Mobility Solutions

Motorradmesse EICMA 2014 Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC für alle Klassen Neue MSC-Variante von Bosch startet bei Ducati

  • MSC base für Motorräder mit verbreitetem Zwei-Kanal-ABS
  • Bosch bietet MSC-Lösung für alle Motorradklassen
  • Ducati ist nach KTM und BMW der dritte Kunde für Bosch-MSC
  • Bosch liefert Hardware und Bremsregelfunktion, Ducati entwickelt die Traktionskontrolle
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  • 04. November 2014
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Pressetext

Die Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC hat die Sicherheit beim Motorradfahren ganz wesentlich verbessert. Ende 2014 startet Bosch mit MSC base eine neue Ausbaustufe des Sicherheitssystems, die erstmals auf der weit verbreiteten, kosteneffizienten und auch kompakten ABS-Technik mit zwei getrennten Bremskanälen aufsetzt. Es ergänzt das auf einer Verbundbremse aufbauende System MSC enhanced, das seit Ende 2013 in Serie ist. „Bosch bietet mit MSC base künftig eine schräglageabhängige Unterstützung für nahezu alle Motorräder“, sagt Dr. Fevzi Yildirim, Leiter des Bosch-Kompetenzzentrums für Zweiradsicherheit in Japan. Ducati setzt in der neuen 1299 Panigale erstmals die entsprechende Hydraulikeinheit und den Schräglagesensor ein. Neben dieser Hardware liefert Bosch die schräglageabhängige Bremsregelfunktion, und Ducati nutzt die Sensordaten für die selbst entwickelte kurvenabhängige Traktionskontrolle. „Dieses Funktionspaket erhöht die Sicherheit in kritischen Situationen entscheidend“, so Yildirim.

MSC immer häufiger an Bord
Neben der neuen 1299 Panigale passt künftig auch die neue 1200 Multistrada von Ducati Brems- und Gasbefehle an die Schräglage an. Hier liefert Bosch das Verbundbremssystem MSC enhanced plus Schräglagesensor inklusive der Bremsregelfunktion – die Traktionskontrolle kommt auch hier wieder von Ducati. Verbundbremssysteme können beide Räder abbremsen, selbst wenn der Fahrer nur die Vorder- oder Hinterradbremse betätigt. Das zugehörige Bremsmodul ist aber deutlich größer und schwerer, und so wird das System bislang weitgehend bei sehr großen und leistungsstarken Maschinen eingesetzt. In der überwiegenden Mehrheit der Motorräder mit ABS kommen Hydraulikaggregate mit zwei getrennten Bremskreisen zum Einsatz, bei denen der Fahrer Vorder- und Hinterradbremse getrennt betätigen muss. Diese sind deutlich leichter und kleiner und lassen sich so einfacher in die Motorräder integrieren. Mit den zwei neuen Projekten steigen die MSC-Stückzahlen bei Bosch weiter. „Ducati ist nach KTM und BMW bereits der dritte MSC-Kunde“, sagt Yildirim. „Und weitere werden folgen.“

MSC von Bosch bietet neue Dimension der Sicherheit
Die Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC bietet aktuell die bestmögliche Sicherheit beim Motorradfahren. Ein Schräglagesensor misst als zusätzliches Bauteil die tatsächliche Neigung des Motorrads, und das System kann die elektronischen Regeleingriffe beim Bremsen und Beschleunigen blitzschnell an die momentane Fahrsituation anpassen. Es unterstützt damit bestmöglich auch in Kurven. Das ist besonders wichtig, denn dort passiert nahezu jeder zweite Motorradunfall mit Todesfolge. So kann MSC zwei Drittel aller selbst verschuldeten Motorradunfälle in Kurven positiv beeinflussen. Dies zeigen Auswertungen der deutschen Unfalldatenbank GIDAS. ABS kann im Vergleich bereits ein Viertel aller Motorradunfälle mit Toten und Verletzten verhindern.

Die Motorradhersteller können auch MSC base mit optionalen Zusatzfunktionen erweitern. Eine schräglageabhängige Schleppmomentenregelung beispielsweise wirkt kritischen Situationen entgegen, die bei sprunghaftem Wechsel des Antriebsmoments entstehen, und zudem kann das System den Bremsdruck an die Straßenneigung in Längsrichtung anpassen. Auch eine Offroad-Regelung für Fahrten auf unbefestigten Wegen ist integrierbar. Das MSC enhanced mit Verbundbremsfunktion kann darüber hinaus unter anderem die Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrad flexibel und schnell an die dynamische Fahrsituation anpassen, was die Stabilität weiter verbessert. Und nicht zuletzt bietet Bosch auch eine Berganfahrhilfe.

Weiterführende Links:
Internetseite zur Bosch-Kraftfahrtechnik für Motorräder:
www.bosch-motorcycle.com

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8746 - 04. November 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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