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Presse-Feature #Bosch als Arbeitgeber

Vom Ankommen bis zum Schritt auf den Arbeitsmarkt

Bosch unterstützt die Integration von Geflüchteten

Trix Boehne

Trix Boehne >

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Knapp 1,3 Millionen Asylsuchende erreichten Deutschland zwischen 2015 und Mitte 2017. Die Integration ist eine Herausforderung, besonders mit Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt. Nur wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten, kann sie gelingen. Bosch sieht sich hier in der Verantwortung, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern daran mitzuwirken – auch, weil Bosch als internationaler Arbeitgeber Mitmenschen anderer Kulturkreise als Bereicherung sieht und in der Tradition seines Gründers wirtschaftliches Handeln und soziale Verantwortung vereint.

Seit Ende 2015 unterstützt Bosch Geflüchtete mit verschiedenen Maßnahmen. Diese fußen auf drei Säulen: dem Engagement der Mitarbeiter, Aktivitäten an den deutschen Bosch-Standorten und zentralen Initiativen. Die Art der Unterstützung orientiert sich dabei am Bedarf vor Ort. Bis ins Frühjahr 2016 konzentrierte sich Bosch auf akute Hilfe bei der Unterbringung von neu ankommenden Geflüchteten, Spenden und die Förderung lokaler Initiativen. So wurden etwa Liegenschaften und firmeneigene Wohnungen als Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Heute steht die langfristige Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt im Vordergrund.

Unterstützung von ehrenamtlichem Engagement

Viele Bosch-Mitarbeiter sind ehrenamtlich in Projekten mit Geflüchteten tätig. Um dieses Engagement zu unterstützen, rief das Unternehmen die Spendenaktion „Bosch hilft“ ins Leben. Im Rahmen der Aktion verdoppelte Bosch bis Ende Januar 2016 Mitarbeiterspenden an den Verein „Primavera – Hilfe für Kinder in Not“. Mit der Gesamtsumme von 820 000 Euro wurden anschließend 113 Projekte unterstützt, die von Bosch-Mitarbeitern vorgeschlagen worden waren. Dabei wurden nicht nur Kinder unterstützt. Viele dieser Projekte konzentrieren sich darauf, Geflüchteten die Integration in Deutschland zu erleichtern, zum Beispiel durch zusätzliche Sprachkurse, gemeinsame Sport- und Freizeitaktivitäten und Hilfe bei Behördengängen. Daneben unterstützen einzelne Bosch-Standorte lokale Initiativen zusätzlich mit Sachspenden.

Vorbereitung auf ein Berufsleben in Deutschland

Planungssicherheit und ein stabiles soziales Umfeld sind entscheidend dafür, dass sich Geflüchtete in die Gesellschaft integrieren können. Für beides leistet eine berufliche Perspektive einen wichtigen Beitrag. Bosch bringt hier seine Stärken als Ausbildungsunternehmen ein und bereitet Geflüchtete gezielt auf den Arbeitsmarkt vor. An rund 30 Standorten in Deutschland bietet das Unternehmen Betriebserkundungen, zusätzliche Praktikumsplätze und Einstiegsqualifizierungen zur Vorbereitung auf eine Ausbildung an. Schwerpunkte bilden dabei Berufe wie Anlagenführer und das Berufsfeld Metallbearbeitung.

Ziel der Qualifizierungsmaßnahmen ist das Angleichen des Bildungsniveaus: Vielen Geflüchteten fehlen neben Deutschkenntnissen auch schulische Qualifikationen und eine genaue Vorstellung von hiesigen Berufsbildern, die Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung sind. Die Qualifizierungsangebote von Bosch sollen dabei helfen, diese Lücke zu schließen. Verantwortlich für die Maßnahmen sind die jeweiligen Ausbildungsabteilungen vor Ort, die die Programme in enger Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Institutionen und Behörden gestalten. Bosch stellt für diese Projekte insgesamt eine Million Euro an Sondermitteln für 2016 und 2017 zur Verfügung. Bislang konnten mit den Angeboten 750 Geflüchtete erreicht werden. Wer im Anschluss eine Ausbildung bei Bosch beginnen möchte, durchläuft das reguläre Auswahlverfahren. Aktuell absolvieren sieben Geflüchtete eine Ausbildung bei Bosch in Deutschland. Zusätzlich unterstützt Bosch drei Studienstipendien für syrische Geflüchtete im Rahmen des Baden-Württemberg-Programms.

Engagement in Netzwerken

Neben diesen Maßnahmen in eigenen Betrieben engagiert sich Bosch gemeinsam mit anderen Unternehmen in regionalen Initiativen, die Geflüchteten Informations- und Weiterbildungsangebote machen. Dazu gehört der „Ausbildungscampus“, ein Projekt der Bürgerstiftung Stuttgart. Neben Bosch sind dort 15 weitere Unternehmen und Institutionen aktiv. Geflüchtete erhalten unter anderem Sprachunterricht, Beratung bei der Berufsorientierung und Unterstützung bei der Bewerbung.

Um Integrationsaktivitäten deutschlandweit zu bündeln, hat Bosch im Februar 2016 gemeinsam mit 35 weiteren Unternehmen das Netzwerk „Wir zusammen“ gegründet. Die Initiative gibt verschiedenen Integrationsprojekten aus der deutschen Wirtschaft eine Plattform und soll so weitere Unternehmen und Organisationen dazu ermutigen, eigene Angebote zu machen und Erfahrungen auszutauschen.

Hilfe in Krisengebieten

Die Integration in Deutschland ist nur der letzte Schritt einer langen Flucht. Nach wie vor leiden Menschen in Krisengebieten im Nahen Osten und Nordafrika. Bosch unterstützt daher auch Organisationen, die Katastrophenhilfe vor Ort leisten. Ein Beispiel ist die ambulante Klinik des deutschen Chirurgen Hassan Naggar, der selbst syrische Wurzeln hat. Nahe der syrischen Grenze im türkischen Antalya behandelt er bis zu 500 Geflüchtete pro Tag – kostenlos. Vor allem Kinder, Schwangere und ältere Menschen suchen ihn auf. Dank einer Spende von Bosch konnte die Einrichtung Medikamente für sechs Monate finanzieren.

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 395 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2020). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 71,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Mit ihren weltweit mehr als 400 Standorten ist die Bosch-Gruppe seit Frühjahr 2020 CO₂-neutral. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 73 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 129 Standorten, davon etwa 34 000 Software-Entwickler.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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