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Bosch nimmt ersten eigenen Elektrolyseur mit Hybrion Elektrolyse-Stacks in Betrieb

05.11.2025

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch nimmt ersten eigenen Elektrolyseur mit Hybrion Elektrolyse-Stacks in Betrieb

Stuttgart/Bamberg – „Wasserstoff marsch“ heißt es ab sofort für Bosch: Das Unternehmen nimmt nach dem offiziellen Markteintritt im März zwei Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks (PEM = Protonen-Austausch-Membran) in einem Elektrolyseur am Bosch Standort Bamberg in Betrieb. Mit einer Leistung von 2,5 Megawatt wandelt er Wasser mithilfe von erneuerbarem Strom in Wasserstoff und Sauerstoff um – und erfüllt dabei die EU-Vorgaben für erneuerbaren Wasserstoff. Zugleich beginnt mit der Inbetriebnahme des Elektrolyseurs in Bamberg ein neues Kapitel: Er ist Teil einer ganzen Wasserstofflandschaft, in der unter anderem aufgezeigt wird, wie Wasserstoff produziert, gespeichert und weiterverwendet werden kann. „Wasserstoff spielt eine Schlüsselrolle für eine klimaneutrale Welt, auf die wir uns in Deutschland und Europa gesellschaftlich verständigt haben, und eignet sich hervorragend als Energieträger. Er lässt sich klimaneutral erzeugen, speichern und transportieren – und zwar nahezu überall“, sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Geschäftssektors Mobility. Für Bosch ist und bleibt Wasserstoff ein strategisches Geschäftsfeld. Mit dem offiziellen Start unseres Elektrolyseurs und der Eröffnung der Wasserstofflandschaft hier in Bamberg erreichen wir einen wichtigen Meilenstein....sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Geschäftssektors Mobility. Herzstück des Elektrolyseurs, der vom Unternehmen FEST aus Goslar gebaut wurde, sind zwei in Bamberg gefertigte Bosch Hybrion Elektrolyse-Stacks. Mit 1,25 Megawatt Leistung produziert jeder dieser Stacks rund 23 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde aus Wasser und Strom. Unter Volllast kann der Elektrolyseur damit mehr als einer Tonne Wasserstoff erzeugen – und das pro Tag. Mit dieser Menge schafft es ein elektrisch betriebener 40-Tonnen-Lkw mit einem Fuel Cell Power Module (FCPM, zu Deutsch: Brennstoffzellen-Antriebssystem) von Bosch bis zu 14 000 Kilometer weit. Eben diese FCPM, ausgestattet mit einem Brennstoffzellenstack von Bosch, nimmt man in der Bamberger Wasserstofflandschaft in einem sogenannten Lifetime-Container in Dauerbetrieb, um sie auf ihre Haltbarkeit zu testen. Dafür strömt der Wasserstoff aus dem Elektrolyseur über ein Leitungsnetz in den Container. Der Prozess, der zuvor zur Erzeugung von Wasserstoff in den PEM-Elektrolyse-Stacks stattgefunden hat, wird in den Brennstoffzellen-Stacks der FCPM durch die Zuführung von Wasserstoff und Sauerstoff nun umgekehrt: Es entstehen Wasser und elektrische Energie. Der durch die FCPM erzeugte Strom fließt zurück in den Elektrolyseur, um ihn zu testen und zugleich lokal Wasserstoff zu erzeugen. Die Tests im Lifetime-Container laufen rund um die Uhr und simulieren verschiedenste Einsatzszenarien, um die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Brennstoffzellen-Antriebssysteme zu gewährleisten. Bereits 2023 erfolgte der Serienstart des FCPM im Bosch Werk Stuttgart-Feuerbach. Und erst kürzlich wurde es für den renommierten Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. „Bosch kann Wasserstoff, und das in Serie“, erklärt dazu Thomas Pauer, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Power Solutions. „Wir sind frühzeitig in das Thema eingestiegen, in Vorleistung gegangen und stehen mit marktreifen, technischen Lösungen parat. Dazu gehört auch unser Fuel Cell Power Module. Dass wir damit für den Deutschen Zukunftspreis nominiert wurden, zeigt, dass Bosch hier Spitzentechnologie liefert. Das gilt im Bereich der Brennstoffzelle ebenso wie in der Elektrolyse.“ Eine zweite Teststation gibt es in Bamberg auch für die im dortigen Werk gefertigten Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks. So stellt Bosch vor der Auslieferung der Stacks an Kunden sicher, dass sie ihre Leistung und Effizienz unter realen Betriebsbedingungen sicher erreichen. Hierfür werden etwa verschiedene Lastprofile simuliert, um die Reaktion jedes Stacks auf elektrische Schwankungen zu prüfen. Zudem wird jeder Hybrion Stack vor der Auslieferung aktiviert, damit er beim Kunden sofort einsatzbereit ist. Ein weiterer Teil der Wasserstofflandschaft ist der 21 Meter hohe Wasserstoff-Tank, in dem Wasserstoff aus der Elektrolyse bei bis zu 50 bar gespeichert werden kann. 2025 hat Bosch seine ersten Meilensteine in der Elektrolyse-Technik bereits erreicht. Nach dem Marktstart im Frühjahr sind die Auslieferungen an verschiedene Kunden und Partner gestartet, darunter etwa die Unternehmen IMI, Kyros Hydrogen Solutions, Neuman & Esser sowie Pietro Fiorentini und seine Tochtergesellschaft Hyter.

Bosch bringt ersten Wasserstoff-Truck im Werksverkehr auf die Straße

08.10.2025

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch bringt ersten Wasserstoff-Truck im Werksverkehr auf die Straße

Nürnberg – Bosch in Nürnberg macht einen weiteren Schritt auf dem Weg zur klimafreundlichen Logistik – und zwar mit einem Eigenprodukt des Technologiekonzerns. Seit Kurzem setzt das Werk einen brennstoffzellenelektrischen Truck im Werksverkehr ein. Ausgestattet ist dieser mit dem Fuel Cell Power Module (FCPM) von Bosch, das kürzlich für den renommierten Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert wurde. „Als wir beschlossen haben, unseren Werksverkehr klimafreundlicher zu gestalten, war klar: Wir wollen einen Lkw mit FCPM von Bosch“, erklärt Alexander Weichsel, kaufmännischer Werkleiter in Nürnberg. „Der Einsatz ist für uns ein wichtiger Baustein, um unsere Emissionen in der Logistik zu verringern. Dass weltweit bereits mehrere tausend Lkw mit Brennstoffzellensystemen von Bosch unterwegs sind, zeigt, dass sich das Konzept bewährt.“ Durch die Umwandlung von Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser und Strom kann der 40-Tonner komplett elektrisch betrieben werden. Wird der Wasserstoff dafür regenerativ erzeugt, ist der Antrieb sogar klimaneutral. Mit der Umstellung auf das neue Fahrzeug will Bosch in Nürnberg auch ein Zeichen setzen und sich im Sinne der Bayerischen Wasserstoffstrategie 2.0 für den Aufbau einer Wasserstoffwertschöpfungskette engagieren.Realbetrieb liefert wertvolle Daten für Weiterentwicklung Bis zu 800 Kilometer Reichweite hat der Iveco-Truck, der im Auftrag des Bosch-Werks von der Spedition Schäflein betrieben wird. Schäflein wiederum mietet das Fahrzeug von dem auf emissionsfreie Lkw spezialisierten Miet-Anbieter Hylane. 12 000 Kilometer pro Jahr soll das Fahrzeug, das auf einer festen Strecke insbesondere Produkte aus der werkseigenen Herstellung transportiert, zurücklegen. Damit spart das Nürnberger Werk CO 2 für Bosch ein – weil das Fahrzeug Wasserstoff statt Diesel nutzt. Primäres Ziel der Nutzung ist aber zunächst – neben der Verringerung der Emissionen in der Logistik – Erfahrung und möglichst viele Daten zu sammeln, die in die Weiterentwicklung künftiger Antriebssysteme wie den Modellen Compact 190 und Compact 300 fließen. Werkleiter Alexander Weichsel blickt optimistisch in die Zukunft: „Der problemlose Betrieb zeigt, dass die Brennstoffzelle reif für den Serieneinsatz ist.“ Zugleich sagt er: „Entscheidend für eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft sind vor allem eine hohe Verfügbarkeit von bezahlbarem Wasserstoff und der Aufbau einer adäquaten H 2 -Infrastruktur, auch in Nürnberg. Wir arbeiten aktiv daran, mit Industriepartnern der Metropolregion Nürnberg die Wasserstoffstrategie in Bayern umzusetzen.“ Mit dem FCPM-Truck von Iveco hat Bosch in Europa jetzt erstmals sein eigenes System im Realbetrieb. Die fünf verbauten Wasserstofftanks fassen bis zu 70 Kilogramm bei 700 bar Druck. Das Brennstoffzellensystem liefert eine Leistung von insgesamt über 200 Kilowatt. Die eAchse wird aus dem Brennstoffzellensystem gespeist, zwei zentral verbaute Batteriepakete dienen als Energiepuffer. Die Systemleistung des Trucks liegt bei 400 Kilowatt, das zulässige Gesamtgewicht beträgt bis zu 44 Tonnen. Neben seiner Robustheit und der hohen Reichweite, die im Gegensatz zu batterieelektrischen Fahrzeugen nicht von der Außentemperatur beeinflusst wird, überzeugt der Truck mit geringen Betankungszeiten, die denen eines Diesel-Lkws gleichen. Der Serienstart des FCPM erfolgte bereits Mitte 2023 in Stuttgart-Feuerbach. Das Bosch-Werk in Bamberg liefert dafür den Brennstoffzellen-Stack zu, das Werk Homburg weitere Komponenten wie etwa den elektrischen Luftkompressor oder das Rezirkulationsgebläse. Bosch engagiert sich seit jeher stark für den Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft und entwickelt technische Lösungen für die Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. Erst im Frühjahr läutete das Unternehmen mit Technik für Elektrolyseure seinen Markteintritt ein und stellte seine Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks vor. In der Anwendung von Wasserstoff ist Bosch nicht nur im Bereich der mobilen Brennstoffzelle, sondern auch des Wasserstoffmotors aktiv.

Nachhaltigkeit lückenlos nachweisen

28.05.2025

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Nachhaltigkeit lückenlos nachweisen

Stuttgart – Insbesondere bei Speditionen und Transportunternehmen ist die Fahrzeugflotte Treiber von Kohlendioxid-Emissionen. Die Nutzung regenerativer Kraftstoffe kann den CO 2 -Fußabdruck wesentlich verkleinern – allerdings ist die Dokumentation, etwa für Nachhaltigkeitsberichte, eine Herausforderung. Genau hier setzt der Digital Fuel Twin von Bosch an: Die im Fahrzeug integrierte Softwarelösung erfasst die Verwendung klimafreundlicher Kraftstoffe und belegt die verringerten CO 2 -Emissionen. „Mit dem Digital Fuel Twin von Bosch können Unternehmen unkompliziert nachweisen, dass sie regenerative Kraftstoffe nutzen“, sagt Thomas Pauer, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Power Solutions. „Für ihr Reporting erhalten sie auditfähige Nachweise über die Mengen sowie den CO 2 -Fußabdruck des getankten Kraftstoffs pro Fahrzeug.“ So erfüllen Unternehmen nicht nur zunehmende Berichtspflichten, sondern können darüber hinaus ihr Umweltbewusstsein dokumentieren. Aktuell im Einsatz ist der Digital Fuel Twin auf der Tour d’Europe, die am 28. Mai auch bei Bosch in Stuttgart-Feuerbach Halt macht. Bei dieser Sternfahrt nach Brüssel ist eine Flotte aus Pkw und Lkw mit Verbrennungsmotoren unterwegs, die auf ihrer Tour durch Europa ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen an öffentlichen Tankstellen betankt werden. Mit dem Digital Fuel Twin von Bosch können Unternehmen unkompliziert nachweisen, dass sie regenerative Kraftstoffe nutzen. Für ihr Reporting erhalten sie auditfähige Nachweise über die Mengen sowie den CO2-Fußabdruck des getankten Kraftstoffs pro Fahrzeug....Thomas Pauer, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Power Solutions Mit einer Neueinstufung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Null-Emissions-Fahrzeuge, wenn sie ausschließlich regenerative Kraftstoffe nutzen, ergäbe sich ein weiteres Einsatzfeld für den Digital Fuel Twin. Diese Option will die EU noch in diesem Jahr überprüfen. Bislang ist geplant, alle Hersteller von Verbrennerfahrzeugen von 2035 an mit so hohen Strafzahlungen zu belegen, dass ein Verkauf nicht mehr wirtschaftlich ist. „Erneuerbare Kraftstoffe sollten ein Teil der Lösung sein. Nur so können die Klimaziele im Verkehr überhaupt erreicht werden“, sagt Pauer. „Sollte die EU die Neueinstufung beschließen, kann der Digital Fuel Twin in der Umsetzung ein wichtiges Werkzeug sein.“ Erfassung, Plausibilisierung und Dokumentation erfolgt rein digital Die neue Bosch-Software ermöglicht die sichere Nachverfolgung aller klimarelevanten Eigenschaften eines Kraftstoffs: von der Produktion über alle Schritte der Lieferkette bis hin zur Tankstelle und ins Fahrzeug. Zu Beginn melden Hersteller erneuerbarer Kraftstoffe an Bosch, an wen sie welche Menge an Kraftstoff verkauft haben und welchen CO 2 -Fußabdruck dieser hat. Transportfirmen wiederum melden, wieviel Kraftstoff sie wann erhalten haben. Diese Daten gleicht der Digital Fuel Twin ab. Stimmen Zeit und Menge sowohl in den jeweiligen Unternehmensbüchern als auch mit den erfassten Pumpen- und Sensordaten der Übergabeschnittstellen überein, werden die Kraftstoffeigenschaften, also Typ des Kraftstoffs, CO 2 -Gehalt und Minderungspotenzial, in der Lieferkette weitergereicht. CO 2 -Emissionen, die beim weiteren Transport entstehen, werden dem Kraftstoff wieder zugerechnet – je kürzer die Wege, desto besser fürs Klima. An der Tankstelle schließlich wird dann wieder mittels ‚Digital Handshake‘ – dem Datenaustausch zwischen Tankstelle, Fahrzeug und Cloud – exakt dokumentiert, welcher Kraftstoff in welcher Menge getankt wurde. Die Identifikation erfolgt beispielsweise mittels eines Flottenmanagement-Systems. Auf dieser Datenbasis erhalten Nutzer des Digital Fuel Twin zuverlässige Informationen und auditfähige Nutzungsnachweise über die CO 2 -Werte des genutzten Kraftstoffs. Die Daten des Kraftstoffs sind dabei immer digital als virtueller Zwilling in einem geschützten Datenraum in der Cloud abgebildet. Die Softwarelösung von Bosch lässt sich in Pkw, Lkw und Bussen, aber auch in Baufahrzeugen oder sogar Schiffen einsetzen. Aktuell ist der Digital Fuel Twin mit vielen Teilnehmern der gesamten Kraftstoff-Lieferkette im Testbetrieb. Gemeinsam mit ihnen und Fahrzeugherstellern wird die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Systems erprobt. Bislang wird der Digital Fuel Twin in den Fahrzeugen noch nachgerüstet. Künftig soll er aber als reines Software-Modul in die vorhandene Elektronik des Fahrzeugs integriert werden und kann so die manipulationssichere Nutzung regenerativer Kraftstoffe auf Einzelfahrzeug-Ebene gewährleisten. „Erste Serieneinsätze des Digital Fuel Twin erwarten wir bereits 2026“, so Thomas Pauer. Regenerative Kraftstoffe sind bereits seit vielen Jahren verfügbar Regenerative Kraftstoffe werden entweder aus pflanzlichen Materialien oder mithilfe regenerativ erzeugten Stroms hergestellt. Sie bringen damit im Gegensatz zu auf Rohöl basierten Kraftstoffen kein zusätzliches Kohlendioxid in die Atmosphäre. Einige von Ihnen sind bereits seit Jahren erhältlich. Am stärksten verbreitet ist HVO100 (Hydrotreated Vegetable Oils), das aus Altölen und Pflanzenresten gewonnen wird. In einer Gesamtbetrachtung, das heißt wenn die CO 2 -Emissionen des Kraftstoffs selbst plus die entstehenden CO 2 -Emissionen bei seiner Produktion berücksichtigt werden („well-to-wheel“), bietet dieser Diesel-Kraftstoff einen CO 2 -Vorteil von bis zu 90 Prozent gegenüber seinem Pendant aus Rohöl. In Deutschland darf dieser Kraftstoff seit 2024 frei verkauft werden, während er in Ländern wie Schweden oder den Niederlanden schon viel länger verfügbar ist. Für Benziner gibt es unter anderem den Kraftstoff E85 auf Ethanolbasis. Beide Kraftstoffe, HVO100 und E85, sind in Europa jeweils schon an mehr 5 000 Tankstellen verfügbar.

Bosch auf der bauma 2025

07.04.2025

Pressemeldung

Antriebssysteme

Bosch auf der bauma 2025

Stuttgart/München – Über eine Million Baumaschinen sollen allein im Jahr 2025 weltweit neu produziert werden. So unterschiedlich ihre Leistungsklassen und Aufgaben sind, eines haben sie fast alle bislang gemeinsam: den Dieselmotor. Seine Robustheit und Stärke machen ihn zum idealen Antrieb für eine Vielzahl an Einsatzgebieten. Bosch zeigt auf der Fachmesse „bauma 2025“, wie sich auch in diesem Fahrzeugsegment die CO 2 -Emissionen weiter reduzieren lassen. „Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge ab sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs“, sagt Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch. „Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung Baumaschinen wesentlich nachhaltiger machen.“ Mit regenerativen Kraftstoffen sind Neu- und auch Bestandsfahrzeuge ab sofort deutlich klimafreundlicher unterwegs. Und in Zukunft können auch Wasserstoffmotoren und die Elektrifizierung Baumaschinen wesentlich nachhaltiger machen....Jan-Oliver Roehrl, Vorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Leiter der Nutzfahrzeugaktivitäten bei Bosch Regenerative Kraftstoffe machen Verbrennungsmotoren klimafreundlicher Für Baufahrzeuge gibt es bereits umfassende Abgas-Emissionsvorschriften wie die europäische Stage V, die US-amerikanische TIER 4 oder die chinesische Phase IV. Klimarelevante Emissionen werden aber zumindest durch gesetzliche Vorgaben bislang nur wenig reglementiert. Eine einfache und bereits verfügbare Möglichkeit, den CO 2 -Ausstoß wesentlich zu reduzieren, ist die Nutzung regenerativer Kraftstoffe wie HVO100. Diese basieren auf Rest- und Abfallstoffen und sind in einer CO 2 -Gesamtbetrachtung daher deutlich klimafreundlicher als fossile Kraftstoffe. Sie sind zudem drop-in-fähig, das heißt beliebig mit normalem Dieselkraftstoff mischbar. Bosch berücksichtigt bereits bei der Entwicklung seiner Einspritztechnik die Verträglichkeit mit diesen Kraftstoffen und ermöglicht so die Nutzung in seinen Produkten. Erwartungen von Bosch zufolge werden weltweit noch 2035 vier von fünf neuen Baumaschinen über 56 Kilowatt einen Dieselmotor haben. Auch in Zukunft wird Bosch daher für die vielfältigen Segmente im Markt der Baumaschinen die jeweils passende Einspritztechnik und Harnstoff-Dosierungstechnik für die Abgasnachbehandlung weiterentwickeln. Der Digital Fuel Twin dokumentiert die Nutzung regenerativer Kraftstoffe Regenerative Kraftstoffe können Baumaschinen klimafreundlicher machen: Je mehr davon getankt wird, desto geringer fällt der CO 2 -Fußabdruck jedes einzelnen Fahrzeugs aus. Den Effekt macht Bosch mit einer rein digitalen Softwarelösung sichtbar – dem Digital Fuel Twin. Dieser dokumentiert die getankten Mengen und zugleich die Nachhaltigkeit von Kraftstoffen, von der Produktion über den Transport bis zur Tankstelle. Die Betreiber der Baumaschinen erhalten abhängig davon, wie sie ihre Fahrzeuge betanken, entsprechende Zertifikate über die insgesamt genutzten Kraftstoffmengen oder sogar über den anteiligen CO 2 -Fußabdruck bei der Nutzung des Fahrzeuges. Der Wasserstoffmotor nutzt eine vielfach bewährte Basis Für den Wasserstoffmotor können deutsche Hersteller und Zulieferer gerade im Bereich Motorentechnologie auf jahrzehntelange Expertise zurückgreifen: Etwa 80 bis 90 Prozent der Technologie kann von klassischen Verbrennern übernommen werden. Wird der Energieträger Wasserstoff regenerativ erzeugt, kann mit Wasserstoffmotoren ein großer Schritt für das Klima gemacht werden. Baumaschinen werden häufig stationär unter hoher Last betrieben. „Genau hier glänzt der Wasserstoffmotor mit hohem Wirkungsgrad und seiner Robustheit“, sagt Roehrl. „Noch in diesem Jahr kommen erste Anwendungen von Wasserstoffmotoren mit Bosch-Einspritztechnik auf den Markt.“ Bosch arbeitet an Systemen mit Saugrohr- als auch Direkteinspritzung und ist bereits an mehr als 100 Entwicklungsprojekten mit Kunden weltweit beteiligt. Darüber hinaus ist der Wasserstoffmotor auch im Großmotorenbereich, beispielsweise als Antrieb bei Muldenkippern im Bergbau, eine vielversprechende Option. Auch hier sind Robustheit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig kompakter Bauweise wesentlich für einen wirtschaftlichen Betrieb. Elektrifizierungslösungen für Baumaschinen Für bestimmte Anwendungsfälle ist bei Baumaschinen auch die Elektrifizierung der Fahr- und Arbeitsfunktionen eine effiziente und klimafreundliche Option. Hier bietet die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth mit ihrem Elektrifizierungsportfolio eLION bereits ein breites Angebot an Motoren, Wechselrichtern, Getrieben, Software und Zubehör bis hin zur passenden Hydraulik. Aktuell wird es um Komponenten für 96-Volt-Bordnetze erweitert sowie Ende 2025 um eine einheitliche Softwareplattform für alle Spannungsklassen. Die Tochtergesellschaft Bosch Engineering wiederum präsentiert eine neuentwickelte Hochleistungslösung für Batteriespannungen bis 800 Volt. Dieses neue elektrische Antriebssystem ist kompakt und bietet hohe Leistungsdichte und hohen Wirkungsgrad. Auch Baumaschinen mit großem Leistungsbedarf und beschränktem Bauraum, beispielsweise Radlader, lassen sich damit ausrüsten. Die Lösungen von Bosch, Bosch Rexroth und Bosch Engineering sind auf der bauma zu finden auf den Ständen A3/327 und A4/526.

Effizienter unterwegs, schneller laden

30.08.2023

Pressemeldung

Antriebssysteme

Effizienter unterwegs, schneller laden

Stuttgart – Effizientes Fahren und möglichst schnelles Laden stehen bei den meisten Fahrern von Elektrofahrzeugen weit oben auf der Wunschliste. Bosch startet jetzt die Fertigung neuer Antriebslösungen, die auf Basis der 800-Volt-Technik Ladezeiten verkürzen und die Elektromobilität weiter vorantreiben. „Mit Bosch steigt die Spannung in der Elektromobilität: Unsere 800-Volt-Technik ist der nächste Schritt für mehr Leistung im E-Antrieb und kürzere Ladezeiten“, sagt Ralf Schmid, der für die Elektrifizierung zuständige Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Powertrain Solutions. Die 800-Volt-Version des Inverters setzt auf Siliziumkarbid (SiC)-Halbleiter, welche die Effizienz und damit auch die Reichweite steigern. Bei der 800-Volt-Variante der elektrischen Maschine hat Bosch die Leistungsdichte erhöht, was das Gewicht senkt und eine kompaktere Bauweise ermöglicht. Die Aktivteile dieses Antriebs, also Rotor und Stator, kommen erstmals bei einem deutschen Premiumhersteller zum Einsatz. Mit Bosch steigt die Spannung in der Elektromobilität: Unsere 800-Volt-Technik ist der nächste Schritt für mehr Leistung im E-Antrieb und kürzere Ladezeiten...sagt Ralf Schmid, der für die Elektrifizierung zuständige Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Powertrain Solutions. 50 Prozent weniger Wärmeverluste durch SiC-Technologie In den vergangenen Jahren hat sich 400 Volt weitgehend als Branchenstandard etabliert. Bei gleicher Stromstärke kann mit der zweifachen Spannung von 800 Volt nun doppelt so viel Leistung übertragen werden. Diese Weiterentwicklung ermöglicht dünnere Leitungen, spart Bauraum, Gewicht und den Rohstoff Kupfer. Der Inverter wird damit kompakter und leistungsstärker. Bei einem 400-Volt-Bordnetz sind an entsprechend leistungsfähigen Ladesäulen bislang maximal 250 Kilowatt Ladeleistung möglich; mit 800 Volt theoretisch das Doppelte. Bei den Invertern kommen zudem SiC-Chips zum Einsatz, bei denen in die Kristallstruktur des hochreinen Siliziums Kohlenstoff-Atome eingearbeitet werden. Dadurch verbessert sich die elektrische Leitfähigkeit der Halbleiter. Zudem geht in der Leistungselektronik 50 Prozent weniger Energie in Form von Wärme verloren. Die SiC-Chips bergen noch mehr Energiesparpotenzial: So steigt der Wirkungsgrad der Inverter auf bis zu 99 Prozent. 35 Prozent höhere Leistungsdichte dank neuer Wicklungstechnologie Die nun in Serie gehende 800-Volt-Variante des Elektromotors von Bosch punktet mit einem Drehmoment von 830 Nm und einer Leistung von 460 Kilowatt. Dank des Einsatzes einer sogenannten iPIN-Wicklung, also einer Stabwicklung, lassen sich Effizienz, Kompaktheit und Automatisierungsgrad bei der Fertigung des Motors weiter verbessern. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das mit Blick auf das Verhältnis von der Stärke zur Größe eines Motors eine bis zu 35 Prozent höhere Leistungsdichte von 60 Kilowatt pro Liter. Dazu kommt eine ausgezeichnete Drehmomentdichte von 105 Newtonmeter pro Liter. In der Spitze erreicht der Bosch-Motor damit einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent. In der nächsten Generation wird der Elektromotor mit einer Öl-Kühlung ausgestattet. So kann entstehende Wärme im Elektromotor besser abgeleitet und ein dauerhaft leistungsstarker Betrieb auf der Langstrecke oder im Nutzfahrzeugbereich gesichert werden. Umfassendes Portfolio von der Komponente bis zum System Bosch verfügt über ein innovatives und breites Produktportfolio vom Halbleiter bis zu kompletten Antriebseinheiten, den eAchsen. Kunden erhalten alle Wertschöpfungsstufen aus einer Hand für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, vom Personenkraftwagen bis zum Lastwagen. Mittlerweile hat Bosch über 3,5 Millionen E-Motoren und dieselbe Zahl an Invertern gefertigt. Mit Entwicklungs- und Produktionsstandorten in den maßgeblichen Märkten ist Bosch weltweit bei allen Kunden vor Ort. Pressemappe IAA 2023 Eventseite IAA 2023

Hardware, Software, Services: Bosch liefert smarte Lösungen für die softwaredefi ...

24.08.2023

Pressemeldung

Vernetzte Mobilität

Hardware, Software, Services: Bosch liefert smarte Lösungen für die softwaredefi ...

Stuttgart/München – Fahrzeuge sind heute fester Bestandteil der digitalen Welt. Neue Funktionen für Vernetzung, Automatisierung, Personalisierung und hocheffiziente Antriebe werden künftig immer mehr durch Software und smarte Hardware realisiert. Bosch ist in beiden Disziplinen gleichermaßen zu Hause: Ob Bremse, Lenkung oder elektrische Antriebe, Sensoren, Fahrzeugcomputer oder Softwarelösungen – das Technologieunternehmen entwickelt und fertigt die Schlüsselkomponenten moderner Fahrzeuge unter einem Dach. Seine neuesten Lösungen für eine nachhaltige und sichere Mobilität, die Menschen begeistert, zeigt Bosch auf der IAA Mobility 2023 in München: Hardware, Software und neue Services für den Mobilitätssektor. Der Bosch Messestand befindet sich in Halle B3, Stand D10.Hochleistungsfähige Hardware Einer der großen Trends in der Mobilitätsbranche geht hin zu leistungsfähigen Fahrzeugkomponenten, die auch mit Software anderer Anbieter kompatibel sind. Bosch bietet Hardware, deren Intelligenz sowohl in der Komponente selbst als auch zum Beispiel in zentralen Fahrzeugcomputern verankert sein kann. Unsichtbar, doch überall : Keine technischen Geräte ohne Halbleiter : Als einer der Top-10-Halbleiterhersteller im Automobilbereich investiert Bosch konsequent in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau seines weltweiten Halbleiter-Fertigungsverbunds. Das Portfolio umfasst integrierte Schaltungen, MEMS-Sensoren (Mikroelektromechanische Systeme), Leistungshalbleiter und -module. Herstellern, die ihre elektrisch-elektronischen Fahrzeugarchitekturen (E/E-Architekturen) selbst definieren, bietet Bosch die Möglichkeit, Funktionsumfänge von Halbleitern exakt auf diese Architektur anzupassen. Sensoren für präzise Umfeldwahrnehmung : Die Umfeldwahrnehmung ist für automatisierte Fahrfunktionen unerlässlich. So ermöglichen die neuen Radarsensoren von Bosch Funktionen für das assistierte und automatisierte Fahren nach SAE-Level 0 bis 3. Bei der mittlerweile 6. Generation setzt Bosch auf künstliche Intelligenz. So erreicht etwa der neue Radarsensor eine bessere Performance bei der Messung von Entfernung, hohen Geschwindigkeiten und Winkeltrennfähigkeit, wodurch zum Beispiel auch Motorräder über das gesamte Sichtfeld zuverlässig erkannt werden können. Auf der IAA stellt Bosch zudem eine neue Generation Ultraschallsensoren vor. Ihre KI-basierte Höhenklassifizierung ermöglicht eine robustere Detektion – so kann etwa eingeschätzt werden, wie hoch ein Hindernis ist. Durch die Verdreifachung der Echos sind die Sensoren außerdem noch sensitiver. Objekte wie Fußgänger und solche mit geringer Reflektion werden schnell und zuverlässig erkannt. Das Portfolio komplettieren neue Kameraköpfe . Die Bildauswertung erfolgt nicht mehr in der Kamera selbst, sondern in zentralen Fahrzeugrechnern, wie der „ADAS Integration Platform“ von Bosch. Mit einer 3-, einer 8- und optional einer 12-Megapixel-Variante für Level-4-Anwendungen sind die Kameraköpfe auf dem neuesten Stand der Bildsensor-Technologie. Fahrzeugrechner der nächsten Generation : Bosch bietet modulare und skalierbare Komponenten für kundenspezifische E/E-Architekturen mit individuell konfigurierbaren Fahrzeugcomputern. Die Vehicle Integration Platform ist der Enabler für Software-definierte Fahrzeuge mit zentralisierten und zonalen E/E-Architekturen. Die Idee besteht darin, die Anwendungssoftware des Fahrzeugs auf zentrale Fahrzeugcomputer zu verlagern. So ermöglicht die Plattform die Integration von Funktionen über alle Domänen hinweg, beispielsweise aus den Bereichen Body, Motion, Comfort. Dank „Over the Air“-Softwareupdates bleiben Fahrzeuge stets auf dem aktuellen Stand. Mit der ADAS Integration Platform stellt Bosch einen Fahrzeugcomputer für die Domäne der fortschrittlichen Fahrerassistenzsysteme vor. Mit diesem Hochleistungsrechner lassen sich Funktionen des assistierten und automatisierten Fahrens sowie Parkens von SAE-Level 0 bis 4 realisieren. Die Architektur ist modular und skalierbar, sodass die Plattform den jeweiligen Anforderungen des Fahrzeugherstellers entsprechend angepasst werden kann – zum Beispiel auch durch die flexible Integration von Drittanbieter-Software. Die Cockpit Integration Platform vereint die Rechenaufgaben der Domäne Infotainment- und Instrumentierung in einem einzigen Rechner. Je nach den Anforderungen an die Leistung und die funktionale Sicherheit ist es möglich, zusätzliche Aufgaben aus anderen Bereichen zu integrieren, beispielsweise Klimasteuerung, Konnektivität, Fahrerassistenz-Funktionen und kamerabasierte Anwendungen wie eine Fahrer- und Innenraumüberwachung, Surround View und Dashcam-Recorder. Die Motion Integration Platform konzentriert sich auf sicherheitsrelevante Anwendungssoftware für Antrieb, Fahrwerk und Lenkung. Bosch ergänzt dieses Portfolio mit seinen Zonensteuergeräten , die als Bindeglied zwischen Fahrzeugcomputern und verteilten Steuergeräten, Sensoren und Aktuatoren dienen. Gesicherte Energiezufuhr : Der Powernet Guardian von Bosch stellt die Stromversorgung sicherheitsrelevanter Funktionen im Fahrzeug jederzeit sicher. Ein elektronischer Trennschalter separiert im Fehlerfall das Sicherheitsbordnetz von den restlichen (Standard-)Verbrauchern wie Sitzheizung oder Fensterheber. Dank hoher prädiktiver Diagnosetiefe erkennt er rechtzeitig sicherheitskritische Versorgungslücken, isoliert fehlerhafte Pfade und stellt die Energieversorgung durch Hardware-Redundanzen sicher. In künftigen E/E-Architekturen und für das automatisierte Fahren wird diese Funktionalität eine zentrale Rolle spielen. Nächster Schritte in der E-Mobilität : Bosch baut sein Portfolio für die Elektromobilität weiter aus. Erstmals in 800-Volt-Technik gefertigt werden ein elektrischer Motor sowie ein Inverter. Der Motor bietet eine verbesserte Leistungs- und Drehmomentdichte, der Inverter nutzt Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter (SiC-Leistungshalbleiter) und steigert seinen Wirkungsgrad damit auf bis zu 99 Prozent. Zudem geht demnächst ein Charger-Converter in Serie, der Ladegerät und Hochvolt-DC/DC-Wandler in einem Gehäuse bündelt. Das spart Platz und Kosten. Wohlfühltemperatur für Elektroautos und Hybride : Bosch steigert die Reichweite von Elektro- und Hybridfahrzeugen mit intelligentem Thermomanagement. Das optimal aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Kälte- und Kühlkreislauf ermöglicht eine gezielte Verteilung von Wärme und Kälte, verbessert den Wirkungsgrad der Batterie und betreibt alle Komponenten im jeweils optimalen Temperaturbereich. Hier kommen Flexible Thermal Units von Bosch als vorintegrierte Lösungen mit weniger Teilen, Montageschritten, Leitungen und damit weniger Bauraum und Gewicht ins Spiel. Auch die Insassen kommen nicht zu kurz: Das Thermomanagement-System erzeugt angenehme Temperaturen im Fahrzeug. Der Global Brushless Blower trägt aktiv zum Klimakomfort in der Kabine bei. Er transportiert, je nach Außentemperatur und Bedarf der Insassen, die Luftströme zur Kühlung oder Erwärmung in den Fahrzeuginnenraum. Die intelligente Motortopologie ermöglicht ein kompaktes Design und damit eine signifikante Reduzierung des Gewichts, eine erhöhte Leistungsdichte sowie geringere Geräuschemissionen. Lenkungen der Zukunft : Steer-by-Wire-Systeme kommen ohne physische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern aus – dadurch ergeben sich neue Freiheiten in der Gestaltung des Fahrzeuginnenraums. Vor allem für das Zeitalter des automatisierten Fahrens ermöglicht die Technologie neue Cockpit-Konzepte, wenn das Lenkrad versenkt oder verstaut werden kann. Darüber hinaus sind Steer-by-Wire-Anwendungen Basis für neue Sicherheitsfeatures im Bereich der Fahrdynamikregelung. Bosch treibt die Entwicklung der Technologie konsequent voran und will bis Mitte des Jahrzehnts Steer-by-Wire-Lenksysteme in Großserie auf den Markt bringen. Bremssysteme weitergedacht : Die neueste Generation des elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP®) von Bosch ist ein elementarer Bestandteil moderner Bremssysteme. Die Kombination mit dem elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster sorgt für die notwendige Redundanz des Bremssystems für automatisierte Fahrzeuge, hohe Bremsdruckaufbaudynamik für automatische Notbremsungen sowie verbesserte Effizienz bei der Rückgewinnung von Bremsenergie in Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Die Fahrdynamikregelung 2.0 ist das neue zentrale Regelungssystem des ESP®. Basierend auf Sensorinformationen antizipiert es das Fahrzeugverhalten und greift vorausschauend ein. Verbesserte Performance, kompakte Größe : Mit der Performance Line SX präsentiert Bosch eBike Systems einen kompakten Antrieb, mit dem eBiker dynamisch und effizient im Stadtverkehr vorankommen. Die neue Drive Unit liefert ein maximales Drehmoment von 55 Newtonmeter (Nm) und ein Leistungsgewicht von bis zu 300 Watt pro Kilogramm (W/kg). Bei einer sportiven Fahrweise unterstützt der Antrieb überproportional zur eigenen Leistung und sorgt dabei für ein natürliches Fahrgefühl. Die Performance Line SX fügt sich in die schlichte Optik moderner eUrban Bikes ein und erinnert an das konventionelle Fahrrad. Außerdem wiegt sie nur rund zwei Kilogramm – ein echter Vorteil, um agil von A nach B zu kommen oder um das eBike auch mal Treppen hochzutragen. Smarte Software Neue Funktionen für mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort kommen verstärkt über smarte Software ins Fahrzeug. Dieser Trend wirkt sich nicht nur auf die Produktentwicklung und Nutzung sowie das Erleben von Mobilität aus. Er ermöglicht auch neue Geschäfts- und Zusammenarbeitsmodelle. Umfeldwahrnehmung als eigenständiges Softwaremodul : Die videobasierte Umfeldwahrnehmung spielt eine zentrale Rolle auf dem Weg vom assistierten zum automatisierten Fahren. Verschiedene Kamerasensoren nehmen Bilddaten des Fahrzeugumfelds auf und verarbeiten sie so, dass sie für weiterführende Funktionen der Fahrerassistenz und des automatisierten Fahrens und Parkens nutzbar sind. Die Video Perception von Bosch ist eine reine Software-Lösung und kann auf unterschiedlichen Systems-on-Chip (SoC), eingesetzt werden. Automatisiertes Fahren schnell und zuverlässig entwickeln : Die Bosch-Tochter ETAS bringt eine spezielle Middleware als Bindeglied zwischen dem Betriebssystem und einzelnen Software-Anwendungen im Fahrzeug auf den Markt. Die Lösung erlaubt es, Softwarefunktionen für Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren kontinuierlich weiterzuentwickeln. Sie ermöglicht blitzschnelle Kommunikation zwischen Softwareanwendungen mit einer Bandbreite von mehr als 10 Gigabyte pro Sekunde (GB/s) bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Dank deterministischen Verhaltens können viele Entwicklungsschritte virtuell mit aufgezeichneten Realdaten erfolgen. Durch die reproduzierbare simulationsbasierte Validierung lassen sich aufwändige Testkilometer im realen Straßenverkehr reduzieren. Sicherheit durch Assistenzsysteme : Der Bosch Fahrassistent trägt dazu bei, das Fahren sicherer und komfortabler zu machen. Über ein Baukastensystem können sich Fahrzeughersteller das gewünschte Funktionspaket aus Längs- und Querführung, automatischem Spurwechsel und Nothalt zusammenstellen und so automatisierte Fahrfunktionen nach SAE-Level 2 realisieren. Die umfangreichste Ausprägungsstufe, der Bosch Fahrassistent Premium, erweitert mittels 360-Grad-Kameragürtel den Anwendungsbereich der automatisierten Fahrfunktionen von der Autobahn auf städtische und ländliche Verkehrsbereiche. Fahrzeugbewegung und Fahrdynamik : Das Vehicle Motion Management von Bosch steuert und koordiniert das Fahrverhalten durch die optimale Interaktion von Bremse, Lenkung, Fahrwerk und Antriebsstrang. Eine Teilfunktion davon ist die Fahrdynamikregelung 2.0 – die neueste Generation der Bosch-Systeme für Fahrdynamik-, Traktions- und Antiblockierregelung. Die Funktion antizipiert das zu erwartende Fahrzeugverhalten und greift vorausschauend ein. So entsteht ein Fahrerlebnis mit einem hohen Grad an Sicherheit, Agilität und Komfort. Entwicklung vernetzter Fahrzeugsysteme : Die cloudbasierte Plattform PANTARIS bietet für die effiziente Entwicklung und den skalierbaren Betrieb von Software für Fahrzeugsysteme essenzielle Services und Werkzeuge. Hierbei umfasst PANTARIS neben weltweit einsetzbaren Mobility-Dienstleistungen ein Entwicklerportal zur Verwaltung von Fahrzeugen und Services. PANTARIS und die angebotenen Anwendungen basieren auf einer cloud-unabhängigen Technologie und sind dadurch mit allen Public-Cloud-Anbietern kompatibel. PANTARIS Connect stellt die grundlegenden Services für das Vernetzen und Betreiben von Fahrzeugen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zur Verfügung. Der PANTARIS Creator bietet den einfachen Zugriff auf das Software-as-a-Service (SaaS)-Angebot für die sichere Entwicklung und den Betrieb von Cloud-Services bereit. Mit Hilfe des PANTARIS Workspace können Dienstleistungen gebucht und zentral verwaltet werden. So lassen sich spezifische Anwendungsfälle schnell und unkompliziert realisieren. Energiemanagement für E-Fahrzeuge : Im connected Vehicle Energy Management führt Bosch das Thermomanagement, den Antrieb und das Bordnetz eines E-Fahrzeugs zusammen. Dadurch wird Energie bestmöglich auf Fahrzeugebene verteilt, der Energieverbrauch gesenkt sowie der Komfort gesteigert. Darüber hinaus werden neue Funktionen wie der Safe Home Mode möglich. Dieser unterstützt das Fahrzeug dabei, mit der vorhandenen Batterieladung das gewünschte Ziel zu erreichen – und passt hierfür nach Bedarf beispielsweise Komfortverbraucher wie Heizung oder Klimatisierung an. Digitale Welt auf zwei Rädern : Das eBike als Teil der vernetzten Welt sehen – die eBike Flow App von Bosch begleitet eBiker digital durch den Alltag. Die zunehmende Vernetzung zentraler Komponenten mit digitalen Features ermöglicht die Anpassung des eBike-Erlebnisses an persönliche Bedürfnisse. Zudem erweitern Over-the-Air-Updates das Fahrerlebnis auf dem eBike. Starke Services Bosch denkt die softwaredefinierte Mobilität weiter und bringt neue Services in den Markt, um die Sicherheit und den Komfort für Kunden zu erhöhen. Dabei entstehen auch neue Geschäftsmodelle, die Bosch konsequent vorantreibt. Bessere Reichweitenprognose und passende Ladepunkte : Die verfügbare Reichweite von E-Fahrzeugen sowie eine individuelle Ladepunktempfehlung sind wichtige Informationen für jeden Fahrer eines Elektroautos. Um ihre Genauigkeit weiter zu verbessern, ergänzt Bosch seine Strecken-, Topografie- und Verbrauchsdaten mit aktuellen Informationen zu Wetter, Verkehrsfluss und gerade genutzten Komfortverbrauchern, wie etwa Klimaanlage oder Sitzheizung. Cloudbasierte Algorithmen errechnen die tatsächliche Reichweite, wählen die passende Ladesäule und integrieren diese Informationen grafisch anschaulich in die Navigationskarte. Vernetzte Kartenservices für das automatisierte Fahren : Vernetzte Kartenservices können einen wichtigen Betrag zu einer sicheren und komfortablen Mobilität leisten. Dank Schwarmdaten (Crowdsourcing) in Kombination mit weiteren Informationen aus der Infrastruktur bilden sie einen virtuellen Sensor für die Nutzung in Fahrerassistenzsystemen. Der Service stellt Echtzeit-Informationen über die Umfeldbedingungen und Risiken wie Aquaplaning, Eis oder Schnee bereit. Automatisierte Fahrzeuge können so die Straßenbeschaffenheit korrekt antizipieren, ihr Fahrverhalten den Bedingungen anpassen, eine andere Route wählen oder den Fahrer bitten, die Kontrolle zu übernehmen. Auf diese Weise verbessert Bosch die Verfügbarkeit von Assistenzsystemen und ermöglicht neue Funktionen. Fahrerloses Parken und Manövrieren : Mit Automated Valet Parking hat Bosch die weltweit erste automatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE-Level 4 in Serie gebracht. Dabei leitet eine intelligente Infrastruktur das Fahrzeug sicher durch das Parkhaus hin zum freien Parkplatz. Das verbessert das Parkerlebnis für Autofahrer, ermöglicht Parkraumbetreibern unter anderem eine effizientere Parkraumnutzung sowie den Fahrzeugherstellern neue softwarebasierte Services für ihre Kunden. Basierend auf dieser Technologie bringt Bosch mit Automated Vehicle Maneuvering nun fahrerloses Manövrieren von Fahrzeugen in die Automobilproduktion. Bosch stattet Werke mit einer intelligenten Infrastruktur bestehend aus Lidar-Sensoren aus, die je nach Anforderung mit Bosch Stereokameras ergänzt werden. Der fahrerlose Manövrier-Service steigert die Effizienz und erhöht die Sicherheit: Enges Manövrieren, Produktionsstopps durch Ausfälle von Fahrern, Unfälle oder Schäden durch Kollisionen und fehlende Informationen über den Fahrzeugstandort in der Werkshalle können damit vermieden werden. Effizienzsteigerung für Flottenbetreiber : Bosch hilft Mobilitätsdienstleistern ihre Flotten effizienter zu betreiben. Dafür informiert RideCare connected rent in drei verschiedenen Ausbaustufen den Flottenbetreiber über den Zustand seiner Fahrzeuge. Mit dem Service-Baustein End of Rental Report erhalten Mobilitätsanbieter einen automatisierten Report zum Mietende über den Fahrzeugzustand einschließlich Batteriestand, gefahrenen Kilometern oder etwaigen neuen Schäden am Fahrzeug. Mietwagenfirmen profitieren von mehr Prozesseffizienz und Kostenersparnis durch reduzierte Ausfallzeiten und eine klare Schadenszuordnung, Endnutzer von gesteigertem Komfort und mehr Transparenz. Darüber hinaus benachrichtigt die RideCare connected rent im Fleet Utilization Planner auch während der Mietdauer in Echtzeit über den Fahrzeugzustand, kritische Fehlermeldungen und überfällige Service-Intervalle. RideCare connected rent unterstützt mit dem Charging Planner außerdem bei der Planung des effizienten Ladens von Elektrofahrzeugen. Bosch plant, bis 2030 über zwei Millionen Fahrzeuge mit dieser Technologie auszustatten. Innenraum-Sensierung : Durch die Kombination verschiedener Technologien ermöglicht Bosch mit seinem Interior monitoring system die verlässliche Erkennung von Fahrzeuginsassen, insbesondere von Kindern. Kritische Situationen wie Ablenkung, Müdigkeit oder ein nicht angelegter Sicherheitsgurt können erkannt und der Fahrer gewarnt werden. Grundlage ist die Erkennung von Bewegungen und Vitalzeichen, die auch den Gesundheitszustand überprüfen kann. Das Zusammenspiel von Innenraumkameras mit dem hochsensiblen Cabin Sensing Radar, oder alternativ der auch bei Perfectly Keyless genutzten Ultra-Breitband-Technologie, verbessert und erweitert die Möglichkeiten der Innenraum-Sensierung. Dies erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. Pressemappe IAA 2023 Eventseite IAA 2023

Neues Geschäftsfeld: Bosch steigt in Komponenten-Entwicklung für die Wasserstoff ...

04.05.2022

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Neues Geschäftsfeld: Bosch steigt in Komponenten-Entwicklung für die Wasserstoff ...

Stuttgart / Renningen – Bosch gibt Gas bei regenerativ erzeugtem Wasserstoff: Für einen wirksamen Klimaschutz will das Unternehmen künftig nicht nur H 2 nutzen, sondern sich auch an der Herstellung beteiligen. Daher steigt Bosch jetzt in die Entwicklung von Komponenten für Elektrolyseure ein. In diesen Anlagen wird Wasser mithilfe von Strom bevorzugt aus den erneuerbaren Quellen Windkraft oder Photovoltaik per Elektrolyse in sogenannten grünen Wasserstoff und Sauerstoff umgewandelt. „Der Klimaschutz kann nicht warten. Wir wollen den raschen Aufbau einer Produktion von Wasserstoff in Europa mit Bosch-Technik unterstützen“, kündigte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Vorlage der Jahresbilanz an. „Dafür nutzen wir unser Brennstoffzellen-Know-how“, ergänzte Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Das Unternehmen siedelt die Elektrolyse-Komponenten aufgrund der bestehenden Kompetenzen im Bereich Mobility an und investiert hierfür bis Ende des Jahrzehnts bis zu 500 Millionen Euro. Im Zuge von Defossilisierung, Diversifizierung von Energiequellen und CO2-Reduzierung steigt der Bedarf an regenerativem H 2 rasant, nicht nur in energieintensiven Branchen wie der Stahl- und Chemieindustrie oder dem Schwerlastverkehr, sondern auch in privaten Gebäuden – laut EU bis 2030 auf rund zehn Millionen Tonnen jährlich. Für den Elektrolyseur-Komponentenmarkt insgesamt erwartet Bosch zu diesem Zeitpunkt weltweit ein Volumen von rund 14 Milliarden Euro, mit den größten Wachstumsraten in Europa. Damit Wirtschaft und Gesellschaft unabhängiger von fossilen Energieträgern werden und neue Energien erschließen können, will Bosch insgesamt in den nächsten drei Jahren gut drei Milliarden Euro in klimaneutrale Technik wie Elektrifizierung und Wasserstoff investieren. „Der Klimaschutz kann nicht warten. Wir wollen den raschen Aufbau einer Produktion von Wasserstoff in Europa mit Bosch-Technik unterstützen“...sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH Bosch entwickelt mit dem Stack das Herzstück von Elektrolyseuren Wie in der Brennstoffzelle bildet der Stack, also der Stapel mehrerer Hundert einzelner Zellen, auch im Elektrolyseur das zentrale Element. In jeder der in Serie geschalteten Zellen wird Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff umgewandelt – umgekehrt zur Brennstoffzelle, in der aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie entsteht. In beiden Systemen erfolgt die chemische Reaktion jeweils über eine Proton-Exchange-Membran (PEM). Bosch kombiniert den Elektrolyseur-Stack mit Steuergerät, Leistungselektronik und Sensoren zum sogenannten Smart Module. Bei der Entwicklung wird Bosch auch mit Partnern zusammenarbeiten. Von 2025 an will das Unternehmen Smart Modules an Hersteller von Elektrolyse-Anlagen sowie Industrie-Dienstleister liefern. Erste Pilotanlagen sollen bereits kommendes Jahr in Betrieb gehen. Bosch wird kompakte Module kombinieren und mit geringem Aufwand integrieren. Zum Einsatz kommen sollen sie sowohl in kleinen Anlagen bis zehn Megawatt Leistung als auch in gigawattstarken Großanlagen im On- und Offshore-Bereich – sei es im Neubau oder wenn bereits bestehende Anlagen zur H 2 -Gewinnung auf grünen Wasserstoff umgestellt werden. Um die Wasserstoff-Produktion so effizient wie möglich zu gestalten und gleichzeitig die Lebensdauer des Stacks zu verlängern, sollen die Smart Modules darüber hinaus über die Bosch-Cloud vernetzt werden. Ziel ist es auch, durch modular aufgebaute Elektrolyseure die Wartung an den Anlagen flexibler zu machen – indem beispielsweise bei anstehenden Arbeiten nicht die komplette Anlage, sondern nur Teilbereiche abgeschaltet werden müssen. Bosch erarbeitet Servicekonzepte, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch das Recycling der Komponenten umfassen. Bosch kann mit Massenfertigung und Skaleneffekten punkten Im Gegensatz zu vielen Elektrolyse-Komponenten auf dem Markt werden sich die Bosch Smart Modules in Masse fertigen und dadurch nicht zuletzt Skaleneffekte erzielen lassen. „Neben der Geschwindigkeit bilden die Kosten einen entscheidenden Faktor beim Hochlauf der Wasserstoff-Produktion. Hier können wir mit unserer Industrialisierungskompetenz und unserem Automotive-Know-how punkten“, sagte Heyn. An mehreren europäischen Standorten will Bosch möglichst rasch mit der Industrialisierung beginnen. Dazu zählen Bamberg und Feuerbach in Deutschland, Tilburg in den Niederlanden, Linz in Österreich sowie Budweis in Tschechien. Bosch sichert mit der Erweiterung des Portfolios Arbeitsplätze Die Transformation der Automobilindustrie stellt für die gesamte Branche eine enorme Herausforderung dar. Bosch begegnet dieser einmal mehr mit Innovation. Mit dem Einstieg in das neue Geschäftsfeld, mit dem Bosch seine Mobility-Sparte um einen Non-Automotive-Bereich erweitert, nutzt das Unternehmen die Chance, weiter Beschäftigung zu sichern. So sollen in den kommenden Jahren mehrere Hundert Mitarbeitende im Bereich der Elektrolyse-Komponenten tätig werden. „Wir schlagen gleich drei Fliegen mit einer Klappe, indem wir ökologisch, ökonomisch und sozial einen wichtigen Beitrag leisten“, betonte Bosch-Geschäftsführer Heyn. Bosch arbeitet an mobiler und stationärer Brennstoffzelle Bosch ist vom Energieträger Wasserstoff überzeugt und arbeitet auch an der stationären wie an der mobilen Brennstoffzelle . Erstere soll unter anderem in Form kleiner dezentraler Kraftwerke in Städten, Rechenzentren, Handel, Gewerbe, im maritimen Bereich und beim Betreiben von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Mit der mobilen Brennstoffzelle will Bosch den klimaneutralen Transport von Waren und Gütern zunächst in Lkw ermöglichen. Das Portfolio für Fahrzeuge reicht dabei von einzelnen Sensoren über Kernkomponenten wie dem elektrischen Luftverdichter und dem Stack bis zum kompletten Brennstoffzellen-Modul . Der Serienstart soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Bosch baut Wasserstoff-Portfolio aus

17.11.2021

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Bosch baut Wasserstoff-Portfolio aus

Stuttgart/Brescia, Italien – Bosch erweitert sein Produktportfolio für mobile Wasserstoffanwendungen: Ab sofort zählen hierzu auch Komponenten für H2-Tanksysteme wie Tankventile oder Druckregler. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen arbeitet dafür mit dem italienischen Spezialisten OMB Saleri in einer Entwicklungspartnerschaft zusammen, in der die Produkte gemeinsam weiterentwickelt werden. „Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein im künftigen Antriebsmix, um die Klimaneutralität zu erreichen“, sagt Dr. Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions. „Zusammen mit OMB Saleri machen wir H2-Tankkomponenten reif für die Großserie.“ Zusammen mit OMB Saleri machen wir H2-Tankkomponenten reif für die Großserie....Dr. Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions Weltweiten Markt für Wasserstoff-Tanklösungen im Visier Der Bedarf an wasserstoffbasierten Antrieben wird in den kommenden Jahren insbesondere bei Nutzfahrzeugen stark steigen. Bosch geht davon aus, dass 2030 rund jedes achte neu zugelassene Nutzfahrzeug weltweit eine Brennstoffzelle an Bord haben wird. Mit der nun vereinbarten Kooperation rund um Komponenten für Wasserstoff-Tanksysteme wollen Bosch und OMB Saleri daher ihre Marktpositionen im H2-Bereich ausbauen. Die Zusammenarbeit umfasst eine Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung über mehrere Produkte für Wasserstoff-Speicherlösungen in den Druckstufen 350 bar und 700 bar. Gemeinsame sogenannte Simultaneous-Engineering-Teams entwickeln die bereits vorhandenen Erzeugnisse jetzt weiter und optimieren sie für die Großserienproduktion. Das Ziel von Bosch ist, Komponenten für Wasserstoff-Tanklösungen dank großer Stückzahlen zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Bosch und OMB Saleri führen Kompetenzen zusammen Die Kooperation führt das Know-how beider Partner zusammen. So gilt das italienische Technologieunternehmen OMB Saleri aus Brescia in Norditalien als einer der weltweit führenden Spezialisten von Komponenten für Wasserstoff-Speicherlösungen. Als Partner profitiert Bosch von der Entwicklungskompetenz, einer modernen H2-Testinfrastruktur und -Prüfplätzen sowie von Komponenten, die bereits in ersten Anwendungen überzeugen konnten. Im Gegenzug bringt Bosch seine Erfahrung in der Industrialisierung innovativer Produkte sowie ein globales Entwicklungs- und Fertigungsnetz für große Stückzahlen ein. Bosch arbeitet an mobiler und stationärer Brennstoffzelle Bosch ist vom Energieträger Wasserstoff überzeugt und geht daher erheblich in Vorleistung. Von 2021 bis 2024 investiert das Unternehmen gut 600 Millionen Euro in mobile Anwendungen und 400 Millionen Euro in Anwendungen für stationäre Strom- und Wärmeerzeugung. Das Portfolio für Fahrzeuge reicht von einzelnen Sensoren über Kernkomponenten wie dem elektrischen Luftverdichter und dem Stack bis zum kompletten Brennstoffzellen-Modul.

Bosch, Shell, Volkswagen entwickeln erneuerbaren Ottokraftstoff mit 20 Prozent w ...

03.05.2021

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Bosch, Shell, Volkswagen entwickeln erneuerbaren Ottokraftstoff mit 20 Prozent w ...

Stuttgart – Das Angebot an erneuerbaren, CO₂-reduzierten Kraftstoffen wächst. Nach dem R33 Blue Diesel kommt von Bosch, Shell und Volkswagen jetzt auch ein CO₂-reduzierter Ottokraftstoff. Der Blue Gasoline genannte Sprit besteht ebenfalls aus bis zu 33 Prozent erneuerbaren Anteilen und sorgt damit pro gefahrenem Kilometer in der Betrachtung von der Quelle bis zum Rad für eine CO₂-Ersparnis von mindestens 20 Prozent. Allein mit einer Flotte von 1 000 VW Golf VIII 1,5 TSI lässt sich damit bei einer Jahreslaufleistung von jeweils 10 000 Kilometern mehr als 230 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Über zertifizierte Kompensationsmaßnahmen gleicht Shell auch die bei Einsatz von Blue Gasoline noch verbleibenden CO₂-Emissionen aus. Geplant ist es, den Kraftstoff im Laufe des Jahres zunächst in Deutschland auch an regulären Tankstellen zu bringen. Auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Mobilität dürfen wir, angefangen bei Elektromobilität bis hin zu erneuerbaren Kraftstoffen, keine technischen Möglichkeiten ungenutzt lassen. Jedes bisschen CO₂, das wir einsparen, kann uns beim Erreichen der Klimaziele helfen, ...sagt Dr. Uwe Gackstatter, Chef der Antriebssparte von Bosch. „Auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Mobilität dürfen wir, angefangen bei Elektromobilität bis hin zu erneuerbaren Kraftstoffen, keine technischen Möglichkeiten ungenutzt lassen. Jedes bisschen CO₂, das wir einsparen, kann uns beim Erreichen der Klimaziele helfen“, sagt Dr. Uwe Gackstatter, Chef der Antriebssparte von Bosch. „Wir freuen uns, das Pendant zu R33 Blue Diesel vorstellen und damit auch für Benzinmotoren bezüglich Nachhaltigkeit einen großen Schritt nach vorne gehen zu können“, sagt Felix Balthasar, Leiter Sonderkraftstoffe bei Shell. Sebastian Willmann, Leiter Verbrennungsmotorenentwicklung bei Volkswagen, sagt: „Blue Gasoline ist ein weiterer Baustein zur wirkungsvollen Senkung der CO₂-Emissionen im Fahrzeugbestand. Durch die hohe Lagerstabilität von Blue Gasoline ist der Kraftstoff besonders für den Einsatz in Plug-In Hybridfahrzeugen geeignet. Diese werden mit Ausbau der Ladeinfrastruktur und größeren Batterien zukünftig überwiegend elektrisch betrieben, sodass der Kraftstoff über längere Zeiträume im Kraftstofftank verbleiben kann.“ Höchste Ansprüche an Kraftstoffqualität und Nachhaltigkeit gestellt Der Blue Gasoline Kraftstoff entspricht der Norm EN 228/E10 und übererfüllt diese sogar in wesentlichen Parametern wie zum Beispiel Lagerstabilität und Siedeverhalten. Durch hochwertige Additivierung wird zudem ein hohes Maß an Motorsauberkeit und Korrosionsschutz gewährleistet. Der Kraftstoff kann damit nicht nur über das bestehende Tankstellennetz vertrieben, sondern in allen Neu- und Bestandsfahrzeugen eingesetzt werden, die für den Betrieb mit Super 95 E10 Benzin freigegeben sind. Die bis zu 33 Prozent erneuerbaren Anteile bestehen aus biobasiertem, vom Zertifizierungssystem ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) zertifiziertem Naphta oder Ethanol. Naphtha wird zum Beispiel aus dem sogenannten Tallöl gewonnen, einem Nebenprodukt in der Herstellung von Zellstoff für zum Beispiel Papier. Alternativ können auch weitere Rest- und Abfallstoffe als Ausgangsbasis dienen. Bosch Werktankstellen bieten nur noch CO₂-reduzierte Kraftstoffe In dem Blue Gasoline Projekt haben die drei Partner unter Berücksichtigung der motorischen Anforderungen und Nachhaltigkeit gemeinsam die zu erzielende Kraftstoffspezifikation definiert. Das entwickelte Produkt wurde intensiv auf Motorenprüfständen und in Versuchsfahrzeugen getestet – mit durchweg positivem Ergebnis. Bosch wird den Blue Gasoline bereits ab Mai 2021 an seine Werktankstellen bringen, beginnend mit dem Standort Schwieberdingen. Die Einführung an den Werktankstellen der Standorte Feuerbach und Hildesheim ist im Jahresverlauf 2021 vorgesehen. Das Angebot von konventionellem Super 95 E10 Ottokraftstoff wird dann sukzessive auslaufen. Den R33 Blue Diesel bietet Bosch an seinen Werktankstellen bereits seit Ende 2018 als einzig verfügbaren Diesel-Kraftstoff für Firmenautos und Fahrzeuge des internen Lieferverkehrs an. R33 Blue Diesel ist zudem an immer mehr regulären Tankstellen in Deutschland verfügbar. Aktuell sind es bundesweit bereits acht Tankstellen unterschiedlicher Marken. Weitere sollen hinzukommen. Erneuerbare Kraftstoffe sind kein Ersatz für Elektromobilität Für Bosch sind erneuerbare, CO₂-reduzierte oder CO₂-neutrale Kraftstoffe kein Ersatz für Elektromobilität, sondern eine Ergänzung. Sie sind grundsätzlich für alle Verkehrsträger sinnvoll, vor allem jedoch für jene, für die es noch keinen klaren und wirtschaftlichen Elektrifizierungspfad gibt. Das sind neben Schiffen und Flugzeugen vor allem Schwerlasttransporte und Bestandsfahrzeuge, aber auch all die Fahrzeuge, die heute und in den kommenden Jahrzehnten weltweit noch mit Verbrennungsmotor oder Hybridantrieb auf die Straßen kommen. Um eine schnelle Verbreitung im Markt zu fördern, liegt der Fokus auf erneuerbaren biogenen und synthetischen Kraftstoffkomponenten, die innerhalb der bestehenden Kraftstoffnormen in hohen Anteilen beigemengt werden können. Mit dem Einsatz von Blue Diesel und Blue Gasoline zeigt Bosch, dass neben Neufahrzeugen auch die Bestandsflotte einen Beitrag zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes im Verkehrssektor und damit zu den Klimazielen leisten kann.

Bosch und PTV Group: Bündnis für bessere Luft

23.03.2021

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Bosch und PTV Group: Bündnis für bessere Luft

Stuttgart – Die Luftqualität weiter verbessern und verkehrsnahe Emissionen in Städten verringern – das ist das Ziel der neuen Zusammenarbeit von Bosch und der PTV Group, dem Weltmarktführer für Mobilitäts- und Transportsoftware. Die neue Partnerschaft bringt das Know-how von Bosch im Bereich der Messung, Modellierung und Analyse von Luftqualitätsdaten mit der Expertise der PTV in Sachen Verkehrsplanung und -simulation zusammen. Städte erhalten damit die passenden Werkzeuge, um Mobilität und saubere Luft bestmöglich in Einklang zu bringen. In und außerhalb Europas kämpfen sehr viele Städte mit Luftqualitätsproblemen. Für ihre innovative Lösung sehen die beiden Unternehmen daher weit über 2 000 potenzielle Kunden in mehr als 120 Ländern. Maßnahmen für bessere Luft spielen vor allem in Städten eine wichtige Rolle. Hierfür braucht es präzise Daten und Simulationen über die Art und Verteilung der Emissionen und Immissionen. Unsere Zusammenarbeit schafft die Basis für eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität, beispielsweise durch verkehrslenkende Maßnahmen....Christian Stach, verantwortlicher Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Powertrain Solutions Präzise Daten für leistungsfähiges Verkehrsmanagement Eine erste konkrete Umsetzung der Kooperation ist bereits erfolgt. In der Verkehrssimulationssoftware PTV Vissim sind nun präzise, von Bosch erstellte Emissionsdaten verfügbar. Diese berechnet Bosch mit seiner cloudbasierten Air-Quality-Plattform auf Basis umfassender Verkehrsdaten. Stadt- und Verkehrsplaner können mit PTV Vissim sehr schnell überprüfen, wie sich etwaige verkehrliche Maßnahmen wie eine angepasste Ampelsteuerung auf die Fahrzeugemissionen und damit auf die Luftqualität auswirken. „Saubere Luft ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, urbane Räume lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten. Gleichzeitig wachsen unsere Städte, immer mehr Menschen und Güter sind unterwegs. Unsere Zusammenarbeit verknüpft die Daten-Expertise des führenden Technologieunternehmens Bosch mit der Analyse- und Simulationstechnologie der PTV. So können wir in Zukunft Städte noch besser dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen, um die Luftqualität nachhaltig zu verbessern“, sagt Christian U. Haas, CEO der PTV Group. „Maßnahmen für bessere Luft spielen vor allem in Städten eine wichtige Rolle. Hierfür braucht es präzise Daten und Simulationen über die Art und Verteilung der Emissionen und Immissionen. Unsere Zusammenarbeit schafft die Basis für eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität, beispielsweise durch verkehrslenkende Maßnahmen“, sagt Christian Stach, der verantwortliche Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Powertrain Solutions. Viel Potenzial für weitere Entwicklungen Bosch und die PTV Group planen für die Zukunft noch weitere innovative Lösungen auf Basis einer gemeinsamen Daten-Plattform. So sollen zum Beispiel auch die von Bosch mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellten Immissionsdaten aus der Bosch Cloud in die verschiedenen Softwarelösungen der PTV integriert werden. Zudem arbeitet ein Team aus Experten beider Unternehmen an einem ganzheitlichen „City-Dashboard“, mit dem neben den bisherigen Mobilitätsdaten künftig auch Luftqualitätsdaten in Echtzeit analysiert und visualisiert werden können. Auf dieser Grundlage lassen sich dann auch weitere Fragestellungen rund um Smart-Citys beleuchten, zum Beispiel bezüglich der bestmöglichen Lage von Ladesäulen sowie Lösungen für nachhaltige Mobilitätsangebote und den Transport von Gütern auf der letzten Meile.

Bosch-Umfrage in Europa zur Zukunft des Antriebs: Befragte bevorzugen Vielfalt b ...

20.10.2020

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Bosch-Umfrage in Europa zur Zukunft des Antriebs: Befragte bevorzugen Vielfalt b ...

Stuttgart – Elektroautos mit Batterie oder Brennstoffzelle, aber auch Benziner und Diesel – nach einer repräsentativen Bosch-Umfrage in vier europäischen Ländern, durchgeführt im Juni 2020 vom Marktforschungsinstitut Innofact, bleiben alle Antriebsarten relevant. Wenn sie sich morgen für ein neues Auto entscheiden müssten, fällt die Wahl bei der Hälfte der mehr als 2 500 Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien beim Erstwagen und von rund einem Drittel beim Zweitwagen zwar noch auf einen reinen Verbrenner. Doch auf die Frage nach dem meistgenutzten Antrieb im Jahr 2030 sehen rund 68 Prozent der Befragten in Europa den Elektroantrieb vorne, vor Hybriden und Verbrennern. Potenzial wird dem elektrischen Fahren mit der Brennstoffzelle beigemessen. Etwa jeder Dritte sieht darin die Technik für die Mobilität der Zukunft. „Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich. Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird“, sagt Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Die Elektromobilität kommt – das ist gut so. Bosch investiert allein in diesem Jahr 500 Millionen Euro in diesem Bereich. Gleichzeitig entwickeln wir auch den Verbrennungsmotor ständig weiter, weil er noch immer gebraucht wird....Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions Kaufprämien für alle Antriebsarten gewünscht Die Offenheit der Befragten für verschiedene Antriebsarten zeigt sich auch bei einem anderen Thema: Die Frage, ob sie neben den vielfach gewährten staatlichen Zuschüssen für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auch Kaufprämien für Fahrzeuge befürworten, die ausschließlich mit Verbrennungsmotor fahren, bejahen 70 Prozent der befragten Europäer. Die Zustimmung zu einem staatlichen Finanzzuschuss beim Kauf eines Autos mit konventionellem Antrieb ist mit 83 Prozent in Italien am höchsten und mit 60 Prozent in Großbritannien am niedrigsten. In Frankreich sind 77 Prozent dafür, in Deutschland 62 Prozent. „Eine Förderung moderner Verbrenner kann die Erneuerung des Fahrzeugbestands beschleunigen und hilft damit auch der Umwelt und dem Klima“, sagt Hartung. Knapp ein Drittel der Europäer sähe am liebsten sogar einen Zuschuss von wenigstens 9 000 Euro. Das entspricht der aktuellen maximalen Förderung von Elektroautos in Deutschland. Interessant ist zweierlei: Erstens halten immerhin 72 Prozent der befragten Stadtbewohner in den vier europäischen Ländern den Verbrennungsmotor für förderungswürdig. Zweitens spricht sich auch die Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen mehrheitlich (80 Prozent) für einen Verbrennerbonus aus. Auch Autos mit konventionellem Motor können klimaneutral gefahren werden. Der Schlüssel dazu ist synthetischer Sprit, die sogenannten eFuels – diese werden aus erneuerbarem Wasserstoff und mit CO₂ aus der Umgebungsluft hergestellt. Im Schnitt stimmen 57 Prozent der Teilnehmer an der Bosch-Umfrage der Aussage zu, dass die Politik eFuels steuerlich fördern sollte. „Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, kommen wir um eFuels nicht herum“, sagt Hartung. „Nur mit synthetischen Kraftstoffen können die weltweit mehr als eine Milliarde Fahrzeuge, die bereits auf den Straßen sind, zum Klimaschutz beitragen.“Nicht ohne ein Auto: Unter den Befragten in Europa herrscht Einigkeit Am Stellenwert des Autos und seiner Bedeutung für die Mobilität wird sich in Europa so schnell nichts ändern. Rund 60 Prozent der Befragten in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien können sich nicht vorstellen, auf ein Auto zu verzichten. Und auch von den restlichen etwa 40 Prozent ist die deutliche Mehrheit allenfalls zu einem teilweisen Verzicht bereit. Im ländlichen Raum Europas liegt die Zustimmungsquote für ein Auto bei 77 Prozent. Ähnliches gilt übrigens auch für die Generation der 18- bis 29-Jährigen, die ebenfalls zu rund der Hälfte ein klares Votum pro Auto abgeben. Während von allen Befragten in Deutschland (61 Prozent) und Großbritannien (47 Prozent) als wichtigster Grund für ein Auto die hohe Flexibilität angegeben wird, brauchen es Franzosen (41 Prozent) vor allem für die Arbeit. Dagegen ziehen die befragten Italiener (55 Prozent) das Auto anderen, für sie umständlicheren Mobilitätsformen vor. „Das Auto bleibt auf absehbare Zeit das Verkehrsmittel Nummer eins – mit den besten Voraussetzungen, noch klimafreundlicher zu werden“, sagt Hartung. Das Ziel von Bosch: Menschen sollen sich Mobilität leisten und im Einklang mit der Umwelt mobil bleiben können.Zukunft des Antriebs: Bosch setzt auf E-Mobilität und Verbrennertechnik Bosch will Mobilität so ressourcenschonend wie möglich gestalten und verfolgt die Vision eines CO₂-neutralen und nahezu emissionsfreien Verkehrs auf mehreren Wegen. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen geht die Zukunft des Antriebs technologieoffen an. Bosch will auf der einen Seite Marktführer in der Elektromobilität mit Batterie- und Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen werden. Sofern Ladestrom und Wasserstoff aus regenerativen Quellen stammen, sind E-Fahrzeuge klimaneutral unterwegs. Auf der anderen Seite entwickelt Bosch gezielt Verbrennungsmotoren weiter, um Klima und Umwelt bestmöglich zu schützen. Auch Benziner und Diesel können mit erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen klimaneutral gefahren werden. Weltweit erwartet Bosch für 2030, dass bereits rund ein Drittel aller neuzugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch fahren werden. Zwei Drittel aller Neufahrzeuge werden noch von einem Verbrenner angetrieben, davon viele als Hybrid.

Stadt, Land, Autobahn: Bosch bereitet dem klimaneutralen Transport den Weg

08.10.2020

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Stadt, Land, Autobahn: Bosch bereitet dem klimaneutralen Transport den Weg

Stuttgart – Klimaschutz im Straßenverkehr erfordert eine breite Technologieoffensive. Gerade im Nutzfahrzeugbereich sind die Anforderungen an Antriebslösungen vielfältig, da der CO₂-Ausstoß je nach Fahrprofil, Nutzlast und Fahrleistung stark variiert. Legen leichte Fahrzeuge eher kurze Strecken beispielsweise im innerstädtischen Verteilerverkehr zurück, transportieren Schwerlast-Lkw Waren und Güter über lange Distanzen. Bis 2030 müssen die CO₂-Emissionen gemäß EU-Vorgaben sowohl für leichte Nutzfahrzeuge als auch für schwere Lastwagen drastisch sinken. Bosch will künftig in allen Fahrzeugklassen einen Beitrag zum klimaneutralen Transport leisten. Dafür entwickelt das Unternehmen effiziente Antriebe – vom Verbrennungsmotor über den batterieelektrischen Antrieb bis zur Brennstoffzelle.Bosch-Antriebslösungen für Nutzfahrzeuge Lautlos durch die Stadt – der elektrische Antrieb für leichte Nutzfahrzeuge Innenstädte ohne Warenverkehr, Handwerker und andere Kleinunternehmer auf den Straßen sind nicht denkbar – zumal der Bedarf an Gütern und Dienstleistungen stetig steigt. Es bedarf daher zukunftsfähiger Antriebe, die Anwohner und Umwelt möglichst wenig belasten. Die elektrischen eCityTruck-Antriebslösungen von Bosch ermöglichen sowohl den lokal emissionsfreien als auch den geräuscharmen Betrieb. Als kompakte Module umfassen sie zum einen die eAchse, die Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe zu einer kompakten Einheit kombiniert. Zum anderen zählt dazu ein elektrisches Antriebsmodul ohne Getriebe. Beide Lösungen sind einfach integrierbar und lassen sich für leichte Nutzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen skalieren. Je nach Auslegung der Batterie ist eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern möglich. Lieferstrecken von meist weniger als 80 Kilometern am Tag lassen sich also ohne Probleme mit einer Batterieladung erreichen. „Dank unserer modularen eCityTruck-Antriebslösungen wird der elektrifizierte Antriebsstrang wirtschaftlich, kompakt und effizient“, sagt Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions. Bosch macht damit den E-Transporter fit für den Massenmarkt. Auch über Land unter Strom – die wirtschaftliche Elektrifizierung für den regionalen Lieferverkehr von 7,5 bis 26 Tonnen Bosch treibt die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen auch jenseits der Stadtgrenze voran. So hält das Unternehmen die elektrischen eRegioTruck-Antriebslösungen für mittelschwere und schwere Lastwagen genauso wie für Stadt- und Reisebusse sowie verschiedene Sonderanwendungen parat. Das Antriebskonzept leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, den regionalen Verkehr im Radius von etwa 250 Kilometern so wirtschaftlich und effizient wie möglich und darüber hinaus geräuscharm und lokal emissionsfrei zu gestalten. Zur Systemlösung gehören Elektromotor, Inverter und Vehicle Control Unit. Je nach Topologie kann der kompakte Elektromotor als separate elektrische Maschine in Verbindung mit einem Getriebe oder als Aktivteile, integriert in eine Starrachse, eingesetzt werden. Effizient im Fernverkehr – Antriebslösungen von Bosch für hohe Reichweiten und schwere Lasten Wegen der hohen Laufleistung und der transportierten Lasten ist der Hebel zur CO₂-Reduzierung im Fernverkehr besonders groß. Bosch bietet je nach Kundenanforderung weltweit die passende Antriebslösung – egal ob Diesel-, Erdgas-, batterieelektrischer oder brennstoffzellenelektrischer Antrieb. Darüber hinaus setzt sich Bosch aktuell mit den technischen Fragestellungen zum Einsatz von Wasserstoff in Verbrennungsmotoren auseinander und prüft die Marktfähigkeit dieser Technik. Heute verfügbare Motorentechnologien sowie bestehende Fahrzeugarchitekturen bilden bereits eine sehr gute Basis für die Ableitung dieses Ansatzes. eDistanceTruck-Antriebslösungen: Wie können künftig auch 40-Tonner über mehrere hundert Kilometer elektrisch unterwegs sein? Der Schlüssel hierzu liegt in den eDistanceTruck-Antriebslösungen von Bosch. Diese umfassen die Brennstoffzelle sowie den Hybridantrieb. Vor allem das Brennstoffzellensystem punktet mit der Kombination aus hoher Reichweite und kurzen Tankzeiten. Kommt regenerativ gewonnener Wasserstoff zum Einsatz, arbeitet die Brennstoffzelle klimaneutral. Bosch bietet verschiedene Lösungen für mobile Brennstoffzellensysteme an, um Kundenanforderungen weltweit zu erfüllen: vom Stack als Herzstück der Konstruktion über die einzelnen Komponenten in den Submodulen bis hin zum Gesamtsystem für Nutzfahrzeuge. Dank des kompakten Designs ist eine einfache Integration in bestehende Fahrzeugplattformen möglich. Den Stack entwickelt Bosch derzeit gemeinsam mit dem Start-up Powercell zur Marktreife. Dieser soll von 2022 an in Serie gefertigt werden. Geplanter Marktstart für das komplette Brennstoffzellensystem – das Fuel Cell Power Module von Bosch – ist im Jahr 2023. Zudem baut Bosch im EU-geförderten Projekt H2Haul aktuell mit anderen Unternehmen eine kleine Flotte von Brennstoffzellen-Lkw auf und bringt diese auf die Straße. Bosch-Komponenten für Erdgasantriebe: In Regionen mit gut ausgebauter Erdgas-Tankstelleninfrastruktur bildet der Erdgasantrieb von Bosch im Fernverkehr eine echte Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen. So erzeugt Erdgas im Vergleich zu Flüssigkraftstoffen geringere CO₂- und Partikelemissionen und bietet, abhängig von den jeweiligen Kraftstoffpreisen, in vielen Ländern Kostenvorteile. Bosch hält ein umfassendes Portfolio an bewährter Erdgastechnik für viele unterschiedliche Fahrzeugtypen parat. Diesel-Technik von Bosch: Der Dieselantrieb ist die dominierende Antriebsart im Nutzfahrzeug und wird auch auf absehbare Zeit erste Wahl bleiben. Kein anderer Verbrennungsmotor kommt so vielfältig zum Einsatz. Für ihn sprechen sein hoher Wirkungsgrad und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit sowie die möglichen hohen Motorleistungen. Zum Diesel-Portfolio von Bosch gehören insgesamt Komponenten für die Kraftstoffeinspritzung und Kraftstoffversorgung, Motor- und Luftsteuerung sowie für die Abgasnachbehandlung. Bosch hat diese auch für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen freigegeben. Zusammen mit dem chinesischen Motorenhersteller Weichai Power ist es Bosch gelungen, den Wirkungsgrad von Nutzfahrzeug-Dieselmotoren erstmals auf 50 Prozent zu erhöhen. Ein echter Meilenstein, der Höchstwert für Lkw lag bis dato bei maximal 46 Prozent. „Dies ist ein Beleg dafür, dass Bosch seine Diesel-Antriebssysteme für den Einsatz im On- und Off-Highway-Betrieb konsequent weiterentwickelt“, betont Gackstatter. So kommt in dem neuen Motor unter anderem das modulare Common-Rail-System für Nutzfahrzeuge von Bosch mit bis zu 2500 bar Einspritzdruck zum Einsatz. Es sorgt für eine effiziente Kraftstoffversorgung und -einspritzung, ist skalierbar und variabel in Motorgrößen mit bis zu acht Zylindern einsetzbar. Die Laufleistung beträgt je nach Segment bis zu 1,6 Millionen Kilometer, die Lebensdauer im sogenannten Off-Highway-Betrieb 15 000 Stunden. Im Übrigen trägt die Abgasnachbehandlung per Harnstoffeinspritzung, die sogenannte selektive katalytische Reduktion (SCR) im SCR-System mit Doppeldosierung von Bosch dazu bei, Dieselfahrzeuge noch emissionsärmer und ressourcenschonender zu fahren. Hierbei wird Harnstoff an einem motornahen und einem motorfernen Katalysator eingespritzt. Das System reagiert flexibel auf Bedingungen im Fahrbetrieb wie Hochlast-, Niederlastzyklen oder Kaltstart und kann dadurch den Ausstoß von Stickoxiden wirksam und effizient reduzieren – einhergehend mit niedrigem Kraftstoffverbrauch. Durchgehend vernetzt – das Internet of Things (IoT) im Antriebssystem für kürzere Entwicklungszeiten und schnellere Fehlerdiagnose Bosch vernetzt das Antriebssystem und liefert cloudbasierte Services für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus. Ein Beispiel für eine solche Internet-of-Things-Anwendung (IoT) ist Web-based-Validation in der Serienentwicklung. Hierbei werden Daten des kompletten Antriebsstrangs aus den angebundenen Fahrzeugen übertragen. Die Remote-Analyse – also der Fernzugriff – ermöglicht, verschiedene Applikationen gleichzeitig zu beobachten und auszuwerten. Etwaige Fehler im Antriebssystem werden frühzeitig erkannt. In der Folge lässt sich nicht nur die Entwicklungszeit verkürzen, sondern auch die Zuverlässigkeit von Serienanwendungen nochmals steigern. Darüber hinaus können weitere IoT-Anwendungen für Serienfahrzeuge drohende Ausfälle einzelner Komponenten mithilfe speziell entwickelter Algorithmen zielgerichtet beheben – und somit Stillstandzeiten effektiv vorbeugen.