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Künstliche Intelligenz: Deutsche haben keine Scheu vor Kollege Roboter

Bosch präsentiert Umfrage anlässlich KI-Konferenz

  • Deutsche sehen großen Nutzen von künstlicher Intelligenz bei Mobilität und Fertigung
  • Jeder Zweite würde mit einem Roboter zusammenarbeiten
  • Bosch-Geschäftsführer Bolle: „Der Mensch behält die Kontrolle über die künstliche Intelligenz“
  • Bosch schreibt Award für junge Forscher aus

Stuttgart – Ob zuhause, im Straßenverkehr oder bei der Arbeit – künstliche Intelligenz (KI) wird die Welt grundlegend verändern. Nicht alles ist dabei reine Zukunftsmusik: Smartphones zum Beispiel verfügen bereits heute über intelligente Sprachassistenten, in der Medizin wird KI zur Diagnose eingesetzt.

Je stärker intelligente Systeme den Alltag prägen, desto wichtiger ist es, den Menschen den Nutzen aufzuzeigen und so für Akzeptanz dieser wichtigen Technologie zu sorgen.

Bosch-Geschäftsführer Michael Bolle

Doch auch wenn intelligente Systeme bereits Teil des Hier und Jetzt sind, hat die Mehrheit der Deutschen (85 Prozent) noch kein klares Bild davon, wo KI bereits heute eingesetzt wird.

Ähnlich sieht es beim Wissensstand aus: Zwar kennen die meisten Befragten (82 Prozent) den Begriff künstliche Intelligenz, mehr als die Hälfte (53 Prozent) weiß aber nur ungefähr, was damit gemeint ist. Das hat eine repräsentative Umfrage von Bosch und dem Marktforschungsinstitut Innofact anlässlich des KI-Symposiums „AI CON“ in Renningen bei Stuttgart ergeben.

„Je stärker intelligente Systeme den Alltag prägen, desto wichtiger ist es, den Menschen den Nutzen aufzuzeigen und so für Akzeptanz dieser wichtigen Technologie zu sorgen“, sagte Dr. Michael Bolle, Geschäftsführer und zugleich Digital- und Technikchef von Bosch, anlässlich der „AI CON“, bei der sich mehr als 200 Experten über Chancen und Herausforderungen der KI austauschten. „Wir müssen deutlich machen, dass der Mensch die Kontrolle über die KI behält“, so Bolle.

Keine Scheu vor Robotern

Ein Beispiel dafür, wie KI dem Menschen nutzen kann, ist das automatisierte Fahren. Bosch arbeitet daran, den Straßenverkehr emissionsfrei, unfallfrei und stressfrei zu machen. Gehen gegenwärtig neun von zehn Unfällen auf menschliche Fehler zurück, so könnte intelligente Technik durch die Nutzung von KI künftig eine Vielzahl dieser Unfälle vermeiden. Ein weiteres Feld ist die vernetzte Fertigung: In der smarten Fabrik werden Mensch und Maschine als intelligente Mannschaft zusammenarbeiten – der Roboter nimmt dem Menschen anstrengende oder gefährliche Aufgaben ab, lernt aus Erfahrungen und entlastet den Menschen auf diese Weise. Ein Ausblick, mit dem sich laut der Bosch-Umfrage viele Deutsche anfreunden können. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) sehen im Einsatz von künstlicher Intelligenz in den Bereichen Fertigung und Mobilität einen großen Nutzen. Offen zeigen sie sich auch dafür, künftig mit einem Roboter zusammenzuarbeiten, wenn dieser ihnen Routineaufgaben abnimmt: Jeder Zweite (50 Prozent) könnte sich das gut vorstellen und würde die frei werdende Arbeitszeit vor allem dafür nutzen, um sich sozialen oder kreativen Tätigkeiten zu widmen. Unterschiede bezüglich des Nutzens von KI zeigen sich mit Blick auf das Alter: Vor allem in der Gruppe der 18-29-Jährigen werden auch das Smartphone und das eigene Zuhause als Bereiche gesehen, in denen die Befragten davon ausgehen, dass KI-Anwendungen nützlich sein könnten.

Forschung an sicherer, robuster und nachvollziehbarer KI

Um bestehende Kompetenzen im Bereich KI auszubauen, hat Bosch Anfang 2017 das Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) gegründet. Ein Schwerpunkt des BCAI ist es zu erforschen, nach welchen Regeln Maschinen lernen und welche Schlüsse sie aus dem Gelernten ziehen. Um junge Forscher in diesem Bereich zu fördern, wird Bosch im kommenden Jahr erstmals den mit 50 000 Euro dotierten Bosch AI Young Researcher Award ausschreiben. „Wir forschen an künstlicher Intelligenz, die sicher, robust und nachvollziehbar ist“, sagte Bosch-Forschungschef Prof. Thomas Kropf. „KI wird die Fähigkeiten des Menschen ergänzen.“ Um die Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz gemeinsam voranzutreiben, haben Bosch und Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Ende 2016 das Cyber Valley ins Leben gerufen. „Im Cyber Valley schaffen Wissenschaft und Industrie gemeinsam ein Ökosystem für die beste KI-Forschung“, sagte Prof. Bernhard Schölkopf, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen anlässlich der „AI CON“. Ziel ist es, Erkenntnisse der Forschung möglichst schnell in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen, hochqualifizierte Forscher aus aller Welt nach Baden-Württemberg zu holen sowie KI-Experten dort auszubilden und zu halten.

Netzwerk ausbauen, Austausch vertiefen

Die „AI CON“ wird vom BCAI und dem Forschungsbündnis Cyber Valley ausgerichtet und findet in diesem Jahr erstmalig statt. Ziel ist es, führende KI-Experten aus Industrie und Forschung zusammenzubringen, um die Chancen und Herausforderungen auszuloten, die sich durch die Technologie ergeben. Zu den Referenten zählt neben Bosch-Experten wie Dr. Michael Bolle und Dr. Christoph Peylo (Leiter des BCAI) auch Prof. Bernhard Schölkopf, einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich maschinelles Lernen. Außerdem sind Referenten aus den USA (Carnegie Mellon University), der Schweiz (ETH Zürich), Österreich, Israel und Großbritannien vertreten.

Umfragedesign: Für die repräsentative Studie zum Thema künstliche Intelligenz hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Bosch bundesweit 1 022 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Erhebung wurde im Oktober 2018 durchgeführt.

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Journalistenkontakt:
Christiane Wild-Raidt,
Telefon: +49 711 811-6283
Twitter: @WildRaidt

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 402 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2017).

Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 78,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 64 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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