Mobility Solutions

Meilenstein der Kraftfahrzeugtechnik 100 Jahre Starter von Bosch Weiterer Schritt der Elektrifizierung des Automobils

  • Für sicheren und komfortablen Motorstart
  • 1914: Start in ein neues Geschäftsfeld
  • Heute: weltweite Fertigung von mehr als zwölf Millionen Startern pro Jahr
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  • 17. März 2014
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Pressetext

Vor 100 Jahren war es soweit: Im März 1914 präsentierte Bosch seinen ersten elektrischen Anlasser für Kraftfahrzeuge. Das Automobil machte damit einen Riesenschritt in Richtung Elektrifizierung, die das Autofahren sicherer und komfortabler machte. Elektrische Anlasser waren eine echte Erleichterung für den Automobilisten dieser Tage: Dem Chauffeur wurde das schweißtreibende Ankurbeln des Wagens erspart, denn ein schwerer, großvolumiger Automobilmotor ließ sich nur mit viel Kraft in Gang bringen. Der Kraftakt des Ankurbelns barg zudem das Risiko, dass die Kurbel abrutschte oder zurückschlug. Böse Verletzungen konnten die Folge sein.

Den Strom bezog die Neuentwicklung aus der Batterie, die Teil des so genannten „Bosch-Lichts“ war. Bosch hatte diese autarke Stromversorgung gerade ein Jahr zuvor auf den Markt gebracht. Hatten die frühen Anlasser bei einem Gewicht von annähernd zehn Kilogramm nur rund 0,6 Kilowatt Leistung, deckt das heutige Portfolio mit 1,9 bis 17 Kilogramm einen Leistungsbereich von 0,8 bis 9,2 Kilowatt ab. Das ist mehr als eine Verzehnfachung.

Start in ein neues Geschäftsfeld
„Der Starter oder auch Anlasser, wie er anfangs genannt wurde, ist typisch für viele Produkte, die Bosch in der frühen Zeit der Motorisierung auf den Markt brachte: Sie setzten überall dort an, wo es Defizite bei Funktion, Handhabung oder Sicherheit auszumerzen galt“, fasst Ulrich Kirschner, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Starter Motors and Generators, den Entwicklungsfortschritt zusammen. Es war die Idee des Bosch-Chefentwicklers Gottlob Honold, einen Elektromotor zum Anlassen des Motors zu nutzen. Andere Hersteller hatten sich bereits an dieser Aufgabe versucht – die Ergebnisse funktionierten leidlich, aber sie waren noch gänzlich ungeeignet für den Alltagseinsatz und weit entfernt von der Serienreife. Bosch musste also schnell sein und einen Anlasser entwickeln, der besser war.

Nie wieder kurbeln
So mancher Automobilist verletzte sich schwer, wenn der Motor nicht an-, sondern ein kurzes Stück zurückdrehte und ihn die schwere Kurbel traf. Diese Gefahr konnte das junge Automobil in einer Zeit, in der es noch vielfach misstrauisch beäugt wurde, leicht in Verruf bringen. Die vorwiegend reichen Autobesitzer, die sich zunehmend gern selbst hinter das Lenkrad setzten, anstatt sich von ihren Chauffeuren fahren zu lassen, verlangten nach mehr Komfort. Der neue elektrische Anlasser ließ sich zuverlässig und sicher betätigen – anfänglich mit einem Fußschalter und bald darauf auf Knopfdruck.

Neuerung mit Zukunft
Bedarf nach elektrischen Anlassern herrschte anfangs vor allem in der Neuen Welt. Grund genug für Robert Bosch, noch 1914 im US-Werk Plainfield, New Jersey eine Anlasserfertigung hochzufahren. Zu Beginn waren die Verkaufszahlen recht bescheiden. Bis 1927 verkaufte Bosch nur gut 11 000 Stück. Dann aber setzte sich der Starter durch – bis 1933 waren es fast 550 000 Exemplare. Es dauerte allerdings noch Jahrzehnte, bis die Handkurbel ganz aus dem Straßenbild verschwunden war.

Der Starter als Kraftstoffsparer
2007 gingen speziell für den Start/Stopp-Betrieb ausgelegte Starter in Serie. Diese Funktion schaltet den Motor bei Fahrzeugstillstand aus, um Kraftstoff zu sparen. Tritt der Fahrer wieder aufs Gas, wird der Motor automatisch schnell und leise erneut gestartet. Um den Verbrauch und damit die CO2-Emission weiter zu senken, werden die Bosch-Entwickler die Stillstandszeiten des Motors schrittweise erweitern. Anfangs beim Ausrollen des Fahrzeugs, bald darauf sogar während der Fahrt, wenn der Fahrer kein Gas gibt. Das ist der sogenannte Segelmodus.

Jederzeit startklar
Heute bietet Bosch ein umfassendes Spektrum robuster und zuverlässiger Starter für Otto- und Dieselmotoren, für Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge, für 12- oder 24-Volt-Bordnetze und für jeden Einsatzzweck. Sie sind leicht, kompakt und leistungsfähig, verringern so Kraftstoffverbrauch und Emissionen und lassen sich einfach integrieren. In mindestens jedem fünften Auto weltweit ist einer von jährlich mehr als zwölf Millionen Stück gefertigten Bosch-Starter verbaut.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8462 - 17. März 2014

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Jutta Hofmann

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