Wirtschaft

Ein Unternehmer und Technikpionier feiert Geburtstag Professor Dr. Hermann Scholl wird 80 Jahre alt Automobiltechnik maßgeblich geprägt

  • Bosch-Aufsichtsrat Fehrenbach: „Hermann Scholl hat für Bosch wichtige strategische Weichenstellungen vorgenommen.“
  • 50 Jahre im Dienst von Bosch, davon zehn Jahre an der Spitze
  • Leidenschaft für Technik: Siegeszug der Elektronik im Fahrzeug
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  • 17. Juni 2015
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Pressetext

Stuttgart – Professor Dr. Hermann Scholl wird 80 Jahre alt. Am 21. Juni 2015 feiert der Ehrenvorsitzende der Bosch-Gruppe Geburtstag. Der promovierte Elektroingenieur hat rund ein halbes Jahrhundert lang die Entwicklung und den Erfolg des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens maßgeblich geprägt. Besonders eng ist der Name Hermann Scholl mit dem Siegeszug der Elektronik im Auto verbunden. Schon Mitte der 1960er Jahre hat Scholl die Entwicklung der elektronischen Benzineinspritzung entscheidend vorangetrieben. Später folgten bahnbrechende Entwicklungen wie die elektronische Motorsteuerung sowie die Lebensretter ABS und ESP. Unter Scholls Führung wurde Bosch zum weltweit führenden Automobilzulieferer. Gleichzeitig forcierte er die Diversifikation des Unternehmens, beispielsweise durch die Übernahme der Mannesmann Rexroth AG und der Buderus AG zu Beginn der 2000er Jahre. „Durch seinen unternehmerischen Weitblick hat Hermann Scholl maßgebliche Impulse zur strategischen Weiterentwicklung von Bosch gesetzt. Außerdem hat er die Internationalisierung insbesondere in der Region Asien-Pazifik vorangetrieben“, sagt Franz Fehrenbach, Vorsitzender des Bosch-Aufsichtsrats und geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Scholl, der 1962 bei Bosch anfing, wurde 1973 in die Geschäftsleitung und 1975 in die Geschäftsführung berufen. Von 1993 bis 2003 war er Vorsitzender der Geschäftsführung. In den Jahren 2003 bis 2012 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats und geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Seit 1. Juli 2012 ist Scholl Ehrenvorsitzender der Bosch-Gruppe.

Wegbereiter technischer Innovationen
„Über Jahrzehnte hinweg hat Hermann Scholl immer wieder die Potenziale und die Chancen neuer Technologien erkannt. Das technische Wunderwerk „Auto“, wie wir es heute kennen, wäre ohne die mit dem Namen Hermann Scholl verbundenen technischen Pionierleistungen nicht denkbar“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch. Bereits Anfang der 1960er Jahre arbeitete Scholl daran, die Elektronik ins Automobil zu bringen. Als Mitarbeiter der „Vorausentwicklung der Kraftfahrzeugtechnik“ konzipierte er damals ein System zur elektronischen Steuerung von Schaltgetrieben. Das weiterentwickelte und für Automatikgetriebe adaptierte System ist heute Standard in allen Autos mit Automatikgetrieben. Bis heute ein Erfolg ist die elektronische Benzineinspritzung. Die Entwicklung der ressourcenschonenden Technologie trieb Scholl Mitte der 1960er Jahre entscheidend voran. Bei Systemen der Benzin-Direkteinspritzung ist Bosch heute international führend. Auch den Siegeszug des Diesel-Pkw durch die Direkteinspritzung hat Bosch maßgeblich ermöglicht. Das unter Scholl Ende der 1990er Jahre zur Serienreife gebrachte Common-Rail-System ist heute Technikstandard. Bosch ist auch hier weltweit führend. Weitere technische Innovationen wie das erste zuverlässige Antiblockiersystem ABS für Personenwagen (1978) oder der Schleuderschutz ESP für PKW (1995) haben bis heute unzählige Verkehrsunfälle verhindert und Menschenleben gerettet.

Strategische Weichenstellungen – große Erfolge
Während der rund zehnjährigen Ägide als Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung trieb Scholl die Internationalisierung und Diversifikation des Unternehmens voran. Der Umsatz des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens verdoppelte sich in dieser Zeit von knapp 17 Milliarden auf 36 Milliarden Euro, der Auslandsanteil am Umsatz stieg von 49 auf 71 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich von 165 000 auf über 230 000. Scholl forcierte insbesondere den Ausbau der Aktivitäten in China, Korea und Japan. Mittlerweile ist China mit mehr als 50 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro der wichtigste Auslandsmarkt von Bosch. Scholl trug zudem fast 15 Jahre lang die Gesamtverantwortung für den damaligen Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugausrüstung (heute Mobility Solutions), zunächst als Geschäftsführer (ab 1989), später in Personalunion zusätzlich zu seiner Funktion als Bosch-Chef. Zu Beginn der 1990er Jahre erzielte die Kraftfahrzeugtechnik einen Umsatzanteil von fast 50 Prozent. Bis Anfang der 2000er Jahre stieg der Umsatzanteil auf mehr als 70 Prozent. Zur besseren Ausbalancierung der Unternehmensbereiche und Verringerung der Abhängigkeit von der Kraftfahrzeugtechnik stärkte Scholl die Unternehmensbereiche Industrietechnik und Gebrauchsgüter durch verschiedene Akquisitionen wie beispielsweise der Mannesmann Rexroth AG im Jahr 2001 und der Buderus AG im Jahr 2003.

Den Lebenslauf von Professor Dr. Hermann Scholl finden Sie hier.

Journalistenkontakt:
René Ziegler,
Telefon: +49 711 811-7639

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8946 - 17. Juni 2015

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

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