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Bosch erzielt Milliardenumsatz mit Industrie 4.0

Die Fabrik der Zukunft wird Wirklichkeit

  • Wachstum: Bosch plant jährlich eine Milliarde Euro Umsatz mit vernetzten Systemen für Fertigung und Logistik
  • Produktivität: „Industrie 4.0 rechnet sich. Mit digitalen und vernetzten Lösungen werden Fabriken effizienter, flexibler und produktiver“, sagt Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork
  • Technologie: Bosch präsentiert auf Hannover Messe autonomes Transportsystem, optische Fehlererkennung auf Basis von künstlicher Intelligenz und 3D-Druck in Verbindung mit 5G
  • Kooperation: Schweden ist Partnerland der Hannover Messe und wichtiger Kernmarkt von Bosch

Stuttgart – Industrie 4.0 ist endgültig in den Fabriken angekommen und zahlt sich aus: Bosch hat in den vergangenen vier Jahren über 1,5 Milliarden Euro mit Industrie 4.0-Anwendungen umgesetzt. Schon 2022 will Bosch jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz mit Industrie 4.0 erzielen. Auf der Hannover Messe zeigt das Unternehmen die Fabrik der Zukunft: Autonome Transportfahrzeuge liefern Komponenten zu digitalen Arbeitsplätzen, Robotik-Lösungen unterstützen Mitarbeiter bei der Fertigung, die Qualitätsprüfung erfolgt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI). Die Kommunikation zwischen Maschinen und Anlagen verläuft dank 5G reibungslos und nahezu in Echtzeit. Bosch macht aus einer Vision Realität.

Industrie 4.0 rechnet sich. Mit digitalen und vernetzten Lösungen werden Fabriken effizienter, flexibler und produktiver.

Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH

Industrie 4.0 stärkt die Wettbewerbsfähigkeit

Bosch hat schon früh das Potential von Industrie 4.0 erkannt. Seit 2012 arbeitet das Unternehmen daran, Produktion und Logistik zu vernetzen. Die Strategie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, die Industrietechnik wächst kräftig: Nach vorläufigen Geschäftszahlen legte der Bereich im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent zu. Wechselkursbereinigt betrug das Wachstum 11 Prozent. Die Erlöse stiegen auf 7,4 Milliarden Euro. „Industrie 4.0 rechnet sich. Mit digitalen und vernetzten Lösungen werden Fabriken effizienter, flexibler und produktiver“, sagt Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, zuständig für die Industrietechnik. Dies belegen Erfahrungen aus Bosch-Projekten. So hat beispielsweise das Werk in Blaichach im Allgäu durch den gezielten Einsatz moderner Fertigungstechniken die Stückzahlen bei ABS und ESP deutlich gesteigert – auf 200 Prozent in sechs Jahren. Und das ohne Erweiterung der Anlagen oder Zukäufe.

Bosch steigt mit autonomem Transportsystem in Intralogistik ein

Was nutzt eine hoch automatisierte Fertigung, wenn das Material nicht pünktlich und in der richtigen Menge an der Produktionslinie ankommt? „Wer die Fabrik der Zukunft konsequent zu Ende denkt, hebt Grenzen auf und verbindet: Produktion und Logistik müssen zusammen gedacht werden. Nur so lässt sich Industrie 4.0 erfolgreich umsetzen“, sagt Najork. Auf der Hannover Messe präsentiert Bosch Rexroth das ActiveShuttle: Das autonome Transportfahrzeug befördert Materialien vom Lager in die Produktion direkt dorthin, wo die Komponenten benötigt werden. Über eine integrierte Hubplattform erfolgt selbstständig das Auf- und Abladen. Handgriffe für Mitarbeiter entfallen. Ausgestattet mit Laserscannern findet das ActiveShuttle seinen Weg selbst, erkennt Fahrzeuge und Personen – und lernt dazu: Das Transportsystem erstellt eine Karte der Gegebenheiten vor Ort und aktualisiert diese kontinuierlich.

Software schafft Grundlage für Industrie 4.0

Das Erfolgstrio der Fabrik der Zukunft besteht aus Mensch, Maschine und Daten. Dafür bedarf es intelligenter Software, die ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den Akteuren ermöglicht. „Industrie 4.0 ist ohne Software undenkbar. Mit unserer Geschäftseinheit Bosch Connected Industry bauen wir unsere Spitzenposition bei Industrie 4.0 weiter aus und bündeln unsere Kompetenzen in den Bereichen Software und Services unter dem Namen Nexeed“, sagt Dr. Stefan Aßmann, Leiter Bosch Connected Industry. Das Unternehmen unterstützt mit der Geschäftseinheit seine Kunden dabei, Transporte zu überwachen, Produkte effizient und rasch zu fertigen und diese rechtzeitig und sicher auszuliefern. Ein Beispiel: Bei Nexeed Track and Trace teilt das Frachtgut selbst Informationen zu Standort, Temperatur und Erschütterungen mit. Logistiker können so jederzeit den Status einsehen und Rückschlüsse ziehen, ob die Ware pünktlich ankommt.

Künstliche Intelligenz ist Schlüsseltechnologie der Zukunft

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz lernen Maschinen mit- und weiterzudenken. Das birgt enormes Potential. Zeitaufwändige und anstrengende Tätigkeiten werden der Maschine übertragen, der Mensch wird entlastet. „Für Bosch ist KI eine Schlüsseltechnologie. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass bis Mitte der kommenden Dekade alle Bosch-Produkte entweder über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt und produziert werden“, sagt Najork. Dabei setzt Bosch auf KI, die sicher, robust und nachvollziehbar ist. Auf der Hannover Messe stellt Bosch ViPAS vor, ein KI-basiertes System zur visuellen Qualitätskontrolle. Ausgestattet mit einem Greifarm, moderner Kameratechnik und intelligenter Software lässt sich das System einfach und komfortabel bedienen. Bei einem Pilotversuch im Bosch-Werk in Nürnberg hat ViPAS 12 000 Prüfvorgänge absolviert und lag in 99,9 Prozent der Fälle richtig. So hat ViPAS nahezu fehlerfrei die Teile als „in Ordnung“ oder „nicht in Ordnung“ einsortiert. In einem nächsten Schritt wird ViPAS intern weiterentwickelt mit dem Ziel, die Technologie für den Einsatz in unterschiedlichen Werken vorzubereiten.

5G beschleunigt Industrie 4.0

Der neue Mobilfunkstandard 5G ist für viele Industrie 4.0-Anwendungen von zentraler Bedeutung. Mit Hilfe von 5G lassen sich Daten bis zu hundertmal schneller übertragen als bisher. Auch die Zuverlässigkeit wächst, während die Verzögerung bei der Datenübertragung auf ein Minimum sinkt. „5G wird das zentrale Nervensystem der Fabrik der Zukunft“, prognostiziert Dr. Andreas Müller, Bosch-Forscher und Vorsitzender der 5G-ACIA (5G Alliance for Connected Industries and Automation). Um diesen neuen Mobilfunkstandard von Beginn an industriefähig zu gestalten, hat Bosch den Vorsitz in der 2018 gegründeten Initiative 5G-ACIA übernommen. In der Initiative haben sich bislang mehr als 40 Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit zusammengeschlossen. Noch in diesem Jahr plant Bosch, 5G in den eigenen Werken zu testen. Auf der Hannover Messe präsentiert Bosch die Vorteile gemeinsam mit den Partnern Nokia, Qualcomm und BigRep. Dafür vernetzen die Unternehmen erstmals einen 3D-Drucker mit Hilfe von 5G. Dadurch wird es möglich, einen Teil der für gewöhnlich in Maschinen verbauten Steuerungselemente in eine lokale Fertigungscloud auszulagern. Maschinen werden so schlanker, günstiger und sind einfacher zu warten.

Schweden ist strategisch wichtiger Partner für Bosch

Bosch und Schweden verbindet eine lange Tradition. Seit 1904 ist das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im Partnerland der Hannover Messe aktiv. Derzeit beschäftigt Bosch vor Ort mehr als 1 600 Mitarbeiter an neun Standorten. Im Geschäftsjahr 2018 hat Bosch einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro in Schweden erwirtschaftet. Dabei setzt Bosch auch in Schweden auf vernetzte Lösungen, um Qualität und Service zu verbessern. Das Bosch Rexroth Werk in Mellansel verknüpft dafür Hochleistungsantriebe der Produktmarke Hägglunds mit Sensorik, cloudbasierten Anwendungen und nutzt Methoden des maschinellen Lernens. Dies sorgt für eine höhere Produktivität und eine bessere Verfügbarkeit der Antriebe. Zum Einsatz kommt die Industrie 4.0-Lösung zum Beispiel beim Kunden LKAB in der Eisenmine in Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens.

Tags: Software, Robotik, Industrie 4.0, Logistik, KI, Produktion, Schweden, IoT, 5G

Über Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 410 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2018). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 nach vorläufigen Zahlen einen operativen Umsatz von 77,9 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 69 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.twitter.com/BoschPresse.

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