Suche

Pressemeldung #Wirtschaft
teilen

Bosch Rexroth klar auf Wachstumskurs

  • Auftragseingang erreicht mit 7,5 Milliarden Euro Höchstwert
  • Umsatz um 20 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gesteigert
  • Lieferfähigkeit trotz Pandemie und Lieferengpässen aufrechterhalten
  • Innovationen ausgezeichnet
  • Optimistischer Ausblick mit Einschränkungen
Jan Saeger

Jan Saeger

X

Lohr – Bosch Rexroth hat das Geschäftsjahr 2021 trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich abgeschlossen. Der Auftragseingang stieg um 44 Prozent auf den Rekordwert von 7,5 Milliarden Euro und sichert weiteres Wachstum. Der Umsatz legte um 20 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zu. Damit erreicht das Unternehmen im zweiten „Pandemiejahr“ wieder das Vorkrisenniveau. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg um 4,7 Prozent auf nun rund 31.100 weltweit.

„Das Geschäftsjahr 2021 haben wir erfolgreich gestaltet – dank starker Teamleistung. Trotz Pandemie und konjunktureller Herausforderungen ist es uns gelungen, den Umsatz zu steigern, unsere Kunden zuverlässig zu beliefern und ihre Zufriedenheit weiter zu erhöhen. Bei den Auftragseingängen haben wir einen Höchstwert erzielt. Wir sind klar auf Wachstumskurs“, erläutert Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG.

Umsatz: starkes Wachstum weltweit

Das Umsatzwachstum für 2021 speiste sich aus deutlich zweistelligen Zuwachsraten in allen Regionen der Welt. Den größten Anstieg gegenüber dem letzten Jahr verzeichnete Bosch Rexroth mit 23,5 Prozent in Europa außerhalb Deutschlands. Dort wurden rund 2 Milliarden Euro umgesetzt. In Deutschland stieg der Umsatz um 18,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. In den Amerikas legte der Umsatz um 18,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu, in Asien um 15,9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Insgesamt liegt der Umsatz mit 6,2 Milliarden Euro damit wieder auf dem Niveau von 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie.

Auftragseingang: Rekordwert als Basis für weiteres Wachstum

Beim Auftragseingang erzielte Bosch Rexroth 7,5 Milliarden Euro. Das sind rund 800 Millionen Euro mehr als beim vergleichbaren Höchstwert von 2018. Gegenüber dem Vorjahr hat Bosch Rexroth sein Auftragseingangsvolumen um 43,1 Prozent gesteigert. Der Zuwachs beschleunigte sich im Jahresverlauf, vor allem im vierten Quartal. Der starke Auftragseingang bietet Potenzial für weiteres Wachstum. Das volumenstarke Hydraulikgeschäft zeigte eine starke Nachfrage, auch die Aktivitäten in der Fabrikautomation wuchsen stark.

Ausgaben für Forschung & Entwicklung sowie Investitionen deutlich gestiegen

Bosch Rexroth investiert weiter in die Zukunft: 344 Millionen Euro flossen in Forschung und Entwicklung – ein Plus von 5,8 Prozent. Schwerpunkte waren die Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen, in der Fabrikautomation das Portfolio auf Basis der Automationsplattform ctrlX AUTOMATION sowie integrierte Achssysteme im Bereich der Industriehydraulik.

Mit rund 180 Millionen Euro gab das Unternehmen 78,2 Prozent mehr für sein internationales Produktionsnetzwerk aus als im Vorjahr. Die Investitionen flossen vor allem in die Optimierung, den Ausbau und die Erneuerung von Fertigungskapazitäten in Deutschland, der Türkei, China und Italien. Die mittelfristige Planung sieht weiterhin signifikante Investitionen in Produktion und Logistik vor.

„Mit unseren umfangreichen Investitionen und Entwicklungsaktivitäten wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern, weiteres Wachstum ermöglichen und attraktive Arbeitsplätze sichern“, sagt Najork.

Team wächst, weiterer Bedarf an Fachkräften

Das Team von Bosch Rexroth wuchs 2021 weltweit vor allem wegen der hohen Auslastung in der Fertigung um rund 1.400 Mitarbeitende oder 4,7 Prozent auf nun rund 31.100. Den höchsten absoluten Zuwachs verzeichnete Deutschland (+410 Mitarbeitende beziehungsweise 3 Prozent). Anteilig am stärksten wuchs die Belegschaft in Nord- und Südamerika (+15,5 Prozent beziehungsweise 384 Mitarbeitende). Bosch Rexroth hat weiterhin starken Bedarf an Fachkräften, vor allem für die Aktivitäten in der Fabrikautomation, in den fertigungsnahen Bereichen und der Softwareentwicklung sowie als Vertriebsingenieure und -ingenieurinnen.

Innovationen: ausgezeichnet und vorgestellt

Der neue, weltweit kompakteste elektrische Subsea Valve Actuator SVA R2 von Bosch Rexroth wurde auf der Hannover Messe mit dem international bedeutendsten Industriepreis Hermes Award 2021 ausgezeichnet. Der Aktuator zum sicheren Öffnen und Schließen von Ventilen wird auf dem Meeresgrund eingesetzt und trägt dazu bei, die CO₂-Emissionen von Prozessanlagen sowie Umweltrisiken erheblich zu senken. Darüber hinaus eignet sich der SVA R2 für den Einsatz in zukünftigen Prozessanlagen, für die Erzeugung von grünem Wasserstoff sowie für Anwendungen, mit denen Kohlendioxid gespeichert werden kann. Aktuell werden erste Pilotanwendungen mit verschiedenen Anlagenherstellern und -betreibern vorbereitet.

Die Automationsplattform ctrlX AUTOMATION gewann den Deutschen Innovationspreis 2021. Die Steuerungstechnik vereint bislang getrennte Welten in einem durchgängig offenen und modularen System: Maschinensteuerung, Informationstechnologie und das Internet der Dinge. Die Plattform ist bereits bei mehreren hundert Kunden im Einsatz und wird fortwährend erweitert.

Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen können dank der modularen und skalierbaren eLION-Plattform von Bosch Rexroth durch einen elektrischen Antriebsstrang lokal emissionsfreie Konzepte zum Fahren oder Arbeiten der Maschinen, hybrid oder vollelektrisch, schnell umsetzen. Hierzu bietet Bosch Rexroth hocheffiziente und leistungsstarke Elektromotoren, Generatoren und Inverter kombiniert mit Getriebetechnik und Hydraulik, ergänzt durch modulare Software.

Nachhaltigkeit für Kunden und in eigenen Abläufen

Nachhaltigkeit spielt nicht nur bei den Innovationen im Produktportfolio eine große Rolle. Bereits seit 2020 arbeiten die 47 Produktionsstandorte von Bosch Rexroth klimaneutral. In einem weiteren Schritt reduziert das Unternehmen die indirekten CO2-Emissionen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Dazu zählen der Verbrauch von Rohstoffen, die Emissionen bei der Herstellung von Vorprodukten durch Zulieferer und die eigentliche Produktnutzung. Ziel ist es, bis 2030 die CO2-Emissionen entlang der Lieferkette um 15 Prozent zu senken.

Ausblick für 2022: Optimismus mit Einschränkungen

„Wir blicken grundsätzlich optimistisch nach vorn und gehen von einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum aus – doch der Krieg in der Ukraine und die noch immer nicht überwundene Corona-Pandemie sind wegen ihrer weltweiten Auswirkungen eindeutig Unsicherheitsfaktoren“, so Najork. „Die Sicherheit unserer Teams weltweit steht immer an erster Stelle. Zu unseren Kunden halten wir den Kontakt digital und persönlich intensiv aufrecht – beispielsweise in unserem neuen Kunden- und Innovationszentrum in Ulm. Und wir setzen alles daran, unsere Kunden weiterhin zuverlässig zu beliefern.“

Bosch Rexroth passt sich deshalb angesichts des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie weiterhin kontinuierlich an die Rahmenbedingungen an. Konkret wird beispielsweise die Bedarfsentwicklung mit Kunden und Lieferanten eng abgestimmt. Zur Absicherung der Lieferfähigkeit werden, wo erforderlich, langfristige Vereinbarungen geschlossen und Zweitlieferanten aufgebaut, um lokale Beschaffung in den Märkten zu ermöglichen. Expertenteams bewerten fortlaufend die Versorgungsrisiken und ergreifen präventive Maßnahmen. Dies gilt auch mit Blick auf die globalen Transportnetzwerke.

Chancen ergeben sich beispielsweise durch staatliche Infrastrukturprojekte, die die Nachfrage nach Baumaschinen fördern. In Europa und Nordamerika ist ein Aufbau neuer Produktionswerke für Güter aller Art zu beobachten, um die Lieferketten zu regionalisieren. Die weltweiten Initiativen und staatlichen Maßnahmen zum Klimaschutz führen zu einem hohen Modernisierungsbedarf bei installierten Maschinen und Anlagen, um die Energieeffizienz zu steigern. Auch die digitale Transformation des Maschinenbaus bleibt ein Wachstumstreiber. So erschließt das Unternehmen mit dem „Industrie 4.0 Center Asien“ im chinesischen Xi‘an neue Märkte und Anwendungen im weltweit größten Industriemarkt.

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 429 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Diese hat die durch den Firmengründer Robert Bosch testamentarisch verfügte Aufgabe, für den langfristigen Bestand des Unternehmens und speziell für dessen finanzielle Unabhängigkeit zu sorgen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.