstoff-Dosiertechnik für die Abgasnachbehandlung anbieten und weiterentwickeln. Parallel dazu bietet Bosch mit Komponenten für den Wasserstoffmotor und verschiedenen Elektrifizierungslösungen neue Möglichkeiten für einen möglichst klimafreundlichen Antrieb. Regenerative Kraftstoffe machen Verbrennungsmotoren klimafreundlicher Für Fahrzeuge in der Landwirtschaft gibt es in allen großen Märkten weltweit bereits umfassende Emissionsvorschriften, die Höchstwerte für Partikel oder Stickoxide festlegen. Dadurch sind in den Fahrzeugklassen größer 56 Kilowatt SCR-Abgasnachbehandlungssysteme mit Harnstoff-Dosiersystem bei Dieselmotoren Standard. Klimarelevante Emissionen werden durch gesetzliche Vorgaben bislang aber nur wenig reglementiert. Eine einfache und bereits verfügbare Möglichkeit, den CO 2 -Ausstoß von Bestands- und Neufahrzeugen wesentlich zu reduzieren, ist die Nutzung regenerativer Kraftstoffe wie HVO100. Diese basieren überwiegend auf Rest- und Abfallstoffen und sind in einer CO 2 -Gesamtbetrachtung daher deutlich klimafreundlicher als fossile Kraftstoffe. Sie sind zudem drop-in-fähig, das heißt beliebig mit normalem Dieselkraftstoff mischbar, und lassen sich wie dieser unkompliziert lagern. Bosch berücksichtigt bereits bei der Entwicklung die Verträglichkeit seiner Einspritztechnik mit diesen Kraftstoffen und ermöglicht so die Nutzung in zahlreichen Produkten. Der Digital Fuel Twin dokumentiert die Nutzung regenerativer Kraftstoffe Wie umfassend regenerative Kraftstoffe den CO 2 -Fußabdruck jedes einzelnen Fahrzeugs verringern, zeigt der Digital Fuel Twin von Bosch (DFT) – eine rein digitalen Softwarelösung. Der DFT dokumentiert die getankten Mengen und zugleich die Nachhaltigkeit von Kraftstoffen – von der Produktion über den Transport bis zur Tankstelle. Die Betreiber erhalten abhängig davon, in welchem Verhältnis von fossilem zu regenerativem Kraftstoff sie ihre Fahrzeuge betanken, entsprechende Zertifikate über die insgesamt genutzten Kraftstoffmengen oder sogar über den anteiligen CO 2 -Fußabdruck bei der Nutzung des Fahrzeuges. Der Wasserstoffmotor nutzt eine vielfach bewährte Basis Eine neue Antriebsart für mehr Klimaschutz ist der Wasserstoffmotor. Wird der Energieträger Wasserstoff regenerativ erzeugt, kann damit ein großer Schritt für das Klima gemacht werden. Bosch arbeitet an Systemen mit Saugrohr- sowie Direkteinblasung und kann dafür auf eine jahrzehntelange Expertise zurückgreifen: Rund 80 Prozent der Technologie kann von klassischen Verbrennern übernommen werden. Das Technologieunternehmen ist bereits an mehr als 100 Entwicklungsprojekten mit Kunden weltweit beteiligt. „Landwirtschaftliche Fahrzeuge werden häufig bei niedrigen Geschwindigkeiten und hoher Last betrieben. Genau hier glänzt der Wasserstoffmotor mit hohem Wirkungsgrad und seiner Robustheit“, sagt Roehrl. „Noch in diesem Jahr kommen erste Anwendungen von Wasserstoffmotoren mit Bosch-Einspritztechnik auf den Markt.“ Elektrifizierungslösungen für landwirtschaftliche Maschinen Die Elektrifizierung der Fahr- und Arbeitsfunktion ist eine weitere effiziente, klimafreundliche Option für Landmaschinen. Hier bietet die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth mit ihrem Elektrifizierungsportfolio eLION bereits ein breites Angebot an Motoren, Wechselrichtern, On-board Chargern, DC/DC-Wandlern, Software und Zubehör. Das für anspruchsvolle Anwendungen ausgelegte Portfolio ist für einen Betrieb im DC-Spannungsbereich bis 850 Volt ausgelegt und ergänzt sich mit passenden Getrieben und Hydrauliklösungen. Aktuell wird es um Komponenten für 96-Volt-Bordnetze erweitert sowie Ende 2025 um das durchgängige eLION Power and Motion Control Softwarepaket. Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering wiederum präsentiert eine neuentwickelte Hochleistungslösung für Batteriespannungen bis 800 Volt. Dieses neue elektrische Antriebssystem ist kompakt und bietet hohe Leistungsdichte und hohen Wirkungsgrad, was die Elektrifizierung bestehender Geräteplattformen erleichtert. Je nach Anwendung kann das System bei kleinen bis mittleren Landmaschinen als rein batterieelektrischer Antrieb oder bei großen Landmaschinen als Hybridisierung in Verbindung mit einem Dieselmotor eingesetzt werden. Für elektrifizierte Nutz- und Offroad-Fahrzeuge bietet Bosch neben den elektrischen Antrieben für Nebenaggregate noch weitere mechatronische Subsysteme mit Hochvolt-Technik an – zum Beispiel Kühlgebläse. Auch hier wurden die speziellen Anforderungen des Nutzfahrzeugsegments, unter anderem in Bezug auf Safety und Security, berücksichtigt. Die Komponenten sind kompakt und nutzen ein gemeinsames Inverterkonzept. Dadurch lassen sich kundenspezifische Anpassungen mit geringem Aufwand umsetzen. Die Lösungen von Bosch, Bosch Rexroth und Bosch Engineering sind auf der Agritechnica zu finden in der Halle 16 auf den Ständen 16A05 und 16A12.

Bosch auf der bauma 2025

07.04.2025

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch auf der bauma 2025

Stuttgart/München – Über eine Million Baumaschinen sollen allein im Jahr 2025 weltweit neu produziert werden. So unterschiedlich ihre Leistungsklassen und Aufgaben sind, eines haben sie fast alle bislang gemeinsam: den Dieselmotor. Seine Robustheit und Stärke machen ihn zum idealen Antrieb für eine Vielzahl an Einsatzgebieten. Bosch zeigt auf der Fachmesse „bauma 2025“, wie sich auch in diesem Fahrzeugsegment die CO 2 -Emissionen weiter reduzieren lassen. „Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge ab sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs“, sagt Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch. „Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung Baumaschinen wesentlich nachhaltiger machen.“ Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge ab sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs. Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung Baumaschinen wesentlich nachhaltiger machen....Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch Regenerative Kraftstoffe machen Verbrennungsmotoren klimafreundlicher Für Baufahrzeuge gibt es bereits umfassende Abgas-Emissionsvorschriften wie die europäische Stage V, die US-amerikanische TIER 4 oder die chinesische Phase IV. Klimarelevante Emissionen werden aber zumindest durch gesetzliche Vorgaben bislang nur wenig reglementiert. Eine einfache und bereits verfügbare Möglichkeit, den CO 2 -Ausstoß wesentlich zu reduzieren, ist die Nutzung regenerativer Kraftstoffe wie HVO100. Diese basieren auf Rest- und Abfallstoffen und sind in einer CO 2 -Gesamtbetrachtung daher deutlich klimafreundlicher als fossile Kraftstoffe. Sie sind zudem drop-in-fähig, das heißt beliebig mit normalem Dieselkraftstoff mischbar. Bosch berücksichtigt bereits bei der Entwicklung seiner Einspritztechnik die Verträglichkeit mit diesen Kraftstoffen und ermöglicht so die Nutzung in seinen Produkten. Erwartungen von Bosch zufolge werden weltweit noch 2035 vier von fünf neuen Baumaschinen über 56 Kilowatt einen Dieselmotor haben. Auch in Zukunft wird Bosch daher für die vielfältigen Segmente im Markt der Baumaschinen die jeweils passende Einspritztechnik und Harnstoff-Dosierungstechnik für die Abgasnachbehandlung weiterentwickeln. Der Digital Fuel Twin dokumentiert die Nutzung regenerativer Kraftstoffe Regenerative Kraftstoffe können Baumaschinen klimafreundlicher machen: Je mehr davon getankt wird, desto geringer fällt der CO 2 -Fußabdruck jedes einzelnen Fahrzeugs aus. Den Effekt macht Bosch mit einer rein digitalen Softwarelösung sichtbar – dem Digital Fuel Twin. Dieser dokumentiert die getankten Mengen und zugleich die Nachhaltigkeit von Kraftstoffen, von der Produktion über den Transport bis zur Tankstelle. Die Betreiber der Baumaschinen erhalten abhängig davon, wie sie ihre Fahrzeuge betanken, entsprechende Zertifikate über die insgesamt genutzten Kraftstoffmengen oder sogar über den anteiligen CO 2 -Fußabdruck bei der Nutzung des Fahrzeuges. Der Wasserstoffmotor nutzt eine vielfach bewährte Basis Für den Wasserstoffmotor können deutsche Hersteller und Zulieferer gerade im Bereich Motorentechnologie auf jahrzehntelange Expertise zurückgreifen: Etwa 80 bis 90 Prozent der Technologie kann von klassischen Verbrennern übernommen werden. Wird der Energieträger Wasserstoff regenerativ erzeugt, kann mit Wasserstoffmotoren ein großer Schritt für das Klima gemacht werden. Baumaschinen werden häufig stationär unter hoher Last betrieben. „Genau hier glänzt der Wasserstoffmotor mit hohem Wirkungsgrad und seiner Robustheit“, sagt Roehrl. „Noch in diesem Jahr kommen erste Anwendungen von Wasserstoffmotoren mit Bosch-Einspritztechnik auf den Markt.“ Bosch arbeitet an Systemen mit Saugrohr- als auch Direkteinspritzung und ist bereits an mehr als 100 Entwicklungsprojekten mit Kunden weltweit beteiligt. Darüber hinaus ist der Wasserstoffmotor auch im Großmotorenbereich, beispielsweise als Antrieb bei Muldenkippern im Bergbau, eine vielversprechende Option. Auch hier sind Robustheit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig kompakter Bauweise wesentlich für einen wirtschaftlichen Betrieb. Elektrifizierungslösungen für Baumaschinen Für bestimmte Anwendungsfälle ist bei Baumaschinen auch die Elektrifizierung der Fahr- und Arbeitsfunktionen eine effiziente und klimafreundliche Option. Hier bietet die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth mit ihrem Elektrifizierungsportfolio eLION bereits ein breites Angebot an Motoren, Wechselrichtern, Getrieben, Software und Zubehör bis hin zur passenden Hydraulik. Aktuell wird es um Komponenten für 96-Volt-Bordnetze erweitert sowie Ende 2025 um eine einheitliche Softwareplattform für alle Spannungsklassen. Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering wiederum präsentiert eine neuentwickelte Hochleistungslösung für Batteriespannungen bis 800 Volt. Dieses neue elektrische Antriebssystem ist kompakt und bietet hohe Leistungsdichte und hohen Wirkungsgrad. Auch Baumaschinen mit großem Leistungsbedarf und beschränktem Bauraum, beispielsweise Radlader, lassen sich damit ausrüsten. Die Lösungen von Bosch, Bosch Rexroth und Bosch Engineering sind auf der bauma zu finden auf den Ständen A3/327 und A4/526.

Stadt, Land, Autobahn: Bosch bereitet dem klimaneutralen Transport den Weg

08.10.2020

Pressemeldung

Antriebssysteme

Stadt, Land, Autobahn: Bosch bereitet dem klimaneutralen Transport den Weg

Stuttgart – Klimaschutz im Straßenverkehr erfordert eine breite Technologieoffensive. Gerade im Nutzfahrzeugbereich sind die Anforderungen an Antriebslösungen vielfältig, da der CO₂-Ausstoß je nach Fahrprofil, Nutzlast und Fahrleistung stark variiert. Legen leichte Fahrzeuge eher kurze Strecken beispielsweise im innerstädtischen Verteilerverkehr zurück, transportieren Schwerlast-Lkw Waren und Güter über lange Distanzen. Bis 2030 müssen die CO₂-Emissionen gemäß EU-Vorgaben sowohl für leichte Nutzfahrzeuge als auch für schwere Lastwagen drastisch sinken. Bosch will künftig in allen Fahrzeugklassen einen Beitrag zum klimaneutralen Transport leisten. Dafür entwickelt das Unternehmen effiziente Antriebe – vom Verbrennungsmotor über den batterieelektrischen Antrieb bis zur Brennstoffzelle.Bosch-Antriebslösungen für Nutzfahrzeuge Lautlos durch die Stadt – der elektrische Antrieb für leichte Nutzfahrzeuge Innenstädte ohne Warenverkehr, Handwerker und andere Kleinunternehmer auf den Straßen sind nicht denkbar – zumal der Bedarf an Gütern und Dienstleistungen stetig steigt. Es bedarf daher zukunftsfähiger Antriebe, die Anwohner und Umwelt möglichst wenig belasten. Die elektrischen eCityTruck-Antriebslösungen von Bosch ermöglichen sowohl den lokal emissionsfreien als auch den geräuscharmen Betrieb. Als kompakte Module umfassen sie zum einen die eAchse, die Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe zu einer kompakten Einheit kombiniert. Zum anderen zählt dazu ein elektrisches Antriebsmodul ohne Getriebe. Beide Lösungen sind einfach integrierbar und lassen sich für leichte Nutzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen skalieren. Je nach Auslegung der Batterie ist eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern möglich. Lieferstrecken von meist weniger als 80 Kilometern am Tag lassen sich also ohne Probleme mit einer Batterieladung erreichen. „Dank unserer modularen eCityTruck-Antriebslösungen wird der elektrifizierte Antriebsstrang wirtschaftlich, kompakt und effizient“, sagt Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions. Bosch macht damit den E-Transporter fit für den Massenmarkt. Auch über Land unter Strom – die wirtschaftliche Elektrifizierung für den regionalen Lieferverkehr von 7,5 bis 26 Tonnen Bosch treibt die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen auch jenseits der Stadtgrenze voran. So hält das Unternehmen die elektrischen eRegioTruck-Antriebslösungen für mittelschwere und schwere Lastwagen genauso wie für Stadt- und Reisebusse sowie verschiedene Sonderanwendungen parat. Das Antriebskonzept leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, den regionalen Verkehr im Radius von etwa 250 Kilometern so wirtschaftlich und effizient wie möglich und darüber hinaus geräuscharm und lokal emissionsfrei zu gestalten. Zur Systemlösung gehören Elektromotor, Inverter und Vehicle Control Unit. Je nach Topologie kann der kompakte Elektromotor als separate elektrische Maschine in Verbindung mit einem Getriebe oder als Aktivteile, integriert in eine Starrachse, eingesetzt werden. Effizient im Fernverkehr – Antriebslösungen von Bosch für hohe Reichweiten und schwere Lasten Wegen der hohen Laufleistung und der transportierten Lasten ist der Hebel zur CO₂-Reduzierung im Fernverkehr besonders groß. Bosch bietet je nach Kundenanforderung weltweit die passende Antriebslösung – egal ob Diesel-, Erdgas-, batterieelektrischer oder brennstoffzellenelektrischer Antrieb. Darüber hinaus setzt sich Bosch aktuell mit den technischen Fragestellungen zum Einsatz von Wasserstoff in Verbrennungsmotoren auseinander und prüft die Marktfähigkeit dieser Technik. Heute verfügbare Motorentechnologien sowie bestehende Fahrzeugarchitekturen bilden bereits eine sehr gute Basis für die Ableitung dieses Ansatzes. eDistanceTruck-Antriebslösungen: Wie können künftig auch 40-Tonner über mehrere hundert Kilometer elektrisch unterwegs sein? Der Schlüssel hierzu liegt in den eDistanceTruck-Antriebslösungen von Bosch. Diese umfassen die Brennstoffzelle sowie den Hybridantrieb. Vor allem das Brennstoffzellensystem punktet mit der Kombination aus hoher Reichweite und kurzen Tankzeiten. Kommt regenerativ gewonnener Wasserstoff zum Einsatz, arbeitet die Brennstoffzelle klimaneutral. Bosch bietet verschiedene Lösungen für mobile Brennstoffzellensysteme an, um Kundenanforderungen weltweit zu erfüllen: vom Stack als Herzstück der Konstruktion über die einzelnen Komponenten in den Submodulen bis hin zum Gesamtsystem für Nutzfahrzeuge. Dank des kompakten Designs ist eine einfache Integration in bestehende Fahrzeugplattformen möglich. Den Stack entwickelt Bosch derzeit gemeinsam mit dem Start-up Powercell zur Marktreife. Dieser soll von 2022 an in Serie gefertigt werden. Geplanter Marktstart für das komplette Brennstoffzellensystem – das Fuel Cell Power Module von Bosch – ist im Jahr 2023. Zudem baut Bosch im EU-geförderten Projekt H2Haul aktuell mit anderen Unternehmen eine kleine Flotte von Brennstoffzellen-Lkw auf und bringt diese auf die Straße. Bosch-Komponenten für Erdgasantriebe: In Regionen mit gut ausgebauter Erdgas-Tankstelleninfrastruktur bildet der Erdgasantrieb von Bosch im Fernverkehr eine echte Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen. So erzeugt Erdgas im Vergleich zu Flüssigkraftstoffen geringere CO₂- und Partikelemissionen und bietet, abhängig von den jeweiligen Kraftstoffpreisen, in vielen Ländern Kostenvorteile. Bosch hält ein umfassendes Portfolio an bewährter Erdgastechnik für viele unterschiedliche Fahrzeugtypen parat. Diesel-Technik von Bosch: Der Dieselantrieb ist die dominierende Antriebsart im Nutzfahrzeug und wird auch auf absehbare Zeit erste Wahl bleiben. Kein anderer Verbrennungsmotor kommt so vielfältig zum Einsatz. Für ihn sprechen sein hoher Wirkungsgrad und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit sowie die möglichen hohen Motorleistungen. Zum Diesel-Portfolio von Bosch gehören insgesamt Komponenten für die Kraftstoffeinspritzung und Kraftstoffversorgung, Motor- und Luftsteuerung sowie für die Abgasnachbehandlung. Bosch hat diese auch für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen freigegeben. Zusammen mit dem chinesischen Motorenhersteller Weichai Power ist es Bosch gelungen, den Wirkungsgrad von Nutzfahrzeug-Dieselmotoren erstmals auf 50 Prozent zu erhöhen. Ein echter Meilenstein, der Höchstwert für Lkw lag bis dato bei maximal 46 Prozent. „Dies ist ein Beleg dafür, dass Bosch seine Diesel-Antriebssysteme für den Einsatz im On- und Off-Highway-Betrieb konsequent weiterentwickelt“, betont Gackstatter. So kommt in dem neuen Motor unter anderem das modulare Common-Rail-System für Nutzfahrzeuge von Bosch mit bis zu 2500 bar Einspritzdruck zum Einsatz. Es sorgt für eine effiziente Kraftstoffversorgung und -einspritzung, ist skalierbar und variabel in Motorgrößen mit bis zu acht Zylindern einsetzbar. Die Laufleistung beträgt je nach Segment bis zu 1,6 Millionen Kilometer, die Lebensdauer im sogenannten Off-Highway-Betrieb 15 000 Stunden. Im Übrigen trägt die Abgasnachbehandlung per Harnstoffeinspritzung, die sogenannte selektive katalytische Reduktion (SCR) im SCR-System mit Doppeldosierung von Bosch dazu bei, Dieselfahrzeuge noch emissionsärmer und ressourcenschonender zu fahren. Hierbei wird Harnstoff an einem motornahen und einem motorfernen Katalysator eingespritzt. Das System reagiert flexibel auf Bedingungen im Fahrbetrieb wie Hochlast-, Niederlastzyklen oder Kaltstart und kann dadurch den Ausstoß von Stickoxiden wirksam und effizient reduzieren – einhergehend mit niedrigem Kraftstoffverbrauch. Durchgehend vernetzt – das Internet of Things (IoT) im Antriebssystem für kürzere Entwicklungszeiten und schnellere Fehlerdiagnose Bosch vernetzt das Antriebssystem und liefert cloudbasierte Services für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus. Ein Beispiel für eine solche Internet-of-Things-Anwendung (IoT) ist Web-based-Validation in der Serienentwicklung. Hierbei werden Daten des kompletten Antriebsstrangs aus den angebundenen Fahrzeugen übertragen. Die Remote-Analyse – also der Fernzugriff – ermöglicht, verschiedene Applikationen gleichzeitig zu beobachten und auszuwerten. Etwaige Fehler im Antriebssystem werden frühzeitig erkannt. In der Folge lässt sich nicht nur die Entwicklungszeit verkürzen, sondern auch die Zuverlässigkeit von Serienanwendungen nochmals steigern. Darüber hinaus können weitere IoT-Anwendungen für Serienfahrzeuge drohende Ausfälle einzelner Komponenten mithilfe speziell entwickelter Algorithmen zielgerichtet beheben – und somit Stillstandzeiten effektiv vorbeugen.

Bosch und Weichai Power steigern Wirkungsgrad von Weichai Lkw-Dieselmotor auf 50 ...

16.09.2020

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch und Weichai Power steigern Wirkungsgrad von Weichai Lkw-Dieselmotor auf 50 ...

Stuttgart/Weifang – Bosch und der chinesische Motorenhersteller Weichai Power haben einen riesigen Fortschritt in der Motorentechnik gemacht. Gemeinsam ist es den beiden Partnern gelungen, den Wirkungsgrad eines Dieselmotors von Weichai für schwere Nutzfahrzeuge erstmals auf 50 Prozent zu erhöhen und einen neuen weltweiten Maßstab zu setzen. Im Schnitt liegt der thermische Wirkungsgrad von Lkw-Motoren aktuell bei rund 46 Prozent. „Mit der Steigerung des Wirkungsgrads um vier Prozentpunkte haben wir einen Meilenstein gesetzt. Auch wenn der Dieselmotor inzwischen fast 130 Jahre alt ist, geht die Entwicklung immer noch weiter“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Neben seinem Common-Rail-System mit 2 500 bar Einspritzdruck hat Bosch auch sein ganzes technisches Know-how bei Einspritzsystemen eingebracht. Gerade im Nutzfahrzeugbereich und vor allem, wenn große Lasten über lange Distanzen transportiert werden müssen, bleibt der Dieselmotor auf absehbare Zeit vorerst weiter die erste Wahl. Daher ist es Ziel von Bosch und Weichai, die Technik zum Schutz von Klima und Umwelt ständig weiterzuentwickeln. Mit der Steigerung des Wirkungsgrads um vier Prozentpunkte haben wir einen Meilenstein gesetzt. Auch wenn der Dieselmotor inzwischen fast 130 Jahre alt ist, geht die Entwicklung immer noch weiter....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Common-Rail-System von Bosch ist Herzstück des Dieselmotors Bosch und Weichai haben ihr gemeinsames Entwicklungsprojekt im September 2018 gestartet. „Bosch hat großartige Unterstützung für den Durchbruch und das erstmalige Erreichen von 50 Prozent Wirkungsgrad bei unserem Nutzfahrzeug-Dieselmotor geleistet. Wir freuen uns, die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Bosch fortzuführen“, sagt Tan Xuguang, Vorsitzender der Weichai-Gruppe. Der Sechs-Zylinder-Dieselmotor mit 12,9-Liter-Hubraum verfügt über das modulare Common-Rail-System für Nutzfahrzeuge von Bosch. Es sorgt für eine effiziente Kraftstoffversorgung und -einspritzung und ist damit unter anderem mitentscheidend dafür, dass der Motor die Abgasnorm China VI einhält. Das Bosch-System ist für Druckstufen zwischen 1 800 und 2 500 bar und variabel in Motorgrößen mit bis zu acht Zylindern einsetzbar. Hohe Düsendurchflüsse ermöglichen die Optimierung der Verbrennungsstrategie sowie eine hohe Motorleistung. Je nach Bedarf wird eine Lebensdauer von bis zu 1,6 Millionen Kilometern erreicht. Das Common-Rail-System ist auch für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ausgelegt.Lkw sollen noch sauberer, sicherer und intelligenter werden Bosch und Weichai, Chinas größter Hersteller von Nutzfahrzeugmotoren, verbindet eine langjährige Partnerschaft. Ihre strategische Zusammenarbeit begann bereits im Jahr 2003. Im Laufe der 17 Jahre haben die beiden Unternehmen ihre jeweiligen Stärken und Fachkenntnisse unter anderem dafür genutzt, den chinesischen Markt mit leistungsstarken, energieeffizienten und umweltfreundlichen Dieselmotoren zu versorgen. Darüber hinaus arbeiten Bosch und Weichai in einer Vielzahl weiterer Bereiche zusammen, dazu gehört auch die mobile Brennstoffzelle und Fahrerassistenzsysteme. Gemeinsames Ziel: Nutzfahrzeuge noch sauberer, sicherer und intelligenter zu machen. Auch jenseits der Fahrzeugtechnik sind Bosch und Weichai enge Partner. Die Kooperation erstreckt sich zum Beispiel auch auf Industrie 4.0-Lösungen und damit auf die Vernetzung und Digitalisierung von Fabriken.Bosch setzt auf E-Mobilität und effiziente Verbrennungsmotoren Bosch will Mobilität so ressourcenschonend wie möglich gestalten und verfolgt die Vision eines CO 2 -neutralen und nahezu emissionsfreien Verkehrs auf mehreren Wegen. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen geht die Zukunft des Antriebs technologieoffen an. Bosch will auf der einen Seite Marktführer in der Elektromobilität mit Batterie- und Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen werden. Sofern Ladestrom und Wasserstoff aus regenerativen Quellen stammen, sind E-Fahrzeuge klimaneutral unterwegs. Auf der anderen Seite entwickelt Bosch gezielt Technologie für effiziente Verbrennungsmotoren, um Klima und Umwelt bestmöglich zu schützen. Auch Benziner und Diesel können mit erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen klimaneutral gefahren werden. Weltweit erwartet Bosch für 2030, dass bereits rund ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch fahren werden. Zwei Drittel werden indes noch von einem Verbrenner angetrieben, davon viele als Hybrid.

Meilenstein auf dem Weg zum vollvernetzten Straßenverkehr

05.05.2020

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Meilenstein auf dem Weg zum vollvernetzten Straßenverkehr

Stuttgart, Hildesheim – Mehr Sicherheit, mehr Komfort und weniger Emissionen: Wenn Fahrzeuge miteinander vernetzt sind und sich mit der Verkehrsinfrastruktur in Echtzeit austauschen, reduziert das sowohl das Unfallrisiko als auch Emissionen. Zentrale Voraussetzung ist eine stabile und zuverlässige Datenverbindung – sei es auf Basis des neuen leistungsstarken Mobilfunks der fünften Generation (5G) oder WLAN-basierter Alternativen (ITS-G5). Daran hat das Forschungsprojekt 5G NetMobil in den vergangen drei Jahren mit insgesamt 16 Partnern aus Forschung, Mittelstand und Industrie gearbeitet. Nun stellen sie ihre Ergebnisse vor und erzielen entscheidende Fortschritte für die neue Ära der Mobilität. „Mit dem Projekt 5G NetMobil haben wir entscheidende Meilensteine auf dem Weg zum vollvernetzten Fahren erreicht und zeigen, wie moderne Kommunikationstechnologien unseren Straßenverkehr gleichzeitig sicherer, effizienter und wirtschaftlicher machen“, sagte Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung. Das Ministerium hatte das Forschungsprojekt mit 9,5 Millionen Euro gefördert. Die durch das Projekt geschaffenen Grundlagen in den Bereichen Netzwerke, Sicherheit und Kommunikationsprotokolle sind nun die Basis für die Standardisierung, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie erste Serienprojekte der Projektpartner. Mit dem Projekt 5G NetMobil haben wir entscheidende Meilensteine auf dem Weg zum vollvernetzten Fahren erreicht und zeigen, wie moderne Kommunikationstechnologien unseren Straßenverkehr gleichzeitig sicherer, effizienter und wirtschaftlicher machen....Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung. Grundlage für innovative Verkehrskonzepte Fußgänger an einer unübersichtlichen Straßenkreuzung oder ein Fahrzeug, das plötzlich aus einer nicht einsehbaren Seitenstraße kommt: Im Straßenverkehr ergeben sich häufig Situationen, die der Fahrer nicht vollständig überblicken kann. Radar-, Ultraschall- und Videosensoren sind die Augen moderner Fahrzeuge. Sie erfassen das Verkehrsgeschehen um Fahrzeuge herum, können aber weder um eine Straßenecke oder hinter Hindernisse schauen. Die direkte Vehicle-to-Vehicle (V2V), Vehicle-to-Infrastructure (V2I) und Vehicle-to-Network (V2N)-Kommunikation ermöglicht es, dass die Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umgebung Daten in Echtzeit austauschen können – auch weit über den Sichtbereich hinaus. Die Partner des Projekts 5G NetMobil entwickeln damit beispielsweise einen Kreuzungsassistenten, der Fußgänger und Radfahrer an unübersichtlichen Kreuzungen schützt. Eine in der Infrastruktur verbaute Kamera erkennt die Fußgänger und warnt Fahrzeuge innerhalb weniger Millisekunden, um kritische Situationen bspw. beim Abbiegen zu verhindern. Ein anderes Beispiel des Forschungsprojekts ist das Platooning: Zukünftig können sich Nutzfahrzeuge in sogenannten Platoons zusammenschließen und in sehr geringem Abstand zueinander fahren. Gas-, Brems- und Lenkeingriffe erfolgen mittels V2V-Kommunikation synchron. Das automatisierte Windschattenfahren in der Kolonne reduziert den Kraftstoffverbrauch signifikant und erhöht die Sicherheit auf den Autobahnen. Sowohl für das Platooning mit Fahrzeugabständen von weniger als zehn Metern als auch das sogenannte parallele Platooning in der Landwirtschaft haben die Experten der beteiligten Unternehmen und Universitäten nun wesentliche Grundlagen geschaffen. „Die Arbeit des Forschungsprojekts ist für ein breites Anwendungsspektrum relevant. Davon profitieren nicht nur die Projektpartner aus Industrie und Forschung, sondern ganz besonders die Verkehrsteilnehmer“, sagt Dr. Frank Hofmann von der Robert Bosch GmbH, der das Forschungsprojekt industrieseitig koordiniert. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weltweite Standardisierung der Kommunikationsinfrastruktur ein und sind wesentliche Grundlagen weiterer Entwicklungen der Partnerunternehmen....Dr. Frank Hofmann von der Robert Bosch GmbH Weg frei für die Standardisierung und neue Geschäftsmodelle Ziel des Forschungsprojekts war, zentrale Herausforderungen der automobilen Echtzeit-Kommunikation zu lösen. Denn damit das vollvernetzte Fahren Realität werden kann, muss die direkte Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und mit der Infrastruktur zuverlässig und sowohl mit hohen Datenraten als auch geringen Latenzzeiten funktionieren. Doch was passiert, wenn sich beispielsweise die Qualität der Datenverbindung ändert, also nur eine geringere Datenrate für die direkte Kommunikation zwischen den Fahrzeugen zur Verfügung steht? Die Experten haben dafür ein agiles „Quality of Service“-Konzept erarbeitet, das Änderungen der bereitgestellten Netzqualität erkennt und an die vernetzten Fahrfunktionen weitergibt. Beim Platooning können damit die Abstände der einzelnen Fahrzeuge der Kolonne automatisch vergrößert werden, wenn die Qualität des Netzes abnimmt. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt war die Einteilung des Mobilfunknetzwerks in einzelne virtuelle Netze innerhalb des Hauptnetzes (Slicing). Für die Datenübertragung bei sicherheitskritischen Funktionen wie der Warnung vor einem Fußgänger an einer Kreuzung wird nun ein separates Teilnetz genutzt, um diese zu jeder Zeit zu gewährleisten. Die Datenübertragung für das Videostreaming oder die Aktualisierung der Straßenkarte wird in einem davon getrennten virtuellen Netz gesteuert und ggf. kurzfristig zurückgestellt, wenn nur eine geringe Datenrate zur Verfügung steht. Weiterhin hat das Forschungsprojekt wesentliche Beiträge für die hybride Kommunikation von Mobilfunk und der WLAN-basierten Alternative geleistet, bei der jeweils die stabilste Verbindung genutzt wird, damit die Datenverbindung unterwegs nicht abreißt. „Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weltweite Standardisierung der Kommunikationsinfrastruktur ein und sind wesentliche Grundlagen weiterer Entwicklungen der Partnerunternehmen“, sagt Hofmann. Weitere Fragen und Antworten: Setzen alle Partner im Projekt 5G NetMobil zukünftig auf die neue Mobilfunktechnologie 5G für die Vernetzung ihrer Fahrzeuge? Nein, die beteiligten Projektpartner verfolgen unterschiedliche technologische Ansätze für die direkte Kommunikation zwischen Fahrzeugen und mit der Infrastruktur – sei es auf Basis von Mobilfunk (5G) oder WLAN-basierter Alternativen (ITS-G5). Ziel des Projekts war es, Grundlagen für die Standardisierung beider Technologien und die hersteller- und technologieübergreifende Kommunikation zu schaffen. Welche Anwendungsbeispiele wurden im Projekt entwickelt? Insgesamt standen fünf Anwendungsfelder im Fokus des Projekts 5G NetMobil: High Density Platooning für Nutzfahrzeuge mit Fahrzeugabständen von weniger als zehn Metern, paralleles Platooning von Erntemaschinen, ein Kreuzungsassistent zum Schutz von Fußgängern und Fahrradfahrern durch eine infrastrukturseitige Erfassung und eine intelligente Verkehrssteuerung, mit der Fahrzeuge auf der grünen Welle „schwimmen“ und schneller durch Innenstädte gesteuert werden. Zudem wurden Anforderungen für das Mobilfunknetz der 5. Generation erarbeitet, damit dieses künftig sowohl sicherheitsrelevante Anwendungen erfüllt als auch gleichzeitig ein Höchstmaß an Nutzungserlebnis für den Anwender realisiert.Übersicht der 5G NetMobil-Projektpartner: Robert Bosch GmbH (Projektkoordinator) Technische Universität Dresden (Co-Projektkoordinator) Acticom GmbH BMW AG CLAAS GmbH Deutsche Telekom AG dresden elektronik ingenieurtechnik GmbH Ericsson GmbH Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut Heusch/Boesefeldt GmbH Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes – htw saar Logic Way GmbH Nokia Technische Universität Kaiserslautern Vodafone GmbH Volkswagen AG

Bosch macht Nikola Trucks zu rollenden Supercomputern

17.04.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch macht Nikola Trucks zu rollenden Supercomputern

Scottsdale, Arizona, USA – Das Unternehmen Nikola Motor Company stellt erstmals den wasserstoffbetriebenen Truck Nikola Two der Öffentlichkeit vor. Bosch hat für diese Entwicklungszusammenarbeit zahlreiche Innovationen geliefert, um den Brennstoffzellen-Lkw unter Strom zu setzen und mit modernsten Features auszustatten. Der Technologie- und Systemansatz des vorgestellten Trucks ist übertragbar auf alle Lkws der Nikola Motor Company. Dazu zählen der Nikola One mit Schlafkabine und der Nikola Tre, ein wasserstoffbetriebener Lkw für den europäischen Markt. Mit Bosch als Innovationspartner konnten wir unsere Vision Wirklichkeit werden lassen....Trevor Milton, Gründer und CEO der Nikola Motor Company Bosch bringt innovative Hard- und Software in Nikola Trucks Ob für die Automatisierung, Vernetzung oder Elektrifizierung: Die Nikola Trucks haben zahlreiche Bosch-Innovationen für mehr Sicherheit und Effizienz an Bord. Ingenieurteams von Bosch-Standorten in den USA und Deutschland haben mehr als 220 000 Stunden in die Entwicklung gesteckt, um die Idee der Nikola Motor Company umzusetzen. „Wir haben modernste Bosch-Technik und unser Know-how einfließen lassen, um diesen Truck fit für die Zukunft zu machen“, sagt Jason Roycht, Vice President und Regional Business Unit Leader der Bosch-Einheit Commercial Vehicles & Off-Road in Nordamerika. „Durch die enge Zusammenarbeit haben Bosch und Nikola voneinander gelernt und sich gegenseitig angespornt. Der Nikola Two ist nicht nur eine einfache Weiterentwicklung des Schwerlasters von heute. Er ist revolutionär.“ „Mit Bosch als Innovationspartner konnten wir unsere Vision Wirklichkeit werden lassen“, sagt Trevor Milton, Gründer und CEO der Nikola Motor Company. „Wir halten Ausschau nach Partnern, die uns Kompetenz und ein erstklassiges Produkt bieten, die aber auch bereit sind, unsere Träume zu teilen.“ Wir haben modernste Bosch-Technik und unser Know-how einfließen lassen, um diesen Truck fit für die Zukunft zu machen....Jason Roycht, Vice President und Regional Business Unit Leader der Bosch-Einheit Commercial Vehicles & Off-Road in Nordamerika Bosch und Nikola haben das Herz des Trucks entwickelt Das Herz des Trucks ist der Brennstoffzellenantrieb, der neue Maßstäbe bei der Fahrzeugreichweite setzt. Bosch und Nikola haben den Antrieb ebenso wie das Fahrzeug-Chassis, in das er integriert ist, gemeinsam entwickelt. Dazu gehört auch die weltweit erste elektrifizierte Achse für schwere Nutzfahrzeuge mit Doppelantrieb, die Motor, Antriebselektronik und Getriebe in einem Gehäuse vereint. Der Nikola Truck ist aber mehr als ein Brennstoffzellen-Fahrzeug. Er ist ein rollender Supercomputer. Dessen Gehirn konstruiert Nikola – Systeme, Software und Ingenieurwissen kommen von Bosch. Das Fahrzeug ist mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die eine enorme Rechenpower erfordern. Diese liefert das zentrale Steuergerät, die Vehicle Control Unit (VCU) von Bosch. Sie ermöglicht beispielsweise Over-the-Air-Updates oder Echtzeit-Monitoring. Mithilfe der VCU können Fahrzeuge ohne Ausfallzeiten betrieben werden. Nikola-Trucks werden mit Bosch-Technik spiegellos und schlüssellos Bosch-Technik findet sich nicht nur im Gehirn des Fahrzeugs und im Antrieb. Das von Bosch und Mekra Lang entwickelte Mirror Cam System ersetzt die beiden großen Außenspiegel durch Videosensoren außen an der Fahrzeugkabine. Dem Fahrer wird das Bild der Kameras in Echtzeit auf hochauflösenden Monitoren in der Fahrerkabine angezeigt. Je nach Situation passt das System die Darstellung auf den Bildschirmen an – weiter Blick auf der Autobahn, großer Bildwinkel im Stadtverkehr, hohe Kontraste bei Nachtfahrten. Das Mirror Cam System erhöht nicht nur die Sicherheit. Der Verzicht auf konventionelle Außenspiegel bietet auch aerodynamische Vorteile, da es den Luftwiderstand reduziert. Mit dem System Perfectly keyless von Bosch lassen sich die Fahrzeugschlüssel der Nikola Trucks digital verwalten. Per Smartphone-App können Speditionen und Nutzfahrzeugvermietungen ihre Fahrer für bestimmte Fahrzeuge der Flotte freischalten und flexibel managen, wer Zugang hat und wann. Der Lkw ist mit Sensoren ausgestattet, die ein Smartphone mit installierter Perfectly keyless App erkennen. Ist die App einmal auf dem Mobiltelefon installiert, kann dort ein einmaliger Sicherheitsschlüssel erstellt werden, der in das digitale Schloss des Fahrzeugs passt. Nähert sich der Fahrer dem Fahrzeug, erkennt Perfectly keyless das Smartphone, identifiziert den Sicherheitsschlüssel und entriegelt bei passendem digitalen Schlüssel die Tür. Sobald sich der Fahrer wieder vom Truck entfernt, wird das Fahrzeug automatisch sicher verschlossen. Das elektro-hydraulische Lenksystem Servotwin von Bosch ermöglicht die Einbindung der Lenkung in Fahrerassistenzsysteme. In den Nikola-Fahrzeugen wird Servotwin Funktionen wie Spurhalteassistent, Seitenwind¬kompensation und Stauassistent ermöglichen, die den Fahrer aktiv unterstützen und für mehr Fahrkomfort und Sicherheit sorgen. Das Lenksystem ist außerdem ein wichtiger Baustein für die Einführung weiterer automatisierter Funktionen in der Zukunft.

Bosch Secure Truck Parking schafft Platz für Lkw

19.09.2018

Pressemeldung

Nutzfahrzeuge

Bosch Secure Truck Parking schafft Platz für Lkw

Frankfurt am Main – Zukünftig können im Hamburger Hafen rund 50 Lkw-Parkplätze am Cruise Center Steinwerder über die Bosch Secure Truck Parking Plattform reserviert werden. An rund 250 Tagen pro Jahr, an denen keine Anläufe von Kreuzfahrtschiffen sind, stehen die Stellplätze den Truckern zur Verfügung. In Kooperation mit Cruise Gate Hamburg und der Logistik-Initiative Hamburg verbessert Bosch damit die schwierige Parksituation im Hafengebiet.Die Lösung soll die Effizienz der Hafenlogistik erhöhen, indem die Bosch Plattform an das Slotbuchungsverfahren der Hamburger Container Terminals angebunden wird. Anstatt die Straßen zu verstopfen, können dann zukünftig auf die Abfertigung an den Terminals wartende Lkw am Cruise Gate parken. Damit wird das Parkplatzangebot im Hafen auf intelligente Art und Weise erhöht. Die Parkfläche ist beschrankt und videoüberwacht und bietet den Fahrern ein beeindruckendes Panorama auf den Hamburger Hafen. Sanitäranlagen sind ebenfalls vorhanden. Intelligente Nutzung vorhandener Stellflächen Bosch Secure Truck Parking am Kreuzfahrtterminal Cruise Center Steinwerder entlastet den Verkehr der Hafenstraße und schont Ressourcen. Jan-Philipp Weers, Leiter Bosch Secure Truck Parking, dazu: „Gemeinsam mit Cruise Gate Hamburg und der Logistik-Initiative Hamburg schaffen wir die Voraussetzungen, damit ein ökonomisches und ökologisches Parkraummanagement funktionieren kann. Der vorhandene Parkraum wird effizient genutzt. Durch die Reservierung im Internet entfällt die Parkplatzsuche. Das reduziert Emissionen, verhindert wildes Parken und macht das Leben der Trucker weniger stressig. Wir sind sehr stolz darauf, hier in Hamburg einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten.“ Sacha Rougier, Geschäftsführerin von Cruise Gate Hamburg, beschreibt das neue Angebot so: „Cruise Gate Hamburg sucht kontinuierlich nach Lösungen, um die Parkflächen auch außerhalb der Anläufe von Kreuzfahrtschiffen optimal auszulasten. Wir freuen uns, dass wir mit Bosch Secure Truck Parking einen Partner gefunden haben, mit dem wir für die Trucker die schwierige Parksituation im Hafengebiet und an den umliegenden Rasthöfen künftig verbessern können. Die verlässliche Buchbarkeit und der hohe Sicherheitsstandard sind ein großes Plus für die Lkw-Fahrer“. Hans Stapelfeldt, ITS-Netzwerkmanager der Logistik-Initiative Hamburg, sieht ebenfalls einen großen Mehrwert in der künftigen Zusammenarbeit: „Mich begeistert, dass für die Schaffung neuer Parkmöglichkeiten keine grünen Flächen versiegelt werden müssen – auf intelligente Weise werden vorhandene Bestandsflächen genutzt, die an den Tagen ohne Kreuzfahrtschiffsanläufe sonst ungenutzt bleiben.“ Smarter Parken: schneller, einfacher und sicher Etwa 14 000 Lkw-Parkplätze fehlen allein in Deutschland. Der Mangel hat oft weitreichende Konsequenzen: Unfälle, höherer Kraftstoffverbrauch und Frachtdiebstähle. Um das Lkw-Parken schneller, einfacher und sicher zu machen, bietet Bosch europaweit die Reservierung von Parkplätzen auf Autohöfen und Firmengeländen an. Das Prinzip: Bosch erfasst die Belegung der Stellplätze in Echtzeit. Speditionen und Lkw-Fahrer können im Voraus oder auch während der Fahrt über ein kostenloses Online-Portal oder per App Parkplätze reservieren.

IAA 2018: Nutzfahrzeuge nutzen dem Geschäft – Bosch steigert Umsatz seiner Mobil ...

19.09.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

IAA 2018: Nutzfahrzeuge nutzen dem Geschäft – Bosch steigert Umsatz seiner Mobil ...

Stuttgart/Hannover – Bosch ist weiterhin auf Wachstumskurs: Die Mobilitätssparte des Unternehmens wird ihren Umsatz in diesem Jahr voraussichtlich um vier Prozent steigern und legt damit weiterhin doppelt so stark zu wie die Automobilproduktion. Jeden vierten Euro erwirtschaftet Bosch dabei mit Technik für Nutzfahrzeuge, vom Transporter bis hin zum 40-Tonner. Besonders kräftig wächst das Geschäft mit Lösungen für Trucks und Offroad-Fahrzeuge – mit einem Plus von sieben bis acht Prozent. Bosch agiert in einem wachsenden Markt. Der Absatz mit schweren Trucks wuchs 2017 in China um nahezu acht Prozent, in den USA um 18 Prozent und in Indien sogar um 45 Prozent (Quelle: VDA). „Bosch bringt gleichermaßen wirtschaftliche wie technologische Stärke mit, um den Güterverkehr der Zukunft aufzurollen“, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions der Robert Bosch GmbH. Wesentlicher Treiber ist das Geschäft mit dem Nutzfahrzeugantrieb: 2017 ist der Absatz von Diesel-Einspritzsystemen weltweit um ein Drittel gestiegen, in China sogar noch kräftiger – in den nächsten Jahren wird er sich auf hohem Niveau stabilisieren. Allein 2 600 Entwickler arbeiten bei Bosch am Antrieb für das Nutzfahrzeug von morgen. Zum Jahresende wird der Unternehmensbereich Mobility Solutions rund 54 500 Forscher und Entwickler beschäftigen, 5 000 mehr als zu Jahresbeginn. Bosch bringt gleichermaßen wirtschaftliche wie technologische Stärke mit, um den Güterverkehr der Zukunft aufzurollen....Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions der Robert Bosch GmbH Ob Klimaschutz, Luftverschmutzung, Urbanisierung oder Fahrermangel: Die Logistikbranche sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Güterverkehr bis 2040 noch um 50 Prozent ansteigen wird (Quelle: Shell). „Wie wir trotz der Zunahme des Güterverkehrs Umwelt, Menschen und das Straßennetz schonen können, ist eine der drängendsten Fragen der Verkehrspolitik“, sagt Bulander. Bosch gibt darauf technische Antworten – und das nicht nur unter der Motorhaube, sondern mit vernetzten Services auch über das Fahrzeug hinaus. „Wir wollen einen Lastverkehr, der keine Last ist“, so Bulander. Boschs Vision: Der Güterverkehr der Zukunft soll möglichst emissions-, unfall- und stressfrei werden. Der Weg dorthin führt über die Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung von Nutzfahrzeugen. Vom Verbrenner bis zur Brennstoffzelle: Bosch bringt Energie in den Antrieb Ein wichtiger Meilenstein für Bosch: den Nutzfahrzeugantrieb effizienter zu machen und damit Verbrauch, CO₂- und Stickoxid-Ausstoß zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelt Bosch sowohl den Diesel als auch alternative Antriebslösungen weiter. „Die Entwicklung des Nutzfahrzeugantriebs wird noch lange ein Mehrkampf bleiben. Wir tun gut daran, auch seine Elektrifizierung technologisch offen anzugehen“, sagt Bulander. Im Jahr 2025 werden zwischen 80 und 90 Prozent aller Nutzfahrzeuge als Selbstzünder unterwegs sein. Bereits 2030 wird aber schon jedes vierte neue Nutzfahrzeug elektrisch angetrieben sein, in China nahezu jedes dritte. „Wer die Zukunft des Schwerlastverkehrs sichern will, darf auch die Herstellung alternativer Kraftstoffe aus regenerativem Strom, sogenannter eFuels, nicht außer Acht lassen“, sagt Bulander. Bosch hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit Marktführer in der Elektromobilität zu werden. Dafür liefert das Unternehmen die passenden Lösungen und stellt sich für die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen breit auf – vom 36-Volt-Antrieb für Cargo-Bikes über die eAchse für Transporter bis hin zum Brennstoffzellen-Antrieb für 40-Tonner. Diesen entwickelt Bosch gemeinsam mit dem amerikanischen Start-up Nikola Motor Company. Zudem hat Bosch mit dem chinesischen Nutzfahrzeugmotoren-Hersteller Weichai Power eine strategische Partnerschaft vereinbart, um die Brennstoffzelle auf den Weg zu bringen. Bosch setzt aber nicht nur Neufahrzeuge unter Strom, sondern bietet auch E-Mobilität zum Nachrüsten – mit einer elektrifizierten Achse, die sich in Lkw-Anhänger einbauen lässt. Dadurch lässt sich beim Bremsen Energie gewinnen und es werden Aggregate des Anhängers versorgt. Nach Bosch-Berechnungen lassen sich am Beispiel eines Kühlanhängers so bis zu 10 000 Euro im Jahr sparen. Bosch bringt dem Lkw das Fahren bei Neben der Elektrifizierung ist die Automatisierung von Nutzfahrzeugen ein weiteres großes Wachstumsfeld. Hier wie dort zeichnen sich auf dem Markt in der nächsten Dekade zweistellige Steigerungsraten ab. Auf dem Weg zum automatisierten Fahren liegt für Bosch die Fahrerassistenz. Die Gefahr von Verkehrstoten ist doppelt so hoch, wenn ein Truck an einem Unfall beteiligt ist. Für Bosch ist dies Anlass genug, um mit Fahrerassistenzsystemen mehr als bisher Lkw-Fahrer zu unterstützen und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Abbiegeassistent, Totwinkelerkennung und das vorausschauende Notbremssystem helfen dabei, Lkw-Unfälle zu verhindern – dafür bietet Bosch unter anderem die nötigen Radarsensoren. Die Automatisierung des Lkw-Fahrens löst zudem weitere Herausforderungen der Transportbranche: Schon jetzt fehlen in den USA 50 000 Trucker, in zehn Jahren voraussichtlich dreimal so viele. Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich in Europa ab. Bosch sieht großes Potenzial in der „Hub-to-Hub-Automatisierung“ – dem fahrerlosen Pendeln zwischen Logistikhöfen. Diese Technologie hat das Potenzial, gleich mehrere Probleme der Transportbranche zu lösen: Sie erhöht die Wirtschaftlichkeit bei Speditionen, steigert die Transportleistung und sorgt für Sicherheit. Platooning, das automatisierte Windschattenfahren in der Lkw-Kolonne, ist für Bosch ein logischer weiterer Schritt der Automatisierung. Es spart nicht nur Personalkosten, sondern auch Kraftstoff, stellt allerdings höhere Anforderungen an Gesetzgebung, Technik und Infrastruktur. Bosch beteiligt sich dazu an den wesentlichen Forschungsprojekten in der EU. Vernetzte Logistiklösungen vom Highway bis zur Haustür Bosch ermöglicht vernetzte Logistiklösungen vom Highway bis zur Haustür.... Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Mit der Vernetzung bringt Bosch neue Effizienz ins Transportsystem und damit Entlastung für den Verkehr, aber auch für Speditionen. Für die Logistik der Zukunft bringt Bosch doppelte technische Expertise mit – einerseits breites Domänenwissen im Lkw, andererseits tiefes Know-how im Internet der Dinge. „Bosch ermöglicht vernetzte Logistiklösungen vom Highway bis zur Haustür“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, verantwortlich für das Nutzfahrzeug-Geschäft. Nahezu jeder neue Truck in Europa und den USA ist bereits heute Teil des Internets. Dazu beliefert Bosch die Lkw-Hersteller mit Telematik-Plattformen, die zum Beispiel Software-Updates oder auch vorausschauende Diagnose ermöglichen – und erschließt zudem neues Geschäft mit vernetzten Services. Schon jetzt überwachen Service-Center des Unternehmens mithilfe entsprechender Sensorik den Zustand besonders kritischer oder sogar lebenswichtiger Gütertransporte, etwa von Blutplasma – und das rund um die Uhr. Jährlich übernehmen die Leitstellen das Monitoring für rund 40 000 hochwertige Lkw-Touren. Zudem automatisiert Bosch über das Internet der Dinge die Lieferverfolgung: Sensoren an Material und Behältern übertragen die Ortungs-, Temperatur- und Vibrationsdaten in die Cloud. Mit dieser Echtzeit-Logistik können Disponenten nach ersten Kundenerfahrungen ihren Such- und Inventuraufwand um mehr als die Hälfte reduzieren. Zudem steigt die Verfügbarkeit von Umlaufbehältern um bis zu 30 Prozent. Mit der Vernetzung will Bosch den Gütertransport insgesamt produktiver machen und das Straßennetz entlasten. „Ob elektrifiziert, automatisiert oder vernetzt: Die Lösungen von Bosch tragen dazu bei, dass der Güterverkehr die Grenzen des Wachstums nicht erreicht“, sagt Heyn.

Deutsche würden sich mit autonom fahrenden Lkws auf der Straße zunehmend sichere ...

13.09.2018

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

Deutsche würden sich mit autonom fahrenden Lkws auf der Straße zunehmend sichere ...

Staus, Unfälle, verstopfte Straßen – Transporter und Lkws im Verkehr bedeuten für viele Menschen in Deutschland nur eines: Stress auf der Straße. Immer mehr Lasterlawinen schieben sich über Autobahnen und Landstraßen. Damit steigt unweigerlich auch die Anzahl von schweren Lkw-Unfällen. Eine der Folgen: Die Deutschen würden sich mit vollautomatisiert und fahrerlos fahrenden Lkws auf der Straße zunehmend sicherer fühlen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Bosch und der Innofact AG anlässlich der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Zwar würden noch knapp 40 Prozent der Befragten eher einem Lkw-Fahrer am Steuer ihr Vertrauen schenken. Doch bereits mehr als jeder Dritte (37 Prozent) macht zwischen Mensch und Maschine keinen Unterschied mehr. Jeder Vierte würde einem autonom fahrenden Truck sogar mehr vertrauen als einem Lkw-Fahrer. Noch ist der fahrerlose Truck eine Zukunftsvision. Die Umfrage zeigt aber, dass die Deutschen schon heute in puncto Sicherheit zunehmend auf automatisierte Lkws setzen. Diese könnten durch intelligente Technik eine Vielzahl an Unfällen vermeiden. Denn Fakt ist: Neun von zehn Unfällen gehen auf menschliche Fehler zurück. Der Lieferverkehr auf deutschen Straßen muss sicherer und effizienter werden, denn er betrifft nicht nur Speditionen und Handel, sondern jeden, der im Verkehr unterwegs ist....Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Genervt vom Lieferverkehr „Der Lieferverkehr auf deutschen Straßen muss sicherer und effizienter werden, denn er betrifft nicht nur Speditionen und Handel, sondern jeden, der im Verkehr unterwegs ist“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Boschs Vision: Der Güterverkehr der Zukunft soll nicht nur unfallfrei, sondern auch möglichst emissions- und stressfrei werden – für alle Teilnehmer im Straßenverkehr. Denn die sind von den Lkws und Transportern aktuell eher genervt. Vor allem in brenzligen Situationen, in denen Lkws beteiligt sind, fühlen sich die Deutschen unsicher, beispielsweise beim Auffahren auf die Autobahn oder beim Abbiegen eines Trucks. Das gaben 57 Prozent der Befragten an. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) ist der Meinung, dass zu viele Fahrzeuge für den Gütertransport auf den Straßen unterwegs sind. Und für rund die Hälfte sind vor allem parkende Lkws, die den Verkehr blockieren, ein Dorn im Auge. Weitere Nervfaktoren: die durch Nutzfahrzeuge entstehenden Emissionen (50 Prozent) und die Lautstärke (43 Prozent) der Brummis. Lediglich jeder Fünfte fühlt sich durch den Truck-Verkehr nicht gestört. Wenig kompromissbereit Was die Umfrage zudem ergab: Nur wenige sind bereit, selbst etwas dazu beizutragen, damit sich der Transportverkehr auf der Straße entspannt. Drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) wollen sich beispielsweise nicht beim Online-Shopping einschränken. Wenig kompromissbereit zeigen sie sich (49 Prozent) auch, wenn es darum geht, den Lieferverkehr durch längere Wartezeiten auf Pakete zu entlasten – sodass der Paketbote statt jeden Tag nur noch einmal in der Woche klingeln müsste. Immerhin jeder Vierte (27 Prozent) würde aber weniger Waren zurückzuschicken, um den Lieferverkehr dadurch einzudämmen. 36 Prozent würden ihre Lieferungen an zentrale Paketstationen oder Paketsammelstellen liefern lassen und sie dann dort selbst abholen. Für Sendungen mehr zu zahlen, um beispielsweise durch Abendlieferungen den Verkehr zu entzerren, das käme nur für rund 15 Prozent infrage. Die Umfrage zeigt: Für die Deutschen hat der Güterverkehr auf Autobahnen oder in der Stadt eindeutig zu viele Laster. Sie sind genervt von den Brummis. Fakt ist jedoch: Der Güterverkehr wird bis 2040 noch um 50 Prozent steigen (Quelle: Shell-Studie). Gerade deshalb gilt es, drängende Herausforderungen wie beispielsweise den Unfallschutz zu lösen und den Güterverkehr zu entlasten. Wie das gelingen kann, stellt Bosch auf der 67. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vor. Dort zeigt das Unternehmen Lösungen zur Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen .Weitere Informationen zu Bosch-Technologien für Nutzfahrzeuge: Bosch auf der IAA 2018 Das liefert die Zukunft: Bosch auf der IAA 2018 Umfragedesign: Für die repräsentative Studie „Nutzfahrzeuge im Straßenverkehr“ hat die Innofact AG im Auftrag von Bosch bundesweit 1068 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt. Die Erhebung wurde im August 2018 durchgeführt.

Bosch zeigt Elektromobilität für LKW-Sattelanhänger

28.08.2018

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch zeigt Elektromobilität für LKW-Sattelanhänger

Bosch setzt Lkw-Sattelanhänger unter Strom und macht dadurch Elektromobilität auch für heutige Sattelzüge möglich. Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zeigt Bosch eine elektrifizierte Achse, die sich in Lkw-Anhänger einfügen lässt. Das Prinzip: Anstatt die Achsen des Anhängers wie bisher einfach nur rollen zu lassen, integriert Bosch dort eine elektrische Maschine. Dadurch lässt sich beim Bremsen Energie gewinnen und damit Aggregate des Lastzuges versorgen. Am Beispiel eines Kühlanhängers kann die Ersparnis bei 10 000 Euro pro Jahr liegen. Wenn die Kühlanlage mit der gewonnenen Energie betrieben wird, kann dies nach Bosch-Berechnungen bis zu 9 000 Liter Diesel-Kraftstoff im Jahr sparen. Zusätzliche Spritersparnis kann sich durch eine elektrische Anfahr- und Beschleunigungsunterstützung ergeben. Und jeder Kraftstoff, der eingespart wird, reduziert auch die CO₂-Emissionen. Ein weiterer Vorteil insbesondere für den Lieferverkehr innerstädtischer Supermärkte: Elektrisch angetriebene Kühlaggregate sind wesentlich leiser als dieselbetriebene. Das ermöglicht auch Anlieferungen frühmorgens oder spätabends ohne Stress mit der Nachbarschaft. Bosch macht die Hinterachse von Lkws elektrisch und intelligent. Unsere Elektrifizierung für Lkws ist wirtschaftlich und zeigt, wie Elektromobilität schon heute im Lkw-Verkehr funktionieren kann....Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH „Bosch macht die Hinterachse von Lkws elektrisch und intelligent. Unsere Elektrifizierung für Lkws ist wirtschaftlich und zeigt, wie Elektromobilität schon heute im Lkw-Verkehr funktionieren kann“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Zusätzlich ist die elektrische Achse ein wichtiger Schritt zum automatisierten Einparken von Trailern auf dem Betriebshof einer Spedition. Denn durch den neu hinzugefügten Antrieb an der Achse kann der Trailer ohne Zugmaschine auf dem Betriebshof rangieren. Bosch bietet die Technik für neue Anhänger als auch zum Nachrüsten bestehender Trailer an. Der Markt dafür ist groß. Allein in Europa werden jedes Jahr rund 250 000 Trailer mit einem zulässigen Gesamtgewicht größer 10 Tonnen neu zugelassen. Jeder fünfte davon ist mit einem Kühlaggregat ausgestattet. Energierückgewinnung: Pkw-Komponenten verrichten Schichtarbeit Anders als bei vielen Nutzfahrzeug-Projekten setzen die Bosch-Ingenieure bei der elektrifizierten Achse auf Pkw-Bauteile. Der Elektromotor SMG180 ist beispielsweise schon in hunderttausenden Hybrid- und Elektroautos weltweit unterwegs – unter anderem im StreetScooter der Deutschen Post. Im Gegensatz zu Elektroautos verrichten die Motoren in der elektrifizierten Achse lediglich Schichtarbeit und springen nur an, wenn sie Energie ernten können. Das ist beispielsweise beim Bergabfahren oder beim Bremsen der Fall. Durch diese aus dem Pkw bekannte Rekuperation geht keine Energie mehr verloren, sondern wird in einer Hochvolt-Batterie gespeichert. Dieser Strom kann dann entweder die Motoren beim Anfahren am Berg speisen oder eben das Kühlaggregat des Trailers antreiben und so viel Kraftstoff sparen. Diese bedarfsgerechte Anwendung hat einen weiteren Vorteil: Da die Elektromotoren dadurch einen Großteil der Zeit inaktiv sind und nur wenige Sekunden oder Minuten pro Stunde rekuperieren oder dem Fahrzeug beim Anfahren oder Bergauffahren helfen, lässt sich die Anwendung bei Trailern mit deutlich günstigeren und serienerprobten Pkw-Komponenten darstellen. Die Motoren sind dennoch leistungsstark genug, um den Trailer zu bewegen oder Baufahrzeugen eine Anfahrunterstützung zu bieten. Automatisiertes Parken auf dem Bauhof: Elektroantrieb ist wichtiger Enabler Zusätzlich ist die elektrifizierte Achse ein wichtiger Enabler für das automatisierte Fahren im Betriebshof – denn erst durch den Antrieb an der Achse kann der Trailer selbsttätig auf dem Betriebshof rangieren. „Mit der elektrifizierten Achse macht Bosch den Anhänger unabhängig. Mit der Elektrifizierung des Trailers geht Bosch einen wichtigen Schritt zum automatisierten Parken auf dem Speditionshof“, sagt Heyn. Auch ein ferngesteuertes elektrisches Fahren auf nicht öffentlichen Geländen wie auf Speditionshöfen oder in Häfen wird möglich. Bisher müssen das Truckfahrer entweder selbst machen oder es braucht spezielle Trailer-Rangierfahrzeuge. Durch den Elektromotor wird der Trailer jedoch selbst zum Fahrzeug, das kurze Strecken zurücklegen kann. So wird mit zusätzlicher Sensorik am Trailer und insbesondere auf dem Betriebsgelände automatisiertes Einparken für Warentrailer möglich.Fragen und Antworten zur elektrifizierten Achse Welche Teile braucht es, um eine Achse zu elektrifizieren? Angeboten werden der Inverter sowie das zugehörige Steuergerät, die Vehicle Control Unit (VCU). Der separate Motor-Generator (SMG) ist als kompletter E-Motor zum Anbau verfügbar oder die aktiven Komponenten Rotor, Stator und Resolver zur Integration in die Achse. Zusätzlich braucht es ein Batteriesystem, welches die Energie puffern kann. Wie hoch sind die Kosten für eine elektrifizierte Achse? Genaue Angaben macht Bosch dazu nicht. Nur so viel: Das System muss sich aus Sicht des Unternehmens nach höchsten zwei Jahren im Betrieb amortisieren. Bosch ist zuversichtlich, dass dies angesichts der eingesparten Kosten, beispielsweise bei Kühltrailern, realistisch ist. Was sind die typischen Einsatzgebiete der elektrifizierten Achse? Am stärksten wird aktuell der Einsatz in Kühltransportern diskutiert, insbesondere für den Lebensmittelverkehr in Städten. Elektrisch angetriebene Kühlaggregate sind mittelfristig nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch deutlich leiser. Zudem entfallen Emissionen, die bei Verbrennungsmotoren zwangsläufig entstehen. Die Baubranche ist sehr interessiert am Thema Anfahrtshilfe in Baugruben – gerade bei Nässe. Wodurch ergeben sich die Kraftstoffeinsparungen der Beispielrechnung? Der Dieselmotor, der das Kühlaggregat heute antreibt und durch Elektrifizierung komplett ersetzt wird, benötigt zwei bis drei Liter Diesel pro Stunde. Das ergibt eine Kraftstoffersparnis von rund 9 000 Litern Diesel-Kraftstoff pro Jahr. Zusätzlich ergeben sich mögliche Einsparungen durch eine elektrische Unterstützung beim Anfahren, Beschleunigen oder bei Steigungen. Diese Einsparungen können bei bis zu vier Prozent liegen. Warum favorisiert Bosch eine Achse mit zwei Elektromotoren? Zwei Elektromotoren haben eine deutlich höhere Rekuperationsleistung und bieten zu vergleichsweise geringen Mehrkosten einen hohen Mehrwert, da so deutlich größere Einsparungen erzielt werden können. Zusätzlich bietet eine zweimotorige Achse einen Vorteil beim automatisierten Rangieren im Betriebshof: Durch die Elektromotoren an jedem Ende der Achse reduziert sich der Wendekreis deutlich. Rein aus Kostengründen ist je nach Kundenwunsch auch die Elektrifizierung mit lediglich einem Motor möglich.

Diese Bosch-App lässt Fahrzeugschlüssel alt aussehen

23.08.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Diese Bosch-App lässt Fahrzeugschlüssel alt aussehen

Stuttgart – Der Schlüssel der Zukunft ist digital und hat seinen analogen Vorgängern einiges voraus: Er muss nicht gesucht werden, kann nicht verloren gehen und nicht geklaut werden. Denn er wird sicher und personalisiert in einer App auf dem Smartphone zur Verfügung gestellt. „Unsere Perfectly keyless-App lässt herkömmliche Fahrzeugschlüssel alt aussehen. Bosch macht den Fahrzeugschlüssel digital und damit immer und überall verfügbar“, sagt Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics. Mit Perfectly keyless ersetzt das Smartphone den analogen Fahrzeugschlüssel – das kann schon bei Privatfahrzeugen einiges erleichtern, aber spielt bei Flottenfahrzeugen mit vielen Fahrern seine wahren Stärken aus. Denn dann ist Schluss mit der Schlüsselübergabe: Flottenmanager und Speditionen schalten Fahrer einfach per App für Fahrzeuge frei. „Der digitale Fahrzeugschlüssel von Bosch verschafft Flotten einen Vernetzungsschub“, sagt Kröger. Für seine Lösung, die auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover Weltpremiere feiert, sieht Bosch einen riesigen Markt: Allein rund 15 000 Speditionen kommen in Deutschland als potenzielle Kunden in Frage. Die meisten von ihnen managen mindestens ein Dutzend Fahrzeuge und Fahrer. Unsere Perfectly keyless-App lässt herkömmliche Fahrzeugschlüssel alt aussehen. Bosch macht den Fahrzeugschlüssel digital und damit immer und überall verfügbar....Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Ohne Fahrzeugschlüssel unterwegs Hunderte von Schlüsseln, aufgereiht an Brettern und großen Tafeln. So verwalten Speditionen selbst heute noch oft die Schlüssel ihrer Fahrzeuge. Fehlt ein Schlüssel, geht das große Suchen los. Doch gerade bei Nutzfahrzeugen schmerzt jede Minute, die so unnötig verschwendet wird. Denn steht ein Truck, verdient er kein Geld. Herz des neuen Systems ist eine App, die sowohl Disponenten als auch Lkw-Fahrer auf dem Smartphone haben. Dort werden Zugangsberechtigungen für Fahrzeuge mit wenigen Klicks zugeteilt. Mit der Bosch-Lösung kann das digitale Schlüsselmanagement künftig auch komplett in das Dispositions- und Planungssystem der Speditionen integriert werden. Sobald also in der Disposition Fahrer und Lkw einer Tour zugeteilt werden, werden automatisch die digitalen Schlüssel für die Lkw generiert und an die Smartphones der Fahrer verschickt. Ändert sich die Tourenplanung, werden auch die Schlüssel durch die Software angepasst. „Mit dem vollständig digitalen Schlüsselmanagement von Bosch bekommen Speditionen gleichzeitig Planungssicherheit und -flexibilität. Nur so wird die Logistik der Zukunft effizient funktionieren“, sagt Kröger. Mit dem vollständig digitalen Schlüsselmanagement von Bosch bekommen Speditionen gleichzeitig Planungssicherheit und -flexibilität. Nur so wird die Logistik der Zukunft effizient funktionieren....Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Sichere Schlüsselverwaltung mit App und Cloud Das digitale Schlüsselmanagement von Bosch verbindet Smartphone-App und Lkw über eine Cloud. Per App weist ein Disponent oder Fuhrparkmanager einem Fahrer für seine Tour einen Lkw zu. Anschließend erstellt Perfectly keyless einen personalisierten und geschützten digitalen Schlüssel und sendet ihn über eine Cloud an den Lkw und das Smartphone des Fahrers. Kommt der Fahrer samt Smartphone zu seinem Lkw, erkennen das fest im Lkw verbaute Sensoren über eine Funkverbindung. Nur wenn der Schlüssel im Mobiltelefon in das digitale Schloss im Lkw passt, lassen sich die Fahrzeugtüren öffnen. Die Sensoren orten ebenfalls, wenn der Fahrer im Auto sitzt. Dann startet der Motor, wenn er die Start-Stopp-Taste drückt. Ist die Fahrt beendet und der Fahrer steigt aus, erkennen das die Sensoren und verriegeln automatisch die Türen. Akku leer? Kein Problem! Doch was passiert, wenn der Akku des Smartphones leer ist oder das Handy gar verloren geht? Der Autoschlüssel im Smartphone soll künftig auch mit leerer Handybatterie funktionieren. Dann verständigen sich Telefon und Lkw per Near Field Communication (NFC). NFC ist ein Funkstandard zum Austausch von Daten über kurze Distanzen. Er soll der „doppelte Boden“ der Bosch-Lösung werden. Geht das Smartphone samt App verloren oder wird gestohlen, kann der digitale Schlüssel einfach online deaktiviert werden. Dann ist der Zugang zum Auto gesperrt. Erst wenn der Flottenmanager einen anderen Fahrer oder ein neues Mobiltelefon via App für den Lkw freischaltet, lässt er sich wieder öffnen und starten.

Voll geladen: Bosch bringt E-Transporter auf die Straße

16.08.2018

Pressemeldung

Nutzfahrzeuge

Voll geladen: Bosch bringt E-Transporter auf die Straße

Stuttgart – Mit zwei Klicks bestellt und noch am gleichen Tag bequem an die Haustüre geliefert: Der Online-Handel boomt – und bringt damit auch den Lieferverkehr in Metropolen an seine Grenzen. Kleintransporter und schwere Lkw schieben sich durch die Innenstädte und parken aus Mangel an Entladeflächen oft in der zweiten Reihe. Die Folge: verstopfte Straßen, Lärm, Abgase. All das führt in Großstädten auf der ganzen Welt zu Verkehrschaos und zu Diskussionen um Einfahrverbote – und die treffen nicht nur den Versandhandel, sondern auch Handwerker und andere Kleinunternehmen, die mit Transportern unterwegs zu ihren Kunden sind. „Um die Warenversorgung in den Städten am Laufen zu halten, führt kein Weg daran vorbei: Der Lieferverkehr muss neu gedacht werden“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Das will Bosch unter anderem mit einem neuen elektrischen Antrieb für leichte Nutzfahrzeuge ermöglichen. Diesen haben erste Fahrzeuge bereits 2019 unter der Haube. Bosch bringt E-Mobilität dorthin, wo sie definitiv Sinn macht – in den städtischen Lieferverkehr....Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Leise liefern Der StreetScooter der Deutschen Post, der mit einem Bosch-Antrieb unterwegs ist, hat den Wandel im städtischen Güterverkehr bereits angestoßen. Nun geht Bosch einen Schritt weiter und bringt einen elektrischen Antrieb für die breite Masse der Lieferfahrzeuge auf den Markt. Die Idee hinter der Elektrooffensive: Güter werden von Verteilzentren innerhalb der Städte mit E-Transportern ausgeliefert. Gerade im Stop-and-Go-Verkehr sind die Stromer besonders effizient. Ein Grund dafür: Das ständige Bremsen lässt sich zur Energierückgewinnung nutzen – und verlängert damit die Reichweite. Die Lieferstrecken von meist weniger als 80 Kilometern am Tag lassen sich ohne Probleme mit einer Batterieladung erreichen. Über Nacht steht die Flotte im Depot und kann wieder geladen werden. Von möglichen Einfahrverboten in Innenstädte wären die Elektroflotten nicht betroffen, denn ihr Antrieb verursacht keine lokalen Emissionen. Dass Paket- und Expressdienste ihre Lieferungen ressourcenschonend zum Kunden bringen, daran ist nicht nur Städten gelegen. Für 61 Prozent der Deutschen ist die Auslieferung durch E-Fahrzeuge mittlerweile ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres Onlinehändlers (Quelle: PwC). Ein weiterer Vorteil: Die geringe Lärmbelästigung durch Elektrofahrzeuge würde auch die Akzeptanz von Lieferungen zu späterer Stunde erhöhen. Das könnte den Verkehr zu Stoßzeiten entlasten und Lieferzeiten flexibler machen. „Bosch bringt E-Mobilität dorthin, wo sie definitiv Sinn macht – in den städtischen Lieferverkehr“, so Heyn. Fit für den Massenmarkt Zu dem elektrischen eCityTruck-Antrieb von Bosch gehören zwei Varianten : einmal mit und einmal ohne Getriebe. Das Ziel: eine schnell integrierbare Lösung zu schaffen, die zu den unterschiedlichen Anforderungen der Automobilhersteller passt. Die Antriebslösungen lassen sich für leichte Nutzfahrzeuge zwischen zwei und 7,5 Tonnen skalieren und decken somit einen großen Teil des Nutzfahrzeugmarktes ab. Denn: Kleintransporter sind weit verbreitet. Rund drei Viertel aller in Deutschland zugelassenen Nutzfahrzeuge gehören bereits dieser Fahrzeugklasse an – Tendenz weiter steigend (Quelle: Shell). „Der elektrische Bosch-Antrieb für Nutzfahrzeuge hat das Potenzial, den Lieferverkehr in Städten aufzurollen. Wir machen den E-Transporter fit für den Massenmarkt“, sagt Heyn. Bosch hat mit dem neuen eCityTruck-Antriebskonzept aus mehreren Teilen wie Elektromotor und Leistungselektronik eins gemacht. So werden Bauteile eingespart – und das macht den Antrieb nicht nur deutlich effizienter, sondern auch günstiger. Durch die leicht integrierbaren Lösungen können zeitaufwändige Neuentwicklungen beim Kunden entfallen. Ein weiterer Vorteil: Bosch gibt damit nicht nur etablierten Herstellern, sondern auch neuen Playern die Chance, ihre Fahrzeuge schnell auf den Markt zu bringen. Der elektrische Bosch-Antrieb für Nutzfahrzeuge hat das Potenzial, den Lieferverkehr in Städten aufzurollen. Wir machen den E-Transporter fit für den Massenmarkt....Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Mit der eAchse für Pkw bietet Bosch bereits eine All-in-one-Lösung, mit der sich die Entwicklungszeiten bei Fahrzeugen deutlich verkürzen lassen. Durch die Erweiterung des Produktportfolios auf leichte Nutzfahrzeuge geht Bosch nun einen weiteren konsequenten Schritt, um Fahrzeughersteller bei ihrer Elektrifizierungsstrategie zu unterstützen. Nutzfahrzeuge unter Strom zu setzen, geht bei Bosch über den Kleintransporter hinaus. Mit dem US-Start-up Nikola Motor Company entwickelt das Unternehmen einen Antrieb, der in Sachen elektrische Reichweite neue Maßstäbe setzt. Für Bosch sind die Antriebstechnologien für den Lieferverkehr ein weiterer Baustein, um in dem ab 2020 entstehenden Massenmarkt für Elektromobilität weltweiter Marktführer zu werden und um die Vision eines emissionsfreien, unfallfreien und stressfreien Verkehrs zu verwirklichen. Bosch sieht eine Mobilität voraus, die elektrifiziert, automatisiert und vernetzt ist.