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Bosch und NIO vereinbaren strategische Partnerschaft

09.07.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch und NIO vereinbaren strategische Partnerschaft

Berlin – Die Bosch-Gruppe und das Elektroauto-Unternehmen NIO haben eine strategische Kooperation mit Fokus auf Sensorik, automatisiertes Fahren, Elektromotorsteuerung und intelligente Transportsysteme vereinbart. Die Zeichnungszeremonie fand im Beisein der deutschen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem chinesischen Premier Li Keqiang in Berlin statt. Seit Juni 2018 liefert NIO das 7-Sitzer-Elektro-SUV ES8 an Kunden in China aus. In diesem Fahrzeug werden Schlüsselkomponenten von Bosch wie Fahrerassistenzsysteme, Steuergeräte, Sensorik und der elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster verbaut. Die Komponenten sollen für neue NIO-Fahrzeugmodelle weiterentwickelt werden.Über Bosch in China Bosch ist in China bereits seit 1909 aktiv und mit allen Unternehmensbereichen vertreten. Im Bereich Mobility Solutions arbeitet das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit internationalen und lokalen Herstellern sowie Start-ups zusammen. An rund 60 Standorten beschäftigt Bosch derzeit mehr als 60 000 Mitarbeiter im Land und erzielte 2017 einen Umsatz von 14,9 Milliarden Euro im chinesischen Markt – ein zweistelliger Anstieg gegenüber dem Vorjahr . Bosch setzt in China auf eine starke Lokalisierung. Neben Partnerschaften stehen die lokale Fertigung sowie Forschung und Entwicklung im Fokus. Insgesamt flossen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 4,8 Milliarden Euro in die chinesischen Bosch-Standorte – allein 2017 waren es knapp 840 Millionen Euro. In Wuxi entsteht die weltweit erste Produktionsstätte für 48-Volt-Batterien in Elektroautos. Im November 2018 soll in Nanjing der erste iBooster-Produktionsstandort von Bosch im asiatisch-pazifischen Raum offiziell an den Start gehen. Damit will das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten und automatisierten Antriebslösungen in China bedienen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird der zweite Bauabschnitt des Werks für Automobilelektronik in Wujin, Changzhou, fertiggestellt. Zudem ist für 2018 die Eröffnung eines Artificial Intelligence Centers in China geplant. Über NIO NIO’s Mission ist es, mit intelligenten Premium-Elektrofahrzeugen und einem herausragenden Nutzererlebnis Lebensfreude zu vermitteln. NIO, gegründet im November 2014, ist ein global aufgestelltes Elektroauto-Unternehmen mit erstklassigen Design-, Forschungs- und Entwicklungs-, Fertigungs- sowie Servicezentren in Schanghai, Peking, San José, München, London sowie an neun weiteren Standorten. Unter der Leitung von Kris Tomasson, Vice President of Design, wird in Deutschland die Marken- und Produktdesignentwicklung vorangetrieben. Im November 2017 wurde die NIO GmbH von der Chinesischen Handelskammer in Deutschland ausgezeichnet. Das Formel-E-Team von NIO sicherte sich bei der ersten Formel-E-Meisterschaft 2015 den Fahrertitel. 2016 stellte NIO eins der schnellsten Elektroautos der Welt vor, den EP9. Der EP9 erzielte den Rundenrekord für Elektrofahrzeuge auf der Nordschleife und auf drei weiteren Rennkursen von Weltrang. 2017 präsentierte NIO das visionäre Fahrzeug EVE. Am 28. Juni 2018 startete die offizielle Auslieferung des 7-Sitzer-Hochleistungs-Elektro-SUV NIO ES8 in China.

Bosch punktet mit schlauer Technik in Japan

07.06.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

Bosch punktet mit schlauer Technik in Japan

Tokio – Die Bosch-Gruppe punktet in Japan mit innovativen und intelligenten Lösungen für den lokalen Markt sowie auch weltweit beim Geschäft mit japanischen Automobilkunden. „Bosch hat in Japan einen großen Sprung gemacht. Wir arbeiten mit japanischen Autohersteller daran, die Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung der Mobilität voranzutreiben. Zudem setzen wir immer stärker auf das Geschäft mit IoT-Lösungen wie zum Beispiel im Bereich der intelligenten Landwirtschaft“, so Klaus Meder, Vorsitzender von Bosch in Japan. Im vergangenen Jahr erzielte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in Japan einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in das laufende Jahr ist Bosch Japan gut gestartet. Diese Entwicklung ist vor allem dem stetig wachsenden Geschäft mit Mobilitätslösungen zu verdanken, das einen Großteil des Umsatzes von Bosch in Japan ausmacht. 2017 konnte das Unternehmen in diesem Bereich doppelt so schnell wachsen wie der lokale Markt. Zudem entwickelte sich die Sparte Industrial Technology gut. Bosch ist bereits seit 1911 in Japan vertreten und beschäftigt aktuell rund 6 600 Mitarbeiter im Land.Geschäft mit Japans Automobilherstellern wächst zweistellig Auch der weltweite Verkauf an japanische Autohersteller stieg im Vergleich zum Vorjahr mit rund elf Prozent kräftig an – und wuchs damit das sechste Jahr in Folge zweistellig. Bosch rechnet damit, dass dieser Trend mittelfristig anhält. Bosch beliefert japanische Hersteller nicht nur in Japan selbst, sondern ist weltweit in Kundennähe aufgestellt. In der Region ASEAN beispielsweise beträgt der Marktanteil japanischer Autobauer rund 90 Prozent. Die Bosch-Gruppe investiert dort kontinuierlich: Ende 2017 eröffnete in Thailand das zweite Werk für Mobilitätslösungen – eine Gesamtinvestition von 80 Millionen Euro. In der neuen Smart Factory rollen unter anderem Einspritzventile, Verbindungstechnik und Klopfsensoren vom Band. Der Standort in Hemaraj verfügt zudem über ein Zentrum für Forschung und Entwicklung (F&E). Dort arbeiten rund 60 Mitarbeiter an der Weiterentwicklung von Benzineinspritzsystemen. Auch in Vietnam baut Bosch seine Fertigung weiter aus: In Dong Nai, rund 40 km östlich der Stadt Ho Chi Minh City, stellt das Unternehmen seit 2008 Schubgliederbänder für stufenlose Automatikgetriebe her. Nun investiert Bosch rund 60 Millionen Euro, um das Werk zur Smart Factory umzurüsten und die Kapazität zu erhöhen. Die Gesamtinvestition in den vietnamesischen Produktionsstandort wird sich damit von 2011 bis Ende 2018 auf mehr als 320 Millionen Euro belaufen. Ausbau des IoT-Geschäfts: Lösungen für Smart Farming Neben dem Geschäft mit Mobilitätslösungen setzt Bosch auch in Japan auf vernetzte Lösungen und greift dabei auf die hohe Innovationskraft des Landes zurück. Im vergangenen Jahr ist beispielsweise das Produkt „Plantec“ erfolgreich auf den Markt gekommen: eine smartes System, das den Anbau von Tomaten in japanischen Treibhäusern verbessern kann. Die Lösung ist auf den lokalen Markt zugeschnitten, da der Anbau in Treibhäusern in Japan besonders relevant ist. „Plantec“ misst mittels Sensoren die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur, den Kohlendioxidgehalt sowie die Sonneneinstrahlung. Diese Umgebungsparameter sind ausschlaggebend für die Entwicklung der Pflanzen und werden durch ein Gateway an einen Cloud-Server übertragen. Dort übernimmt ein System die Datenauswertung und bezieht dabei andere wichtige landwirtschaftliche Parameter sowie die Wettervorhersage mit ein. Die Ergebnisse werden in einer App angezeigt. Die Lösung kann Infektionsrisiken analysieren und mit künstlicher Intelligenz den Einsatz von Pestiziden im Voraus planen. Landwirte können so den Verlust der Ernte signifikant verringern. Die Projektarbeit wird gemeinsam mit dem Bosch Artificial Intelligence Center (BCAI) durchgeführt. Ende 2018 wird das Unternehmen den Service für Erdbeeren und Gurken erweitern. Bosch hat zum Ziel, bis 2020 rund zehn Prozent der Treibhausbetriebe Japans zu beliefern.