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Weltpremiere: Bosch und Daimler erhalten Zulassung für fahrerloses Parken ohne m ...

23.07.2019

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Weltpremiere: Bosch und Daimler erhalten Zulassung für fahrerloses Parken ohne m ...

Stuttgart – Bosch und Daimler haben einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht: Für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart haben die beiden Unternehmen jetzt die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten. Der automatisierte Vorfahr- und Einparkservice wird per Smartphone-App abgerufen und kommt ohne Sicherheitsfahrer aus. Er ist damit die weltweit erste behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE Level 4 1 . Die Entscheidung der Behörden zeigt, dass Innovationen wie das automatisierte Valet Parken zuerst in Deutschland möglich sind. ... Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH „Die Entscheidung der Behörden zeigt, dass Innovationen wie das automatisierte Valet Parken zuerst in Deutschland möglich sind“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. „Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind.“ „Die Freigabe der Behörden in Baden-Württemberg hat Vorbildcharakter, um den Parkservice künftig auch weltweit in Parkhäusern zuzulassen“, sagt Dr. Michael Hafner, Leiter Fahrtechnologien und Automatisiertes Fahren der Daimler AG. „Als Vorreiter beim automatisierten Fahren machen wir mit dem Projekt den Weg frei, Automated Valet Parking zukünftig auch in Serie zu bringen.“ Fahrerloses Fahren und Parken sind wichtige Bausteine künftiger Mobilität. Mit dem automatisierten Parksystem wird deutlich, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind....Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Auf Nummer Sicher: Zwei Partner, ein gemeinsames Ziel Die Sicherheit des fahrerlosen Parkservices hatte für Bosch und Daimler von Anfang an oberste Priorität. Da für automatisierte Fahrfunktionen, die komplett ohne Fahrer auskommen, noch keine Zulassungsverfahren etabliert sind, begleiteten die lokalen Behörden – Regierungspräsidium Stuttgart und Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg – sowie Gutachter des TÜV Rheinlands von Beginn an das Projekt. Ziel war es, den sicheren Betrieb der Fahrzeug- sowie der Parkhaustechnik zu bewerten. Das Ergebnis ist ein umfangreiches Sicherheitskonzept mit entsprechenden Test- und Freigabekriterien, die auch über das Pilotprojekt hinaus Anwendung finden können. Darin haben die Entwickler einerseits definiert, wie das fahrerlose Fahrzeug Fußgänger und andere Autos im Fahrweg erkennt und bei einem Hindernis zuverlässig stoppt. Darüber hinaus wurde eine abgesicherte Kommunikation aller Systemkomponenten untereinander und die zuverlässige Aktivierung des Parkvorgangs umgesetzt. Die Technik des fahrerlosen Parkens Ins Parkhaus fahren, aussteigen und das Auto per Klick auf dem Smartphone zum Parken schicken – der automatisierte Parkservice kommt ganz ohne den Fahrer aus. Während dieser das Parkhaus bereits verlassen und sich anderen Dingen widmen kann, fährt das Auto selbstständig zu einem zugewiesenen Stellplatz und parkt ein. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Dabei spielt die intelligente Parkhaus-Infrastruktur von Bosch mit der Fahrzeugtechnik von Mercedes-Benz zusammen. Bosch-Sensoren im Parkhaus überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen für die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Auto setzt die Befehle der Infrastruktur in Fahrmanöver um. Auf diese Weise können die Autos auch eigenständig Rampen hoch- und herunterfahren und innerhalb des Parkhauses Stockwerke wechseln. Erkennen die Infrastruktursensoren ein Hindernis, stoppt das Fahrzeug unverzüglich. Meilensteine des Projekts Nachdem Bosch und Daimler die Entwicklung des vollautomatisierten und fahrerlosen Parkens im Jahr 2015 auf den Weg gebracht hatten, erreichte die Pilotlösung im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart im Sommer 2017 einen wichtigen Meilenstein: Automated Valet Parking wurde der Öffentlichkeit erstmals im realen Verkehr vorgeführt. Auf die Premiere folgte eine intensive Test- und Inbetriebnahmephase. Seit 2018 konnten die Besucher des Museums den Parkservice im Beisein von geschultem Sicherheitspersonal live erleben und ihre Erfahrungen teilen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden am Fahrzeug auch Lichtkonzepte erprobt. Dabei markieren türkisfarbene Lichtsignale den automatisierten Fahrmodus und informieren so Passanten und andere Verkehrsteilnehmer, dass das Fahrzeug eigenständig unterwegs ist. Die Erkenntnisse daraus wurden auch in dem kürzlich verabschiedeten SAE-Standard (SAE 3134) berücksichtigt. Mit der finalen Freigabe durch die Behörden erreichen Bosch und Daimler nun einen weiteren wichtigen Meilenstein: In Kürze können Interessierte den innovativen Vorfahr- und Einparkservice im Alltagsbetrieb des Parkhauses des Mercedes-Benz Museums und ohne weitere Überwachung durch einen Sicherheitsfahrer live erleben.

V2X-Versteher: Mit Bosch und Veniam sind Fahrzeuge in Zukunft immer nahtlos vernetzt

05.12.2018

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Vernetzte Mobilität

V2X-Versteher: Mit Bosch und Veniam sind Fahrzeuge in Zukunft immer nahtlos vernetzt

Hildesheim, Deutschland / Mountain View, USA – Wie bei Menschen gilt auch bei Autos: Ohne eine gemeinsame Sprache und eine gute Verbindung funktioniert die Kommunikation nicht. Für die Zukunft des vernetzten und automatisierten Fahrens müssen Fahrzeuge aber sowohl untereinander als auch mit ihrem Umfeld reibungslos kommunizieren können. Eine weltweit einheitliche technische Basis für diesen Datenaustausch – auch Vehicle-to-Everything (V2X) genannt – fehlt jedoch. Vielmehr sprechen Autos künftig ein internationales Kauderwelsch, weil Länder und Fahrzeughersteller unterschiedliche Standards nutzen. „Bosch setzt bei V2X auf technische Mehrsprachigkeit. Wir haben eine universelle Vernetzungseinheit entwickelt, die alle Übertragungssprachen vernetzter Autos beherrscht“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Bosch setzt bei V2X auf technische Mehrsprachigkeit. Wir haben eine universelle Vernetzungseinheit entwickelt, die alle Übertragungssprachen vernetzter Autos beherrscht....Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH Der Kniff dabei: Bosch hat aus getrennten Vernetzungs- und Telematikboxen, die jeweils nur eine Übertragungstechnologie beherrschen, eine zentrale Steuereinheit für den V2X-Datenaustausch gemacht. Damit nutzt das Auto in der Stadt verfügbare WLAN-Netze und verbindet sich sonst beispielsweise per Mobilfunk. Das komplexe Management der neuen Sprachenvielfalt übernimmt eine Software des Start-ups Veniam, das im Silicon Valley beheimatet ist. Sie sucht permanent und für jeden Bedarf nach der besten Übertragungstechnologie und wechselt automatisch zwischen den verfügbaren Alternativen. Damit sorgt sie für die permanente, nahtlose Verbindung der Fahrzeuge – sei es, damit sich Autos zuverlässig vor Unfällen warnen oder das Musikstreaming nicht abreißt. Bosch entwickelt eine Vernetzungseinheit für alle Standards Bis 2025 soll der Anteil vernetzter Fahrzeuge allein in Europa, den USA und China auf über 470 Millionen steigen (Quelle: PwC). Zunächst wird ein Großteil der Fahrzeuge direkt mit der Cloud verbunden sein; mehr und mehr Fahrzeuge verständigen sich dank V2X in Zukunft jedoch auch direkt mit ihren Artgenossen, ebenso wie mit Ampeln, Baustellen, Fußgängerüberwegen und Gebäuden. Dann können sie sich gegenseitig vor einem nahenden Stauende, Unfällen und Straßenglätte warnen. Gleichzeitig schwimmen Fahrzeuge auf der grünen Welle, weil sie wissen, wann die nächste Ampel auf Grün umspringt. So können sie ihr Tempo rechtzeitig anpassen und der Verkehr wird gerade in Städten flüssiger. Eine weltweit einheitliche Sprache für die V2X-Kommunikation ist derzeit jedoch nicht in Sicht. Während China primär auf die auf Mobilfunk basierende CellularV2X-Technologie (C-V2X) setzt, planen Europa und die USA neben C-V2X auch die Einführung von Übertragungsstandards, die auf WLAN beruhen (DSRC und ITS-G5). So entsteht ein internationales Sprachengewirr. Das führt dazu, dass sich Autos womöglich nicht fehlerfrei verständigen können, weil sie verschiedene Sprachen sprechen. Haben Autos in Zukunft die universelle Vernetzungseinheit von Bosch an Bord, können sie sowohl Länder- als auch herstellerübergreifend miteinander und ihrem Umfeld kommunizieren. Das macht die V2X-Kommunikation noch sicherer und zuverlässiger. „Dank dem All-in-one Prinzip für vernetzte Fahrzeuge von Bosch profitieren weltweit möglichst viele Autofahrer vom Plus an Sicherheit und Komfort durch V2X“, sagt Hoheisel. Die neuartige Kombination von Veniams intelligenter Netzwerksoftware mit der Vernetzungseinheit von Bosch erhöht die Datenkapazität dramatisch und ebnet somit den Weg für innovative Clouddienste und eine viel sichere Mobilität der Zukunft....João Barros, Gründer und CEO von Veniam Software sorgt für die optimale Verbindung Die Software von Veniam ist der Verbindungs-Booster für die Vernetzungseinheit von Bosch. Sie hat nicht nur die Verfügbarkeit von Übertragungstechnologien im Blick, sondern auch die Kosten und die Zeitverzögerung bei der Datenübertragung mit jeder einzelnen Alternative. Denn nicht jede Technologie ist für jede Situation geeignet: Um Autofahrer vor einem plötzlich aus einer Seitenstraße hervorpreschendem Fahrzeug zu warnen, entscheiden Millisekunden. Derart zeitkritische Informationen müssen in Echtzeit ausgetauscht werden und mit einer jederzeit verfügbaren und damit zuverlässigen Technologie – auch wenn dafür höhere Kosten für die Datenübertragung anfallen. Software-Updates aus der Datencloud oder ein Kartenupdate im Navigationssystem können hingegen in einer solchen Situation warten, bis ein kostengünstiges stationäres WLAN verfügbar ist. Damit können in kurzer Zeit viele Daten ausgetauscht werden. Der Nachteil: WLAN-Hotspots oder das heimische WLAN-Netz sind nicht immer verfügbar. Veniam’s Software kennt das Für und Wider der Übertragungssprachen und stellt jederzeit die optimale Verbindung her. „Die neuartige Kombination von Veniams intelligenter Netzwerksoftware mit der Vernetzungseinheit von Bosch erhöht die Datenkapazität dramatisch und ebnet somit den Weg für innovative Clouddienste und eine viel sichere Mobilität der Zukunft“, sagt João Barros, Gründer und CEO von Veniam. Anlässlich der weltweit größten Elektronikmesse, der CES 2019 in Las Vegas, erhalten Bosch und Veniam für ihre gemeinsame Lösung einen CES 2019 Innovation Award Honoree in der Kategorie „Vehicle Intelligence and Self-Driving Technology“. Bosch testet V2X in Europa, USA und China Im bislang größten europäischen Feldversuch zur V2X-Kommunikation, simTD (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland), hat V2X auf der Straße und im Simulationslabor ihre Tauglichkeit bewiesen. Bosch war an diesem Gemeinschaftsprojekt maßgeblich beteiligt. Als erstes Unternehmen in Europa testet Bosch gemeinsam mit Vodafone seit Februar 2017 die direkte Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation mit ersten 5G-Testmodulen. Bei den Erprobungen auf der A9 nördlich von München stehen Echtzeit-Warnsysteme beim Spurwechsel und bei unvorhersehbaren Bremsmanövern des vorausfahrenden Fahrzeugs im Fokus. Zudem können dank V2X auch Fahrerassistenzfunktionen wie die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung ACC für Autofahrer noch komfortabler werden. Im Sommer 2018 hat Bosch in Detroit die direkte und sichere Kommunikation zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur getestet. Dafür stattete Bosch Fahrzeuge mit der WLAN-basierten DSRC-Technologie aus. Autofahrer wurden damit zum Beispiel rechtzeitig vor querenden Fußgängern gewarnt, was die Sicherheit im Stadtverkehr erhöht. Zudem erhielten die Fahrer Hinweise über die Ampelschaltung, damit Autos flüssig im Verkehr mitschwimmen. Für die sichere Datenübertragung sorgte eine Sicherheitslösung für vernetzte Fahrzeuge der Bosch-Tochter ESCRYPT. In China erprobt Bosch die Ad-hoc-Kommunikation sowohl auf Basis von WLAN als auch Mobilfunk. Im Mittelpunkt der Tests stehen Warnungen vor unübersichtlichen Kreuzungssituationen und beim Überholen.

Multitalent Halbleiter: Bosch stellt auf der Electronica 2018 neue System-ICs fü ...

05.11.2018

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Vernetzte Mobilität

Multitalent Halbleiter: Bosch stellt auf der Electronica 2018 neue System-ICs fü ...

München / Reutlingen – System-ICs sind applikationsspezifische, integrierte Schaltungen, die auf die speziellen Anforderungen in Fahrzeugsystemen ausgelegt sind (ASICs = anwendungsspezifische integrierte Schaltungen). Sie sind für spezifische Systemfunktionen entwickelt und enthalten auf einem, nur wenige Quadratmillimeter großen Siliziumchip komplexe Schaltungen mit bis zu mehreren Millionen elektronischen Einzelfunktionen. Auf der Electronica 2018, der Weltleitmesse für Elektronik, stellt Bosch vier neue System-ICs vor. Ein neuer Chip schaltet bei einem Unfall den Strom im Elektrofahrzeug ab, damit Fahrzeuginsassen sicher sind und Rettungskräfte gefahrlos arbeiten können.Halbleiter machen Elektroautos bei einem Unfall sicherer Fahrzeuge mit rein elektrischem oder Hybridantrieb sind mit speziellen Batterien ausgestattet, die den Elektromotor mit Hochspannung von 400 bis 800 Volt versorgen. Aus Sicherheitsgründen werden Hochvolt-Batterie, Leistungselektronik sowie ihre elektrischen Verbindungen besonders robust ausgelegt. Die Frage, wie sicher die Hochvolt-Batterie im Fall eines Unfalls ist, ist sowohl für Fahrzeuginsassen als auch Rettungskräfte überlebenswichtig. Damit sie nicht in Kontakt mit Hochspannung kommen und gleichzeitig die Gefahr von Fahrzeugbränden vermieden wird, muss die Batterie vollständig vom Fahrzeugnetz getrennt werden. Sogenannte „Pyro-Fuses“ sprengen bei einem Unfall ganze Teile der Verbindungsleitung zur Hochvolt-Batterie mittels kleiner Treibsätze heraus, damit der Stromkreis schnell und wirkungsvoll unterbrochen wird. Hier spielen Halbleiter von Bosch eine entscheidende Rolle: Der integrierte Schaltkreis CG912 kann als Bestandteil des Batteriemanagements bei einem Unfall bis zu vier dieser Pyro-Fuses in den Batteriezuleitungen auslösen. Somit besteht keine Gefahr, beim Berühren der Karosserie einen Stromschlag zu bekommen. Der Spezialbaustein sorgt zudem für die Stromversorgung des Batteriemanagements. Der CG912 von Bosch wurde ursprünglich für die Auslösung von Airbags entwickelt und ist in dieser Anwendung bereits millionenfach im Feld bewährt. Neue System-ICs zur Electronica 2018 System-ICs sind wahre Multitalente. Sie liefern stabile Versorgungsspannungen, lesen Sensordaten aus, verarbeiten Informationen und steuern Aktuatoren an – in Echtzeit. Das neue Lambdasonden-Auswerte-IC CJ138 bietet gegenüber seinen Vorgängern erweiterte Möglichkeiten bei der Anpassung der Motorsteuerung an verschiedenste Lambdasonden sowie eine genaue Diagnose des Sondenkabels auf Kurzschluss oder Unterbrechung. Der hochintegrierte Getriebebaustein CG270 übernimmt in Automatikgetrieben die präzise Regelung von bis zu zehn Hydraulikventilen und ermöglicht so, die Steuerungen für moderne, vielstufige Getriebe noch kompakter als bisher aufzubauen. Der Getriebebaustein CG135 überwacht die Versorgungsspannungen in der Getriebesteuerung und schützt im Fehlerfall das Getriebe vor Beschädigung.

Zukunftsmarkt Halbleiter: Bosch wächst stärker als der Markt

05.11.2018

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Vernetzte Mobilität

Zukunftsmarkt Halbleiter: Bosch wächst stärker als der Markt

Reutlingen – Ohne Halbleiter fährt schon lange kein Auto mehr. Die winzigen Chips sind eine Schlüsseltechnologie der modernen Welt und Kernkomponenten elektrischer Systeme – auch in Fahrzeugen. Sie regeln Antrieb und Fahrverhalten, geben der Navigation die Richtung vor und sagen dem Airbag, wann er auslösen soll. Bosch fertigt seit mehr als 45 Jahren Halbleiter und ist einer der weltweit führenden Chip-Hersteller für Mobilitätsanwendungen. „Trotz ihrer langen Geschichte sind Halbleiter vor allem Zukunft. Die wichtigen Bausteine moderner Mobilität sind aus keinem Auto mehr wegzudenken“, sagt Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics. 2016 hatte weltweit jedes neu zugelassene Fahrzeug im Durchschnitt mehr als neun Chips von Bosch an Bord. „Bei Halbleitern für Autos spielen wir einen einzigartigen Vorteil aus: Nur Bosch ist gleichzeitig in der Automobil- und Halbleiterindustrie zuhause“, sagt Fabrowsky. 2018 steckten in jedem neuen Fahrzeug Halbleiter im Wert von 370 US-Dollar (Quelle: ZVEI). Der Bedarf für Chips im Auto wird in den kommenden Jahren durch die zunehmende Elektrifizierung und Automatisierung weiter steigen. Trotz ihrer langen Geschichte sind Halbleiter vor allem Zukunft. Die wichtigen Bausteine moderner Mobilität sind aus keinem Auto mehr wegzudenken....Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Königsdisziplin Halbleiter für Automotive Der globale Halbleitermarkt ist milliardenschwer: Gartner rechnet für 2018 mit einem weltweiten Halbleiter-Umsatz von 451 Milliarden US-Dollar. Alleine bis 2019 wird der Markt jährlich um mehr als fünf Prozent zulegen (Quelle: PwC). „Bosch wächst mit Halbleitern stärker als der Markt“, sagt Fabrowsky. Die Königsdisziplin im Halbleitermarkt sind Chips für Fahrzeuge. Bereits seit 1970 bringt Bosch mit seinen anwendungsspezifischen Schaltungen (ASICs) Intelligenz ins Fahrzeug. In einem Auto sind die Chips starken Vibrationen und extreme Temperaturen ausgesetzt: mal weit unter dem Gefrierpunkt, mal weit über dem Siedepunkt von Wasser. Das bedeutet für die Spezialbausteine höheren Anforderungen an ihre Widerstandskraft. Damit Halbleiter diesen Widrigkeiten ein ganzes Fahrzeugleben lang trotzen können, ist ihre Entwicklung aufwändiger. Bosch spielt hier seine besondere Doppelrolle aus: Während andere Unternehmen die durch Halbleiter gewonnen Informationen zwar verarbeiten können, hat Bosch darüber hinaus ein tiefes Verständnis für die physikalischen Prinzipien im Halbleiter, wie die Daten erhoben und schließlich in die Fahrzeugsysteme eingebunden werden. „Unser umfassendes Halbleiter-Know-how hilft uns, sowohl neue Funktionen im Fahrzeug zu entwickeln als auch immer bessere Chips”, sagt Fabrowsky. Für die Entwicklung und Fertigung seiner Halbleiter hält Bosch über 1 500 Patente und Patentanmeldungen. Die Entwicklung der Assistenzsysteme und des automatisierten Fahrens ist erst durch die Fortschritte in der Mikroelektronik möglich....Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics Nachfrageschub durch Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme Das aktuelle Halbleiter-Portfolio von Bosch umfasst vor allem mikroelektromechanische Systeme (MEMS), ASICs für Fahrzeugsteuergeräte und Leistungshalbleiter. Ohne letztgenannte fährt heute kein Hybrid- und kein Elektroauto. Sie regeln den elektrischen Motor und sorgen dafür, dass die Batterie möglichst effizient genutzt wird. „Leistungshalbleiter für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind für Bosch ein Wachstumstreiber“, sagt Fabrowsky. Neben der Elektrifizierung sind auch Fahrerassistenzsysteme weiter stark auf dem Vormarsch und sorgen dafür, dass mehr Halbleiter mit immer mehr Funktionen ins Fahrzeug kommen. Chips mit eingebauter „Intelligenz“, sogenannte ASICs, sind auf eine jeweilige Anwendung zugeschnitten und sagen beispielsweise den Airbags im Fahrzeug, wann genau sie auslösen sollen. Sie steuern das Fahrverhalten von Autos für eine stets sichere Fahrt und verbessern das Messsignal von Radarsensoren, damit die Abstandswarnung jederzeit zuverlässig funktioniert. „Die Entwicklung der Assistenzsysteme und des automatisierten Fahrens ist erst durch die Fortschritte in der Mikroelektronik möglich“, sagt Fabrowsky. Mikroelektromechanische Systeme – kurz MEMS – von Bosch sind die Sinnesorgane moderner Fahrzeuge. Sie versorgen die Steuergeräte im Fahrzeug mit wesentlichen Informationen zum Fahrverhalten, beispielsweise ob es gerade bremst oder beschleunigt und sich auf glatter Fahrbahn dreht. Mit diesen Informationen hält das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP Autos, Trucks und selbst Motorräder sicher in der Spur. MEMS-Sensoren informieren Jogger über den Kalorienverbrauch Als Schlüsseltechnologie für das Internet der Dinge (IoT) gehen die Einsatzmöglichkeiten von Bosch-Halbleitern weit über Fahrzeuge hinaus. MEMS-Sensoren des Unternehmens stecken in mehr als jedem zweiten Smartphone weltweit und sind aus Fitnessarmbändern, Flugdrohnen, Spielekonsolen und in Smart-Home-Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Im Bereich der MEMS-Sensoren ist Bosch Pionier und weltweite Nummer Eins unter den Herstellern. Den zugrundeliegenden Halbleiter-Fertigungsprozess hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen vor mehr als 20 Jahren selbst entwickelt; er wird auch „Bosch-Prozess“ genannt. Eine Milliarde für eine der modernsten Fabriken Europas Seine Wachstumsstrategie für Halbleiter belegt Bosch mit der größten Einzelinvestition in der Firmengeschichte: Das Unternehmen investiert rund eine Milliarde Euro in eine neue Halbleiterfabrik in Dresden, in der Chips mit der 300-Millimeter-Technologie produziert werden. Die Pilotproduktion soll nach einer Anlaufphase voraussichtlich Ende 2021 beginnen. Mit der 300-Millimeter-Technologie lassen sich im Vergleich zur etablierten Fertigung mit kleineren 150- und 200-Millimeter-Wafern höhere Skaleneffekte erzielen. Bis zu 700 Beschäftigte werden für die hochautomatisierte Chipfertigung tätig sein, um die Produktion zu planen, zu steuern und zu überwachen. In Dresden errichtet Bosch nach Reutlingen ihr zweites Halbleiterwerk in Deutschland. Das Unternehmen will damit seine Fertigungskapazitäten erweitern, um seine weltweite Wettbewerbsposition weiter zu stärken.

Bosch präsentiert Lösungen für vernetzte Mobilität auf der Auto China 2018

26.04.2018

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Vernetzte Mobilität

Bosch präsentiert Lösungen für vernetzte Mobilität auf der Auto China 2018

Peking – Bosch treibt den Wandel hin zum Anbieter von Mobilitätsservices weiter voran. Auf der Auto China 2018 zeigt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine Mobilitätsdienste und auf Vernetzung basierenden Serviceangebote für Autofahrer. Sie entlasten Verkehrsteilnehmer und sorgen für mehr Sicherheit, Komfort und weniger Stress auf den Straßen. Zusammen mit dem umfangreichen Lösungsportfolio bei Elektrifizierung und Automatisierung will Bosch damit die Zukunft der Mobilität in China neu gestalten. „Chinas Automobilindustrie entwickelt sich rasant. In Zukunft werden vernetzte Mobilitätsdienste und automatisiertes Fahren zum Alltag vieler Autofahrer gehören“, so Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Chinas Automobilindustrie entwickelt sich rasant. In Zukunft werden vernetzte Mobilitätsdienste und automatisiertes Fahren zum Alltag vieler Autofahrer gehören,...so Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Bosch Mobility Solutions in China wächst stärker als der Automarkt Der Umsatz von Bosch Mobility Solutions in China wuchs 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf rund elf Milliarden Euro (82,9 Milliarden RMB) und übertraf damit deutlich das Wachstum des chinesischen Automarktes. Dafür setzt Bosch in China auf eine starke Lokalisierung und bietet seinen Kunden ein umfassendes Angebot an maßgeschneiderten Lösungen für den Markt im Reich der Mitte. Ein weiterer wichtiger Wachstumsfaktor war die steigende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und Fahrzeugen mit neuen Antriebskonzepten. Gleichzeitig konnte Bosch das Geschäft mit Fahrerassistenzsystemen stark ausbauen, der Vorstufe zum automatisierten Fahren. Mit nachhaltigen Investitionen in den chinesischen Markt und einem gezielten Ausbau der Fertigungskapazitäten hat Bosch eine solide Grundlage für ein stabiles langfristiges Wachstum in China gelegt. Bereits an 23 Standorten fertigt das Unternehmen in China für seinen Unternehmensbereich Mobility Solutions. Im Mai dieses Jahres eröffnet Bosch in Wuhu ein weiteres Werk und produziert dort Infotainmentsysteme. Im November 2018 soll in Nanjing der erste iBooster-Produktionsstandort von Bosch im asiatisch-pazifischen Raum offiziell an den Start gehen. Damit will das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten und automatisierten Antriebslösungen in China bedienen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der zweite Bauabschnitt des Werks für Automobilelektronik in Wujin, Changzhou, fertiggestellt. In die Erweiterung hat Bosch insgesamt 800 Millionen RMB investiert. Voraussichtlich im April und im Juni 2018 wird United Automotive Electronic Systems Co., Ltd., ein Joint Venture zwischen Bosch und Zhong-Lian Automotive Electronics, zudem den Neubau von zwei Werken in Taicang und Liuzhou abschließen. Das Unternehmen stellt dort vor allem Einspritzsysteme und Steuergeräte her. Neuer Geschäftsbereich für vernetzte Mobilitätsservices Die Nachfrage nach vernetzten Fahrzeugen steigt in China rasant. Gründe dafür sind das immer niedrigere Durchschnittsalter der Autokäufer sowie das Ziel der chinesischen Regierung, intelligentes vernetztes Fahren auszubauen. Immer mehr Fahrzeuge haben daher eine Verbindung zum Internet. Um den Wandel hin zum Anbieter von Mobilitätsservices weiter voranzutreiben, hat Bosch Anfang des Jahres den neuen Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions gegründet. In der neuen Einheit entwickeln und vertreiben mehr als 600 Mitarbeiter künftig digitale Mobilitätsdienstleistungen. Dazu gehören Sharing-Angebote, Mitfahrservices und auf Vernetzung basierende Service-Angebote für Autofahrer. China ist für Connected Mobility Solutions ein strategischer Wachstumsmarkt. „Bosch hat früh erkannt, dass die Verbindung des Fahrzeugs zum Internet wichtige Wachstumschancen bietet. Neben einer Echtzeitverbindung zwischen Fahrzeugen, Nutzern und Internet bietet Bosch in Zukunft immer mehr Mobilitätsdienste an, mit denen Mobilität stressfrei und flexibel wird“, sagt Bulander. Der neue Bereich wird sich in China vor allem auf Lösungen konzentrieren, die speziell auf die lokalen Verkehrsbedingungen zugeschnitten sind. Dazu zählen beispielsweise intelligentes Parken, vorausschauende Diagnose und moderne Flottenmanagement-Systeme. Innovationen auch bei Elektrifizierung und Automatisierung Vernetzte Mobilität ist nur ein Wachstumsfeld für Bosch in China. Auf der Auto China zeigt das Unternehmen auch Lösungen für seine Vision einer unfallfreien und emissionsfreien Mobilität der Zukunft. Als Systemanbieter im Bereich Elektrifizierung entwickelt Bosch beispielsweise das Thermomanagement weiter, um die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen und den Insassen mehr Komfort zu bieten. Bei der neuesten Antriebslösung von Bosch sind die Motor-, Leistungselektronik- und Getriebekomponenten in einer kompakten Einheit integriert – der eAchse. Diesen elektrischen Achsantrieb verkauft Bosch an ein breites Kundenspektrum, das aus etablierten Anbietern wie auch Start-ups besteht. Dabei profitieren Bosch-Kunden auch vom weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk. In diesem kann das Unternehmen Projekte in China flexibel und nah am Kunden realisieren. Fahrerassistenzsysteme von Bosch finden sich heute bereits in den Modellen von 24 chinesischen Automarken. Damit ebnet Bosch den Weg für das automatisierte Fahren in China. Auf diesem Weg arbeitet das Unternehmen in China auch weiterhin eng gemeinsam mit verschiedenen chinesischen Automobilherstellern an Lösungen für teilautomatisiertes Fahren (SAE-Level 2).