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Bosch IoT Suite vernetzt Autos, Arbeitsmaschinen und Kinderwagen

17.02.2020

Pressemeldung

Internet of Things

Bosch IoT Suite vernetzt Autos, Arbeitsmaschinen und Kinderwagen

Berlin – Was haben Autos, Arbeitsmaschinen, die Datenplattform eines Energieversorgers und Kinderwagen gemeinsam? Sie alle setzen auf die Bosch IoT Suite als technologische Basis für die Vernetzung. Sie ist das Kernprodukt von Bosch.IO, der neuen hundertprozentigen Bosch-Tochter. Ihre Mitarbeiter haben bereits mehr als 250 IoT-Projekte gemeinsam mit Kunden aus den Branchen Einzelhandel, Energie, Gebäude, Industrie, Konsumgüter, Landwirtschaft und Mobilität über die Bosch IoT Suite realisiert. „Die Projekte von Bosch.IO stehen für eine effiziente Entwicklung skalierbarer und sicherer IoT-Lösungen mit der Cloud- und Open-Source-basierten Bosch IoT Suite“, sagt Dr. Stefan Ferber, Mitglied der Geschäftsführung von Bosch.IO. Die Services der Bosch IoT Suite, die bei den Kunden zum Einsatz kommen, sind dabei in die Cloud-Umgebungen integriert, die Kunden für ihre Projekte bevorzugen. Die Projekte von Bosch.IO stehen für eine effiziente Entwicklung skalierbarer und sicherer IoT-Lösungen mit der Cloud- und Open-Source-basierten Bosch IoT Suite, ...sagt Dr. Stefan Ferber, Mitglied der Geschäftsführung von Bosch.IO. Vielseitig praxisbewährt Die Bosch IoT Suite ist Kernbestandteil für Firmware-Updates Over-the-Air des Automobilherstellers Daimler . Bereits rund vier Millionen Autobesitzer erhalten neue Versionen der Fahrzeugsoftware – zum Beispiel Updates für das Infotainment – komfortabel und sicher übers Mobilfunknetz. Das spart Zeit, weil Werkstattbesuche für Softwareupdates entfallen. Die Bosch IoT Suite ist bei den drahtlosen Updates Dreh- und Angelpunkt für die Kommunikation mit den Fahrzeugen. Für den schwedischen Kinderwagenhersteller Emmaljunga hat Bosch das eStroller-System entwickelt, ein Assistenzsystem für Kinderwagen mit einer umfangreichen Komfort- und Sicherheitsausstattung: Neben einer Schiebeunterstützung und einer automatischen Bremsfunktion gehört auch die Vernetzung per Smartphone-App dazu. Die Bosch IoT Suite ist die Grundlage für die App, über die Nutzer auf zusätzliche Funktionen zurückgreifen können, zum Beispiel eine Alarmfunktion. Der Energieversorger EWE setzt die Bosch IoT Suite ein, um Daten zum Stromverbrauch effizient zu verwalten. Dadurch können diese auch für Mehrwertdienste genutzt werden, wie zum Beispiel eine Anwendung zur Analyse des Verbrauchs. Die größten Stromverbraucher im Haushalt werden damit detailliert und transparent dargestellt. Nutzern hilft es dabei, Energie zu sparen. Die Bosch IoT Suite ist nicht nur bei Kunden wie Daimler, Emmaljunga oder EWE im Einsatz, sondern auch die zentrale Software-Plattform für IoT-Lösungen von Bosch. Beispielsweise verbindet die Suite intelligente Kameras von Bosch Building Technologies mit der Cloud und vorhandenen Backends. Dadurch lassen sich Kameras während ihrer kompletten Lebensdauer kosteneffizient verwalten sowie Software- und Firmware-Aktualisierungen für die Geräte und Gateways bereitstellen. Ein Beispiel von Bosch Rexroth zeigt, wie die Bosch IoT Suite an die besonderen Anforderungen im Bereich der Industrie angepasst werden kann. Die Bosch-Tochter für Antriebs- und Steuerungstechnik baut auf die Bosch IoT Suite für ihre sogenannte BODAS-Connect-Lösung für mobile Arbeitsmaschinen. Mit dieser offenen und skalierbaren End-to-End-Konnektivitätslösung lassen sich die Informationen der Maschinen gezielt abrufen. Aftersales-Services wie Software-Updates können so auf Knopfdruck aufgespielt werden – auch ohne Service-Personal vor Ort. Unter anderem setzt der Hersteller von Kommunal- und Landtechnik-Fahrzeugen Reform auf BODAS Connect, um die Ausfallursachen seiner mobilen Arbeitsmaschinen schnell zu analysieren und zu beheben. Edge Computing und KI im Fokus Die Bosch IoT Suite vernetzt bereits mehr als zehn Millionen Sensoren, Geräte, Gateways und Maschinen mit ihren Nutzern und Unternehmensanwendungen. Diese werden durch die Verbindung der IoT-Lösungen von Bosch mit künstlicher Intelligenz (KI) in Zukunft immer intelligenter. Bosch setzt KI und das Internet der Dinge (IoT) ein, um das Leben für den Menschen zu erleichtern und so sicher wie möglich zu gestalten. Neben der direkten Geräteanbindung an die Cloud, gibt es immer mehr Anwendungsfälle, bei denen Edge Computing bei der Vernetzung deutliche Vorteile bringt. Ein Edge Device ist ein internetfähiges Gerät, das lokal Gerätedaten verarbeiten kann und so weniger Daten in die Cloud übertragen muss. Die beteiligten Ressourcen werden damit bestmöglich ausgelastet. Zudem können diese Geräte durch lokale Logik schneller und automatisiert auf Ereignisse reagieren. „Bereits mehr als 33 000 Edge Devices sind mit der Bosch IoT Suite kompatibel und über eine Vielzahl relevanter Protokolle sowohl lokal als auch über Internet angeschlossen“, sagt Ferber. Bosch.IO setzt künftig auch auf neue vorkonfigurierte Servicepakete, mit denen die Kunden IoT-Lösungen effizienter umsetzen können. Dafür schnüren die Experten aus verschiedenen Servicebausteinen der Bosch IoT Suite ein Gesamtpaket. Einer dieser Bausteine ist der Bosch IoT Hub, ein hochskalierender Service zur direkten Anbindung von Geräten oder Edge Devices über Gateways an die Bosch IoT Suite. Er unterstützt sowohl die Anbindung über Standard- als auch kundenspezifischen Protokolle. „Vom Gerät bis zur Cloud können Kunden mit unserem neuen Angebot ganzheitliche IoT Anwendungen in die Tat umsetzen“, erklärt Ferber. Wir gehen davon aus, dass sich der Markt für IoT-Plattformen mittelfristig konsolidieren wird. Von den geschätzt drei bis fünf Plattformen, die sich durchsetzen werden, wird eine auf Open Source basieren, ...sagt Ferber. Positives Analystenurteil Die Bosch IoT Suite basiert auf Open-Source-Software, die Experten von Bosch und anderen Unternehmen gemeinsam in der Eclipse IoT Working Group entwickeln. Das macht die Plattform im Einsatz besonders flexibel. Das führende und unabhängige Marktanalyse- und Beratungsunternehmen für IT-Unternehmen in Europa PAC (Teil der Teknowlogy Group) attestiert der Bosch IoT Suite in ihrem aktuellen Report die Bewertung „Best in Class“ aller IoT-Plattformen, die auf Open Source basieren. „Wir freuen uns über diese ausgezeichnete Bewertung für die Bosch IoT Suite“, sagt Ferber. „Wir gehen davon aus, dass sich der Markt für IoT-Plattformen mittelfristig konsolidieren wird. Von den geschätzt drei bis fünf Plattformen, die sich durchsetzen werden, wird eine auf Open Source basieren.“

Bosch.IO: Neues Unternehmen bündelt die IoT- und Digital-Kompetenz der Bosch-Gruppe

17.02.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch.IO: Neues Unternehmen bündelt die IoT- und Digital-Kompetenz der Bosch-Gruppe

Berlin – Bosch bündelt seine Aktivitäten rund um das Internet der Dinge in einer neuen Tochtergesellschaft. Mit ihren rund 900 Mitarbeitern ist die Bosch.IO GmbH ab sofort eine der treibenden Kräfte für Lösungen im Internet der Dinge (IoT) – von der Beratung über die Implementierung bis zum Betrieb. „Mit Bosch.IO stärken wir unsere Position als führendes IoT-Unternehmen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle. Das Besondere an der neuen Bosch-Tochter: Hier arbeiten Software- und Hardwareentwickler gemeinsam mit Cloud-Spezialisten und User-Experience-Designern an den IoT-Projekten der Zukunft. „Mit der neuen Aufstellung von Bosch.IO verbinden wir das I und das T des IoT und bringen damit das Internet der Dinge auf die Straße, in Fabrikhallen, ins Zuhause und aufs Feld“, sagt Bolle. Kernelement des Produktportfolios der neuen Bosch-Tochter ist die Bosch IoT Suite. Sie ist die zentrale technische Plattform für IoT-Lösungen. „Durch das neue Gesamtpaket aus Bosch IoT Suite, digitalem Consulting und weiteren erprobten IoT-Technologien reduziert Bosch.IO die Einstiegshürden ins Internet der Dinge“, erklärt Bolle. Mit Bosch.IO stärken wir unsere Position als führendes IoT-Unternehmen,...sagt Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle. Bosch.IO wird aus der ehemaligen Bosch Software Innovations GmbH sowie weiteren spezialisierten IoT- und Digitalteams von Bosch gegründet. Die Geschäftsführung bilden Dr. Stefan Ferber, Dr. Aleksandar Mitrovic und Yvonne Reckling. Hauptsitz des Unternehmens ist Berlin. Hinzu kommen weitere Standorte in Deutschland, Bulgarien, China, Japan, Singapur, Spanien und den USA.Noch näher am Kunden Mit der Gründung von Bosch.IO stellt sich Bosch im IoT-Geschäft einerseits branchenzentrierter auf, andererseits stehen die Anforderungen der Kunden noch stärker im Vordergrund. „Unser Ziel ist es, IoT-Projekte schneller und effizienter umzusetzen“, sagt Dr. Aleksandar Mitrovic, Mitglied der Geschäftsführung von Bosch.IO. Dafür setzt das Unternehmen auf interdisziplinäre und agile Teams, die in immer wieder neuen Konstellationen zusammenarbeiten. Dazu gehören Hardware- und Softwareentwickler, Cloud-Spezialisten, Lösungsarchitekten, Projektmanager, UX-Designer, Geschäftsmodell-Innovatoren und Trainer. „Wir bringen für jedes IoT- und Digitalprojekt die Menschen mit den richtigen Fähigkeiten zusammen, um die Kundenanforderungen optimal zu erfüllen“, sagt Mitrovic. Die Mitarbeiter verfügen zudem über umfangreiche Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen wie Einzelhandel, Energiewirtschaft, Gebäudetechnik, Landwirtschaft, Industrie, Konsumgüter und Mobilität. Für ihre Projekte arbeitet Bosch.IO mit den rund 30 000 Software-Entwicklern und KI-Experten von Bosch zusammen. „Gemeinsam entwickeln wir für und mit unseren Kunden nachhaltige digitale Geschäftsmodelle, eine nahtlose technische Integration und vernetzen Ökosysteme miteinander“, erklärt Mitrovic. Neben hoch spezialisierten Lösungen für einzelne Branchen können bestimmte Dienste der Bosch IoT Suite auch für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden. Das erhöht die Effizienz in der Entwicklung und im Betrieb, weil komplexe und arbeitsaufwendige Basisaufgaben nur einmalig anfallen. Dazu zählt beispielsweise ein Service für die Vernetzung und Verwaltung von Geräten sowie Software- und Firmware-Updates „Over-the-Air“. Damit bleiben Fahrzeugflotten, Sicherheitskameras und Maschinenparks immer auf dem neusten Stand. Wir bringen für jedes IoT- und Digitalprojekt die Menschen mit den richtigen Fähigkeiten zusammen, um die Kundenanforderungen optimal zu erfüllen,...sagt Dr. Aleksandar Mitrovic, Mitglied der Geschäftsführung von Bosch.IO. IoT-Projekte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Durch die enge Zusammenarbeit der neuen Bosch-Tochter mit den Entwicklern von Bosch kommen in den IoT- und Digitalprojekten künftig verstärkt KI-Technologien zum Einsatz. Ein Beispiel dafür sind Verfahren, die Gesetzmäßigkeiten aus einer großen Datenmenge erlernen können. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen lassen sich beispielsweise Haushaltsgeräte unterschiedlicher Hersteller komfortabel und sicher steuern. Auch intelligente Bildvergleichsverfahren profitieren von KI: Bosch.IO setzt sie als Bestandteil des „Secure Product Fingerprints“ ein, einer Lösung zum Schutz vor Plagiaten. Damit lassen sich Oberflächen von Produkten eindeutig identifizieren. Endverbraucher und Geschäftskunden erhalten damit einen wirkungsvollen Schutz vor gefälschter Ware. KI-gestützte Verfahren erkennen zudem verlässlich Stürze bei Zweiradunfällen und können automatisch einen Notruf auslösen.Mehr als zehn Millionen vernetzte Dinge Bosch.IO kann auf die langjährige Erfahrung von mehr als 250 realisierten IoT-Projekten bei internationalen Kunden zurückgreifen. Das Kernprodukt von Bosch.IO ist die Bosch IoT Suite. Sie vernetzt bereits mehr als zehn Millionen Sensoren, Geräte und Maschinen mit ihren Nutzern und Unternehmensanwendungen. Sie ist die zentrale Software-Plattform von Bosch für IoT-Lösungen.

Vernetzte Sensoren und intelligente Algorithmen

29.11.2019

Pressemeldung

Internet of Things

Vernetzte Sensoren und intelligente Algorithmen

Stuttgart – Die Weltbevölkerung wächst, während die pro Kopf verfügbare durchschnittliche landwirtschaftliche Nutzfläche weniger wird. „Unser Ziel ist es, den Ertrag zu optimieren und Ressourcen zielgerichteter und damit sparsamer einzusetzen“, sagt Dr. Bojan Ferhadbegović, Leiter der Deepfield-Connect-Produktfamilie bei Bosch Software Innovations. Er arbeitet dafür mit seinem Team an vernetzten Sensorsystemen und intelligenten Algorithmen, um Landwirte im Sinne der Landwirtschaft 4.0 optimal in ihrem arbeitsintensiven Alltag zu unterstützen.Keine bösen Überraschungen: Obst und Gemüse per Smartphone schützen Das Deepfield-Connect-Field-Monitoring überträgt zeit- und ortsunabhängig Temperatur- und Feuchtigkeitsdaten direkt vom Feld auf das Smartphone der Landwirte. Die App gibt es für iOS (ab Version 11 oder neuer) und für Android (ab Version 5 oder neuer). Ein individueller Alarm warnt bei kritischen Werten, sodass rechtzeitig reagiert werden kann. Das System ist in vier Produktvarianten erhältlich, die die wesentlichen Größen einer klassischen Wetterstation abdecken. Sie umfassen Temperatur-, Luftfeuchte- und Bodenfeuchtesensoren. So wissen die Nutzer immer, wie es ihren Pflanzen und der Ernte nicht nur auf dem Feld, sondern auch im Lager oder im Vorkeimungsraum geht – und wie sie Lagerung, Folienmanagement oder Bewässerung optimieren können. „Die Deepfield-Connect-Produktfamilie zeichnet sich zudem durch ihre extrem einfache Installation und Funktionsweise aus. Jeder kann die Systeme selbst in fünf Minuten installieren und nutzen“, sagt Ferhadbegović.Mehr als nur schwarz oder weiß: Sensoren für den Spargeldamm Zusätzlich zum Field Monitoring gibt es auch Spezialsensoren, beispielsweise für den Spargelanbau. Falsches Folienmanagement führt zu schlechterer Qualität und kann Ernteverluste von bis zu 30 Prozent zur Folge haben. Die Deepfield-Connect-Spargelüberwachung minimiert dieses Risiko, indem sie an vier Stellen im Spargeldamm über Sensoren die Temperatur misst. Ein in der App individuell einstellbarer Alarm warnt, bevor es zu heiß oder zu kalt wird – und die feldspezifische Wetterprognose hilft bei der Entscheidung, wann die Folie gewendet wird. Anhand der Temperatursumme lässt sich zudem der optimale Erntebeginn festlegen.Hand in Hand mit dem Wetter: Empfehlungen per App „Einer der großen Risikofaktoren in der Landwirtschaft ist das Wetter“, sagt Ferhadbegović, „Beeinflussen können wir es nicht, aber mit unseren Sensorsystemen und der Deepfield-Connect-App können die Landwirte Hand in Hand mit dem Wetter arbeiten und das Wachstum ihrer Pflanzen optimal unterstützen.“ Pflanzenwachstumsmodelle ausgewählter Kulturen aus der klassischen Landwirtschaft und dem Sonderkulturanbau sind in der Deepfield-Connect-App hinterlegt. Intelligente Algorithmen kombinieren in der Bosch IoT Suite Wetterdaten mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Wachstumsmodelle. So weiß der Nutzer zu jeder Zeit, in welcher Wachstumsphase sich die Pflanzen gerade befinden und erhält in Zukunft auch passende Handlungsempfehlungen für dieses Entwicklungsstadium. „Beispielsweise können wir mit unseren Modellen berechnen, welche Nährstoffe die Pflanze theoretisch bis zum Abschluss eines Entwicklungsstadiums aus dem Boden aufgenommen hat. Zukünftig können wir dann beispielsweise anhand der Wetterprognose eine Empfehlung abgeben, wann man den Dünger am besten ausbringt. Damit wird vermieden, dass der Boden zu trocken ist oder Regen den Dünger gleich wieder auswäscht“, nennt Ferhadbegović einen der Vorteile der Algorithmen. Zudem lassen sich künftig auch die Dokumentationspflichten, beispielsweise zur Düngerausbringung, in der App erledigen.Exakte Prognose: die richtigen Daten vom richtigen Ort „Das Internet der Dinge (IoT) bietet großes Potenzial für die Landwirtschaft. Bosch kann dabei auf seine umfassende Expertise in den Bereichen Software, Sensorik und Services zurückgreifen“, sagt Ferhadbegović und ergänzt: „Je besser die Datenlage, desto besser auch die Ergebnisse der Algorithmen und der künstlichen Intelligenz.“ Auch ohne die Deepfield-Connect-Sensoren kann jeder die für das jeweilige Feld berechneten Wetterdaten in der App kostenlos nutzen. Sie basieren unter anderem auf den Daten unabhängiger Wetterdienste und -stationen. Um noch bessere Daten – und dann auch feiner abgestimmte Empfehlungen – zu erhalten, können die passenden Sensoren direkt in der App bestellt werden. „Dann fließen die exakten Werte des eigenen Feldes in die Berechnungen ein. Gerade Frost oder Bodenfeuchte treten lokal unterschiedlich stark auf und lassen sich über die allgemeinen Wetterdaten nie ganz exakt berechnen. Verwendet der Landwirt einen Tunnel, ist eine zuverlässige Berechnung aus externen Quellen sowieso nicht möglich“, erklärt Ferhadbegović.Optimale Milchqualität: den Milchtank per App im Blick Das jüngste Mitglied der Produktfamilie ist die Deepfield-Connect-Milchüberwachung: Der Sensor misst die Temperatur direkt in der Milch und erfasst weitere Messdaten rund um die Funktionalität des Milchtanks. Die Daten werden auf das Smartphone übertragen und ein Alarm warnt den Milcherzeuger oder Tankwagenfahrer bei kritischen Abweichungen. „Beispielsweise kann die Kühlung exakt auf die Vorgaben der Molkerei abgestimmt und damit Energie gespart werden“, sagt Ferhadbegović. Die Installation erfolgt ebenfalls nach dem „Plug-and-Play“-Prinzip: Die Sensorkette wird im Milchtank versenkt, die Senderbox und die Warnlampe am Rührwerk bzw. Tank befestigt. Die Lebensmittelsicherheit wurde von unabhängigen Stellen wie dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA bestätigt.„Farm #LikeABosch“: alles für den Landwirt in einer App Ferhadbegović und sein Team denken schon weiter: Beispielsweise soll es Schnittstellen für Industriepartner geben, sodass möglichst viele für den Landwirt wichtigen Themen an einem Ort gebündelt werden können. „Wir denken an Schnittstellen für Steuerungssysteme wie für die Bewässerung, aber auch für Lieferanten. Auch sollen weitere Spezial-Sensoren zum Beispiel zur Erfassung des Blattdrucks sowie der schon verfügbare Sensor für den Spargeldamm modular angebunden werden. Bosch Software Innovations steht mit seinen Lösungen für die digitale Landwirtschaft in der Tradition von Robert Bosch: Der Firmengründer hat selbst in den 1920er Jahren Landwirtschaft betrieben. Den Hof in Mooseurach bei München gibt es heute noch. „Dieses Erbe führen wir fort: Wir unterstützen Landwirte in ihrem arbeitsintensiven Arbeitsalltag mit intelligenten Lösungen, effizienter und ressourcenschonender zu arbeiten und gleichzeitigeine höhere Qualität zu erreichen – eben ‚Farm #LikeABosch‘“, sagt Ferhadbegović. Alle Informationen zu den Produkten und zur App unter www.deepfield-connect.com