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Pressemeldung #Wirtschaft

Bosch macht Mitarbeitende fit für Industrie 4.0

Neue Ausbildungsstätte für Industrie 4.0

Umfassendes Fortbildungsprogramm für Bosch-Mitarbeitende und Interessenten anderer Unternehmen

  • Bundesweit erste Industrie-4.0-Weiterbildung für Facharbeiter konzipiert
  • Bosch-Azubis übernehmen Rolle als Industrie-4.0-Botschafter in Schulen
  • Bosch-Werke schulen und qualifizieren Mitarbeiter für Industrie 4.0
  • Dritte Industrie-4.0-Lernreise für Unternehmen startet im September 2021
Dennis Christmann

Dennis Christmann >

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Stuttgart – Bosch zählt zu den Industrie-4.0-Pionieren und treibt die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern voran. Der Bedarf ist da: Bei Industrie 4.0 wird die industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt, Arbeitsweisen und -bedingungen ändern sich. Neue Qualifikationen sind gefragt: Wissen über Automatisierung, Sensorik, die vernetzte Produktion. Um Mitarbeiter bestmöglich auf den digitalen Wandel in der Fertigung vorzubereiten und zu schulen, hat das Unternehmen zahlreiche Initiativen und Programme gestartet.

Digital Transformation Manager: Industrie 4.0 im Unternehmen gestalten

Mit Beginn des Ausbildungsjahres 2021/2022 bieten die Industrie- und Handelskammer Würzburg und Bosch Rexroth einen neuen Industrie-4.0-Lehrgang an: Teilnehmende des Kurses lernen, die Digitalisierung in den Bereichen Logistik, Produktion sowie Instandhaltung voranzutreiben und umzusetzen. Sie erkennen das Industrie-4.0-Potential im eigenem Unternehmen und entwickeln Lösungen. In vier Modulen wird Wissen vermittelt zu Smart Factory, vernetzten Geschäftsmodellen und moderner Arbeitsorganisation. Die Zielgruppe des Lehrgangs sind Projektleiter, Produktmanager und Administratoren.

Geprüfte Meister – Vernetzte Industrie: Lehrgang für technische Fachkräfte

Die von IHK und Partnern aus der Industrie wie Bosch Rexroth konzipierte Weiterbildung richtet sich an Facharbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung, technische Fachkräfte und angehende Führungskräfte. Die Teilnehmer lernen, vernetzte und digitale Produktionsprozesse zu planen und umzusetzen. Neben technischer Expertise wird die Sozialkompetenz geschult, um Mitarbeiter anzuleiten und zu führen. Die Fortbildung wird seit 2020 von verschiedenen IHKs angeboten. Insgesamt sind rund 1 200 Unterrichtsstunden zu absolvieren.

Fachkraft für Industrie 4.0: Weiterbildungsangebot speziell für Facharbeiter

Bosch hat gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Praxis den Lehrgang zur „Fachkraft für Industrie 4.0 (IHK)“ entwickelt und pilotiert. Es ist bundesweit der erste IHK-Lehrgang, der sich direkt an Facharbeiter richtet und diese für die Anforderungen in der vernetzten Fertigung qualifiziert. Der Kurs besteht aus fünf Modulen mit einem Umfang von 104 Stunden. Theorie und Praxis sind gleich gewichtet. Seit 2019 bieten verschiedene IHKs deutschlandweit Kurse an.

Bosch-Azubis als Industrie-4.0-Botschafter

Im Rahmen der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“ engagieren sich mehr als 500 Bosch-Azubis in über 300 Bildungskooperationen. Gemeinsam mit den Ausbildern entwickeln die Auszubildenden in Projekten Lerninhalte, um Schülern die Welt der Digitalisierung und Vernetzung näherzubringen. Am Standort in Homburg werden beispielsweise junge Azubis als Industrie-4.0-Botschafter eingesetzt und vermitteln mit Unterstützung ihrer Ausbilder grundlegendes Digitalwissen an acht Partnerschulen. Auf diese Weise bekommen Schüler einen praktischen Einblick in die Welt der vernetzten Fertigung und ihre verschiedenen Berufsbilder.

Bosch-Werke bilden Mitarbeiter für Industrie 4.0 aus

An den Produktionsstandorten von Bosch werden Mitarbeiter für die Herausforderungen in der vernetzten Fertigung ausgebildet und geschult. Das Industrie-4.0-Leitwerk in Blaichach im Allgäu hat unterschiedliche Qualifizierungsangebote im Programm. In Schulungsvideos und Tagesseminaren werden der Umgang mit neuen Systemen und Methoden der Teamarbeit und Führungsverantwortung vermittelt. Auch neue Jobprofile werden im Werk angeboten. So kümmert sich beispielsweise der Data Scientist um Aufbereitung und Analyse von Daten und entwickelt Algorithmen für das maschinelle Lernen.

Bosch Rexroth Akademie bietet praxisnahes Wissen

Als führender Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnik wendet Bosch Rexroth Industrie 4.0 in den eigenen Werken an. Das Wissen gibt die Bosch Rexroth Drive & Control Academy an Techniker, Ingenieure, Lehrer und Ausbilder weiter. Dazu bietet die Akademie ein breites Spektrum an Grundlagenschulungen und Produkttrainings. Die Teilnehmer erlernen wichtige Kompetenzen: Wie lässt sich die Produktion schrittweise ins Industrie-4.0-Zeitalter überführen? Welche Daten bringen welchen Nutzen, und wie lassen sich diese erfassen, sammeln und auswerten? Welche Möglichkeiten bietet Industrie 4.0, um Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern? Mit Seminaren und Trainings ermöglicht die Akademie eine zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung sowie die Qualifizierung technischer Fachkräfte. Im September 2021 eröffnet die Akademie im neuen Kunden- und Innovationszentrum von Bosch Rexroth in Ulm einen weiteren Standort.

Best-Practices für Unternehmen: Zweijährige Industrie-4.0-Lernreise

Der Startschuss zur dritten Industrie-4.0-Lernreise unter der Schirmherrschaft von Bosch und Fraunhofer IPA fällt im September 2021. In 12 zweitägigen Events geben Industrie-4.0-Experten Vertretern interessierter Unternehmen detaillierte Einblicke in aktuelle Projekte. Im Fokus der Lernreise stehen technische Lösungen und deren Umsetzung, die Weiterbildung für Mitarbeiter und der konkrete Nutzen für Kunden. Begleitend finden Workshops statt, in denen Teilnehmer Anwendungsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen erarbeiten. Die Teilnahme an Veranstaltungen ist live vor Ort in den Fabriken möglich oder digital über das Streamingangebot mit allen Vorträgen.

Bosch-Innovationscenter für Industrie 4.0 in China

Als global agierendes Unternehmen engagiert sich Bosch weltweit bei Aus- und Weiterbildung. In Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas, hat Bosch Rexroth 2017 sein erstes Innovationscenter für Industrie 4.0 in China eröffnet. Auf einer Fläche von 3 500 Quadratmetern können bis zu 200 Interessenten gleichzeitig ihr Wissen vertiefen. Das Innovationscenter von Bosch Rexroth bietet Kurse für Fertigung und Logistik sowie Industrie 4.0. Teilnehmer können aus 20 verschiedenen Trainingsangeboten wählen. Dazu zählen Produktions- und Qualitätsmanagement, die Planung des Materialflusses und der Lieferantenwertströme. Das Innovationcenter setzt auf eine praxisnahe Ausbildung: vor Ort lässt sich an vernetzten Fertigungslinien arbeiten.

Qualifizierung von Industrie-4.0-Fachkräften in Singapur

Mit dem Institute of Technical Education in Singapur pflegt Bosch eine Partnerschaft, der ein länderübergreifendes Austauschprogramm für Studierende im Bereich Maschinenbau und Mechatronik zugrunde liegt. Darüber hinaus hat Bosch Rexroth gemeinsam mit der Regierung von Singapur und weiteren Partnern das Bosch Rexroth Regional Training Center im Jurong Innovation District in Singapur eröffnet. Auf 350 Quadratmetern wird ein standardisiertes Industrie-4.0-Programm angeboten. Dazu zählt der Lehrgang zur „Fachkraft für Industrie 4.0“.

Industrie-4.0-Experten von Bosch stehen beratend zur Seite

Bosch unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung und Vernetzung von Produktion und Logistik: von der strategischen Ausrichtung über die Planung der richtigen Lösungen bis hin zu deren Umsetzung. Experten von Bosch Industry Consulting stehen beratend zur Seite. Dabei greifen sie auf umfassendes Know-how in Lean Management zurück. Kunden profitieren so von der Erfahrung aus rund 240 Bosch-Werken und über 700 Logistikzentren weltweit.

Journalistenkontakte:

Dennis Christmann,
Telefon: +49 711 811-58178
Twitter: @BoschPresse
Simon Schmitt,
Telefon: +49 711 811- 6478
Twitter: @5imonSchmitt

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 395 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2020). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 71,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Mit ihren weltweit mehr als 400 Standorten ist die Bosch-Gruppe seit Frühjahr 2020 CO₂-neutral. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 73 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 129 Standorten, davon etwa 34 000 Software-Entwickler.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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