Bosch Power Tec

Mit Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Forschung für effizienteren Eigenverbrauch und stabilere Stromnetze Projekt will Nutzen von Solarstromspeicherung für Endverbraucher und Verteilnetze aufzeigen

  • PV-Speichersysteme spielen entscheidende Rolle für die Energiewende
  • Höherer Eigenverbrauch von Solarstrom kann zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen
  • 4 Unternehmen und 3 Forschungsinstitute kooperieren
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  • 03. März 2014
  • Bosch Power Tec
  • Presseinformation

Pressetext

Böblingen – Im Januar 2014 startete das Forschungsprojekt Sol-ion+: Sieben Partner aus Forschung und Industrie wollen nachweisen, dass die Speicherung von Solarstrom sowohl für Endverbraucher als auch für die Stabilisierung von Verteilnetzen vielfache Vorteile bringt. Solche Speichersysteme ermöglichen dem Endkunden, deutlich weniger Energie aus dem öffentlichen Stromnetz zu beziehen und dafür mehr Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage zu verbrauchen. Durch die Skalierbarkeit dieser Systeme können auch größere Leistungen erzielt werden, so dass sie beim Einsatz in Versorgungsnetzen Leistungsschwankungen abfangen und dadurch die Stabilität der Stromversorgung erhöhen können.

Vorbereitung auf die Energiemärkte von morgen
In der ersten Phase des Projekts, das bis Anfang 2018 läuft, ist die Entwicklung eines Speichersystems geplant, das sich auch für den Einsatz im Endkundenbereich eignet. Bosch Power Tec als Hersteller von Speichersystemen für Solarstrom ist Projektkoordinator und mit der Entwicklung dieses Geräts betraut. „Nutzer der Systeme werden durch die neue Generation der Speichersysteme erstmals aktiv an den künftigen Energiemärkten teilnehmen können“, sagt Dr. Armin Schmiegel, Projektleiter bei Bosch Power Tec. „Die Systeme ermöglichen eine optimale Interaktion zwischen Netz- und Speicherbetreibern, so dass diese ihren selbstproduzierten Strom an der Strombörse anbieten oder bei Bedarf billigen Strom einkaufen können“.

Saft Batterien, die deutsche Vertriebsgesellschaft des Saft Konzerns, stellt die Batterietechnologie zur Verfügung: „Durch die Interaktion mit dem Netz werden die Batterien hier wesentlich stärker als in bestehenden Speichersystemen beansprucht. Ausgereifte Lithium-Ionen Technologie und Steuerungstechnik sind notwendig, um höchste Effizienz und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten“ erläutert Holger Schuh, Geschäftsführer der Saft Batterien GmbH in Nürnberg.

PV-Speichersysteme haben eine zentrale Bedeutung für Stromnetze
Die Stadtwerke Mainz Netze GmbH und die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) ermitteln als weitere Projektpartner die speziellen Anforderungen an ein netzstützendes System. Insgesamt 17 Batteriespeicher sollen im Rahmen eines Feldtests im Netzgebiet der ÜWG Stromnetze GmbH & Co. KG im Kreis Groß-Gerau installiert werden. „Innovativen Speichertechniken im Stromnetz gehört die Zukunft. So werden unsere Netze intelligent und den damit wachsenden Anforderungen gerecht“ erläutert Jürgen Schmidt, technischer Geschäftsführer der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, die Ziele dieses Projektes. Die Stadtwerke Mainz AG als Mehrheitsgesellschafterin der ÜWG unterstützt das Vorhaben. „Die Erneuerbaren Energien müssen und können einen wesentlichen Beitrag zur Systemstabilität leisten. Dazu sind lokale Speicher, die jederzeit Energie bereitstellen und die mit hocheffizienter Leistungselektronik und geeigneten Algorithmen betrieben werden, geradezu prädestiniert. Mit dem Sol-ion+ Projekt wird die wichtige Aufgabe der Netzdienlichkeit aufgegriffen und für reale PV-Speichersysteme umgesetzt“, so der Netzexperte Lars Nehrkorn von der ÜWG.

Die Forschungsinstitute Fraunhofer IWES, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das ISEA der RWTH Aachen University begleiten das Projekt mit der Entwicklung von Batterieladestrategien und Alterungsmodellen, Analysen der Systemperformanz und der netzstützenden Betriebsführung sowie der Betreuung des Feldtests. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Analyse der Wirtschaftlichkeit.

Der Feldtest wird 2016 parallel mit der Installation eines Verbundes von Systemen zur Netzstützung und der Installation von Einzelsystemen bei den Endkunden beginnen und eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Das Projekt baut auf dem 2012 erfolgreich abgeschlossenen Projekt „Sol-ion“ auf und wird ebenfalls vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Die Laufzeit beträgt vier Jahre. Das Vorgängerprojekt „Sol-ion“ lief von 2008 bis 2012. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesem Projekt führten zur Entwicklung des vor zwei Jahren eingeführten BPTS-5 Hybrid von Bosch.

Die Beteiligten:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
http://www.bmub.bund.de
Bosch Power Tec GmbH
http://www.bosch-power-tec.de
Saft Batterien
http://www.saftbatteries.de
Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)
http://www.iwes.fraunhofer.de
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)
http://www.zsw-bw.de
Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA)
http://www.isea.rwth-aachen.de
Stadtwerke Mainz Netze GmbH
http://www.stadtwerke-mainz-netze.de
Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG)
http://www.uewg.de

Die Bosch Power Tec GmbH ist eine 100%ige Tochterfirma der Robert Bosch GmbH und wurde im Januar 2011 gegründet. Geschäftszweck ist die Entwicklung und der Vertrieb von leistungselektronischen Komponenten zur Nutzung von regenerativen Energien. Das Portfolio umfasst hocheffiziente Solarwechselrichter, vorkonfektionierte Wechselrichterstationen, Anlagenmanagement-Systemlösungen sowie zukunftsweisende Stromspeichertechnologien. Umfangreiche Service- und Wartungsverträge zu jeder Produktgruppe ergänzen das Angebot von Bosch Power Tec.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bosch-power-tec.de.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8475 - 03. März 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Christoph Lapczyna

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