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Pressemeldung #Mobility
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Sicherheit in allen Segmenten: Bosch Motorrad-Stabilitätskontrolle jetzt für Bikes unter 400 ccm

Bosch MSC künftig an Bord der TVS Apache RTR 310

  • Zehn Jahre nach Marktstart ist die Motorradstabilitätskontrolle (MSC) von Bosch mittlerweile in Indien, China und ASEAN verfügbar.
  • MSC von Bosch kommt im neuen Flaggschiffmodell von TVS, der Apache RTR 310, als rennoptimierte dynamische Stabilitätskontrolle zum Einsatz.
  • Dank zwei verschiedener Inertialsensoreinheiten (IMU) wartet Bosch mit vielfältigen Zusatzfunktionen für mehr Sicherheit, Komfort und Fahrspaß auf.
Jennifer Gass

Jennifer Gass >

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Stuttgart – In Kurven abbremsen oder beschleunigen kann beim Motorradfahren sicherheitskritisch sein: Die Motorradstabilitätskontrolle (Motorcycle Stability Control, MSC) von Bosch hilft Bikern in verschiedensten Situationen, die Kontrolle zu behalten. MSC kombiniert ein Motorrad-ABS mit einer 3D- oder 6D-Inertialsensoreinheit (IMU) und ist eine Art ESP für motorisierte Zweiräder. Das System ist mittlerweile nicht mehr nur in der Mittel- und Spitzenklasse zu finden, sondern hält in allen Motorradsegmenten Einzug. Nun stattet die indische TVS Motor Company, einer der weltweit führenden Hersteller motorisierter Zwei- und Dreiradfahrzeuge, ihre neue TVS Apache RTR 310 mit MSC von Bosch aus. Dabei nutzt das System neben der IMU von Bosch die Motorrad ABS 10 Base Variante, die mit einem kleineren und leichteren Gehäuse speziell auf Motorräder in Schwellenländern zugeschnitten ist. Damit deckt MSC nun eine breitere Palette an Marktsegmenten ab – und macht Motorradfahren für alle sicherer.

Bosch MSC erobert neue Motorradsegmente

„Bosch gehört zu den Pionieren bei der Motorradsicherheit: Wir haben vor über 25 Jahren das Motorrad-ABS eingeführt und damit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gesorgt“, erklärt Geoff Liersch, Leiter der Einheit Two-Wheeler & Powersports bei Bosch."

Vor zehn Jahren haben wir mit MSC nachgelegt. Inzwischen statten wir Motorräder sogar mit radarbasierten Assistenzsystemen aus. Im Fall von MSC haben wir das System so weiterentwickelt, dass es nun auch in den in Schwellenländern üblichen kleineren Modellen einsetzbar ist und damit mehr Motorradfahrern zugutekommt. Nun statten wir auch das neue Flaggschiff der TVS Motor Company, einem der größten Motorradhersteller weltweit, mit verbesserten Sicherheitsfunktionen aus.

sagt Geoff Liersch, Leiter der Einheit Two-Wheeler & Powersports bei Bosch.

„Die TVS Motor Company hat Technologie schon immer vorangebracht und neu definiert – allen voran mit ihrer Apache-Serie. Die TVS Apache ist mit über fünf Millionen Kunden weltweit eine der beliebtesten und renommiertesten Zweirabaureihen Mit 40 Jahren Rennerfahrung bei TVS Racing setzt jedes Apache-Modell unsere sogenannte Track-to-Road-Philosophie um, bei der Erkenntnisse und Technologien unserer Rennmaschinen in unsere Straßenmotorräder einfließen. Da unser Fokus auf rennähnlicher Leistung liegt, ist es uns sehr wichtig, dies auch im Bereich der Sicherheit zu realisieren. Bei TVS ist es geradezu Tradition, Technologien aus anderen Bereichen erstmals in neuen Segmenten einzuführen. Das tun wir auch diesmal und sind stolz darauf, Bosch MSC mit der rennoptimierten dynamischen Stabilitätskontrolle – kurz RTDSC – in unserem Flaggschiffmodell, der TVS Apache RTR 310, einzuführen. Damit erhält weltweit erstmals eine Maschine mit weniger als 400 ccm eine Motorradstabilitätskontrolle mit 6D-IMU. So erwecken wir bei unseren Kunden Vertrauen, Komfortgenuss und Aufregung zugleich und bieten ihnen damit künftig ein unvergleichliches Fahrerlebnis“, sagt Vimal Sumbly, der bei der TVS Motor Company die Premiumsparte leitet.

MSC von Bosch bei KTM: Sicherheitsmehrwert seit einem Jahrzehnt

Bereits vor zehn Jahren hat Bosch seine Motorradstabilitätskontrolle bei der KTM 1190 Adventure (Modelle 2014) eingeführt. Durch die Überwachung von Zweiradparametern wie der Schräglage passt das Bosch-System elektronische Regeleingriffe beim Bremsen und Beschleunigen blitzschnell der momentanen Fahrsituation an. Dadurch verhindert es zum Beispiel das Wegrutschen oder ein unkontrolliertes, rasches Aufstellen des Motorrads beim Bremsen in Kurven, wo sich viele Motorradunfälle ereignen. Gleichzeitig ist MSC die Basis für eine Vielzahl von Zusatzfunktionen, die mehr Sicherheit, Komfort und Fahrspaß bieten. So erhalten etwa Motorräder mit einer 3D-IMU von Bosch über MSC moderne Sicherheitsfunktionen.

Das Angebot von Bosch umfasst verschiedene modulare MSC-Lösungen, die je nach Anwendung mit unterschiedlichen Kombinationen aus ABS und IMU aufwarten. Die kürzlich erneuerte KTM RC 390 verwendet eine 3D-IMU von Bosch, mit der verschiedene Funktionen über MSC in das Fahrzeug integriert werden, darunter Kurvenbrems- und -traktionskontrolle. Bei der KTM werden diese Sicherheitsfeatures durch eine performantere ABS-Variante mit zusätzlichem Drucksensor für eine akkuratere Bremsdruckkontrolle unterstützt.

Möglich ist beispielsweise auch eine MSC-Ausführung auf Basis von ABS-10 und 3D-IMU, mit der grundlegende MSC-Funktionen – wie Kurven-Bremskontrolle, Kurven-Traktionskontrolle und Kurven-Schleppmomentregelung – in Schwellenländern Einzug halten. Diese Flexibilität im Portfolio erlaubt es für jeden Einsatz und Fahrzeug größe Richtige Kombination zu finden.

Bosch Motorradstabilitätskontrolle – Funktion im Detail

MSC setzt da an, wo es für Motorradfahrer brenzlich werden kann: in Schräglagen und Kurven. Nach einer Studie der Bosch-Unfallforschung könnte durch die Motorradstabilitätskontrolle in Zusammenspiel mit dem ABS jeder dritte Motorradunfall mit Personenschaden in Deutschland vermieden oder abgeschwächt werden, wenn jedes Motorrad damit ausgestattet wäre. MSC erkennt mit einer Reihe von Sensoren die Fahrdynamik des Zweirads. Während die Raddrehzahlsensoren die Drehzahl des Vorder- und Hinterrads messen, ermittelt die IMU die Beschleunigung und Winkelgeschwindigkeit des Fahrzeugs 100 Mal pro Sekunde. MSC beherrscht die Bremsregelung auch in Kurven: Durch Analyse des Neigungs- und Nickwinkels des Bikes optimiert das System die Stabilität und Bremswirkung auch bei dynamischen Fahrten.

Prädiktive Sicherheit und Komfort durch Sensortechnik

Als weltweit führender Anbieter für Motorradsicherheitstechnik hat Bosch mit den Advanced Rider Assistance Systems (ARAS) bereits eine Technologie auf den Markt gebracht, mit denen sich nach Schätzungen der Bosch-Unfallforschung jeder siebte Motorradunfall in Deutschland verhindern ließe. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus Radarsensor, Bremssystem, Motormanagement und Mensch-Maschine-Schnittstelle, wobei der Radarsensor die neuen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen für Motorräder erst möglich macht. Dazu zählen die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC), die Kollisionswarnung und der Totwinkelwarner. Sie erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern auch Fahrspaß und Komfort.

Auch mithilfe von Vernetzung bringt Bosch mehr Sicherheit für Motorradfahrer auf die Straße: So hat das Technologieunternehmen mit dem integrierten Connectivity Cluster (ICC) eine Displaylösung entwickelt, die unnötige Ablenkung während der Fahrt vermeidet.

Mobility ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2023 nach vorläufigen Zahlen mit 56,3 Milliarden Euro knapp 60 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility verfolgt die Vision einer sicheren, nachhaltigen und begeisternden Mobilität der Zukunft. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitätslösungen.Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 429.000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung sowie die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Sensorik, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.

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