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Pressemeldung #Elektrifizierte Mobilität
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Bosch zündet den Turbo für die Elektromobilität

Rolling Chassis – flexible Integrationslösungen für Elektrofahrzeuge

Thorsten Schönfeld

Thorsten Schönfeld >

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Boxberg – Die Elektromobilität lockt weltweit neue Hersteller auf den Markt. Bei Bosch kümmert sich eine eigene Einheit um diese Kunden, die alle eins gemein haben: Sie fragen verstärkt Systemlösungen statt einzelner Komponenten nach. Bosch will diese neuen Akteure genauso wie die traditionellen Automobil-hersteller dabei unterstützen, Elektrofahrzeuge schneller als bislang auf den Markt zu bringen.

Vom vorintegrierten Modul bis zur Komplettlösung

Im Rahmen einer Entwicklungskooperation mit dem Chassis- und Automobiltechnik-Experten Benteler zeigt Bosch, wie die Integration seiner Erzeugnisse für Elektrofahrzeuge aussehen kann und welche innovativen, domänenübergreifende Funktionen – zum Beispiel zwischen Lenkung und Bremse – realisiert werden können. Benteler übernimmt hierbei die mechanische Integration, indem entsprechende Komponenten und Subsysteme in ein sogenanntes Rolling Chassis eingebunden werden. Das Rolling Chassis ist eine fahrbereite modulare Plattform, auf die sich Karosserien verschiedenster Fahrzeugarten flexibel aufbauen lassen.

Der skalierbare Ansatz mit vorintegrierten Modulen ermöglicht, neue Fahrzeugkonzepte schnell umzusetzen und hilft Automobilherstellern, ihre Entwicklungseffizienz weiter zu steigern. Start-ups erhalten das Know-how, ein Elektroauto zu bauen. Kunden können dabei zwischen einer Komplettlösung und vorintegrierten Modulen wählen.

Stufe eins: die funktionale Integration

Für ein vorintegriertes Modul fasst Bosch beispielsweise Einzelkomponenten wie eAchse, Bremssystem, Lenkung und Steuereinheit zu einem Verbund zusammen – dem sogenannten Advanced Driving Module. Hierfür werden Schnittstellen vereinfacht und die Kommunikation zwischen den Komponenten optimiert. Dies sorgt für ein optimales Zusammenspiel im Elektrofahrzeug zum Beispiel im Hinblick auf Fahrzeugstabilisierung oder Rekuperation.

Stufe zwei: die mechanische Integration

In Zusammenarbeit mit Benteler werden die Bosch-Komponenten zusätzlich mechanisch zu einem Achsmodul für Vorder- und Hinterachse zusammengefügt. Solch ein Modul ist bauraumoptimiert, verbessert unter anderem Dämpfung sowie Fahrdynamik und lässt sich flexibel in verschiedenen Varianten einsetzen.

Stufe drei: das vollintegrierte Rolling Chassis

Das Rolling Chassis ist die höchste Ausbaustufe und zeigt, was maximal an Integration möglich ist. Es umfasst alle notwendigen E-Komponenten von Bosch bis hin zu einem ausgeklügelten Thermomanagement.

Ausblick

Bosch will seine Modullösungen künftig gemeinsam mit Partnern auch in Fahrgestelle integrieren und damit Kunden ein komplettes Rolling Chassis anbieten. Bosch baut aber keine Fahrzeuge und beabsichtigt auch nicht, dies in Zukunft zu tun. Das Ziel ist, Kunden dabei zu unterstützen, E-Mobilitätslösungen schneller voranzutreiben. Für vorintegrierte Module und Rolling Chassis sieht Bosch ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe, hauptsächlich in China und Nordamerika, aber auch in Europa. Erste Kundenprojekte sind bereits gestartet.

Mobility ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2023 nach vorläufigen Zahlen mit 56,3 Milliarden Euro knapp 60 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility verfolgt die Vision einer sicheren, nachhaltigen und begeisternden Mobilität der Zukunft. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitätslösungen.Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 428 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2023). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. Bosch verfolgt die Vision einer nachhaltigen, sicheren und begeisternden Mobilität. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT-Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen und Produkte für das vernetzte Leben, die entweder über künstliche Intelligenz (KI) verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Mit innovativen und begeisternden Produkten sowie Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 470 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 90 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung an 136 Standorten, davon etwa 48 000 Software-Entwicklerinnen und -Entwickler.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.iot.bosch.com, www.bosch-presse.de.

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