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Mehr Umsatz als je zuvor: Bosch Power Tools wächst mit Gartenwerkzeugen

Martin Steinlehner

Martin Steinlehner >

Referat von Henning von Boxberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Power Tools GmbH anlässlich der Pressekonferenz in Stuttgart am 27. Juli 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Innovationen dem Verwender die Gartenarbeit erleichtern – das ist unser Anspruch. Heute haben wir Ihnen einige neue Produkte vorgestellt, die wir von den Verwenderbedürfnissen ableiten. Das ist natürlich kein neuer Trend bei Bosch – ganz im Gegenteil: Wir feiern dieses Jahr ein historisches Jubiläum. Vor 60 Jahren haben wir das erste Bosch-Elektrowerkzeug für den Garten auf den Markt gebracht.

Im Jahr 1957 hat Bosch – dem damals aufkommenden Trend zum Selbermachen folgend – ein „Heimarbeitsgerät“ entwickelt. Es bestand aus einem Elektrowerkzeug-Motor, dem so genannten Handmotor, und verschiedenen Aufsätzen. Der Heimwerker konnte damit nicht nur bohren, sondern auch schleifen, sägen, hobeln, drechseln – und: Hecken schneiden. Die Heckenschere hatte damals ein feststehendes Schneidmesser mit elf Zähnen und ein bewegliches Messer mit zehn Zähnen. Die Antriebsschnecke wurde einfach auf die Bohrspindel des Handmotors aufgesetzt. Um den Handmotor auch für technische Laien nutzbar zu machen, wurde besonderer Wert auf Sicherheit gelegt. Das Gerät konnte sogar an nicht geerdete Steckdosen angeschlossen werden. Der Handmotor war damals eine echte Innovation.

Ein weiterer bedeutender Schritt auf dem Weg, die Gartenarbeit zu erleichtern, gelang uns im Jahr 1969: Die erste Akku-Heckenschere legte den Grundstein für die Entwicklung Akku-betriebener Elektrowerkzeuge bei Bosch. Diese Akku-Kompetenz ist ein zentrales Element unserer Innovationen der letzten Jahrzehnte – und damit sind wir nach diesem kurzen historischen Ausflug in der Gegenwart angekommen.

Bosch Power Tools ist auch im Jahr 2016 kräftig mit Gartenwerkzeugen gewachsen. Wir haben 325 Millionen Euro Umsatz erzielt – mehr als je zuvor. Nominal entspricht das einem Umsatzplus von elf Prozent, 14 Prozent in lokaler Währung. 2016 war ein Rekord-Gartenjahr für uns – wir haben den positiven Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Dass der Verwender unsere Innovationen honoriert, sehen sie beim Vergleich der Marktentwicklung versus unserer Entwicklung über die letzten Jahre: Im Kernmarkt Europa, in dem wir mehr als 90 Prozent unseres Umsatzes mit elektrischen Gartenwerkzeugen erzielen, sind wir in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich um elf Prozent gewachsen – deutlich schneller als der Markt mit vier Prozent.

Was steckt hinter unserem Erfolg? Ein Gartenwerkzeug muss die Bedürfnisse des Verwenders erfüllen. Wir haben Ihnen heute einen Einblick gegeben, wie wir dabei vorgehen: nach der Methodik des Design Thinking. Der Verwender steht dabei immer im Mittelpunkt. Ihn wollen wir verstehen – dafür beobachten wir ihn, nehmen seine Perspektive ein. Dann geht es darum, schnell Ideen anzudenken, Prototypen zu entwickeln und zu testen – in einem iterativen Prozess, immer wieder – solange, bis der Verwender mit seinem Gartenwerkzeug von Bosch zufrieden ist. So entstehen Innovationen, die Freizeitgärtner wirklich überzeugen.

Akku-Geräte als Wachstumstreiber

Ein wichtiger Treiber unseres Wachstums sind Akku-Werkzeuge: Im vergangenen Jahr haben kabellose Gartenwerkzeuge bereits 37 Prozent unseres Umsatzes ausgemacht – Tendenz steigend. Der Roboter-Mäher Indego, die Strauch- und Grasschere Isio oder auch unsere Akku-Heckenscheren kommen gut bei den Verwendern an.

Zentraler Baustein unseres Erfolges mit Akku-Geräten ist die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. Seit 2003, als Bosch mit dem Ixo das weltweit erste Elektrowerkzeug mit Lithium-Ionen-Akku vorstellte, sind unsere Akkus immer kleiner, leichter und kraftvoller geworden. Zudem können die Geräte auch nach wochenlangen Pausen sofort benutzt werden, denn der Akku entlädt sich kaum selbst. Dass dem Verwender immer die optimale Kraft und die maximale Ausdauer zur Verfügung stehen, dafür sorgen wir mit einer optimalen Abstimmung der maßgeblichen Bauteile wie Motor und Getriebe in Kombination mit einer intelligenten Elektronik, dem „Syneon Chip“. Unsere Werkzeuge behalten ihre volle Leistung bei, bis der Akku leer ist. Diese Technologie nutzen wir bei allen Heimwerker- und Gartengeräten mit Wechsel-Akku – in der 12 Volt-, der 18 Volt- und der 36 Volt-Klasse.

Wiederholt zweistelliges Wachstum in Deutschland

Mit unserem Produktportfolio sind wir auch in Deutschland überdurchschnittlich erfolgreich. Im Jahr 2016 stieg unser Umsatz in unserem Kerngeschäft – elektrische Gartengeräte ohne Laubbläser, Vertikutierer und Hochdruckreiniger – um elf Prozent. Der Langzeitvergleich über die letzten zehn Jahre zeigt, dass unsere Strategie beim Verwender ankommt: Unser durchschnittliches Wachstum war mit 16 Prozent pro Jahr doppelt so groß wie das Wachstum des Marktes.

Wir bieten Produkte für jeden Anspruch – mit dem Ziel, Gartenarbeit für Hobbygärtner, Gartenliebhaber, Naturfreunde, Stadtgärtner oder Selbstversorger zu erleichtern. Wie der Verwender uns einschätzt, zeigen die Kommentare aus Internetforen. Ein paar Beispiele dazu: Unsere Akku-Heckenschere „geht durch die Hecke wie Butter“. Der Akku-Rasenmäher Rotak überzeugt seine Anwender und ist eine „absolute Kaufempfehlung“. Der Mähroboter Indego „ist flüsterleise“ und „über die App einfach zu steuern“. Ein solches Feedback des Verwenders ist unser Antrieb.

Easy Gardening: die Zukunft der Gartenarbeit

Wie stellen wir uns die Zukunft der Gartenarbeit vor? Was möchten wir bei Bosch tun, damit der Verwender auch weiterhin mit uns zufrieden ist? Was bedeutet Easy Gardening für die Zukunft? Gerne möchte ich Ihnen heute die Strategie von Bosch etwas näherbringen, mit der wir auch künftig beim Hobbygärtner punkten wollen.

Erstens: Eine noch engere Verzahnung von Heim und Garten – schließlich sind Heimwerker sehr häufig auch Hobbygärtner. Natürlich ist es für diese Zielgruppe komfortabel, wenn Sie mit ein und demselben Akku verschiedene Projekte durchführen kann. Zweitens: Smart Gardening. Damit meinen wir autonome Gartenwerkzeuge wie den Indego, die dem Verwender Zeit sparen. Und damit meinen wir auch vernetzte Produkte. Drittens – und das kann nur Bosch: Wir wollen in Zukunft noch mehr Synergien nutzen, die sich uns innerhalb der Bosch-Gruppe bieten. Lassen Sie mich diese drei Aspekte kurz erläutern.

Arbeitserleichterung mit System: die 12 und 18 Volt-Familien

Unsere 12 und 18 Volt „Power for All“-Akkus sind kompatibel – innerhalb der jeweiligen Volt-Klasse bei allen grünen Produkten. Sie können also mit einem Akku zuerst sägen – und anschließend Hecke und Äste schneiden. Wir wissen aus den Rückmeldungen der Verwender, dass sie diesen Komfort schätzen – und letztlich spart es natürlich auch Geld, wenn nachfolgende Produkte ohne Akku gekauft werden können. In unserem 12 Volt „Power for All“-System bieten wir mittlerweile 14 Produkte für Heim und Garten an, im 18 Volt-System sind es bereits 21 Produkte. Wir werden unsere Produktpalette in beiden Volt-Klassen weiter ausbauen. Zusätzlich erweitern wir das System auf den Hausgerätebereich. Künftige Produkte der BSH setzen auf unsere Akkus. Das erste Produkt wird der Staubsauger „Sprinter“ sein. Wir decken damit ein immer breiteres Anwendungsspektrum rund um Haus und Garten mit kompatiblen kabellosen Lösungen ab.

Vielleicht haben es die Bosch-Experten unter Ihnen anhand der Bilder unserer neuen Produkte schon bemerkt: Um diese enge Verzahnung von Heim und Garten auch optisch noch deutlicher zu machen, haben wir die Farbgebung der grünen Werkzeuge einheitlich gestaltet. Ab sofort kommen alle neuen Gartenwerkzeuge in dem Ihnen bekannten Heimwerker-Grün auf den Markt.

Smart Gardening: autonome und vernetzte Lösungen

Sie alle kennen unseren Roboter-Rasenmäher Indego, den wir jetzt in seiner neuen Version anbieten. Mit dem Indego 400 erleichtern wir Verwendern den Einstieg in die autonome Rasenpflege. Der Indego steht für autonome und vernetzte Produkte von Bosch – das verstehen wir unter Smart Gardening. Für uns geht es nicht darum zu zeigen, dass wir autonome und vernetzte Produkte auf den Markt bringen können. Der Nutzen für den Verwender steht im Vordergrund – daran orientieren wir uns bei der Weiterentwicklung. Lassen Sie sich überraschen!

Synergien nutzen: Knowhow-Transfer innerhalb der Bosch-Gruppe

Bosch ist so vielfältig wie kaum ein anderes Unternehmen: kraftunterstützte E-Bike-Systeme, flüsterleise Staubsauger, innovative Wischgummis. Was hat das mit Power Tools zu tun? Das sind nur drei Beispiele, die zeigen: Wir nutzen konsequent Synergien innerhalb der Bosch-Gruppe, um die Bedürfnisse unserer Verwender besser zu erfüllen. Henk Becker hat ihnen unsere neuen Produkte heute vorgestellt: die kraftunterstützte Akku-Gartenschere EasyPrune, die neuen Rotak-Rasenmäher, den Fensterreiniger GlassVac, mit dem wir uns ein neues Segment erschließen. Übrigens: Die „Logicut“-Software für den Indego, dank der er systematisch in parallelen Bahnen mäht, wurde ursprünglich von unserem zentralen Forschungsbereich entwickelt. Bei all diesen Produkten profitiert der Verwender vom Knowhow der gesamten Bosch-Gruppe. Das kann nur Bosch – und diesen Vorteil werden wir auch künftig konsequent nutzen, um dem Verwender das bestmögliche Produkt anzubieten.

Denn das ist unser Anspruch: Easy Gardening – dem Verwender die Gartenarbeit so einfach wie möglich zu machen. Damit er Spaß daran hat – an seinem Heim, an seinem Garten. Home made by you.

Lassen Sie mich zum Schluss die wichtigsten Informationen kurz für Sie zusammenfassen:

  • Wir orientieren uns immer an den Verwenderbedürfnissen.
  • Dadurch sind wir mit unseren Gartenwerkzeugen auch nach 60 Jahren erfolgreich – so erfolgreich wie nie zuvor.
  • Wir wachsen mit Gartengeräten auch 2016 zweistellig – schneller als der Markt, auch in Deutschland.
  • Aufgrund unserer innovativen Akku-Technologie wächst der Umsatzanteil kabelloser Gartenwerkzeuge weiter.
  • Auch für die Zukunft setzen wir auf Easy Gardening: einheitliche Akku-Systeme für Heim und Garten, autonome und vernetzte Lösungen, Knowhow-Transfer innerhalb von Bosch.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Die Robert Bosch Power Tools GmbH, Geschäftsbereich der Bosch-Gruppe, ist ein weltweit führender Anbieter von Elektrowerkzeugen, Elektrowerkzeug-Zubehör und Messtechnik. Im Jahr 2018 erwirtschafteten rund 20 000 Mitarbeiter einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro, rund 85 Prozent davon entfielen auf das Ausland. Mit Marken wie Bosch und Dremel steht der Bereich für Kundennähe und technischen Fortschritt. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind Innovationskraft und Innovationstempo. Auch 2019 wird Bosch Power Tools in den vier Geschäftsfeldern Elektrowerkzeuge, Zubehör, Messtechnik und Gartengeräte in Deutschland wieder mehr als 100 Neuheiten auf den Markt bringen.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 78,5 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 460 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 68 700 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 130 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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