Personal- und Sozialthemen

Fachkonferenz bei Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Bosch-Personalchef Kübel: „Deutschland braucht mehr Chefinnen“ Gemischte Führungsteams stärken Wettbewerbsfähigkeit

  • Zweite Konferenz „Frauen in Führungspositionen“ im Bundeskanzleramt
  • Flexible Arbeitsmodelle und Wertschätzung von Familie fördern Karriere von Frauen
  • Ganzheitlicher Ansatz statt Einzelmaßnahmen
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  • 15. Oktober 2014
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Pressetext

Stuttgart – „Damit sich in Deutschland mehr Frauen für Führungspositionen entscheiden können, brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft“, appellierte Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, bei einer Fachkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel in Berlin. „Mit gemischten Führungsteams kann Deutschland seine wirtschaftliche Spitzenposition stärken.“ Vor Vertretern aus Politik, Bildung und Wirtschaft betonte Kübel, dass der Unternehmens- und Arbeitskultur eine zentrale Rolle dabei zukomme. „Deutschland braucht mehr weibliche Führungskräfte. Flexible Arbeitsmodelle, die Wertschätzung von Familienpflichten und der Abbau von Vorurteilen sind wichtige Stellhebel, um mehr weibliches Führungspersonal zu gewinnen“, erklärte Kübel im Bundeskanzleramt. Aus Sicht des Personalchefs sind Frauen wichtige Leistungsträger, die jedoch nach wie vor zu selten als Führungskräfte Fuß fassen würden. Mit Blick auf den absehbaren Fachkräftemangel bleibt der Wirtschaft benötigtes Führungspotenzial somit vorenthalten, so der Geschäftsführer.

Diversity-Management: Abkehr von Rollen- und Denkmustern
„Im Alltag existieren oftmals Widrigkeiten in verschiedenen Formen, die Frauen auf dem Karriereweg in Spitzenpositionen begleiten“, ist Kübel überzeugt. „Oft sehen sie sich mit überholten Rollen- und Denkmustern konfrontiert.“ Deshalb brauche es einen echten Wandel auf allen Ebenen, der auch mit klischeehaften Ansichten breche. Bosch setze auf ein weltweites Diversity-Management, das die Wertschätzung von Unterschiedlichkeiten und individuellen Karrierewegen fördere. Bis zum Jahr 2020 will das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen weltweit den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 20 Prozent steigern. Insgesamt erreicht Bosch bereits zwölf Prozent, in einzelnen Ländern ist das Ziel schon übertroffen, wie etwa in China mit 23 Prozent oder Spanien mit 21 Prozent. Mitarbeiterinnen bietet das Unternehmen spezielle Mentoringprogramme, Netzwerke, Seminare und Trainings, um sie auf ihrem Karriereweg dauerhaft zu unterstützen.

Girls' Campus: Technikinteresse bei Schülerinnen wecken
Bosch wolle einen gesellschaftlichen Beitrag leisten und seine Erfahrungen weitergeben. „Wir sind überzeugt, dass gemischte Führungsteams erfolgreicher sind und Deutschland damit insgesamt wettbewerbsfähiger machen“, ergänzt der Personalchef. Deshalb setzt sich Bosch dafür ein, bereits bei Mädchen und Jungen frühzeitig Interesse für Technik zu wecken. Auf Einladung der Bundeskanzlerin stellte Bosch den „Girls' Campus“ im Kanzleramt vor: Bei dem gemeinsamen Projekt mit der Robert Bosch Stiftung erhalten Schülerinnen von Gymnasien in Wochenendseminaren ein Jahr lang Einblicke in die Arbeitswelt, Führungen in Unternehmen, Technikunterricht und Schulungen in Präsentationstechniken. Ziel ist es, die Begeisterung der jungen Frauen für Naturwissenschaften und Technik zu fördern. Neben Girls' Campus und dem Girls' Day beteiligt sich Bosch auch in der Bildungsinitiative Wissensfabrik bundesweit an mehr als 250 Bildungskooperationen mit Kindergärten und Schulen.

Internet:
Bosch als Arbeitgeber: www.bosch-career.de
Diversity bei Bosch: http://bit.ly/1485Zrk
Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei Bosch: http://bit.ly/1ex6rDa

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8744 - 15. Oktober 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Sven Kahn

+49 711 811-6415 E-Mail senden

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