Suche

Pressemeldung #Bosch Gruppe
teilen

Hannover Messe 2026: Das sind die Bosch-Highlights für die Industrie

Prototyping im Serienmaterial

Agentische KI für mehr Effizienz in der Fertigung

  • Bosch etabliert neuen Ansatz für operative Exzellenz in der Fertigung
  • Neuer Bosch Pellet Printer ermöglicht Prototypen aus Serienmaterial
  • Bosch zeigt skalierbare Automatisierungslösungen für Batterie-Recycling
Manuela Kaiser

Manuela Kaiser

X

Stuttgart / Hannover – Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit sind in Zeiten von steigender Komplexität und demografischem Wandel die entscheidende Währung für den industriellen Erfolg. Doch wie sehen die konkreten Lösungen für diese abstrakten Herausforderungen aus? Auf der Hannover Messe 2026 gibt Bosch klare Antworten und zeigt, wie die intelligente Verbindung von Menschen, Software und künstlicher Intelligenz (KI) die Fertigung nicht nur verbessert, sondern von Grund auf transformiert. Besucher können zudem auf der gesamten Messe technologische Highlights von Bosch entdecken – von innovativen Ansätzen für das Recycling von Fahrzeugbatterien über revolutionäre 3D-Drucker bis hin zu skalierbaren Lösungen zur Produktionssteigerung. Bosch Connected Industry ist in Halle 14, Stand J17 vertreten und Bosch Rexroth zeigt seine Industrietechniklösungen in Halle 26, Stand E69.

Bosch macht Fabriken fit für die Zukunft

Wie agentische KI zum echten Partner des Menschen wird, zeigt Bosch am Beispiel der Zusammenarbeit im Shopfloor.

Technologie als Partner: Als Antwort auf aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, steigende Komplexität und Kostendruck verfolgt Bosch mit Manufacturing Co-Intelligence® einen neuen Ansatz in der intelligenten Zusammenarbeit von Mensch, Maschine und digitalen Systemen. Das Konzept setzt dort an, wo heute noch Brüche in der Prozesskette entstehen: Informationen liegen in unterschiedlichen Systemen, Planung, Produktion, Qualität und Instandhaltung arbeiten selten auf derselben Datenbasis, und Menschen kompensieren manuell, was die Systeme nicht integriert abbilden.

Manufacturing Co-Intelligence® verbindet diese Systeme, bringt Daten in den richtigen Kontext und schafft eine gemeinsame operative Sicht – auf dem Shopfloor ebenso wie entlang des gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung bis in den Betrieb. Wenn heute bei einem Maschinenausfall Instandhaltungsteams nachts oder am Wochenende ausrücken müssen, zeigt sich exemplarisch, was durchgängige agentische KI verändert. Prozesse werden übergreifend überwacht, kleinste Abweichungen erkannt und Lösungen eingeleitet, bevor ein größerer Ausfall entsteht. Tritt eine Störung dennoch auf, kommuniziert der zuständige Mitarbeiter über ein Chat- oder Sprachinterface mit dem KI-Agenten, der Handbücher auswertet, das Schichtbuch analysiert und eine Handlungsanweisung zur Fehlerbehebung liefert. Vorfall und Lösung werden automatisch dokumentiert und bei gleicher Maschinenausstattung auch an andere Werke weitergegeben. Dank integriertem Domänenwissen beantworten die KI-Agenten Fragen bis zu dreimal häufiger korrekt als isolierte KI-Systeme und reduzieren den manuellen Aufwand für Dokumentation und Datenabgleich um bis zu 50 Prozent.

Digitale KI-Zwillinge: In der modernen Industrie ist es eine große Herausforderung, die riesigen Datenmengen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg zu überblicken und nutzbar zu machen. Das Digital-Twin-Konzept von Bosch löst dieses Problem, indem es für jedes reale Bauteil einen digitalen Repräsentanten erschafft, der alle Daten bündelt und in einen verständlichen Kontext setzt. Dies ermöglicht eine lückenlose Nachverfolgbarkeit und volle Transparenz von der Planung bis zum Einsatz beim Kunden. Bosch erweitert dieses Prinzip durch künstliche Intelligenz, wodurch die digitalen Zwillinge nicht nur den Zustand abbilden, sondern auch zuverlässige Prognosen erstellen können. Dadurch lassen sich mögliche Maschinenausfälle frühzeitig erkennen, Stillstandzeiten reduzieren und der Energieverbrauch optimieren. Unternehmen profitieren so von einer planbareren Instandhaltung und einer langfristig höheren Effizienz ihrer Anlagen.

Smarte Lösungen von Bosch: Vom 3D-Druck zum E-Batterie-Recycling

Prototyping im Serienmaterial: Der granulatbasierte Pellet-Printer von Bosch Industrial Additive Manufacturing fertigt exakte Kunststoffbauteile aus Originalmaterialien des Spritzgusses – also industriellem Kunststoffgranulat. Dadurch entstehen Prototypen, die sich in ihren Eigenschaften eng an Serienbauteilen orientieren. Der 3D-Drucker erzielt mechanische Festigkeiten, die denen von Spritzgussteilen ähneln. Bei optimaler Ausrichtung und Prozessführung können diese Werte sogar übertroffen werden. So lassen sich Funktionsprototypen, Bauteile für Verbautests sowie Kleinserien deutlich schneller, flexibler und kosteneffizienter realisieren.

Recycling von E-Fahrzeugbatterien: Das Recyclingvolumen von Elektrofahrzeugbatterien wird sich in den nächsten fünf Jahren verzehnfachen. Nicht allein die Stückzahl, auch die Vielzahl unterschiedlicher Batterietypen wird künftig zur echten Herausforderung für die bestehende Recyclinginfrastruktur. Basierend auf seinem breiten Portfolio an Antriebs- und Steuerungstechnik sowie Montage-, Linear- und Schraubtechnik bietet Bosch Rexroth hierfür ein umfangreiches Lösungsangebot für jeden Automatisierungsgrad – von der manuellen Bearbeitung, über teil- bis hin zur vollautomatisierten Fertigung. Mit seinem skalierbaren Gesamtkonzept reduziert das Unternehmen Sicherheitsrisiken, steigert die Prozesseffizienz und verbessert die Wirtschaftlichkeit bei Diagnose, Entladung und Demontage.

Hannover Messe 2026: Partnerland Brasilien

Als Partnerland der Hannover Messe 2026 positioniert sich Brasilien als treibende Kraft für eine nachhaltige industrielle Transformation. Seit über 70 Jahren ist Bosch in Brasilien aktiv und damit ein Paradebeispiel für die deutsch-brasilianische Erfolgsgeschichte. Mit etwa 11 000 Mitarbeitern ist das Unternehmen tief in der brasilianischen Industrielandschaft verwurzelt. Seit 2025 hat Bosch sein globales Kompetenzzentrum für Agrarwirtschaft in Brasilien. Hier konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung und Fertigung intelligenter Agrartechnologien mit Schwerpunkt auf Anbau und Düngung, treibt zugleich Innovationen in Bereichen wie Industrie 4.0 und Digitalisierung voran. One Smart Spray ist beispielsweise eine Lösung, die Bosch in Zusammenarbeit mit BASF entwickelt hat, um Landwirten eine einzigartige Lösung anzubieten, die das Spritzen von Herbiziden präzise und intelligent macht. In Lateinamerika erzielte Bosch nach vorläufigen Angaben im Jahr 2025 einen Umsatz von 1,78 Milliarden Euro.

Journalistenkontakt/e:
Jennifer Gass,
Telefon: +49 711 811- 42239
E-Mail: Jennifer.Gass@de.bosch.com

Manuela Kaiser,
Telefon: +49 711 811-44203
E-Mail: Manuela.Kaiser@de.bosch.com

Panels mit Bosch-Experten auf der Hannover Messe:

  • Montag, 20. April 2026,
    Microsoft Messestand, Halle 17, Stand G06:

    Norbert Jung, Deb Cupp (Microsoft), Podiumsdiskussion
  • Dienstag, 21. April 2026, 10:00 – 12:00 Uhr,
    Center Stage, Halle 25:

    Tanja Rückert, Leaders‘ Dialogue der Plattform Industrie 4.0
  • Dienstag, 21. April 2026, 15:30 – 16:30 Uhr,
    Masterclass Raum (Solution Lab Automatisierung- & Digitalisierung), Halle 26, Stand E43:

    Josepha Pfeiffer, Masterclass „Von skalierbarem Daten und digitalen Zwillingen zu Wertschöpfung in der Industrie“
  • Mittwoch, 22. April 2026, 10:00 – 10:20 Uhr,
    Halle 26, Stand E43 – Expert Stage 2 (Solution Lab Automatisierung & Digitalisierung):

    Michael Kolb, Fachvortrag „Agentische KI ist einfach – der Weg in die produktive Anwendung nicht“
  • Mittwoch, 22. April 2026, 11:40 – 12:00 Uhr,
    Expert Stage Energie & Industrieinfrastruktur, Halle 12, Stand F56:

    Josepha Pfeiffer, Fachvortrag „Digitale Produktzwillinge: Lebenszyklusdaten für Produktpässe und weitere Regularien“
  • Donnerstag, 23. April 2026, 11:15 – 11:35 Uhr,
    Halle 26, Stand E43 – Expert Stage 1 (Solution Lab Automatisierung & Digitalisierung):

    Dr. Birgit Boss, Fachvortrag „Semantische digitale Zwillinge: Der Schlüssel zu neuem industriellen Wert jenseits der Datensilos”

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 412 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 490 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 94 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die übrigen Anteile halten eine Gesellschaft der Familie Bosch und die Robert Bosch GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Diese hat die durch den Firmengründer Robert Bosch testamentarisch verfügte Aufgabe, für den langfristigen Bestand des Unternehmens und speziell für dessen finanzielle Unabhängigkeit zu sorgen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de.