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Bosch-Sensorplattform macht Roboter zu echten Bewegungstalenten

05.01.2026

Pressemeldung

Internet of Things

Bosch-Sensorplattform macht Roboter zu echten Bewegungstalenten

Las Vegas, NV – Im Zentrum der pulsierenden Robotik-Revolution und der rasant wachsenden Welt der Extended Reality (XR) steht eine stille, aber unverzichtbare Technologie: MEMS-Sensoren (Mikroelektromechanische Systeme). Ähnlich den komplexen Sinnen lebender Organismen bilden diese winzigen, hochentwickelten Bauteile das Fundament und verleihen Maschinen die entscheidende Fähigkeit, ihre eigene Bewegung und Orientierung wahrzunehmen und zu verstehen. Dieses räumliche Bewusstsein verwandelt komplexe Algorithmen in flüssige Bewegungen und immersive digitale Erlebnisse.Drei neue High-End-Sensoren für den Wachstumsmarkt Auf der CES® 2026 präsentiert Bosch Sensortec die BMI5-Plattform, eine neue Generation von Inertialsensoren (Beschleunigungs- und Gyroskopsensoren). Diese Sensoren bieten höchste Präzision bei extrem niedrigem Rauschen und erfassen so jede noch so kleine Bewegungsnuance in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen. Die Plattform basiert auf einer gemeinsamen Hardware-Grundlage und wird durch intelligente Software optimiert. Sie ist in drei Varianten erhältlich: BMI560, BMI563 und BMI570. Die Produkte der BMI5-Familie richten sich an Premiumhersteller der Unterhaltungselektronik und bilden die Basis für den wachsenden Markt für MEMS-Sensoren. Laut dem Marktforschungs- und Strategieberatungsunternehmen Yole Group wird dieser Markt, in dem Bosch Marktführer ist, bis 2030 voraussichtlich auf über 19,2 Milliarden US-Dollar anwachsen – mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von vier Prozent.* Um den Anforderungen der Serienproduktion mit hohem Produktionsvolumen gerecht zu werden, wurde die Reinraumfläche in der eigenen Bosch-Halbleiterfabrik in Reutlingen bis Ende 2025 von rund 35 000 Quadratmetern auf über 44 000 Quadratmeter erweitert. Spezifische Lösungen für vielfältige Anwendungen Der BMI560-Sensor lässt Virtual- und Augmented-Reality-Erlebnisse unglaublich realistisch wirken. Er erfasst Kopfbewegungen präzise und nahezu verzögerungsfrei und ermöglicht so eine natürliche Interaktion in 3D-Umgebungen. Dank fortschrittlicher Bildstabilisierung gelingen Smartphones und Action-Kameras auch unterwegs klare, verwacklungsfreie Fotos und Videos. Der BMI563 kompensiert Vibrationen und extreme Bewegungen und ist damit ideal für Roboter, die präzise navigieren müssen, oder für VR-Controller, die jede noch so subtile Handgeste erfassen. Er unterstützt diese Geräte dabei, ihre Umgebung und Bewegungen mit außergewöhnlicher Genauigkeit zu verstehen. So hilft beispielsweise der neue MEMS-Sensor von Bosch einem humanoiden Roboter, den richtigen Weg zu finden, selbst wenn die Kameralinse verdeckt ist. Der BMI570 optimiert Smartwatches und kabellose Kopfhörer. Im Vergleich zum Vorgängermodell bietet die neue Plattform einen doppelt so großen Messbereich. Dadurch können noch mehr Bewegungen und Gesten, insbesondere dynamische, erkannt werden. Für Kopfhörer aller Art liefert er präzise Daten zur Kopfbewegung für immersive 3D-Audioerlebnisse. So klingt beispielsweise die Stimme eines Anrufers oder Musik, als würde sie aus einer bestimmten Richtung kommen, weil Sensorik auf die Kopfbewegungen des Nutzers reagiert. Technische KI-Exzellenz gepaart mit verantwortungsvoller Innovation Ein Edge-KI-Klassifizierungssystem sorgt für einen permanenten Betrieb des Geräts, indem sie Bewegungsmuster direkt im Sensor erkennt. Dies reduziert den Energieverbrauch, beschleunigt die Reaktionszeiten und bietet intelligente Vorteile – wie die automatische Aktivitätserkennung auf einer Smartwatch ohne Benutzerinteraktion. Die BMI5-Plattform erfüllt in allen Varianten die höchsten Umweltstandards von Bosch Sensortec und vereint technische Leistungsfähigkeit mit verantwortungsvoller Innovation. Diese einheitliche Architektur ermöglicht Geräteherstellern eine optimierte und gleichzeitig nachhaltige Entwicklung über alle Produktlinien hinweg. Mit der BMI5-Plattform stärken wir die Grundlage für die nächste Generation von sensorbasierten Geräten...sagte Stefan Finkbeiner, CEO von Bosch Sensortec. „Unsere Kunden profitieren von gleichbleibender Präzision, Robustheit und herausragender Leistung über alle Varianten hinweg – für reaktionsschnelle XR-Systeme, zuverlässige Robotik und intuitive Wearables. Die Plattform vereint technische Exzellenz mit verantwortungsvoller Innovation und spiegelt damit unsere zentralen Bosch-Werte Qualität und Nachhaltigkeit wider. Sie unterstützt ein breites Anwendungsspektrum mit einer einzigen, skalierbaren Architektur. Und das war erst der Anfang. Die BMI5-Familie wächst weiter, weitere Varianten sind bereits in der Entwicklung.“ * Quelle: Status of the MEMS Industry 2025 report, Yole Group. Verfügbarkeit: Muster sind ab sofort für Direktkunden verfügbar. Die Serienproduktion der gesamten Produktpalette beginnt ab dem dritten Quartal 2026.

Bosch Tech Compass: 70 Prozent sehen KI als einflussreichste Technologie

05.01.2026

Pressemeldung

Internet of Things

Bosch Tech Compass: 70 Prozent sehen KI als einflussreichste Technologie

Stuttgart – Das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) kann kommen – darin ist sich die Mehrheit der weltweit mehr als 11 000 für den diesjährigen Bosch Tech Compass befragten Personen einig. Noch nie sahen die Befragten KI in so einem positiven Licht wie bei der diesjährigen Erhebung: Eine Mehrheit glaubt, dass KI die einflussreichste Technologie der kommenden Jahre wird und von allen Technologien den größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben wird. Mehr als die Hälfte aller Befragten weltweit fühlt sich bereit für die Veränderungen durch KI. Allerdings zeichnet sich auch eine gewisse Fortschrittsmüdigkeit ab: 57 Prozent wünschen sich zugleich einen Pause-Knopf und würde gerne die technologische Entwicklung bremsen, bis wir ihre Auswirkungen besser verstehen können.Deutsche mit höchsten Erwartungen an KI In Deutschland sind die mit KI verbundenen Erwartungen besonders hoch: 77 Prozent der Befragten hierzulande sehen in KI die einflussreichste Technologie der kommenden zehn Jahre. Doch wie auch in den Vorjahren ist gleichzeitig die Skepsis gegenüber technologischem Fortschritt bei den Befragten in Deutschland verhältnismäßig groß. Nur 59 Prozent glauben, dass Technologie die Welt besser machen wird – lediglich in Frankreich (53 Prozent) sind die Menschen noch skeptischer. Weltweit sind indes 71 Prozent Technologieoptimisten. Hierzulande fühlen sich aktuell nur 40 Prozent auf das KI-Zeitalter vorbereitet – der niedrigste Wert unter allen Ländern und auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Eine Antwort darauf, woher die Technologieskepsis in Deutschland kommt, könnten zwei weitere Ergebnisse liefern: Nur 30 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass das Bildungssystem innovatives Denken bei ihnen gefördert hat und nur 23 Prozent finden, dass die Regulierung im Land Innovation erfolgreich fördert – in beiden Punkten ist Deutschland damit Schlusslicht. "Die Ergebnisse des Bosch Tech Compass deuten darauf hin, dass wir in Deutschland die gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen steigern müssen", sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Um Innovation von der Forschung auf die Straße zu bekommen, müssen aber auch die innovationspolitischen Rahmenbedingungen stimmen: Dazu gehören etwa Maßnahmen wie steuerliche Entlastung für Investitionen in innovative Technologien, mehr Agilität und weniger Bürokratie. Insgesamt würde ich uns als Gesellschaft mehr Mut zum Risiko wünschen. Und wenn etwas nicht funktioniert, dann sollten wir dies nicht als Scheitern sehen, sondern als Teil des Lernprozesses...sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Tanja Rückert, Mitglied der Geschäftsführung und CDO der Robert Bosch GmbH, sagt zu den Ergebnissen: „Wir sehen weltweit eine rasch wachsende Zahl innovativer KI-Lösungen, wie wir sie uns vor wenigen Jahren noch nicht vorstellen konnten. Daher ist es nicht überraschend, dass die Zahl der Menschen, die KI als die einflussreichste Technologie unserer Zukunft sehen, in nur drei Jahren weltweit von 41 Prozent auf 70 Prozent in die Höhe geschnellt ist.“ 59 Prozent würden ihr Kind zur Gründung eines Start-ups ermutigen Die positive Haltung zu Innovation und Risiko ist auch eine kulturelle Frage: 59 Prozent der Befragten weltweit würden ihr Kind ermutigen, die Hochschule zu überspringen und ein Start-up zu gründen, wenn dieses eine bahnbrechende Idee hätte. Diesen Mut zum Risiko teilen nur 52 Prozent der deutschen Befragten. Dabei entstehen nur durch diesen Mut die Lösungen von morgen. Gefragt nach den Feldern, auf die technologische Innovation fokussiert werden sollte, wurden weltweit am häufigsten der Klimawandel (37 Prozent), der Zugang zu Gesundheitsleistungen (31 Prozent) sowie Cyber-Sicherheit (28 Prozent) genannt. KI mit größtem positiven und größtem negativen Einfluss Den Befragten zufolge wird KI nicht nur die einflussreichste Technologie der kommenden zehn Jahre sein, sondern auch die mit dem größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft. Davon gehen 43 Prozent weltweit aus. Mit klarem Abstand dahinter folgen Biotechnologie und Climate Engineering, denen 36 Prozent beziehungsweise 32 Prozent einen besonders positiven Einfluss zutrauen. Doch die Befragten sehen eine Kehrseite: Auch bei den negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft rangiert KI ganz oben vor allen anderen Technologien und wird von 34 Prozent genannt. Humanoide Roboter und selbstfahrende Fahrzeuge folgen dahinter. Für uns bei Bosch ist das ein klarer Auftrag: Innovation muss mit Verantwortung einhergehen. Gerade beim Thema KI ist es daher wichtig, dass wir weltweit Regeln für eine vertrauenswürdige KI einführen. Gleichzeitig muss vermieden werden, dass die Entwicklung und Nutzung von KI durch Überregulierung beschnitten wird...sagt Tanja Rückert, Mitglied der Geschäftsführung und CDO der Robert Bosch GmbH. Zur Studie: Für den Bosch Tech Compass hat die Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) im Herbst 2025 insgesamt mehr als 11 000 Personen über 18 Jahren in sieben Ländern befragt. In Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich nahmen jeweils 1 000 Personen teil, in Brasilien, China, Indien und den USA jeweils 2 000 Personen. Bosch ist zu keinem Zeitpunkt der Befragung als Auftraggeber genannt worden.

Hannover Messe 2024: Nachhaltige Lösungen von Bosch für Fabrikautomation, Wasser ...

22.04.2024

Pressemeldung

Wirtschaft

Hannover Messe 2024: Nachhaltige Lösungen von Bosch für Fabrikautomation, Wasser ...

Stuttgart / Hannover – Die Industrie ist der Motor jeder Volkswirtschaft. Sie schafft Arbeitsplätze, sichert Wohlstand, sorgt für Wachstum durch Handel. Wenn die Branche auch in diesem Jahr wieder bei der Hannover Messe zusammenkommt, hat sie weiterhin eine große Herausforderung im Gepäck: Angesichts des Klimawandels müssen Fabriken nachhaltig werden und Ressourcen schonen. Bosch zählt zu den führenden Fabrikausrüstern und hilft mit einem breiten Portfolio an Lösungen für die Fabrikautomation, Wasserstoff-Wirtschaft, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) Industrieunternehmen bei der grünen Transformation.Bosch-Industrietechnik ist gefragt: 2023 konnte sich das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in einem von geopolitischen Spannungen, Konjunkturschwäche und Zinseffekten geprägten, volatilen Marktumfeld behaupten. Der Umsatz mit Industrietechnik wuchs auf 7,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 6,8 Prozent, wechselkursbereinigt um 10,2 Prozent. Zum Wachstum beigetragen haben vor allem auch die Zukäufe von HydraForce und Elmo Motion Control. „Wir verfolgen mit der Industrietechnik eine langfristige Wachstumsstrategie“, sagt Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH und zuständig für die Bereiche Industrial Technology sowie Digital Business und Services. „Wir wollen unsere Marktposition stärken, regionale Lieferketten ausbauen und bis 2028 unseren Umsatz mit Industrietechnik auf 10 Milliarden Euro steigern.“ Wir wollen unsere Marktposition stärken, regionale Lieferketten ausbauen und bis 2028 unseren Umsatz mit Industrietechnik auf 10 Milliarden Euro steigern....Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH Bosch stellt auf der Hannover Messe 2024 Technologien und Lösungen rund um die Themenfelder Automatisierung, Digitalisierung sowie Wasserstoff vor. „Die Industrietechnik ist wie kaum ein anderer Bereich ein sogenannter ‚Early Adopter‘ für Anwendungen der künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung“, sagt Tanja Rückert. „KI, Software und Vernetzung helfen, Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit in der Produktion zu steigern. Nur mit einem starken Industriesektor können wir Lebensstandard und Wohlstand sichern.“ Generative KI: Prozesse verbessern, Qualität steigern Bosch möchte mithilfe generativer KI in der Fertigung die Produktionssteuerung, -überwachung und -kontrolle weiter verbessern. In zwei deutschen Werken hat das Unternehmen erste Projekte gestartet, bei denen generative KI synthetische Bilder erzeugt, um KI-Lösungen für die optische Inspektion zu entwickeln und zu skalieren oder bereits vorhandene KI-Modelle zu optimieren. Bosch geht davon aus, dass sich so die Zeit von Projektierung über Inbetriebnahme bis hin zum Hochlauf von KI-Anwendungen von derzeit sechs bis zwölf Monaten auf nur noch wenige Wochen reduziert. Nach erfolgreicher Pilotierung soll dieser Service, den die Bosch Forschung entwickelt hat, zur Generierung synthetischer Daten allen Unternehmensstandorten angeboten werden. ctrlX AUTOMATION: Der Baukasten für die Automatisierung Für die Fabrikautomation hat Bosch Rexroth mit ctrlX AUTOMATION ein Automatisierungssystem, bestehend aus Hardware, Software und Apps entwickelt, das alle Bausteine für komplette Automatisierungslösungen bereitstellt. ctrlX AUTOMATION reduziert den Komponenten- und Engineering-Aufwand um 30 bis 50 Prozent. Die Partnerwelt ctrlX World erweitert das Lösungsangebot kontinuierlich um Hardware und insbesondere Apps. 100 Partner bringen bisher ihre Stärken und Lösungen ein. Seit dem Start vor fünf Jahren ist die Zahl der Kunden auf rund 1 500 gewachsen. 2023 ist der entsprechende Umsatz um 30 Prozent gestiegen. Batteriefertigung: Komponenten für automatisierte Anlagen Ob in der Elektromobilität, Unterhaltungselektronik oder Gebäudetechnik – der Bedarf an Energiespeichern ist größer denn je. Bosch Rexroth bietet ein umfassendes Portfolio für die Batteriefertigung an, dass Einzelkomponenten, Systemlösungen und Subsysteme aus der Linear-, Schraub- und Transfertechnik sowie das durchgängig offene Automatisierungssystem ctrlX AUTOMATION umfasst. Auch in der Batteriefertigung kommt es auf Geschwindigkeit und Präzision an. Bosch Rexroth hat beispielsweise schnell einsetzbare Linearroboter für typische Anwendungen wie das Handhaben von Zellen oder Packs sowie Schrauben oder Dosieren entwickelt, die Prozesse in der Modul- bzw. Packmontage und -demontage optimieren. Batterierecycling: Automatisierungslösung für Tiefentladung von Batterien Immer mehr Elektroautos rollen leise und emissionsarm über die Straßen. In den Batterien sind wertvolle, seltene Rohstoffe wie Lithium oder Nickel verbaut, deren Rückgewinnung ökonomische wie ökologische Vorteile haben. Mit seinem Lösungsbaukasten für die Diagnose, Entladung und Zerlegung von gebrauchten Fahrzeugbatterien ermöglicht Bosch Rexroth die Automatisierung dieser Prozessschritte. Die Automatisierung dieser Prozessschritte vor der eigentlichen prozesstechnischen Rückgewinnung der Rohstoffe ermöglicht ein Batterierecycling im industriellen Maßstab und bietet die Möglichkeit zur flexiblen Skalierung. Stack und Smart Electrolysis Module: Technik für H2-Elekrolyseure Bosch will Wasserstoff nicht nur verwenden, sondern auch smarte Technik für die Erzeugung bereitstellen. Dafür hat das Unternehmen den Elektrolyse-Stack – das Herzstück eines Elektrolyseurs – entwickelt. Der Stack besteht aus über hundert Elektrolyse-Zellen, die Wasser mit Strom in Sauerstoff und Wasserstoff umwandeln. Er ist auf eine Leistung von 1,25 Megawatt ausgelegt. Dies entspricht einer Wasserstoffproduktion von 23 Kilogramm pro Stunde. Der Bosch Elektrolyse-Stack ist für den Einsatz in kleineren Anlagen ab 1 Megawatt bis hin zu Großanlagen der Gigawattklasse geeignet und soll ab 2025 marktreif sein. Zusätzlich plant Bosch den Elektrolyse-Stack mit Steuergerät, Leistungselektronik und Sensoren zum sogenannten Smart Electrolysis Module zu kombinieren. Fertigungs- und Prüftechnik: Entstehungsprozess von Brennstoffzellen Bosch Manufacturing Solutions (BMG), der Sondermaschinenbau von Bosch, bietet fortschrittliches Fertigungsequipment und Prüftechnik für die Brennstoffzellenfertigung – von einzelnen Komponenten bis hin zu ganzen Systemen. Insgesamt stammt mehr als 50 Prozent des Fertigungsequipments von Bosch. Bei den Prüfungen der Stacks und Systeme werden natürliche Bedingungen simuliert und die PEM-Brennstoffzellen in der End-of-Line-Funktionsprüfung auf Herz und Nieren geprüft: Gaszusammensetzung, Temperatur, Druck und Feuchtegrad entsprechen dabei realen Verhältnissen in Fahrzeugen. Dabei arbeiten die Prüfstände effizient: 50 Prozent des eingesetzten Wasserstoffs wird für neue Prüfprozesse zurückgewonnen. Auf der Hannover Messe wird erstmalig ein Prüfstand für PEM (Proton Exchange Membrane) Elektrolyse Stacks vorgestellt. Dieser Prüfstandstyp kann für die Entwicklung als auch für die End-of-Line Funktionsprüfung ausgebaut werden und ist in Größenklassen zwischen 50 kW und 3 MW verfügbar. Unterwasser-Aktuator eSEA: Elektrifizierung von Offshore-Anlagen Wasserstoff wird zukünftig oft auch in der Peripherie – in der Wüste oder auf dem Meer produziert – und damit weit weg von seinem späteren Einsatzort. Damit die für grünen Wasserstoff und das Abscheiden und die Einlagerung von CO2 nötigen Offshore-Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können, muss die Anlagentechnik in Anschaffung und Betrieb deutlich kostengünstiger werden als bisher. Bosch Rexroth hat dazu eine elektrische Lösung zur Steuerung von Ventilen in Unterwasser-Prozessanlagen in bis zu 4 000 Metern Tiefe entwickelt. Damit entfällt die bisherige Betätigung der Ventile über hydraulisch angetriebene Aktuatoren, die über kilometerlange Leitungen mit Hydraulikaggregaten über Wasser verbunden sind. Wasserstofftankstellen: Antriebslösungen zur Verdichtung von H2 Wasserstofftankstellen leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Mobilitätssektors. Innerhalb der nächsten sechs Jahre sollen weltweit mehrere tausend Wasserstofftankstellen in Betrieb gehen. Bosch Rexroth hat gemeinsam mit Partnern skalierbare Lösungen servohydraulischer Verdichterantriebe im Leistungsbereich zwischen 10 und 280 kW für die Komprimierung von Wasserstoff entwickelt. Denn um Fahrzeuge schnell und reibungslos mit dem Kraftstoff betanken zu können, muss dieser auf bis zu 900 bar verdichtet werden. Eine neue elektrohydraulisch angetriebene Kryopumpe entstand in einer Partnerschaft mit FirstElement Fuel, einem führenden Anbieter für den kommerziellen Betrieb von Wasserstofftankstellen in den USA. Die Kryopumpe verdichtet flüssigen Wasserstoff beispielsweise direkt auf 875 bar. Ziel ist die Betankung schwerer Nutzfahrzeuge mit 100 kg Wasserstoff innerhalb von 10 Minuten. Mit der Direktbetankung entfallen bislang notwendige Zwischenspeicher an den Tankstellen. Erste Tankstellen sollen ab 2025 ausgerüstet werden. Darüber hinaus hat Bosch Rexroth mit Maximator Hydrogen skalierbare, wartungsarme Antriebseinheiten von aktuell bis 250 kW entwickelt, die Tankstellenbetreibern einen kostengünstigen Einstieg in die Wasserstofftechnologie ermöglichen. Die neuen containerbasierten Verdichter haben das Potenzial, die Gesamtkosten für Betreiber um die Hälfte gegenüber am Markt verfügbaren Alternativen zu senken. Die schweizerische Coop-Gruppe nutzt für ihren Warentransport bereits Wasserstoff-Lkws, die an fünf Tankstellen mit Technik von Maximator und Bosch Rexroth betankt werden. Bosch auf der Hannover Messe Bosch Rexroth – Halle 6, Stand D26 Bosch Connected Industries – Halle 9, Stand F27 Bosch Manufacturing Solutions – Halle 13, Stand C33 Ausgewählte Panels mit Bosch Expertinnen und Experten • Gipfel der Forschung – Paneldiskussion mit Dr. Tanja Rückert, Geschäftsführerin und Chief Digital Officer, Robert Bosch GmbH, Montag, 22. April 2024, 14:30 Uhr – 15:15 Uhr MESZ, Convention Center (CC), Saal 1 • Podiumsdiskussion „Zukunft des Mittelstands: Nachhaltigkeit organisieren & digitale Geschäftsmodelle etablieren“ mit Lisa Reehten, Geschäftsleitung, Bosch Climate Solutions, Dienstag, 23. April 2024, 17:15 Uhr – 17:35 Uhr MESZ in Halle 8, Stand D17 • Podiumsdiskussion „AI meets Automation“ mit Hans Michael Krause, Director ctrlX World Bosch Rexroth AG, Dienstag, 23. April 2024. 13:30 Uhr – 14:00 Uhr MESZ in Halle 3, Stand A76 • Vortrag „Digitale Zwillinge: Worüber niemand redet” mit Dr. Birgit Boss, Bosch Connected Industry, Donnerstag, 25. April 2024, 15:00 – 15:25 Uhr MESZ, Industrie 4.0 Conference Stage, Halle 8, Stand D17 • Podiumsdiskussion „Die Rolle von 6G bei der Gestaltung der nächsten industriellen Ära“ mit Andreas Müller – Mittwoch, 24. April 2024, 14.45 Uhr – 15.30 Uhr MESZ, Halle 14 Stand H06

Gemeinsam für mehr Sicherheit auf der Straße: Bosch und Microsoft erarbeiten neu ...

28.02.2024

Pressemeldung

Automatisierte Mobilität

Gemeinsam für mehr Sicherheit auf der Straße: Bosch und Microsoft erarbeiten neu ...

Stuttgart – Es ist ein Szenario, das sich kein Autofahrer wünscht: Ein Ball rollt auf die Fahrbahn und im nächsten Moment könnten Kinder auf die Straße laufen, ohne auf den Verkehr zu achten. Ein menschlicher Fahrer kann diese Situation durch sein Kontextwissen einschätzen. Heutige assistierte und automatisierte Fahrsysteme hingegen müssen das erst noch erlernen. Bosch untersucht, wie sich generative KI zur Verbesserung automatisierter Fahrfunktionen einsetzen lässt. Vor diesem Hintergrund ergründen Bosch und Microsoft derzeit Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und zur maximalen Nutzung generativer KI. „Bosch arbeitet daran, eine neue Dimension von KI-Anwendungen im Fahrzeug zu erschließen“, sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich des diesjährigen AIoT-Branchentreffens Bosch Connected World in Berlin. Generative KI soll es dem Fahrzeug künftig ermöglichen, Situationen einzuschätzen, entsprechend zu reagieren und so Verkehrsteilnehmer noch besser zu schützen. Mehr Sicherheit im Straßenverkehr – das wünschen sich auch 60 Prozent der Befragten des diesjährigen Bosch Tech Compass, einer weltweiten, repräsentativen Bosch-Umfrage zu den Themen Technologie und KI. Bosch arbeitet daran, eine neue Dimension von KI-Anwendungen im Fahrzeug zu erschließen,...sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Generative KI soll mehr Sicherheit in Straßenverkehr bringen Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass eine Zusammenarbeit die Leistung automatisierter Fahrfunktionen auf die nächste Stufe heben würde. Die Hoffnungen ruhen dabei auf generativer KI, mit der der Komfort im Fahrzeug und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht werden sollen. Um die generative KI zu füttern, dürften sich das umfassende Fahrzeugverständnis und die automobilspezifische KI-Expertise von Bosch als ebenso überaus wertvoll erweisen wie der Zugang des Technologieunternehmens zu Fahrzeugsensordaten. „Microsoft steht voll und ganz hinter der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Daher freuen wir uns darauf, im Bereich generativer KI Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Bosch zu ergründen“, sagte Uli Homann, CVP und Distinguished Architect bei Microsoft. Wenn es darum geht, Systeme für das automatisierte Fahren zu trainieren, kommt KI heute noch schnell an ihre Grenzen. Aktuelle Fahrerassistenzsysteme können zwar bereits Personen, Tiere, Objekte und Fahrzeuge erkennen, doch schon in naher Zukunft könnten sie mithilfe generativer KI bestimmen, ob in der jeweiligen Situation ein Unfall droht. Generative KI trainiert Systeme für automatisiertes Fahren auf der Grundlage großer Datenmengen, aus denen so verbesserte Erkenntnisse gezogen werden. So ließe sich beispielsweise ableiten, ob es sich bei einem Objekt auf der Fahrbahn um eine Plastiktüte oder beschädigte Fahrzeugteile handelt. Mit dieser Information kann entweder eine direkte Kommunikation zum Fahrer aufgenommen werden – wie die Einblendung von Warnhinweisen – oder es können entsprechende Fahrmanöver eingeleitet werden – wie eine Bremsung unter Einschalten des Warnblinkers. Bosch und Microsoft haben bereits bei der Entwicklung einer Softwareplattform für die nahtlose Vernetzung von Autos und Cloud zusammengearbeitet und werden nun gemeinsam neue Möglichkeiten ergründen, um ihre Kunden und die gesamte Automobilbranche in den Genuss hochmoderner KI-Technologie zu bringen. Generative KI als Innovationsbooster „Generative KI ist ein Innovationsbooster und kann die Industrie verändern, ähnlich wie die Erfindung des Computers“, sagt Bosch-Geschäftsführerin und Chief Digital Officer Dr. Tanja Rückert. Das zeigt auch der neue Bosch Tech Compass 2024: Demnach sind 64 Prozent der Befragten der Meinung, dass KI die bedeutendste Technologie der Zukunft ist. Zum Vergleich: Nur ein Jahr zuvor waren davon lediglich 41 Prozent der Befragten überzeugt. Generative KI ist ein Innovationsbooster und kann die Industrie verändern, ähnlich wie die Erfindung des Computers,...sagt Bosch-Geschäftsführerin und Chief Digital Officer Dr. Tanja Rückert. Von der Fertigung bis zum Berufsalltag – bei Bosch kommt generative KI bereits in vielen Bereichen zur Anwendung. Dabei arbeitet das Unternehmen neben Microsoft mit mehreren Partnern, darunter AWS, Google und Aleph Alpha, zusammen. Schon im vergangenen Jahr hat die Corporate-Venture-Capital-Einheit der Bosch-Gruppe, Bosch Ventures, in das KI-Unternehmen Aleph Alpha investiert. Darüber hinaus hat Bosch eine inhaltliche Zusammenarbeit mit dem Start-up angekündigt, um gemeinsam neue Anwendungsfälle, sowohl für Beschäftigte als auch für Kunden von Bosch, umzusetzen. „Bosch und Aleph Alpha wollen voneinander lernen, vom Know-how des jeweils anderen profitieren und gemeinsam an domänen-übergreifenden Anwendungsfällen arbeiten“, so Rückert. Diese Partnerschaft trägt nun erste Früchte: Bosch führt in Nordamerika in Zusammenarbeit mit Aleph Alpha eine KI-basierte Spracherkennung im Auftrag eines Premium-Automobilherstellers ein. Ein Sprach-Bot versteht und beantwortet dabei Pannenservice-Anrufe mithilfe einer natürlichen Sprachverarbeitung, die auch Dialekte, Akzente und Stimmungen erfasst. Die Wartezeit für den Fahrer wird aufgrund der Direktannahme des Gesprächs auf ein Minimum reduziert. Bereits 40 Prozent der Anrufe können automatisiert bearbeitet und gelöst werden. Bei komplexeren Anfragen übermittelt der Bot alle relevanten Informationen an einen Service-Center-Agenten, der den Fall unmittelbar übernimmt. Von der KI-Suchmaschine bis hin zur Fertigung Insgesamt beschäftigen sich derzeit bei Bosch KI-Experten mit inzwischen deutlich mehr als 120 konkreten Anwendungsmöglichkeiten, die sich aus neuen KI-Modellen für Beschäftigte und Kunden des Unternehmens ergeben. Dazu zählen beispielsweise die Generierung von Software-Programmcode oder leistungsfähige Chat- und Voicebots zur Unterstützung von Technikern oder zur Interaktion mit Endkunden. Ende 2023 ist die unternehmensinterne KI-Suchmaschine „AskBosch“ live gegangen, die über natürliche Sprache schnelleren Zugriff auf verschiedenste, beispielsweise im Intranet verteilte Datenquellen bietet. Zusätzlich zu extern verfügbaren Daten bezieht „AskBosch“ auch interne Datenquellen mit ein. So können die Bosch-Mitarbeitenden Bosch-spezifische Informationen recherchieren. Auch in der Fertigung sorgt generative KI für mehr Geschwindigkeit: Bosch startet in zwei deutschen Werken erste Projekte, bei denen generative KI synthetische Bilder erzeugt, um KI-Lösungen für die optische Inspektion zu entwickeln und zu skalieren oder bereits vorhandene KI-Modelle zu optimieren. Bosch geht davon aus, dass sich so die Zeit von Projektierung über Inbetriebnahme bis hin zum Hochlauf von KI-Anwendungen von derzeit sechs bis zwölf Monaten auf nur noch wenige Wochen reduziert. Nach erfolgreicher Pilotierung soll dieser Service zur Generierung synthetischer Daten allen Bosch-Standorten angeboten werden. Bosch Tech Compass 2024: Tempo beim Einsatz künstlicher Intelligenz Der Einsatz von KI in immer mehr Lebensbereichen macht auch die berufliche Weiterbildung immer wichtiger: Davon sind 58 Prozent der Befragten des Bosch Tech Compass überzeugt. Vor allem in den USA ist die Zustimmung mit 63 Prozent groß (Deutschland: 54 Prozent, China: 52 Prozent). Bosch macht auch hier Tempo beim Einsatz künstlicher Intelligenz und nimmt seine Mitarbeitenden auf diesem Weg mit. Im Jahr 2019 hat Bosch ein KI-Trainingsprogramm ins Leben gerufen, um zunächst 30 000 Mitarbeitende im Bereich künstliche Intelligenz zu schulen. Bisher haben rund 28 000 Mitarbeitende das Programm durchlaufen. Dieses wurde ebenso wie der Bosch-KI-Kodex, der ethische Leitlinien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz setzt, um Inhalte zu generativer KI ergänzt. Alle Ergebnisse des Bosch Tech Compass 2024 finden Sie hier . Über die Umfrage: Für die repräsentative Studie wurden im Dezember 2023 von der Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) im Auftrag der Robert Bosch GmbH Personen ab 18 Jahren in sieben Ländern (Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien und USA) online befragt. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden jeweils mindestens 1 000 Personen befragt, in Brasilien, China, Indien und den USA jeweils mindestens 2 000 Personen. Die Stichproben sind repräsentativ für das jeweilige Land in Bezug auf Region, Geschlecht und Alter (BR, DE, FR, UK, US: 69 Jahre / CN, IN: 18–59 Jahre).