Mobility Solutions

Bosch macht das Auto zum aktiven Teil des Internets Vernetzung ist der Schlüssel zu Elektrifizierung und Automatisierung

  • Umfassendes Vernetzungs-Know-how fürs Auto – und darüber hinaus
  • Vielzahl an Dienstleistungen für Firmenkunden und Privatkunden
  • Bosch sichert Transparenz im Umgang mit Daten zu
  • Vernetzung schafft Durchbruch für elektrifiziertes und automatisiertes Fahren
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  • 19. Mai 2015
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Pressetext

Das Internet ist aus dem täglichen Leben kaum mehr wegzudenken. Bald wird das auch im Auto der Fall sein. Denn Bosch macht das Auto zum aktiven Teil des Internets. „Die Vernetzung ist der Schlüssel zum elektrifizierten und automatisierten Fahren“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Markus Heyn auf dem 62. Internationalen Motorpressekolloquium von Bosch in Boxberg. Denn vernetzte Fahrzeuge sind komfortabler, sicherer und effizienter. Beispielsweise liefert die Online-Anbindung Informationen zu Staus, Glatteis oder Unfällen, aber auch zu freien Parkplätzen und Ladestellen – und ermöglicht dann gleich die Reservierung und Bezahlung. Gleichzeitig wird das Auto zum Multimediazentrum: Bosch ermöglicht den durchgängigen Zugriff auf Online-Musikdienste, soziale Netzwerke und eine Vielzahl von Smartphone-Apps.

Vernetzungskompetenz im Auto – und weit darüber hinaus
Wie kaum ein anderes Unternehmen weltweit ist das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen für das Internet der Dinge gerüstet. „Bosch setzt im Vernetzungsgeschäft auf die ‚‚3S‘‘, so Heyn, „Sensoren, Software und Services.“ So entstehen vernetzte Lösungen rund um das intelligente Haus, um die Energie, für die Industrie – und auch für die Mobilität. Das ermöglicht innovative Funktionen: So wird in einem aktuellen Versuchsträger über die Navigation die Raumtemperatur zuhause bereits automatisch erhöht, kurz bevor das Fahrzeug sein Ziel erreicht.

Das Auto der Zukunft ist elektrifiziert, automatisiert – und vernetzt
Bereits 2025 erwartet Bosch, dass rund 15 Prozent aller Neufahrzeuge elektrifiziert sein werden. Schon 2020 werden dem Technologiekonzern zufolge Autos auf Autobahnen hochautomatisiert von der Auffahrt bis zur Abfahrt fahren. Wichtige Voraussetzung für beide Entwicklungstrends sind vernetzte Funktionen. Fahrer eines Elektroautos zum Beispiel können Ladesäulen auf einfache Weise finden, buchen und auch bezahlen. „Mit Apps wie Charge&Pay für Mercedes-Benz lässt sich die Reichweite entspannter nutzen“, sagte Heyn. Schnell übertragene Verkehrsdaten wiederum ermöglichen einen erweiterten elektronischen Horizont, mit dem die Autos vorausschauend auch um die übernächste Kurve sehen. Elektrofahrzeuge können dadurch die Rekuperation und den Ladezustand optimieren. Mehr Sicherheit bieten diese Informationen ebenfalls. Melden mehrere Fahrzeuge einen ESP-Eingriff an der gleichen Stelle, wird im Abgleich mit den Wetterinformationen zum Beispiel auf Glatteis geschlossen und nachfolgende Fahrer werden gewarnt. Mit Informationen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen bei temporären Baustellen oder über ein Stauende kann das automatisierte Auto zudem vorausschauend rechtzeitig vom Gas gehen. Komfort und Effizienz steigen. Bosch-Geschäftsführer Heyn kam daher zu einem klaren Schluss: „Das vernetzte Auto ist immer das bessere Auto.“

mySPIN von Bosch lässt Handy und Auto zusammenwachsen
Um das Auto mit dem Internet zu verbinden, verfolgt Bosch zwei Ansätze: Zum einen lässt sich das Smartphone des Fahrers nutzen. Mit der Integrationslösung mySPIN können Android- und iOS-basierte Geräte ins Infotainmentsystem des Fahrzeugs eingebunden werden. Eine Vielzahl der Apps lässt sich dann über das Zentraldisplay des Fahrzeugs einfach bedienen. Zum anderen bietet Bosch mit der Connectivity-Control-Unit (CCU) einen Vernetzungspunkt im Fahrzeug an. Die CCU kommuniziert über ein Mobilfunkmodul mit eigener SIM-Karte und erlaubt wahlweise auch die Positionsbestimmung per GPS. Neben dem Modell für die Erstausrüstung ist auch eine Nachrüstlösung erhältlich. Diese kann beispielsweise über die OBD-Diagnoseschnittstelle ins Bordnetz des Fahrzeugs angeschlossen werden.

Auf Basis der Fahrzeugzustandsinformationen, welche die CCU an einen Cloudserver überträgt, lässt sich dann eine Vielzahl verschiedener Dienstleistungen realisieren. Technisch setzt genau hier die Software-Plattform Bosch IoT Suite der Tochtergesellschaft Bosch Software Innovations an. Sie bringt Geräte, Anwender und Unternehmen zusammen, um auf möglichst einfache Weise attraktive Services zu ermöglichen – auch die von Bosch.

Sicherheit ist Voraussetzung für Vertrauen
Die Vernetzung des Autos ist bereits voll im Gang. Die immer größere Rechenleistung der Steuergeräte, die weltweit weiter wachsende Abdeckung mit schnellem Mobilfunk sowie die zunehmende Möglichkeit gesicherter Updates „over-the-air“ eröffnet künftig neue Möglichkeiten für immer umfassendere Funktionen.
Die Technik allein aber garantiert nicht den Erfolg. „Nur sichere Funktionen gewinnen das Vertrauen der Autofahrer“, sagte Heyn und verweist auf die drei Dimensionen in der Sicherheitsdiskussion. Die funktionale Sicherheit stellt die gewünschte Anwendung sicher und definiert das sichere Abschalten bei Defekten einzelner Bauteile. Die Datensicherheit hat den Schutz vor unerlaubten Eingriffen von außen zum Ziel. Bosch setzt hier auf einen mehrstufigen Ansatz auf Hardware- und Software-Ebene, um den heutigen hohen Sicherheitsstandard auch in künftigen, stärker vernetzten Fahrzeugen zu erhalten. Eine klare Notwendigkeit sind für Bosch hier Standards auf technischer Ebene und auf der Prozessebene analog der ISO26262 für die funktionale Sicherheit. Der Datenschutz schließlich wird als rechtliche Ebene durch Verordnungen und Gesetze definiert. „Eine umfassende europäische Datenschutz-Grundverordnung ist Voraussetzung für einen funktionierenden digitalen Markt in Europa“, machte Heyn klar. Bosch garantiere den transparenten Umgang mit allen Daten. „Der Kunde muss selbst über Umfang und Art der Datennutzung entscheiden können“, formulierte Heyn das Grundverständnis von Bosch.

Dienstleistungen für gewerbliche Kunden senken Servicekosten und -zeiten
Ein Service für Flottenbetreiber ist das Connected Fleet Management. Über die CCU werden sicher verschlüsselt Fahr- und Servicedaten an Bosch-Server zur Auswertung übertragen. Dies senkt Betriebskosten und reduziert Ausfallzeiten.Anhand dieser aufbereiteten Werte können die Unternehmen beispielsweise Einsatzpläne, Leasingverträge und auch Service- und Reparaturtermine genauer planen.

In der Werkstatt setzt Bosch zukünftig auf Augmented-Reality und ermöglicht eine Art Röntgenblick in den Motorraum. Hält der Mitarbeiter einen Tablet-Computer zum Beispiel in den Motorraum, wird das darauf abgebildete Kamerabild genau an den gewünschten Stellen mit umfassenden Zusatzinformationen und Reparaturanleitungen ergänzt. Über den Touchscreen kann der Mechatroniker die eingeblendeten Objekte steuern und weitere Inhalte aufrufen. Zeitaufwändiges Nachschlagen in Service-Handbüchern entfällt. Die detaillierten Daten liefert ein Bosch-Server über das Internet.

Vorausschauende Diagnose dank vernetzter Komponenten
Bosch nutzt in der Entwicklung und Herstellung seiner Erzeugnisse zunehmend Industrie 4.0-Ansätze. Das Ziel ist, jede Komponente so zu vernetzen, dass sie ihren Herstellungs-, Erprobungs- oder Betriebszustand lückenlos kommunizieren kann. Dies lässt sich zukünftig nutzen, auch wenn das Produkt die Werkhalle von Bosch verlässt. Im Rahmen der sogenannten präventiven Diagnose können beispielsweise heute schon die Betriebsdaten eines Diesel-Injektors während seiner ganzen Betriebszeit von einer Connectivity-Control-Unit erfasst und in der Cloud internetbasiert überwacht werden. Zeigen die Daten Verschleißerscheinungen oder eine Änderung der Betriebsbedingungen an, kann ebenfalls über das Internet ein angepasstes Betriebskennfeld automatisch aufgespielt werden. Zudem lässt sich – falls vom Fahrer gewünscht – gleich ein Servicetermin planen und ein Ersatzteil bestellen. Der defekte Diesel-Injektor wird analysiert und kann wieder vollumfänglich instandgesetzt werden. Die Analysedaten liefern darüber hinaus wichtige Informationen, die für die Entwicklung zukünftiger Produktgenerationen und zur Optimierung der Fertigung genutzt werden können.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8905 - 19. Mai 2015

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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