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Cyber Valley: Bosch finanziert Stiftungslehrstuhl zum Maschinellen Lernen

Baden-Württemberg wird Hotspot für internationale Spitzenforscher

  • Denner: „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsselkompetenz, um die vernetzte Welt zu gestalten.“
  • Bosch unterstützt Stiftungslehrstuhl und Cyber Valley mit insgesamt rund sieben Millionen Euro
  • Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bündeln Kräfte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz in Baden-Württemberg

Stuttgart – In Deutschland entsteht das erste Cyber Valley: Um die Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz in Baden-Württemberg voranzutreiben, bündeln Bosch und Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ihre Kräfte: Das Cyber Valley soll nach dem Vorbild des Silicon Valleys dazu beitragen, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in konkrete industrielle Anwendungen zu überführen. „Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sind Schlüsselkompetenzen, um die vernetzte Welt zu gestalten“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner anlässlich des Startschusses des Cyber Valley in Stuttgart. „Im internationalen Innovationswettbewerb sollte Deutschland bei diesem Know-how das Feld nicht allein den großen ausländischen IT-Unternehmen überlassen.“ Bosch unterstützt die Aktivitäten mit rund sieben Millionen Euro.

Wir wollen in der Region die besten Köpfe. Weltklasse-Forschung macht Baden-Württemberg noch attraktiver für den internationalen Wissenschaftsnachwuchs

Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

Stiftungslehrstuhl zur Förderung des Forschungsnachwuchses

Um die Forschung im Bereich des Maschinellen Lernens voranzutreiben, finanziert Bosch einen Stiftungslehrstuhl an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren fördert das Unternehmen den Lehrstuhl mit insgesamt 5,5 Millionen Euro. „Wir wollen in der Region die besten Köpfe. Weltklasse-Forschung macht Baden-Württemberg noch attraktiver für den internationalen Wissenschaftsnachwuchs“, so Denner, der bei Bosch auch Forschung und Vorausentwicklung verantwortet. Im Cyber Valley Zentrum werden in der Region Stuttgart-Tübingen Spitzenforscher verschiedener Disziplinen, wie zum Beispiel Software Engineering, Physik, Biologie, Materialwissenschaften und Neurowissenschaften zusammenarbeiten. Bosch unterstützt das Cyber Valley über den Stiftungslehrstuhl hinaus mit rund 1,3 Millionen Euro in fünf Jahren. „Das Zusammenspiel von Industrie, Forschung und Politik macht das regionale Cluster zum weltweiten Hotspot für Spitzenforscher”, betonte Denner.

Stärkung der Gründerszene in der Region

Ziel des Cyber Valleys ist neben dem Ausbau der wissenschaftlichen Exzellenz und der Nachwuchsförderung auch die Stärkung der Gründerszene in Baden-Württemberg. Die im Cyber Valley arbeitenden Nachwuchsforscher werden ermutigt, eigene Unternehmen zu gründen, um so die wissenschaftlichen Erkenntnisse schnell in die Produkt- und Serviceentwicklung zu transferieren. „Aus Künstlicher Intelligenz muss auch monetärer Nutzen werden. Eine lebendige Start-up-Szene als Teil des Cyber Valleys wird das unterstützen“, sagte Denner. Neben Bosch und fünf weiteren Unternehmen sind das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, das Land Baden-Württemberg, die Universität Tübingen und die Universität Stuttgart Gründungsmitglieder des Cyber Valley.

Zahlen, Daten und Fakten zum Cyber Valley:

• Beteiligte Unternehmen: Bosch, ZF Friedrichshafen, Daimler, Porsche, BMW und Facebook

• Bosch finanziert Stiftungslehrstuhl an der Universität Tübingen zum Maschinellen Lernen mit 5,5 Millionen Euro in zehn Jahren

• Forschungsschwerpunkte Cyber Valley: Robotik, Maschinelles Lernen, Computer Vision

• Bau eines Forschungsgebäudes in Stuttgart bis zum Jahr 2022

• Im ersten Schritt werden neun Cyber Valley Forschungsgruppen eingerichtet

• Stiftungslehrstuhl an der Universität Stuttgart

• Einrichtung der International Max Planck Research School for Intelligent Systems (100 Doktorandinnen und Doktoranden in sechs Jahren)

Tags: Cyber Valley, Forschung, Künstliche Intelligenz

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 402 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2017).

Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 78,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 64 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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