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CES 2018: Bosch setzt auf das Geschäft mit der smarten Stadt

08.01.2018

Pressemeldung

Wirtschaft

CES 2018: Bosch setzt auf das Geschäft mit der smarten Stadt

Las Vegas – Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt: Bis 2050 werden laut den Vereinten Nationen rund zwei Drittel der Weltbevölkerung in urbanen Zentren leben – 2014 war es noch etwa die Hälfte. Mit der fortschreitenden Urbanisierung steigen auch die Herausforderungen an das städtische Leben. Entsprechend hoch ist schon heute der Bedarf an intelligenten Lösungen. „Wir müssen Städte neu denken. Ein Schlüssel sind Technologien, die Cities smart und lebenswert machen“, sagte Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung auf der CES in Las Vegas. „Ohne Intelligenz wird keine Stadt auf Dauer überleben – ihr droht der Kollaps.“Bosch arbeitet daran, Städte und Gemeinden für die Zukunft zu rüsten. Intelligente Mobilität, bessere Luft, mehr Komfort und höhere Sicherheit sowie viele neue Dienstleistungen, kurz: deutlich mehr Lebensqualität in Stadt und Nachbarschaft ist das Ziel. „Für die Smart City bietet Bosch wie kaum ein anderes Unternehmen ein umfassendes Produktportfolio, domänenübergreifende Expertise sowie eine hohe Kompetenz bei Sensorik, Software und Services – und das aus einer Hand“, so Hartung. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen präsentiert auf der weltgrößten Elektronikmesse CES 2018 vom 9. bis 12. Januar zahlreiche neue Lösungen, die eine Stadt smart machen – von einer neuen, kompakten Box, die die Luftqualität in Echtzeit misst und analysiert, über ein System, das den Wasserstand von Flüssen digital überwacht und frühzeitig vor einer bevorstehenden Überflutung warnt, bis hin zu einem vollautomatisierten Parkplatzservice, der den Fahrer entlastet. Für mehr Geschäft: Smart-City-Markt boomt Manche Metropolen sind bereits heute Synonym für eine Smart City – etwa Barcelona, Seoul oder London. Auf der ganzen Welt investieren große und kleine Gemeinden in Smart-City-Technologien. Nach einer von Bosch in Auftrag gegebenen Studie wächst der Markt jährlich um 19 Prozent und wird 2020 ein Volumen von 800 Milliarden US-Dollar (680 Milliarden Euro) erreichen. Bosch verspricht sich davon große Chancen und setzt auf Smart Cities: „Die Smart City war lange eine Vision, wir verhelfen ihr jetzt zur Realität. Bosch ist optimal aufgestellt, um den Weg in die intelligent vernetzte Stadt technisch und wirtschaftlich zum Erfolg zu machen“, so Hartung. Das Unternehmen ist derzeit an 14 umfassenden Smart City-Projekten beteiligt, unter anderem in San Francisco, Singapur, Tianjin, Berlin und Stuttgart. Weitere sollen folgen. In bereichsübergreifenden Projekten hat das Unternehmen innerhalb der vergangenen zwei Jahre seinen Umsatz bereits verdoppelt auf gut eine Milliarde Euro – mit weiter steigender Tendenz. Die Smart City war lange eine Vision, wir verhelfen ihr jetzt zur Realität. Bosch ist optimal aufgestellt, um den Weg in die intelligent vernetzte Stadt technisch und wirtschaftlich zum Erfolg zu machen....Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung In San Leandro bei San Francisco beispielsweise hat das Unternehmen rund 5 000 Straßenlaternen mit intelligenter LED-Beleuchtung und einer Fernverwaltung des Beleuchtungssystems ausgestattet. So gehen die Leuchten nur dann an, wenn tatsächlich Licht gebraucht wird. Mit dieser Lösung kann San Leandro in den kommenden 15 Jahren rund acht Millionen Dollar einsparen. „Unsere smarten Lösungen für kleine oder große Städte helfen, Energie zu sparen und schonen dabei auch den Geldbeutel“, sagte Mike Mansuetti, Präsident von Bosch Nordamerika auf der Bosch CES-Pressekonferenz. Zudem kann mithilfe der Sensoren die Luftqualität in der 100 000-Einwohner-Stadt gemessen und analysiert werden, während die Kameras den Verkehr im Falle eines Staus selbständig umleiten können. Für mehr Vernetzung: IoT und Künstliche Intelligenz Eine wesentliche Voraussetzung für die vernetzte Stadt wurde mit dem Internet der Dinge (IoT) geschaffen. Dieses hält Einzug in alle Bereiche: Laut Gartner-Studie sollen weltweit bis 2020 rund 230 Millionen Häuser intelligent vernetzt sein – das sind rund 15 Prozent aller Haushalte. Auch hier ist das Potenzial groß: Der Markt wird auf 250 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 geschätzt. Zum gleichen Zeitpunkt werden mehr als 20 Milliarden Geräte weltweit miteinander vernetzt sein – Rauchmelder, Alarmanlagen, Stromzähler, elektrische Helfer in Küche und Waschkeller und vieles mehr. „Bosch hat das Potenzial frühzeitig erkannt“, sagte Hartung. „Bereits heute sind mehr als die Hälfte unserer elektronischen Produktgruppen vernetzbar – bis 2020 sollen es alle sein. Und nicht nur das: Zu jedem Produkt wollen wir darauf basierende Services anbieten.“ Ein weiterer Treiber für die rasante Entwicklung von Smart Cities ist die Künstliche Intelligenz (KI). Bosch will die Forschung in diesem Bereich weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen ein Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet, das heute rund 100 Mitarbeiter an den Standorten Renningen, Palo Alto und Bengaluru beschäftigt. Bis 2021 investiert Bosch rund 300 Millionen Euro in den Ausbau. Das Unternehmen geht davon aus, dass in zehn Jahren kaum ein Produkt ohne KI denkbar sein wird. Für bessere Luft: Climo schafft Basis für gezielte Maßnahmen Luftqualität zählt zu den größten Herausforderungen von Städten. Dank smarter Technologien können Städte schneller und gezielter Maßnahmen für die Verbesserung der Luftqualität ergreifen. Voraussetzung dafür ist die präzise Ermittlung von Messwerten. Auf der CES 2018 zeigt Bosch eine neue Lösung, die das Unternehmen gemeinsam mit Intel entwickelt hat: das Mikroklima-Monitoringsystem Climo. Climo misst und analysiert zwölf Parameter, die für die Luftqualität wichtig sind – darunter verschiedene Gase wie Kohlendioxid und Stickoxid, aber auch Temperatur und relative Feuchtigkeit. Das Gerät ist hundertmal kleiner als herkömmliche Systeme und kostet nur ein Zehntel. Climo wurde mit dem CES Honoree Innovation Award in der Kategorie ‚Smart Cities‘ ausgezeichnet. Für frühzeitige Warnung: Digitale Überwachung von Flüssen Der Klimawandel verändert in vielen Regionen der Welt das Wetter. Forscher rechnen mit häufiger auftretenden Überschwemmungen durch Starkregenfälle. Bisher werden die Pegelstände von Flüssen durch mechanische Mittel gemessen. Bis die Daten für Dritte verfügbar sind, können Stunden vergehen. Nicht so beim Flood Monitoring System, das Bosch auf der CES 2018 erstmals vorstellt. Dies kann den Wasserstand von Flüssen oder anderen stadtnahen Gewässern in Echtzeit digital überwachen und frühzeitig vor einer bevorstehenden Überflutung warnen. In einem Pilotprojekt testet Bosch das neue System am Neckar bei Ludwigsburg: Ultraschallsensoren oder Kameras verfolgen dort Veränderungen von Wasserpegel, Wassergeschwindigkeit und Durchflussleistung. Die Daten werden an die Bosch IoT Cloud geschickt und ausgewertet. Wird eine kritische Grenze erreicht, erhält die Stadtverwaltung oder betroffene Bewohner und Geschäftsinhaber frühzeitig ein Signal per SMS. Sie können so rechtzeitig Maßnahmen einleiten, um sich vor Flut oder Hochwasserschäden zu schützen. Interesse an der Lösung gibt es unter anderem von indischen und südamerikanischen Kommunen, die häufig mit Überschwemmungen zu kämpfen haben. Für mehr Zeit: Vernetztes Parken Der städtische Verkehr wird bis 2050 um rund ein Drittel zunehmen. Bosch arbeitet daran, die Mobilität von morgen unfallfrei, stressfrei und emissionsfrei zu gestalten. Zahlreiche Lösungen auf dem Weg zu diesem Ziel präsentiert das Unternehmen auf der CES 2018. Bei rund der Hälfte der Smart City-Projekte von Bosch spielen Lösungen für den städtischen Verkehr eine Rolle. Parken ist dabei ein Fokusthema. Mehr als 40 Stunden jährlich verbringen amerikanische Autofahrer heutzutage im Stau und verschwenden dabei gut 160 Milliarden Dollar. Rund ein Drittel davon entsteht allein durch die Suche nach einem Parkplatz. Bosch schafft Abhilfe: Mit Community-based Parking nimmt das Unternehmen Autofahrern die Suche nach einer passenden Parklücke ab. Im Vorbeifahren erkennt und vermisst das Auto Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen und überträgt sie in Echtzeit in eine digitale Karte. So können sich Autofahrer direkt zu freien Parkplätzen navigieren lassen. Bosch erprobt den Service bereits in deutschen Städten, darunter Stuttgart. In diesem Jahr folgen bis zu 20 amerikanische Metropolen wie Los Angeles, Miami und Boston. Im ersten Quartal 2018 starten Bosch und Daimler darüber hinaus einen neuen Parkplatzservice: das Automated Valet Parking. Autos suchen sich im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart fahrerlos einen Parkplatz und parken ein. Das sorgt für weniger Stress – und effizientere Parkraumnutzung: Bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge passen so auf die gleiche Fläche. Möglich wird das vollautomatisierte Parken unter anderem mithilfe einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur, die mit der Technik des Fahrzeugs vernetzt ist. Für diese Lösung zum fahrerlosen Parken erhielt Bosch jüngst einen Frost & Sullivan 2017 Technology Innovation Award. Für weniger Energie und Kosten: Bosch DC Microgrids Städte tragen heute laut dem Weltklimarat (IPCC) rund 75 Prozent zum globalen Energieverbrauch bei. Allein 40 Prozent davon werden durch Gebäude verursacht. Bis 2035 wird der Energieverbrauch weltweit um 30 Prozent steigen, so der BP Energy Outlook 2035 . Bosch hat zahlreiche Lösungen, die durch intelligentes Energiemanagement den Stromverbrauch senken können: Ein Beispiel ist das Bosch DC Microgrid, das sich für die Stromversorgung größerer Gebäude oder Gebäudekomplexe eignet. Microgrids sind besonders umweltschonend, da sie ihre Energie in der Regel aus erneuerbaren Quellen beziehen. Gegenüber herkömmlichen Kraftwerken können DC Microgrids bis zu zehn Prozent Energie einsparen. Zudem sind sie durch ihre Autarkie zuverlässige Stromlieferanten, falls die Standardversorgung aus Wetter- oder Sicherheitsgründen ausfällt. Bosch auf der CES 2018 PRESSEKONFERENZ: Montag, 08.01.2018, 08:00 – 08:45 Uhr (Lokalzeit) im Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 2 ; Mandalay Bay Ballrooms B, C & D MESSE: Dienstag bis Freitag, 09. – 12.01.2018 , Central Hall, Stand #14028 FOLGEN SIE den Bosch CES 2018 Highlights auf Twitter: #BoschCES PANELS MIT BOSCH-EXPERTEN: Dienstag, 09.01.2018; 13:30 – 15:15 Uhr (Lokalzeit): Session “ Connect2Car: Next-Gen Automobility ” mit Kay Stepper, Vice President Bosch North America, Leiter Fahrerassistenz-Systeme und Automatisiertes Fahren, Las Vegas, Convention Center, North Hall, N256 Mittwoch, 10.01.2018; 13:45 – 14:30 Uhr (Lokalzeit): Session “ Connected Vehicles in Connected Ecosystems ” mit Mike Mansuetti, President Bosch North America, Smart Cities Conference, Westgate. Donnerstag, 11.01.2018; 11:30 – 12:30 Uhr (Lokalzeit): Session “ The Future of Robots at Work and Home ” mit Phil Roan, Senior Engineer Robotics, BSH Hausgeräte GmbH, Las Vegas Convention Center, North Hall, N258

Simply.Connected. in Ihrer Nachbarschaft: Wie Bosch Städte intelligenter und das ...

08.01.2018

Referat

Wirtschaft

Simply.Connected. in Ihrer Nachbarschaft: Wie Bosch Städte intelligenter und das ...

Einleitung [Stefan Hartung] Guten Morgen! Ich begrüße Sie sehr herzlich zur Pressekonferenz von Bosch auf der CES 2018. Ich freue mich, dass ich heute zum ersten Mal auf diesem Event, das ich bereits seit Jahren genau verfolge, im Namen von Bosch sprechen darf. Dies freut mich umso mehr als ich wahrscheinlich einer der größten Technikfreaks in unserer Geschäftsführung bin. Als wir in den Smart Home-Bereich eingestiegen sind, habe ich mir vorgenommen, möglichst viele unserer Technologien selbst zu Hause auszuprobieren. Ich habe überall Kameras installiert und Sensoren an meinen Türen und Fenstern angebracht – einige meiner Nachbarn dachten, ich sei übergeschnappt. [Mike Mansuetti] Für uns alle ist die Umgebung, in der wir leben, von großer Bedeutung. Und das gilt besonders für alle diejenigen, deren Lebensraum eine Stadt ist. Genau deswegen wollen wir Ihnen heute zeigen, wie wir bei Bosch unsere technische Expertise nutzen, um Städte rund um den Globus zu gestalten. Lassen Sie mich mit einer Frage beginnen: Woran denken Sie, wenn Sie die Begriffe „vernetzte Stadt“ oder „Smart City“ hören? [Stefan Hartung] Ich denke dabei an Städte, deren Bewohner sich stärker engagieren wollen und dies auch besser können – dank intelligenter Technologien, die uns Dinge abnehmen und uns damit Zeit sparen, die uns mehr Bewegungsfreiheit und Raum geben und so unser LEBEN insgesamt verbessern. Städte, die auf Vernetzung setzen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und Staus zu reduzieren. Städte, in denen wir unseren ökologischen Fußabdruck minimieren können, da unser Energiebedarf hauptsächlich durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Städte, in denen es viele Smart Homes gibt, die wir bei Bedarf aus der Ferne steuern können, und Gebäude, die ihre Wartung und Instandhaltung selbst organisieren, ohne dass wir selbst aktiv werden müssten. Städte, die dank Technologien Umweltverschmutzung reduzieren und Kriminalität bekämpfen können. Kurzum, Städte, die intelligent und nachhaltig sind und uns einen sicheren, energieeffizienten und rundherum angenehmen Lebensraum bieten. Klingt toll, oder? Man könnte auch sagen, utopisch. Ist es aber nicht. Tatsächlich gibt es die Technologien, mit denen man einen solchen urbanen Lebensraum schaffen kann, bereits und viele von ihnen werden schon heute genutzt – vielleicht sogar in Ihrer Nachbarschaft. Schritt für Schritt werden Städte und Gemeinden weltweit intelligenter – wir wissen das, weil wir von Bosch ihnen dabei helfen. Als eines der Unternehmen mit dem breitesten und umfassendsten Portfolio im Bereich der Smart City-Lösungen sowie jahrzehntelanger domänenübergreifender Erfahrung sind wir dafür bestens aufgestellt. [Mike Mansuetti] Marktpotenzial schlauer Städte Der Smart City-Markt boomt weltweit. Wir erwarten, dass der Umsatz in diesem Bereich um 19 Prozent pro Jahr zulegen und bis zum Jahr 2020 auf 800 Milliarden US-Dollar weltweit ansteigen wird. Bis 2025 werden mindestens 80 Ballungszentren weltweit smart sein. Einige Städte verbinden wir schon heute mit Smart City-Initiativen: Barcelona, Seoul, London… oder auch die US-amerikanische Stadt Columbus im Bundesstaat Ohio. Sie hat, wie Sie vielleicht gehört haben, den Wettbewerb „Smart City Challenge“ des US-Verkehrsministeriums gewonnen. Auf der ganzen Welt investieren große und kleine Gemeinden in diese Technologien und profitieren davon. So hat die Stadt Las Vegas angekündigt, im Verlauf der nächsten sieben Jahre 500 Millionen US-Dollar in eine schlaue städtische Infrastruktur zu investieren. [Stefan Hartung] Ein Grund dafür, dass der Smart City-Markt gerade jetzt einen solchen Boom erfährt, ist die Tatsache, dass wir über die geeigneten Technologien verfügen. Vor einigen Jahren wurde das Internet der Dinge mit seinen Innovationen in den Bereichen Sensoren, Big Data, Künstliche Intelligenz und Predictive Analytics Wirklichkeit. Dies macht viele Smart City-Initiativen zum ersten Mal nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich rentabel. Noch wichtiger ist allerdings die Erkenntnis vieler Städte, dass technologische Innovationen der Schlüssel zur Lösung vieler drängender städtischer Herausforderungen sind – sowohl heute als auch in Zukunft. Die stetig zunehmende Urbanisierung auf unserem Planeten ist eine unumstößliche Tatsache: Im Jahr 2025 werden 34 Städte weltweit über 10 Millionen Einwohner haben. Spätestens 2050 werden mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung in solchen Megacities leben. Dies bedeutet eine enorme Belastung für die lokalen Infrastrukturen und für die Umwelt. Letztendlich beeinträchtigt diese Entwicklung auch unsere Lebensqualität – sei es durch die Luft, die wir atmen, die Zeit, die wir im Verkehr verlieren, die Energie, die wir verbrauchen, oder unsere Sicherheit. Smart City-Technologien ermöglichen es, uns diesen Herausforderungen zu stellen und ihre Auswirkungen abzumildern. Vor allem machen sie Städte – und auch Dörfer und Stadtviertel – zu angenehmeren Lebensräumen. In 14 Smart-City Leitprojekten weltweit verfolgen wir genau dieses Ziel, beispielsweise im chinesischen Tianjin, in Berlin und hier in San Francisco. Wir werden Ihnen gleich mehr über einige unserer Projekte erzählen. Sensoren, Software und Services Vernetzung ist für Smart Cities das A und O. Unsere Lösungen umfassen nicht nur vernetzte Mobilität, Energie, Gebäude und Industrietechnik, sie ermöglichen auch eine Vernetzung auf ganz grundlegender Ebene. Vor fast 50 Jahren sind wir in das Geschäft mit Halbleiter-Technologie für den Automobilbereich eingestiegen. Heute sind wir Weltmarktführer bei mikromechanischen Sensoren – mehr als vier Millionen Stück laufen davon täglich von unseren Bändern. [Mike Mansuetti] Unsere Sensoren kann man als die Augen und Ohren der vernetzten Stadt bezeichnen. Ihr Gehirn ist in dieser Analogie dann unsere Software. Mehr als 20.000 der über 400.000 Bosch-Mitarbeiter weltweit sind Softwareentwickler, beinahe 4.000 von ihnen arbeiten ausschließlich am Internet der Dinge. Mit der Bosch IoT Suite liefern wir eine offene Software-Plattform, die alle Funktionen zur Vernetzung von Geräten, Usern und Unternehmen ermöglicht. Außerdem setzen wir zunehmend Künstliche Intelligenz ein: Anfang des letzten Jahres eröffneten wir ein Forschungszentrum, das sich ausschließlich mit Künstlicher Intelligenz befasst. Rund 100 Experten forschen an drei Standorten weltweit an diesem Thema, darunter auch eine Dependance im Silicon Valley. Seit 2016 betreiben wir darüber hinaus unsere eigene IoT Cloud in Deutschland. In den vergangenen 1,5 Jahren haben wir rund 100 IoT-Projekte implementiert und 1,5 Million Fahrzeuge mit unserer IoT-Software vernetzt. Noch in diesem Frühjahr werden wir die Bosch-Cloud in Amerika in Betrieb nehmen. Und bis 2020 möchten wir alle elektronischen Produkte in unserem Portfolio internetfähig machen und mit dem entsprechenden Servicepaket anbieten. Sensoren, Software, Services – diese drei S bilden nicht nur das Fundament intelligenter Städte, sie entsprechen auch den Kernkompetenzen von Bosch. [Stefan Hartung] Sehen wir uns hierzu einige unserer Lösungen für Städte im Einzelnen an. Es ist wichtig zu verstehen, dass es keinen Schalter gibt, den man umlegen kann, um eine Stadt in eine Smart City umzuwandeln. Die Intelligenz entwickelt sich in Etappen, sobald Städte mit dem Einsatz von Technologien beginnen, um Schritt für Schritt ihre vier größten Herausforderungen zu bewältigen. Herausforderung 1: Luftqualität Die erste und eine der größten Herausforderungen für heutige Städte überall auf der Welt ist die Luftqualität. Man kann nur immer wieder betonen, wie wichtig sie ist – sie ist fundamental für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden, ganz egal, wo auf der Welt wir leben. Bei Bosch glauben wir, dass man dieses Problem nicht nur auf einer Ebene lösen kann. Vielmehr kann man die Luftqualität nur durch verschiedene, parallel wirkende Maßnahmen nachhaltig verbessern. Was die Mobilität betrifft, gehören dazu hochmoderne Verbrennungsmotoren, Hybrid-Lösungen und reine Elektromobilität sowie Vernetzung über viele Fahrzeuge hinweg. Ein weiteres Puzzleteil bei der Bewältigung dieser Herausforderung sind Systeme zur Klimaüberwachung. Sie sammeln Daten zur Luftqualität in einer bestimmten Region. Daraus können dann gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität abgeleitet werden. Wir stellen hier auf der CES unser neues und innovatives Mikroklima-Monitoringsystem vor, das flexibel, kostengünstig und einfach zu handhaben ist – Climo. [Mike Mansuetti] Die meisten Mikroklima-Monitoringsysteme haben ungefähr die Größe von Schiffscontainern und sind recht teuer. Climo ist nur ein Hundertstel so groß wie herkömmliche Systeme und kostet etwa ein Zehntel. Neben der Luftverschmutzung misst das Gerät auch die Luftfeuchtigkeit sowie die Pollenbelastung in Echtzeit und liefert so nützliche Informationen für die Anwohner. Die Städte können die gemessenen Daten auf verschiedene Arten nutzen, etwa für die Regelung des Verkehrsflusses und als Basis für künftige Maßnahmen oder die Stadtplanung. Der Branchenverband CTA hat das System mit einem seiner begehrten Innovation Awards in der Kategorie Smart City ausgezeichnet – einer von drei Preisen, die wir dieses Jahr erhalten haben. Und das ist noch nicht alles. Erst kürzlich haben wir der Stadt Las Vegas mehrer Climo-Systeme zur Verfügung gestellt, die während der CES die Luftqualität vor Ort in Echtzeit überwachen. [Stefan Hartung] Herausforderung 2: Mobilität Schauen wir auf die zweite Herausforderung, auch ein wichtiges Ziel der Smart City-Initiativen – Mobilität. Es ist keine große Überraschung: Die Bevölkerung wächst und damit auch das Verkehrsaufkommen. Bis 2050 soll sich der innerstädtische Verkehr sogar verdreifachen. Damit Städte und ihre Bewohner mit dieser Herausforderung fertig werden können, entwickelt Bosch eine Vielzahl von Lösungen für den Personen- und Warentransport. Unsere Vision ist es, unfallfreie, stressfreie und emissionsfreie Städte zu schaffen. Dafür benötigen wir drei technologische Entwicklungen: Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Schon heute umfasst die Hälfte unserer 14 Smart-City-Projekte urbane Mobilitätslösungen wie vernetztes Parken, automatisiertes Fahren, Flottenmanagement, multimodalen Transport und Elektromobilität. Fangen wir beim Parken an, einem der häufigsten Frustfaktoren im Leben eines Städters. [Mike Manusetti] Durchschnittlich steht ein Amerikaner über 40 Stunden pro Jahr im Stau. So werden über 160 Milliarden US-Dollar an Zeit und Kraftstoff verschwendet. Über ein Drittel davon geht durch die Parkplatzsuche verloren – Sie kennen das sicher aus eigener Erfahrung. Unsere Lösungen für vernetztes und automatisiertes Parken sparen Kraftstoff und Zeit und reduzieren gleichzeitig Stress. Im Falle des Community-based Parking übernimmt Bosch die Suche nach einem Parkplatz – so hat der Fahrer eine Sorge weniger. Das System funktioniert, indem Autos im Vorbeifahren automatisch freie Parkplätze an die Cloud melden. Nach einer sehr erfolgreichen Pilotphase ist für dieses Jahr der Launch von Community-based Parking in 20 US-amerikanischen Städten geplant, darunter so unterschiedliche Städte wie Los Angeles, Miami und Boston. Den Autoherstellern werden Echtzeit-Informationen über Straßenparkplätze in diesen Städten zur Verfügung gestellt. Der Autofahrer kann dann auf seinem Navigationsgerät den nächsten freien Parkplatz sehen und wird direkt dorthin geleitet – so spart er Zeit, Kraftstoff und Nerven, während er gleichzeitig dazu beiträgt, die Luftverschmutzung und die Anzahl der Staus in den Innenstädten zu reduzieren. [Stefan Hartung] Unsere neueste Erfindung heißt Automated Valet Parking. Frost & Sullivan hat uns für diese Lösung gerade erst einen Technology Innovation Award 2017 verliehen. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Mittels Knopfdruck in einer Smartphone-App fahren Autos selbstständig in Parkgaragen und suchen sich einen Parkplatz – während Sie als Fahrer sich bereits um wichtigere Dinge kümmern können. In Kooperation mit Daimler haben wir diese zukunftsträchtige Lösung vor Kurzem live im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart gezeigt. Wo wir gerade von automatisierter Mobilität sprechen: Bosch beschäftigt rund 3.000 Ingenieure, um die Vision des fahrerlosen Automobils Realität werden zu lassen. Zusammen mit Daimler arbeiten wir an dem Ziel, zum Beginn des nächsten Jahrzehnts selbstfahrende Robo-Taxis auf die Straßen unserer Städte zu bringen. Das wird uns neue Möglichkeiten eröffnen, besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – etwa Senioren oder Menschen mit Behinderungen. Außerdem unternehmen wir Schritte, um eine weitere Anforderung für das autonome Fahren zu realisieren: den Einsatz hochauflösender Karten. Zu diesem Zweck haben wir kürzlich Anteile am Kartenanbieter HERE Technologies erworben und arbeiten nun gemeinsam an einer herstellerunabhängigen Lösung. Diese sieht vor, dass Fahrzeuge die von ihren Sensoren gesammelten Verkehrsinformationen teilen, um damit die Karten in Echtzeit zu aktualisieren. Außerdem werden wir an Einsatzgebieten dieser Anwendungen jenseits der Mobilität zusammen arbeiten – beispielsweise in der vernetzten Industrie, wo präzise Karten der Innenräume den Warenfluss automatisieren und abstimmen können. [Mike Mansuetti] Aber um auf die Mobilität zurückzukommen: Schlaue Städte werden außerdem in hohem Maß auf multimodalen Transport setzen – das heißt, wie man auf vier Rädern, zwei Rädern oder auf Schienen von A nach B kommt. Was den multimodalen Transport angeht, so setzt Bosch die Idee unter anderem durch innovative Mobilitäts-Sharingdienste um. Ein tolles Beispiel hierfür ist der eScooter-Sharingdienst Coup, den wir bisher erfolgreich in Berlin und Paris gestartet haben. Besonders junge Leute wollen heute mobil sein, ohne ein eigenes Auto zu besitzen, und mit diesem Dienst sind sie es. Laut Gartner wird es im Jahr 2020 weltweit 250 Millionen vernetzte Autos geben. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnen auch Services im Mobilitätsbereich an Bedeutung. An unserem Stand zeigen wir unser vernetztes Plattformfahrzeug. Es vereint die vielen Fahrzeug-Dienste aus unserem derzeitigen Angebot. Von der Falschfahrerwarnung und präventiver Diagnose bis zu Stolen Vehicle Tracking und sogar der Steuerung des Smart Homes vom Fahrersitz aus: Wir machen das Fahren nicht nur einfacher, sicherer und bequemer als je zuvor, das Auto wird auch zu einem neuen, vollvernetzten Lebensraum. Unser neuer Telematics eCall Plug ermöglicht einen Service, der Sicherheit mit Sparen verbindet. Es handelt sich um ein kleines Gerät, das in einen Standard 12 Volt Ausgang in jedem Pkw passt. Neben der lebensrettenden Benachrichtigung von Noteinsatzkräften bei einem Unfall kann der neue Telematics eCall Plug nun mittels eines Sensors auch das Fahrverhalten überwachen. Versicherungsunternehmen könnten diese Informationen nutzen, um vorsichtige Fahrer mit niedrigeren Prämien zu belohnen. [Stefan Hartung] Herausforderung 3: Energie Die dritte große Herausforderung unserer Städte ist der Energieverbrauch. Städte verbrauchen bereits heute etwa 75 Prozent der benötigten Energie weltweit, davon fließen allein 40 Prozent in Gebäude. Die Smart-City-Technologie kann uns nicht nur dabei helfen, den Energieverbrauch zu senken, sie kann auch die Nutzung erneuerbarer Energien fördern. Das bedeutet, dass sie den Menschen letztlich hilft, Geld zu sparen und ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern – das ist gut für die Städte und für ihre Bewohner. Die Energielösungen von Bosch umfassen virtuelle Kraftwerke, die Energie speichern oder je nach Bedarf an das Stromnetz abgeben, wie auch stationäre Energiespeichersysteme – das sind im Wesentlichen große Akkus, die genügend Energie speichern können, um Dutzende von Haushalten zu versorgen. [Mike Mansuetti] Wir sind auch Vorreiter im Bereich der Microgrid-Technologie. Ich möchte nicht zu technisch werden, nur kurz zur Einordnung: Microgrids sind relativ kleine, unabhängig gesteuerte Stromversorgungssysteme. Ihre Fähigkeit, eine Reihe verschiedener Energiequellen einschließlich erneuerbarer Energien zu nutzen, führt zu einer ausgezeichneten Ökobilanz. Ein weiterer großer Vorteil ist ihre Unabhängigkeit – so können sie beispielsweise im Falle eines wetter- oder sicherheitsbedingten Stromausfalls, der das Hauptstromnetz betrifft, Strom für Anwohner und kritische Einrichtungen liefern. Im Jahr 2015 haben wir eine Einrichtung in Fort Bragg in Nordkalifornien mit einer solar-basierten Microgrid-Lösung ausgestattet, die kostengünstige, umweltschonende Elektrizität liefert. [Stefan Hartung] Herausforderung 4: Sicherheit Das bringt mich zu der letzten Herausforderung, der Sicherheit. Jeder, der in der Stadt wohnt, weiß, dass bereits erhebliche Probleme bestehen, die durch wachsende Einwohnerzahlen noch verstärkt werden. Bei Bosch verfügen wir auch über ein komplettes Lösungsportfolio für die Gewährleistung der Sicherheit einzelner Bewohner und ganzer Kommunen. So können beispielsweise unsere vernetzten Überwachungskameras bei der Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden und im Katastrophenfall Auskunft darüber geben, wo Hilfe benötigt wird. Eine weitere Sicherheitslösung, die wir hier zum ersten Mal zeigen, ist unser neues Flutüberwachungssystem. Dieses System warnt durch die digitale Echtzeit-Überwachung des Wasserstands frühzeitig vor einer potentiellen Überflutung. Bisherige Messungen wurden mithilfe mechanischer Mittel durchgeführt und konnten deshalb eine Zeitverzögerung um mehrere Stunden bis zur ausgegebenen Warnung bedeuten. Unser System nutzt Ultraschallsensoren oder Kameras, mit denen es Veränderungen bei Wasserstand, -geschwindigkeit und -durchlauf misst und eine Warnmeldung aussendet, sobald eine kritische Schwelle überschritten wird. Kommunen können unser System auf Brücken installieren, so dass die Einwohner dort auf die Daten zugreifen und beispielsweise Warnmeldungen erhalten können. Oder ein Ladenbesitzer kann damit ein privates Sicherheitssystem einrichten, um sein Geschäft zu schützen. Derzeit betreiben wir ein Testsystem am Neckar nahe unseres Bosch-Stammsitzes in Stuttgart. Smart Homes und intelligente Gebäude setzen das Potenzial schlauer Städte frei Will man das vollständige Potenzial schlauer Städte ausschöpfen, so müssen unserer Überzeugung nach nicht nur die genannten zentralen Herausforderungen bewältigt, sondern auch die Wohnungen und Gebäude in diesen Städten intelligenter werden. Smart Home-Technologien bieten unzählige Vorteile: Sie können uns zeitaufwändige Arbeiten im Haushalt abnehmen, sie helfen uns, Energie und Geld zu sparen und machen unsere Lebensräume sicherer. Bosch ist seit Jahren Vorreiter im Bereich der Smart Home-Technologien. Neben unserer wachsenden Anzahl vernetzter Anwendungen, Beleuchtung und Raumklimasysteme, die übrigens jetzt auch über Amazons Alexa gesteuert werden können, erweitern wir ständig die Möglichkeiten unserer Smart Home-Produkte. So bieten wir beispielsweise einen Staubsaugerroboter an, der über Künstliche Intelligenz verfügt, die ihn den Grundriss Ihrer Wohnung auswendig lernen lässt und Ihnen dadurch jährlich bis zu 40 Arbeitsstunden abnehmen kann. Einen weiteren CES Innovation Award haben wir dieses Jahr für unseren neuen kleinen, aber leistungsstarken Beschleunigungssensor erhalten, der dabei noch sehr energieeffizient ist. Unter anderem kann der Sensor erkennen, ob Fenster offen oder geschlossen sind und entsprechend die Heiz- und Kühlsysteme automatisch anpassen. Ist das nicht smart? So sparen sie Geld und Energie. [Mike Mansuetti] Im öffentlichen Sektor helfen wir, alle Arten von Gebäuden schlau zu machen – unter anderem auch Krankenhäuser. Mithilfe von sensorbasierter Video-Technologie, Beleuchtung und Bewegungsmeldern kann man beispielsweise teure Geräte vor Diebstahl schützen. Vernetzte Lösungen in Gebäuden bieten außerdem mehr Sicherheit, Bequemlichkeit und Effizienz für Patienten und Angestellte. Hier in den USA ist unser Tochterunternehmen Climatec seit Langem ein Partner des Non-Profit-Anbieters Banner Health. In 15 Banner-Einrichtungen kümmert sich Bosch um Gebäudeautomation, Sicherheit und Feuermeldetechnik. In den kommenden Jahren erwarten wir ein kontinuierliches Wachstum in unserem globalen Geschäft mit der Gebäudetechnologie und planen, unseren Umsatz in diesem Bereich um mehr als 20 Prozent zu erhöhen. Leitprojekte: SF Shipyard und San Leandro Bevor wir zum Ende kommen, möchte ich Ihnen noch etwas über einige Smart City-Projekte erzählen, an denen wir beteiligt sind. Zwei davon befinden sich sogar hier in Kalifornien, also quasi um die Ecke. Das erste ist eine Partnerschaft mit der Stadt San Leandro, in der Bay Area. Dort haben wir 5.000 Straßenlaternen mit smarter LED-Beleuchtung ausgestattet, die sich nur bei Bedarf einschalten. Schätzungen der Stadt zufolge können allein damit in den kommenden 15 Jahren über acht Millionen US-Dollar eingespart werden. Außerdem haben wir die Straßenlaternen mit Sensoren ausgestattet, die die Luftqualität messen, sowie mit intelligenten Kameras, die den Verkehr überwachen und bei Stau die Fahrzeuge automatisch umleiten. Neben einer Verbesserung der Lebensqualität hilft die Smart-City-Technologie also auch Einwohnern und ganzen Städten, Geld zu sparen. Das zweite Projekt läuft in San Francisco. Auf einem Gelände am Hafen, gibt es zwei Gemeinden: das ehemalige Hunters Point Shipyard der Navy sowie Candlestick Park, wo die American Football-Mannschaft 49ers früher gespielt hat. Insgesamt entstehen dort rund 12.000 Wohneinheiten sowie größere Gewerbe- und Geschäftsflächen. Das Unternehmen Five Point entwickelt diese Gemeinden. Bosch sorgt für die Bewohner des San Francisco Shipyard für Sicherheit mittels intelligenter Kameras und lokaler Überwachungssysteme, die über unsere Smart Community App vernetzt sind. Mit dieser App können die Bürger Informationen über lokale Geschäfte einsehen, öffentliche Verkehrsverbindungen in Echtzeit prüfen und alle Informationen mit anderen Community-Mitgliedern teilen. All dies liefert ein Gefühl der Geborgenheit und trägt zu einem nachbarschaftlichen Miteinander bei. Eine Reihe weiterer Lösungen für mehr Effizienz und Ressourcenschonung befinden sich in Planung, unter anderem ein mit Solarenergie betriebenes Microgrid. [Stefan Hartung] Fazit: Das große Ganze im Blick Wie Sie sehen, halten wir eine Fülle hochmoderner Lösungen für Smart Cities bereit. Bei aller Technologie sollten wir aber das große Ganze nicht aus dem Blick verlieren. Bosch will dabei helfen, Städte schlauer zu machen – nicht nur, weil das unternehmerisch sinnvoll ist, sondern vor allem, weil es das Leben der Menschen tatsächlich verbessert. Smarte Städte erleichtern es ihren Bürgern, sich zu engagieren. Sie ermöglichen es uns, endliche Ressourcen zu schonen und mehr erneuerbare Energien zu nutzen. In ihnen können Senioren und Menschen mit Behinderungen unabhängiger leben. Sie helfen, unsere Gesundheit zu schützen und machen unsere Straßen sicherer. Und sie machen viele alltägliche Aufgaben stressfreier. Genau das meinen wir, wenn wir sagen, dass wir „Technik fürs Leben“ anbieten. Meine Damen und Herren, lassen Sie mich zum Schluss noch einmal betonen, dass die Smart City längst keine reine Vision mehr ist. Sie ist bereits Realität und viele Gemeinden auf der ganzen Welt profitieren von ihr. Gleichzeitig stehen unsere Städte jedoch vor gewaltigen Herausforderungen. Um sie zu überwinden, müssen wir alle Register ziehen, technologisch und auch politisch. Und genau hier hat Bosch die Trümpfe in der Hand: Wir verfügen nicht nur über ein umfassendes Portfolio und domänenübergreifendes Expertenwissen, wir haben auch Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen, um ihnen genau die Lösungen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen. Lösungen, die das Leben spürbar besser machen, für Sie, für mich und für alle, die um uns herum leben. Aber überzeugen Sie sich selbst. Kommen Sie diese Woche an unserem Stand in der Central Hall vorbei und erleben Sie selbst die vernetzten und lebensverbessernden Lösungen für die schlauen Städte von morgen – und von heute. Vielen Dank.