Thermotechnik

Hannover Messe 2014 Bosch präsentiert breite Lösungspalette zur Vernetzung von Industrie und Gebäuden Produktionsassistent für Robotics Award nominiert

  • Bundeskanzlerin Merkel kündigt Besuch am Stand von Bosch Rexroth an
  • Einfache Maschinensteuerung durch Open Core Engineering
  • Effiziente Kleinkraftwerke für dezentrale Energieversorgung
  • Früherkennung von Defekten sorgt für höhere Maschinenverfügbarkeit
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  • 03. April 2014
  • Thermotechnik
  • Presseinformation
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Pressetext

Hannover/Stuttgart – Die Bosch-Gruppe zeigt auf der diesjährigen Hannover Messe vom 7. bis 11. April eine umfangreiche Lösungspalette zur Vernetzung und Ablaufoptimierung in Industrieanlagen sowie Gebäudekomplexen aller Art. „Mit unseren Innovationen, beispielsweise um die Themen Industrie 4.0 und Internet der Dinge und Dienste, wird hier besonders deutlich, dass wir sowohl auf der Hardware- als auch auf der Software-Seite zu den führenden Anbietern im Industriesektor gehören“, betonte Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth. Für den 7. April, 9.50 Uhr, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Besuch am Stand von Bosch Rexroth (Halle 17, B38) angekündigt.

Bosch ist in Hannover mit Bosch Rexroth, Bosch Thermotechnik, Bosch Energy and Building Solutions und Bosch Software Innovations vertreten. Insbesondere zeigt das Unternehmen eine einzigartige Automatisierungslösung, die für den Robotics Award 2014 nominiert worden ist.

Bosch Rexroth vereinfacht den Datenaustausch
Produktionssteuerung, Rückverfolgbarkeit, Qualitätssicherung und die Vision von der vernetzten Produktion verlangen einen immer stärkeren Informationsfluss von der Automatisierung in die IT-Welt und zurück. Bosch Rexroth vereinfacht mit der Schnittstellentechnologie Open Core Engineering diesen Austausch erheblich. Anwender können nun ohne spezielle Kenntnisse direkt aus ihren gewohnten IT-Programmen und -Sprachen auf alle Daten der Maschinensteuerungen und Antriebe zugreifen. Das reduziert den Aufwand und steigert die Flexibilität, bedarfsgerecht Produktionsdaten mit beliebigen Programmen außerhalb der Maschinenautomation zu erheben und auszuwerten. Bosch Rexroth zeigt am Messestand die Konzeptstudie einer Montagelinie ohne übergeordnete Steuerung, in der das Werkstück an der jeweiligen Bearbeitungsstation sagt, was geschehen muss. Die dezentrale Intelligenz der Station erkennt, welche Bearbeitung dieses individuelle Produkt im jeweiligen Schritt anfordert. Die Daten geben beispielsweise die Farbe der zu verbauenden Plastikteile vor. In einer realen Produktionsumgebung können Anwender mit einer solchen Linie sehr komplexe Produkte in einer hohen Varianz herstellen.

Effiziente Versorgung für große und kleine Gebäude
Bosch Thermotechnik zeigt am Gemeinschaftsstand „Dezentrale Energieversorgung“ des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie sowie der Deutschen Messe in Halle 27, Stand J50, Modelle eines großen Container-Blockheizkraftwerks und einer Organic Rankine Cycle-Anlage. Mit einer solchen Anlage verwertet beispielsweise die mineralische Abfalldeponie in Flörsheim bei Frankfurt bislang ungenutzte Abwärme eines Blockheizkraftwerks zur Stromerzeugung. Bosch hat diese innovative Lösung entwickelt und auf dem Deponiegelände installiert. Zu sehen ist auch ein kleineres Modul-Blockheizkraftwerk für Zwei- bis Sechsfamilienhäuser oder Gewerbebetriebe. Die dezentrale, gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme leistet dank ihres hohen Gesamtwirkungsgrads einen wichtigen Beitrag zu einem intelligenten Energiesystem.

Bosch Energy and Building Solutions ist ebenfalls am Gemeinschaftsstand „Dezentrale Energieversorgung“ vertreten. Ob Raum- oder Prozesswärme, Kälte, Lüftung, Druckluft oder Beleuchtung: Die Experten des Effizienzdienstleisters erläutern vor Ort, wie Einsparpotentiale erkannt und so der Energiebedarf von kommerziellen Gebäudekomplexen optimiert werden kann. Durch die Kombination von individuellen Energiekonzepten, Dienstleistungen und dem Einsatz moderner Technologie sorgt das Unternehmen für eine Energieeinsparung von durchschnittlich 20 Prozent.

Am Gemeinschaftsstand der Initiative Brennstoffzelle in Halle 27, Stand E51, zeigt Bosch Thermotechnik das Brennstoffzellen-Heizgerät Buderus Logapower FC10. Das System auf Basis einer Brennstoffzelle ermöglicht die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung für Ein- und Zweifamilienhäuser. Es basiert auf einer keramischen Festoxid-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell), die bei einer Temperatur von 700° Celsius arbeitet. Hierdurch wird ein elektrischer Wirkungsgrad von über 40 Prozent erzielt und das System arbeitet effizienter als andere dezentrale Strom- und Wärmeerzeuger. Die Stromkosten im Ein- und Zweifamilienhaus lassen sich so um 25 bis 40 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sinkt der CO2-Ausstoß im Vergleich zur konventionellen Strom- und Wärmeerzeugung um bis zu 50 Prozent.

Früherkennung erleichtert Instandhaltung und erhöht Produktivität
Vorausschauende Instandhaltung: Die immer stärkere Vernetzung von Maschinen und Computern birgt insbesondere für die Instandhaltung enorme Potenziale. Am Stand der Bosch Software Innovations, dem Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe, erleben die Besucher in einer Live-Demonstration, wie mit einer entsprechenden Software Defekte bei einer Industriemaschine präzise vorhergesagt werden können. Ungeplante Stillstände werden so vermieden, Kosten für Wartung und Reparatur optimiert und die Produktivität wird in Summe erhöht. Bosch Software Innovations ist am BITKOM-Stand, Halle 7, Stand C04, vertreten.

Mobile Automatisierungslösung „APAS assistant“
Der Automatische Produktionsassistent „APAS assistant“ von Bosch ist für den Robotics Award 2014 nominiert. Der Preis für innovative Robotersysteme wird von der Hannover Messe, dem Industrieanzeiger und der Robotation Academy ausgelobt. Schirmherr ist der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies. Eine unabhängige Jury bewertet neue Technologien, die beispielsweise in der industriellen Automatisierung eingesetzt werden.

Der flexibel einsetzbare, mobile „APAS assistant“ ist Teil der „APAS family“ sofort einsatzbereiter Automatisierungslösungen. Er hat eine kollisionsverhindernde „Sensorhaut“. Darum ist er als erstes Robotersystem für Industrieanwendungen – ohne dass er weitere Schutzeinrichtungen bräuchte – für die Zusammenarbeit mit Menschen von der deutschen Berufsgenossenschaft zertifiziert. Ergänzt wird die „APAS family“ durch den „APAS inspector“ als mobiles optisches Prüfsystem und den „APAS base“ als flexible Automatisierungsplattform. Die „APAS family“ zeigt schon heute, mit welchen Technologien die vernetzte Industrie 4.0 arbeiten wird. In deren intelligenten, vernetzten und flexiblen Fabriken, den Smart Factories, sollen Menschen, Maschinen und Produkte miteinander kommunizieren und enger zusammenarbeiten.

Die Verleihung des Robotics Awards 2014 findet am Dienstag, 8. April zwischen 15:30 und 17:00 Uhr in Halle 17, Stand G24 (Forum Robotics, Automation and Vision), statt. Auf der Hannover Messe ist die „APAS family“ in Halle 17, Stand D17, ausgestellt. Details zur „Bosch APAS family“ finden sich unter http://www.bosch-apas.com.

Partnerland der diesjährigen Hannover Messe ist Holland
Unter dem Motto „Global Challenges, Smart Solutions“ präsentiert Holland Lösungen für die industriellen Herausforderungen der Zukunft. Bereits seit 1903 ist Bosch in den Niederlanden vertreten. Derzeit beschäftigt das Unternehmen dort rund 3 600 Mitarbeiter an 16 Standorten. Die wichtigsten Werke befinden sich in Tilburg, Boxtel, Deventer, Weert und Schiedam. Bosch ist in den Niederlanden mit allen vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik präsent.

Der niederländische Maschinenbau ist von mehr als 2 600 mittelständischen Herstellern geprägt. Bosch Rexroth ist hier bei zahlreichen Maschinenkonzepten und Großprojekten als Entwicklungs- und Systempartner für die gesamte Automatisierung vertreten. Das Spektrum reicht dabei von der nanometergenauen Positionierung elektronischer Schaltungen bis hin zum Anheben von 48 000 Tonnen schweren Offshore-Plattformen auf See.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8534 - 03. April 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Claudia Arnold

+49 711 811-6403 E-Mail senden

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