Personal- und Sozialthemen

Bilanz: Erfolgsmodell seit 15 Jahren Bosch-Rentner leisten 50 000 Einsatztage im Jahr

  • Pionierarbeit: 1999 gründete Bosch ein Seniorexperten-Modell
  • Wertschätzung von Lebens- und Berufserfahrung
  • Personalchef Kübel: „Seniorexperten sind wichtige Leistungsträger“
  • Mehr als 40 000 Jahre Know-how durch pensionierte Mitarbeiter
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  • 21. Juli 2014
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Pressetext

Stuttgart – Weltweit sind bei Bosch immer mehr pensionierte Mitarbeiter gefragt: 2013 leisteten Seniorexperten freiwillig rund 50 000 Einsatztage. Das ist doppelt so viel als noch vor fünf Jahren. Hoch im Kurs stehen vor allem Spezialisten wie Techniker, Ingenieure, Controller oder Logistiker. Vor 15 Jahren gründete Bosch seine Tochtergesellschaft Bosch Management Support GmbH (BMS), um ehemalige Mitarbeiter zeitlich befristet für Projekt- und Beratungsaufgaben ins Unternehmen zu vermitteln. Ziel war es, jahrzehntelang erworbenes Bosch-Wissen zu erhalten und an jüngere Mitarbeiter weitergeben zu können. Mehr als 40 000 Jahre Know-how bringen alle 1 600 Pensionäre zusammen, die aktuell zum Expertenpool des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens gehören. 1999 galt das Seniorexperten-Modell von Bosch als einzigartiger Ansatz in Deutschland. Mittlerweile steht es Pate für viele Organisationen und Unternehmen.

Altersgemischte Teams – bessere Arbeitsergebnisse
„Was 1999 gerade mal mit 30 ehemaligen Mitarbeitern begann, hat sich heute für Bosch zu einem weltweiten Erfolgsmodell entwickelt“, stellt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, anlässlich des Gründungsjubiläums heraus. „Unsere Seniorexperten sind wichtige Leistungsträger. Ihr langjähriges Know-how hilft bei Problemlösungen, liefert neue Ideen und stärkt unsere Innovationsfähigkeit.“ Altersgemischte Teams erleichterten darüber hinaus das generationsübergreifende Lernen, so Kübel weiter.

Professionelle Beratung durch Seniorexperten
Die Seniorexperten kommen bei Bosch dort zum Einsatz, wo kurzfristig professionelle Beratung gefragt ist. Das kann beim Anlauf von Fertigungslinien im Ausland sein oder bei der Qualitätssicherung in einem Werk. „Die Wertschätzung meiner Lebens- und Berufserfahrung ist für mich die größte Motivation“, erklärt der 67-jährige Siegmund Kaiser, Bosch-Seniorexperte für Hydraulik. „Es reizt mich, technische Aufgaben zu lösen und fachlich weiter auf dem aktuellen Stand zu bleiben.“ Die BMS-Experten arbeiten dabei zeitlich befristet und zu einem Honorar, das sich an ihren früheren Gehältern orientiert. Zu den klassischen Arbeitsgebieten der Seniorexperten zählen etwa Entwicklung, Produktion, Einkauf, Finanzwesen oder Marketing und Vertrieb.

Hohe Lösungskompetenz, hohe Kundenzufriedenheit
Im Jahr 2013 erhielten die Seniorexperten weltweit 1 027 Beratungsaufträge und waren insgesamt an 49 556 Arbeitstagen im Einsatz. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die steigende Nachfrage nach Seniorexperten ist ihre hohe Lösungskompetenz: Ohne Karriereziele und frei von finanziellen Interessen arbeiten sie sich schnell an die Problemstellung einer Aufgabe heran. „Ich kann mein Know-how direkt einsetzen, auf mein Netzwerk bei Bosch zurückgreifen und arbeite mit meinen Kollegen auf Augenhöhe zusammen“, sagt Ursula Glatz (65), zuletzt als Seniorexpertin für Qualitätsmanagement im Einsatz. „Wenn mich ein Auftrag fachlich nicht interessiert, lehne ich ihn auch schon mal ab. Letztendlich will ich ein überzeugendes Arbeitsergebnis abliefern und suche keine Freizeitgestaltung.“ Auf diese Weise erzielen die Seniorexperten hohe Kundenzufriedenheitswerte – durchschnittlich 93 von 100 möglichen Punkten.

Seniorexperten weltweit im Einsatz
Während in Deutschland aufgrund des demografischen Wandels vielerorts Fachkräfte gesucht werden, ist das Seniorexperten-Modell bei Bosch Ausdruck der weltweiten Diversity-Strategie. „Altersgemischte Teams können unterschiedlichen Kundenbedürfnissen oftmals besser gerecht werden“, ergänzt Dr. Georg Hanen, Geschäftsführer der Bosch Management Support GmbH. „Viele Seniorexperten bringen dafür bis zu 40 Jahre Bosch-Erfahrung ein.“ Deshalb seien zunehmend mehr von ihnen auch im Ausland gefragt. Neben Deutschland bestehen weitere BMS-Niederlassungen in Denham (Großbritannien), Broadview (USA), Saitama (Japan) und Campinas (Brasilien). Zuletzt eröffnete Bosch eine BMS-Organisation im indischen Bangalore. Hanen sieht für das Seniorexperten-Modell weiterhin eine erfolgreiche Zukunft: „Schon heute erhält jeder zweite Seniorexperte ein Folgeprojekt von seinem Auftraggeber, Tendenz steigend.“

Internet:
Bosch als Arbeitgeber: http://bit.ly/1kQxDLY
Diversity bei Bosch: http://bit.ly/1485Zrk

Video:
Bosch-Seniorexperten im Einsatz: Ernst Gründler
http://youtu.be/-ZTnsH3M_00

Hintergrundinformation:
Seniorexperten bei Bosch – Fünf Fragen an Robert Hanser
http://bit.ly/1p1OVuo
Diversity-Management bei Bosch – Fünf Fragen an Heidi Stock
http://bit.ly/UKPbnq

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8629 - 21. Juli 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Sven Kahn

+49 711 811-6415 E-Mail senden

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