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Pressemeldung #Elektrifizierte Mobilität
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Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Fahrrad und Technologie gründen „Coalition for Cyclist Safety“ in Nordamerika

Bündnis will die Sicherheit von Fahrradfahrer*innen durch V2X-Kommunikation erhöhen

  • 19 führende Unternehmen aus der Automobil-, Fahrrad- und Technologiebranche haben sich zusammengeschlossen, um durch die Entwicklung und den Ausbau eines umfassenden Vehicle-to-Everything (V2X)-Ökosystems die Sicherheit von Fahrradfahrer*innen zu verbessern
  • Die Kommunikation vernetzter Fahrzeuge durch mobilfunkbasierte Vehicle-to-Everything (C-V2X)-Technologie in Nordamerika kann dazu beitragen, Kollisionen zu vermeiden und Unfälle zu reduzieren
  • C-V2X hat das Potenzial, die Zahl der jährlich mehr als 130.000 Verletzungsfälle bei Radfahrer*innen auf den Straßen der USA zu verringern
Tamara Winograd

Tamara Winograd

Stuttgart/Reutlingen, 23. Oktober 2023 – 19 Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Fahrrad und Technologie haben sich zusammengeschlossen, um die Entwicklung und Implementierung vernetzter Mobilitätslösungen voranzutreiben. Mit ihrer Hilfe wollen sie dazu beitragen, die Risiken für Fahrrad- und eBike-Fahrer*innen auf nordamerikanischen Straßen zu verringern.

Die neue „Coalition for Cyclist Safety“ (Bündnis für Fahrradsicherheit) setzt sich dafür ein, auf Basis der Vehicle-to-Everything-Technologie (V2X) einen umfassenden Sicherheitsansatz für Fahrradfahrer*innen zu entwickeln. Im vergangenen Jahr hatte das US-Verkehrsministerium Strategien entwickelt, um das vernetzte V2X-Ökosystem als wichtige technologische Lösung zum Verbessern der Verkehrssicherheit für vulnerable Verkehrsteilnehmer*innen Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Bündnispartner sind davon überzeugt, dass V2X sowohl Sicherheitsvorteile bietet als auch das Potenzial hat, Staus und damit verbundene Emissionen zu reduzieren. Sie setzen sich dafür ein, wichtige Bestandteile der Pläne des US-Verkehrsministeriums umzusetzen, um die Sicherheit von Radfahrer*innen zu erhöhen. Weitere Unternehmen sollen dafür gewonnen werden, ebenfalls ihren Beitrag dazu zu leisten.

Die beteiligten Unternehmen beabsichtigen, gemeinsam an der Integration von Fahrrädern in das zukünftige V2X-Kommunikations-Ökosystem zu arbeiten. Indem mit V2X-Technologie ausgestattete Autos, Fahrräder und andere Verkehrsteilnehmer*innen miteinander kommunizieren können und dadurch eine gegenseitige Wahrnehmung erreicht wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, die Zahl der Unfallverletzungen bei Zusammenstößen zu senken.

Die Arbeit des Bündnisses wird zudem durch Erkenntnisse und Empfehlungen von Interessenvertreter*innen aus den Bereichen Radverkehr, Sicherheit und intelligente Verkehrssteuerung unterstützt. Sie sind in einem beratenden Gremium organisiert.

Nach Angaben der U.S. Centers for Disease Control machen Fahrräder ein Prozent aller Fahrten in den Vereinigten Staaten aus, aber zwei Prozent aller Verkehrstoten. Mehr als 130.000 Radfahrer*innen werden jedes Jahr im US-Verkehr verletzt.

Gründungsmitglieder der „Coalition for Cyclist Safety“

Zahlreiche Unternehmen aus der Automobil- und Fahrradindustrie sowie der Konnektivitäts-, Chip- und Softwarebranche haben sich bereits verpflichtet, die Initiative zu unterstützen.

Die Gründungsmitglieder sind:
Automobilhersteller – Audi, Cariad
Fahrradindustrie – Accell, AT-Zweirad, BMC, Bosch eBike Systems, Koninklijke Gazelle, Shimano, Trek Bicycle Corp.
V2X-Technologie – Autotalks, Commsignia, Qualcomm Technologies, Inc., Spoke Safety
Telekommunikation – Deutsche Telekom, TELUS

Dem Beratungsgremium des Bündnisses werden angehören:
ITS America, League of American Bicyclists, People for Bikes, The Governors Highway Safety Association

V2X-Technologien können die Sicherheit für Radfahrer*innen erhöhen

Radfahren kann viele ökologische, wirtschaftliche und gesundheitliche Vorteile erschließen und hat daher in den letzten Jahren in den Vereinigten Staaten und Kanada an Beliebtheit gewonnen. Mit der Zunahme des Radverkehrs wächst auch das Bedürfnis von Rad- und Autofahrer*innen nach mehr Sicherheit im gemeinsam genutzten Verkehrsraum. Zusätzlich zur physischen Infrastruktur, die ein sichereres Radfahren ermöglicht, können vernetzte V2X-Technologien durch rechtzeitige Warnmeldungen beitragen, die Unfallzahlen zu reduzieren. Dazu werden diese Technologien sicherstellen, dass Fahrräder digital Autos erkennen und Autos wiederum Fahrräder digital wahrnehmen.

„Die Coalition for Cyclist Safety setzt sich gemeinsam mit lokalen Regierungspartnern für die Einführung von Technologien zum Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer*innen in Fahrrädern und Fahrzeugen ein. Es ist an der Zeit, uns nicht mehr mit der Frage zu beschäftigen, ob wir diese lebensrettende Technologie einsetzen oder wer den Anfang machen sollte. Wir konzentrieren uns nun darauf, wie wir dies gemeinsam, bewusst und in großem Maßstab tun können”, erklärt Jarret Wendt, CEO von Spoke.

„Die Roadmap zur Rettung von Menschenleben ist klar und dass sich Audi zum Einsatz von C-V2X-Konnektivität verpflichtet, ist eine Investition in die Zukunft unseres Verkehrs-Ökosystems”, sagt Brad Stertz, Director of Audi Government Affairs. „Unsere Beteiligung an der Coalition for Cyclist Safety wird das Erreichen dieses Ziels beschleunigen.”

Anhand interner Untersuchungen und öffentlich zugänglicher Daten schätzt Audi, dass sich mithilfe von C-V2X bis zum Jahr 2025 rund 5,3 Millionen Fahrzeuge, Verkehrsbaustellen, Bahnübergänge, Fahrräder und andere Einrichtungen und Fahrzeuge beziehungsweise Geräte vernetzen lassen. Bis zum Jahr 2030 könnte diese Zahl auf 61 Millionen anwachsen, darunter 20.000 Fußgängerüberwege, 60.000 Schulzonen, 216.000 Schulbusse und 45 Millionen Smartphones.

Um den Straßenverkehr für alle Teilnehmer*innen sicherer und effizienter zu machen, weitet die Bosch Gruppe ihr Engagement im Bereich der V2X-Technologien aus und treibt mit ihrem Geschäftsbereich Bosch eBike Systems auch die Integration von Fahrrädern in das V2X-Ökosystem voran. „V2X ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum sichereren Fahrradfahren, da es Radfahrer*innen für andere Verkehrsteilnehmer digital sichtbar machen kann”, erklärt Claus Fleischer, Geschäftsleiter von Bosch eBike Systems. „Dies kann jedoch nicht ein Unternehmen allein erreichen – es erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Akteure, die übergreifend an diesem Thema arbeiten, damit in Zukunft alle Verkehrsbeteiligten von den Vorteilen profitieren, die V2X bieten kann. Wir freuen uns, zu den Gründungsmitgliedern der Coalition for Cyclist Safety zu gehören und Partner bei dieser wichtigen Initiative zu sein.”

„V2X ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum sichereren Fahrradfahren, da es Radfahrer*innen für andere Verkehrsteilnehmer digital sichtbar machen kann. Dies kann jedoch nicht ein Unternehmen allein erreichen – es erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Akteure, die übergreifend an diesem Thema arbeiten, damit in Zukunft alle Verkehrsbeteiligten von den Vorteilen profitieren, die V2X bieten kann. Wir freuen uns, zu den Gründungsmitgliedern der Coalition for Cyclist Safety zu gehören und Partner bei dieser wichtigen Initiative zu sein,

erklärt Claus Fleischer, Geschäftsleiter von Bosch eBike Systems.

Um das Potenzial des V2X-Ökosystems zu erschließen und mehr Sicherheit für Straßennutzer*innen zu erreichen, verfolgt die Industrieinitiative einen ganzheitlichen Ansatz und zielt darauf ab, alle relevanten Interessengruppen, Akteur*innen und Entscheidungsträger*innen einzubinden. Die an der Initiative beteiligten Unternehmen verpflichten sich, V2X-Lösungen, -Komponenten und -Anwendungen individuell zu entwickeln, zu implementieren und einzusetzen. Durch die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden und Infrastrukturbetreibern auf verschiedenen Regierungsebenen wollen die Unternehmen sicherstellen, dass die Richtlinien für die V2X-Einführung klar sind und die entsprechenden Infrastrukturanforderungen erfüllt werden. Die Brancheninitiative setzt sich dafür ein, dass Radfahrer*innen in die V2X-Entwicklung einbezogen werden, und wird deshalb auch eng mit anderen Vertreter*innen von Fahrrad- und eBike-Interessengruppen zusammenarbeiten.

„Wir begrüßen es, dass sich führende Vertreter der Automobil- und Fahrradindustrie zusammengetan haben, um innovative Lösungen zu finden, die helfen, unsere Straßen für Radfahrer jetzt und in Zukunft sicherer machen“, sagt Bill Nesper, Executive Director der League of American Bicyclists. „Die Weiterentwicklung der Technologie, um Verkehrsteilnehmer*innen miteinander zu vernetzen, ist ein wichtiger Bestandteil der Schaffung eines sicheren Gesamtsystems, neben dem Bau von Straßen mit geringerer erlaubter Höchstgeschwindigkeit und einer sichereren Infrastruktur. Wir vertrauen darauf, dass die Führungsrolle der Unternehmen in der Coalition for Cyclist Safety andere dazu anregen wird, sich anzuschließen und sich zu verpflichten, einen hohen Sicherheitsstandard nicht nur für die Menschen im Fahrzeug zu schaffen, sondern auch außerhalb des Fahrzeugs.“

Das V2X-Bündnis wird seine Arbeit in den Vereinigten Staaten und Kanada aufnehmen. Um das Thema zu erschließen und frühzeitig Sicherheitsvorteile zu erzielen, beginnt die Initiative mit mobilfunkbasierten V2X-Lösungen (C-V2X). Von den Vereinigten Staaten und Kanada ausgehend wird sie nach Wegen suchen, um gemeinsame Industrieansätze auch nach Europa und in andere Regionen der Welt zu bringen.

Unternehmen, die sich an der Initiative beteiligen möchten, können sich bei dieser E-Mail-Adresse melden: info@coalitionforcyclistsafety.org.

Journalistenkontakt:

Robert Bosch GmbH
Tamara Winograd
Leiterin Marketing und Kommunikation Bosch eBike Systems
Tel.: +49 (0)7121 35-394 64
Tamara.Winograd@de.bosch.com

Bosch eBike Systems gestaltet die Zukunft der eBike-Mobilität mit innovativen Produkten und digitalen Services, die von hocheffizienten Antriebssystemen über das erste serienreife ABS fürs eBike bis hin zu Connected Biking Lösungen reichen. Auf den täglichen Wegen durch die Stadt, bei genussvollen Touren über Land oder für sportliche Abenteuer in den Bergen: Bosch eBike Systems bietet eBiker*innen für jeden Anspruch und jeden Einsatzbereich das passende Antriebssystem (Drive Unit, Akku, Display und App), das für ein einzigartiges Fahrgefühl sorgt. Heute vertrauen mehr als 100 weltweit führende Fahrradmarken dem perfekt aufeinander abgestimmten, modularen Produkt-Portfolio. Als eigenständiger Geschäftsbereich innerhalb der Bosch-Gruppe nutzt Bosch eBike Systems auch das Technologie- und Fertigungs-Know-how des Konzerns. Für eine gesunde, sichere und nachhaltige Mobilität, die Spaß macht.

Mehr Informationen unter www.bosch-ebike.de

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 429.000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.