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Robert Bosch Venture Capital Co-Lead-Investor in Finanzierungsrunde über 10 Mio. USD für SiteAware

Aron Bahnmüller >

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Durch weniger Baufehler zum vollen Effizienzpotenzial in der Bauindustrie

  • Robert Bosch Venture Capital ist bei der Investition gemeinsam mit Axon Ventures führend.
  • SiteAware definiert einen neuen Standard für digitale Bauprüfung – das Ziel: First Time Quality und die Vermeidung von Baurisiken.
  • Dr. Ingo Ramesohl, Geschäftsführer von RBVC, erklärt: „SiteAware hat das Potenzial, Qualitätskontrollen in der Baubranche zu revolutionieren.“

Stuttgart. Die Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC), die Venture-Capital-Gesellschaft der Bosch-Gruppe, führt gemeinsam mit Axon Ventures die Serie-A-Finanzierungsrunde für SiteAware Ltd an. Die Investition in das Start-up aus dem israelischen Tel Aviv beträgt insgesamt 10 Millionen US-Dollar. An der Finanzierungsrunde sind auch bestehende Investoren wie lool Ventures, Oryzn Ventures, Kluz Ventures und Power Capital Venture beteiligt. Mit den Finanzmitteln aus dieser Runde baut SiteAware sein Geschäft in ganz Nordamerika aus.

Die Plattform für Bauprüfung ermöglicht mittels künstlicher Intelligenz (KI) hochpräzise Qualitätskontrollen in Echtzeit. Hierfür nutzt sie eine spezielle Digital-Twinning-Engine in Verbindung mit KI-basierter Anomalie-Erkennung. SiteAware definiert einen neuen Standard für digitale Bauprüfung (DCV). Das Ziel: First Time Quality (FTQ)1 und die Vermeidung von Baurisiken.

„Die spezielle KI von SiteAware optimiert die Bauarbeiten vor Ort und hilft der Branche somit, die Baukosten zu senken“, erläutert Dr. Ingo Ramesohl, Geschäftsführer von RBVC. „Die Technologie für digitale Bauprüfung von SiteAware unterstützt die Teams vor Ort dabei, ihre FTQ-Performance zu verbessern. Daher sind wir davon überzeugt, dass sie das Potenzial hat, Qualitätskontrollen in der Baubranche zu revolutionieren.“

Niedrigere Kosten und höhere Effizienz dank DCV

Die Baubranche ist mit mehr als 680.000 Unternehmern, die über 7 Millionen Mitarbeiter beschäftigen, eine wichtige Säule der US-Wirtschaft. Bisher setzt sie ausschließlich auf Stichprobenkontrollen durch Menschenhand und sucht weiterhin nach den richtigen Werkzeugen und Prozessen für umfassende Gebäudeprüfungen. Die fortschrittliche Lösung von SiteAware bietet einen digitalen Mehrwert für eine Branche, die laut des Handelsverbandes der US-amerikanischen Bauindustrie AGC (Associated General Contractors of America) jährlich Neubauten im Wert von rund 1,3 Billionen US-Dollar errichtet. „10 bis 30 Prozent dieses Betrags gehen auf Kosten durch Baufehler und Risikominimierung zurück“, betont Zeev Braude, CEO von SiteAware. „Die Technologie von SiteAware senkt diesen Aufwand deutlich, wovon die Kunden profitieren.“

Mithilfe boden- und drohnengestützter Kameras erfasst SiteAware im Bau befindliche Gebäude digital und erstellt hochpräzise 3D-Modelle des geprüften Bereichs. Das Modell wird dann mit den genehmigten Bauplänen abgeglichen, um Abweichungen zwischen Soll- und Istzustand sichtbar zu machen. Dies eröffnet einen umfassenden Echtzeitüberblick über die Arbeiten, der auch kleinste Abweichungen nachvollziehbar macht. So können die Teams vor Ort erforderliche Anpassungen vornehmen und damit spätere Überarbeitungen vermeiden.

Zudem lässt sich aus dem 3D-Modell von SiteAware unkompliziert ein präzises As-Built-Modell2 eines Gebäudes erstellen. Die Erfassungstechnologie von SiteAware ist nicht nur sehr zeit- und ressourcensparend, sondern es erübrigt sich so auch die physische Vermessung von Bauten etwa per Präzisionslaserdistanzmessung und 3D-Laser-Scan.

„Die Corona-Pandemie hat den Bedarf an DCV sogar weiter gesteigert. Die SiteAware-Lösung half Bauprojekten, effizient zu bleiben und trotz Personalreduktion und Social Distancing plangemäß voranzuschreiten“, ergänzt Ramesohl.

Hochkarätiges Team mit bahnbrechender Technologie

Durch die jüngste Finanzierung kann SiteAware sein erfahrenes Managementteam vergrößern. Diesem stehen CEO Zeev Braude sowie Mitbegründer und CTO Ori Aphek vor, die gemeinsam 40 Jahre Branchenerfahrung mitbringen. Braudes Führungserfahrung rund um B2B-Geschäfts- und SaaS-Produkte in Umfeldern, die sich rasch entwickeln, ergänzt Apheks Expertise bei Optik- und Computer-Vision-Lösungen. Gemeinsam verfügen sie über das nötige Know-how, um SiteAware zum Marktführer in einer Branche zu machen, die nur darauf wartet, von der Digitalisierung zu profitieren.

1 Diese Kennzahl aus der verarbeitenden Industrie steht für den Prozentanteil der auf Anhieb fehlerfreien Teile. Diese müssen weder inspiziert noch überarbeitet oder ersetzt werden. Dieses Prinzip greift auch im Bauwesen.

2 As-Built-Modelle zeigen Gebäude oder Flächen in ihrer tatsächlichen Ausführung. Die As-Built-Dokumentation wird direkt nach dem Bau (bzw. einer bestimmten Bauphase) oder zu einem späteren Zeitpunkt erstellt.

Die Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC) ist die Venture Capital Gesellschaft der Bosch-Gruppe, einem international führenden Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. RBVC investiert weltweit in innovative Start-up-Unternehmen in allen Entwicklungsphasen. Der Schwerpunkt der Investmenttätigkeit von RBVC liegt dabei auf Technologieunternehmen, die an Themen arbeiten, die für Bosch aktuell und künftig von Bedeutung sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Automatisierung und Elektrifizierung, Energieeffizienz, Softwaretechnologien und Medizintechnik. Darüber hinaus investiert RBVC in Services und Geschäftsmodelle sowie neue Werkstoffe und Materialien mit Relevanz für die zuvor genannten Geschäftsfelder.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.rbvc.com

Über SiteAware
SiteAware entwickelt die branchenweit erste Plattform für digitale Bauprüfung (DCV). Sie überprüft in Echtzeit, ob Bauarbeiten vollständig durchgeführt wurden und ob Abweichungen bestehen. Mit SiteAware trifft das Projektteam schnell Entscheidungen und kann so Nacharbeitskosten senken sowie Mängel und ihre langfristigen Folgen für General- und Bauunternehmer vermeiden.

Mehr Informationen unter www.siteaware.com.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 400 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2019). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 77,7 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 72 600 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 126 Standorten. Im Unternehmen sind etwa 30 000 Software-Entwickler tätig.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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