Mobility Solutions

Zusatzfunktionen und mehr Fahrspaß Elektrischer Allradantrieb und Torque-Vectoring – Neue Fahrfunktionen für Hybride und Elektroautos

  • Von Axle-Split-Allradfunktion zum radindividuellen Torque-Vectoring
  • „CO2-Emissionen ausbremsen und den Puls des Fahrers beschleunigen“
  • Zusätzliches Drehmoment und Fahren wie auf Schienen
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  • 02. Juli 2014
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Pressetext

Faktisch betrachtet senkt die Elektrifizierung den Verbrauch von Hybriden oder ermöglicht bei Elektroautos sogar emissionsfreies Fahren. Für Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, steckt jedoch mehr dahinter: „Es geht bei Elektromobilität nicht nur um Emissionen und Kosten, sondern auch um Dynamik, Durchzugsstärke und Fahrspaß. Kurz gesagt: Elektromobilität steht für mehr Emotion statt purer Kalkulation“, sagt Bulander, der bei Bosch die Antriebstechnik verantwortet. Das Unternehmen arbeitet an Elektro- und Hybridantrieben, die deutlich mehr können, als den Verbrauch reduzieren. Ein Beispiel hierfür ist eine neue Torque-Vectoring Funktion. Hierbei wird jede Achse oder sogar jedes einzelne Rad durch einen separaten Motor angetrieben.

Den individuellen Achsantrieb hat Bosch sogar schon mit PSA in Serie gebracht. Im Peugeot 3008 Hybrid4 beschleunigt der Elektromotor die Hinterachse, während der Verbrennungsmotor an die Vorderachse gekoppelt ist. Käufer des Diesel-Hybrids haben somit immer eine Allrad-Funktion inklusive. Dieser Aufbau nennt sich Axle-Split-Hybrid. In Zukunft könnte das Prinzip des achsindividuellen Antriebs durch kompakte E-Motoren sogar noch erweitert werden, wie Bosch Prototypen zeigen. Das Herzstück dieser erweiterten Torque-Vectoring Funktion bilden die radindividuellen Elektromotoren an der Vorderachse. Diese sind für eine bessere Straßenlage so vernetzt, dass sie Räder individuell abbremsen und beschleunigen. In Zukunft könnte diese Funktion bei Sportwagen die Kurvenlage auch in Grenzbereichen verbessern und das Handling von Geländewagen im Terrain erleichtern.

Zusätzliches Drehmoment und Fahren wie auf Schienen
Auch reine Elektromotoren können deutlich mehr Emotionen hervorrufen. Sobald der Fahrer an der Ampel auf das Gaspedal tritt, ist das Drehmoment sofort da. Dann stürmen Elektroautos los, wie es sonst nur ein leistungsstarker Verbrenner kann. Unter anderem zeigt das der Bosch Elektromotor SMG 180/120 in Modellen wie dem smart fortwo electric drive oder dem Fiat 500e schon heute. Bei Hybridfahrzeugen ist der Elektromotor hingegen oft eine Unterstützung. Dass auch dies Fahrspaß bringen kann, zeigt das Boost Recuperation System. Beim neuen 48-Volt-Hybrid von Bosch unterstützt ein Generator den Verbrenner mit 150 Newtonmeter Drehmoment und sorgt für ordentlich zusätzlichen Vortrieb. Noch weiter geht Hochvolt-Hybridtechnik von Bosch, die beispielsweise im Porsche Panamera Plug-in zu finden ist und rein elektrisches Fahren ermöglicht. Zusätzlich unterstützen die elektrischen Komponenten den Verbrennungsmotor und ermöglichen den günstigsten Betriebspunkt.

Wie emotional Elektrifizierung sein kann, zeigt Bosch schon heute mit Prototypen, die mehrere Elektromotoren an Bord haben und so einzelne Räder individuell beschleunigen können. Das ermöglicht eine gezielte Drehmomentunterstützung, welche die Dynamik des Fahrzeugs deutlich erhöht. Gleichzeitig sinkt der Kraftstoffverbrauch um die Hälfte. „Wir bremsen CO2-Emissionen aus und beschleunigen gleichzeitig den Puls des Fahrers“, sagt Dr. Rolf Bulander. Denn die Einzelradansteuerung sorgt dafür, dass das Fahrzeug förmlich wie auf Schienen fährt – in jeder Kurve wird damit klar, wie begeisternd Elektromobilität sein kann.

Weiterführende Links
Online-Dossier zur Elektromobilität
http://bit.ly/SQgA5q
Bosch kompakt: Elektrifizierung des Antriebsstrangs
http://bit.ly/1uABfXI
Online-Dossier Boost Recuperation System
http://bit.ly/1giHnf4

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8590 - 02. Juli 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Florian Flaig

+49 711 811-6282 E-Mail senden

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