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Bosch kompakt Fakten zur Fahrerassistenz Mehr Sicherheit und Komfort beim Autofahren

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  • 10. September 2013
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Pressetext

Assistenzsysteme machen das Autofahren sicherer und komfortabler. Sie warnen und unterstützen in kritischen Situationen, sie übernehmen eintönige und immer wiederkehrende Tätigkeiten. Als einer der weltweit größten Anbieter für Mobilitätslösungen treibt Bosch ihre Entwicklung aktiv voran. Das Unternehmen hat alle erforderlichen Techniken im Portfolio und arbeitet intensiv an deren Vernetzung, um noch leistungsfähigere Funktionen für mehr Sicherheit und Komfort anbieten zu können. Zunehmend automatisierte Fahrfunktionen werden helfen, die ,Vision Zero‘ zu erreichen – ein Straßenverkehr ohne Todesfälle.

Mehr Sicherheit bieten vorausschauende Notbrems- und Spurassistenzsysteme, die Müdigkeitserkennung, sowie der vorausschauende Fußgängerschutz. Mehr Komfort offerieren Parkassistenz- und Nachtsichtsysteme, die Verkehrszeichenerkennung und die Stauassistenz. An der Entwicklung immer neuer Systeme arbeiten mehr als 5 000 Bosch-Ingenieure weltweit. Bereits 2016 wird Bosch mit der Fahrerassistenz die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro erreichen.

Fahrerassistenz wächst stark – und mit ihr auch Bosch
Euro NCAP schreibt künftig Fahrerassistenzfunktionen für die Höchstbewertung von fünf Sternen vor: von 2014 an mindestens ein vorausschauendes, auf Umfeldsensoren basierendes Assistenzsystem, von 2016 an zusätzlich ein vorausschauender Fußgängerschutz. Dies wird einen zusätzlichen Wachstumsschub auslösen. Autokäufer schätzen täglich erlebbare Assistenzsysteme. Die Autohersteller nutzen sie daher als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Bosch hat seit Serienstart 2000 bis 2014 insgesamt zwei Millionen 77-Gigahertz-Radarsensoren gefertigt, die zehnte Million wird voraussichtlich 2016 erreicht. Der Absatz der Bosch-Videosensoren verdoppelt sich von 2013 auf 2014. Bosch fertigt 2014 knapp 50 Millionen Ultraschallsensoren, 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Ziel: Zahl der Verkehrstoten weltweit senken
Die UN prognostiziert einen Anstieg von 2010 bis 2020 von 1,3 auf 1,9 Millionen – ein Plus von nahezu 50 Prozent.
In Indien sterben jährlich weit über 100 000 Menschen im Straßenverkehr – mit weiter steigender Tendenz.
In den USA ist die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr von 42 000 im Jahr 2000 auf knapp 33 000 im Jahr 2011 gesunken.
In Europa ist die Zahl der Verkehrstoten von 2001 auf 2011 von 54 000 auf 30 300 gesunken.

Bosch-Meilensteine der Fahrerassistenz – Historie der Kompetenz
1978: weltweit erstes serientaugliches Antiblockiersystem (ABS)
1980: weltweit erstes elektronisch gesteuertes Airbag-Steuergerät
1984: Antiblockiersystem für Motorräder
1989: Bosch „TravelPilot“ erstes Navigationssystem in Europa
1993: ultraschallbasierte Einparkhilfe
1995: weltweit erstes Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP)
2000: radarbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC)
2008: halbautomatischer ultraschallbasierter Einparkassistent
2010: weltweit erster ultraschallbasierter Totwinkel-Assistent
2010: vorausschauendes Notbremssystem
2010: Verkehrszeichenerkennung
2010: Spurhaltesysteme
2013: elektromechanischer Bremskraftverstärker iBooster
2014: Mittelbereichsradarsensor für Heckanwendungen

Bosch-Portfolio im Bereich der Fahrerassistenz
Bremsregelsysteme: Das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP) wirkt dem Schleudern des Fahrzeugs entgegen und kann das Fahrzeug situationsbedingt selbstständig abbremsen. Der Ende 2013 gestartete elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster steht für die Zukunft der Bremskraftverstärkung. Er benötigt kein Vakuum und kann den Bremsbefehl situationsabhängig unterstützen. Elektrifizierte Fahrzeuge erreichen mit ihm zudem besonders hohe Rekuperationsgrade, und Assistenzsysteme profitieren vom schnellen und leisen Ansprechen.

Elektrische Lenksysteme: Der Grad der Lenkunterstützung dieser im Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH gefertigten Produkte lässt sich über die Funktionssoftware variieren. Die Lenkung kann stabilisierende Eingriffe vornehmen und ergänzt so das ESP. Damit ist sie eine weitere Voraussetzung für künftige Assistenzsysteme.

Sensoren: Sie sind die Sinnesorgane des Fahrzeugs.
Radarsensoren: Sie erfassen Abstand und Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge auf einer Entfernung von über 200 Metern sehr exakt und sind damit die ideale Basis für Systeme zur Abstandsregelung und vorausschauenden Notbremsung. Bosch nutzt für seine Radarsensoren ausschließlich das leistungsfähige, weltweit freigegebene 77-Gigahertz-Frequenzband. 2013 startete mit dem Mid-Range-Radarsensor eine kostengünstige neue Modellgeneration, die für den Front- und Heckeinsatz angeboten wird.
Videosensoren: Anhand ihrer Daten lassen sich beispielsweise Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen erkennen sowie Fußgänger und Radfahrer. Die neue Stereo-Videokamera kann räumlich sehen und damit auch Abstände messen. Sie deckt als 1-Sensor-Lösung alle neuen Euro-NCAP-Anforderungen ab. Für Park- und Manöverassistenzfunktionen kommen vermehrt auch weitwinklige Videosensoren zum Einsatz, die eine 360-Grad-Sicht (Vogelperspektive) ermöglichen und damit den Nahbereich um das Fahrzeug komplett abdecken.
Ultraschallsensoren: Diese auch von Fledermäusen genutzte Technik ist kostengünstig und wird seit zwei Jahrzehnten erfolgreich für die Entfernungsmessung bei Parkassistenzsystemen eingesetzt.

Vernetzte Navigation:
Leistungsfähige Assistenzsysteme und weiterreichende automatisierte Fahrfunktionen erfordern genaue und aktuelle Kartendaten, die über eine Online-Verbindung regelmäßig aktualisiert werden. Die Smartphone-App „MyDriveAssist“ von Bosch kann erfasste Verkehrszeichen bereits heute in die „Datenwolke“ melden, und der „elektronische Horizont“ liefert die exakte Information über den Streckenverlauf inklusive Steigungen und Kurvenradien. Diese Daten werden von vernetzten Fahrzeugfunktionen zur Verbrauchssenkung und von Elektrofahrzeugen zur Reichweitenerhöhung genutzt.

Bedienkonzepte:
Ein Schlüssel zum Erfolg von Assistenzsystemen sind die Bedienkonzepte. Funktionen, die immer weitreichendere Fahraufgaben übernehmen, müssen intuitiv erfass- und bedienbar sein. Bosch untersucht daher intensiv die unterschiedlichen Ansätze und nutzt beispielsweise frei programmierbare Anzeigesysteme sowie Head-up-Displays. Informationen wie Fahrempfehlungen oder Abstandswarnung werden künftig mit neuen Visualisierungsverfahren auf Basis der „Augmented Reality“, einer erweiterten Realität, wirklichkeitsnah in die reale Verkehrssituation eingeblendet. Ein weiterer Ansatz für beste Bedienung sind multimodale Konzepte. Sie vereinen Gesten und die Berührung über Touchscreens mit der Sprachsteuerung.

Zitate zur Fahrerassistenz
„Der Markt für Fahrerassistenz legt in jedem der nächsten Jahre bis 2017 um ein Drittel zu – Bosch noch deutlich stärker“, sagt Wolf-Henning Scheider, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.
„Die Fahrerassistenz wird in den kommenden Jahren einen regelrechten Boom erleben“, sagt Bosch-Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider.

„Die Stereotechnik eröffnet den videobasierten Sicherheitssystemen neue Perspektiven“, sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. „Während eine Monokamera aufwändig auf die unterschiedlichsten Objekte „trainiert“ werden muss, um zum Beispiel Fußgänger und Autos im Bild zu finden, vermisst und erkennt die Stereokamera alle Hindernisse allein aufgrund der erfassten Bewegung und Entfernung.“

„Assistenzsysteme machen das Autofahren sicherer, entspannter und umweltfreundlicher“, sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control.

„Ultraschall, Radar und Video – Bosch hat alle für die Fahrerassistenz erforderlichen Sensortechnologien“, sagt Steiger, „und mit Bremse, Lenkung und der Kernkompetenz der Fahrzeugintegration eine hervorragende Basis für die Entwicklung neuer, noch leistungsfähigerer Assistenzsysteme.“

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8202 - 10. September 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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