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Bosch KI-Zukunftskompass 2020

10.11.2020

Presse-Feature

Künstliche Intelligenz

Bosch KI-Zukunftskompass 2020

Vorwort Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüsseltechnologie für Deutschland und Europa. Sie wird sich zu einem der wichtigsten Treiber unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstandes entwickeln. Anders als etwa bei den etablierten großen IT-Anbietern aus den USA oder China liegen die Chancen in Deutschland und Europa nicht darin, menschliches Verhalten mit Hilfe von KI nachzubilden – sondern KI zu nutzen, um den Austausch zwischen Maschine und der dinglichen Welt zu optimieren. Mit KI versteht die Maschine ihre räumliche und funktionale Umgebung ganz anders als bisher – und kann entsprechend besser reagieren. Dazu zählt auch der Einsatz von KI zur Herstellung von physischen Produkten sowie zur Optimierung ihrer Funktionsweise. Der europäische KI-Ansatz ist also eng mit dem Internet der Dinge verbunden. Unternehmen wie Bosch wollen mit industrieller KI den Alltag für uns alle sicherer und komfortabler machen, wollen Technik verbessern und den Menschen entlasten – nicht verändern. KI von Bosch macht das Autofahren noch sicherer, die industrielle Fertigung noch verlässlicher, das Energiemanagement von Gebäuden noch effizienter und das Zuhause noch angenehmer. Der Bosch KI-Zukunftskompass weist nun erstmals nach, dass insbesondere der Rückhalt für die industrielle KI in Deutschland hoch ist. Wir sehen aber auch, dass es noch viele, teils starke Vorbehalte gegen KI gibt. Diese Skepsis kann man nicht einfach – mit einem Verweis auf düstere Szenarien mancher Spielfilme – als überzogen abtun. KI kann, wie alle Technologien, auch missbraucht werden. Und genau deshalb müssen wir zu jeder Zeit genau verstehen, wie KI funktioniert und ihrer Nutzung auch Grenzen setzen. Dazu ist es auch erforderlich, über ihre Vor- und Nachteile zu diskutieren – öffentlich und auf einer fundierten Faktenbasis. Vor allem aber müssen wir, die Anbieter und Anwender von KI, Vertrauen schaffen, indem wir uns zu klaren ethischen Grenzen bekennen. Bosch hat sich Anfang 2020 mit dem KI-Kodex dazu verpflichtet, dass KI von Bosch sicher, robust und nachvollziehbar sein muss – und dass der Mensch bei allen Entscheidungen der KI die Kontrolle behalten soll. Dass dies 85 Prozent der Deutschen genau so sehen, ist für uns eine klare Bestätigung unseres Kurses. Der Bosch KI-Zukunftskompass soll dazu anregen, sich intensiv mit den Auswirkungen der KI auf unsere Gesellschaft zu beschäftigen. Jetzt ist die Zeit, um die Weichen für unsere technologische Zukunft in Deutschland und Europa zu stellen. Dafür müssen wir uns über die Richtung einig sein. Ich freue mich auf die Diskussion. Direkt zur Broschüre: Bosch KI-Zukunftskompass 2020

AICON19

29.10.2019

Presse-Feature

Internet of Things

AICON19

Stuttgart – Bosch forscht an künstlicher Intelligenz (KI), die sicher, robust und erklärbar ist. Anwendungsfelder dafür gibt es viele – von der Mobilität über die Fertigung bis zur Landwirtschaft. Beispiele für aktuelle Bosch-Projekte mit KI zeigt das Unternehmen auf der diesjährigen AICON:Künstliche Intelligenz hilft beim Unkrautjäten Effizient auf dem Feld: Auf dem Feld unterstützt künftig ein kleiner, wendiger Roboter Landwirte bei der Unkrautbekämpfung. Er ist mit einer Kamera ausgestattet, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz Unkraut von Nutzpflanzen unterscheidet. Ein rotierendes Messer bekämpft das Unkraut anschließend direkt an der Wurzel. Der Start des Pilotbetriebs in landwirtschaftlichen Betrieben ist für 2020 geplant, derzeit befindet sich der Roboter in der Erprobungsphase. Das richtige Ersatzteil schnell zur Hand Kommt es in der industriellen Fertigung zum Ausfall einer Maschine, droht im ungünstigsten Fall ein längerer Stillstand. Das kostet Zeit und Geld. Um dies zu vermeiden ist es entscheidend, das richtige Ersatzteil schnell zur Hand zu haben. Dabei unterstützt visuelle Objekterkennung: Mit dem Smartphone wird ein Foto eines defekten Teils gemacht, das richtige Ersatzteil wird mit Hilfe einer App rasch identifiziert. Grundlage dafür ist ein neuronales Netz, das mit einer Vielzahl von Bilddaten trainiert wird. Ein von Bosch entwickeltes System ermöglicht das schnelle, effiziente Training. Besser als das menschliche Auge Sie ermüdet nicht und funktioniert auch nach stundenlanger Fahrt noch wie nach dem ersten Kilometer: Die Kamera für das automatisierte Fahren nutzt Computer Vision Algorithmen und Methoden der künstlichen Intelligenz für eine robuste Objekterkennung. So erkennt die Kamera zum Beispiel trotz fehlender Fahrbahnmarkierung, ob der Fahrbahnrand befahrbar ist oder nicht. Die Kamera nimmt auch teilweise verdeckte Fußgänger war und erkennt Verkehrszeichen auch unter widrigen Wetterbedingungen zuverlässig. Roboter mit Feingefühl Intelligente Industrieroboter werden in der Fabrik der Zukunft essentieller Bestandteil in der Produktion sein. Die Fähigkeit Roboter mit künstlicher Intelligenz auszustatten, wird bereits in Zukunft zu Veränderungen im Bereich der Industrierobotik führen: Im Forschungsprojekt AMIRA kommen Methoden des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz zum Einsatz, um Robotern auch herausfordernde Produktionsaufgaben, die viel Geschick und Feinfühligkeit erfordern, beizubringen. Für eine nachhaltige Mobilität Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Abgase deutlich zu reduzieren und so zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen: Um die aktuellen Emissionsvorschriften zu erfüllen, benötigt das Portable Emissions Measurement System (PEMS) eine Überprüfung unter realen Fahrbedingungen. Derzeit werden PEMS-Messungen mit einer Hardware durchgeführt, die am Fahrzeug montiert ist. Dies führt zu hohem Aufwand und Kosten. Bosch entwickelt einen virtuellen PEMS-Dienst, der es ermöglicht, Emissionen durch Simulation zu quantifizieren und gleichzeitig zeitlichen Aufwand und Kosten einzusparen.