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EICMA 2023: Bosch nimmt mit Softwarelösungen und neuen Antriebssystemen Kurs auf die Zukunft

Two-Wheeler & Powersports bei Bosch wächst

Two-Wheeler & Powersports bei Bosch wächst

  • Wachstum in schwierigem Umfeld: Umsatz von Bosch Two-Wheeler & Powersports wächst zwischen 2019 und 2023 im Schnitt um 8 Prozent
  • Immer auf dem neuesten Stand: Lösungen von Bosch ermöglichen „Updates over-the-Air“ und „Functions on Demand“
  • Nachhaltig im Straßenverkehr: Neuer Elektroantrieb mit 6 Kilowatt Leistung vereint Fahrspaß und Alltagsnutzen
Jennifer Gass

Jennifer Gass

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Mailand, Italien – Digital, vernetzt, elektrifiziert: Die Mobilitätswelt befindet sich im Wandel und mit ihr auch das Motorrad. Bosch hat mit seiner Motorradstabilitätskontrolle (Motorcycle Stability Control; MSC) das Motorradfahren bereits sicherer gemacht und setzt nun mit weiteren Technologien nach: Mit innovativen Fahrerassistenz- und Antriebssystemen, neuen Lösungen im Bereich Elektrifizierung sowie smarten Vernetzungslösungen bleibt Bosch im Zweiradsegment auf der Überholspur.

Stärker positionieren kann sich das Unternehmen insbesondere mit Software-Lösungen, die auch im Motorradmarkt an Bedeutung gewinnen.

Die Zweiradwelt verändert sich grundlegend, und Bosch macht Motorräder fit für die Zukunft. Bosch kann Software und Elektromobilität – und stellt das auch in der Motorradwelt unter Beweis.

sagt Geoff Liersch, Leiter Two-Wheeler & Powersports bei Bosch, anlässlich der Mailänder Motorradmesse EICMA 2023.

Die steigende Nachfrage nach Lösungen von Bosch für Motorräder und Powersports-Fahrzeuge spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen wider: Von 2019 bis 2023 ist der Umsatz von Bosch Two-Wheeler & Powersports trotz eines volatilen wirtschaftlichen Umfelds im Schnitt um 8 Prozent gewachsen. Im selben Zeitraum hat der weltweite Motorradmarkt durchschnittlich nur um 1-2 Prozent zugelegt. Insgesamt arbeiten bei Bosch inzwischen rund 500 Mitarbeitende weltweit an immer neuen Ideen und Lösungen für Motorräder, Quads, Motorschlitten und Co. von heute und morgen – das ist eine Verdreifachung seit 2016. Zugleich steht dem Team das Netzwerk an Entwicklerinnen und Entwicklern von Bosch Mobility zur Verfügung. „Bosch ist ein wichtiger Entwicklungstreiber im Zweirad-Markt. Wir bieten unseren Kunden von einzelnen Komponenten bis hin zu kompletten System-Lösungen. Das macht uns technisch wie geschäftlich erfolgreich“, so Geoff Liersch.

Bosch-Technik vereint Fahrspaß und technologischen Fortschritt

Im Automobilbereich zunehmend Standard, befinden sich „Functions on Demand“, also Funktionen auf Abruf, auch beim Zweirad auf dem Vormarsch. Dabei knüpft Bosch weiterhin an seine Kernkompetenzen an: Lösungen entwickeln, die technologischen Fortschritt und Fahrspaß vereinen. Softwarelösungen von Bosch ermöglichen es Motorradfahrern, neue Funktionen auch nach dem Fahrzeugkauf zu installieren. „Kunden können in Zukunft je nach Hersteller nachträglich zusätzliche Fahrzeugfunktionen per Update erhalten, die ihnen ein personalisiertes Fahrerlebnis über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hinweg ermöglichen“, sagte Geoff Liersch. „Dank unserer umfassenden Systemkompetenz können wir diese Updates auf alle wichtigen Fahrzeugfunktionen auslegen.“ Spezielle oder erweiterte Fahrmodi für Rennstrecke und Offroad, aber auch Komfortfunktionen für die nächste lange Tour können so auf Wunsch und Abruf hinzugefügt werden. Das geschieht bequem über das eigene Smartphone: Die neuen Funktionen werden über die Fahrzeughersteller-App heruntergeladen und anschließend auf das Motorrad aufgespielt.

Für Hersteller bietet sich diese Lösung auch bei elektrischen Zweirädern an: So kann beispielsweise die Drosselung von Geschwindigkeiten, je nach Landesvorgaben oder Führerscheinklasse, gesetzt oder aufgehoben werden. Mit der gleichen Funktionsarchitektur ermöglicht Bosch Software-Updates „over-the-Air“: Diese können per App mit dem eigenen Smartphone aus der Cloud abgerufen und aufs Motorrad oder Powersports-Fahrzeug aufgespielt werden, um etwa etwaige relevante Aktualisierungen durchzuführen oder Fahrzeugfunktionen zu verbessern. Das steigert Sicherheit und Komfort, zugleich können die Hersteller den Markt schneller bedienen und Innovationen einfacher vorantreiben.

Bosch stellt neuen Elektroantrieb mit 6 Kilowatt Leistung vor

Nicht nur im Bereich Software schreitet Bosch voran. Auf Hardware-Ebene setzt das Unternehmen auf Neuentwicklungen für ein effizientes Motormanagement für Verbrennungsmotoren und arbeitet zugleich an Lösungen für Elektroantriebe. Bis 2026 will Bosch konzernweit 6 Milliarden Euro im Bereich Elektromobilität umsetzen – ein Trend, der sich auch im Produktbereich Two-Wheeler & Powersports verstärkt. „Insbesondere in asiatischen Ländern, wo das Zweirad vielfach Rückgrat der Mobilität ist, kann Elektrifizierung zur massiven Verbesserung von lokaler Luft- und Lebensqualität beitragen“, sagte Geoff Liersch. Während bisher kleinere Leistungsklassen des Elektroantriebs bis 3 Kilowatt (kW) im Vordergrund standen, geht Bosch jetzt neue Wege und stellt den integrierten 6 kW-Elektroantrieb vor, der Fahrspaß und Alltagsnutzen vereint. Mit seinen Leistungswerten ist der neue Motor prädestiniert für Fahrzeugarchitekturen wie große Roller oder klassische Motorräder im urbanen Umfeld und auf Überlandfahrten. Dazu Geoff Liersch: „Mit dem Serienstart ab 2025 können Hersteller dank des neuen 6 kW-Motors von Bosch auch Zweiradsegmente elektrifizieren, die bisher eher mit Verbrennertechnik am Markt verfügbar sind. Damit erfüllen wir nicht nur Mobilitätsansprüche für den täglichen Mobilitätsbedarf in Städten, sondern auch den Wunsch nach Fahrspaß außerhalb der urbanen Zentren.“

Die 2-in-1-Lösung von Bosch bietet ein integriertes Motorsteuerungskonzept mit Fahrzeugsteuerung und Inverter. Die sogenannte One-Box-Lösung in kompakter Bauweise schafft – ähnlich der eAchse von Bosch für Pkw – Stauraum für die Batterie im Fahrzeug. Zudem verfügt der Motor über ein passives Kühlkonzept. Statt durch ein aufwendiges Wasserkühlsystem wird der Antrieb durch den Fahrtwind gekühlt. Hersteller, die auf den neuen Elektromotor von Bosch setzen, können somit Systemkosten sparen.

Bosch auf der EICMA 2023

Mobility ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2023 mit 56,2 Milliarden Euro knapp 60 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Anbieter in der Mobilitätsindustrie. Bosch Mobility verfolgt die Vision einer sicheren, nachhaltigen und begeisternden Mobilität. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Elektrifizierung, Software und Services, Halbleiter und Sensoren, Fahrzeugcomputer, fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme sowie Systeme zur Regelung der Fahrdynamik. Hinzu kommen Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 429.000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.