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Mit Medizintechnik wachsen: Bosch und Randox investieren stark in Vivalytic-Anal ...

10.04.2024

Pressemeldung

Wirtschaft

Mit Medizintechnik wachsen: Bosch und Randox investieren stark in Vivalytic-Anal ...

Crumlin, Nordirland / Gerlingen und Waiblingen, Deutschland – Bei vielen Erkrankungen kommt es auf jede Minute an: Ob nur eine einfache Erkältung vorliegt, eine Grippe oder gar eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung, das kann zumeist nur durch eine oftmals zeitintensive und teure Labordiagnostik bestimmt werden. Mit seiner Vivalytic-Analyseplattform hat sich Bosch zum Ziel gesetzt, schnelle und hochpräzise Diagnostik am Point-of-Care zugänglich zu machen – und will bis 2030 mit Molekulardiagnostik zu einem führenden Anbieter im Markt werden. Hierfür hat Bosch jetzt eine strategische Partnerschaft mit Randox Laboratories Ltd., einem führenden Diagnostik- und Medizintechnikunternehmen, geschlossen. Beide Unternehmen investieren rund 150 Millionen Euro in gemeinsame Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten für neue Tests für die Vivalytic-Analyseplattform von Bosch Healthcare Solutions. Ein Ziel ist dabei die Entwicklung eines In-vitro-Diagnostik-Tests 1 für Sepsis, der erstmals auf Basis der hochinnovativen und neuartigen BioMEMS-Technologie umgesetzt werden soll.Bosch hat die Medizintechnik als ein strategisches Wachstumsfeld definiert. Die Point-of-Care Molekulardiagnostik wird als zukünftiger Milliardenmarkt eingeschätzt. Bosch strebt hier mit seiner Vivalytic-Analyseplattform eine führende Marktposition an. „Mit Spitzentechnologie aus unseren eigenen Laboren und unserer eigenen Fertigung wollen wir langfristig gemeinsam mit Partnern im Bereich Präzisionsdiagnostik wachsen“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch. „Die Medizintechnik profitiert dabei ganz besonders von unserer diversen Aufstellung, den Kompetenzen und Vorleistungen aus Automatisierung, Miniaturisierung, Molekulardiagnostik sowie von unseren Erfahrungen der Mikrochip-Entwicklung und -Fertigung“, ergänzt Hartung. „Wir investieren langfristig in ein spannendes Hochtechnologie-Wachstumsfeld und entwickeln dieses kontinuierlich mit Partnern weiter. Mit ‚Technik fürs Leben‘ entlasten wir das medizinische Fachpersonal und helfen, Erkrankungen schneller zu diagnostizieren und zu behandeln.“ Mit Spitzentechnologie aus unseren eigenen Laboren und unserer eigenen Fertigung wollen wir langfristig gemeinsam mit Partnern im Bereich Präzisionsdiagnostik wachsen....Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Gemeinsames Wachstum: dezentrale Diagnostik am Point-of-Care Bosch Healthcare Solutions und Randox bündeln jetzt ihre Kräfte und streben so eine schnellere Entwicklung und Markteinführung neuer Tests für die Vivalytic-Plattform sowie zugleich auch eine Stärkung der Vertriebswege an. Die Partnerschaft ist auf mehr als zehn Jahre ausgerichtet. Bis 2030 setzen sich beide Unternehmen Umsätze mit Vivalytic im mittleren dreistelligen Millionenbereich als Ziel. „Der globale Trend im Gesundheitswesen geht hin zu dezentraler und personalisierter Diagnostik, die schnelle Interventionen und individuelle Behandlungspläne ermöglicht“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. „Mit unserem Partner Randox wollen wir unser Test-Portfolio für unser Analysegerät Vivalytic weiter ausbauen. Unsere vollautomatisierten, molekulardiagnostischen PCR-Tests schaffen Klarheit direkt am Ort der Probenentnahme, verkürzen Wartezeiten und entlasten das Gesundheitssystem“, so Meier weiter. Der globale Trend im Gesundheitswesen geht hin zu dezentraler und personalisierter Diagnostik, die schnelle Interventionen und individuelle Behandlungspläne ermöglicht.... Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH Beide Partner ergänzen sich gut: Bosch bringt seine bereichsübergreifende Technologie- und Fertigungskompetenz in der Molekulardiagnostik, Mikrochip-Entwicklung und -Fertigung sowie Miniaturisierung ein. Die universelle Vivalytic-Plattform für Molekulardiagnostik wurde in über zehn Jahren in der Bosch Forschung entwickelt und von Bosch Healthcare Solutions zur Marktreife gebracht. Randox verfügt über 40 Jahre Erfahrung im Design und in der Entwicklung von hochsensitiven In-vitro-Tests, die auf einer Vielzahl von Technologien, einschließlich mikrofluidischer Plattformen, durchgeführt werden. In Verbindung mit der umfassenden Marktkenntnis, dem weltweiten Verkauf und dem Vertriebsnetz ergeben sich erhebliche Wachstumschancen. „Randox hat sich immer für die Verbesserung der Gesundheit weltweit eingesetzt und sieht die Notwendigkeit, in Forschungs- und Entwicklungsinitiativen zu investieren, die die klinische Entscheidungsfindung in einer Vielzahl von Krankheitsbereichen unterstützen werden. Die Diagnostik ist seit jeher ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens, und die Verbindung von Wissenschaft und Technologie passt perfekt in einen Bereich mit hohem Wirkungspotenzial, insbesondere in einem von Druck geprägten Umfeld“, sagt Dr. Peter Fitzgerald, Geschäftsführer von Randox Laboratories Ltd. Bosch Healthcare Solutions und Randox haben bereits während der Coronapandemie zusammengearbeitet. Im Frühjahr 2020 hatte Bosch einen der weltweit ersten vollautomatisierten PCR-Tests für das Coronavirus SARS-CoV-2 auf den Markt gebracht. Der Schnelltest zur Anwendung in Arztpraxen, Altersheimen, Teststationen und Krankenhäuser wurde innerhalb weniger Wochen zusammen mit Randox für das Analysegerät Vivalytic umgesetzt. Entwicklungsziel: Sepsis-Test auf Basis von BioMEMS-Technologie Ein Schwerpunkt der Entwicklungspartnerschaft mit Randox liegt auf der Umsetzung eines Hochmultiplex 2 -Tests für Sepsis auf der Vivalytic- Analyseplattform. Die auch als „Blutvergiftung“ bekannte und potenziell lebensbedrohliche Komplikation 3 , welche bei verschiedensten Infektionskrankheiten entstehen kann, ist ein medizinischer Notfall mit Multiorganversagen, der umgehend ärztlich behandelt werden muss. Der Sepsis-Test soll dabei erstmals auf Basis der hochinnovativen und neuartigen BioMEMS-Technologie umgesetzt werden, die Entwicklerteams aus der Bosch Forschung in Renningen sowie von Bosch Healthcare Solutions in Waiblingen entwickelt haben. „Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, unsere Testkartuschen für die Vivalytic-Plattform um die Funktionen eines mikrosystemtechnischen leistungsstarken Silizium-Chips zu erweitern. Dabei kombinieren wir das einzigartige Know-how von Bosch in den Bereichen MEMS-Chips, Molekulardiagnostik und Mikrofluidik“, sagt Marc Meier. „Die klinischen Ergebnisse bei Sepsis hängen von einer rechtzeitigen Diagnose und einer angemessenen frühen therapeutischen Intervention ab. Die derzeitigen Methoden der Sepsis-Diagnose sind nicht ausreichend und zeitaufwändig. Mit über zehn Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Infektionsdiagnostik wollen wir einen hochmodernen Sepsis-Test entwickeln, der die hochmultiplexe BioMEMS-Technologie nutzt. Ein solcher Test könnte die Sepsis-Diagnose revolutionieren und letztlich zu besseren Behandlungsergebnissen und einer geringeren Sterblichkeitsrate bei dieser lebensbedrohlichen Erkrankung führen“, sagt Dr. Peter Fitzgerald. Noch kleiner und schneller: Mit BioMEMS von Mikrofluidik zur Nanofluidik Mit dem leistungsfähigen BioMEMS-Chip wird die Vivalytic-Testkartusche um ein weiteres innovatives Analyseverfahren ergänzt und ermöglicht das gleichzeitige und deutlich schnellere Testen auf eine große Zahl unterschiedlicher Krankheitserreger. BioMEMS bedeutet die Zusammenführung von mikroelektromechanischen Systemen (sog. MEMS) mit Mikrofluidik für Anwendungen im medizintechnischen Bereich. In der Mikrofluidik werden sehr geringe Flüssigkeitsmengen im Mikroliter-Bereich auf kleinstem Raum prozessiert. Durch Miniaturisierung können in Echtzeit parallelisiert qualitative biochemische Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) auf einem BioMEMS-Chip ablaufen. „Im Vergleich zu bisherigen PCR-Reaktionen werden die Volumina von Flüssigkeiten um den Faktor 1 000 in den Nanoliter-Bereich reduziert. Die Analyse von Flüssigkeiten wird einem kleinen Mikrochip überlassen“, erklärt Marc Meier. Mit der neuen BioMEMS-Technologie ist der Nachweis von bis zu 250 genetischen Merkmalen 4 (z.B. Erreger) in einer Kartusche vollautomatisiert in teils weniger als 15 Minuten möglich. Die Testkartusche ist sozusagen ein hochkomplexes Labor in Smartphonegröße. Ein weiterer Vorteil von BioMEMS ist zukünftig die einfachere und schnellere Anpassung neuer Tests oder respektive bestehender Tests auf dem Chip. So können zum Beispiel auch bestehende Tests einfach um weitere Merkmale erweitert werden. „Die BioMEMS-Technologie ebnet uns den Weg in die Nanofluidik. Ein Erreger wird dabei in einem Reaktionsgefäß mit der Dicke eines Haares untersucht“, sagt Meier. Hierfür will Bosch auf einem MEMS-Chip noch mehr Kapazitäten schaffen und diesen um sogenannte Nanokavitäten erweitern. Nanokavitäten sind sehr kleine Hohlräume auf einem Chip, wodurch noch mehr biochemische Prozesse parallel ablaufen können. Mit zunehmender Miniaturisierung hat die Technologie langfristig das Potential, auch in der Onkologie eingesetzt zu werden. Die BioMEMS-Chips sollen im Bosch Halbleiterwerk in Reutlingen gefertigt werden, wobei die Bio-Integration und der Kartuschenaufbau in Waiblingen bei Bosch Healthcare Solutions erfolgen wird. Die BioMEMS-Technologie ebnet uns den Weg in die Nanofluidik. Ein Erreger wird dabei in einem Reaktionsgefäß mit der Dicke eines Haares untersucht. ...Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH Vivalytic-Plattform: Einfache Anwendung am Ort der Probenentnahme Die Vorteile von PCR-Schnelltests, die mit der Vivalytic-Plattform von Bosch durchgeführt werden, liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Ist die Probe entnommen, wird sie in die Testkartusche gegeben. Anschließend wird die Kartusche, die sämtliche für den jeweiligen Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Auswertung in den Vivalytic-Analyser eingeführt. Die Bedienung erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals. Damit ist eine schnelle und gezielte Diagnostik noch am Ort der Probenentnahme – direkt beim Arzt oder im Krankenhaus – ohne den oftmals langen und zeitintensiven Umweg eines Zentrallabors möglich. Bosch Healthcare Solutions vertreibt bereits unterschiedliche Tests für Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, wie SARS-CoV-2 – etwa als Pooling-Variante und als Lolli-Test – oder einen Test zur Unterscheidung von SARS-CoV-2, RSV-Virus und Influenza. Weiterhin gibt es Tests für Erreger sexuell übertragbarer Infektionen (STI) und MRSA / SA (sog. „Krankenhauskeim“). Voraussichtlich ab Sommer wird das Portfolio mit Tests auf Keuchhusten (Bordetella holmesii, Bordetella parapertussis und Bordetella bronchiseptica), Harnwegsinfektionen (UTI), bakterielle Hirnhautentzündung (bakterielle Meningitis), die zwei häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten (Chlamydia trachomatis; kurz: CT und Neisseria gonorrhoeae; kurz: NG), Pilzerkrankungen (Candida auris) und um drei Tests für Durchfallerkrankungen (Norovirus, Clostridioides difficile, HSP) ergänzt.1 Bei In-vitro-Diagnostik-Tests werden Proben, wie zum Beispiel Blut oder Speichel, aus dem menschlichen Körper entnommen, die analysiert werden. 2 Hochmultiplex-Test bedeutet, dass ein PCR-Test gleichzeitig sehr viele Erreger testen kann. Im Vergleich dazu kann ein Multiplex-Test bis zu 50 Erreger und ein Lowplex / Single-Test bis zu 10 Erreger nachweisen. 3 Mit etwa 50 Millionen Sepsis-Fällen und 11 Millionen Toten pro Jahr ist Sepsis für etwa 20 Prozent aller Todesfälle weltweit verantwortlich. [https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31954465/]. 4 Mit genetischen Merkmalen können Erreger, wie Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, sowie deren Resistenzen auf Medikamente nachgewiesen oder genetische Mutationen von zum Beispiel Tumoren identifiziert werden.Erfahren Sie mehr PCR-Schnelltest auf Candida auris für Vivalytic von Bosch ist verfügbar.

Welt-Asthma-Tag 2021: Laut Bosch-Umfrage wünschen sich Asthma-Patienten mehr dig ...

04.05.2021

Pressemeldung

Wirtschaft

Welt-Asthma-Tag 2021: Laut Bosch-Umfrage wünschen sich Asthma-Patienten mehr dig ...

1. Volkskrankheit Asthma Mit weltweit rund 339 Millionen von Asthma betroffenen Menschen zählt die Atemwegserkrankung laut Global Asthma Network zu einer der häufigsten chronischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge werden bis 2025 weitere 100 Millionen Menschen an Asthma erkranken. In Deutschland alleine befinden sich 3,5 Millionen Menschen wegen Asthma in ärztlicher Behandlung. Das entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent der Bevölkerung. Neben den persönlichen Einschränkungen der Betroffenen ist die wirtschaftliche Belastung bei einer chronischen Erkrankung wie Asthma durch Krankenhausaufenthalte, Arztbesuche und Medikamente sowie Verlust der Arbeitsproduktivität enorm. Bei den 15- bis 69-jährigen Europäern fielen in den Jahren 1999 bis 2002 Gesamtkosten von rund 19,3 Milliarden Euro an. Die Behandlung von Asthmatikern fokussiert sich laut Global Asthma Network auf die Kontrolle der Asthmasymptome und die Vermeidung von Asthmaanfällen. Die Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions unterstützt Asthmatiker mit dem Atemmessgerät Vivatmo me bei der Selbstkontrolle ihrer Erkrankung zu Hause und ermöglicht das frühzeitige Erkennen einer Verschlechterung des Asthmas. Das Heimmessgerät setzt dabei mit der sogenannten FeNO- oder NO-Messung auf eine neue Untersuchungsmethode zur sicheren Selbstbestimmung der Entzündungsaktivität. Die Messwerte können in einer App dokumentiert und mit dem Arzt geteilt werden.2. Asthmatiker wünschen sich digitale Lösungen zur Selbstkontrolle Der Einsatz von digitalen Lösungen im Medizinbereich wird von immer mehr Patienten nachgefragt. Laut einer repräsentativen Civey-Online-Umfrage mit 1 000 Teilnehmern im Auftrag von Bosch Healthcare Solutions würden mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Befragten im Falle einer Asthma-Erkrankung den Krankheitsverlauf mit modernen digitalen Mitteln wie einer App selbst verfolgen wollen. Die Bereitschaft zur Selbstkontrolle ist dabei in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen mit 62 Prozent besonders hoch. Die gleiche Altersgruppe wünscht sich auch durchschnittlich mehr medizinische Messgeräte für zu Hause als andere Altersgruppen. 3. FeNO- oder NO-Messung als neue Methode des Therapie-Monitorings Eine neue Methode des Therapie-Monitorings bei Asthma ist die sogenannte FeNO- oder NO-Messung. Dabei misst der Patient über ein Gerät einen relevanten Entzündungsmarker der Lunge in der Atemluft. Durch die entzündlichen Prozesse bei Asthma entsteht in der Schleimhaut der Atemwege Stickstoffmonoxid (NO). Dies kann als fraktioniertes exhaliertes NO (FeNO) im Atem quantitativ bestimmt werden. Je höher der NO-Gehalt, desto stärker die Entzündung. Bei gesunden Erwachsenen liegt der FeNO-Wert üblicherweise unter 25 ppb (parts per billion). Ein FeNO-Wert über 50 ppb weist auf ein akutes allergisches Entzündungsgeschehen in der Lunge hin: „Wir messen den FeNO-Wert in der Praxis seitdem die ersten Messgeräte auf dem Markt erschienen sind und haben damit sehr gute Erfahrungen bei Patienten mit allergischem Asthma gemacht. Das eigenständige Überprüfen erhöht dabei die Therapietreue und ist auch für die Patienten-Arzt-Kommunikation förderlich“, erklärt Dr. Michael Barczok, Lungenfacharzt und Mitbegründer des Lungenzentrums Ulm. Mit Hilfe des Messgerätes Vivatmo me von Bosch Healthcare Solutions können Asthmatiker die NO-Messung jederzeit zuhause oder auch unterwegs vornehmen. Es ist das weltweit erste FeNO-Messgerät für Zuhause. 4. FeNO- oder NO-Messung als Untersuchungsmethode bei Asthmaerkrankungen relativ unbekannt Die NO-Messung ist eine für Patienten nicht belastende Atemmessung, die zudem einfach durchzuführen ist. Sie wird gesetzlich Versicherten in Deutschland als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Arztpraxen angeboten. Auch in der aktuellen Nationalen Versorgungsleitlinie wird die Bestimmung von Stickstoffmonoxid im Atemexhalat (FeNO) als Bestandteil der initialen Asthma-Diagnostik genannt und es werden wiederholte Messungen empfohlen. Dieser Asthmakontrollansatz ist vielen Patienten häufig jedoch nicht bekannt: Nur bei knapp 20 Prozent jener Menschen, die sich intensiv mit dem Thema Asthma beschäftigen, wurde die FeNO-Messung laut Bosch-Umfrage schon einmal wissentlich durchgeführt. Bei der Hälfte (49 Prozent) der Befragten kam die NO- oder FeNO-Messung beim Arzt noch nie zum Einsatz. 31 Prozent der Befragten machten keine Angabe dazu oder gaben an, sie nicht zu kennen. 5. Positiver Einfluss auf den Krankheitsverlauf durch engmaschige Therapie Laut Bosch-Umfrage fühlt sich die Hälfte aller Befragten medizinisch gut betreut und schätzt den persönlichen Kontakt mit dem Arzt. Vivatmo me unterstützt die Patienten-Arzt-Kommunikation, indem die Messwerte in der passenden Asthma-Tagebuch-App digital verwaltet und bei Bedarf mit dem Arzt geteilt werden können. Die App wurde bereits für seine Nutzerfreundlichkeit mit dem PneumoDigital Siegel ausgezeichnet. „Über die eigenständige Kontrolle der Messwerte mit Vivatmo me können Asthmatiker selbstbestimmt Kontrolle über ihre Erkrankung zurückgewinnen und den ‚unsichtbaren Feind‘, also die Entzündung in der Lunge, besser fassbar machen. Das ist für viele Asthmatiker ein wichtiger Punkt, um mit ihrer Erkrankung besser fertig zu werden und sie in den Griff zu bekommen“, sagt Dr. Michael Barczok über seine Erfahrungen mit Vivatmo me und den digitalen Therapieansatz. Eine engmaschige Kontrolle der Entzündungswerte über eine FeNO-Messung hat auch bei Schwangeren einen positiven Einfluss auf eine potenzielle Asthma-Erkrankung bei deren Kindern. Einer australischen Studie zufolge konnte eine ärztliche Asthma-Diagnose bei diesen Kindern bis ins Vorschulalter um fast 50 Prozent reduziert werden. 6. Fast 40 Prozent der Befragten haben Vorbehalte gegenüber Kortison Laut Nationaler Asthma Versorgungsleitlinie erfolgt die Behandlung von Asthma bei Erwachsenen gemäß Stufenschema, wobei inhalative Corticosteroide (ICS) Bestandteil aller fünf Stufen sind. Fast 40 Prozent der Befragten der Umfrage im Auftrag von Bosch haben Vorbehalte gegenüber Kortison in der Asthma-Therapie geäußert. Diese Bedenken wachsen dabei mit zunehmendem Alter. Vivatmo me gibt den Patienten Transparenz über ihren Krankheitsverlauf. Verschlechterungen werden frühzeitig erkannt und können rechtzeitig behandelt werden. „Die Schlacht gegen Asthma wird nicht mit Betamimetika und Kortison-Tabletten gewonnen. Ich halte es für zielführender, früh einzugreifen und durch eine kontinuierlich und engmaschig kontrollierte Therapie überhaupt zu verhindern, dass es beim Patienten zu schlimmen Beschwerden kommt“, fasst Dr. Barczok die Vorteile einer engmaschigen Kontrolle zusammen. 7. Vivatmo me in Deutschland und Österreich erhältlich Vivatmo me ist seit März 2020 in Deutschland und Österreich erhältlich. Als nächster Schritt ist die Zulassung in weiteren Märkten wie den USA geplant. Bei der Entwicklung des Vivatmo-Systems konnte auf die Erfahrungen und Kernkompetenzen der Bosch-Gruppe aus den Bereichen der Sensor- und Mikrosystemtechnologie, Miniaturisierung, Algorithmen-Entwicklung, intelligenten Vernetzung sowie der Fertigung hochpräziser, komplexer Produkte in Bosch-Qualität zurückgegriffen werden.

Bosch Hämoglobin Monitor: Anämien ohne Blutuntersuchung frühzeitig erkennen

11.01.2021

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch Hämoglobin Monitor: Anämien ohne Blutuntersuchung frühzeitig erkennen

Bengaluru, Indien / Waiblingen, Deutschland – Schätzungen der WHO zufolge leiden 1,6 Milliarden Menschen unter einer Anämie. Das bedeutet, sie haben eine verminderte Hämoglobin-Konzentration im Blut, was auch als Blutarmut bezeichnet wird. Die WHO hat daher die Bekämpfung von Anämie als eines der wichtigen Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2025 definiert. Besonders für Regionen, in denen der Zugang zur medizinischen Versorgung eher schwierig ist, hat Bosch ein tragbares Hämoglobin-Messgerät entwickelt. Mit dieser Lösung können sehr viele Menschen schnell, sicher und nicht-invasiv auf eine Anämie untersucht werden. Das System hat einen CES Innovation Award Honoree in der Kategorie „Gesundheit und Wellness“ erhalten. „Bosch hat den nicht-invasiven Hämoglobin-Monitor als innovative Lösung und als Alternative zu den traditionellen Methoden der Anämie-Früherkennung und -Behandlung entwickelt, um Menschen dort bessere Diagnosemöglichkeiten anzubieten, wo die medizinische Versorgung schwierig ist. Das Erkennen von Anämien wird dabei insbesondere am Point-of-Care und nahe am Patienten durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz revolutioniert“, erklärt Dattatri Salagame, Präsident und Managing Director von Robert Bosch Engineering and Business Solutions Private Limited (RBEI). Bosch hat den nicht-invasiven Hämoglobin-Monitor als innovative Lösung und als Alternative zu den traditionellen Methoden der Anämie-Früherkennung und -Behandlung entwickelt, um Menschen dort bessere Diagnosemöglichkeiten anzubieten, wo die medizinische Versorgung schwierig ist. Das Erkennen von Anämien wird dabei insbesondere am Point-of-Care und nahe am Patienten durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz revolutioniert....Dattatri Salagame, Präsident und Managing Director von Robert Bosch Engineering and Business Solutions Private Limited (RBEI) Hämoglobin ist ein Protein der roten Blutkörperchen und hat die wichtige Aufgabe, den Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut sicherzustellen. Sind die Hämoglobin-Werte zu niedrig, kann es neben Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Blässe auch zu ernsten Erkrankungen kommen. Betroffen sind insbesondere Frauen und Schwangere, aber auch Menschen mit einer Mangelernährung oder Krebs-Patienten während einer Chemotherapie. Diese Personengruppen sollten ihre Hämoglobin-Werte regelmäßig überprüfen. Mit KI in 30 Sekunden Hämoglobin-Wert nicht-invasiv messen Die intelligente Lösung von Bosch kann direkt am Untersuchungsort eingesetzt werden – und das völlig schmerzfrei ohne Blutabnahme, da der Wert über einen Fingerscanner per Multi-Wellenlängen-Spektrophotometrie auf der Hautoberfläche ermittelt wird: Das System misst mit einem optischen Sensor präzise und zuverlässig die Photoplethysmogramm-Signale. Photoplethysmografie, oder kurz PPG, ist eine optische Technik, um Volumenänderungen im peripheren Blutkreislauf nachzuweisen. Das Gerät kann selbst bei niedriger Hämoglobin-Konzentration innerhalb von 30 Sekunden ein zuverlässiges Ergebnis ermitteln. Dabei kommt maschinelles Lernen zum Einsatz: Der Algorithmus des Geräts überwacht die Wellenlänge des Lichts und nutzt 27 verschiedene Charakteristika, um den Hämoglobin-Wert zu ermitteln und zu klassifizieren. Der Algorithmus wurde mit mehr als 10.000 Anämie-Testdaten angelernt. Diese klinischen Daten bilden zusammen mit Daten aus dem Feldvergleich (sog. Ground-truth-Daten) die Basis des Algorithmus für maschinelles Lernen. Je mehr validierte Datensätze dem kontinuierlich lernenden Algorithmus zur Verfügung gestellt werden, desto höher ist die Präzision der Ergebnisse. Ergebnisse ohne Labor und ohne Infektionsgefahr Eine Laboruntersuchung ist nicht nötig und es besteht keine Infektionsgefahr durch verunreinigte Nadeln. Die Personen erhalten vor Ort schnell und kostengünstig ihr Testergebnis. Das batteriebetriebene Gerät muss nach der Auslieferung nicht mehr kalibriert werden und ist äußerst einfach in der Handhabung. Es eignet sich für den Einsatz durch medizinisches Fachpersonal in der Peripherie und in entlegenen Regionen. Ein ortsbezogenes Reporting sorgt für eine einfache klinische Nachverfolgbarkeit. Organisationen, die mehrere Geräte betreiben, können mittels grafischer Auswertungen, Rückschlüsse für bestimmte Regionen ableiten. Patientendaten bleiben dabei anonymisiert. Das Gerät soll voraussichtlich bis Mitte 2021 zunächst in Indien auf den Markt kommen.

Bosch Corona-Schnelltest liefert Ergebnis bei positiven Proben in weniger als 30 ...

18.12.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch Corona-Schnelltest liefert Ergebnis bei positiven Proben in weniger als 30 ...

Stuttgart – Eine weiterentwickelte Software für das Analysegerät Vivalytic macht es möglich: Der Bosch Corona-Schnelltest auf Basis der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) liefert jetzt ein noch schnelleres Ergebnis. Dahinter stecken optimierte Auswertungsstrategien. Damit erkennt das Vivalytic-Analysegerät eine positive Probe aufgrund hoher Virenlast bereits in unter 30 Minuten am Ort der Probenentnahme. „Bei der Eindämmung der Corona-Pandemie zählt vor allem Schnelligkeit. Mit Vivalytic liefern wir Spitzentechnologie für die Medizintechnik. Unsere IT- und Software-Kompetenzen haben geholfen, den Bosch Corona-Test für positive Proben in kurzer Zeit noch schneller zu machen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Diese Weiterentwicklung ist Teil eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Das BMBF stellt insgesamt 4,97 Millionen Euro für die Corona-spezifische Entwicklung zur Verfügung. Ziel ist eine Erweiterung der Nachweismöglichkeiten akuter Infektionen mit dem Coronavirus. Dabei versprechen Tests vor Ort, bei denen die Probe vollautomatisiert mittels PCR analysiert wird, gleichzeitig zuverlässige und schnelle Ergebnisse. Bei der Eindämmung der Corona-Pandemie zählt vor allem Schnelligkeit. Mit Vivalytic liefern wir Spitzentechnologie für die Medizintechnik. Unsere IT- und Software-Kompetenzen haben geholfen, den Bosch Corona-Test für positive Proben in kurzer Zeit noch schneller zu machen....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Die Durchlaufzeit für negative SARS-CoV-2-Proben beträgt weiterhin 39 Minuten. PCR-Tests gelten als Goldstandard. Die Bosch Corona-Schnelltests haben eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent. Sie sind bereits in 26 hauptsächlich europäischen Ländern verfügbar. „Um der großen Nachfrage nachzukommen, haben wir im Dezember zwei neue Produktionslinien an unserem Hauptsitz in Waiblingen in Betrieb genommen“, erzählt Marc Meier, Geschäftsführer von Bosch Healthcare Solutions. „Insgesamt konnten wir dieses Jahr über 80 neue Arbeitsplätze schaffen, die teilweise auch mit Mitarbeitern aus der Mobilitätssparte von Bosch besetzt wurden“, berichtet Marc Meier weiter.Update aus der Cloud-Plattform Vivasuite Das neue Update ist für den SARS-CoV-2 Singleplex Test und den SARS-CoV-2 Pooling Test verfügbar. Dabei können die Vivalytic-Testgeräte einfach und unkompliziert über ein Update aktualisiert werden, das in der Bosch Cloud-Plattform Vivasuite bereitgestellt wird – einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung. Die Cloud-Plattform Vivasuite ist eine Entwicklung von Bosch, mit der Nutzer alle ihre Geräte von Bosch Healthcare Solutions digital verwalten und auf den neuesten Stand bringen können. Dies ist unter anderem für Vivalytic-Geräte im dezentralen Einsatz von Nutzen. Die Plattform wendet dabei höchste Sicherheitsstandards an. Zu jedem Zeitpunkt ist der Datenschutz gewahrt: So gibt es etwa keinen Remote-Zugang zu Vivalytic-Geräten; auch kann nicht auf Patientendaten zugegriffen werden.

Neuer Corona-Schnelltest von Bosch liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten

25.09.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

Neuer Corona-Schnelltest von Bosch liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten

Stuttgart – Bosch hat einen neuen Schnelltest für sein Analysegerät Vivalytic zum Nachweis des SARS-CoV-2-Erregers entwickelt. Damit steht das Testergebnis in 39 Minuten zuverlässig fest – schneller ist weltweit aktuell kein anderer Test auf Basis der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Der neue Schnelltest von Bosch ist unter anderem prädestiniert für den dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren an Autobahn-Raststätten oder Flughäfen. Getestete Personen können unmittelbar am Ort der Probenentnahme ein zuverlässiges Ergebnis erhalten. Der CE-gekennzeichnete Test ist ab sofort in Europa erhältlich und hilft, Quarantäne-Zeiten zu vermeiden, Labore zu entlasten und das Reisen und Arbeiten wieder sicherer zu machen: „Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Damit können wir den Menschen jetzt noch schneller Sicherheit geben“, so Denner weiter. Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen....Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Der neue Bosch PCR-Singleplex-Test wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mir ist wichtig, dass Menschen so schnell wie möglich Klarheit über ihren Gesundheitszustand haben. Wir werden gerade in den nächsten Monaten vor der besonderen Herausforderung stehen, Menschen vermehrt testen zu müssen. Bei dieser komplexen Aufgabe kann das von Bosch mit Unterstützung des BMBF weiterentwickelte Testverfahren eine große Hilfe sein. Die rasante Verbesserung unserer technologischen Möglichkeiten zeigt, zu welchen innovativen Leistungen deutsche Unternehmen gerade in Krisenzeiten fähig sind.“ Der Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent. Er wurde gemeinsam von der Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions und dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen R-Biopharm entwickelt – einem führenden Anbieter hochsensitiver manueller PCR-Tests. PCR-Tests gelten als Goldstandard unter den Testverfahren.Weltneuheit: gleichzeitige Auswertung von fünf Proben Bereits Ende März hatte Bosch nach nur sechs Wochen Entwicklungszeit einen ersten Schnelltest für sein Vivalytic-Analysegerät herausgebracht. Dabei handelt es sich um einen Multiplex-Test, der Proben in zweieinhalb Stunden sowohl auf das SARS-CoV-2-Virus als auch zeitgleich auf neun weitere Atemwegserkrankungen untersucht. Der neue beschleunigte Test ist jetzt ausschließlich auf SARS-CoV-2 ausgerichtet. „Mit unseren unterschiedlichen Corona-Tests und den variablen Auswertungsstrategien ermöglichen wir mit einem Vivalytic-Gerät verschiedene Testszenarien – vom Screening bis hin zur Unterstützung der Differentialdiagnostik bei Krankheiten mit ähnlichen Symptomen“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Und die Entwicklung geht bei Bosch unter Hochdruck weiter: Ab Anfang Oktober 2020 sollen fünf Proben zeitgleich in einer Test-Kartusche und in vergleichbarer Geschwindigkeit ausgewertet werden können – eine Weltneuheit, so das Unternehmen. Damit steigert Bosch die Testkapazitäten auf mehr als 160 Proben pro Tag, die mit einem Vivalytic-Gerät vollautomatisiert verarbeitet werden können. Zudem soll die Durchlaufzeit des SARS-CoV-2 Tests bei positiven Proben mit Hilfe von optimierter Software in den nächsten Wochen weiter verkürzt werden. Vivalytic-Analysegerät: einfache Anwendung am Ort der Probenentnahme Die Vorteile der Bosch-Schnelltests liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Mittels Abstrichtupfer wird eine Probe aus Nase oder Rachen eines Patienten entnommen und in die Test-Kartusche gegeben. Anschließend wird die Test-Kartusche, die bereits sämtliche für den Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Die Bedienung des Vivalytic-Analysegeräts ist anwenderfreundlich gestaltet und erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals. Die Entwicklung des Vivalytic-Systems, bestehend aus Analysegerät und Testkartuschen, ist aus einer langjährigen Zusammenarbeit der Bosch Forschung und Vorausentwicklung mit Bosch Healthcare Solutions entstanden.  Bosch will bis Ende des Jahres die Kapazität für eine Million Tests erreichen. Da die Nachfrage nach dem Analysegerät und den Schnelltests anhaltend hoch ist, arbeitet das Unternehmen mit seinen Lieferanten intensiv daran, die Kapazität maximal auszubauen und die Lieferfähigkeit weiter zu erhöhen. 

CES 2020: Bosch setzt Maßstäbe bei künstlicher Intelligenz

06.01.2020

Pressemeldung

Wirtschaft

CES 2020: Bosch setzt Maßstäbe bei künstlicher Intelligenz

Las Vegas – Egal ob beim automatisierten Fahren, im Smart Home oder in der Produktion: Künstliche Intelligenz (KI) ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bosch setzt KI und das Internet der Dinge (IoT) ein, um das Leben für den Menschen zu erleichtern und so sicher wie möglich zu gestalten. Das Motto des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens lautet hier: „Beneficial AI. Building trust together“. Der Fokus liegt auf robuster und sicherer KI zur Herstellung von smarten Produkten. Wie diese aussehen, zeigt Bosch auf der diesjährigen CES. So feiert auf der weltgrößten Messe für Konsumelektronik der Virtual Visor, eine KI-basierte, digitale Fahrzeugsonnenblende von Bosch Weltpremiere. Das Produkt hat ebenso einen CES® Innovation Award gewonnen wie Boschs 3D-Display fürs Auto.Zu den weiteren KI-Highlights des Unternehmens auf der Messe zählen eine Anwendung für die vorausschauende Wartung der Raumstation ISS, ein System zum Beobachten des Fahrzeuginnenraums sowie eine smarte Plattform für die medizinische Diagnose. „Die Lösungen, die wir auf der CES zeigen, verdeutlichen: Bosch will auch im Bereich der KI zum Innovationsführer werden“, sagt Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle. „Ab 2025 enthält jedes Bosch-Produkt künstliche Intelligenz oder wurde mit ihrer Hilfe entwickelt beziehungsweise produziert.“ Das weltweite Marktvolumen für KI-Anwendungen soll in diesem Zeitraum bei rund 120 Milliarden US-Dollar liegen. Das ist zwölf Mal so viel wie 2018 (Quelle: Tractica ). Ein Potenzial, das Bosch nutzen will: Schon heute investiert das Unternehmen jedes Jahr 3,7 Milliarden Euro in die Software-Entwicklung und beschäftigt derzeit bereits mehr als 30 000 Software-Entwickler. 1 000 Mitarbeiter beschäftigen sich bei Bosch mit KI. Darüber hinaus hat Bosch ein umfangreiches Schulungsprogramm ins Leben gerufen: „Innerhalb der kommenden zwei Jahre werden wir annähernd 20 000 Mitarbeiter fit für KI machen“, erklärt Bolle. „Wir müssen nicht nur in die künstliche, sondern auch in menschliche Intelligenz investieren.“ Das Programm beinhaltet Trainingsformate für Führungskräfte, Entwicklungsingenieure und KI-Entwickler auf drei unterschiedlichen Niveaus und schließt Leitlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit KI ein. Hierfür hat Bosch einen eigenen KI-Kodex erarbeitet, der die Fragen nach KI-Sicherheit und -Ethik aufgreift. Das Unternehmen will damit und mit seinem Know-how Vertrauen schaffen, bei Kunden wie bei Partnern: „Wer sowohl technische als auch ethische Prinzipien verinnerlicht hat, weiß, welchen Stellenwert Datensicherheit und -hoheit haben“, ist Bolle überzeugt. „Vertrauen ist sozusagen die Produktqualität der digitalen Welt.“Kompetenz rettet Leben Eine zentrale Kernkompetenz der Zukunft sieht Bosch in der industriellen Anwendung künstlicher Intelligenz. „Uns geht es mit künstlicher Intelligenz nicht darum, den Menschen zu modellieren, sondern die Technik zum Nutzen des Menschen zu optimieren“, betont Bolle. „Industrielle KI muss daher sicher, robust und erklärbar sein.“ Dabei soll laut Bosch der Mensch stets die Kontrolle behalten, egal ob auf der Straße, zu Hause oder in der Industrie. Dass der Mensch von zuverlässigen Maschinen profitiert, hat das Unternehmen bereits in der Vergangenheit als Pionier in der Entwicklung von lebensrettenden Fahrsicherheitssystemen wie ABS, ESP oder dem Airbag-Steuergerät bewiesen. Mit KI lassen sich auch Fahrerassistenzsysteme noch effizienter und intelligenter machen: Wenn etwa die KI-Kamera von Bosch fürs automatisierte Fahren auch teilweise verdeckte Fußgänger erkennt, kann der automatische Notbremsassistent noch zuverlässiger reagieren. Aus „Technik fürs Leben“ wird bei Bosch lernende Technik fürs Leben.Bosch investiert 100 Millionen Euro in KI-Campus Innovationen bedürfen Investitionen. Neben Aufwendungen für die Software-Entwicklung investiert Bosch weltweit in Köpfe und Kompetenzzentren. So stellt das Unternehmen 100 Millionen Euro für den Bau eines neuen KI-Campus in Tübingen, Deutschland, bereit. Der Bezug des neuen Forschungskomplexes ist für Ende 2022 angedacht. Dieser wird dann rund 700 KI-Experten Raum für den kreativen und produktiven Austausch bieten. Die Experten stammen dabei von Bosch, von externen Start-ups sowie von öffentlichen Forschungseinrichtungen. Der neue Campus soll den Experten-Austausch im Cyber Valley stärken. „Gemeinsam Vertrauen schaffen“ wird hier gelebt werden. Bosch ist Gründungsmitglied des 2016 ins Leben gerufenen Cyber Valley . In dieser Forschungskooperation bündeln Partner aus Industrie, Wissenschaft und Politik die Kräfte, um die KI-Forschung voranzutreiben und Erkenntnisse der Grundlagenforschung rasch in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen. Zudem unterhält Bosch im Rahmen seines Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) weltweit sieben Standorte – unter anderem in den USA in Sunnyvale, Kalifornien, und in Pittsburgh, Pennsylvania. Im BCAI arbeiten derzeit insgesamt rund 250 KI-Spezialisten an mehr als 150 Projekten aus den Bereichen Mobilität, Produktion, Smart Home und Landwirtschaft.Weltneuheit Virtual Visor stammt aus den USA Die kreativen KI-Köpfe bei Bosch entwickeln Produktinnovationen für die Bereiche Mobility, Smart Home oder Industrie 4.0. Die KI-Weltneuheit aus dem Fahrzeugbereich, mit der das Unternehmen in Las Vegas Weltpremiere feiert, stammt aus den USA: Der Virtual Visor ist eine transparente digitale Sonnenblende. Ein durchsichtiges LCD-Display wird mit der Insassenbeobachtungskamera verbunden, die die Position der Augen des Fahrers erkennt. Anhand intelligenter Algorithmen wertet die virtuelle Sonnenblende diese Informationen aus und verdunkelt auf dem Display ausschließlich den Teilbereich, in dem die Sonne den Fahrer blenden würden. Der Virtual Visor hat beim CES® Best of Innovation Award die höchste Punktzahl in seiner Kategorie gewonnen. Gleiches gilt für das neue 3D-Display von Bosch. Es erzeugt mithilfe einer passiven 3D-Technik einen real empfundenen dreidimensionalen Effekt von Bildern und Warnsignalen. Dadurch lassen sich Informationen schneller erfassen als auf herkömmlichen Bildschirmen. Die Verkehrssicherheit steigt. Zusätzliche Sicherheit bietet auch das neue System zur Innenraumbeobachtung von Fahrzeugen. Wenn der Fahrer müde ist oder seinen Blick aufs Smartphone abwendet, erkennt dies das System anhand der Bewegung der Augenlider, der Blickrichtung und der Kopfhaltung – und warnt ihn vor kritischen Situationen. Darüber hinaus erfasst es den Fahrzeuginnenraum und stellt fest, wie viele Fahrgäste sich an Bord befinden, wo und in welcher Position sie sitzen. So können Sicherheitssysteme wie Airbags im Notfall optimal ausgelöst werden. Mit Fahrerassistenzsystemen hat Bosch seinen Umsatz 2019 um zwölf Prozent auf rund zwei Milliarden Euro gesteigert. Sie ebnen den Weg zum automatisierten Fahren. Sind Fahrzeuge in Zukunft auf Teilstrecken wie der Autobahn teilautomatisiert unterwegs, wird die Fahrerbeobachtung zum unverzichtbaren Begleiter: Die Kamera achtet darauf, dass der Fahrer das Steuer jederzeit wieder sicher übernehmen kann. Bis 2022 wird das Unternehmen für das automatisierte Fahren rund vier Milliarden Euro aufwenden und mehr als 5 000 Ingenieure beschäftigen. Um das Portfolio in diesem Bereich sensortechnisch zu vervollständigen, steigt Bosch in die Serienentwicklung von Lidarsensoren ein. Neben Radar und Kamera bilden sie die unabdingbare dritte Sensortechnik. Als Fernbereichslidar erkennt der Bosch-Sensor auch nichtmetallische Objekte in großer Entfernung wie beispielsweise Steine auf der Straße.Bosch-KI kommt im Weltall und in der Medizin zum Einsatz Hoch hinaus will das Unternehmen mit seinem Sensorsystem SoundSee, das bereits Ende 2019 ins All geschickt wurde. Dieses wird vom autonom fliegenden NASA-Roboter Astrobee aus in der Raumstation ISS ungewöhnliche Geräusche herausfiltern, mithilfe von KI-Algorithmen analysieren und signalisieren, wann eine Wartung erforderlich ist. Die Audio-Dateien werden ab Frühjahr 2020 an eine von der NASA spezifizierte Bodenkontrollstation im Bosch-Forschungszentrum Pittsburgh gesendet. SoundSee, das kaum größer als eine Brotdose ist, wurde in den USA zusammen mit Astrobotic im Rahmen einer NASA-Forschungskooperation entwickelt.Ganz erdverbunden aber nicht weniger innovativ zeigt sich Vivalution – eine smarte Plattform, die bei der medizinischen Diagnose unterstützt. Vivalution kann die Proben von Blut und anderen Körperflüssigkeiten mikroskopisch vergrößern und digital abbilden sowie mithilfe von künstlicher Intelligenz analysieren. Es ist in der Lage, Unregelmäßigkeiten in Zellen schnell und präzise zu erkennen und Ärzte bei Auswertung und Diagnose zu unterstützen.Smartglasses Light Drive macht alltägliche Brillen smart Auch jenseits von KI-Anwendungen zeigt Bosch auf der CES zahlreiche Neuheiten. Beispielsweise mit dem Smartglasses Light Drive System , der weltweit ersten sensorbasierten Lösung, die es ermöglicht, eine alltägliche Brille smart zu machen. Sie ist gut ein Drittel schmaler als auf dem Markt befindliche Lösungen und wiegt weniger als zehn Gramm. Die gestochen scharfen Bilder, die selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut erkennbar ins Sichtfeld projiziert werden, reichen von Navigationsinformationen und Textnachrichten über Kalendereinträge bis zu Betriebsanleitungen – je nachdem welche Informationen vom Smartphone oder der Smartwatch empfangen werden. Mit dem Technologieträger IoT Shuttle zeigt Bosch auf der CES, welche Lösungen das Unternehmen Automobilherstellern und Mobility Service Providern für die Elektrifizierung, Automatisierung, Vernetzung und Personalisierung von Shuttlefahrzeugen anbietet. Das Angebot umfasst neben Komponenten nahtlos vernetzte Mobilitätsdienste. Mit diesen können Betreiber ihre Flottenfahrzeuge flexibel einsetzen, verwalten, laden und warten sowie jede Fahrt sicher machen. Auf dem Bosch-Stand zu sehen sind außerdem verbesserte Antriebs- und Sensortechniken für die vernetzte und emissionsfreie Mobilität der Zukunft.Aus der Küche ins ganze Haus: Erweitertes Angebot für das Residential IoT Bosch vergrößert sein Service-Angebot für das Residential IoT, also das Internet der Dinge für den gesamten privaten Wohnbereich. Highlight ist hier die offene Plattform Home Connect, die auf der CES präsentiert wird. Von Mitte 2020 an lassen sich auch Beleuchtung und Beschattung, Entertainment oder Smart Gardening herstellerübergreifend über eine App steuern. Die Zahl der Partnerunternehmen liegt derzeit bei 40 und soll sich mehr als verdoppeln. Damit will Bosch das Leben zu Hause noch komfortabler und effizienter machen.Intelligente Technik schützt das Klima Die Klammer um innovative Produkte bildet das unternehmerische Handeln von Bosch. „Wir wollen ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung in Einklang bringen.“ Ein großes Anliegen ist dabei auch der Klimaschutz. „Bosch entwickelt nicht nur umweltfreundliche Lösungen, sondern geht selbst mit gutem Beispiel voran“, erklärt Bolle. „Bis Ende 2020 werden alle unsere 400 Standorte weltweit klimaneutral gestellt sein und von der Entwicklung über die Produktion bis zur Verwaltung keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen. Für die deutschen Standorte haben wir das bereits realisiert.“ Auch hierfür kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz: An einzelnen Standorten nutzt beispielsweise eine unternehmenseigene Energieplattform intelligente Algorithmen, um Abweichungen im Energieverbrauch zu identifizieren. Allein dadurch konnte in einigen Produktionswerken der CO2-Ausstoß innerhalb der vergangen zwei Jahre um mehr als zehn Prozent gesenkt werden. Hält man sich vor Augen, dass Bosch insgesamt 270 solcher Werke betreibt, lässt sich das enorme Einsparpotenzial erahnen. Bolle: „Und so zeigt der Auftritt auf der CES: Bosch hat mit KI in vielfacher Hinsicht Großes vor.“