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Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

05.09.2019

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch und CATL kooperieren bei Batteriezellen

Stuttgart – Bosch und Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) haben eine langfristige strategische Kooperation vereinbart. Die Partner werden gemeinsam leistungsstarke Batteriezellen spezifizieren. CATL wird diese dann gemäß Bosch-Anforderungen konzipieren, entwickeln und produzieren. Zum Einsatz kommen die Zellen in der von Bosch entwickelten 48-Volt-Batterie. Sie ist das Kernelement für die 48-Volt-Hybridantriebssysteme, die aus Effizienzgründen weltweit immer wichtiger werden. Mit der Vereinbarung sichert sich das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen zugleich die langfristige Versorgung mit Batteriezellen. „Wir müssen Batteriezellen verstehen, sie aber nicht selber fertigen“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. „Mit CATL haben wir dafür einen etablierten Zellspezialisten für Lithium-Ionen-Akkumulatoren als Partner gewonnen. Zusammen mit unserem System-Know-how und der Kompetenz im Batteriemanagement werden wir unsere starke Position im Markt für 48-Volt-Batterien ausbauen.“ CATL ist einer der größten Produzenten von Batterien weltweit und errichtet aktuell eine Batteriefabrik am Standort Erfurt in Deutschland. Für Bosch ist die Kooperation ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Marktführerschaft in der Elektromobilität. Bereits jetzt setzen zahlreiche globale Autohersteller auf die 48-Volt-Batterie von Bosch. Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt....Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions 48-Volt-System wird künftig zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt Die 48-Volt-Batterie gehört neben weiteren Systemkomponenten wie Gleichspannungswandler (DC/DC-Wandler) und elektrischen Maschinen zum Bosch-Portfolio für 48-Volt-Systeme. Mit dieser Technik will Bosch Fahrzeuge aller Klassen für zukünftige Emissionsanforderungen fit machen und eine erschwingliche Hybridisierung anbieten. Die 48-Volt-Elektrifizierung unterstützt den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor. Die Energie dafür kommt aus der 48-Volt-Batterie und wird beim Bremsen zurückgewonnen. Auf diese Weise sind Verbrauchseinsparungen von bis zu 15 Prozent erreichbar. „Aus Effizienzgründen werden wir es uns nicht mehr erlauben können, Bremsenergie ungenutzt verpuffen zu lassen“, sagt Hartung. „Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt.“ Weltweit wächst der Markt für 48-Volt-Lösungen. 2025 werden nach Einschätzung von Bosch rund um den Globus bereits fast 20 Prozent der jährlich verkauften Neuwagen ein 48-Volt-System mit der entsprechenden Batterie an Bord haben. Besonders in Europa und China steigt der Bedarf an 48-Volt-Systemen. 48-Volt-Batterie von Bosch ist kostengünstig und einfach zu integrieren Die Fertigung der ersten Generation der 48-Volt-Batterie ist bei Bosch bereits Ende des vergangenen Jahres im chinesischen Wuxi angelaufen. Das Besondere des aktuellen Produkts: Die Batterie ist kompakt und passiv gekühlt. Automobilhersteller können sie deshalb einfach in Fahrzeugmodelle integrieren und benötigen keine aufwändigen Kühlaggregate. Damit können sie auf lange und teure eigene Entwicklungen verzichten. „Wir sind zuversichtlich, mit unserer 48-Volt-Batterie eine führende Stellung im Markt zu erreichen und den 48-Volt-Hybrid für den Massenmarkt erschwinglich zu machen“, sagt Hartung. Bosch besitzt Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität Bosch ist in der Elektromobilität so breit aufgestellt wie kein zweites Unternehmen und will Marktführer im ab 2020 entstehenden Massenmarkt für Elektromobilität werden. Bis 2025 will Bosch seinen Umsatz in diesem Bereich auf fünf Milliarden Euro mehr als verzehnfachen. Weltweit sind schon mehr als eine Million Elektroautos mit elektrischen Antriebskomponenten von Bosch unterwegs. Powertrain-Projekte hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits für 50 Elektrofahrzeug-Plattformen realisiert. Im größten und am schnellsten wachsenden Elektroautomarkt China ist Bosch Marktführer. Bosch-Technik lässt sich in so gut wie jeder Fahrzeugklasse finden – vom elektrifizierten Kinderwagen über Fahrräder, Roller bis zu Pkw und Nutzfahrzeugen. Bosch besitzt damit die Kompetenz im ganzen Ökosystem der Elektromobilität. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoherstellern verschafft Bosch Fahrern von E-Fahrzeugen zum Beispiel mittels Charging-Apps Zugang zu aktuell rund 40 000 Ladestationen in acht europäischen Ländern.

Weltpremiere: Bosch und Daimler erhalten Zulassung für fahrerloses Parken ohne m ...

23.07.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Weltpremiere: Bosch und Daimler erhalten Zulassung für fahrerloses Parken ohne m ...

Stuttgart – Bosch und Daimler haben einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht: Für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart haben die beiden Unternehmen jetzt die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten. Der automatisierte Vorfahr- und Einparkservice wird per Smartphone-App abgerufen und kommt ohne Sicherheitsfahrer aus. Er ist damit die weltweit erste behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE Level 4 1 . Die Entscheidung der Behörden zeigt, dass Innovationen wie das automatisierte Valet Parken zuerst in Deutschland möglich sind. ... Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH „Die Entscheidung der Behörden zeigt, dass Innovationen wie das automatisierte Valet Parken zuerst in Deutschland möglich sind“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. „Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind.“ „Die Freigabe der Behörden in Baden-Württemberg hat Vorbildcharakter, um den Parkservice künftig auch weltweit in Parkhäusern zuzulassen“, sagt Dr. Michael Hafner, Leiter Fahrtechnologien und Automatisiertes Fahren der Daimler AG. „Als Vorreiter beim automatisierten Fahren machen wir mit dem Projekt den Weg frei, Automated Valet Parking zukünftig auch in Serie zu bringen.“ Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind....Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Auf Nummer Sicher: Zwei Partner, ein gemeinsames Ziel Die Sicherheit des fahrerlosen Parkservices hatte für Bosch und Daimler von Anfang an oberste Priorität. Da für automatisierte Fahrfunktionen, die komplett ohne Fahrer auskommen, noch keine Zulassungsverfahren etabliert sind, begleiteten die lokalen Behörden – Regierungspräsidium Stuttgart und Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg – sowie Gutachter des TÜV Rheinlands von Beginn an das Projekt. Ziel war es, den sicheren Betrieb der Fahrzeug- sowie der Parkhaustechnik zu bewerten. Das Ergebnis ist ein umfangreiches Sicherheitskonzept mit entsprechenden Test- und Freigabekriterien, die auch über das Pilotprojekt hinaus Anwendung finden können. Darin haben die Entwickler einerseits definiert, wie das fahrerlose Fahrzeug Fußgänger und andere Autos im Fahrweg erkennt und bei einem Hindernis zuverlässig stoppt. Darüber hinaus wurde eine abgesicherte Kommunikation aller Systemkomponenten untereinander und die zuverlässige Aktivierung des Parkvorgangs umgesetzt. Die Technik des fahrerlosen Parkens Ins Parkhaus fahren, aussteigen und das Auto per Klick auf dem Smartphone zum Parken schicken – der automatisierte Parkservice kommt ganz ohne den Fahrer aus. Während dieser das Parkhaus bereits verlassen und sich anderen Dingen widmen kann, fährt das Auto selbstständig zu einem zugewiesenen Stellplatz und parkt ein. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Dabei spielt die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch mit der Fahrzeugtechnik von Mercedes-Benz zusammen. Bosch-Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen für die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur in Fahrmanöver um. Auf diese Weise können die Autos auch eigenständig Rampen hoch- und herunterfahren und innerhalb des Parkhauses Stockwerke wechseln. Erkennen die Infrastruktursensoren ein Hindernis, stoppt das Fahrzeug unverzüglich. Meilensteine des Projekts Nachdem Bosch und Daimler die Entwicklung des vollautomatisierten und fahrerlosen Parkens im Jahr 2015 auf den Weg gebracht hatten, erreichte die Pilotlösung im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart im Sommer 2017 einen wichtigen Meilenstein: Automated Valet Parking wurde der Öffentlichkeit erstmals im realen Verkehr vorgeführt. Auf die Premiere folgte eine intensive Test- und Inbetriebnahmephase. Seit 2018 konnten die Besucher des Museums den Parkservice im Beisein von geschultem Sicherheitspersonal live erleben und ihre Erfahrungen teilen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden am Fahrzeug auch Lichtkonzepte erprobt. Dabei markieren türkisfarbene Lichtsignale den automatisierten Fahrmodus und informieren so Passanten und andere Verkehrsteilnehmer, dass das Fahrzeug eigenständig unterwegs ist. Die Erkenntnisse daraus wurden auch in dem kürzlich verabschiedeten SAE-Standard (SAE 3134) berücksichtigt. Mit der finalen Freigabe durch die Behörden erreichen Bosch und Daimler nun einen weiteren wichtigen Meilenstein: In Kürze können Interessierte den innovativen Vorfahr- und Einparkservice im Alltagsbetrieb des Parkhauses des Mercedes-Benz Museums und ohne weitere Überwachung durch einen Sicherheitsfahrer live erleben.

Bosch zeigt die Mobilität der Zukunft schon heute

12.12.2018

Pressemeldung

Mobility

Bosch zeigt die Mobilität der Zukunft schon heute

Stuttgart – Ein lichtdurchflutetes, reduziertes Design, eine futuristische Außenhülle aus Bildschirmen und Glas und ein großzügiges Raumgefühl. Was Architekten über ein neues Bauwerk sagen würden, beschreibt in Wahrheit eine vollkommen neue Fahrzeugklasse und neue Art der Mobilität zugleich: Fahrerlose Shuttles, die mit Elektroantrieb nahezu geräuschlos durch die Innenstädte surren und nahtlos mit ihrem Umfeld vernetzt sind. Diese Fahrzeuge werden in absehbarer Zeit wie selbstverständlich zum Straßenbild in den Metropolen dieser Welt gehören – egal ob sie Güter innerhalb der Stadt transportieren oder Menschen befördern. Für die Shuttle-Fahrzeuge liefert Bosch Komponenten und Systeme für die Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung. Möglich wird die Shuttle-Mobilität jedoch erst mit Mobilitätsdiensten. Auch diese wird das Unternehmen künftig anbieten und bündelt sie in einem intelligenten und nahtlos vernetzten Ecosystem. Dazu gehören sowohl Buchungs-, Sharing- und Vernetzungsplatt-formen, Parkplatz- und Ladeservices sowie Softwarelösungen für das Verwalten und Warten der Fahrzeuge sowie das Infotainment während der Fahrt. „Bosch entwickelt ein weltweit einzigartiges Paket aus Hardware, Software und Mobilitätsdiensten für die Shuttle-Mobilität der Zukunft“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Auf der weltweit größten Elektronikmesse, der CES 2019 in Las Vegas, zeigt Bosch seine Lösungen für diese Art der Fortbewegung in einem Konzeptfahrzeug und macht sein Komplettangebot der Services erlebbar. Bosch entwickelt ein weltweit einzigartiges Paket aus Hardware, Software und Mobilitätsdiensten für die Shuttle-Mobilität der Zukunft....Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Services von Bosch für Nutzer und Shuttle-Betreiber Das Fahrzeugsegment der Shuttles entsteht als Resultat der steigenden Nachfrage nach Mitfahrdiensten: Allein in Europa, den USA und China sollen bereits im Jahr 2020 rund eine Million solcher On-Demand-Shuttlebusse unterwegs sein, bis 2025 sollen es 2,5 Millionen sein (Quelle: Roland Berger ). Viele dieser jederzeit abrufbaren Transportmittel werden voll elektrisch fahren und spätestens ab Mitte der nächsten Dekade auch ganz ohne Fahrer auskommen. Daher steckt in jedem Quadratzentimeter des Shuttle-Konzept-fahrzeugs von Bosch die entsprechende Technik – vom elektrische Antrieb und der 360-Grad-Umfeldsensorik bis zur Vernetzungssteuerung und den Fahrzeugleitrechnern. Diese Komponenten und Systeme sind jedoch nur ein Teil auf dem Weg zur Shuttle-Mobilität. Erst die Verbindung der Technik mit Mobilitätsdiensten macht die On-Demand-Transportmittel alltagstauglich und für Jedermann flexibel nutzbar. „Ohne digitale Services von Bosch wird in Zukunft kein Fahrzeug mehr unterwegs sein“, sagt Heyn. Mit den Services buchen Nutzer die Fahrzeuge, sie teilen ihre Fahrten mit anderen Fahrgästen und bezahlen für ihre Strecke. Auch das Laden der Fahrzeuge, ihre Wartung und Pflege sowie die Routenplanung und Verwaltung verlangen nach Dienstleistungen, die Bosch künftig den Betreibern der Shuttle-Flotten in einem nahtlos vernetzten Ecosystem anbietet. Ohne digitale Services von Bosch wird in Zukunft kein Fahrzeug mehr unterwegs sein....Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Buchen und Teilen Gebucht werden die Shuttles per Smartphone, egal ob der Nutzer gerade bequem auf dem Sofa liegt oder am Arbeitsplatz sitzt. Im Hintergrund erkennt ein Algorithmus, welches Fahrzeug am schnellsten am gewünschten Standort ist und welche anderen Nutzer eine ähnliche Strecke fahren wollen. Nutzen möglichst viele Fahrgäste ein und dasselbe Shuttle, wird die Fahrt für jeden günstiger. Gleichzeitig reduziert sich das Verkehrsaufkommen in Städten und die Umwelt wird entlastet. Bosch entwickelt hierfür die notwendigen Software-Plattformen. Fährt das Shuttle am gewünschten Abholort vor, identifiziert sich der Nutzer ebenfalls per Smartphone – der digitale Zugangs-Service Perfectly keyless von Bosch macht das möglich. Er erkennt das Smartphone des Besitzers so eindeutig wie einen digitalen Fingerabdruck und öffnet das Fahrzeug nur für ihn. Damit erhält jeder Fahrgast immer seinen fest gebuchten Sitzplatz. Elektrifiziert und automatisiert unterwegs Dank elektrischem Achsantrieb von Bosch sind die Shuttles auf ihrem Weg durch die Stadt besonders effizient und gleichzeitig günstig unterwegs. Wie weit die Batterieladung reicht und wo neuer Strom geladen werden kann, weiß der Convenience-Charging-Service von Bosch. Mit ihm brauchen Autofahrer auch heute schon keine Angst mehr davor haben, mit einer leeren Batterie liegen zu bleiben. Dazu verknüpft der Service Fahrzeuginformationen wie den aktuellen Batterieladungsstand und beispielsweise den Energieverbrauch durch Heizung und Klimaanlage mit Daten aus dem Umfeld, wie einer Stau- und Wettervorschau, zu einer besonders präzisen Prognose der Reichweite. Convenience Charging findet zudem die optimale Ladestation, kann sie vorab reservieren und dank eines einheitlichen Zugangs- und Bezahlsystems ist Stromtanken einfach wie nie. Mit fahrerlosen Elektro-Shuttles sind Nutzer nicht nur nahezu emissionsfrei, sondern auch sicher im Straßenverkehr unterwegs. Bosch entwickelt und fertigt zum Beispiel Radar-, Video- und Ultraschallsensoren, Bremsregelsysteme und elektrische Servolenkungen für die Automatisierung selbst. Smarte digitale Dienste sind aber auch bei der Automatisierung unverzichtbar: Mit vorausschauenden Straßenzustands-Services von Bosch wissen automatisierte Fahrzeuge vorab, welche Umfeldbedingungen vorherrschen. Damit können sie ihre Fahrweise rechtzeitig anpassen, um jederzeit sicher unterwegs zu sein. Die Bosch Straßensignatur ist ein kartenbasierter Lokalisierungsservice, mit dem automatisierte Fahrzeuge ihre Position in der Fahrspur zentimetergenau bestimmen können – eine weitere wichtige Voraussetzung für die Sicherheit von automatisierten Shuttles. Komfortable Shuttle-Welt Bosch hat den Innenraum seines Konzeptfahrzeugs mit Platz für vier Fahrgäste konzipiert. Für maximale Beinfreiheit und Komfort sitzen sich die Passagiere gegenüber. Das Infotainment übernehmen Bildschirme, die entweder jeder Fahrgast für sich oder mehrere Passagiere gemeinsam nutzen. So kann eine Familie beim Ausflug am Wochenende gemeinsam einen Film schauen oder Kollegen arbeiten auf dem Weg ins Büro an einer Präsentation. Smartphones nutzen das bordeigene WLAN und lassen sich dank Vernetzungstechnik von Bosch nahtlos mit dem Infotainment verbinden. Zum persönlichen Assistenten wird das Shuttle mit dem Concierge-Service . Er ist bestens informiert und versorgt die Fahrgäste jederzeit mit Empfehlungen, Reservierungen, Wetterberichten und Reisehinweisen. Am Zielort angekommen, bezahlen die Passagiere ihre Fahrt mit dem ePayment-Service von Bosch. Warten und Verwalten Das Ende einer Mitfahrt in einem Shuttle ist nicht das Ende der Services von Bosch: Das kamerabasierte System zur Innenraumerkennung von Bosch hat im Blick, dass weder Handy noch Handtasche im Fahrzeug liegen bleiben. Hat ein Fahrgast etwas vergessen, informiert ihn das Shuttle direkt per Smartphone. Ein Kaugummi auf dem Sitz oder ein umgekippter Kaffeebecher – die Kameras erfassen auch, ob das Shuttle-Fahrzeug eine Reinigung braucht und veranlassen sie umgehend. Damit kann jeder Fahrgast seine Fahrt in einem sauberen Shuttle beginnen. Ob die Software der Roboter-Shuttles auf dem neusten Stand ist, weiß der Update-Over-the-Air-Service . Er erkennt, sobald ein Software-Update verfügbar ist und aktualisiert die Daten im Fahrzeug sicher und zuverlässig. Die vorausschauende Diagnose überwacht dank im Fahrzeug verbauter Sensoren den Zustand wichtiger Komponenten. Das Shuttle erhält damit vor dem Auftreten eines Defekts eine Warnung, so dass es rechtzeitig in die Werkstatt fahren kann. Das verhindert den plötzlichen Ausfall des Autos, was die Betreiber freut. Die Updates aus der Datenwolke und die vorausschauende Ferndiagnose bündelt Bosch künftig in einer übergreifenden Vernetzungsplattform . Damit haben Fahrzeughersteller und Betreiber der Shuttle-Dienste jederzeit einen Überblick über den Zustand der Fahrzeugflotte und gehen damit sicher, dass ihre Shuttles stets einsatzbereit sind. Für die Sicherheit der Fahrzeuge – sei es die für schlüssellose Zugangssysteme, die Datenvernetzung mit der Außenwelt oder die Software-Updates – sorgen schließlich die Sicherheitslösungen der Bosch-Tochter ESCRYPT.

V2X-Versteher: Mit Bosch und Veniam sind Fahrzeuge in Zukunft immer nahtlos vernetzt

05.12.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

V2X-Versteher: Mit Bosch und Veniam sind Fahrzeuge in Zukunft immer nahtlos vernetzt

Hildesheim, Deutschland / Mountain View, USA – Wie bei Menschen gilt auch bei Autos: Ohne eine gemeinsame Sprache und eine gute Verbindung funktioniert die Kommunikation nicht. Für die Zukunft des vernetzten und automatisierten Fahrens müssen Fahrzeuge aber sowohl untereinander als auch mit ihrem Umfeld reibungslos kommunizieren können. Eine weltweit einheitliche technische Basis für diesen Datenaustausch – auch Vehicle-to-Everything (V2X) genannt – fehlt jedoch. Vielmehr sprechen Autos künftig ein internationales Kauderwelsch, weil Länder und Fahrzeughersteller unterschiedliche Standards nutzen. „Bosch setzt bei V2X auf technische Mehrsprachigkeit. Wir haben eine universelle Vernetzungseinheit entwickelt, die alle Übertragungssprachen vernetzter Autos beherrscht“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Bosch setzt bei V2X auf technische Mehrsprachigkeit. Wir haben eine universelle Vernetzungseinheit entwickelt, die alle Übertragungssprachen vernetzter Autos beherrscht....Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Der Kniff dabei: Bosch hat aus getrennten Vernetzungs- und Telematikboxen, die jeweils nur eine Übertragungstechnologie beherrschen, eine zentrale Steuereinheit für den V2X-Datenaustausch gemacht. Damit nutzt das Auto in der Stadt verfügbare WLAN-Netze und verbindet sich sonst beispielsweise per Mobilfunk. Das komplexe Management der neuen Sprachenvielfalt übernimmt eine Software des Start-ups Veniam, das im Silicon Valley beheimatet ist. Sie sucht permanent und für jeden Bedarf nach der besten Übertragungstechnologie und wechselt automatisch zwischen den verfügbaren Alternativen. Damit sorgt sie für die permanente, nahtlose Verbindung der Fahrzeuge – sei es, damit sich Autos zuverlässig vor Unfällen warnen oder das Musikstreaming nicht abreißt. Bosch entwickelt eine Vernetzungseinheit für alle Standards Bis 2025 soll der Anteil vernetzter Fahrzeuge allein in Europa, den USA und China auf über 470 Millionen steigen (Quelle: PwC). Zunächst wird ein Großteil der Fahrzeuge direkt mit der Cloud verbunden sein; mehr und mehr Fahrzeuge verständigen sich dank V2X in Zukunft jedoch auch direkt mit ihren Artgenossen, ebenso wie mit Ampeln, Baustellen, Fußgängerüberwegen und Gebäuden. Dann können sie sich gegenseitig vor einem nahenden Stauende, Unfällen und Straßenglätte warnen. Gleichzeitig schwimmen Fahrzeuge auf der grünen Welle, weil sie wissen, wann die nächste Ampel auf Grün umspringt. So können sie ihr Tempo rechtzeitig anpassen und der Verkehr wird gerade in Städten flüssiger. Eine weltweit einheitliche Sprache für die V2X-Kommunikation ist derzeit jedoch nicht in Sicht. Während China primär auf die auf Mobilfunk basierende CellularV2X-Technologie (C-V2X) setzt, planen Europa und die USA neben C-V2X auch die Einführung von Übertragungsstandards, die auf WLAN beruhen (DSRC und ITS-G5). So entsteht ein internationales Sprachengewirr. Das führt dazu, dass sich Autos womöglich nicht fehlerfrei verständigen können, weil sie verschiedene Sprachen sprechen. Haben Autos in Zukunft die universelle Vernetzungseinheit von Bosch an Bord, können sie sowohl Länder- als auch herstellerübergreifend miteinander und ihrem Umfeld kommunizieren. Das macht die V2X-Kommunikation noch sicherer und zuverlässiger. „Dank dem All-in-one Prinzip für vernetzte Fahrzeuge von Bosch profitieren weltweit möglichst viele Autofahrer vom Plus an Sicherheit und Komfort durch V2X“, sagt Hoheisel. Die neuartige Kombination von Veniams intelligenter Netzwerksoftware mit der Vernetzungseinheit von Bosch erhöht die Datenkapazität dramatisch und ebnet somit den Weg für innovative Clouddienste und eine viel sichere Mobilität der Zukunft....João Barros, Gründer und CEO von Veniam Software sorgt für die optimale Verbindung Die Software von Veniam ist der Verbindungs-Booster für die Vernetzungseinheit von Bosch. Sie hat nicht nur die Verfügbarkeit von Übertragungstechnologien im Blick, sondern auch die Kosten und die Zeitverzögerung bei der Datenübertragung mit jeder einzelnen Alternative. Denn nicht jede Technologie ist für jede Situation geeignet: Um Autofahrer vor einem plötzlich aus einer Seitenstraße hervorpreschendem Fahrzeug zu warnen, entscheiden Millisekunden. Derart zeitkritische Informationen müssen in Echtzeit ausgetauscht werden und mit einer jederzeit verfügbaren und damit zuverlässigen Technologie – auch wenn dafür höhere Kosten für die Datenübertragung anfallen. Software-Updates aus der Datencloud oder ein Kartenupdate im Navigationssystem können hingegen in einer solchen Situation warten, bis ein kostengünstiges stationäres WLAN verfügbar ist. Damit können in kurzer Zeit viele Daten ausgetauscht werden. Der Nachteil: WLAN-Hotspots oder das heimische WLAN-Netz sind nicht immer verfügbar. Veniam’s Software kennt das Für und Wider der Übertragungssprachen und stellt jederzeit die optimale Verbindung her. „Die neuartige Kombination von Veniams intelligenter Netzwerksoftware mit der Vernetzungseinheit von Bosch erhöht die Datenkapazität dramatisch und ebnet somit den Weg für innovative Clouddienste und eine viel sichere Mobilität der Zukunft“, sagt João Barros, Gründer und CEO von Veniam. Anlässlich der weltweit größten Elektronikmesse, der CES 2019 in Las Vegas, erhalten Bosch und Veniam für ihre gemeinsame Lösung einen CES 2019 Innovation Award Honoree in der Kategorie „Vehicle Intelligence and Self-Driving Technology“. Bosch testet V2X in Europa, USA und China Im bislang größten europäischen Feldversuch zur V2X-Kommunikation, simTD (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland), hat V2X auf der Straße und im Simulationslabor ihre Tauglichkeit bewiesen. Bosch war an diesem Gemeinschaftsprojekt maßgeblich beteiligt. Als erstes Unternehmen in Europa testet Bosch gemeinsam mit Vodafone seit Februar 2017 die direkte Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation mit ersten 5G-Testmodulen. Bei den Erprobungen auf der A9 nördlich von München stehen Echtzeit-Warnsysteme beim Spurwechsel und bei unvorhersehbaren Bremsmanövern des vorausfahrenden Fahrzeugs im Fokus. Zudem können dank V2X auch Fahrerassistenzfunktionen wie die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung ACC für Autofahrer noch komfortabler werden. Im Sommer 2018 hat Bosch in Detroit die direkte und sichere Kommunikation zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur getestet. Dafür stattete Bosch Fahrzeuge mit der WLAN-basierten DSRC-Technologie aus. Autofahrer wurden damit zum Beispiel rechtzeitig vor querenden Fußgängern gewarnt, was die Sicherheit im Stadtverkehr erhöht. Zudem erhielten die Fahrer Hinweise über die Ampelschaltung, damit Autos flüssig im Verkehr mitschwimmen. Für die sichere Datenübertragung sorgte eine Sicherheitslösung für vernetzte Fahrzeuge der Bosch-Tochter ESCRYPT. In China erprobt Bosch die Ad-hoc-Kommunikation sowohl auf Basis von WLAN als auch Mobilfunk. Im Mittelpunkt der Tests stehen Warnungen vor unübersichtlichen Kreuzungssituationen und beim Überholen.

Multitalent Halbleiter: Bosch stellt auf der Electronica 2018 neue System-ICs fü ...

05.11.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Multitalent Halbleiter: Bosch stellt auf der Electronica 2018 neue System-ICs fü ...

München / Reutlingen – System-ICs sind applikationsspezifische, integrierte Schaltungen, die auf die speziellen Anforderungen in Fahrzeugsystemen ausgelegt sind (ASICs = anwendungsspezifische integrierte Schaltungen). Sie sind für spezifische Systemfunktionen entwickelt und enthalten auf einem, nur wenige Quadratmillimeter großen Siliziumchip komplexe Schaltungen mit bis zu mehreren Millionen elektronischen Einzelfunktionen. Auf der Electronica 2018, der Weltleitmesse für Elektronik, stellt Bosch vier neue System-ICs vor. Ein neuer Chip schaltet bei einem Unfall den Strom im Elektrofahrzeug ab, damit Fahrzeuginsassen sicher sind und Rettungskräfte gefahrlos arbeiten können.Halbleiter machen Elektroautos bei einem Unfall sicherer Fahrzeuge mit rein elektrischem oder Hybridantrieb sind mit speziellen Batterien ausgestattet, die den Elektromotor mit Hochspannung von 400 bis 800 Volt versorgen. Aus Sicherheitsgründen werden Hochvolt-Batterie, Leistungselektronik sowie ihre elektrischen Verbindungen besonders robust ausgelegt. Die Frage, wie sicher die Hochvolt-Batterie im Fall eines Unfalls ist, ist sowohl für Fahrzeuginsassen als auch Rettungskräfte überlebenswichtig. Damit sie nicht in Kontakt mit Hochspannung kommen und gleichzeitig die Gefahr von Fahrzeugbränden vermieden wird, muss die Batterie vollständig vom Fahrzeugnetz getrennt werden. Sogenannte „Pyro-Fuses“ sprengen bei einem Unfall ganze Teile der Verbindungsleitung zur Hochvolt-Batterie mittels kleiner Treibsätze heraus, damit der Stromkreis schnell und wirkungsvoll unterbrochen wird. Hier spielen Halbleiter von Bosch eine entscheidende Rolle: Der integrierte Schaltkreis CG912 kann als Bestandteil des Batteriemanagements bei einem Unfall bis zu vier dieser Pyro-Fuses in den Batteriezuleitungen auslösen. Somit besteht keine Gefahr, beim Berühren der Karosserie einen Stromschlag zu bekommen. Der Spezialbaustein sorgt zudem für die Stromversorgung des Batteriemanagements. Der CG912 von Bosch wurde ursprünglich für die Auslösung von Airbags entwickelt und ist in dieser Anwendung bereits millionenfach im Feld bewährt. Neue System-ICs zur Electronica 2018 System-ICs sind wahre Multitalente. Sie liefern stabile Versorgungsspannungen, lesen Sensordaten aus, verarbeiten Informationen und steuern Aktuatoren an – in Echtzeit. Das neue Lambdasonden-Auswerte-IC CJ138 bietet gegenüber seinen Vorgängern erweiterte Möglichkeiten bei der Anpassung der Motorsteuerung an verschiedenste Lambdasonden sowie eine genaue Diagnose des Sondenkabels auf Kurzschluss oder Unterbrechung. Der hochintegrierte Getriebebaustein CG270 übernimmt in Automatikgetrieben die präzise Regelung von bis zu zehn Hydraulikventilen und ermöglicht so, die Steuerungen für moderne, vielstufige Getriebe noch kompakter als bisher aufzubauen. Der Getriebebaustein CG135 überwacht die Versorgungsspannungen in der Getriebesteuerung und schützt im Fehlerfall das Getriebe vor Beschädigung.

Zukunftsmarkt Halbleiter: Bosch wächst stärker als der Markt

05.11.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Zukunftsmarkt Halbleiter: Bosch wächst stärker als der Markt

Reutlingen – Ohne Halbleiter fährt schon lange kein Auto mehr. Die winzigen Chips sind eine Schlüsseltechnologie der modernen Welt und Kernkomponenten elektrischer Systeme – auch in Fahrzeugen. Sie regeln Antrieb und Fahrverhalten, geben der Navigation die Richtung vor und sagen dem Airbag, wann er auslösen soll. Bosch fertigt seit mehr als 45 Jahren Halbleiter und ist einer der weltweit führenden Chip-Hersteller für Mobilitätsanwendungen. „Trotz ihrer langen Geschichte sind Halbleiter vor allem Zukunft. Die wichtigen Bausteine moderner Mobilität sind aus keinem Auto mehr wegzudenken“, sagt Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics. 2016 hatte weltweit jedes neu zugelassene Fahrzeug im Durchschnitt mehr als neun Chips von Bosch an Bord. „Bei Halbleitern für Autos spielen wir einen einzigartigen Vorteil aus: Nur Bosch ist gleichzeitig in der Automobil- und Halbleiterindustrie zuhause“, sagt Fabrowsky. 2018 steckten in jedem neuen Fahrzeug Halbleiter im Wert von 370 US-Dollar (Quelle: ZVEI). Der Bedarf für Chips im Auto wird in den kommenden Jahren durch die zunehmende Elektrifizierung und Automatisierung weiter steigen. Trotz ihrer langen Geschichte sind Halbleiter vor allem Zukunft. Die wichtigen Bausteine moderner Mobilität sind aus keinem Auto mehr wegzudenken....Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Königsdisziplin Halbleiter für Automotive Der globale Halbleitermarkt ist milliardenschwer: Gartner rechnet für 2018 mit einem weltweiten Halbleiter-Umsatz von 451 Milliarden US-Dollar. Alleine bis 2019 wird der Markt jährlich um mehr als fünf Prozent zulegen (Quelle: PwC). „Bosch wächst mit Halbleitern stärker als der Markt“, sagt Fabrowsky. Die Königsdisziplin im Halbleitermarkt sind Chips für Fahrzeuge. Bereits seit 1970 bringt Bosch mit seinen anwendungsspezifischen Schaltungen (ASICs) Intelligenz ins Fahrzeug. In einem Auto sind die Chips starken Vibrationen und extreme Temperaturen ausgesetzt: mal weit unter dem Gefrierpunkt, mal weit über dem Siedepunkt von Wasser. Das bedeutet für die Spezialbausteine höheren Anforderungen an ihre Widerstandskraft. Damit Halbleiter diesen Widrigkeiten ein ganzes Fahrzeugleben lang trotzen können, ist ihre Entwicklung aufwändiger. Bosch spielt hier seine besondere Doppelrolle aus: Während andere Unternehmen die durch Halbleiter gewonnen Informationen zwar verarbeiten können, hat Bosch darüber hinaus ein tiefes Verständnis für die physikalischen Prinzipien im Halbleiter, wie die Daten erhoben und schließlich in die Fahrzeugsysteme eingebunden werden. „Unser umfassendes Halbleiter-Know-how hilft uns, sowohl neue Funktionen im Fahrzeug zu entwickeln als auch immer bessere Chips”, sagt Fabrowsky. Für die Entwicklung und Fertigung seiner Halbleiter hält Bosch über 1 500 Patente und Patentanmeldungen. Die Entwicklung der Assistenzsysteme und des automatisierten Fahrens ist erst durch die Fortschritte in der Mikroelektronik möglich....Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Nachfrageschub durch Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme Das aktuelle Halbleiter-Portfolio von Bosch umfasst vor allem mikroelektromechanische Systeme (MEMS), ASICs für Fahrzeugsteuergeräte und Leistungshalbleiter. Ohne letztgenannte fährt heute kein Hybrid- und kein Elektroauto. Sie regeln den elektrischen Motor und sorgen dafür, dass die Batterie möglichst effizient genutzt wird. „Leistungshalbleiter für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind für Bosch ein Wachstumstreiber“, sagt Fabrowsky. Neben der Elektrifizierung sind auch Fahrerassistenzsysteme weiter stark auf dem Vormarsch und sorgen dafür, dass mehr Halbleiter mit immer mehr Funktionen ins Fahrzeug kommen. Chips mit eingebauter „Intelligenz“, sogenannte ASICs, sind auf eine jeweilige Anwendung zugeschnitten und sagen beispielsweise den Airbags im Fahrzeug, wann genau sie auslösen sollen. Sie steuern das Fahrverhalten von Autos für eine stets sichere Fahrt und verbessern das Messsignal von Radarsensoren, damit die Abstandswarnung jederzeit zuverlässig funktioniert. „Die Entwicklung der Assistenzsysteme und des automatisierten Fahrens ist erst durch die Fortschritte in der Mikroelektronik möglich“, sagt Fabrowsky. Mikroelektromechanische Systeme – kurz MEMS – von Bosch sind die Sinnesorgane moderner Fahrzeuge. Sie versorgen die Steuergeräte im Fahrzeug mit wesentlichen Informationen zum Fahrverhalten, beispielsweise ob es gerade bremst oder beschleunigt und sich auf glatter Fahrbahn dreht. Mit diesen Informationen hält das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP Autos, Trucks und selbst Motorräder sicher in der Spur. MEMS-Sensoren informieren Jogger über den Kalorienverbrauch Als Schlüsseltechnologie für das Internet der Dinge (IoT) gehen die Einsatzmöglichkeiten von Bosch-Halbleitern weit über Fahrzeuge hinaus. MEMS-Sensoren des Unternehmens stecken in mehr als jedem zweiten Smartphone weltweit und sind aus Fitnessarmbändern, Flugdrohnen, Spielekonsolen und in Smart-Home-Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Im Bereich der MEMS-Sensoren ist Bosch Pionier und weltweite Nummer Eins unter den Herstellern. Den zugrundeliegenden Halbleiter-Fertigungsprozess hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen vor mehr als 20 Jahren selbst entwickelt; er wird auch „Bosch-Prozess“ genannt. Eine Milliarde für eine der modernsten Fabriken Europas Seine Wachstumsstrategie für Halbleiter belegt Bosch mit der größten Einzelinvestition in der Firmengeschichte: Das Unternehmen investiert rund eine Milliarde Euro in eine neue Halbleiterfabrik in Dresden, in der Chips mit der 300-Millimeter-Technologie produziert werden. Die Pilotproduktion soll nach einer Anlaufphase voraussichtlich Ende 2021 beginnen. Mit der 300-Millimeter-Technologie lassen sich im Vergleich zur etablierten Fertigung mit kleineren 150- und 200-Millimeter-Wafern höhere Skaleneffekte erzielen. Bis zu 700 Beschäftigte werden für die hochautomatisierte Chipfertigung tätig sein, um die Produktion zu planen, zu steuern und zu überwachen. In Dresden errichtet Bosch nach Reutlingen ihr zweites Halbleiterwerk in Deutschland. Das Unternehmen will damit seine Fertigungskapazitäten erweitern, um seine weltweite Wettbewerbsposition weiter zu stärken.

Das Popometer für automatisierte Fahrzeuge kommt aus der Bosch-Cloud

25.07.2018

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

Das Popometer für automatisierte Fahrzeuge kommt aus der Bosch-Cloud

Stuttgart – Gespür ist ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Autofahren. Wie ist der Straßenzustand, wie griffig oder rutschig die Fahrbahn? Das zu spüren oder ein Gefühl dafür zu entwickeln, verhilft Autofahrern zu einer angemessenen und sicheren Fahrweise. Rennfahrer haben dafür übrigens den Begriff des Popometers geprägt. Sie meinen damit die hintere Körpermitte, mit der sie im Fahrersitz sitzen und während der Fahrt die Fahrbahnbeschaffenheit erspüren. Auch automatisierte Fahrzeuge benötigen unbedingt Informationen zu den Straßenbedingungen. Nachteil jedoch: Ihnen fehlt das Gespür dafür – bis jetzt. Denn Bosch hat das Popometer fürs automatisierte Fahren entwickelt. „Regen, Schnee, Eis – mit unseren vorausschauenden Straßenzustands-Services melden wir Gefahren, lange bevor es zu einer kritischen Situation kommt“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Dafür nutzen wir Wetterdaten unseres Partners Foreca. Ein automatisiertes Fahrzeug weiß so ganz genau, wo und wie es selbstständig fahren kann.“ Mit unseren vorausschauenden Straßenzustands-Services melden wir Gefahren, lange bevor es zu einer kritischen Situation kommt....Dr. Dirk Hoheisel Foreca ist einer der weltweit führenden Anbieter von Wetterinformationen mit zwei Jahrzehnten an Erfahrung in der Vorhersage von Straßenwetter. „Die Kombination der Kompetenzen von Foreca und Bosch wird zu einer neuen Ära der Straßenzustandsprognosen führen. Im Gegensatz zu Wettervorhersagen in den Medien berücksichtigen die Straßenzustands-Services von Bosch mehrere mögliche Prognoseszenarien“, sagt Foreca-Verkaufsleiter Petri Marjava. Die Straßenzustands-Services steigern Sicherheit und Komfort beim Fahren. Zudem wird die Verfügbarkeit von automatisierten Fahrfunktionen erhöht. Der Bosch-Service soll 2020 zunächst auf Basis von Wetterdaten weltweit ausgerollt werden. Mit zunehmender Anzahl vernetzter Autos im Markt wird der Service um Fahrzeugdaten ergänzt. Automatisierte Fahrzeuge passen Tempo rechtzeitig an Bis einschließlich des hochautomatisierten Fahrens nach SAE-Level 4 hängt es unter anderem vom Straßentyp, dem Geschwindigkeitsbereich und von den Umfeldbedingungen ab, ob ein Auto die Fahraufgabe übernehmen kann. Die Entscheidung darüber trifft ein automatisiertes Fahrzeug künftig auch auf Basis der vorausschauenden Straßenzustands-Services von Bosch. Dank deren Hilfe weiß das automatisierte Fahrzeug vorab, welche Umfeldbedingungen vorherrschen. Auf diese Weise kann es seine Fahrweise rechtzeitig anpassen, statt die Fahraufgabe schon bei geringer Beeinträchtigung der Straßenverhältnisse an den Menschen im Fahrersitz übergeben zu müssen. Führt die Fahrtstrecke zum Beispiel durch ein Regengebiet, wird das Auto rechtzeitig vorher die Geschwindigkeit auf ein Niveau anpassen, um die Gefahr von Aquaplaning auszuschließen und jederzeit ein sicheres Anhalten zu ermöglichen. Das sorgt in Fahrzeugen aller SAE-Automatisierungslevel für eine sichere, gleichmäßige und damit komfortable Fahrweise. Wann und wo immer möglich automatisiert fahren Für seine vorausschauenden Straßenzustands-Services setzt Bosch auf ein mehrstufiges Konzept. Bis zum geplanten Marktstart 2020 ist noch nicht mit einer ausreichenden Marktdurchdringung von vernetzten Fahrzeugen zu rechnen. Um allein die zirka 80 000 Autobahn-Kilometer in Europa abzudecken, werden nach Bosch-Schätzungen ungefähr 20 Millionen vernetzte Pkw benötigt. Deshalb bleiben Vorhersagen des Straßenwetters – vor allem auch in ländlichen, weniger stark befahrenen Regionen – zunächst die einzig verlässliche Informationsquelle, um solide Rückschlüsse auf die Straßenbedingungen zu ziehen. Foreca versorgt Bosch dafür mit weltweiten, ständig aktualisierten Straßenwetterdaten. Bosch hat Foreca aus einer Reihe von Wetterdaten-Anbietern ausgewählt. Die finnischen Experten haben sich weltweit als der Anbieter mit den genauesten Straßenwetterdaten erwiesen. Je präziser kritische Bedingungen vorhergesagt und lokal eingegrenzt werden können, desto besser lässt sich auch die Verfügbarkeit automatisierter Fahrfunktionen maximieren. Dank einer weltweiten Referenzmessflotte und maschinellen Lernverfahren haben Bosch und Foreca gemeinsam die Straßenwetter-Modelle hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit optimieren können. Dadurch erreichen sie einen Sicherheitsstandard, der für sicherheitskritische Systeme wie automatisiertes Fahren notwendig sein wird. ESP-Eingriffe erlauben die Bestimmung des Reibwerts Mit ausreichender Anzahl vernetzter Fahrzeuge auf den Straßen, wird Bosch die vorausschauenden Straßenzustands-Services um Fahrzeugdaten ergänzen. Dazu gehören Informationen, die auf dem CAN-Bus, also dem zentralen Datennetzwerk des Fahrzeugs liegen: Welche Innen- und Außentemperatur misst das Auto? Sind die Scheibenwischer aktiviert? Die Vernetzung macht es möglich, dass diese Informationen nicht ungenutzt im Fahrzeug verbleiben, sondern über das Back-End des jeweiligen Herstellers in die Bosch-Cloud gelangen. Ferner wertet Bosch die Regeleingriffe des Schleuderschutzes ESP aus. Mit mathematischen Verfahren können die Ingenieure radindividuell den Reibwert der Fahrbahnoberfläche und ihren Zustand ermitteln. Alle Daten miteinander kombiniert und intelligent ausgewertet, ergeben einen smarten Bosch-Service – und das gute Gefühl, sicher unterwegs zu sein.

Bosch punktet mit schlauer Technik in Japan

07.06.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch punktet mit schlauer Technik in Japan

Tokio – Die Bosch-Gruppe punktet in Japan mit innovativen und intelligenten Lösungen für den lokalen Markt sowie auch weltweit beim Geschäft mit japanischen Automobilkunden. „Bosch hat in Japan einen großen Sprung gemacht. Wir arbeiten mit japanischen Autohersteller daran, die Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung der Mobilität voranzutreiben. Zudem setzen wir immer stärker auf das Geschäft mit IoT-Lösungen wie zum Beispiel im Bereich der intelligenten Landwirtschaft“, so Klaus Meder, Vorsitzender von Bosch in Japan. Im vergangenen Jahr erzielte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in Japan einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in das laufende Jahr ist Bosch Japan gut gestartet. Diese Entwicklung ist vor allem dem stetig wachsenden Geschäft mit Mobilitätslösungen zu verdanken, das einen Großteil des Umsatzes von Bosch in Japan ausmacht. 2017 konnte das Unternehmen in diesem Bereich doppelt so schnell wachsen wie der lokale Markt. Zudem entwickelte sich die Sparte Industrial Technology gut. Bosch ist bereits seit 1911 in Japan vertreten und beschäftigt aktuell rund 6 600 Mitarbeiter im Land.Geschäft mit Japans Automobilherstellern wächst zweistellig Auch der weltweite Verkauf an japanische Autohersteller stieg im Vergleich zum Vorjahr mit rund elf Prozent kräftig an – und wuchs damit das sechste Jahr in Folge zweistellig. Bosch rechnet damit, dass dieser Trend mittelfristig anhält. Bosch beliefert japanische Hersteller nicht nur in Japan selbst, sondern ist weltweit in Kundennähe aufgestellt. In der Region ASEAN beispielsweise beträgt der Marktanteil japanischer Autobauer rund 90 Prozent. Die Bosch-Gruppe investiert dort kontinuierlich: Ende 2017 eröffnete in Thailand das zweite Werk für Mobilitätslösungen – eine Gesamtinvestition von 80 Millionen Euro. In der neuen Smart Factory rollen unter anderem Einspritzventile, Verbindungstechnik und Klopfsensoren vom Band. Der Standort in Hemaraj verfügt zudem über ein Zentrum für Forschung und Entwicklung (F&E). Dort arbeiten rund 60 Mitarbeiter an der Weiterentwicklung von Benzineinspritzsystemen. Auch in Vietnam baut Bosch seine Fertigung weiter aus: In Dong Nai, rund 40 km östlich der Stadt Ho Chi Minh City, stellt das Unternehmen seit 2008 Schubgliederbänder für stufenlose Automatikgetriebe her. Nun investiert Bosch rund 60 Millionen Euro, um das Werk zur Smart Factory umzurüsten und die Kapazität zu erhöhen. Die Gesamtinvestition in den vietnamesischen Produktionsstandort wird sich damit von 2011 bis Ende 2018 auf mehr als 320 Millionen Euro belaufen. Ausbau des IoT-Geschäfts: Lösungen für Smart Farming Neben dem Geschäft mit Mobilitätslösungen setzt Bosch auch in Japan auf vernetzte Lösungen und greift dabei auf die hohe Innovationskraft des Landes zurück. Im vergangenen Jahr ist beispielsweise das Produkt „Plantec“ erfolgreich auf den Markt gekommen: eine smartes System, das den Anbau von Tomaten in japanischen Treibhäusern verbessern kann. Die Lösung ist auf den lokalen Markt zugeschnitten, da der Anbau in Treibhäusern in Japan besonders relevant ist. „Plantec“ misst mittels Sensoren die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur, den Kohlendioxidgehalt sowie die Sonneneinstrahlung. Diese Umgebungsparameter sind ausschlaggebend für die Entwicklung der Pflanzen und werden durch ein Gateway an einen Cloud-Server übertragen. Dort übernimmt ein System die Datenauswertung und bezieht dabei andere wichtige landwirtschaftliche Parameter sowie die Wettervorhersage mit ein. Die Ergebnisse werden in einer App angezeigt. Die Lösung kann Infektionsrisiken analysieren und mit künstlicher Intelligenz den Einsatz von Pestiziden im Voraus planen. Landwirte können so den Verlust der Ernte signifikant verringern. Die Projektarbeit wird gemeinsam mit dem Bosch Artificial Intelligence Center (BCAI) durchgeführt. Ende 2018 wird das Unternehmen den Service für Erdbeeren und Gurken erweitern. Bosch hat zum Ziel, bis 2020 rund zehn Prozent der Treibhausbetriebe Japans zu beliefern.

Bosch präsentiert Lösungen für vernetzte Mobilität auf der Auto China 2018

26.04.2018

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Bosch präsentiert Lösungen für vernetzte Mobilität auf der Auto China 2018

Peking – Bosch treibt den Wandel hin zum Anbieter von Mobilitätsservices weiter voran. Auf der Auto China 2018 zeigt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine Mobilitätsdienste und auf Vernetzung basierenden Serviceangebote für Autofahrer. Sie entlasten Verkehrsteilnehmer und sorgen für mehr Sicherheit, Komfort und weniger Stress auf den Straßen. Zusammen mit dem umfangreichen Lösungsportfolio bei Elektrifizierung und Automatisierung will Bosch damit die Zukunft der Mobilität in China neu gestalten. „Chinas Automobilindustrie entwickelt sich rasant. In Zukunft werden vernetzte Mobilitätsdienste und automatisiertes Fahren zum Alltag vieler Autofahrer gehören“, so Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Chinas Automobilindustrie entwickelt sich rasant. In Zukunft werden vernetzte Mobilitätsdienste und automatisiertes Fahren zum Alltag vieler Autofahrer gehören,...so Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Bosch Mobility Solutions in China wächst stärker als der Automarkt Der Umsatz von Bosch Mobility Solutions in China wuchs 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf rund elf Milliarden Euro (82,9 Milliarden RMB) und übertraf damit deutlich das Wachstum des chinesischen Automarktes. Dafür setzt Bosch in China auf eine starke Lokalisierung und bietet seinen Kunden ein umfassendes Angebot an maßgeschneiderten Lösungen für den Markt im Reich der Mitte. Ein weiterer wichtiger Wachstumsfaktor war die steigende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Fahrzeugen mit neuen Antriebskonzepten. Gleichzeitig konnte Bosch das Geschäft mit Fahrerassistenzsystemen stark ausbauen, der Vorstufe zum automatisierten Fahren. Mit nachhaltigen Investitionen in den chinesischen Markt und einem gezielten Ausbau der Fertigungskapazitäten hat Bosch eine solide Grundlage für ein stabiles langfristiges Wachstum in China gelegt. Bereits an 23 Standorten fertigt das Unternehmen in China für seinen Unternehmensbereich Mobility Solutions. Im Mai dieses Jahres eröffnet Bosch in Wuhu ein weiteres Werk und produziert dort Infotainmentsysteme. Im November 2018 soll in Nanjing der erste iBooster-Produktionsstandort von Bosch im asiatisch-pazifischen Raum offiziell an den Start gehen. Damit will das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten und automatisierten Antriebslösungen in China bedienen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der zweite Bauabschnitt des Werks für Automobilelektronik in Wujin, Changzhou, fertiggestellt. In die Erweiterung hat Bosch insgesamt 800 Millionen RMB investiert. Voraussichtlich im April und im Juni 2018 wird United Automotive Electronic Systems Co., Ltd., ein Joint Venture zwischen Bosch und Zhong-Lian Automotive Electronics, zudem den Neubau von zwei Werken in Taicang und Liuzhou abschließen. Das Unternehmen stellt dort vor allem Einspritzsysteme und Steuergeräte her. Neuer Geschäftsbereich für vernetzte Mobilitätsservices Die Nachfrage nach vernetzten Fahrzeugen steigt in China rasant. Gründe dafür sind das immer niedrigere Durchschnittsalter der Autokäufer sowie das Ziel der chinesischen Regierung, intelligentes vernetztes Fahren auszubauen. Immer mehr Fahrzeuge haben daher eine Verbindung zum Internet. Um den Wandel hin zum Anbieter von Mobilitätsservices weiter voranzutreiben, hat Bosch Anfang des Jahres den neuen Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions gegründet. In der neuen Einheit entwickeln und vertreiben mehr als 600 Mitarbeiter künftig digitale Mobilitätsdienstleistungen. Dazu gehören Sharing-Angebote, Mitfahrservices und auf Vernetzung basierende Service-Angebote für Autofahrer. China ist für Connected Mobility Solutions ein strategischer Wachstumsmarkt. „Bosch hat früh erkannt, dass die Verbindung des Fahrzeugs zum Internet wichtige Wachstumschancen bietet. Neben einer Echtzeitverbindung zwischen Fahrzeugen, Nutzern und Internet bietet Bosch in Zukunft immer mehr Mobilitätsdienste an, mit denen Mobilität stressfrei und flexibel wird“, sagt Bulander. Der neue Bereich wird sich in China vor allem auf Lösungen konzentrieren, die speziell auf die lokalen Verkehrsbedingungen zugeschnitten sind. Dazu zählen beispielsweise intelligentes Parken, vorausschauende Diagnose und moderne Flottenmanagement-Systeme. Innovationen auch bei Elektrifizierung und Automatisierung Vernetzte Mobilität ist nur ein Wachstumsfeld für Bosch in China. Auf der Auto China zeigt das Unternehmen auch Lösungen für seine Vision einer unfallfreien und emissionsfreien Mobilität der Zukunft. Als Systemanbieter im Bereich Elektrifizierung entwickelt Bosch beispielsweise das Thermomanagement weiter, um die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen und den Insassen mehr Komfort zu bieten. Bei der neuesten Antriebslösung von Bosch sind die Motor-, Leistungselektronik- und Getriebekomponenten in einer kompakten Einheit integriert – der eAchse. Diesen elektrischen Achsantrieb verkauft Bosch an ein breites Kundenspektrum, das aus etablierten Anbietern wie auch Start-ups besteht. Dabei profitieren Bosch-Kunden auch vom weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk. In diesem kann das Unternehmen Projekte in China flexibel und nah am Kunden realisieren. Fahrerassistenzsysteme von Bosch finden sich heute bereits in den Modellen von 24 chinesischen Automarken. Damit ebnet Bosch den Weg für das automatisierte Fahren in China. Auf diesem Weg arbeitet das Unternehmen in China auch weiterhin eng gemeinsam mit verschiedenen chinesischen Automobilherstellern an Lösungen für teilautomatisiertes Fahren (SAE-Level 2).